In einer ländlichen Region Nigerias legen Demonstranten eine Provinzhauptstadt lahm. Grund ist ein Konflikt, der jährlich bis zu 2.500 Leben kostet ...
Das sind ungewohnte Bilder in Nigeria: Protest mit eilig aus Holzbänken und Tischen zusammengezimmerten Straßensperren, selbstgemalten Plakaten und Steinen in der Hand. Tausende Jugendliche haben am Mittwoch auf diese Weise Makurdi lahmgelegt, die eine halbe Million Einwohner zählende Hauptstadt des Bundesstaates Benue im Osten Nigerias. Sie haben Hauptverkehrsstraßen blockiert und vor allem eines geschafft: Nigerias Regierung muss sich mit dem Farmer-Viehhirten-Konflikt auseinandersetzen, der diesen Landesteil seit Langem heimsucht.