Hallo,
seit Wochen bin ich nun auf meiner vierten Südsudanreise in den Zeiten des Referendums im Südsudan unterwegs.
Trotz aller Unkenrufe der ewigen Scharfmacher hat sich meine Voraussicht erfüllt: es hat einen ganz friedlichen Verlauf des Referendums gegeben! Kein Araber hängt hier an einem Baum, keine Mosche hat gebrannt, auch gibt es keine "Siegesfeiern, denn es gibt hier keine Gewinner und auch keine Verlierer.
Nach wie vor treiben Araber auf den Märkten Handel und die schwerbeladenen LKWs aus Khartoum sind auf den grausamen Pisten nach JUBA unterwegs und in umgekehrter Richtung.
Überall herrscht Friedensstimmung. Keiner will Krieg, jeder fühlt sich der friedlichen Entwicklung verpflichtet.
Ich bin immer wieder erstaunt, wie hier eine Jugend herangewachsen ist, die selbstbewußt und überraschend gut informiert ist über ihr Land und die anstehenden Probleme. Nirgendwo wird Haß auf den Norden sichtbar, überall Wohlwollen und die Hoffnung, daß die Probleme friedlich gelöst werden können.
Denn diese sind ja derart gewaltig, daß man auch Präsidant Bashir seine Hochachtung zollen muß: wer verliert denn schon friedlich die Hälfte seines Landes, 80% des Erdoels und vielleicht noch große Teile des Nilwassers, wenn der Jonglei-Kanal geflutet werden würde!
Insoweit sollte nun endlich der Haftbefehl gegen Präsident Bashir zurückgenommen oder wenigstens bis auf weiteres ausgesetzt werden, um den friedlichen Verlauf nicht unnötig zu behindern.
Der Friedensnobelpreis sollte an Bashir, Kiir und Machar vergeben werden.
Das Nobelpreiskommitee wäre gut beraten, einen entspechenden Vorschlag zu unterbreiten- der Bevölkerung im Südsudan, aber auch in Khartoum würde man dadurch einen großen Dienst erweisen.
Mit bestem Gruß
dietmar.peter (z.Z.mit dem Auto im Südsudan unterwegs)
Südsudan: Friedensnobelpreis für Bashir, Kiir und Machar ?
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dietmar.peter
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