Sicherheitslage auf den Routen von Mauretanien nach Mali.

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Hans
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Sicherheitslage auf den Routen von Mauretanien nach Mali.

Beitrag von Hans »

Anbetracht der Warnungen der offiziellen Stellen Österreichs und Deutschlands bezüglich der Sicherheitslage im Grenzgebiet zwischen Mauretanien und Mali interessiert mich wie die Gefährdung auf den Transitstrecken Ayoun el Atrous - Niro und Nema – Nara denn von euch so eingeschätzt wird. Welche der beiden Routen wird denn im Moment mehr genutzt von Einheimischen bzw. Touristen.
Und wo wir gerade beim Thema Sicherheit sind, wie ist die Lage auf der Hauptrouten von Nara – Didieni - Kayes bzw. Niro – Diema – Kayes einzuschätzen.

Danke im Vorraus

Hans
Hans
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Keine Gefahr oder kein Wissen?

Beitrag von Hans »

Anbetracht nicht erfolgter Antworten frage ich mich was eine Antwort verhindert?
1. Ist der auch hier im Forum eingestellte Sicherheitshinweis zum Grenzgebiete Mauretanien Mali nicht all zu ernst zu nehmen? Und das ist eigentlich bekannt somit ist es nicht nötig zu Antworten?
2. Oder liegt einfach (noch) keine genaueres Wissen vor ob die Hauptverbindungen zwischen den Ländern und die Route de l’Espoir auch ein Sicherheitsproblem haben, oder ob die Warnung nur für kleine Pisten bzw. abgelegene Gebiete gilt?
Alexander
Administrator
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Re: Sicherheitslage auf den Routen von Mauretanien nach Mali.

Beitrag von Alexander »

Hallo Hans,

die von dir angesprochenen Strecken würde ich nicht als bedenklich einstufen.
Die Sicherheitshinweise der Behörden beziehen sich vor allem auf den Norden Malis und Mauretaniens. Dort gab es in den letzten Jahren und auch in jüngster Zeit Überfälle auf Touristen. Je näher du an die Nordgrenzen kommst, umso gefährlicher wird es, da dort Banditen und Schmuggler ihr Unwesen treiben. Natürlich gibt es auch keine Garantie, daß dir ihm Süden einer die Reisekasse abnimmt.:wink:

Viele Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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Gerhard Göttler
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Re: Sicherheitslage auf den Routen von Mauretanien nach Mali.

Beitrag von Gerhard Göttler »

Hallo Hans,

warum auf diese Fragen keiner antwortet? Weiß ich nicht, könnte mir aber mehrere Gründe vorstellen. Ich selbst stelle mir immer wieder die Frage, was der Frager für eine Antwort hören will.

Klar ist aber, dass die offiziellen Dienststellen ihre Warnungen nicht aus der hohlen Hand formulieren: Sie reagieren auf Vorkommnisse, interpretieren von Ereignissen der Vergangenheit die Zukunft. Klar ist auch, dass die Grenznähe in solchen Regionen immer kritisch sind. Alles andere lässt sich herleiten.

Wenn es dann ganz konkret wird, meldet z.B. der GND (Göttlers Nachrichten Dienst) malische Militäroperationen zwischen Bassikounou und Lerneb gegen grenzüberschreitende Banditen. Ist ja prima, denkt sich der Reisende, dann werde ich diese Strecke eben meiden. Aber auch die Banditen denken mit - und verlagern ihre Aktionen vorrübergehend auf den Bereich zwischen Sokolo und Nampala. Und dann? Ich kenne mehrere Reisende, die in letzter Zeit unbeschadet zwischen Timbuktu und Nema gereist sind. Ich kenne aber auch einen Reisenden, dem wurde in Sokolo auf offener belebter Straße das Fahrzeug weggenommen ... Und was schließt man daraus? Das muss sich einfach jeder selbst beantworten.

Ist denn das Jahr 2003 nicht mehr in Erinnerung? Da waren Hunderte oder eher Tausende auf als sicher eingestuften algerischen Pisten unterwegs. Dann werden die Touristen dort gleich schockweise in Geiselhaft genommen; die Banditen (oder wie soll ich sie nennen?) schrecken nicht davor zurück, auch Motorradfahrer und Rentner einzusammeln, sie machen eine kleine Massenveranstaltung aus ihrer vorbereiteten Aktion. Warum sollte sich Vergleichbares nicht wiederholen?

Ich gebe zu bedenken: Im Süden stehen heute in Mali oder auch in Burkina Faso mitunter Bewaffnete auf den Asphaltstraßen, stoppen auch Linienbusse und plündern sie aus. Im Norden ist noch immer ein gewisser MBM, der Einäugige, unterwegs. Wenn die nun immer ihre festen Plätze bzw. Strecken hätten, wären sie schnell eliminiert. Haben sie nur leider nicht. Ergo: Das Reisen im Sahel ist heute überall mit Risiko verbunden. Nachts ist es gefährlicher, nicht nur wegen der Esel und der Kamele auf der Fahrbahn, grenznah ebenso. Wer ohne Risiko reisen will, weicht am besten in die Schweiz aus, dort gibt es vergleichsweise sicher noch viel mehr Kriminelle, nur kümmern die sich eher um ihre Bankkonten als um Durchreisende.

Viel um den Brei rumgeredet - aber vielleicht antwortet ja auch keiner, weil Brei nicht so beliebt ist.

Ein schönes Wochenende wünscht

Gerhard Göttler
Hans
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Registriert: Mi 2. Nov 2005, 12:02
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Danke für die Informationen

Beitrag von Hans »

Vielen Dank für die umfangreichen und differenzierten Antworten.

@ Alexander, ja ich war auch bisher eher davon ausgegangen das der Norden Mauretaniens und Malis als unsicher einzustufen ist, dann wurde ich aber von der konkreten Nennung von Nema in den Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes irritiert.

@ Gerhard Göttler
Danke für die Angaben von GND (Göttlers Nachrichten Dienst). Genauere Informationen was in letzter Zeit in der Region vorgefallen ist, das hatte ich gewollt und das habe ich bekommen. Und mit diesen zusätzlichen Informationen werde ich mich nächste Woche Richtung Mali aufmachen. Oder doch lieber in die Schweiz? Ich werde es auf der Autobahn nach Süden entscheiden. Gibt es zu der Alpenrepublik denn auch einen Reiseführer von ihnen? Vielen Dank aber erstmal für ihre Kapitel im Reise Know How Westafrika Führer und den Lagebericht zum Grenzgebiet Mali Mauretanien.

Hans
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