Neue Fährverbindung: Kerch (Krim) - Poti (Georgien)

Schiffs- und Fährverbindungen mit Fahrzeugbeförderung zu den jeweiligen Regionen.

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Achim Vogt
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Neue Fährverbindung: Kerch (Krim) - Poti (Georgien)

Beitrag von Achim Vogt »

Wer eine Schwarzmeer-Tour plant, musste bislang immer von Sotschi (Russland) nach Trabzon (Türkei) übersetzen. Nachteil: die russische Bürokratie und Korruption und Fähren in zweifelhaftem Zustand, ohne Webseiten der Reedereien etc.

Einzige Alternative: Die "Greifswald" der UKR-Ferry, die das Schwarze Meer von Odessa nach Poti bzw. aktuell nach Batumi quert. Nachteil dieser Verbindung: Für einen Besuch der Krim ist ein erheblicher Umweg von Odessa aus nötig.
:arrow: Infos zu dieser Verbindung siehe in diesem Thread

Eine neue Perspektive bietet nun die Verbindung von Poti in Georgien nach Kerch am Südostende der Krim, ebenfalls von der UKR-Ferry betrieben. Man kann die Kaukasus-Republiken bereisen, erspart sich Russland und ist gleich auf der Krim. Die Verbindung ist mit 30 Stunden auch wesentlich kürzer als die von Odessa nach Poti. Betrieben wird die Route mit der "Geroi Plevny", deren Kabinen ganz passabel aussehen. Wenn ich dieses Jahr nicht schon anderes vorhätte, ich käme glatt in Versuchung ....

Schön ist auch, dass die Webseite der UKR-Ferry endlich wieder in leidlichem Englisch zur Verfügung steht.

Viele Grüße
Achim
Wolfgang16
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Re: Neue Fährverbindung: Kerch (Krim) - Poti (Georgien)

Beitrag von Wolfgang16 »

Hallo Achim,

klingt gut. Interessant ist, daß Varna - Poti/Batumi jetzt auch von Ukrferry angeboten wird. Wenn man von (Süd-)deutschland in den Kaukasus will, wäre das doch die kürzeste Route. Ich hab aber noch von niemandem gehört, der diese Verbindung benutzt hat.
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Achim Vogt
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Re: Neue Fährverbindung: Kerch (Krim) - Poti (Georgien)

Beitrag von Achim Vogt »

Lieber Wolfgang,

die Verbindung von Varna nach Georgien gab es immer schon. Allerdings war sie in den vergangenen Jahren zeitweilig wegen Streitigkeiten um unbezahlte Hafengebühren unterbrochen. Meiner Erinnerung wurde die Linie früher von NaviBulgar betrieben. Eine Zeitlang lagen deren Schiffe dann in Odessa an der Kette. Wie die Verbindung zwischen NaviBulgar (bzw. deren Trademark FERRYSPED) und UkrFerry nun genau ist, erschließt sich mir noch nicht.

Gründe dafür, dass fast alle Traveller die Verbindung von Odessa nach Georgien bevorzugen, mögen sein, dass

- die Verbindung in der Vergangenheit wesentlich verlässlicher (wenn auch oft mit Verspätungen) durchgeführt wurde
- Odessa eine besondere Attraktivität genießt

Viele Grüße
Achim
abacus
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Re: Neue Fährverbindung: Kerch (Krim) - Poti (Georgien)

Beitrag von abacus »

Vor Kerch war, zumindest früher, eine der berüchtigsten Strassenkontrollen des ganzen Ostblocks. Die waren so gerissen, die haben so gut wie bei jedem abgezockt. Also, Vorsicht, falls die da immer noch sind, was durchaus anzunehmen ist.
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Achim Vogt
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Re: Neue Fährverbindung: Kerch (Krim) - Poti (Georgien)

Beitrag von Achim Vogt »

Hallo Abacus,

wann war das? Noch zu Sowjet-Zeiten ("Ostblock")? Falls später: War der Checkpoint auf der russischen Seite bei Kavkaz oder auf der ukrainischen? Das wäre für Reisende als zusätzliche Info gut zu wissen.

Viele Grüße
Achim
abacus
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Re: Neue Fährverbindung: Kerch (Krim) - Poti (Georgien)

Beitrag von abacus »

Es geht um den Checkpoint vor Kerch auf ukrainischer Seite, mal ist der vor der Stadt oben am Hügel, mal der vor dem Hafen besetzt.

Ich war 2003 dort. Als ich damals recherchierte bin ich in jedem Reisebericht über diese Kontrolle gestolpert. Wir selbst sind ungeschoren durchgekommen, Mitreisenden wurde ein angeblich zu großes Messer angelastet und mußten zahlen. Andere Bekannten haben sie drangekriegt, weil deren Beule in der Autotür nicht "verzollt" war, d.h. da die Beule nirgendwo verzeichnet war, müsse es sich ja wohl um Unfallflucht handeln ...

Wir standen damals stundenlang im Hafen. Auch die Russen haben sich nach allen Regeln der Kunst bemüht einem Kohle abzunehmen. Plötzlich hat der Führerschein gefehlt, der ist dann genauso plötzlich wieder irgendwo aufgetaucht, aber die wollten den partout nicht mehr rausrücken, erst nach langem Palaver und nachdem ein Mitreisender was gespendet hatte (derweil ich geb nix). Insgesamt hat die Prozedur um die 10 Stunden gedauert.
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