Auswärtiges AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Stand: 30.01.2006 Unverändert gültig seit: 30.01.2006
In ganz Kamerun, insbesondere in den größeren Städten wie auch in Ferienorten an der Küste, z.B. Kribi und Limbe, sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten (keine auffälligen Wertgegenstände - auch nicht beim abendlichen Restaurantbesuch - tragen, Geld auf mehrere Taschen verteilen, genügend Geld mitführen, um keine Gewaltanwendung seitens der Diebe zu provozieren, spätabends nicht alleine zu Fuß unterwegs sein).
In größeren Städten (auch Jaunde und Douala) muss vor Taxifahrten nach Einbruch der Dunkelheit (d.h. ca. 18.00 Uhr) nachdrücklich gewarnt werden. Insbesondere bei Sammeltaxen besteht in jüngster Zeit ein erhöhtes Risiko bewaffneter Überfälle, bei denen es bereits zu schweren Verletzungen der Opfer gekommen ist.
Im Norden und im extremen Norden Kameruns kommt es sehr häufig (in anderen Provinzen hin und wieder) auch auf den Hauptverkehrsverbindungen zu Straßenüberfällen ("coupeurs de route"), bei denen die Sicherheitskräfte sich zum Teil passiv verhalten. Auf jeden Fall sollten Fahrten am Abend und in der Nacht vermieden werden. Reisen auf die Halbinsel Bakassi sollten nur mit erhöhten Vorsichtsmaßnahmen unternommen werden. Erhöhte Unfallgefahr besteht landesweit auf Grund häufiger technischer Mängel an den Fahrzeugen und dem riskanten Verkehrsverhalten einheimischer Fahrer. Dies gilt umso mehr bei Dunkelheit.
Die Weiterreise von Kamerun auf dem Landweg für Afrika-Durchquerer ist wegen zeitweise geschlossener Grenzen und innerer Unruhen sowie hoher Kriminalität (Republik Kongo, Demokratische Republik Kongo, Zentralafrikanische Republik) unmöglich bzw. mit hohem Risiko verbunden.
Die Deutsche Botschaft ist zu erreichen unter: Tel: (00237) 221.00.56 / 220.05.66 / 221.44.34 / 221.72.92, Fax: (00237) 221.62.11.
Reise-/Sicherheitshinweis Kamerun 30.01.2006 - 27.09.2012
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Reise-/Sicherheitshinweis Kamerun 30.01.2006 - 27.09.2012
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Sicherheitshinweis Kamerun 15.09.2006
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:
Stand 15.09.2006 (Unverändert gültig seit: 14.09.2006)
In ganz Kamerun, insbesondere in den größeren Städten wie auch in Ferienorten an der Küste, z.B. Kribi und Limbe, sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten (keine auffälligen Wertgegenstände - auch nicht beim abendlichen Restaurantbesuch - tragen, Geld auf mehrere Taschen verteilen, genügend Geld mitführen, um keine Gewaltanwendung seitens der Diebe zu provozieren, spätabends nicht alleine zu Fuß unterwegs sein).
In größeren Städten (auch Jaunde und Douala) muss vor Taxifahrten nach Einbruch der Dämmerung (d.h. nach 18.00 Uhr) nachdrücklich gewarnt werden. Insbesondere bei Sammeltaxen besteht ein erhöhtes Risiko bewaffneter Überfälle, bei denen es bereits zu schweren Verletzungen der Opfer gekommen ist. Selbst als Gruppe sollte man unbekannte Stadtviertel abends unbedingt vermeiden und auf gut beleuchteten Hauptverkehrsstraßen bleiben. In letzter Zeit kam es vermehrt zu Autodiebstählen (Car-jacking), wobei stets der Fahrer des Wagens als Geisel festgehalten wird, bis die Diebe in Sicherheit sind; besonders begehrt sind gute Geländewagen.
Im Norden und im extremen Norden Kameruns kommt es sehr häufig (in anderen Provinzen hin und wieder) auch auf den Hauptverkehrsverbindungen zu Straßenüberfällen ("coupeurs de route"), bei denen die Sicherheitskräfte sich zum Teil passiv verhalten. Auf jeden Fall sollten Fahrten am Abend und in der Nacht vermieden werden. Reisen auf die Halbinsel Bakassi sollten nur mit erhöhten Vorsichtsmaßnahmen unternommen werden. Erhöhte Unfallgefahr besteht landesweit auf Grund häufiger technischer Mängel an den Fahrzeugen und dem riskanten Verkehrsverhalten einheimischer Fahrer. Dies gilt umso mehr bei Dunkelheit.
Die Weiterreise von Kamerun auf dem Landweg für Afrika-Durchquerer ist wegen zeitweise geschlossener Grenzen und innerer Unruhen sowie hoher Kriminalität (Republik Kongo, Demokratische Republik Kongo, Zentralafrikanische Republik) unmöglich bzw. mit hohem Risiko verbunden.
Die Deutsche Botschaft ist zu erreichen unter: Tel: (00237) 221.00.56 / 220.05.66 / 221.44.34 / 221.72.92, Fax: (00237) 221.62.11.
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Reise-/Sicherheitshinweis Kamerun 06.06.2007
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Stand 06.06.2007 (Unverändert gültig seit: 06.06.2007)
Landesspezifische Sicherheitshinweise
In ganz Kamerun, insbesondere in den größeren Städten wie auch in Ferienorten an der Küste, z.B. Kribi und Limbe, sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten: Keine auffälligen Wertgegenstände - auch nicht beim abendlichen Restaurantbesuch - tragen, spätabends nicht alleine zu Fuß unterwegs sein, Geld auf mehrere Taschen verteilen, genügend Geld mitführen, um keine Gewaltanwendung zu provozieren.
In größeren Städten (auch Jaunde und Duala) muss vor Taxifahrten nach Einbruch der Dämmerung (d.h. nach 18.00 Uhr) nachdrücklich gewarnt werden. Insbesondere bei Sammeltaxen besteht ein erhöhtes Risiko bewaffneter Überfälle, bei denen es zu schweren Verletzungen der Opfer kommen kann. Selbst als Gruppe sollte man unbekannte Stadtviertel abends unbedingt vermeiden und auf gut beleuchteten Hauptverkehrsstraßen bleiben. In letzter Zeit kam es vermehrt zu Autodiebstählen (Car-jacking), wobei der Fahrer des Wagens kurzfristig als Geisel festgehalten wird. Bei einem Überfall am 06.01.2007 im vorwiegend von Ausländern bewohnten Stadtteil Bastos der Hauptstadt Jaunde wurde eine Französin erschossen.
In den Provinzen Norden und Extremer Norden (in anderen Provinzen hin und wieder) kommt es sehr häufig auch auf den Hauptverkehrsverbindungen zu Straßenüberfällen ("coupeurs de route"), bei denen die Sicherheitskräfte sich zum Teil passiv verhalten. Auf jeden Fall sollten Fahrten am Abend und in der Nacht vermieden werden. Reisen auf die Halbinsel Bakassi sollten nur mit erhöhten Vorsichtsmaßnahmen unternommen werden. Hohe Unfallgefahr geht von technischen Mängeln an den Fahrzeugen und dem riskanten Verkehrsverhalten vieler Fahrer aus. Dies gilt verstärkt bei Dunkelheit.
Die Weiterreise von Kamerun auf dem Landweg in die Republik Kongo und die Zentralafrikanische Republik ist wegen zeitweise geschlossener Grenzen und innerer Unruhen sowie hoher Kriminalität unmöglich bzw. mit hohem Risiko verbunden.
Allgemeine Reiseinformationen
In Kamerun, das aufgrund seiner Vielfältigkeit an Landschaftsformen auch als „Afrika in Miniatur“ bezeichnet wird, kann man alle Landesteile generell ohne besondere Genehmigung bereisen. Es ist jedoch mit vielen Polizeikontrollen zu rechnen, bei denen man sich mit viel Geduld und guten Nerven wappnen sollte. Häufig werden „Motivationsgelder“ gefordert. Kamerun verfügt im Vergleich zu vielen anderen afrikanischen Ländern über eine relativ gute Infrastruktur, wobei die touristische Entwicklung noch keinen besonders hohen Standard erreicht hat. Der hohen Unfallgefahr im Straßenverkehr ist mit defensivem Fahrstil, Anlegen der Sicherheitsgurte und Vermeiden nächtlicher Überlandfahrten zu begegnen.
Übernachtungsmöglichkeiten außerhalb der größeren Städte sind nur begrenzt vorhanden.
Die Botschaft Jaunde empfiehlt grundsätzlich allen deutschen Staatsangehörigen, die sich länger in Kamerun aufhalten, sich in die Deutschenliste der Botschaft einzuschreiben.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Die Einreise für deutsche Staatsangehörige ist nur mit einem entsprechenden Visum möglich, das rechtzeitig bei der kamerunischen Botschaft in Bonn oder bei einem der beiden kamerunischen Honorarkonsuln beantragt werden muss. Bei Einreise mit dem Flugzeug muss ein Rück- oder Weiterflugticket vorgelegt werden können. Außer dem gültigen Reisepass ist beim Grenzübertritt (bei Ein- und Ausreise auf kamerunischer Seite) ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung vorzulegen. Eine Registrierung ist nur bei Aufenthalt von über drei Monaten notwendig. Eine Visumsverlängerung im Land ist gesetzlich nicht vorgesehen, wird jedoch in Ausnahmefällen praktiziert. Die Botschaft rät daher dringend, nur mit einem für die Gesamtdauer des Aufenthalts gültigen Visum nach Kamerun einzureisen.
Der deutsche Kinderpass wird anerkannt. Der deutsche Kinderausweis wird ebenfalls anerkannt; ein Lichtbild ist jedoch grundsätzlich erforderlich. Der Eintrag des Kindes in den Reisepass eines Elternteils ist nicht ausreichend, da ein Lichtbild des Kindes zwingend erforderlich ist. Alleinreisende Minderjährige sollten bei Einreise nach Kamerun von einem Erwachsenen in Empfang genommen werden.
Die Einreise nach Kamerun erfolgt i.d.R. auf dem Luftweg. Als Flughäfen mit internationalen Flugverbindungen stehen Douala und Jaunde (Nsimalen) zur Verfügung. Die Grenz- und Zollkontrollen sind im Vergleich zu Europa zeitaufwändiger. Behalten Sie auf jeden Fall gegenüber den Zollbeamten Ruhe und Gelassenheit.
Die Einreise auf dem Landweg mit dem eigenen Fahrzeug ist möglich. Mitzuführen sind in jedem Fall ein internationaler Führerschein, eine internationale Zulassung, die grüne Versicherungskarte sowie ein „Carnet de Passage“. Dieses ist über den ADAC oder den AvD Automobilclub erhältlich. In Kamerun dürfen sowohl Kfz mit Benzin- als auch Fahrzeuge mit Dieselmotor eingeführt werden.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs sowie Devisen in unbeschränkter Höhe dürfen eingeführt werden. Die Einfuhr von (Jagd-) Waffen ist über die kamerunische Botschaft in Bonn oder einen der beiden Honorarkonsuln in Essen oder Hanau zu beantragen. Antike Kunstwerke dürfen nicht ausgeführt werden. Bei der Ausreise wird eine Steuer für Holzgegenstände gefordert (10 % des Kaufpreises).
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Beim Fotografieren sollte generell Zurückhaltung geübt werden.
Fotografierverbot besteht für: offizielle Gebäude (z.B. Ministerien und Präsidentenpalast in Jaunde), Flughäfen, Häfen, militärische Einrichtungen oder Polizeistationen, Telekommunikationsanlagen sowie alles, was dem Ansehen Kameruns schaden könnte.
Bei Polizei- und Gendarmeriekontrollen darf nicht von europäischen Maßstäben ausgegangen werden. Es bleibt häufig unklar, auf welcher gesetzlichen Grundlage bestimmte Dokumente oder Verhaltensweisen gefordert werden. Sollte man Sie festhalten, bestehen Sie darauf, Kontakt mit der deutschen Botschaft aufnehmen zu können.
Homosexualität ist nach Artikel 347 des Strafgesetzbuches mit Gefängnisstrafen von 6 Monaten bis zu 5 Jahren belegt. In der Praxis wird Homosexualität nicht systematisch, jedoch regelmäßig in Einzelfällen bestraft. Auch Ausländer waren bereits strafrechtlicher Verfolgung nach Artikel 347 ausgesetzt.
Medizinische Hinweise
Im Januar 2007 wurde ein nachgewiesener Poliomyelitisfall aus dem Norden berichtet. Es handelt sich um Wildvirus Typ I der Polio. Es kommt immer wieder zu Cholera-Erkrankungen ( Douala ), die auch größere Ausmaße annehmen können. Unter Beachtung sorgfältiger Hygiene beim Essen und Trinken sowie gründlicher Händereinigung kann einem Infektionsrisiko vorgebeugt werden. Als empfohlene Impfung für Reisende unter primitiven Bedingungen gilt die orale Dukoralimpfung.
Die medizinische Versorgung ist in Jaunde und Douala im Vergleich zum Landesinneren besser, entspricht jedoch nicht mitteleuropäischem Standard. Insbesondere in den staatlichen Krankenhäusern kommt es immer wieder zu Engpässen in der Versorgung mit Medikamenten, Verbands- und anderem medizinischen Verbrauchsmaterial. Kamerunreisende sollten daher eine entsprechend ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
In den größeren Städten gibt es ausreichend Apotheken, die im Regelfall alle wichtigen Medikamente meist aus französischer Produktion führen. Außerhalb der Geschäftszeiten (7.30 - 12.30 Uhr und 14.30 - 18.00 Uhr) finden Sie an jeder Apotheke einen Hinweis auf die Apotheke im Nachtdienst.
Neben Durchfallerkrankungen stellt bei den Infektionskrankheiten die Malaria das größte Gesundheitsrisiko dar. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Durch sorgfältige Hygiene beim Essen und Trinken (nur abgekochte, nicht lediglich aufgewärmte Lebensmittel zu sich nehmen, Wasser abkochen, filtern bzw. desinfizieren)und konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende helle Kleidung, angepasstes Verhalten ) können die meisten zum Teil auch gefährlichen Durchfall- und Infektionskrankheiten vermieden werden. Dazu zählt auch die Malaria tropica, die in Kamerun ganzjährig auftritt.
Die Hepatitis A, B und C, Typhus und Tuberkulose sind nicht selten. Bei entsprechendem Risikoverhalten sollte auch das HIV - Infektionsrisiko nicht unterschätzt werden. Die HIV-Prävalenz in der Bevölkerung liegt bei 5 % bis 8 % landesweit. Im Norden treten vor allem während der Trockenzeit immer wieder Epidemien der bakteriellen Meningitis auf, im Jahr 2000 erstmalig auch im Nordwesten. An weiteren Krankheiten sind zu erwähnen: Typhus, Filariosen, Loa Loa, Onchozerkose, Chikungunya, Tuberkulose, Bilharziose, Leptospirose, Tollwut. Die Trinkwasseraufbereitung ist mangelhaft. Das Leitungswasser kann nach Benutzung eines geeigneten Filters und Abkochen getrunken werden. Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich.
Vorgeschrieben zur Einreise ist die Gelbfieberimpfung. Empfohlene Impfungen sind Diphtherie, Tetanus, Polio, Hepatitis A und B, Typhusund Meningitis ACWY, vor allem im Norden des Landes.. Für Touristen mit besonderen Reiserisiken ( Jagen, Joggen, Landaufenthalt ) ist zusätzlich die Impfung gegen Tollwut und die orale Choleraimpfung angeraten.
Vor der Reise sollte ein Beratungsgespräch mit einem erfahrenen Tropen- oder Reisemediziner geführt werden.
Der Abschluß einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:
Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.
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Alexander
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Reise/Sicherheitshinweis Kamerun 25.02.2008
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Kamerun:
Stand 25.02.2008 (Unverändert gültig seit: 25.02.2008)
Aktueller Hinweis
Die Sicherheitslage in Kamerun ist derzeit aufgrund innenpolitischer und sozialer Spannungen angespannt. Bei Reisen nach Kamerun ist deshalb momentan besondere Vorsicht angezeigt.
Von Reisen nach Douala rät das Auswärtige Amt wegen gewaltsamer Demonstrationen und Ausschreitungen nach zuletzt drastischer Erhöhung der Treibstoffpreise bis auf weiteres dringend ab. Dies gilt auch für Flugreisende, die über Douala nach Kamerun ein- oder ausreisen wollen. Deutschen Staatsbürgern, die sich derzeit in Douala aufhalten, wird geraten, vorerst in ihren Häusern oder Hotels zu bleiben.
In den westlichen Provinzen Kameruns wurden Straßensperren errichtet; von Überlandfahrten wird daher abgeraten. Menschenansammlungen sollten gemieden werden.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Reisen über Land / Kriminalität
In ganz Kamerun, insbesondere in den größeren Städten wie auch in Ferienorten an der Küste, z.B. Kribi und Limbe, sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten: Keine auffälligen Wertgegenstände tragen (auch nicht beim abendlichen Restaurantbesuch), abends nicht alleine zu Fuß unterwegs sein, Geld auf mehrere Taschen verteilen, genügend Geld mitführen, um keine Gewaltanwendung zu provozieren.
Vor Taxifahrten nach Einbruch der Dämmerung (d.h. nach 18.00 Uhr) wird nachdrücklich gewarnt. Insbesondere bei Sammeltaxen besteht ein erhöhtes Risiko bewaffneter Überfälle, bei denen die Opfer häufig schwere Verletzungen davontragen. Selbst als Gruppe sollte man unbekannte Stadtviertel abends unbedingt meiden und auf gut beleuchteten Hauptverkehrsstraßen bleiben.
In den Provinzen Norden, Extremer Norden und Adamaoua (in anderen Provinzen hin und wieder) kommt es häufig auch auf den Hauptverkehrsverbindungen zu Straßenüberfällen ("coupeurs de route"), bei denen die Sicherheitskräfte sich zum Teil passiv verhalten. Auf jeden Fall sollten Fahrten am Abend und in der Nacht vermieden werden. Reisen auf die Halbinsel Bakassi sollten wegen der dortigen Sicherheitslage vermieden bzw. nur mit erhöhten Vorsichtsmaßnahmen unternommen werden.
Wegen technischer Mängeln an den Fahrzeugen und dem riskanten Verkehrsverhalten vieler Fahrer, besteht hohe Unfallgefahr . Dies gilt verstärkt bei Dunkelheit.
Die Weiterreise von Kamerun auf dem Landweg in an Kamerun angrenzende Länder kann aufgrund politischen Situation problematisch bzw. unmöglich sein. Die Grenze nach Äquatorialquinea war 2007 für 4 Monate geschlossen.
Allgemeine Reiseinformationen
In Kamerun, das aufgrund seiner Vielfältigkeit an Landschaftsformen auch als „Afrika in Miniatur“ bezeichnet wird, kann man alle Landesteile generell ohne besondere Genehmigung bereisen. Es ist jedoch mit vielen Polizeikontrollen zu rechnen, bei denen man sich mit viel Geduld und guten Nerven wappnen sollte. Häufig werden „Motivationsgelder“ gefordert. Kamerun verfügt im Vergleich zu vielen anderen afrikanischen Ländern über ein relativ gutes Straßennetz, Die touristische Infrastruktur hat allerdings noch keinen besonders hohen Standard erreicht.Wegen der hohen Unfallgefahr im Straßenverkehr ist ein defensiver Fahrstil angezeigt, Sicherheitsgurte sollten unbedingt angelegt und nächtliche Überlandfahrten vermieden werden..
Übernachtungsmöglichkeiten außerhalb der größeren Städte sind nur begrenzt vorhanden.
Die Botschaft Jaunde empfiehlt grundsätzlich allen deutschen Staatsangehörigen, die sich länger als drei Monate in Kamerun aufhalten, sich in die Deutschenliste ( „Krisenvorsorgeliste“) der Botschaft einzuschreiben.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Die Einreise für deutsche Staatsangehörige ist nur mit einem entsprechenden Visum möglich, das rechtzeitig bei der kamerunischen Botschaft in Bonn oder bei einem der beiden kamerunischen Honorarkonsuln in Deutschland beantragt werden muss.
Eine Visumsverlängerung im Land ist gesetzlich nicht vorgesehen, wird jedoch in Ausnahmefällen praktiziert. Die Botschaft rät dringend, nur mit einem für die Gesamtdauer des Aufenthalts gültigen Visum nach Kamerun einzureisen.
Reisedokumente
Außer dem gültigen Reisepass ist beim Grenzübertritt (bei Ein- und Ausreise auf kamerunischer Seite) ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung vorzulegen.
Der deutsche Kinderpass wird anerkannt. Der deutsche Kinderausweis wird ebenfalls anerkannt; ein Lichtbild ist grundsätzlich erforderlich. Der Eintrag des Kindes in den Reisepass eines Elternteils ist nicht ausreichend, da ein Lichtbild des Kindes zwingend erforderlich ist. Alleinreisende Minderjährige sollten bei Einreise nach Kamerun von einem Erwachsenen in Empfang genommen werden.
Einreise mit dem Flugzeug
Bei Einreise mit dem Flugzeug muss ein Rück- oder Weiterflugticket vorgelegt werden können. Flughäfen mit internationalen Flugverbindungen von und nach Europa sind Duala und Jaunde (Nsimalen). Die Grenz- und Zollkontrollen sind im Vergleich zu Europa zeitaufwändiger. Behalten Sie auf jeden Fall gegenüber den Zollbeamten Ruhe und Gelassenheit.
Einreise mit einem Fahrzeug
Die Einreise auf dem Landweg mit dem eigenen Fahrzeug ist möglich. Mitzuführen sind in jedem Fall ein internationaler Führerschein, eine internationale Zulassung, die grüne Versicherungskarte sowie ein „Carnet de Passage“. Dieses ist über den ADAC oder den AvD Automobilclub erhältlich. In Kamerun dürfen sowohl Kfz mit Benzin- als auch Fahrzeuge mit Dieselmotor eingeführt werden.
Registrierung nach Einreise
Eine Registrierung ist nur bei Aufenthalt von über drei Monaten notwendig.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs sowie Devisen in unbeschränkter Höhe dürfen eingeführt werden. Die Einfuhr von (Jagd-) Waffen ist über die kamerunische Botschaft in Bonn oder einen der beiden Honorarkonsuln in Essen oder Hanau zu beantragen.
Antike Kunstwerke dürfen nicht ausgeführt werden. Bei der Ausreise wird eine Steuer für Holzgegenstände gefordert (10 % des Kaufpreises).
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Fotografierverbot besteht für: offizielle Gebäude (z.B. Ministerien und Präsidentenpalast in Jaunde), Flughäfen, Häfen, militärische Einrichtungen oder Polizeistationen, Telekommunikationsanlagen sowie alles, was dem Ansehen Kameruns schaden könnte.
Bei Polizei- und Gendarmeriekontrollen darf nicht von europäischen Maßstäben ausgegangen werden. Es bleibt häufig unklar, auf welcher gesetzlichen Grundlage bestimmte Dokumente oder Verhaltensweisen gefordert werden. Sollte man Sie festhalten, bestehen Sie darauf, Kontakt mit der deutschen Botschaft aufnehmen zu können.
Homosexualität ist nach Artikel 347 des Strafgesetzbuches mit Gefängnisstrafen von 6 Monaten bis zu 5 Jahren belegt. In der Praxis wird Homosexualität nicht systematisch, jedoch regelmäßig in Einzelfällen bestraft. Auch Ausländer waren bereits strafrechtlicher Verfolgung nach Artikel 347 ausgesetzt.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 7 Monate bei Einreise gefordert.
Abweichend von den offiziellen Empfehlungen kann eine Choleraimpfung gelegentlich verlangt werden, besonders bei Einreise aus einem Land mit Cholera oder bei Einreise außerhalb des internationalen Flughafens.
Im Januar 2007 wurde ein nachgewiesener Poliomyelitisfall aus dem Norden berichtet. Es handelt sich um Wildvirus Typ I der Polio. Ein Impfschutz gegen Kinderlähmung ist empfohlen.
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (4fach-Impfstoff).
Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/) sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria: Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, etwas geringer in den höher gelegenen Gebieten und der Hauptstadt Jaunde.
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Kamerun!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
• körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS: Die HIV-Prävalenz in der Bevölkerung liegt bei 5% bis 8% landesweit. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera: Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders die Cholera vermeiden.
Es kommt immer wieder zu Cholera-Erkrankungen (Douala), die auch größere Ausmaße annehmen können. Die Trinkwasseraufbereitung ist mangelhaft. Das Leitungswasser kann nach Benutzung eines geeigneten Filters und Abkochen getrunken werden. Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, frisch gekochten Tee oder Kaffee, nie Leitungswasser. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit sauberem Wasser hergestellt wurden. Nur gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Fisch und Fleisch nur gut durchgekocht genießen, Obst und Gemüse nur geschält und/oder gekocht essen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Die Cholera (schluck)-impfung bietet Schutz Für den normalen Reisenden und Touristen ist sie aus medizinischen Gründen nicht notwendig.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose): Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern. Baden dort sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Die Hepatitis A, B und C, Typhus und Tuberkulose sind nicht selten.
Im Norden treten vor allem während der Trockenzeit immer wieder Epidemien der bakteriellen Meningitis auf, im Jahr 2000 erstmalig auch im Nordwesten.
An weiteren Krankheiten sind zu erwähnen: Filariosen, Loa Loa, Onchozerkose, Chikungunya, Leptospirose, Tollwut.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist in Jaunde und Douala im Vergleich zum Landesinneren besser, entspricht jedoch nicht mitteleuropäischem Standard. Insbesondere in den staatlichen Krankenhäusern kommt es immer wieder zu Engpässen in der Versorgung mit Medikamenten, Verbands- und anderem medizinischen Verbrauchsmaterial. Kamerunreisende sollten daher eine entsprechend ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
In den größeren Städten gibt es ausreichend Apotheken, die im Regelfall alle wichtigen Medikamente meist aus französischer Produktion führen. Außerhalb der Geschäftszeiten (7.30 - 12.30 Uhr und 14.30 - 18.00 Uhr) finden Sie an jeder Apotheke einen Hinweis auf die Apotheke im Nachtdienst.
Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:
Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.
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Reise/Sicherheitshinweis Kamerun 26.02.2008
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Kamerun:
Stand 27.02.2008 (Unverändert gültig seit: 27.02.2008)
Aktueller Hinweis
Das Auswärtige Amt rät bis auf weiteres von nicht notwendigen Reisen nach Kamerun ab.
Die Sicherheitslage in Kamerun ist derzeit aufgrund innenpolitischer und sozialer Spannungen sehr kritisch.
Die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der innenpolitischen Lage und den allgemeinen Lebensbedingungen (geplante Verfassungsänderung, unzureichende öffentliche Dienste, Versorgungsengpässe, steigende Lebenshaltungskosten) macht sich nach der letzten Benzinpreiserhöhung seit ein paar Tagen durch gewaltsame Demonstrationen, verbunden mit Ausschreitungen und Plünderungen Luft.
In den Provinzen West, Nordwest, Südwest, Littoral und Zentrum ist die Lage angespannt. Es gibt Strassensperren, in einzelnen Städten gewaltsame Auseinandersetzungen.
Deutschen Staatsbürgern, die sich privat oder dienstlich derzeit in Kamerun aufhalten, wird empfohlen, vorerst in ihren Häusern oder Hotels zu bleiben und sich bei der deutschen Botschaft zu registrieren.
Da sich die Lage schnell ändern kann, sollten auch die Nachrichten in den Medien verfolgt werden.
Alle Fahrten - sowohl innerstädtisch, als auch über Land – sollten auf das unbedingt Notwendige beschränkt werden. Von Überlandfahrten wird abgeraten.
Menschenansammlungen sollten gemieden werden.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Reisen über Land / Kriminalität
In ganz Kamerun, insbesondere in den größeren Städten wie auch in Ferienorten an der Küste, z.B. Kribi und Limbe, sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten: Keine auffälligen Wertgegenstände tragen (auch nicht beim abendlichen Restaurantbesuch), abends nicht alleine zu Fuß unterwegs sein, Geld auf mehrere Taschen verteilen, genügend Geld mitführen, um keine Gewaltanwendung zu provozieren.
Vor Taxifahrten nach Einbruch der Dämmerung (d.h. nach 18.00 Uhr) wird nachdrücklich gewarnt. Insbesondere bei Sammeltaxen besteht ein erhöhtes Risiko bewaffneter Überfälle, bei denen die Opfer häufig schwere Verletzungen davontragen. Selbst als Gruppe sollte man unbekannte Stadtviertel abends unbedingt meiden und auf gut beleuchteten Hauptverkehrsstraßen bleiben.
In den Provinzen Norden, Extremer Norden und Adamaoua (in anderen Provinzen hin und wieder) kommt es häufig auch auf den Hauptverkehrsverbindungen zu Straßenüberfällen ("coupeurs de route"), bei denen die Sicherheitskräfte sich zum Teil passiv verhalten. Auf jeden Fall sollten Fahrten am Abend und in der Nacht vermieden werden. Reisen auf die Halbinsel Bakassi sollten wegen der dortigen Sicherheitslage vermieden bzw. nur mit erhöhten Vorsichtsmaßnahmen unternommen werden.
Wegen technischer Mängeln an den Fahrzeugen und dem riskanten Verkehrsverhalten vieler Fahrer, besteht hohe Unfallgefahr . Dies gilt verstärkt bei Dunkelheit.
Die Weiterreise von Kamerun auf dem Landweg in an Kamerun angrenzende Länder kann aufgrund politischen Situation problematisch bzw. unmöglich sein. Die Grenze nach Äquatorialquinea war 2007 für 4 Monate geschlossen.
Allgemeine Reiseinformationen
In Kamerun, das aufgrund seiner Vielfältigkeit an Landschaftsformen auch als „Afrika in Miniatur“ bezeichnet wird, kann man alle Landesteile generell ohne besondere Genehmigung bereisen. Es ist jedoch mit vielen Polizeikontrollen zu rechnen, bei denen man sich mit viel Geduld und guten Nerven wappnen sollte. Häufig werden „Motivationsgelder“ gefordert. Kamerun verfügt im Vergleich zu vielen anderen afrikanischen Ländern über ein relativ gutes Straßennetz, Die touristische Infrastruktur hat allerdings noch keinen besonders hohen Standard erreicht.Wegen der hohen Unfallgefahr im Straßenverkehr ist ein defensiver Fahrstil angezeigt, Sicherheitsgurte sollten unbedingt angelegt und nächtliche Überlandfahrten vermieden werden..
Übernachtungsmöglichkeiten außerhalb der größeren Städte sind nur begrenzt vorhanden.
Die Botschaft Jaunde empfiehlt grundsätzlich allen deutschen Staatsangehörigen, die sich länger als drei Monate in Kamerun aufhalten, sich in die Deutschenliste ( „Krisenvorsorgeliste“) der Botschaft einzuschreiben.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Die Einreise für deutsche Staatsangehörige ist nur mit einem entsprechenden Visum möglich, das rechtzeitig bei der kamerunischen Botschaft in Bonn oder bei einem der beiden kamerunischen Honorarkonsuln in Deutschland beantragt werden muss.
Eine Visumsverlängerung im Land ist gesetzlich nicht vorgesehen, wird jedoch in Ausnahmefällen praktiziert. Die Botschaft rät dringend, nur mit einem für die Gesamtdauer des Aufenthalts gültigen Visum nach Kamerun einzureisen.
Reisedokumente
Außer dem gültigen Reisepass ist beim Grenzübertritt (bei Ein- und Ausreise auf kamerunischer Seite) ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung vorzulegen.
Der deutsche Kinderpass wird anerkannt. Der deutsche Kinderausweis wird ebenfalls anerkannt; ein Lichtbild ist grundsätzlich erforderlich. Der Eintrag des Kindes in den Reisepass eines Elternteils ist nicht ausreichend, da ein Lichtbild des Kindes zwingend erforderlich ist. Alleinreisende Minderjährige sollten bei Einreise nach Kamerun von einem Erwachsenen in Empfang genommen werden.
Einreise mit dem Flugzeug
Bei Einreise mit dem Flugzeug muss ein Rück- oder Weiterflugticket vorgelegt werden können. Flughäfen mit internationalen Flugverbindungen von und nach Europa sind Duala und Jaunde (Nsimalen). Die Grenz- und Zollkontrollen sind im Vergleich zu Europa zeitaufwändiger. Behalten Sie auf jeden Fall gegenüber den Zollbeamten Ruhe und Gelassenheit.
Einreise mit einem Fahrzeug
Die Einreise auf dem Landweg mit dem eigenen Fahrzeug ist möglich. Mitzuführen sind in jedem Fall ein internationaler Führerschein, eine internationale Zulassung, die grüne Versicherungskarte sowie ein „Carnet de Passage“. Dieses ist über den ADAC oder den AvD Automobilclub erhältlich. In Kamerun dürfen sowohl Kfz mit Benzin- als auch Fahrzeuge mit Dieselmotor eingeführt werden.
Registrierung nach Einreise
Eine Registrierung ist nur bei Aufenthalt von über drei Monaten notwendig.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs sowie Devisen in unbeschränkter Höhe dürfen eingeführt werden. Die Einfuhr von (Jagd-) Waffen ist über die kamerunische Botschaft in Bonn oder einen der beiden Honorarkonsuln in Essen oder Hanau zu beantragen.
Antike Kunstwerke dürfen nicht ausgeführt werden. Bei der Ausreise wird eine Steuer für Holzgegenstände gefordert (10 % des Kaufpreises).
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Fotografierverbot besteht für: offizielle Gebäude (z.B. Ministerien und Präsidentenpalast in Jaunde), Flughäfen, Häfen, militärische Einrichtungen oder Polizeistationen, Telekommunikationsanlagen sowie alles, was dem Ansehen Kameruns schaden könnte.
Bei Polizei- und Gendarmeriekontrollen darf nicht von europäischen Maßstäben ausgegangen werden. Es bleibt häufig unklar, auf welcher gesetzlichen Grundlage bestimmte Dokumente oder Verhaltensweisen gefordert werden. Sollte man Sie festhalten, bestehen Sie darauf, Kontakt mit der deutschen Botschaft aufnehmen zu können.
Homosexualität ist nach Artikel 347 des Strafgesetzbuches mit Gefängnisstrafen von 6 Monaten bis zu 5 Jahren belegt. In der Praxis wird Homosexualität nicht systematisch, jedoch regelmäßig in Einzelfällen bestraft. Auch Ausländer waren bereits strafrechtlicher Verfolgung nach Artikel 347 ausgesetzt.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 7 Monate bei Einreise gefordert.
Abweichend von den offiziellen Empfehlungen kann eine Choleraimpfung gelegentlich verlangt werden, besonders bei Einreise aus einem Land mit Cholera oder bei Einreise außerhalb des internationalen Flughafens.
Im Januar 2007 wurde ein nachgewiesener Poliomyelitisfall aus dem Norden berichtet. Es handelt sich um Wildvirus Typ I der Polio. Ein Impfschutz gegen Kinderlähmung ist empfohlen.
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (4fach-Impfstoff).
Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/) sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria: Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, etwas geringer in den höher gelegenen Gebieten und der Hauptstadt Jaunde.
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Kamerun!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
• körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS: Die HIV-Prävalenz in der Bevölkerung liegt bei 5% bis 8% landesweit. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera: Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders die Cholera vermeiden.
Es kommt immer wieder zu Cholera-Erkrankungen (Douala), die auch größere Ausmaße annehmen können. Die Trinkwasseraufbereitung ist mangelhaft. Das Leitungswasser kann nach Benutzung eines geeigneten Filters und Abkochen getrunken werden. Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, frisch gekochten Tee oder Kaffee, nie Leitungswasser. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit sauberem Wasser hergestellt wurden. Nur gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Fisch und Fleisch nur gut durchgekocht genießen, Obst und Gemüse nur geschält und/oder gekocht essen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Die Cholera (schluck)-impfung bietet Schutz Für den normalen Reisenden und Touristen ist sie aus medizinischen Gründen nicht notwendig.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose): Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern. Baden dort sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Die Hepatitis A, B und C, Typhus und Tuberkulose sind nicht selten.
Im Norden treten vor allem während der Trockenzeit immer wieder Epidemien der bakteriellen Meningitis auf, im Jahr 2000 erstmalig auch im Nordwesten.
An weiteren Krankheiten sind zu erwähnen: Filariosen, Loa Loa, Onchozerkose, Chikungunya, Leptospirose, Tollwut.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist in Jaunde und Douala im Vergleich zum Landesinneren besser, entspricht jedoch nicht mitteleuropäischem Standard. Insbesondere in den staatlichen Krankenhäusern kommt es immer wieder zu Engpässen in der Versorgung mit Medikamenten, Verbands- und anderem medizinischen Verbrauchsmaterial. Kamerunreisende sollten daher eine entsprechend ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
In den größeren Städten gibt es ausreichend Apotheken, die im Regelfall alle wichtigen Medikamente meist aus französischer Produktion führen. Außerhalb der Geschäftszeiten (7.30 - 12.30 Uhr und 14.30 - 18.00 Uhr) finden Sie an jeder Apotheke einen Hinweis auf die Apotheke im Nachtdienst.
Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Alexander
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Reise/Sicherheitshinweis Kamerun 01.03.2008
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Kamerun:
Stand 01.03.2008 (Unverändert gültig seit: 01.03.2008)
Aktueller Hinweis
Die Sicherheitslage in Kamerun bleibt derzeit aufgrund Spannungen innenpolitischer und sozialer Natur kritisch. Von Reisen nach Kamerun wird deshalb weiterhin abgeraten.
In den Provinzen West, Nordwest, Südwest, Littoral und Zentrum hat sich die Lage durch den Einsatz des Militärs zwar etwas beruhigt, ist aber weiterhin angespannt. In Jaunde und Douala, sowie mehreren anderen Städten, hat das Militär auf Straßenkreuzungen und wichtigen Plätzen Stellung bezogen. Geschäfte sind in Jaunde offen, der öffentliche Nahverkehr funktioniert eingeschränkt.
Am Samstag, den 1. März und möglicherweise auch am Montag, den 3. März, ist mit größeren politischen Versammlungen in verschiedenen Städten zu rechnen, die möglicherweise zu einer erneuten Verschärfung der Sicherheitslage, besonders in Douala, führen könnten. Deutschen Staatsbürgern, die sich derzeit in Douala, Jaunde oder anderen betroffenen Städten aufhalten, wird geraten, unter Beachtung der aktuellen örtlichen Sicherheitslage nur wirklich notwendige Versorgungsfahrten zu machen. Überlandfahrten sollten nur in Absprache mit der Botschaft in gesicherten Konvois durchgeführt werden. Menschenansammlungen sind zu meiden.
Da sich die Lage schnell ändern kann, wird allen deutsche Staatsangehörigen, die sich privat oder dienstlich in Kamerun aufhalten, dringend empfohlen, sich bei der deutschen Botschaft zu registrieren, über die (örtlichen) Medien die weitere Entwicklung der Lage zu verfolgen und regelmäßig die Sicherheitshinweise der Botschaft und des Auswärtigen Amtes zu konsultieren.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Reisen über Land / Kriminalität
In ganz Kamerun, insbesondere in den größeren Städten wie auch in Ferienorten an der Küste, z.B. Kribi und Limbe, sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten: Keine auffälligen Wertgegenstände tragen (auch nicht beim abendlichen Restaurantbesuch), abends nicht alleine zu Fuß unterwegs sein, Geld auf mehrere Taschen verteilen, genügend Geld mitführen, um keine Gewaltanwendung zu provozieren.
Vor Taxifahrten nach Einbruch der Dämmerung (d.h. nach 18.00 Uhr) wird nachdrücklich gewarnt. Insbesondere bei Sammeltaxen besteht ein erhöhtes Risiko bewaffneter Überfälle, bei denen die Opfer häufig schwere Verletzungen davontragen. Selbst als Gruppe sollte man unbekannte Stadtviertel abends unbedingt meiden und auf gut beleuchteten Hauptverkehrsstraßen bleiben.
In den Provinzen Norden, Extremer Norden und Adamaoua (in anderen Provinzen hin und wieder) kommt es häufig auch auf den Hauptverkehrsverbindungen zu Straßenüberfällen ("coupeurs de route"), bei denen die Sicherheitskräfte sich zum Teil passiv verhalten. Auf jeden Fall sollten Fahrten am Abend und in der Nacht vermieden werden. Reisen auf die Halbinsel Bakassi sollten wegen der dortigen Sicherheitslage vermieden bzw. nur mit erhöhten Vorsichtsmaßnahmen unternommen werden.
Wegen technischer Mängeln an den Fahrzeugen und dem riskanten Verkehrsverhalten vieler Fahrer, besteht hohe Unfallgefahr . Dies gilt verstärkt bei Dunkelheit.
Die Weiterreise von Kamerun auf dem Landweg in an Kamerun angrenzende Länder kann aufgrund politischen Situation problematisch bzw. unmöglich sein. Die Grenze nach Äquatorialquinea war 2007 für 4 Monate geschlossen.
Allgemeine Reiseinformationen
In Kamerun, das aufgrund seiner Vielfältigkeit an Landschaftsformen auch als „Afrika in Miniatur“ bezeichnet wird, kann man alle Landesteile generell ohne besondere Genehmigung bereisen. Es ist jedoch mit vielen Polizeikontrollen zu rechnen, bei denen man sich mit viel Geduld und guten Nerven wappnen sollte. Häufig werden „Motivationsgelder“ gefordert. Kamerun verfügt im Vergleich zu vielen anderen afrikanischen Ländern über ein relativ gutes Straßennetz, Die touristische Infrastruktur hat allerdings noch keinen besonders hohen Standard erreicht.Wegen der hohen Unfallgefahr im Straßenverkehr ist ein defensiver Fahrstil angezeigt, Sicherheitsgurte sollten unbedingt angelegt und nächtliche Überlandfahrten vermieden werden..
Übernachtungsmöglichkeiten außerhalb der größeren Städte sind nur begrenzt vorhanden.
Die Botschaft Jaunde empfiehlt grundsätzlich allen deutschen Staatsangehörigen, die sich länger als drei Monate in Kamerun aufhalten, sich in die Deutschenliste ( „Krisenvorsorgeliste“) der Botschaft einzuschreiben.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Die Einreise für deutsche Staatsangehörige ist nur mit einem entsprechenden Visum möglich, das rechtzeitig bei der kamerunischen Botschaft in Bonn oder bei einem der beiden kamerunischen Honorarkonsuln in Deutschland beantragt werden muss.
Eine Visumsverlängerung im Land ist gesetzlich nicht vorgesehen, wird jedoch in Ausnahmefällen praktiziert. Die Botschaft rät dringend, nur mit einem für die Gesamtdauer des Aufenthalts gültigen Visum nach Kamerun einzureisen.
Reisedokumente
Außer dem gültigen Reisepass ist beim Grenzübertritt (bei Ein- und Ausreise auf kamerunischer Seite) ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung vorzulegen.
Der deutsche Kinderpass wird anerkannt. Der deutsche Kinderausweis wird ebenfalls anerkannt; ein Lichtbild ist grundsätzlich erforderlich. Der Eintrag des Kindes in den Reisepass eines Elternteils ist nicht ausreichend, da ein Lichtbild des Kindes zwingend erforderlich ist. Alleinreisende Minderjährige sollten bei Einreise nach Kamerun von einem Erwachsenen in Empfang genommen werden.
Einreise mit dem Flugzeug
Bei Einreise mit dem Flugzeug muss ein Rück- oder Weiterflugticket vorgelegt werden können. Flughäfen mit internationalen Flugverbindungen von und nach Europa sind Duala und Jaunde (Nsimalen). Die Grenz- und Zollkontrollen sind im Vergleich zu Europa zeitaufwändiger. Behalten Sie auf jeden Fall gegenüber den Zollbeamten Ruhe und Gelassenheit.
Einreise mit einem Fahrzeug
Die Einreise auf dem Landweg mit dem eigenen Fahrzeug ist möglich. Mitzuführen sind in jedem Fall ein internationaler Führerschein, eine internationale Zulassung, die grüne Versicherungskarte sowie ein „Carnet de Passage“. Dieses ist über den ADAC oder den AvD Automobilclub erhältlich. In Kamerun dürfen sowohl Kfz mit Benzin- als auch Fahrzeuge mit Dieselmotor eingeführt werden.
Registrierung nach Einreise
Eine Registrierung ist nur bei Aufenthalt von über drei Monaten notwendig.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs sowie Devisen in unbeschränkter Höhe dürfen eingeführt werden. Die Einfuhr von (Jagd-) Waffen ist über die kamerunische Botschaft in Bonn oder einen der beiden Honorarkonsuln in Essen oder Hanau zu beantragen.
Antike Kunstwerke dürfen nicht ausgeführt werden. Bei der Ausreise wird eine Steuer für Holzgegenstände gefordert (10 % des Kaufpreises).
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Fotografierverbot besteht für: offizielle Gebäude (z.B. Ministerien und Präsidentenpalast in Jaunde), Flughäfen, Häfen, militärische Einrichtungen oder Polizeistationen, Telekommunikationsanlagen sowie alles, was dem Ansehen Kameruns schaden könnte.
Bei Polizei- und Gendarmeriekontrollen darf nicht von europäischen Maßstäben ausgegangen werden. Es bleibt häufig unklar, auf welcher gesetzlichen Grundlage bestimmte Dokumente oder Verhaltensweisen gefordert werden. Sollte man Sie festhalten, bestehen Sie darauf, Kontakt mit der deutschen Botschaft aufnehmen zu können.
Homosexualität ist nach Artikel 347 des Strafgesetzbuches mit Gefängnisstrafen von 6 Monaten bis zu 5 Jahren belegt. In der Praxis wird Homosexualität nicht systematisch, jedoch regelmäßig in Einzelfällen bestraft. Auch Ausländer waren bereits strafrechtlicher Verfolgung nach Artikel 347 ausgesetzt.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 7 Monate bei Einreise gefordert.
Abweichend von den offiziellen Empfehlungen kann eine Choleraimpfung gelegentlich verlangt werden, besonders bei Einreise aus einem Land mit Cholera oder bei Einreise außerhalb des internationalen Flughafens.
Im Januar 2007 wurde ein nachgewiesener Poliomyelitisfall aus dem Norden berichtet. Es handelt sich um Wildvirus Typ I der Polio. Ein Impfschutz gegen Kinderlähmung ist empfohlen.
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (4fach-Impfstoff).
Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/) sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria: Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, etwas geringer in den höher gelegenen Gebieten und der Hauptstadt Jaunde.
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Kamerun!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
• körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS: Die HIV-Prävalenz in der Bevölkerung liegt bei 5% bis 8% landesweit. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera: Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders die Cholera vermeiden.
Es kommt immer wieder zu Cholera-Erkrankungen (Douala), die auch größere Ausmaße annehmen können. Die Trinkwasseraufbereitung ist mangelhaft. Das Leitungswasser kann nach Benutzung eines geeigneten Filters und Abkochen getrunken werden. Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, frisch gekochten Tee oder Kaffee, nie Leitungswasser. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit sauberem Wasser hergestellt wurden. Nur gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Fisch und Fleisch nur gut durchgekocht genießen, Obst und Gemüse nur geschält und/oder gekocht essen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Die Cholera (schluck)-impfung bietet Schutz Für den normalen Reisenden und Touristen ist sie aus medizinischen Gründen nicht notwendig.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose): Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern. Baden dort sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Die Hepatitis A, B und C, Typhus und Tuberkulose sind nicht selten.
Im Norden treten vor allem während der Trockenzeit immer wieder Epidemien der bakteriellen Meningitis auf, im Jahr 2000 erstmalig auch im Nordwesten.
An weiteren Krankheiten sind zu erwähnen: Filariosen, Loa Loa, Onchozerkose, Chikungunya, Leptospirose, Tollwut.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist in Jaunde und Douala im Vergleich zum Landesinneren besser, entspricht jedoch nicht mitteleuropäischem Standard. Insbesondere in den staatlichen Krankenhäusern kommt es immer wieder zu Engpässen in der Versorgung mit Medikamenten, Verbands- und anderem medizinischen Verbrauchsmaterial. Kamerunreisende sollten daher eine entsprechend ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
In den größeren Städten gibt es ausreichend Apotheken, die im Regelfall alle wichtigen Medikamente meist aus französischer Produktion führen. Außerhalb der Geschäftszeiten (7.30 - 12.30 Uhr und 14.30 - 18.00 Uhr) finden Sie an jeder Apotheke einen Hinweis auf die Apotheke im Nachtdienst.
Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
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Alexander
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Reise/Sicherheitshinweis Kamerun 10.03.2008
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Kamerun:
Stand 10.03.2008 (Unverändert gültig seit: 10.03.2008)
Aktueller Hinweis
Die Sicherheitslage in Kamerun hat sich entspannt, nachdem die Regierung am 7. März unter anderem Preissenkungen (bei Lebensmitteln und Zement) und Gehaltserhöhung (für Beamte und Militärs) angeordnet hat.
Deutsche Staatsangehörige, die sich privat oder dienstlich in Kamerun aufhalten und sich bisher noch nicht bei der Botschaft registriert haben, wird dennoch empfohlen, dies zu tun.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Reisen über Land / Kriminalität
In ganz Kamerun, insbesondere in den größeren Städten wie auch in Ferienorten an der Küste, z.B. Kribi und Limbe, sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten: Keine auffälligen Wertgegenstände tragen (auch nicht beim abendlichen Restaurantbesuch), abends nicht alleine zu Fuß unterwegs sein, Geld auf mehrere Taschen verteilen, genügend Geld mitführen, um keine Gewaltanwendung zu provozieren.
Vor Taxifahrten nach Einbruch der Dämmerung (d.h. nach 18.00 Uhr) wird nachdrücklich gewarnt. Insbesondere bei Sammeltaxen besteht ein erhöhtes Risiko bewaffneter Überfälle, bei denen die Opfer häufig schwere Verletzungen davontragen. Selbst als Gruppe sollte man unbekannte Stadtviertel abends unbedingt meiden und auf gut beleuchteten Hauptverkehrsstraßen bleiben.
In den Provinzen Norden, Extremer Norden und Adamaoua (in anderen Provinzen hin und wieder) kommt es häufig auch auf den Hauptverkehrsverbindungen zu Straßenüberfällen ("coupeurs de route"), bei denen die Sicherheitskräfte sich zum Teil passiv verhalten. Auf jeden Fall sollten Fahrten am Abend und in der Nacht vermieden werden. Reisen auf die Halbinsel Bakassi sollten wegen der dortigen Sicherheitslage vermieden bzw. nur mit erhöhten Vorsichtsmaßnahmen unternommen werden.
Wegen technischer Mängeln an den Fahrzeugen und dem riskanten Verkehrsverhalten vieler Fahrer, besteht hohe Unfallgefahr. Dies gilt verstärkt bei Dunkelheit.
Die Weiterreise von Kamerun auf dem Landweg in an Kamerun angrenzende Länder kann aufgrund politischen Situation problematisch bzw. unmöglich sein. Die Grenze nach Äquatorialquinea war 2007 für 4 Monate geschlossen.
Allgemeine Reiseinformationen
Reisen über Land
In Kamerun, das aufgrund seiner Vielfältigkeit an Landschaftsformen auch als „Afrika in Miniatur“ bezeichnet wird, kann man alle Landesteile generell ohne besondere Genehmigung bereisen. Es ist jedoch mit vielen Polizeikontrollen zu rechnen, bei denen man sich mit viel Geduld und guten Nerven wappnen sollte. Häufig werden „Motivationsgelder“ gefordert.
Übernachtungsmöglichkeiten außerhalb der größeren Städte sind nur begrenzt vorhanden.
Infrastruktur
Kamerun verfügt im Vergleich zu vielen anderen afrikanischen Ländern über ein relativ gutes Straßennetz, Die touristische Infrastruktur hat allerdings noch keinen besonders hohen Standard erreicht. Wegen der hohen Unfallgefahr im Straßenverkehr ist ein defensiver Fahrstil angezeigt, Sicherheitsgurte sollten unbedingt angelegt und nächtliche Überlandfahrten vermieden werden.
Registrierung bei der Deutschen Botschaft
Die Botschaft Jaunde empfiehlt grundsätzlich allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Deutschenliste ( „Krisenvorsorgeliste“) der Botschaft einzuschreiben.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Die Einreise für deutsche Staatsangehörige ist nur mit einem entsprechenden Visum möglich, das rechtzeitig bei der kamerunischen Botschaft in Bonn oder bei einem der beiden kamerunischen Honorarkonsuln in Deutschland beantragt werden muss.
Eine Visumsverlängerung im Land ist gesetzlich nicht vorgesehen, wird jedoch in Ausnahmefällen praktiziert. Die Botschaft rät dringend, nur mit einem für die Gesamtdauer des Aufenthalts gültigen Visum nach Kamerun einzureisen.
Reisedokumente
Außer dem gültigen Reisepass ist beim Grenzübertritt (bei Ein- und Ausreise auf kamerunischer Seite) ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung vorzulegen.
Der deutsche Kinderpass wird anerkannt. Der deutsche Kinderausweis wird ebenfalls anerkannt; ein Lichtbild ist grundsätzlich erforderlich. Der Eintrag des Kindes in den Reisepass eines Elternteils ist nicht ausreichend, da ein Lichtbild des Kindes zwingend erforderlich ist. Alleinreisende Minderjährige sollten bei Einreise nach Kamerun von einem Erwachsenen in Empfang genommen werden.
Einreise mit dem Flugzeug
Bei Einreise mit dem Flugzeug muss ein Rück- oder Weiterflugticket vorgelegt werden können. Flughäfen mit internationalen Flugverbindungen von und nach Europa sind Duala und Jaunde (Nsimalen). Die Grenz- und Zollkontrollen sind im Vergleich zu Europa zeitaufwändiger. Behalten Sie auf jeden Fall gegenüber den Zollbeamten Ruhe und Gelassenheit.
Einreise mit einem Fahrzeug
Die Einreise auf dem Landweg mit dem eigenen Fahrzeug ist möglich. Mitzuführen sind in jedem Fall ein internationaler Führerschein, eine internationale Zulassung, die grüne Versicherungskarte sowie ein „Carnet de Passage“. Dieses ist über den ADAC oder den AvD Automobilclub erhältlich. In Kamerun dürfen sowohl Kfz mit Benzin- als auch Fahrzeuge mit Dieselmotor eingeführt werden.
Registrierung nach Einreise
Eine Registrierung ist nur bei Aufenthalt von über drei Monaten notwendig.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs sowie Devisen in unbeschränkter Höhe dürfen eingeführt werden. Die Einfuhr von (Jagd-) Waffen ist über die kamerunische Botschaft in Bonn oder einen der beiden Honorarkonsuln in Essen oder Hanau zu beantragen.
Antike Kunstwerke dürfen nicht ausgeführt werden. Bei der Ausreise wird eine Steuer für Holzgegenstände gefordert (10 % des Kaufpreises).
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Fotografierverbot besteht für: offizielle Gebäude (z.B. Ministerien und Präsidentenpalast in Jaunde), Flughäfen, Häfen, militärische Einrichtungen oder Polizeistationen, Telekommunikationsanlagen sowie alles, was dem Ansehen Kameruns schaden könnte.
Bei Polizei- und Gendarmeriekontrollen darf nicht von europäischen Maßstäben ausgegangen werden. Es bleibt häufig unklar, auf welcher gesetzlichen Grundlage bestimmte Dokumente oder Verhaltensweisen gefordert werden. Sollte man Sie festhalten, bestehen Sie darauf, Kontakt mit der deutschen Botschaft aufnehmen zu können.
Homosexualität ist nach Artikel 347 des Strafgesetzbuches mit Gefängnisstrafen von 6 Monaten bis zu 5 Jahren belegt. In der Praxis wird Homosexualität nicht systematisch, jedoch regelmäßig in Einzelfällen bestraft. Auch Ausländer waren bereits strafrechtlicher Verfolgung nach Artikel 347 ausgesetzt.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 7 Monate bei Einreise gefordert.
Abweichend von den offiziellen Empfehlungen kann eine Choleraimpfung gelegentlich verlangt werden, besonders bei Einreise aus einem Land mit Cholera oder bei Einreise außerhalb des internationalen Flughafens.
Im Januar 2007 wurde ein nachgewiesener Poliomyelitisfall aus dem Norden berichtet. Es handelt sich um Wildvirus Typ I der Polio. Ein Impfschutz gegen Kinderlähmung ist empfohlen.
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (4fach-Impfstoff).
Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/) sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria: Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, etwas geringer in den höher gelegenen Gebieten und der Hauptstadt Jaunde.
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Kamerun!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
• körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS: Die HIV-Prävalenz in der Bevölkerung liegt bei 5% bis 8% landesweit. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera: Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders die Cholera vermeiden.
Es kommt immer wieder zu Cholera-Erkrankungen (Douala), die auch größere Ausmaße annehmen können. Die Trinkwasseraufbereitung ist mangelhaft. Das Leitungswasser kann nach Benutzung eines geeigneten Filters und Abkochen getrunken werden. Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, frisch gekochten Tee oder Kaffee, nie Leitungswasser. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit sauberem Wasser hergestellt wurden. Nur gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Fisch und Fleisch nur gut durchgekocht genießen, Obst und Gemüse nur geschält und/oder gekocht essen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Die Cholera (schluck)-impfung bietet Schutz Für den normalen Reisenden und Touristen ist sie aus medizinischen Gründen nicht notwendig.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose): Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern. Baden dort sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Die Hepatitis A, B und C, Typhus und Tuberkulose sind nicht selten.
Im Norden treten vor allem während der Trockenzeit immer wieder Epidemien der bakteriellen Meningitis auf, im Jahr 2000 erstmalig auch im Nordwesten.
An weiteren Krankheiten sind zu erwähnen: Filariosen, Loa Loa, Onchozerkose, Chikungunya, Leptospirose, Tollwut.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist in Jaunde und Douala im Vergleich zum Landesinneren besser, entspricht jedoch nicht mitteleuropäischem Standard. Insbesondere in den staatlichen Krankenhäusern kommt es immer wieder zu Engpässen in der Versorgung mit Medikamenten, Verbands- und anderem medizinischen Verbrauchsmaterial. Kamerunreisende sollten daher eine entsprechend ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
In den größeren Städten gibt es ausreichend Apotheken, die im Regelfall alle wichtigen Medikamente meist aus französischer Produktion führen. Außerhalb der Geschäftszeiten (7.30 - 12.30 Uhr und 14.30 - 18.00 Uhr) finden Sie an jeder Apotheke einen Hinweis auf die Apotheke im Nachtdienst.
Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
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Alexander
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Reise/Sicherheitshinweis Kamerun 08.05.2008
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:Kamerun:
Stand 08.05.2008 (Unverändert gültig seit: 08.05.2008)
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Reisen über Land / Kriminalität
In ganz Kamerun, insbesondere in den größeren Städten wie auch in Ferienorten an der Küste, z.B. Kribi und Limbe, sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten: Keine auffälligen Wertgegenstände tragen (auch nicht beim abendlichen Restaurantbesuch), abends nicht alleine zu Fuß unterwegs sein, Geld auf mehrere Taschen verteilen, genügend Geld mitführen, um keine Gewaltanwendung zu provozieren.
Vor Taxifahrten nach Einbruch der Dämmerung (d.h. nach 18.00 Uhr) wird dringend abgeraten. Insbesondere bei Sammeltaxen besteht ein erhöhtes Risiko bewaffneter Überfälle, bei denen die Opfer Verletzungen davontragen können. Selbst als Gruppe sollte man unbekannte Stadtviertel abends unbedingt meiden und auf gut beleuchteten Hauptverkehrsstraßen bleiben.
In den Provinzen Norden, Extremer Norden und Adamaoua, aber auch gelegentlich in anderen Provinzen kommt es besonders in Grenznähe zu Wegelagerei ("coupeurs de route"). Auf den Hauptverkehrsstraßen versuchen Gendarmerie und Militär, mit häufigen Verkehrskontrollen die Sicherheit zu erhöhen.
Fahrten am Abend und in der Nacht sollten vermieden werden. Wegen technischer Mängel an den Fahrzeugen und dem riskanten Verkehrsverhalten vieler Fahrer besteht generell eine höhere Unfallgefahr als in Europa. Dies gilt verstärkt bei Dunkelheit.
Von Reisen auf die Halbinsel Bakassi wird aufgrund fortdauernder Sicherheitsprobleme und dem militärischen Sonderstatus einiger Territorien abgeraten.
Die Weiterreise von Kamerun auf dem Landweg in angrenzende Länder kann aufgrund kurzfristig eintretender politischer Entwicklungen problematisch bzw. unmöglich sein. Hier empfiehlt es sich, kurz vor geplanten Fahrten Erkundigungen einzuholen.
Allgemeine Reiseinformationen
Reisen über Land
In Kamerun, das aufgrund seiner Vielfältigkeit an Landschaftsformen auch als „Afrika in Miniatur“ bezeichnet wird, kann man alle Landesteile generell ohne besondere Genehmigung bereisen. Es ist jedoch mit vielen Polizeikontrollen zu rechnen, bei denen man sich mit viel Geduld und guten Nerven wappnen sollte. Häufig werden „Motivationsgelder“ gefordert.
Übernachtungsmöglichkeiten außerhalb der größeren Städte sind nur begrenzt vorhanden und haben oft einfachen Standard.
Infrastruktur
Kamerun verfügt im Vergleich zu vielen anderen afrikanischen Ländern über ein relativ gutes Straßennetz. Die touristische Infrastruktur hat allerdings noch keinen besonders hohen Standard erreicht. Wegen der hohen Unfallgefahr im Straßenverkehr ist ein defensiver Fahrstil angezeigt, Sicherheitsgurte sollten unbedingt angelegt und nächtliche Überlandfahrten vermieden werden.
Registrierung bei der Deutschen Botschaft
Die Botschaft Jaunde empfiehlt grundsätzlich allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Deutschenliste ( „Krisenvorsorgeliste“) der Botschaft einzuschreiben
(http://www.jaunde.diplo.de/Vertretung/j ... =Daten.pdf )
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Die Einreise für deutsche Staatsangehörige ist nur mit einem gültigen Visum möglich, das rechtzeitig bei der kamerunischen Botschaft in Bonn oder bei einem der beiden kamerunischen Honorarkonsuln in Deutschland beantragt werden muss.
Eine Visumsverlängerung im Land ist gesetzlich nicht vorgesehen, wird jedoch in Ausnahmefällen praktiziert. Die Botschaft rät dringend, mit einem für die Gesamtdauer des Aufenthalts gültigen Visum nach Kamerun einzureisen.
Reisedokumente
Außer dem gültigen Reisepass ist beim Grenzübertritt (bei Ein- und Ausreise auf kamerunischer Seite) ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung vorzulegen.
Der deutsche Kinderpass wird anerkannt. Der deutsche Kinderausweis wird ebenfalls anerkannt; ein Lichtbild ist grundsätzlich erforderlich. Der Eintrag des Kindes in den Reisepass eines Elternteils reicht nicht aus, da ein Lichtbild des Kindes zwingend erforderlich ist. Alleinreisende Minderjährige sollten bei Einreise nach Kamerun von einem Erwachsenen in Empfang genommen werden.
Einreise mit dem Flugzeug
Bei Einreise mit dem Flugzeug muss ein Rück- oder Weiterflugticket vorgelegt werden können. Flughäfen mit internationalen Flugverbindungen von und nach Europa sind Duala und Jaunde (Nsimalen). Die Grenz- und Zollkontrollen sind im Vergleich zu Europa zeitaufwändiger. Behalten Sie auf jeden Fall gegenüber den Zollbeamten Ruhe und Gelassenheit.
Einreise mit einem Fahrzeug
Die Einreise auf dem Landweg mit dem eigenen Fahrzeug ist möglich. Mitzuführen sind in jedem Fall ein internationaler Führerschein, eine internationale Zulassung, die grüne Versicherungskarte sowie ein „Carnet de Passage“. Dieses ist über den ADAC oder den AvD Automobilclub erhältlich. In Kamerun dürfen sowohl Kfz mit Benzin- als auch Fahrzeuge mit Dieselmotor eingeführt werden.
Registrierung nach Einreise
Eine Registrierung ist nur bei Aufenthalt von über drei Monaten notwendig.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs sowie Devisen in unbeschränkter Höhe dürfen eingeführt werden. Die Einfuhr von (Jagd-) Waffen ist über die kamerunische Botschaft in Bonn oder einen der beiden Honorarkonsuln in Essen oder Hanau zu beantragen.
Antike Kunstwerke dürfen nicht ausgeführt werden. Bei der Ausreise wird eine Steuer für Holzgegenstände gefordert (10 % des Kaufpreises).
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Fotografierverbot besteht für: offizielle Gebäude (z.B. Ministerien und Präsidentenpalast in Jaunde), Flughäfen, Häfen, militärische Einrichtungen oder Polizeistationen, Telekommunikationsanlagen sowie alles, was dem Ansehen Kameruns schaden könnte.
Bei Polizei- und Gendarmeriekontrollen darf nicht von europäischen Maßstäben ausgegangen werden. Es bleibt häufig unklar, auf welcher gesetzlichen Grundlage bestimmte Dokumente oder Verhaltensweisen gefordert werden. Sollte man Sie festhalten, bestehen Sie darauf, Kontakt mit der deutschen Botschaft aufnehmen zu können.
Homosexualität ist nach Artikel 347 des Strafgesetzbuches mit Gefängnisstrafen von 6 Monaten bis zu 5 Jahren belegt. In der Praxis wird Homosexualität nicht systematisch, jedoch regelmäßig in Einzelfällen bestraft. Auch Ausländer waren bereits strafrechtlicher Verfolgung nach Artikel 347 ausgesetzt.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 7 Monate bei Einreise gefordert.
Abweichend von den offiziellen Empfehlungen kann eine Choleraimpfung gelegentlich verlangt werden, besonders bei Einreise aus einem Land mit Cholera oder bei Einreise außerhalb des internationalen Flughafens.
Im Januar 2007 wurde ein nachgewiesener Poliomyelitisfall aus dem Norden berichtet. Es handelt sich um Wildvirus Typ I der Polio. Ein Impfschutz gegen Kinderlähmung ist empfohlen.
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (4fach-Impfstoff).
Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/) sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, etwas geringer in den höher gelegenen Gebieten und der Hauptstadt Jaunde. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Kamerun!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
• körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS
Die HIV-Prävalenz in der Bevölkerung liegt bei 5% bis 8% landesweit. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders die Cholera vermeiden.
Es kommt immer wieder zu Cholera-Erkrankungen (Douala), die auch größere Ausmaße annehmen können. Die Trinkwasseraufbereitung ist mangelhaft. Das Leitungswasser kann nach Benutzung eines geeigneten Filters und Abkochen getrunken werden. Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich.
Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, frisch gekochten Tee oder Kaffee, nie Leitungswasser. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit sauberem Wasser hergestellt wurden. Nur gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Fisch und Fleisch nur gut durchgekocht genießen, Obst und Gemüse nur geschält und/oder gekocht essen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Die Cholera (schluck)-impfung bietet Schutz Für den normalen Reisenden und Touristen ist sie aus medizinischen Gründen nicht notwendig.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern. Baden dort sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Die Hepatitis A, B und C, Typhus und Tuberkulose sind nicht selten.
Im Norden treten vor allem während der Trockenzeit immer wieder Epidemien der bakteriellen Meningitis auf, im Jahr 2000 erstmalig auch im Nordwesten.
An weiteren Krankheiten sind zu erwähnen: Filariosen, Loa Loa, Onchozerkose, Chikungunya, Leptospirose, Tollwut
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist in Jaunde und Douala im Vergleich zum Landesinneren besser, entspricht jedoch nicht mitteleuropäischem Standard. Insbesondere in den staatlichen Krankenhäusern kommt es immer wieder zu Engpässen in der Versorgung mit Medikamenten, Verbands- und anderem medizinischen Verbrauchsmaterial. Kamerunreisende sollten daher eine entsprechend ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
In den größeren Städten gibt es ausreichend Apotheken, die im Regelfall alle wichtigen Medikamente meist aus französischer Produktion führen. Außerhalb der Geschäftszeiten (7.30 - 12.30 Uhr und 14.30 - 18.00 Uhr) finden Sie an jeder Apotheke einen Hinweis auf die Apotheke im Nachtdienst.
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Alexander
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Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:Kamerun:
Stand 14.10.2008 (Unverändert gültig seit: 14.10.2008)
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Reisen über Land / Kriminalität
In ganz Kamerun, insbesondere in den größeren Städten wie auch in Ferienorten an der Küste, z.B. Kribi und Limbe, sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten: Keine auffälligen Wertgegenstände tragen (auch nicht beim abendlichen Restaurantbesuch), abends nicht alleine zu Fuß unterwegs sein, Geld auf mehrere Taschen verteilen, genügend Geld mitführen, um keine Gewaltanwendung zu provozieren.
Vor Taxifahrten nach Einbruch der Dämmerung (d.h. nach 18.00 Uhr) wird dringend abgeraten. Insbesondere bei Sammeltaxen besteht ein erhöhtes Risiko bewaffneter Überfälle, bei denen die Opfer Verletzungen davontragen können. Selbst als Gruppe sollte man unbekannte Stadtviertel abends unbedingt meiden und auf gut beleuchteten Hauptverkehrsstraßen bleiben.
In den Provinzen Norden, Extremer Norden und Adamaoua, aber auch gelegentlich in anderen Provinzen kommt es besonders in Grenznähe zu Wegelagerei ("coupeurs de route"). Autos werden angehalten und die Insassen von Bewaffneten ausgeraubt. In manchen Fällen nahmen die Wegelagerer auch das Auto mit. Auf den Hauptverkehrsstraßen versuchen Gendarmerie und Militär, mit häufigen Verkehrskontrollen die Sicherheit zu erhöhen.
Fahrten am Abend und in der Nacht sollten unterlassen werden. Wegen technischer Mängel an den Fahrzeugen und dem riskanten Verkehrsverhalten vieler Fahrer besteht generell eine höhere Unfallgefahr als in Europa. Dies gilt verstärkt bei Dunkelheit.
Von Reisen auf die Halbinsel Bakassi und Umgebung wird aufgrund fortdauernder Sicherheitsprobleme und dem militärischen Sonderstatus einiger Gebiete abgeraten.
Die Weiterreise von Kamerun auf dem Landweg in angrenzende Länder kann aufgrund kurzfristig eintretender politischer Entwicklungen problematisch bzw. unmöglich sein. Hier empfiehlt es sich, kurz vor geplanten Fahrten Erkundigungen einzuholen.
Allgemeine Reiseinformationen
Reisen über Land
In Kamerun, das aufgrund seiner Vielfältigkeit an Landschaftsformen auch als „Afrika in Miniatur“ bezeichnet wird, kann man alle Landesteile generell ohne besondere Genehmigung bereisen. Es ist jedoch mit vielen Polizeikontrollen zu rechnen, bei denen man sich mit viel Geduld und guten Nerven wappnen sollte. Häufig werden „Motivationsgelder“ gefordert.
Übernachtungsmöglichkeiten außerhalb der größeren Städte sind nur begrenzt vorhanden und haben oft einfachen Standard.
Kamerun verfügt im Vergleich zu vielen anderen afrikanischen Ländern über ein relativ gutes Straßennetz. Die touristische Infrastruktur hat allerdings noch keinen besonders hohen Standard erreicht. Wegen der hohen Unfallgefahr im Straßenverkehr ist ein defensiver Fahrstil angezeigt, Sicherheitsgurte sollten unbedingt angelegt und nächtliche Überlandfahrten vermieden werden.
Registrierung bei der Deutschen Botschaft
Die Botschaft Jaunde empfiehlt grundsätzlich allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Deutschenliste ( „Krisenvorsorgeliste“) der Botschaft einzuschreiben (http://www.jaunde.diplo.de/Vertretung/j ... =Daten.pdf )
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Die Einreise für deutsche Staatsangehörige ist nur mit einem gültigen Visum möglich, das rechtzeitig bei der kamerunischen Botschaft in Bonn oder bei einem der beiden kamerunischen Honorarkonsuln in Deutschland beantragt werden muss.
Eine Visumsverlängerung im Land ist gesetzlich nicht vorgesehen, wird jedoch in Ausnahmefällen praktiziert. Die Botschaft rät dringend, mit einem für die Gesamtdauer des Aufenthalts gültigen Visum nach Kamerun einzureisen.
Reisedokumente
Außer dem gültigen Reisepass ist beim Grenzübertritt (bei Ein- und Ausreise auf kamerunischer Seite) ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung vorzulegen.
Der deutsche Kinderpass wird anerkannt. Der deutsche Kinderausweis wird ebenfalls anerkannt; ein Lichtbild ist grundsätzlich erforderlich. Der Eintrag des Kindes in den Reisepass eines Elternteils reicht nicht aus, da ein Lichtbild des Kindes zwingend erforderlich ist. Alleinreisende Minderjährige sollten bei Einreise nach Kamerun von einem Erwachsenen in Empfang genommen werden.
Einreise mit dem Flugzeug
Bei Einreise mit dem Flugzeug muss ein Rück- oder Weiterflugticket vorgelegt werden können. Flughäfen mit internationalen Flugverbindungen von und nach Europa sind Duala und Jaunde (Nsimalen). Die Grenz- und Zollkontrollen sind im Vergleich zu Europa zeitaufwändiger. Behalten Sie auf jeden Fall gegenüber den Zollbeamten Ruhe und Gelassenheit.
Einreise mit einem Fahrzeug
Die Einreise auf dem Landweg mit dem eigenen Fahrzeug ist möglich. Mitzuführen sind in jedem Fall ein internationaler Führerschein, eine internationale Zulassung, die grüne Versicherungskarte sowie ein „Carnet de Passage“. Dieses ist über den ADAC oder den AvD Automobilclub erhältlich. In Kamerun dürfen sowohl Kfz mit Benzin- als auch Fahrzeuge mit Dieselmotor eingeführt werden.
Registrierung nach Einreise
Eine Registrierung ist nur bei Aufenthalt von über drei Monaten notwendig.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs sowie Devisen in unbeschränkter Höhe dürfen eingeführt werden. Die Einfuhr von (Jagd-) Waffen ist über die kamerunische Botschaft in Bonn oder einen der beiden Honorarkonsuln in Essen oder Hanau zu beantragen.
Antike Kunstwerke dürfen nicht ausgeführt werden. Bei der Ausreise wird eine Steuer für Holzgegenstände gefordert (10 % des Kaufpreises).
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Fotografierverbot besteht für:
Offizielle Gebäude (z.B. Ministerien und Präsidentenpalast in Jaunde), Flughäfen, Häfen, militärische Einrichtungen oder Polizeistationen, Telekommunikationsanlagen sowie alles, was dem Ansehen Kameruns schaden könnte.
Bei Polizei- und Gendarmeriekontrollen darf nicht von europäischen Maßstäben ausgegangen werden. Es bleibt häufig unklar, auf welcher gesetzlichen Grundlage bestimmte Dokumente oder Verhaltensweisen gefordert werden. Sollte man Sie festhalten, bestehen Sie darauf, Kontakt mit der deutschen Botschaft aufnehmen zu können.
Homosexualität ist nach Artikel 347 des Strafgesetzbuches mit Gefängnisstrafen von 6 Monaten bis zu 5 Jahren belegt. In der Praxis wird Homosexualität nicht systematisch, jedoch regelmäßig in Einzelfällen bestraft. Auch Ausländer waren bereits strafrechtlicher Verfolgung nach Artikel 347 ausgesetzt.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 7 Monate bei Einreise gefordert.
Abweichend von den offiziellen Empfehlungen kann eine Choleraimpfung gelegentlich verlangt werden, besonders bei Einreise aus einem Land mit Cholera oder bei Einreise außerhalb des internationalen Flughafens.
Im Januar 2007 wurde ein nachgewiesener Poliomyelitisfall aus dem Norden berichtet. Es handelt sich um Wildvirus Typ I der Polio. Ein Impfschutz gegen Kinderlähmung wird dringend empfohlen.
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (4fach-Impfstoff).
Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/) sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, etwas geringer in den höher gelegenen Gebieten und der Hauptstadt Jaunde. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Kamerun!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
Die HIV-Prävalenz in der Bevölkerung liegt landesweit bei 5% bis 8%. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders die Cholera vermeiden.
Es kommt immer wieder zu Cholera-Erkrankungen (Douala), die auch größere Ausmaße annehmen können.
Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, frisch gekochten Tee oder Kaffee, nie Leitungswasser. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit sauberem Wasser hergestellt wurden. Nur gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Fisch und Fleisch nur gut durchgekocht genießen, Obst und Gemüse nur geschält und/oder gekocht essen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Die Cholera(schluck)-Impfung bietet Schutz. Für den normalen Reisenden und Touristen ist sie aus medizinischen Gründen in der Regel nicht notwendig.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern. Baden dort sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Neben Hepatitis A, B und C (Durchseuchung teilweise bis zu 20%) kommen häufig Typhus und Tuberkulose vor.
Im Norden treten vor allem während der Trockenzeit immer wieder Epidemien der bakteriellen Meningitis auf, im Jahr 2000 erstmalig auch im Nordwesten.
An weiteren Krankheiten sind zu erwähnen: Filariosen, Loa Loa, Onchozerkose, Chikungunya, Leptospirose, Tollwut
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist in Jaunde und Douala im Vergleich zum Landesinneren besser, entspricht jedoch bei weitem nicht dem europäischem Standard. In den Krankenhäusern kommt es immer wieder zu Engpässen bei der Versorgung mit Medikamenten, Verbands- und anderem medizinischen Verbrauchsmaterialien, die generell vor der Behandlung vom Patienten selbst beschafft werden müssen..
Kamerun-Reisende sollten daher eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
In den größeren Städten gibt es ausreichend Apotheken, die im Regelfall alle wichtigen Medikamente meist aus französischer Produktion führen. Außerhalb der Geschäftszeiten (7.30 - 12.30 Uhr und 14.30 - 18.00 Uhr) finden Sie an jeder Apotheke einen Hinweis auf die Apotheke im Nachtdienst.
Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
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Stand 30.09.2009 (Unverändert gültig seit: 30.09.2009)
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In ganz Kamerun, insbesondere in den größeren Städten wie auch in Ferienorten an der Küste, z.B. Kribi und Limbe, sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten: Keine auffälligen Wertgegenstände tragen (auch nicht beim abendlichen Restaurantbesuch), abends nicht alleine zu Fuß unterwegs sein, Geld auf mehrere Taschen verteilen, genügend Geld mitführen, um keine Gewaltanwendung zu provozieren.
Vor Taxifahrten nach Einbruch der Dämmerung (d.h. nach 18.00 Uhr) wird dringend abgeraten. Insbesondere bei Sammeltaxen besteht ein erhöhtes Risiko bewaffneter Überfälle, bei denen die Opfer Verletzungen davontragen können. Selbst als Gruppe sollte man unbekannte Stadtviertel abends unbedingt meiden und auf gut beleuchteten Hauptverkehrsstraßen bleiben.
In den Regionen Norden, Extremer Norden und Adamaoua, aber auch gelegentlich in anderen Landesteilen kommt es besonders in Grenznähe zu Wegelagerei ("coupeurs de route"). Autos werden angehalten und die Insassen von Bewaffneten ausgeraubt. In manchen Fällen nahmen die Wegelagerer auch das Auto mit. Auf den Hauptverkehrsstraßen versuchen Gendarmerie und Militär, mit häufigen Verkehrskontrollen die Sicherheit zu erhöhen.
Fahrten am Abend und in der Nacht sollten unterlassen werden. Wegen technischer Mängel an den Fahrzeugen und dem riskanten Verkehrsverhalten vieler Fahrer besteht generell eine höhere Unfallgefahr als in Europa. Dies gilt verstärkt bei Dunkelheit.
Von Reisen auf die Halbinsel Bakassi und Umgebung wird aufgrund fortdauernder Sicherheitsprobleme und dem militärischen Sonderstatus einiger Gebiete abgeraten. Im gesamten Golf von Guinea wird Piraterie immer mehr zum Problem. Piraten verübten mehrfach Überfälle auf an der Küste gelegene Städte und Orte und auf Öltanker oder -plattformen.
Die Weiterreise von Kamerun auf dem Landweg in angrenzende Länder kann aufgrund kurzfristig eintretender politischer Entwicklungen problematisch bzw. unmöglich sein. Hier empfiehlt es sich, kurz vor geplanten Fahrten Erkundigungen einzuholen.
Allgemeine Reiseinformationen
Reisen über Land
In Kamerun, das aufgrund seiner Vielfältigkeit an Landschaftsformen auch als „Afrika in Miniatur“ bezeichnet wird, kann man alle Landesteile generell ohne besondere Genehmigung bereisen. Es ist jedoch mit vielen Polizeikontrollen zu rechnen, bei denen man sich mit viel Geduld und guten Nerven wappnen sollte. Häufig werden „Motivationsgelder“ gefordert.
Übernachtungsmöglichkeiten außerhalb der größeren Städte sind nur begrenzt vorhanden und haben oft einfachen Standard.
Kamerun verfügt im Vergleich zu vielen anderen afrikanischen Ländern über ein relativ gutes Straßennetz. Die touristische Infrastruktur hat allerdings noch keinen besonders hohen Standard erreicht. Wegen der hohen Unfallgefahr im Straßenverkehr ist ein defensiver Fahrstil angezeigt, Sicherheitsgurte sollten unbedingt angelegt und nächtliche Überlandfahrten vermieden werden.
Registrierung bei der Deutschen Botschaft
Die Botschaft Jaunde empfiehlt grundsätzlich allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Deutschenliste ( „Krisenvorsorgeliste“) der Botschaft einzuschreiben
http://www.jaunde.diplo.de/Vertretung/j ... =Daten.pdf
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Die Einreise für deutsche Staatsangehörige ist nur mit einem gültigen Visum möglich, das rechtzeitig bei der kamerunischen Botschaft in Berlin oder bei einem der beiden kamerunischen Honorarkonsuln in Deutschland beantragt werden muss.
Eine Visumsverlängerung im Land ist gesetzlich nicht vorgesehen, wird jedoch in Ausnahmefällen praktiziert. Die Botschaft rät dringend, mit einem für die Gesamtdauer des Aufenthalts gültigen Visum nach Kamerun einzureisen.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
[table color=#EFD495]
[col]Reisedokumente[col]Einreise möglich / Bedingungen
[row]Erwachsene[col]
[row]Reisepass[col]Ja
[row]vorläufiger Reisepass[col]Ja
[row]Personalausweis[col]Nein
[row]vorläufiger Personalausweis[col]Nein
[row]weitere Anmerkungen[col]Ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung muss bei Ein- und Ausreise auf kamerunischer Seite vorgelegt werden.
[row]Reisedokumente Kinder/Jugendliche[col]
[row]Kinderreisepass[col]Ja
[row]Reisepass[col]Ja
[row]Personalausweis[col]Nein
[row]vorläufiger Personalausweis[col]Nein
[row]bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich)[col]Nein
[row]noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt)[col]Ja, wenn er ein Lichtbild enthält.
[row]weitere Anmerkungen[col]Ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung muss bei Ein- und Ausreise auf kamerunischer Seite vorgelegt werden.
[row][col]Alleinreisende Kinder sollten bei Einreise von einem Erwachsenen in Empfang genommen werden.
[/table]
Neben dem gültigen Reisepass ist beim Grenzübertritt (bei Ein- und Ausreise auf kamerunischer Seite) ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung vorzulegen.
Einreise mit dem Flugzeug
Bei Einreise mit dem Flugzeug muss ein Rück- oder Weiterflugticket vorgelegt werden können. Flughäfen mit internationalen Flugverbindungen von und nach Europa sind Duala und Jaunde (Nsimalen). Die Grenz- und Zollkontrollen sind im Vergleich zu Europa zeitaufwändiger. Behalten Sie auf jeden Fall gegenüber den Zollbeamten Ruhe und Gelassenheit.
Einreise mit einem Fahrzeug
Die Einreise auf dem Landweg mit dem eigenen Fahrzeug ist möglich. Mitzuführen sind in jedem Fall ein internationaler Führerschein, eine internationale Zulassung, die grüne Versicherungskarte sowie ein „Carnet de Passage“. Dieses ist über den ADAC oder den AvD Automobilclub erhältlich. In Kamerun dürfen sowohl Kfz mit Benzin- als auch Fahrzeuge mit Dieselmotor eingeführt werden.
Registrierung nach Einreise
Eine Registrierung ist nur bei Aufenthalt von über drei Monaten notwendig.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs sowie Devisen in unbeschränkter Höhe dürfen eingeführt werden. Die Einfuhr von (Jagd-) Waffen ist über die kamerunische Botschaft in Bonn oder einen der beiden Honorarkonsuln in Essen oder Hanau zu beantragen.
Antike Kunstwerke dürfen nicht ausgeführt werden. Bei der Ausreise wird eine Steuer für Holzgegenstände gefordert (10 % des Kaufpreises).
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Fotografierverbot besteht für:
Offizielle Gebäude (z.B. Ministerien und Präsidentenpalast in Jaunde), Flughäfen, Häfen, militärische Einrichtungen oder Polizeistationen, Telekommunikationsanlagen sowie alles, was dem Ansehen Kameruns schaden könnte.
Bei Polizei- und Gendarmeriekontrollen darf nicht von europäischen Maßstäben ausgegangen werden. Es bleibt häufig unklar, auf welcher gesetzlichen Grundlage bestimmte Dokumente oder Verhaltensweisen gefordert werden. Sollte man Sie festhalten, bestehen Sie darauf, Kontakt mit der deutschen Botschaft aufnehmen zu können.
Homosexualität ist nach Artikel 347 des Strafgesetzbuches mit Gefängnisstrafen von 6 Monaten bis zu 5 Jahren belegt. In der Praxis wird Homosexualität nicht systematisch, jedoch regelmäßig in Einzelfällen bestraft. Auch Ausländer waren bereits strafrechtlicher Verfolgung nach Artikel 347 ausgesetzt.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 7 Monate bei Einreise gefordert.
Abweichend von den offiziellen Empfehlungen kann eine Choleraimpfung gelegentlich verlangt werden, besonders bei Einreise aus einem Land mit Cholera oder bei Einreise außerhalb des internationalen Flughafens.
Im Januar 2007 wurde ein nachgewiesener Poliomyelitisfall aus dem Norden berichtet. Es handelt sich um Wildvirus Typ I der Polio. Ein Impfschutz gegen Kinderlähmung wird dringend empfohlen.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (4fach-Impfstoff).
Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/) sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, etwas geringer in den höher gelegenen Gebieten und der Hauptstadt Jaunde. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Kamerun!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
Die HIV-Prävalenz in der Bevölkerung liegt landesweit bei 5% bis 8%. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders die Cholera vermeiden.
Es kommt immer wieder zu Cholera-Erkrankungen (Douala), die auch größere Ausmaße annehmen können.
Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, frisch gekochten Tee oder Kaffee, nie Leitungswasser. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit sauberem Wasser hergestellt wurden. Nur gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Fisch und Fleisch nur gut durchgekocht genießen, Obst und Gemüse nur geschält und/oder gekocht essen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Die Cholera(schluck)-Impfung bietet Schutz. Für den normalen Reisenden und Touristen ist sie aus medizinischen Gründen in der Regel nicht notwendig.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern. Baden dort sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Neben Hepatitis A, B und C (Durchseuchung teilweise bis zu 20%) kommen häufig Typhus und Tuberkulose vor.
Im Norden treten vor allem während der Trockenzeit immer wieder Epidemien der bakteriellen Meningitis auf, im Jahr 2000 erstmalig auch im Nordwesten.
An weiteren Krankheiten sind zu erwähnen: Filariosen, Loa Loa, Onchozerkose, Chikungunya, Leptospirose, Tollwut
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist in Jaunde und Douala im Vergleich zum Landesinneren besser, entspricht jedoch bei weitem nicht dem europäischem Standard. In den Krankenhäusern kommt es immer wieder zu Engpässen bei der Versorgung mit Medikamenten, Verbands- und anderem medizinischen Verbrauchsmaterialien, die generell vor der Behandlung vom Patienten selbst beschafft werden müssen..
Kamerun-Reisende sollten daher eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
In den größeren Städten gibt es ausreichend Apotheken, die im Regelfall alle wichtigen Medikamente meist aus französischer Produktion führen. Außerhalb der Geschäftszeiten (7.30 - 12.30 Uhr und 14.30 - 18.00 Uhr) finden Sie an jeder Apotheke einen Hinweis auf die Apotheke im Nachtdienst.
Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Kamerun 14.10.2009
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Kamerun:
Stand 14.10.2009 (Unverändert gültig seit: 14.10.2009)
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Reisen über Land / Kriminalität
In ganz Kamerun, insbesondere in den größeren Städten wie auch in Ferienorten an der Küste, z.B. Kribi und Limbe, sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten: Keine auffälligen Wertgegenstände tragen (auch nicht beim abendlichen Restaurantbesuch), abends nicht alleine zu Fuß unterwegs sein, Geld auf mehrere Taschen verteilen, genügend Geld mitführen, um keine Gewaltanwendung zu provozieren.
Vor Taxifahrten nach Einbruch der Dämmerung (d.h. nach 18.00 Uhr) wird dringend abgeraten. Insbesondere bei Sammeltaxen besteht ein erhöhtes Risiko bewaffneter Überfälle, bei denen die Opfer Verletzungen davontragen können. Selbst als Gruppe sollte man unbekannte Stadtviertel abends unbedingt meiden und auf gut beleuchteten Hauptverkehrsstraßen bleiben.
In den Regionen Norden, Extremer Norden und Adamaoua, aber auch gelegentlich in anderen Landesteilen kommt es besonders in Grenznähe zu Wegelagerei ("coupeurs de route"). Autos werden angehalten und die Insassen von Bewaffneten ausgeraubt. In manchen Fällen nahmen die Wegelagerer auch das Auto mit. Auf den Hauptverkehrsstraßen versuchen Gendarmerie und Militär, mit häufigen Verkehrskontrollen die Sicherheit zu erhöhen.
Fahrten am Abend und in der Nacht sollten unterlassen werden. Wegen technischer Mängel an den Fahrzeugen und dem riskanten Verkehrsverhalten vieler Fahrer besteht generell eine höhere Unfallgefahr als in Europa. Dies gilt verstärkt bei Dunkelheit.
Von Reisen auf die Halbinsel Bakassi und Umgebung wird aufgrund fortdauernder Sicherheitsprobleme und dem militärischen Sonderstatus einiger Gebiete abgeraten. Im gesamten Golf von Guinea wird Piraterie immer mehr zum Problem. Piraten verübten mehrfach Überfälle auf an der Küste gelegene Städte und Orte und auf Öltanker oder -plattformen.
Die Weiterreise von Kamerun auf dem Landweg in angrenzende Länder kann aufgrund kurzfristig eintretender politischer Entwicklungen problematisch bzw. unmöglich sein. Hier empfiehlt es sich, kurz vor geplanten Fahrten Erkundigungen einzuholen.
Allgemeine Reiseinformationen
Reisen über Land
In Kamerun, das aufgrund seiner Vielfältigkeit an Landschaftsformen auch als „Afrika in Miniatur“ bezeichnet wird, kann man alle Landesteile generell ohne besondere Genehmigung bereisen. Es ist jedoch mit vielen Polizeikontrollen zu rechnen, bei denen man sich mit viel Geduld und guten Nerven wappnen sollte. Häufig werden „Motivationsgelder“ gefordert.
Übernachtungsmöglichkeiten außerhalb der größeren Städte sind nur begrenzt vorhanden und haben oft einfachen Standard.
Kamerun verfügt im Vergleich zu vielen anderen afrikanischen Ländern über ein relativ gutes Straßennetz. Die touristische Infrastruktur hat allerdings noch keinen besonders hohen Standard erreicht. Wegen der hohen Unfallgefahr im Straßenverkehr ist ein defensiver Fahrstil angezeigt, Sicherheitsgurte sollten unbedingt angelegt und nächtliche Überlandfahrten vermieden werden.
Registrierung bei der Deutschen Botschaft
Die Botschaft Jaunde empfiehlt grundsätzlich allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Deutschenliste ( „Krisenvorsorgeliste“) der Botschaft einzuschreiben
http://www.jaunde.diplo.de/Vertretung/j ... =Daten.pdf
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Die Einreise für deutsche Staatsangehörige ist nur mit einem gültigen Visum möglich, das rechtzeitig bei der kamerunischen Botschaft in Berlin oder bei einem der beiden kamerunischen Honorarkonsuln in Deutschland beantragt werden muss.
Eine Visumsverlängerung im Land ist gesetzlich nicht vorgesehen, wird jedoch in Ausnahmefällen praktiziert. Die Botschaft rät dringend, mit einem für die Gesamtdauer des Aufenthalts gültigen Visum nach Kamerun einzureisen.
Alleinreisende Kinder sollten bei Einreise von einem Erwachsenen in Empfang genommen werden.
Neben dem gültigen Reisepass ist beim Grenzübertritt (bei Ein- und Ausreise auf kamerunischer Seite) ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung vorzulegen.
Einreise mit dem Flugzeug
Bei Einreise mit dem Flugzeug muss ein Rück- oder Weiterflugticket vorgelegt werden können. Flughäfen mit internationalen Flugverbindungen von und nach Europa sind Duala und Jaunde (Nsimalen). Die Grenz- und Zollkontrollen sind im Vergleich zu Europa zeitaufwändiger. Behalten Sie auf jeden Fall gegenüber den Zollbeamten Ruhe und Gelassenheit.
Einreise mit einem Fahrzeug
Die Einreise auf dem Landweg mit dem eigenen Fahrzeug ist möglich. Mitzuführen sind in jedem Fall ein internationaler Führerschein, eine internationale Zulassung, die grüne Versicherungskarte sowie ein „Carnet de Passage“. Dieses ist über den ADAC oder den AvD Automobilclub erhältlich. In Kamerun dürfen sowohl Kfz mit Benzin- als auch Fahrzeuge mit Dieselmotor eingeführt werden.
Registrierung nach Einreise
Eine Registrierung ist nur bei Aufenthalt von über drei Monaten notwendig.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs sowie Devisen in unbeschränkter Höhe dürfen eingeführt werden. Die Einfuhr von (Jagd-) Waffen ist über die kamerunische Botschaft in Bonn oder einen der beiden Honorarkonsuln in Essen oder Hanau zu beantragen.
Antike Kunstwerke dürfen nicht ausgeführt werden. Bei der Ausreise wird eine Steuer für Holzgegenstände gefordert (10 % des Kaufpreises).
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Fotografierverbot besteht für:
Offizielle Gebäude (z.B. Ministerien und Präsidentenpalast in Jaunde), Flughäfen, Häfen, militärische Einrichtungen oder Polizeistationen, Telekommunikationsanlagen sowie alles, was dem Ansehen Kameruns schaden könnte.
Bei Polizei- und Gendarmeriekontrollen darf nicht von europäischen Maßstäben ausgegangen werden. Es bleibt häufig unklar, auf welcher gesetzlichen Grundlage bestimmte Dokumente oder Verhaltensweisen gefordert werden. Sollte man Sie festhalten, bestehen Sie darauf, Kontakt mit der deutschen Botschaft aufnehmen zu können.
Homosexualität ist nach Artikel 347 des Strafgesetzbuches mit Gefängnisstrafen von 6 Monaten bis zu 5 Jahren belegt. In der Praxis wird Homosexualität nicht systematisch, jedoch regelmäßig in Einzelfällen bestraft. Auch Ausländer waren bereits strafrechtlicher Verfolgung nach Artikel 347 ausgesetzt.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 6 Monate bei Einreise gefordert.
Abweichend von den offiziellen Empfehlungen kann eine Choleraimpfung gelegentlich verlangt werden, besonders bei Einreise aus einem Land mit Cholera oder bei Einreise außerhalb des internationalen Flughafens.
Im Januar 2007 wurde ein nachgewiesener Poliomyelitisfall aus dem Norden berichtet. Ein Impfschutz gegen Kinderlähmung wird dringend empfohlen.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise nach Kamerun zu überprüfen und zu vervollständigen.
Dazu gehören, auch für Erwachsene, die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Keuchhusten (Pertussis), Mumps, Masern Röteln (MMR) sowie der jeweils aktuelle Influenzaschutz.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen.
Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, nur etwas geringer in den höher gelegenen Gebieten und in der Hauptstadt Jaunde, sehr hoch jedoch in den touristischen Gebieten an der Küste. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Kamerun!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate (insbesondere Malaria tertiana) nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) erhältlich; sie sollten aus Deutschland mitgebracht werden. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,unter einem (möglichst imprägnierten) Moskitonetz zu schlafen.HIV/AIDS
Die HIV-Prävalenz in der Bevölkerung liegt landesweit bei 5% bis 12%. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders die Cholera vermeiden.
Es kommt immer wieder zu Cholera-Erkrankungen (Douala), die auch größere Ausmaße annehmen können.
Die Cholera(schluck)-Impfung bietet Schutz. Für den normalen Reisenden und Touristen ist sie aus medizinischen Gründen in der Regel nicht notwendig.
Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, frisch gekochten Tee oder Kaffee, nie Leitungswasser. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit sauberem Wasser hergestellt wurden. Nur gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Fisch und Fleisch nur gut durchgekocht genießen, Obst und Gemüse nur geschält und/oder gekocht essen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern. Baden dort sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Neben Hepatitis A, B und C (Durchseuchung teilweise bis zu 20%) kommen häufig Typhus und Tuberkulose vor.
Im Norden treten vor allem während der Trockenzeit immer wieder Epidemien der bakteriellen Meningitis auf, im Jahr 2000 erstmalig auch im Nordwesten.
An weiteren Krankheiten sind zu erwähnen: Filariosen, Loa Loa, Onchozerkose, Chikungunya, Leptospirose, Tollwut.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist in Jaunde und Douala im Vergleich zum Landesinneren besser, entspricht jedoch bei weitem nicht dem europäischem Standard. In den Krankenhäusern kommt es immer wieder zu Engpässen bei der Versorgung mit Medikamenten, Verbands- und anderem medizinischen Verbrauchsmaterialien, die generell, wie auch der gesamte Krankenhausaufenthalt vor Beginn der Behandlung vom Patienten selbst beschafft werden müssen.
Kamerun-Reisende sollten eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
In den größeren Städten gibt es ausreichend Apotheken, die im Regelfall alle wichtigen Medikamente meist aus französischer Produktion führen. Außerhalb der Geschäftszeiten (7.30 - 12.30 Uhr und 14.30 - 18.00 Uhr) finden Sie an jeder Apotheke einen Hinweis auf die Apotheke im Nachtdienst.
Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Kamerun 20.11.2009
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Kamerun:
Stand 20.11.2009 (Unverändert gültig seit: 20.11.2009)
Landesspezifische Sicherheitshinweise
In ganz Kamerun, insbesondere in den größeren Städten wie auch in Ferienorten an der Küste, z.B. Kribi und Limbe, sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten: Keine auffälligen Wertgegenstände oder Schmuck tragen (auch nicht beim Restaurantbesuch), nach Einbruch der Dunkelheit nicht alleine zu Fuß unterwegs sein, ein Minimum an Geld mitführen, um bei Überfällen keine Gewaltanwendung zu provozieren, Geld auf mehrere Taschen verteilen.
Nach Einbruch der Dämmerung (d.h. nach 18.00 Uhr) sollten Sie kein Taxi vom Straßenrand mehr heranwinken. Insbesondere bei Sammeltaxis besteht ein Risiko bewaffneter Überfälle, bei denen die Opfer Verletzungen davontragen können. Selbst als Gruppe sollte man unbekannte Stadtviertel abends unbedingt meiden und auf gut beleuchteten Hauptverkehrsstraßen bleiben. Es ist besser, sich auf ein Hoteltaxi oder einen bekannten Taxifahrer zu verlassen.
In den Regionen Norden, Extremer Norden und Adamaoua, aber auch gelegentlich in anderen Landesteilen kommt es besonders in Grenznähe zu Wegelagerei ("coupeurs de route"). Autos werden angehalten und die Insassen von Bewaffneten ausgeraubt. In manchen Fällen nahmen die Wegelagerer auch das Auto mit. Auf den Hauptverkehrsstraßen versuchen Gendarmerie und Militär, mit häufigen Verkehrskontrollen die Sicherheit zu erhöhen.
Außerhalb der Städte ist es ratsam, längere Fahrten am Abend und in der Nacht zu vermeiden. Wegen technischer Mängel an den Fahrzeugen und dem riskanten Verkehrsverhalten vieler Fahrer besteht generell eine höhere Unfallgefahr als in Europa. Dies gilt verstärkt bei Dunkelheit.
Von Reisen zur Halbinsel Bakassi und Umgebung wird aufgrund fortdauernder Sicherheitsprobleme und dem militärischen Sonderstatus einiger Gebiete abgeraten. Im gesamten Golf von Guinea gibt es Piraterie. Immer wieder gibt es Überfälle auf Küstenorte, auf Fischkutter, Öltanker oder -plattformen.
Die Weiterreise von Kamerun auf dem Landweg in angrenzende Länder kann aufgrund kurzfristig eintretender politischer Entwicklungen problematisch bzw. unmöglich werden. Hier empfiehlt es sich, kurz vor geplanten Fahrten Erkundigungen einzuholen.
Allgemeine Reiseinformationen
Reisen über Land
In Kamerun, das aufgrund seiner Vielfältigkeit an Landschaftsformen auch als „Afrika in Miniatur“ bezeichnet wird, kann man alle Landesteile ohne besondere Genehmigung bereisen. Es ist jedoch mit vielen Polizeikontrollen zu rechnen, bei denen man sich mit viel Geduld und guten Nerven wappnen sollte. Manchmal werden „Motivationsgelder“ gefordert.
Übernachtungsmöglichkeiten außerhalb der Städte sind nur begrenzt vorhanden und haben oft einfachen Standard.
Kamerun verfügt im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern über ein gutes Straßennetz. Die touristische Infrastruktur hat allerdings noch keinen besonders hohen Standard erreicht. Wegen der hohen Unfallgefahr im Straßenverkehr ist ein defensiver Fahrstil angezeigt, Sicherheitsgurte sollten unbedingt angelegt und nächtliche Überlandfahrten vermieden werden.
Registrierung bei der Deutschen Botschaft
Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Jaunde empfiehlt grundsätzlich allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Deutschenliste ( „Krisenvorsorgeliste“) einzuschreiben
http://www.jaunde.diplo.de/Vertretung/j ... =Daten.pdf
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Die Einreise für deutsche Staatsangehörige ist nur mit einem gültigen Visum möglich, das rechtzeitig bei der kamerunischen Botschaft in Berlin oder bei einem der beiden kamerunischen Honorarkonsuln in Deutschland beantragt werden muss.
Eine Visumsverlängerung im Land ist gesetzlich nicht vorgesehen, wird jedoch in Ausnahmefällen praktiziert. Es wird geraten, mit einem für die Gesamtdauer des Aufenthalts gültigen Visum nach Kamerun einzureisen.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass Ja
vorläufiger Reisepass Ja
Personalausweis Nein
vorläufiger Personalausweis Nein
weitere Anmerkungen Ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung muss bei Ein- und Ausreise auf kamerunischer Seite vorgelegt werden.
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja
Reisepass Ja
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) Nein
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) Ja, wenn er ein Lichtbild enthält.
Weitere Anmerkungen Ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung muss bei Ein- und Ausreise auf kamerunischer Seite vorgelegt werden.
Alleinreisende Kinder sollten bei Einreise von einem Erwachsenen in Empfang genommen werden.
Neben dem gültigen Reisepass ist beim Grenzübertritt (bei Ein- und Ausreise auf kamerunischer Seite) ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung vorzulegen.
Einreise mit dem Flugzeug
Bei Einreise mit dem Flugzeug muss ein Rück- oder Weiterflugticket vorgelegt werden können. Flughäfen mit internationalen Flugverbindungen von und nach Europa sind Duala und Jaunde (Nsimalen). Die Grenz- und Zollkontrollen sind im Vergleich zu Europa zeitaufwändiger. Bewahren Sie auf jeden Fall gegenüber den Zollbeamten Ruhe und Gelassenheit.
Einreise mit einem Fahrzeug
Die Einreise auf dem Landweg mit dem eigenen Fahrzeug ist möglich. Mitzuführen sind ein internationaler Führerschein, eine internationale Zulassung, die grüne Versicherungskarte sowie ein „Carnet de Passage“. Dieses ist über den ADAC oder den AvD Automobilclub erhältlich. Nach Kamerun dürfen sowohl Kfz mit Benzin- als auch Fahrzeuge mit Dieselmotor eingeführt werden.
Registrierung nach Einreise
Eine Registrierung ist nur bei Aufenthalt von über drei Monaten erforderlich.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs sowie Devisen in unbeschränkter Höhe dürfen eingeführt werden. Die Einfuhr von (Jagd-) Waffen ist über die kamerunische Botschaft in Bonn oder einen der beiden Honorarkonsuln in Essen oder Hanau zu beantragen.
Antike Kunstwerke dürfen nicht ausgeführt werden. Bei der Ausreise wird eine Steuer für Holzgegenstände gefordert (10 % des Kaufpreises).
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Fotografierverbot besteht für:
Offizielle Gebäude (z.B. Ministerien und Präsidentenpalast in Jaunde), Flughäfen, Häfen, militärische Einrichtungen oder Polizeistationen, Telekommunikationsanlagen sowie alles, was dem Ansehen Kameruns schaden könnte.
Bei Polizei- und Gendarmeriekontrollen bleibt es manchmal unklar, auf welcher gesetzlichen Grundlage bestimmte Dokumente oder Verhaltensweisen gefordert werden. Sollte man Sie festhalten, bestehen Sie auf Ihrem Recht, Kontakt mit der deutschen Botschaft aufnehmen zu können.
Homosexualität ist nach Artikel 347 des Strafgesetzbuches mit Gefängnisstrafen von 6 Monaten bis zu 5 Jahren belegt. In der Praxis wird Homosexualität nicht systematisch, jedoch regelmäßig in Einzelfällen bestraft. Auch Ausländer waren bereits strafrechtlicher Verfolgung nach Artikel 347 ausgesetzt.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 6 Monate bei Einreise gefordert.
Abweichend von den offiziellen Empfehlungen kann eine Choleraimpfung gelegentlich verlangt werden, besonders bei Einreise aus einem Land mit Cholera oder bei Einreise außerhalb des internationalen Flughafens.
Im Januar 2007 wurde ein nachgewiesener Poliomyelitisfall aus dem Norden berichtet. Ein Impfschutz gegen Kinderlähmung wird dringend empfohlen.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise nach Kamerun zu überprüfen und zu vervollständigen.
Dazu gehören, auch für Erwachsene, die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Keuchhusten (Pertussis), Mumps, Masern Röteln (MMR) sowie der jeweils aktuelle Influenzaschutz.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen.
Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, nur etwas geringer in den höher gelegenen Gebieten und in der Hauptstadt Jaunde, sehr hoch jedoch in den touristischen Gebieten an der Küste. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Kamerun!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate (insbesondere Malaria tertiana) nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) erhältlich; sie sollten aus Deutschland mitgebracht werden. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• unter einem (möglichst imprägnierten) Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
Die HIV-Prävalenz in der Bevölkerung liegt landesweit bei 5% bis 12%. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders die Cholera vermeiden.
Es kommt immer wieder zu Cholera-Erkrankungen (Duala oder zuletzt im Norden), die auch größere Ausmaße annehmen können.
Die Cholera(schluck)-Impfung bietet Schutz. Für den normalen Reisenden und Touristen ist sie aus medizinischen Gründen in der Regel nicht notwendig.
Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, frisch gekochten Tee oder Kaffee, nie Leitungswasser. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit sauberem Wasser hergestellt wurden. Nur gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Fisch und Fleisch nur gut durchgekocht genießen, Obst und Gemüse nur geschält und/oder gekocht essen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern. Baden dort sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Neben Hepatitis A, B und C (Durchseuchung teilweise bis zu 20%) kommen häufig Typhus und Tuberkulose vor.
Im Norden treten vor allem während der Trockenzeit immer wieder Epidemien der bakteriellen Meningitis auf, im Jahr 2000 erstmalig auch im Nordwesten.
An weiteren Krankheiten sind zu erwähnen: Filariosen, Loa Loa, Onchozerkose, Chikungunya, Leptospirose, Tollwut.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist in Jaunde und Duala im Vergleich zum Landesinneren besser, entspricht jedoch bei weitem nicht dem europäischem Standard. In den Krankenhäusern kommt es immer wieder zu Engpässen bei der Versorgung mit Medikamenten, Verbands- und anderem medizinischen Verbrauchsmaterialien, die generell, wie auch der gesamte Krankenhausaufenthalt vor Beginn der Behandlung vom Patienten selbst beschafft werden müssen.
Kamerun-Reisende sollten eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
In den größeren Städten gibt es ausreichend Apotheken, die im Regelfall alle wichtigen Medikamente meist aus französischer Produktion führen. Außerhalb der Geschäftszeiten (7.30 - 12.30 Uhr und 14.30 - 18.00 Uhr) finden Sie an jeder Apotheke einen Hinweis auf die Apotheke im Nachtdienst.
Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: www.dtg.org/ oder www.frm-web.de
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Kamerun 30.03.2010
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Kamerun:
Stand 30.03.2010
(Unverändert gültig seit: 30.03.2010)
Landesspezifische Sicherheitshinweise
In ganz Kamerun, insbesondere in den größeren Städten wie auch in Ferienorten an der Küste, z.B. Kribi und Limbe, sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten: Keine auffälligen Wertgegenstände oder Schmuck tragen (auch nicht beim Restaurantbesuch), nach Einbruch der Dunkelheit nicht alleine zu Fuß unterwegs sein, ein Minimum an Geld mitführen, um bei Überfällen keine Gewaltanwendung zu provozieren, Geld auf mehrere Taschen verteilen.
An unbelebten Abschnitten des Strands von Kribi sind Touristen, die alleine, zu zweit und mit Gepäck unterwegs waren, in mehreren Fällen auch tagsüber beraubt worden.
Nach Einbruch der Dämmerung (d.h. nach 18.00 Uhr) sollten Sie kein Taxi vom Straßenrand mehr heranwinken. Insbesondere bei Sammeltaxen besteht ein Risiko bewaffneter Überfälle, bei denen die Opfer Verletzungen davontragen können. Selbst als Gruppe sollte man unbekannte Stadtviertel abends unbedingt meiden und auf gut beleuchteten Hauptverkehrsstraßen bleiben. Es ist besser, sich auf ein Hoteltaxi oder einen bekannten Taxifahrer zu verlassen.
In den Regionen Norden, Extremer Norden und Adamaoua, aber auch gelegentlich in anderen Landesteilen ist es besonders in Grenznähe gelegentlich zu Wegelagerei ("coupeurs de route") gekommen. Autos wurden angehalten und die Insassen ausgeraubt. In manchen Fällen nahmen die Wegelagerer auch das Auto mit. Nomaden sind wiederholt gegen Lösegeld entführt worden. Auf den Hauptverkehrsstraßen versuchen Gendarmerie und Militär, mit häufigen Verkehrskontrollen die Sicherheit zu erhöhen.
Außerhalb der Städte ist es ratsam, längere Fahrten am Abend und in der Nacht zu vermeiden. Wegen technischer Mängel an den Fahrzeugen und dem riskanten Verkehrsverhalten vieler Fahrer besteht besonders bei Dunkelheit eine höhere Unfallgefahr als in Europa.
Von Reisen zur Halbinsel Bakassi und Umgebung wird aufgrund fortdauernder Sicherheitsprobleme und dem militärischen Sonderstatus einiger Gebiete abgeraten. Im gesamten Golf von Guinea gibt es Bandenunwesen. Immer wieder gibt es Überfälle auf Küstenorte, auf Fischkutter, Öltanker oder -plattformen und Geiselnahmen.
Die Weiterreise von Kamerun auf dem Landweg in angrenzende Länder kann aufgrund kurzfristig eintretender politischer Entwicklungen problematisch bzw. unmöglich werden. Hier empfiehlt es sich, kurz vor geplanten Fahrten Erkundigungen einzuholen.
Allgemeine Reiseinformationen
Reisen über Land
In Kamerun, das aufgrund seiner Vielfältigkeit an Landschaftsformen auch als „Afrika in Miniatur“ bezeichnet wird, kann man alle Landesteile ohne besondere Genehmigung bereisen. Es ist jedoch mit vielen Polizeikontrollen zu rechnen, bei denen man sich mit viel Geduld und guten Nerven wappnen sollte. Manchmal werden „Motivationsgelder“ gefordert.
Übernachtungsmöglichkeiten außerhalb der Städte sind nur begrenzt vorhanden und haben oft einfachen Standard.
Kamerun verfügt im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern über ein gutes Straßennetz. Die touristische Infrastruktur hat allerdings noch keinen besonders hohen Standard erreicht. Wegen der hohen Unfallgefahr im Straßenverkehr ist ein defensiver Fahrstil angezeigt, Sicherheitsgurte sollten unbedingt angelegt und nächtliche Überlandfahrten vermieden werden.
Registrierung bei der Deutschen Botschaft
Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Jaunde empfiehlt grundsätzlich allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Deutschenliste ( „Krisenvorsorgeliste“) einzuschreiben
http://www.jaunde.diplo.de/Vertretung/j ... =Daten.pdf
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Die Einreise für deutsche Staatsangehörige ist nur mit einem gültigen Visum möglich, das rechtzeitig bei der kamerunischen Botschaft in Berlin oder bei einem der beiden kamerunischen Honorarkonsuln in Deutschland beantragt werden muss.
Eine Visumsverlängerung im Land ist gesetzlich nicht vorgesehen, wird jedoch in Ausnahmefällen praktiziert. Es wird geraten, mit einem für die Gesamtdauer des Aufenthalts gültigen Visum nach Kamerun einzureisen.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass Ja
vorläufiger Reisepass Ja
Personalausweis Nein
vorläufiger Personalausweis Nein
weitere Anmerkungen Ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung muss bei Ein- und Ausreise auf kamerunischer Seite vorgelegt werden.
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja
Reisepass Ja
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) Nein
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) Ja, wenn er ein Lichtbild enthält.
Weitere Anmerkungen Ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung muss bei Ein- und Ausreise auf kamerunischer Seite vorgelegt werden.
Alleinreisende Kinder sollten bei Einreise von einem Erwachsenen in Empfang genommen werden.
Neben dem gültigen Reisepass ist beim Grenzübertritt (bei Ein- und Ausreise auf kamerunischer Seite) ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung vorzulegen.
Einreise mit dem Flugzeug
Bei Einreise mit dem Flugzeug muss ein Rück- oder Weiterflugticket vorgelegt werden können. Flughäfen mit internationalen Flugverbindungen von und nach Europa sind Duala und Jaunde (Nsimalen). Die Grenz- und Zollkontrollen sind im Vergleich zu Europa zeitaufwändiger. Bewahren Sie auf jeden Fall gegenüber den Zollbeamten Ruhe und Gelassenheit.
Einreise mit einem Fahrzeug
Die Einreise auf dem Landweg mit dem eigenen Fahrzeug ist möglich. Mitzuführen sind ein internationaler Führerschein, eine internationale Zulassung, die grüne Versicherungskarte sowie ein „Carnet de Passage“. Dieses ist über den ADAC oder den AvD Automobilclub erhältlich. Nach Kamerun dürfen sowohl Kfz mit Benzin- als auch Fahrzeuge mit Dieselmotor eingeführt werden.
Registrierung nach Einreise
Eine Registrierung ist nur bei Aufenthalt von über drei Monaten erforderlich.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs sowie Devisen in unbeschränkter Höhe dürfen eingeführt werden. Die Einfuhr von (Jagd-) Waffen ist über die kamerunische Botschaft in Bonn oder einen der beiden Honorarkonsuln in Essen oder Hanau zu beantragen.
Antike Kunstwerke dürfen nicht ausgeführt werden. Bei der Ausreise wird eine Steuer für Holzgegenstände gefordert (10 % des Kaufpreises).
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Fotografierverbot besteht für:
Offizielle Gebäude (z.B. Ministerien und Präsidentenpalast in Jaunde), Flughäfen, Häfen, militärische Einrichtungen oder Polizeistationen, Telekommunikationsanlagen sowie alles, was dem Ansehen Kameruns schaden könnte.
Bei Polizei- und Gendarmeriekontrollen bleibt es manchmal unklar, auf welcher gesetzlichen Grundlage bestimmte Dokumente oder Verhaltensweisen gefordert werden. Sollte man Sie festhalten, bestehen Sie auf Ihrem Recht, Kontakt mit der deutschen Botschaft aufnehmen zu können.
Homosexualität ist nach Artikel 347 des Strafgesetzbuches mit Gefängnisstrafen von 6 Monaten bis zu 5 Jahren belegt. In der Praxis wird Homosexualität nicht systematisch, jedoch regelmäßig in Einzelfällen bestraft. Auch Ausländer waren bereits strafrechtlicher Verfolgung nach Artikel 347 ausgesetzt.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 6 Monate bei Einreise gefordert. Die letzten Gelbfieberfälle wurden im Februar 2010 aus dem Westen des Landes gemeldet.
Abweichend von den offiziellen Empfehlungen kann eine Choleraimpfung gelegentlich verlangt werden, besonders bei Einreise aus einem Land mit Cholera oder bei Einreise außerhalb des internationalen Flughafens.
Im Januar 2007 wurde zuletzt ein laborbestätigter Poliomyelitisfall aus dem Norden gemeldet. Es handelte sich um den Wildvirus Typ I der Polio. Ein Impfschutz gegen Kinderlähmung wird dringend empfohlen.
Im Januar 2007 wurde ein nachgewiesener Poliomyelitisfall aus dem Norden berichtet. Ein Impfschutz gegen Kinderlähmung wird dringend empfohlen.
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise nach Kamerun zu überprüfen und zu vervollständigen.
Dazu gehören, auch für Erwachsene, die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Keuchhusten (Pertussis), Mumps, Masern Röteln (MMR) sowie der jeweils aktuelle Influenzaschutz.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen.
Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, nur etwas geringer in den höher gelegenen Gebieten und in der Hauptstadt Jaunde, sehr hoch jedoch in den touristischen Gebieten an der Küste. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Kamerun!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate (insbesondere Malaria tertiana) nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) erhältlich; sie sollten aus Deutschland mitgebracht werden. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
unter einem (möglichst imprägnierten) Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
Die HIV-Prävalenz in der Bevölkerung liegt landesweit bei 5% bis 12%. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders die Cholera vermeiden.
Es kommt immer wieder zu Cholera-Erkrankungen (Duala oder zuletzt im Norden), die auch größere Ausmaße annehmen können.
Die Cholera(schluck)-Impfung bietet Schutz. Für den normalen Reisenden und Touristen ist sie aus medizinischen Gründen in der Regel nicht notwendig.
Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, frisch gekochten Tee oder Kaffee, nie Leitungswasser. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit sauberem Wasser hergestellt wurden. Nur gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Fisch und Fleisch nur gut durchgekocht genießen, Obst und Gemüse nur geschält und/oder gekocht essen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern. Baden dort sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Neben Hepatitis A, B und C (Durchseuchung teilweise bis zu 20%) kommen häufig Typhus und Tuberkulose vor.
Im Norden treten vor allem während der Trockenzeit immer wieder Epidemien der bakteriellen Meningitis auf, im Jahr 2000 erstmalig auch im Nordwesten.
An weiteren Krankheiten sind zu erwähnen: Filariosen, Loa Loa, Onchozerkose, Chikungunya, Leptospirose, Tollwut.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist in Jaunde und Duala im Vergleich zum Landesinneren besser, entspricht jedoch bei weitem nicht dem europäischem Standard. In den Krankenhäusern kommt es immer wieder zu Engpässen bei der Versorgung mit Medikamenten, Verbands- und anderem medizinischen Verbrauchsmaterialien, die generell, wie auch der gesamte Krankenhausaufenthalt vor Beginn der Behandlung vom Patienten selbst beschafft werden müssen. Bei Aufnahme in ein Krankenhaus wird Barzahlung im Voraus verlangt.
In den größeren Städten gibt es ausreichend Apotheken, die im Regelfall alle wichtigen Medikamente meist aus französischer Produktion führen. Außerhalb der Geschäftszeiten (7.30 - 12.30 Uhr und 14.30 - 18.00 Uhr) finden Sie an jeder Apotheke einen Hinweis auf die Apotheke im Nachtdienst. Kamerun-Reisende sollten jedoch eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: www.dtg.org/ oder www.frm-web.de
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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Kamerun 23.06.2010
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Kamerun:
Stand 23.06.2010
(Unverändert gültig seit: 23.06.2010)
Landesspezifische Sicherheitshinweise
In ganz Kamerun, insbesondere in den größeren Städten wie auch in Ferienorten an der Küste, z.B. Kribi und Limbe, sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten: Keine auffälligen Wertgegenstände oder Schmuck tragen (auch nicht beim Restaurantbesuch), nach Einbruch der Dunkelheit nicht alleine zu Fuß unterwegs sein, ein Minimum an Geld mitführen, um bei Überfällen keine Gewaltanwendung zu provozieren, Geld auf mehrere Taschen verteilen.
An unbelebten Abschnitten des Strands von Kribi sind Touristen, die alleine, zu zweit und mit Gepäck unterwegs waren, in mehreren Fällen auch tagsüber beraubt worden.
Nach Einbruch der Dämmerung (d.h. nach 18.00 Uhr) sollten Sie kein Taxi vom Straßenrand mehr heranwinken. Insbesondere bei Sammeltaxen besteht ein Risiko bewaffneter Überfälle, bei denen die Opfer Verletzungen davontragen können. Selbst als Gruppe sollte man unbekannte Stadtviertel abends unbedingt meiden und auf gut beleuchteten Hauptverkehrsstraßen bleiben. Es ist besser, sich auf ein Hoteltaxi oder einen bekannten Taxifahrer zu verlassen.
In den Regionen Norden, Extremer Norden und Adamaoua, aber auch gelegentlich in anderen Landesteilen ist es besonders in Grenznähe gelegentlich zu Wegelagerei ("coupeurs de route") gekommen. Autos wurden angehalten und die Insassen ausgeraubt. In manchen Fällen nahmen die Wegelagerer auch das Auto mit. Nomaden sind wiederholt gegen Lösegeld entführt worden. Auf den Hauptverkehrsstraßen versuchen Gendarmerie und Militär, mit häufigen Verkehrskontrollen die Sicherheit zu erhöhen.
Außerhalb der Städte ist es ratsam, längere Fahrten am Abend und in der Nacht zu vermeiden. Wegen technischer Mängel an den Fahrzeugen und dem riskanten Verkehrsverhalten vieler Fahrer besteht besonders bei Dunkelheit eine höhere Unfallgefahr als in Europa.
Von Reisen zur Halbinsel Bakassi und Umgebung wird aufgrund fortdauernder Sicherheitsprobleme und dem militärischen Sonderstatus einiger Gebiete abgeraten. Im gesamten Golf von Guinea gibt es Bandenunwesen. Immer wieder gibt es Überfälle auf Küstenorte, auf Fischkutter, Öltanker oder -plattformen und Geiselnahmen.
Die Weiterreise von Kamerun auf dem Landweg in angrenzende Länder kann aufgrund kurzfristig eintretender politischer Entwicklungen problematisch bzw. unmöglich werden. Hier empfiehlt es sich, kurz vor geplanten Fahrten Erkundigungen einzuholen.
Allgemeine Reiseinformationen
Reisen über Land
In Kamerun, das aufgrund seiner Vielfältigkeit an Landschaftsformen auch als „Afrika in Miniatur“ bezeichnet wird, kann man alle Landesteile ohne besondere Genehmigung bereisen. Es ist jedoch mit vielen Polizeikontrollen zu rechnen, bei denen man sich mit viel Geduld und guten Nerven wappnen sollte. Manchmal werden „Motivationsgelder“ gefordert.
Übernachtungsmöglichkeiten außerhalb der Städte sind nur begrenzt vorhanden und haben oft einfachen Standard.
Kamerun verfügt im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern über ein gutes Straßennetz. Die touristische Infrastruktur hat allerdings noch keinen besonders hohen Standard erreicht. Wegen der hohen Unfallgefahr im Straßenverkehr ist ein defensiver Fahrstil angezeigt, Sicherheitsgurte sollten unbedingt angelegt und nächtliche Überlandfahrten vermieden werden.
Registrierung bei der Deutschen Botschaft
Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Jaunde empfiehlt grundsätzlich allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Deutschenliste ( „Krisenvorsorgeliste“) einzuschreiben
http://www.jaunde.diplo.de/Vertretung/j ... =Daten.pdf
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Die Einreise für deutsche Staatsangehörige ist nur mit einem gültigen Visum möglich, das rechtzeitig bei der kamerunischen Botschaft in Berlin oder bei einem der beiden kamerunischen Honorarkonsuln in Deutschland beantragt werden muss.
Eine Visumsverlängerung im Land ist gesetzlich nicht vorgesehen, wird jedoch in Ausnahmefällen praktiziert. Es wird geraten, mit einem für die Gesamtdauer des Aufenthalts gültigen Visum nach Kamerun einzureisen.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass Ja
vorläufiger Reisepass Ja
Personalausweis Nein
vorläufiger Personalausweis Nein
weitere Anmerkungen Ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung muss bei Ein- und Ausreise auf kamerunischer Seite vorgelegt werden.
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja
Reisepass Ja
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) Nein
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) Ja, wenn er ein Lichtbild enthält.
Weitere Anmerkungen Ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung muss bei Ein- und Ausreise auf kamerunischer Seite vorgelegt werden.
Alleinreisende Kinder sollten bei Einreise von einem Erwachsenen in Empfang genommen werden.
Neben dem gültigen Reisepass ist beim Grenzübertritt (bei Ein- und Ausreise auf kamerunischer Seite) ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung vorzulegen.
Einreise mit dem Flugzeug
Bei Einreise mit dem Flugzeug muss ein Rück- oder Weiterflugticket vorgelegt werden können. Flughäfen mit internationalen Flugverbindungen von und nach Europa sind Duala und Jaunde (Nsimalen). Die Grenz- und Zollkontrollen sind im Vergleich zu Europa zeitaufwändiger. Bewahren Sie auf jeden Fall gegenüber den Zollbeamten Ruhe und Gelassenheit.
Einreise mit einem Fahrzeug
Die Einreise auf dem Landweg mit dem eigenen Fahrzeug ist möglich. Mitzuführen sind ein internationaler Führerschein, eine internationale Zulassung, die grüne Versicherungskarte sowie ein „Carnet de Passage“. Dieses ist über den ADAC oder den AvD Automobilclub erhältlich. Nach Kamerun dürfen sowohl Kfz mit Benzin- als auch Fahrzeuge mit Dieselmotor eingeführt werden.
Registrierung nach Einreise
Eine Registrierung ist nur bei Aufenthalt von über drei Monaten erforderlich.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs sowie Devisen in unbeschränkter Höhe dürfen eingeführt werden. Die Einfuhr von (Jagd-) Waffen ist über die kamerunische Botschaft in Bonn oder einen der beiden Honorarkonsuln in Essen oder Hanau zu beantragen.
Antike Kunstwerke dürfen nicht ausgeführt werden. Bei der Ausreise wird eine Steuer für Holzgegenstände gefordert (10 % des Kaufpreises).
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Fotografierverbot besteht für:
Offizielle Gebäude (z.B. Ministerien und Präsidentenpalast in Jaunde), Flughäfen, Häfen, militärische Einrichtungen oder Polizeistationen, Telekommunikationsanlagen sowie alles, was dem Ansehen Kameruns schaden könnte.
Bei Polizei- und Gendarmeriekontrollen bleibt es manchmal unklar, auf welcher gesetzlichen Grundlage bestimmte Dokumente oder Verhaltensweisen gefordert werden. Sollte man Sie festhalten, bestehen Sie auf Ihrem Recht, Kontakt mit der deutschen Botschaft aufnehmen zu können.
Homosexualität ist nach Artikel 347 des Strafgesetzbuches mit Gefängnisstrafen von 6 Monaten bis zu 5 Jahren belegt. In der Praxis wird Homosexualität nicht systematisch, jedoch regelmäßig in Einzelfällen bestraft. Auch Ausländer waren bereits strafrechtlicher Verfolgung nach Artikel 347 ausgesetzt.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 6 Monate bei Einreise gefordert. Die letzten Gelbfieberfälle wurden im Februar 2010 aus dem Westen des Landes gemeldet.
Abweichend von den offiziellen Empfehlungen kann eine Choleraimpfung gelegentlich verlangt werden, besonders bei Einreise aus einem Land mit Cholera oder bei Einreise außerhalb des internationalen Flughafens.
Im Januar 2007 wurde zuletzt ein laborbestätigter Poliomyelitisfall aus dem Norden gemeldet. Es handelte sich um den Wildvirus Typ I der Polio. Ein Impfschutz gegen Kinderlähmung wird dringend empfohlen.
Im Januar 2007 wurde ein nachgewiesener Poliomyelitisfall aus dem Norden berichtet. Ein Impfschutz gegen Kinderlähmung wird dringend empfohlen.
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise nach Kamerun zu überprüfen und zu vervollständigen.
Dazu gehören, auch für Erwachsene, die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Keuchhusten (Pertussis), Mumps, Masern Röteln (MMR) sowie der jeweils aktuelle Influenzaschutz.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen.
Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, nur etwas geringer in den höher gelegenen Gebieten und in der Hauptstadt Jaunde, sehr hoch jedoch in den touristischen Gebieten an der Küste. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Kamerun!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate (insbesondere Malaria tertiana) nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) erhältlich; sie sollten aus Deutschland mitgebracht werden. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:HIV/AIDS
- körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
- in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
- unter einem (möglichst imprägnierten) Moskitonetz zu schlafen.
Die HIV-Prävalenz in der Bevölkerung liegt landesweit bei 5% bis 12%. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders die Cholera vermeiden.
Es kommt immer wieder zu Cholera-Erkrankungen (Duala oder zuletzt im Norden), die auch größere Ausmaße annehmen können.
Die Cholera(schluck)-Impfung bietet Schutz. Für den normalen Reisenden und Touristen ist sie aus medizinischen Gründen in der Regel nicht notwendig.
Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, frisch gekochten Tee oder Kaffee, nie Leitungswasser. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit sauberem Wasser hergestellt wurden. Nur gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Fisch und Fleisch nur gut durchgekocht genießen, Obst und Gemüse nur geschält und/oder gekocht essen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern. Baden dort sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Neben Hepatitis A, B und C (Durchseuchung teilweise bis zu 20%) kommen häufig Typhus und Tuberkulose vor.
Im Norden treten vor allem während der Trockenzeit immer wieder Epidemien der bakteriellen Meningitis auf, im Jahr 2000 erstmalig auch im Nordwesten.
An weiteren Krankheiten sind zu erwähnen: Filariosen, Loa Loa, Onchozerkose, Chikungunya, Leptospirose, Tollwut.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist in Jaunde und Duala im Vergleich zum Landesinneren besser, entspricht jedoch bei weitem nicht dem europäischem Standard. In den Krankenhäusern kommt es immer wieder zu Engpässen bei der Versorgung mit Medikamenten, Verbands- und anderem medizinischen Verbrauchsmaterialien, die generell, wie auch der gesamte Krankenhausaufenthalt vor Beginn der Behandlung vom Patienten selbst beschafft werden müssen. Bei Aufnahme in ein Krankenhaus wird Barzahlung im Voraus verlangt.
In den größeren Städten gibt es ausreichend Apotheken, die im Regelfall alle wichtigen Medikamente meist aus französischer Produktion führen. Außerhalb der Geschäftszeiten (7.30 - 12.30 Uhr und 14.30 - 18.00 Uhr) finden Sie an jeder Apotheke einen Hinweis auf die Apotheke im Nachtdienst. Kamerun-Reisende sollten jedoch eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe beispielsweisewww.dtg.org/ oder www.frm-web.de
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Birgitt
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- Beiträge: 35254
- Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
- Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
- Kontaktdaten:
Reise-/Sicherheitshinweis Kamerun 02.09.2010
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Kamerun:
Stand 02.09.2010
(Unverändert gültig seit: 02.09.2010)
Aktueller Hinweis
Aufgrund der derzeit in einigen Landesteilen ablaufenden Choleraepidemie wird auf die besondere Beachtung der Hygieneempfehlungen (siehe Medizinische Hinweise) bei Reisen im Land hingewiesen.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
In ganz Kamerun, insbesondere in den größeren Städten wie auch in Ferienorten an der Küste, z.B. Kribi und Limbe, sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten: Keine auffälligen Wertgegenstände oder Schmuck tragen (auch nicht beim Restaurantbesuch), nach Einbruch der Dunkelheit nicht alleine zu Fuß unterwegs sein, ein Minimum an Geld mitführen, um bei Überfällen keine Gewaltanwendung zu provozieren, Geld auf mehrere Taschen verteilen.
An unbelebten Abschnitten des Strands von Kribi sind Touristen, die alleine, zu zweit und mit Gepäck unterwegs waren, in mehreren Fällen auch tagsüber beraubt worden.
Nach Einbruch der Dämmerung (d.h. nach 18.00 Uhr) sollten Sie kein Taxi vom Straßenrand mehr heranwinken. Insbesondere bei Sammeltaxen besteht ein Risiko bewaffneter Überfälle, bei denen die Opfer Verletzungen davontragen können. Selbst als Gruppe sollte man unbekannte Stadtviertel abends unbedingt meiden und auf gut beleuchteten Hauptverkehrsstraßen bleiben. Es ist besser, sich auf ein Hoteltaxi oder einen bekannten Taxifahrer zu verlassen.
In den Regionen Norden, Extremer Norden und Adamaoua, aber auch gelegentlich in anderen Landesteilen ist es besonders in Grenznähe gelegentlich zu Wegelagerei ("coupeurs de route") gekommen. Autos wurden angehalten und die Insassen ausgeraubt. In manchen Fällen nahmen die Wegelagerer auch das Auto mit. Nomaden sind wiederholt gegen Lösegeld entführt worden. Auf den Hauptverkehrsstraßen versuchen Gendarmerie und Militär, mit häufigen Verkehrskontrollen die Sicherheit zu erhöhen.
Außerhalb der Städte ist es ratsam, längere Fahrten am Abend und in der Nacht zu vermeiden. Wegen technischer Mängel an den Fahrzeugen und dem riskanten Verkehrsverhalten vieler Fahrer besteht besonders bei Dunkelheit eine höhere Unfallgefahr als in Europa.
Von Reisen zur Halbinsel Bakassi und Umgebung wird aufgrund fortdauernder Sicherheitsprobleme und dem militärischen Sonderstatus einiger Gebiete abgeraten. Im gesamten Golf von Guinea gibt es Bandenunwesen. Immer wieder gibt es Überfälle auf Küstenorte, auf Fischkutter, Öltanker oder -plattformen und Geiselnahmen.
Die Weiterreise von Kamerun auf dem Landweg in angrenzende Länder kann aufgrund kurzfristig eintretender politischer Entwicklungen problematisch bzw. unmöglich werden. Hier empfiehlt es sich, kurz vor geplanten Fahrten Erkundigungen einzuholen.
Allgemeine Reiseinformationen
Reisen über Land
In Kamerun, das aufgrund seiner Vielfältigkeit an Landschaftsformen auch als „Afrika in Miniatur“ bezeichnet wird, kann man alle Landesteile ohne besondere Genehmigung bereisen. Es ist jedoch mit vielen Polizeikontrollen zu rechnen, bei denen man sich mit viel Geduld und guten Nerven wappnen sollte. Manchmal werden „Motivationsgelder“ gefordert.
Übernachtungsmöglichkeiten außerhalb der Städte sind nur begrenzt vorhanden und haben oft einfachen Standard.
Kamerun verfügt im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern über ein gutes Straßennetz. Die touristische Infrastruktur hat allerdings noch keinen besonders hohen Standard erreicht. Wegen der hohen Unfallgefahr im Straßenverkehr ist ein defensiver Fahrstil angezeigt, Sicherheitsgurte sollten unbedingt angelegt und nächtliche Überlandfahrten vermieden werden.
Registrierung bei der Deutschen Botschaft
Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Jaunde empfiehlt grundsätzlich allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Deutschenliste ( „Krisenvorsorgeliste“) einzuschreiben
http://www.jaunde.diplo.de/Vertretung/j ... =Daten.pdf
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Die Einreise für deutsche Staatsangehörige ist nur mit einem gültigen Visum möglich, das rechtzeitig bei der kamerunischen Botschaft in Berlin oder bei einem der beiden kamerunischen Honorarkonsuln in Deutschland beantragt werden muss.
Eine Visumsverlängerung im Land ist gesetzlich nicht vorgesehen, wird jedoch in Ausnahmefällen praktiziert. Es wird geraten, mit einem für die Gesamtdauer des Aufenthalts gültigen Visum nach Kamerun einzureisen.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass Ja
vorläufiger Reisepass Ja
Personalausweis Nein
vorläufiger Personalausweis Nein
weitere Anmerkungen Ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung muss bei Ein- und Ausreise auf kamerunischer Seite vorgelegt werden.
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja
Reisepass Ja
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) Nein
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) Ja, wenn er ein Lichtbild enthält.
Weitere Anmerkungen Ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung muss bei Ein- und Ausreise auf kamerunischer Seite vorgelegt werden.
Alleinreisende Kinder sollten bei Einreise von einem Erwachsenen in Empfang genommen werden.
Neben dem gültigen Reisepass ist beim Grenzübertritt (bei Ein- und Ausreise auf kamerunischer Seite) ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung vorzulegen.
Einreise mit dem Flugzeug
Bei Einreise mit dem Flugzeug muss ein Rück- oder Weiterflugticket vorgelegt werden können. Flughäfen mit internationalen Flugverbindungen von und nach Europa sind Duala und Jaunde (Nsimalen). Die Grenz- und Zollkontrollen sind im Vergleich zu Europa zeitaufwändiger. Bewahren Sie auf jeden Fall gegenüber den Zollbeamten Ruhe und Gelassenheit.
Einreise mit einem Fahrzeug
Die Einreise auf dem Landweg mit dem eigenen Fahrzeug ist möglich. Mitzuführen sind ein internationaler Führerschein, eine internationale Zulassung, die grüne Versicherungskarte sowie ein „Carnet de Passage“. Dieses ist über den ADAC oder den AvD Automobilclub erhältlich. Nach Kamerun dürfen sowohl Kfz mit Benzin- als auch Fahrzeuge mit Dieselmotor eingeführt werden.
Registrierung nach Einreise
Eine Registrierung ist nur bei Aufenthalt von über drei Monaten erforderlich.
Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs sowie Devisen in unbeschränkter Höhe dürfen eingeführt werden. Die Einfuhr von (Jagd-) Waffen ist über die kamerunische Botschaft in Bonn oder einen der beiden Honorarkonsuln in Essen oder Hanau zu beantragen.
Antike Kunstwerke dürfen nicht ausgeführt werden. Bei der Ausreise wird eine Steuer für Holzgegenstände gefordert (10 % des Kaufpreises).
Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Fotografierverbot besteht für:
Offizielle Gebäude (z.B. Ministerien und Präsidentenpalast in Jaunde), Flughäfen, Häfen, militärische Einrichtungen oder Polizeistationen, Telekommunikationsanlagen sowie alles, was dem Ansehen Kameruns schaden könnte.
Bei Polizei- und Gendarmeriekontrollen bleibt es manchmal unklar, auf welcher gesetzlichen Grundlage bestimmte Dokumente oder Verhaltensweisen gefordert werden. Sollte man Sie festhalten, bestehen Sie auf Ihrem Recht, Kontakt mit der deutschen Botschaft aufnehmen zu können.
Homosexualität ist nach Artikel 347 des Strafgesetzbuches mit Gefängnisstrafen von 6 Monaten bis zu 5 Jahren belegt. In der Praxis wird Homosexualität nicht systematisch, jedoch regelmäßig in Einzelfällen bestraft. Auch Ausländer waren bereits strafrechtlicher Verfolgung nach Artikel 347 ausgesetzt.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 6 Monate bei Einreise gefordert. Die letzten Gelbfieberfälle wurden im Mai 2010 aus dem Westen des Landes gemeldet.
Abweichend von den offiziellen Empfehlungen kann eine Choleraimpfung gelegentlich verlangt werden, besonders bei Einreise aus einem Land mit Cholera oder bei Einreise außerhalb des internationalen Flughafens.
Im Januar 2007 wurde zuletzt ein laborbestätigter Poliomyelitisfall aus dem Norden gemeldet. Es handelte sich um den Wildvirus Typ I der Polio. Ein Impfschutz gegen Kinderlähmung wird dringend empfohlen.
Im Januar 2007 wurde ein nachgewiesener Poliomyelitisfall aus dem Norden berichtet. Ein Impfschutz gegen Kinderlähmung wird dringend empfohlen.
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise nach Kamerun zu überprüfen und zu vervollständigen.
Dazu gehören, auch für Erwachsene, die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Keuchhusten (Pertussis), Mumps, Masern Röteln (MMR) sowie der jeweils aktuelle Influenzaschutz.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen.
Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, nur etwas geringer in den höher gelegenen Gebieten und in der Hauptstadt Jaunde, sehr hoch jedoch in den touristischen Gebieten an der Küste. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Kamerun!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate (insbesondere Malaria tertiana) nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) erhältlich; sie sollten aus Deutschland mitgebracht werden. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:HIV/AIDS
- körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
- in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
- unter einem (möglichst imprägnierten) Moskitonetz zu schlafen.
Die HIV-Prävalenz in der Bevölkerung liegt landesweit bei 5% bis 12%. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders die Cholera vermeiden.
Es kommt immer wieder zu Cholera-Erkrankungen (Douala und im Norden), die auch größere Ausmaße annehmen können.
Die Cholera(schluck)-Impfung bietet Schutz. Für den normalen Reisenden und Touristen ist sie aus medizinischen Gründen in der Regel nicht notwendig.
Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, frisch gekochten Tee oder Kaffee, nie Leitungswasser. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit sauberem Wasser hergestellt wurden. Nur gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Fisch und Fleisch nur gut durchgekocht genießen, Obst und Gemüse nur geschält und/oder gekocht essen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern. Baden dort sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Neben Hepatitis A, B und C (Durchseuchung teilweise bis zu 20%) kommen häufig Typhus und Tuberkulose vor.
Im Norden treten vor allem während der Trockenzeit immer wieder Epidemien der bakteriellen Meningitis auf, im Jahr 2000 erstmalig auch im Nordwesten.
An weiteren Krankheiten sind zu erwähnen: Filariosen, Loa Loa, Onchozerkose, Chikungunya, Leptospirose, Tollwut.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist in Jaunde und Duala im Vergleich zum Landesinneren besser, entspricht jedoch bei weitem nicht dem europäischem Standard. In den Krankenhäusern kommt es immer wieder zu Engpässen bei der Versorgung mit Medikamenten, Verbands- und anderem medizinischen Verbrauchsmaterialien, die generell, wie auch der gesamte Krankenhausaufenthalt vor Beginn der Behandlung vom Patienten selbst beschafft werden müssen. Bei Aufnahme in ein Krankenhaus wird Barzahlung im Voraus verlangt.
In den größeren Städten gibt es ausreichend Apotheken, die im Regelfall alle wichtigen Medikamente meist aus französischer Produktion führen. Außerhalb der Geschäftszeiten (7.30 - 12.30 Uhr und 14.30 - 18.00 Uhr) finden Sie an jeder Apotheke einen Hinweis auf die Apotheke im Nachtdienst. Kamerun-Reisende sollten jedoch eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe beispielsweisewww.dtg.org/ oder www.frm-web.de




