Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 01.02.2006 - 31.01.2013

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 01.11.2010

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Madagaskar:
Stand 01.11.2010 (Unverändert gültig seit: 01.11.2010)

Aktuelle Hinweise
• Die seit Ende Januar 2009 andauernde politische Krise ist bisher nicht gelöst. Eine Rückkehr zu politischer und wirtschaftlicher Stabilität gegenwärtig noch nicht abzusehen. In der Hauptstadt Antananarivo sind politisch motivierte Demonstrationen, die in gewalttätige Auseinandersetzungen münden können, jederzeit möglich. Es wird empfohlen, vor allem im Innenstadtbereich Antananarivos besondere Vorsicht walten zu lassen und Menschenansammlungen zu meiden.
• In letzter Zeit ist ein deutlicher Anstieg der Kriminalität zu verzeichnen. Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - sind nicht auszuschließen. Betroffen ist auch hier die Hauptstadt Antananarivo und insbesondere das Stadtzentrum um Analekely und die Avenue de l'Indépendance.
• Deutschen Staatsangehörigen, die sich länger in Madagaskar aufhalten, wird empfohlen, der Botschaft ihre Kontaktdaten zu übermitteln.
• Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Jemen und Oman angegriffen und gekapert. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
Taschendiebstähle, aber auch bewaffnete Überfälle, haben in den letzten Monaten deutlich zugenommen. Ausländische Reisende, bei denen Geld oder Wertsachen vermutet werden, sind mittlerweile auch in Madagaskar vermehrt Ziel von Übergriffen.
Besondere Vorsicht ist geboten im Stadtzentrum von Antananarivo, in der Umgebung der Hotels und der von Ausländern bevorzugten Restaurants sowie generell bei Menschenansammlungen und an den Stationen der Überlandtaxis.
Auch Touristenziele können betroffen sein. Es gab bewaffnete Überfälle auf Touristen in Diego Suarez (Montagne des Francais), Tuléar, Morondava und Nosy Be.
Die Gewaltbereitschaft hat zugenommen.
Nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen abgeraten. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen - auch innerhalb von Hotels - verwendet werden.
Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird dringend angeraten, eine beglaubigte Kopie des Passes mit sich zu führen.
Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, zu jeder Zeit die Türen von innen zu verriegeln und die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall sichtbar im Wagen liegen.


Allgemeine Reiseinformationen
Madagaskar ist wegen seiner einzigartigen Flora und Fauna, seiner abwechslungsreichen Landschaften und Klimazonen ein interessantes Reiseziel. Die Touristenregionen und Nationalparks sind seit den Ausschreitungen im Februar diesen Jahres von weiteren Unruhen verschont geblieben.
Sprache
Für Individualreisende sind französische oder idealerweise madagassische Sprachkenntnisse von großem Vorteil, da - vor allem in ländlichen Gebieten - nicht damit zu rechnen ist, dass die Bewohner Englisch oder Deutsch sprechen.
Reisen über Land/ Straßenverkehr
Das innermadagassische Flugnetz ist gut ausgebaut, wenngleich in der Folge der innenpolitischen Krise einige Flugverbindungen gestrichen wurden und Verspätungen nie auszuschließen sind.
Die Infrastruktur des Straßennetzes wurde in den letzten Jahren deutlich verbessert. Mittlerweile sind – ausgehend von Antananarivo – bis auf Fort Dauphin, die wichtigsten Küstenstädte auf Asphaltstraßen erreichbar.
Dennoch gibt es noch immer eine große Anzahl von nicht befestigten Straßen, die während der Regenzeit (Australsommer Dezember bis April) zum Teil nur bedingt oder gar nicht befahrbar sind sowie Regionen, die von der Außenwelt völlig abgeschnitten und lediglich zu Fuß oder mit dem Hubschrauber zu erreichen sind.
Auf den Hauptachsen kommt es seit kurzem vermehrt zu bewaffneten Überfällen, vor allem auf Überlandtaxis.
Es wird zur besonderen Vorsicht geraten. Nachtfahrten sollten auf jeden Fall vermieden werden.
Naturkatastrophen
Madagaskar wird zwischen Januar und April regelmäßig von zum Teil schweren Zyklonen und tropischen Wirbelstürmen heimgesucht. Vor allem betroffen sind die östlichen, westlichen und südwestlichen Küstenregionen.
Geldversorgung
In Antananarivo und den anderen großen Städten besteht die Möglichkeit zum Tausch von Bargeld (Euro/Dollar) und Travellerschecks bei Banken und Wechselstuben. Die Banken verfügen in der Regel über Geldautomaten, an denen mit der Visa-Karte Geld gezogen werden kann. Die Mastercard wird nur bei einer Bank, der BNI, akzeptiert. Eine Geldversorgung über EC-Karten (Maestro bzw.Cirrus) ist nicht möglich.
Größere Hotels, Restaurants, Geschäfte, Reisebüros und Fluggesellschaften sowie Supermärkte akzeptieren in der Regel die Visa-Karte. Manchmal wird ein Bankaufschlag von 3 % fällig.
Hotels und Kommunikation
In Antananarivo, den größeren Provinzstädten und in den Touristenregionen gibt es gute Hotels und kleinere korrekte Unterkünfte.
Als Folge der politischen Krise ist der Tourismus in Madagaskar allerdings eingebrochen. Einige Hotels und Gästehäuser mussten mittlerweile schließen. Individualreisenden wird empfohlen, vorab mit den ins Auge gefassten Unterkünften Kontakt aufzunehmen.
Das Mobilfunknetz ist sehr gut ausgebaut. Über die Anbieter Orange, Zain (ehemals Celtel) und den madagassischen Anbieter Telma sind alle großen Städte und auch viele ländliche Regionen erreichbar. Roaming funktioniert grundsätzlich. Es ist aber auch möglich, für einen Gegenwert von ca. 1,50 Euro eine lokale SIM-Karte zu erwerben – diese ermöglicht Telefonie und SMS mit Pre-Paid-Karte.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Grundsätzlich benötigen deutsche Staatsangehörige für die Einreise nach Madagaskar ein gebührenpflichtiges Visum (Kosten z.Zt. 50,- €), das vor Reiseantritt
- von der madagassischen Botschaft in
14612 Falkensee (Brandenburg)
Seepromenade 92
Tel.: 03322/2314-0
Fax: 03322/2314-29
E-Mail: info@botschaft-madagaskar.de
- einem der madagassischen Honorarkonsulate
- oder bei Ankunft am Flughafen ausgestellt wird.
Aufgrund einer Sonderregelung zur Förderung des Tourismus erhalten Reisende, die sich bis zu 30 Tagen in Madagaskar aufhalten wollen, bis auf Weiteres sowohl bei der zuständigen madagassischen Auslandsvertretung als auch bei Einreise am Flughafen ein kostenfreies Visum.
Bei Visumerteilung am Flughafen werden für einen Aufenthalt von 30 bis 60 Tagen Gebühren i.H.v. 100.000,- Ariary (derzeit 45,- Euro), für einen Aufenthalt von 60 bis 90 Tagen 140.000,- Ariary (derzeit 60,- Euro) erhoben.
Es ist auf jeden Fall ein Rück- bzw. Weiterflugticket vorzulegen.
Hinweis:
Die Gebührensätze der madagassischen Auslandsvertretung www.botschaft-madagaskar.de müssen nicht zwingend mit den am Flughafen erhobenen Gebühren übereinstimmen.
Für Arbeits- und andere Aufenthalte von mehr als 90 Tagen (z.B. Praktika) ist es erforderlich, bereits bei der Einreise über ein sogenanntes „visa transformable“ zu verfügen, das ausschließlich bei einer madagassischen Auslandsvertretung erhältlich ist.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Vorläufiger Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) Ja, mit eigenem Passfotofoto, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) Ja, mit eigenem Passfoto, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Weitere Anmerkungen Alleinreisende Minderjährige, die nicht in Madagaskar wohnhaft sind,sollten darüber hinaus auch eine amtlich beglaubigte Einverständnis-erklärung der Eltern/Erziehungsberechtigten in französischer Sprache mitführen.
Vergehen gegen die madagassischen Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen werden unnachgiebig geahndet. Es drohen hohe Geld- und ggfls. sogar Haftstrafen.

Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Devisen können in unbegrenzter Höhe ein- und ausgeführt werden, müssen aber ab einem Gegenwert von 7.500 Euro bei Einfuhr deklariert werden.
Aus Madagaskar dürfen bestimmte Edel- und Halbedelsteine, Versteinerungen und Fossilien nicht bzw. nicht ohne entsprechende Begleitpapiere ausgeführt werden.
Personen mit Wohnsitz außerhalb Madagaskars dürfen bis zu 1 kg Schmuck ausführen, wenn sie Nachweise über den Tausch von Devisen mindestens im Wert des Schmucks oder Kaufquittungen vorweisen können.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Für militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude) besteht striktes Fotografierverbot.
Verschiedene Orte sind ”fady”, d.h. für Ausländer tabu.
In Madagaskar wird Ehebruch mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet. Hinzu kommt ein Schadenersatzanspruch gegen die Täter. Dies gilt auch für Pädophilie.
Ein besonderes Augenmerk der madagassischen Justiz gilt „Sextouristen“. Sie werden in Madagaskar unnachgiebig verfolgt und müssen mit Freiheitsstrafen von 5-10 Jahren plus hoher Geldstrafe rechnen.
Da nicht auszuschließen ist, dass Ausländer gezielt in eine kompromittierende Situation gebracht werden sollen, ist beim Kontakt zu jungen Mädchen und Frauen besondere Vorsicht geboten.
Die Haftbedingungen in Madagaskar sind prekär (überfüllte Gefängnisse, mangelhafte Ernährung und nur rudimentäre medizinische Versorgung). Die Untersuchungshaft kann sich über Jahre hinziehen.
Die Ausfuhr von und der Handel mit bestimmten einheimischen Tier- und Pflanzenarten ist streng verboten (Lemuren, Schildkröten u.a.) und wird ebenfalls mit Haftstrafe geahndet.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. afrikanisches Festland) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe www.rki.de
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Polio, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Ein hohes Risiko besteht in den Küstenregionen und Regenwaldgebieten, ein mittleres Risiko in den Höhenlagen, im Landesinneren und in der Hauptstadt. Bei Aufenthalt in den Risikogebieten wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
• ganztägig (siehe unten Chikungunya, Dengue.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS
ist im Lande ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
In den letzten Jahren sind Choleraerkrankungen nicht mehr aufgetreten, andere Durchfallerkrankungen kommen durchaus vor. Diese werden häufig durch unsauberes Trinkwasser ausgelöst.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selber Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Chikungunya-Fieber
Seit 2006 ist es immer wieder zu einer epidemieartigen Häufung von Chikungunya-Fieber gekommen. Seit dem Frühjahr 2010 werden erneut vermehrt laborchemisch nachgewiesene Fälle von der Ostküste (v.a. Mananjary, Tsaravary, Irondro) des Landes gemeldet. Auch von der Nachbarinsel La Reunion werden seit Oktober 2010 neue Fälle gemeldet. Diese Viruserkrankung wird von Mücken übertragen, ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und führt zu den typischen Symptomen einer schweren Viruserkrankung, in der Regel ohne tödlichen Ausgang. Die Inkubationszeit beträgt 2 bis 10 Tage. Ohne Vorzeichen treten vorrangig Fieber, starker (symmetrischer) Gelenkschmerz und schweres Krankheitsgefühl auf. Nach wenigen Tagen kommt es zum Fieberabfall und Auftreten eines Exanthems. Die Gelenkbeschwerden können monatelang, in Ausnahmefällen auch jahrelang fortbestehen. Sehr selten wird über eine gesteigerte Blutungsneigung oder ernste und vor allem neurologische Komplikationen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen berichtet; Letzteres in der Regel bei medizinisch vorbelasteten Personen oder Neugeborenen. Eine Impfung ist nicht möglich, der Schutz vor Mückenstichen ist die einzige prophylaktische Maßnahme (Repellentien, Kleidung, Verhalten etc.).
Rift Valley-Fieber (RVF)
Eine Epidemie wurde 2008 aus den Regionen Alaotra Mangoro, Analamanga, Itasy, der Provinz Fianarantsoa, Vakinakaratra und Anosy mit zahlreichen Erkrankungen und einigen Todesfällen gemeldet. Die Übertragung dieser Viruskrankheit erfolgt durch Mückenstich und Kontakt mit Körpersekreten infizierter Tiere (Kühe, Schafe, Kamele, Nagetiere). Neben grippeartigen 5 bis 8 Tagen dauernden Symptomen entwickeln ca. 0,5 % der Patienten Komplikationen: Hirnhautentzündung, Hämorrhagisches Fieber mit Zusammenbruch des Gerinnungssystems und inneren Blutungen, Entzündung des Hirn- u- Rückenmark, Meningoenzephalitis oder Netzhautläsionen. Eine kausale Behandlung ist nicht möglich, prophylaktischen Maßnahmen sind: Mückenschutz (Mücken vorwiegend tagaktiv), Meiden von engem Kontakt mit Schafen, Rindern, Kamelen, Ziegen (Viehmärkte, Schlachthöfe). Genuss von gut durchgebratenem Fleisch und aufbereiteter Milch (aus Supermärkten) ist weiterhin unbedenklich.
Dengue-Fieber
Die für den Raum Indischer Ozean bekannten Dengue-Epidemien sind in Madagaskar bisher wenig aufgetreten. Anfang 2006 kam es zu einer schwach ausgeprägten Dengue-Fieber-Epidemie in Toamasina (Tamatave), Mahajanga und Nosy Be.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land, insbesondere aber im westlichen Tiefland mit den Provinzen Toliara und Mahajanga. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Pest
Gelegentlich auftretende Fälle der Beulenpest (in den Provinzen Antananarivo, Antsiranana, Fianarantsoa, Mahajanga, Toamasina) werden im Allgemeinen von den Gesundheitsbehörden rasch unter Kontrolle gebracht. Das Auftreten der durch Rattenflöhe verbreiteten Krankheit erfolgt praktisch jährlich zum Beginn der Regenzeit in Madagaskar (ab Oktober). Wegen des mit Malaria verwandten Krankheitsbildes im Anfangsstadium (Fieber, Schüttelfrost) erfolgt die richtige Diagnose und Behandlung gerade in abgelegenen Gebieten verspätet. Grundlage für den Ausbruch der Pest ist die oft erbärmliche Hygienelage in den Armenvierteln und in ländlichen Regionen. Es besteht normalerweise kein Grund zur Besorgnis für Ausländer und Touristen. Pesterkrankungen von Ausländern sind in Madagaskar seit mehr als 60 Jahren nicht mehr vorgekommen.
Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine Giftschlangen. Dagegen kommen einige giftige Spinnen- und Skorpionarten und andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Frösche u.a.) vor. Wie allgemein in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt! Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete und Englisch sprechende Ärzte.
Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 19.11.2010

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 19.11.2010
(Unverändert gültig seit: 19.11.2010)

Aktuelle Hinweise
  • Die seit Ende Januar 2009 andauernde politische Krise ist bisher nicht gelöst. Eine Rückkehr zu politischer und wirtschaftlicher Stabilität gegenwärtig noch nicht abzusehen. Angesichts der bevorstehenden Wahltermine (Dezember 2010 bis Mai 2011) sind in der Hauptstadt Antananarivo politisch motivierte Demonstrationen, die u.U. auch in gewalttätige, bewaffnete Auseinandersetzungen münden können, jederzeit möglich. Es wird empfohlen, vor allem im Innenstadtbereich Antananarivos besondere Vorsicht walten zu lassen und Menschenansammlungen zu meiden.
  • In letzter Zeit ist ein deutlicher Anstieg der Kriminalität zu verzeichnen. Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - sind nicht auszuschließen. Betroffen ist auch hier die Hauptstadt Antananarivo und insbesondere das Stadtzentrum um Analekely und die Avenue de l'Indépendance.
  • Deutschen Staatsangehörigen, die sich länger in Madagaskar aufhalten, wird empfohlen, der Botschaft ihre Kontaktdaten zu übermitteln.
  • Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Jemen und Oman angegriffen und gekapert. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.
    Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
Taschendiebstähle, aber auch bewaffnete Überfälle, haben in den letzten Monaten deutlich zugenommen. Ausländische Reisende, bei denen Geld oder Wertsachen vermutet werden, sind mittlerweile auch in Madagaskar vermehrt Ziel von Übergriffen.
Besondere Vorsicht ist geboten im Stadtzentrum von Antananarivo, in der Umgebung der Hotels und der von Ausländern bevorzugten Restaurants sowie generell bei Menschenansammlungen und an den Stationen der Überlandtaxis.
Auch Touristenziele können betroffen sein. Es gab bewaffnete Überfälle auf Touristen in Diego Suarez (Montagne des Francais), Tuléar, Morondava und Nosy Be.
Die Gewaltbereitschaft hat zugenommen.
Nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen abgeraten. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen - auch innerhalb von Hotels - verwendet werden.
Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird dringend angeraten, eine beglaubigte Kopie des Passes mit sich zu führen.
Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, zu jeder Zeit die Türen von innen zu verriegeln und die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall sichtbar im Wagen liegen.

Allgemeine Reiseinformationen
Madagaskar ist wegen seiner einzigartigen Flora und Fauna, seiner abwechslungsreichen Landschaften und Klimazonen ein interessantes Reiseziel. Die Touristenregionen und Nationalparks sind seit den Ausschreitungen im Februar diesen Jahres von weiteren Unruhen verschont geblieben.
Sprache
Für Individualreisende sind französische oder idealerweise madagassische Sprachkenntnisse von großem Vorteil, da - vor allem in ländlichen Gebieten - nicht damit zu rechnen ist, dass die Bewohner Englisch oder Deutsch sprechen.
Reisen über Land/ Straßenverkehr
Das innermadagassische Flugnetz ist gut ausgebaut, wenngleich in der Folge der innenpolitischen Krise einige Flugverbindungen gestrichen wurden und Verspätungen nie auszuschließen sind.
Die Infrastruktur des Straßennetzes wurde in den letzten Jahren deutlich verbessert. Mittlerweile sind – ausgehend von Antananarivo – bis auf Fort Dauphin, die wichtigsten Küstenstädte auf Asphaltstraßen erreichbar.
Dennoch gibt es noch immer eine große Anzahl von nicht befestigten Straßen, die während der Regenzeit (Australsommer Dezember bis April) zum Teil nur bedingt oder gar nicht befahrbar sind sowie Regionen, die von der Außenwelt völlig abgeschnitten und lediglich zu Fuß oder mit dem Hubschrauber zu erreichen sind.
Auf den Hauptachsen kommt es seit kurzem vermehrt zu bewaffneten Überfällen, vor allem auf Überlandtaxis.
Es wird zur besonderen Vorsicht geraten. Nachtfahrten sollten auf jeden Fall vermieden werden.
Naturkatastrophen
Madagaskar wird zwischen Januar und April regelmäßig von zum Teil schweren Zyklonen und tropischen Wirbelstürmen heimgesucht. Vor allem betroffen sind die östlichen, westlichen und südwestlichen Küstenregionen.
Geldversorgung
In Antananarivo und den anderen großen Städten besteht die Möglichkeit zum Tausch von Bargeld (Euro/Dollar) und Travellerschecks bei Banken und Wechselstuben. Die Banken verfügen in der Regel über Geldautomaten, an denen mit der Visa-Karte Geld gezogen werden kann. Die Mastercard wird nur bei einer Bank, der BNI, akzeptiert. Eine Geldversorgung über EC-Karten (Maestro bzw.Cirrus) ist nicht möglich.
Größere Hotels, Restaurants, Geschäfte, Reisebüros und Fluggesellschaften sowie Supermärkte akzeptieren in der Regel die Visa-Karte. Manchmal wird ein Bankaufschlag von 3 % fällig.
Hotels und Kommunikation
In Antananarivo, den größeren Provinzstädten und in den Touristenregionen gibt es gute Hotels und kleinere korrekte Unterkünfte.
Als Folge der politischen Krise ist der Tourismus in Madagaskar allerdings eingebrochen. Einige Hotels und Gästehäuser mussten mittlerweile schließen. Individualreisenden wird empfohlen, vorab mit den ins Auge gefassten Unterkünften Kontakt aufzunehmen.
Das Mobilfunknetz ist sehr gut ausgebaut. Über die Anbieter Orange, Zain (ehemals Celtel) und den madagassischen Anbieter Telma sind alle großen Städte und auch viele ländliche Regionen erreichbar. Roaming funktioniert grundsätzlich. Es ist aber auch möglich, für einen Gegenwert von ca. 1,50 Euro eine lokale SIM-Karte zu erwerben – diese ermöglicht Telefonie und SMS mit Pre-Paid-Karte.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Grundsätzlich benötigen deutsche Staatsangehörige für die Einreise nach Madagaskar ein gebührenpflichtiges Visum (Kosten z.Zt. 50,- €), das vor Reiseantritt
- von der madagassischen Botschaft in
14612 Falkensee (Brandenburg)
Seepromenade 92
Tel.: 03322/2314-0
Fax: 03322/2314-29
E-Mail: info@botschaft-madagaskar.de
- einem der madagassischen Honorarkonsulate
- oder bei Ankunft am Flughafen ausgestellt wird.
Aufgrund einer Sonderregelung zur Förderung des Tourismus erhalten Reisende, die sich bis zu 30 Tagen in Madagaskar aufhalten wollen, bis auf Weiteres sowohl bei der zuständigen madagassischen Auslandsvertretung als auch bei Einreise am Flughafen ein kostenfreies Visum.
Bei Visumerteilung am Flughafen werden für einen Aufenthalt von 30 bis 60 Tagen Gebühren i.H.v. 100.000,- Ariary (derzeit 45,- Euro), für einen Aufenthalt von 60 bis 90 Tagen 140.000,- Ariary (derzeit 60,- Euro) erhoben.
Es ist auf jeden Fall ein Rück- bzw. Weiterflugticket vorzulegen.
Hinweis:
Die Gebührensätze der madagassischen Auslandsvertretung www.botschaft-madagaskar.de müssen nicht zwingend mit den am Flughafen erhobenen Gebühren übereinstimmen.
Für Arbeits- und andere Aufenthalte von mehr als 90 Tagen (z.B. Praktika) ist es erforderlich, bereits bei der Einreise über ein sogenanntes „visa transformable“ zu verfügen, das ausschließlich bei einer madagassischen Auslandsvertretung erhältlich ist.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Vorläufiger Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) Ja, mit eigenem Passfotofoto, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) Ja, mit eigenem Passfoto, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Weitere Anmerkungen Alleinreisende Minderjährige, die nicht in Madagaskar wohnhaft sind,sollten darüber hinaus auch eine amtlich beglaubigte Einverständnis-erklärung der Eltern/Erziehungsberechtigten in französischer Sprache mitführen.
Vergehen gegen die madagassischen Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen werden unnachgiebig geahndet. Es drohen hohe Geld- und ggfls. sogar Haftstrafen.

Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Devisen können in unbegrenzter Höhe ein- und ausgeführt werden, müssen aber ab einem Gegenwert von 7.500 Euro bei Einfuhr deklariert werden.
Aus Madagaskar dürfen bestimmte Edel- und Halbedelsteine, Versteinerungen und Fossilien nicht bzw. nicht ohne entsprechende Begleitpapiere ausgeführt werden.
Personen mit Wohnsitz außerhalb Madagaskars dürfen bis zu 1 kg Schmuck ausführen, wenn sie Nachweise über den Tausch von Devisen mindestens im Wert des Schmucks oder Kaufquittungen vorweisen können.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Für militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude) besteht striktes Fotografierverbot.
Verschiedene Orte sind ”fady”, d.h. für Ausländer tabu.
In Madagaskar wird Ehebruch mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet. Hinzu kommt ein Schadenersatzanspruch gegen die Täter. Dies gilt auch für Pädophilie.
Ein besonderes Augenmerk der madagassischen Justiz gilt „Sextouristen“. Sie werden in Madagaskar unnachgiebig verfolgt und müssen mit Freiheitsstrafen von 5-10 Jahren plus hoher Geldstrafe rechnen.
Da nicht auszuschließen ist, dass Ausländer gezielt in eine kompromittierende Situation gebracht werden sollen, ist beim Kontakt zu jungen Mädchen und Frauen besondere Vorsicht geboten.
Die Haftbedingungen in Madagaskar sind prekär (überfüllte Gefängnisse, mangelhafte Ernährung und nur rudimentäre medizinische Versorgung). Die Untersuchungshaft kann sich über Jahre hinziehen.
Die Ausfuhr von und der Handel mit bestimmten einheimischen Tier- und Pflanzenarten ist streng verboten (Lemuren, Schildkröten u.a.) und wird ebenfalls mit Haftstrafe geahndet.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. afrikanisches Festland) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe www.rki.de
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Polio, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Ein hohes Risiko besteht in den Küstenregionen und Regenwaldgebieten, ein mittleres Risiko in den Höhenlagen, im Landesinneren und in der Hauptstadt. Bei Aufenthalt in den Risikogebieten wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
  • ganztägig (siehe unten Chikungunya, Dengue.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS
ist im Lande ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
In den letzten Jahren sind Choleraerkrankungen nicht mehr aufgetreten, andere Durchfallerkrankungen kommen durchaus vor. Diese werden häufig durch unsauberes Trinkwasser ausgelöst.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selber Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Chikungunya-Fieber
Seit 2006 ist es immer wieder zu einer epidemieartigen Häufung von Chikungunya-Fieber gekommen. Seit dem Frühjahr 2010 werden erneut vermehrt laborchemisch nachgewiesene Fälle von der Ostküste (v.a. Mananjary, Tsaravary, Irondro) des Landes gemeldet. Auch von der Nachbarinsel La Reunion werden seit Oktober 2010 neue Fälle gemeldet. Diese Viruserkrankung wird von Mücken übertragen, ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und führt zu den typischen Symptomen einer schweren Viruserkrankung, in der Regel ohne tödlichen Ausgang. Die Inkubationszeit beträgt 2 bis 10 Tage. Ohne Vorzeichen treten vorrangig Fieber, starker (symmetrischer) Gelenkschmerz und schweres Krankheitsgefühl auf. Nach wenigen Tagen kommt es zum Fieberabfall und Auftreten eines Exanthems. Die Gelenkbeschwerden können monatelang, in Ausnahmefällen auch jahrelang fortbestehen. Sehr selten wird über eine gesteigerte Blutungsneigung oder ernste und vor allem neurologische Komplikationen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen berichtet; Letzteres in der Regel bei medizinisch vorbelasteten Personen oder Neugeborenen. Eine Impfung ist nicht möglich, der Schutz vor Mückenstichen ist die einzige prophylaktische Maßnahme (Repellentien, Kleidung, Verhalten etc.).
Rift Valley-Fieber (RVF)
Eine Epidemie wurde 2008 aus den Regionen Alaotra Mangoro, Analamanga, Itasy, der Provinz Fianarantsoa, Vakinakaratra und Anosy mit zahlreichen Erkrankungen und einigen Todesfällen gemeldet. Die Übertragung dieser Viruskrankheit erfolgt durch Mückenstich und Kontakt mit Körpersekreten infizierter Tiere (Kühe, Schafe, Kamele, Nagetiere). Neben grippeartigen 5 bis 8 Tagen dauernden Symptomen entwickeln ca. 0,5 % der Patienten Komplikationen: Hirnhautentzündung, Hämorrhagisches Fieber mit Zusammenbruch des Gerinnungssystems und inneren Blutungen, Entzündung des Hirn- u- Rückenmark, Meningoenzephalitis oder Netzhautläsionen. Eine kausale Behandlung ist nicht möglich, prophylaktischen Maßnahmen sind: Mückenschutz (Mücken vorwiegend tagaktiv), Meiden von engem Kontakt mit Schafen, Rindern, Kamelen, Ziegen (Viehmärkte, Schlachthöfe). Genuss von gut durchgebratenem Fleisch und aufbereiteter Milch (aus Supermärkten) ist weiterhin unbedenklich.
Dengue-Fieber
Die für den Raum Indischer Ozean bekannten Dengue-Epidemien sind in Madagaskar bisher wenig aufgetreten. Anfang 2006 kam es zu einer schwach ausgeprägten Dengue-Fieber-Epidemie in Toamasina (Tamatave), Mahajanga und Nosy Be.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land, insbesondere aber im westlichen Tiefland mit den Provinzen Toliara und Mahajanga. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Pest
Gelegentlich auftretende Fälle der Beulenpest (in den Provinzen Antananarivo, Antsiranana, Fianarantsoa, Mahajanga, Toamasina) werden im Allgemeinen von den Gesundheitsbehörden rasch unter Kontrolle gebracht. Das Auftreten der durch Rattenflöhe verbreiteten Krankheit erfolgt praktisch jährlich zum Beginn der Regenzeit in Madagaskar (ab Oktober). Wegen des mit Malaria verwandten Krankheitsbildes im Anfangsstadium (Fieber, Schüttelfrost) erfolgt die richtige Diagnose und Behandlung gerade in abgelegenen Gebieten verspätet. Grundlage für den Ausbruch der Pest ist die oft erbärmliche Hygienelage in den Armenvierteln und in ländlichen Regionen. Es besteht normalerweise kein Grund zur Besorgnis für Ausländer und Touristen. Pesterkrankungen von Ausländern sind in Madagaskar seit mehr als 60 Jahren nicht mehr vorgekommen.
Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine Giftschlangen. Dagegen kommen einige giftige Spinnen- und Skorpionarten und andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Frösche u.a.) vor. Wie allgemein in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt! Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete und Englisch sprechende Ärzte.
Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de
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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 04.01.2011

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 04.01.2011
(Unverändert gültig seit: 04.01.2011)

Aktuelle Hinweise
  • Die seit Ende Januar 2009 andauernde politische Krise ist bisher nicht gelöst. Eine Rückkehr zu politischer und wirtschaftlicher Stabilität gegenwärtig noch nicht abzusehen. Angesichts der bevorstehenden Wahltermine (Dezember 2010 bis Mai 2011) sind in der Hauptstadt Antananarivo politisch motivierte Demonstrationen, die u.U. auch in gewalttätige, bewaffnete Auseinandersetzungen münden können, jederzeit möglich. Es wird empfohlen, vor allem im Innenstadtbereich Antananarivos besondere Vorsicht walten zu lassen und Menschenansammlungen zu meiden.
  • In letzter Zeit ist ein deutlicher Anstieg der Kriminalität zu verzeichnen. Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - sind nicht auszuschließen. Betroffen ist auch hier die Hauptstadt Antananarivo und insbesondere das Stadtzentrum um Analekely und die Avenue de l'Indépendance.
  • Deutschen Staatsangehörigen, die sich länger in Madagaskar aufhalten, wird empfohlen, der B otschaft ihre Kontaktdaten zu übermitteln.
  • Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman angegriffen und gekapert. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.
    Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
Taschendiebstähle, aber auch bewaffnete Überfälle, haben in den letzten Monaten deutlich zugenommen. Ausländische Reisende, bei denen Geld oder Wertsachen vermutet werden, sind mittlerweile auch in Madagaskar vermehrt Ziel von Übergriffen.
Besondere Vorsicht ist geboten im Stadtzentrum von Antananarivo, in der Umgebung der Hotels und der von Ausländern bevorzugten Restaurants sowie generell bei Menschenansammlungen und an den Stationen der Überlandtaxis.
Auch Touristenziele können betroffen sein. Es gab bewaffnete Überfälle auf Touristen in Diego Suarez (Montagne des Francais), Tuléar, Morondava und Nosy Be.
Die Gewaltbereitschaft hat zugenommen.
Nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen abgeraten. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen - auch innerhalb von Hotels - verwendet werden.
Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird dringend angeraten, eine beglaubigte Kopie des Passes mit sich zu führen.
Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, zu jeder Zeit die Türen von innen zu verriegeln und die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall sichtbar im Wagen liegen.

Allgemeine Reiseinformationen
Madagaskar ist wegen seiner einzigartigen Flora und Fauna, seiner abwechslungsreichen Landschaften und Klimazonen ein interessantes Reiseziel. Die Touristenregionen und Nationalparks sind seit den Ausschreitungen im Februar 2009 von weiteren Unruhen verschont geblieben.
Sprache
Für Individualreisende sind französische oder idealerweise madagassische Sprachkenntnisse von großem Vorteil, da - vor allem in ländlichen Gebieten - nicht damit zu rechnen ist, dass die Bewohner Englisch oder Deutsch sprechen.
Reisen über Land/ Straßenverkehr
Das innermadagassische Flugnetz ist gut ausgebaut, wenngleich in der Folge der innenpolitischen Krise einige Flugverbindungen gestrichen wurden und Verspätungen nie auszuschließen sind.
Die Infrastruktur des Straßennetzes wurde in den letzten Jahren deutlich verbessert. Mittlerweile sind – ausgehend von Antananarivo – bis auf Fort Dauphin, die wichtigsten Küstenstädte auf Asphaltstraßen erreichbar.
Dennoch gibt es noch immer eine große Anzahl von nicht befestigten Straßen, die während der Regenzeit (Australsommer Dezember bis April) zum Teil nur bedingt oder gar nicht befahrbar sind sowie Regionen, die von der Außenwelt völlig abgeschnitten und lediglich zu Fuß oder mit dem Hubschrauber zu erreichen sind.
Auf den Hauptachsen kommt es seit kurzem vermehrt zu bewaffneten Überfällen, vor allem auf Überlandtaxis.
Es wird zur besonderen Vorsicht geraten. Nachtfahrten sollten auf jeden Fall vermieden werden.
Naturkatastrophen
Madagaskar wird zwischen Januar und April regelmäßig von zum Teil schweren Zyklonen und tropischen Wirbelstürmen heimgesucht. Vor allem betroffen sind die östlichen, westlichen und südwestlichen Küstenregionen.
Geldversorgung
In Antananarivo und den anderen großen Städten besteht die Möglichkeit zum Tausch von Bargeld (Euro/Dollar) und Travellerschecks bei Banken und Wechselstuben. Die Banken verfügen in der Regel über Geldautomaten, an denen mit der Visa-Karte Geld gezogen werden kann. Die Mastercard wird nur bei einer Bank, der BNI, akzeptiert. Eine Geldversorgung über EC-Karten (Maestro bzw.Cirrus) ist nicht möglich.
Größere Hotels, Restaurants, Geschäfte, Reisebüros und Fluggesellschaften sowie Supermärkte akzeptieren in der Regel die Visa-Karte. Manchmal wird ein Bankaufschlag von 3 % fällig.
Hotels und Kommunikation
In Antananarivo, den größeren Provinzstädten und in den Touristenregionen gibt es gute Hotels und kleinere korrekte Unterkünfte.
Als Folge der politischen Krise ist der Tourismus in Madagaskar allerdings eingebrochen. Einige Hotels und Gästehäuser mussten mittlerweile schließen. Individualreisenden wird empfohlen, vorab mit den ins Auge gefassten Unterkünften Kontakt aufzunehmen.
Das Mobilfunknetz ist sehr gut ausgebaut. Über die Anbieter Orange, Zain (ehemals Celtel) und den madagassischen Anbieter Telma sind alle großen Städte und auch viele ländliche Regionen erreichbar. Roaming funktioniert grundsätzlich. Es ist aber auch möglich, für einen Gegenwert von ca. 1,50 Euro eine lokale SIM-Karte zu erwerben – diese ermöglicht Telefonie und SMS mit Pre-Paid-Karte.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Grundsätzlich benötigen deutsche Staatsangehörige für die Einreise nach Madagaskar ein gebührenpflichtiges Visum (Kosten z.Zt. 50,- €), das vor Reiseantritt
  • von der madagassischen Botschaft in
    14612 Falkensee (Brandenburg)
    Seepromenade 92
    Tel.: 03322/2314-0
    Fax: 03322/2314-29
    E-Mail: info@botschaft-madagaskar.de
  • einem der madagassischen Honorarkonsulate,
  • oder bei Ankunft am Flughafen ausgestellt wird.
Aufgrund einer Sonderregelung zur Förderung des Tourismus erhalten Reisende, die sich bis zu 30 Tagen in Madagaskar aufhalten wollen, bis auf Weiteres sowohl bei der zuständigen madagassischen Auslandsvertretung als auch bei Einreise am Flughafen ein kostenfreies Visum.
Bei Visumerteilung am Flughafen werden für einen Aufenthalt von 30 bis 60 Tagen Gebühren i.H.v. 100.000,- Ariary (derzeit 45,- Euro), für einen Aufenthalt von 60 bis 90 Tagen 140.000,- Ariary (derzeit 60,- Euro) erhoben.
Es ist auf jeden Fall ein Rück- bzw. Weiterflugticket vorzulegen.
Hinweis:
Die Gebührensätze der madagassischen Auslandsvertretung www.botschaft-madagaskar.de müssen nicht zwingend mit den am Flughafen erhobenen Gebühren übereinstimmen.
Für Arbeits- und andere Aufenthalte von mehr als 90 Tagen (z.B. Praktika) ist es erforderlich, bereits bei der Einreise über ein sogenanntes „visa transformable“ zu verfügen, das ausschließlich bei einer madagassischen Auslandsvertretung erhältlich ist.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Vorläufiger Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Weitere Anmerkungen -
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) Ja, mit eigenem Passfotofoto, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Noch gültiger Ki nderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) Ja, mit eigenem Passfoto, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Weitere Anmerkungen Alleinreisende Minderjährige, die nicht in Madagaskar wohnhaft sind,sollten darüber hinaus auch eine amtlich beglaubigte Einverständnis-erklärung der Eltern/Erziehungsberechtigten in französischer Sprache mitführen.
Vergehen gegen die madagassischen Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen werden unnachgiebig geahndet. Es drohen hohe Geld- und ggfls. sogar Haftstrafen.

Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Devisen können in unbegrenzter Höhe ein- und ausgeführt werden, müssen aber ab einem Gegenwert von 7.500 Euro bei Einfuhr deklariert werden.
Aus Madagaskar dürfen bestimmte Edel- und Halbedelsteine, Versteinerungen und Fossilien nicht bzw. nicht ohne entsprechende Begleitpapiere ausgeführt werden.
Personen mit Wohnsitz außerhalb Madagaskars dürfen bis zu 1 kg Schmuck ausführen, wenn sie Nachweise über den Tausch von Devisen mindestens im Wert des Schmucks oder Kaufquittungen vorweisen können.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Für militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude) besteht striktes Fotografierverbot.
Verschiedene Orte sind ”fady”, d.h. für Ausländer tabu.
In Madagaskar wird Ehebruch mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet. Hinzu kommt ein Schadenersatzanspruch gegen die Täter. Dies gilt auch für Pädophilie.
Ein besonderes Augenmerk der madagassischen Justiz gilt „Sextouristen“. Sie werden in Madagaskar unnachgiebig verfolgt und müssen mit Freiheitsstrafen von 5-10 Jahren plus hoher Geldstrafe rechnen.
Da nicht auszuschließen ist, dass Ausländer gezielt in eine kompromittierende Situation gebracht werden sollen, ist beim Kontakt zu jungen Mädchen und Frauen besondere Vorsicht geboten.
Die Haftbedingungen in Madagaskar sind prekär (überfüllte Gefängnisse, mangelhafte Ernährung und nur rudimentäre medizinische Versorgung). Die Untersuchungshaft kann sich über Jahre hinziehen.
Die Ausfuhr von und der Handel mit bestimmten einheimischen Tier- und Pflanzenarten ist streng verboten (Lemuren, Schildkröten u.a.) und wird ebenfalls mit Haftstrafe geahndet.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. afrikanisches Festland) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe www.rki.de
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Polio, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Ein hohes Risiko besteht in den Küstenregionen und Regenwaldgebieten, ein mittleres Risiko in den Höhenlagen, im Landesinneren und in der Hauptstadt. Bei Aufenthalt in den Risikogebieten wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
  • ganztägig (siehe unten Chikungunya, Dengue.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS
ist im Lande ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
In den letzten Jahren sind Choleraerkrankungen nicht mehr aufgetreten, andere Durchfallerkrankungen kommen durchaus vor. Diese werden häufig durch unsauberes Trinkwasser ausgelöst.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selber Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Chikungunya-Fieber
Seit 2006 ist es immer wieder zu einer epidemieartigen Häufung von Chikungunya-Fieber gekommen. Seit dem Frühjahr 2010 werden erneut vermehrt laborchemisch nachgewiesene Fälle von der Ostküste (v.a. Mananjary, Tsaravary, Irondro) des Landes gemeldet. Auch von der Nachbarinsel La Reunion werden seit Oktober 2010 neue Fälle gemeldet. Diese Viruserkrankung wird von Mücken übertragen, ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und führt zu den typischen Symptomen einer schweren Viruserkrankung, in der Regel ohne tödlichen Ausgang. Die Inkubationszeit beträgt 2 bis 10 Tage. Ohne Vorzeichen treten vorrangig Fieber, starker (symmetrischer) Gelenkschmerz und schweres Krankheitsgefühl auf. Nach wenigen Tagen kommt es zum Fieberabfall und Auftreten eines Exanthems. Die Gelenkbeschwerden können monatelang, in Ausnahmefällen auch jahrelang fortbestehen. Sehr selten wird über eine gesteigerte Blutungsneigung oder ernste und vor allem neurologische Kompl ikationen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen berichtet; Letzteres in der Regel bei medizinisch vorbelasteten Personen oder Neugeborenen. Eine Impfung ist nicht möglich, der Schutz vor Mückenstichen ist die einzige prophylaktische Maßnahme (Repellentien, Kleidung, Verhalten etc.).
Rift Valley-Fieber (RVF)
Eine Epidemie wurde 2008 aus den Regionen Alaotra Mangoro, Analamanga, Itasy, der Provinz Fianarantsoa, Vakinakaratra und Anosy mit zahlreichen Erkrankungen und einigen Todesfällen gemeldet. Die Übertragung dieser Viruskrankheit erfolgt durch Mückenstich und Kontakt mit Körpersekreten infizierter Tiere (Kühe, Schafe, Kamele, Nagetiere). Neben grippeartigen 5 bis 8 Tagen dauernden Symptomen entwickeln ca. 0,5 % der Patienten Komplikationen: Hirnhautentzündung, Hämorrhagisches Fieber mit Zusammenbruch des Gerinnungssystems und inneren Blutungen, Entzündung des Hirn- u- Rückenmark, Meningoenzephalitis oder Netzhautläsionen. Eine kausale Behandlung ist nicht möglich, prophylaktischen Maßnahmen sind: Mückenschutz (Mücken vorwiegend tagaktiv), Meiden von engem Kontakt mit Schafen, Rindern, Kamelen, Ziegen (Viehmärkte, Schlachthöfe). Genuss von gut durchgebratenem Fleisch und aufbereiteter Milch (aus Supermärkten) ist weiterhin unbedenklich.
Dengue-Fieber
Die für den Raum Indischer Ozean bekannten Dengue-Epidemien sind in Madagaskar bisher wenig aufgetreten. Anfang 2006 kam es zu einer schwach ausgeprägten Dengue-Fieber-Epidemie in Toamasina (Tamatave), Mahajanga und Nosy Be.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land, insbesondere aber im westlichen Tiefland mit den Provinzen Toliara und Mahajanga. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Pest
Gelegentlich auftretende Fälle der Beulenpest (in den Provinzen Antananarivo, Antsiranana, Fianarantsoa, Mahajanga, Toamasina) werden im Allgemeinen von den Gesundheitsbehörden rasch unter Kontrolle gebracht. Das Auftreten der durch Rattenflöhe verbreiteten Krankheit erfolgt praktisch jährlich zum Beginn der Regenzeit in Madagaskar (ab Oktober). Wegen des mit Malaria verwandten Krankheitsbildes im Anfangsstadium (Fieber, Schüttelfrost) erfolgt die richtige Diagnose und Behandlung gerade in abgelegenen Gebieten verspätet. Grundlage für den Ausbruch der Pest ist die oft erbärmliche Hygienelage in den Armenvierteln und in ländlichen Regionen. Es besteht normalerweise kein Grund zur Besorgnis für Ausländer und Touristen. Pesterkrankungen von Ausländern sind in Madagaskar seit mehr als 60 Jahren nicht mehr vorgekommen.
Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine Giftschlangen. Dagegen kommen einige giftige Spinnen- und Skorpionarten und andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Frösche u.a.) vor. Wie allgemein in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt! Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete und Englisch sprechende Ärzte.
Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 07.06.2011

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 07.06.2011
(Unverändert gültig seit: 07.06.2011)

Aktuelle Hinweise
  • Die seit Ende Januar 2009 andauernde politische Krise ist bisher nicht gelöst. Eine Rückkehr zu politischer und wirtschaftlicher Stabilität gegenwärtig noch nicht abzusehen. In der Hauptstadt Antananarivo sind politisch motivierte Demonstrationen, die u.U. auch in gewalttätige, bewaffnete Auseinandersetzungen münden können, jederzeit möglich. Es wird empfohlen, vor allem im Innenstadtbereich Antananarivos besondere Vorsicht walten zu lassen und Menschenansammlungen zu meiden.
  • In letzter Zeit ist ein deutlicher Anstieg der Kriminalität zu verzeichnen. Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - kommen immer wieder vor. Insbesondere betroffen ist auch hier die Hauptstadt Antananarivo, vor allem das Stadtzentrum um Analekely und die Avenue de l'Indépendance. In den zurückliegenden Monaten wurden aber auch vermehrt Zwischenfälle aus anderen städtischen und touristisch frequentierten Ballungsgebieten vermeldet, insbesondere aus Tuléar und Manakara.
  • Deutschen Staatsangehörigen, die sich länger in Madagaskar aufhalten, wird empfohlen, der Botschaft ihre Kontaktdaten zu übermitteln.
  • Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman angegriffen und gekapert. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.
    Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
Taschendiebstähle, aber auch bewaffnete Überfälle, haben in den letzten Monaten deutlich zugenommen. Ausländische Reisende, bei denen Geld oder Wertsachen vermutet werden, sind mittlerweile auch in Madagaskar vermehrt Ziel von Übergriffen.
Besondere Vorsicht ist geboten im Stadtzentrum von Antananarivo (Gebiete um Analakely / Avenue de l'Indépendance, Behohirika), in der Umgebung der Hotels und der von Ausländern bevorzugten Restaurants sowie generell bei Menschenansammlungen und an den Stationen der Überlandtaxis (taxis brousse).
In den zurückliegenden Monaten wurden zudem auch vermehrt kriminelle Zwischenfälle aus Touristenzielen vermeldet. Hierbei sind insbesondere städtisch geprägte und touristisch frequentierte Ballungsgebiete an den Küsten Madagaskars betroffen. Es wurden bewaffnete Raubüberfälle aus den Städten Antsiranana (Diego-Suarez), Tuléar, Morondava und Manakara sowie den Urlaubsinseln Nosy Be und Sainte Marie gemeldet.
Die Gewaltbereitschaft hat insgesamt zugenommen.
Nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen abgeraten. Es wird eindringlich empfohlen, abends und nachts auf Taxis zurückzugreifen. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen - auch innerhalb von Hotels - verwendet werden.
Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo, zunehmend aber auch in den touristisch frequentierten Küstenstädten, finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird aus diesem Grund dringend geraten, eine beglaubigte Kopie des Passes (einschl. der Seite mit dem Visum für Madagaskar) mit sich zu führen.
Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, zu jeder Tages- und Nachtzeit die Türen von innen zu verriegeln und die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall sichtbar im Wagen liegen.

Allgemeine Reiseinformationen
Madagaskar ist wegen seiner einzigartigen Flora und Fauna, seiner abwechslungsreichen Landschaften und Klimazonen ein interessantes Reiseziel. Die Touristenregionen und Nationalparks sind seit den Ausschreitungen im Februar 2009 von weiteren Unruhen verschont geblieben.
Sprache
Für Individualreisende sind französische oder idealerweise madagassische Sprachkenntnisse von großem Vorteil, da - vor allem in ländlichen Gebieten - nicht damit zu rechnen ist, dass die Bewohner Englisch oder Deutsch sprechen.
Reisen über Land/ Straßenverkehr
Das innermadagassische Flugnetz ist recht dicht, allerdings kommt es aufgrund von wirtschaftlichen Problemen der nationalen Fluggesellschaft Air Madagascar immer wieder zu Annullierungen und, teilweise massiven, Verspätungen von Inlandsflugverbindungen.
Zudem ist der Betrieb der Fluggesellschaft Air Madagascar in der Europäischen Union seit dem 20.04.2010 wegen Sicherheitsmängeln Beschränkungen unterworfen. Derzeit sichert Air Madagascar seine Verbindungen in die EU (Paris und Marseille) mit Hilfe von Chartermaschinen der Fluggesellschaft Air Italy.
Reisenden wird empfohlen, bei ihrer betreffenden (Reise-)Kranken- und Rückholversicherung zu erfragen, ob sich bei Benutzung von Air Madagascar-Flügen für innermadagassische Verbindungen versicherungstechnische Einschränkungen ergeben.
Die Infrastruktur des Straßennetzes wurde in den letzten Jahren deutlich verbessert. Mittlerweile sind – ausgehend von Antananarivo – bis auf Fort Dauphin, die wichtigsten Küstenstädte auf Asphaltstraßen erreichbar.
Dennoch gibt es noch immer eine große Anzahl von nicht befestigten Straßen, die während der Regenzeit (Australsommer Dezember bis April) zum Teil nur bedingt oder gar nicht befahrbar sind sowie Regionen, die von der Außenwelt völlig abgeschnitten und lediglich zu Fuß oder mit dem Hubschrauber zu erreichen sind.
Auf den Hauptachsen kommt es seit einigen Monaten vermehrt zu bewaffneten Überfällen, vor allem auf Überlandtaxis, aber auch auf LKW sowie private Geländewagen. Betroffen waren in den vergangenen Monaten im Prinzip alle wichtigen Hauptverkehrsachsen: die Route Nationale 1 (Richtung Westen: Ampefy, Tsiroanomandidy), die Route Nationale 2 (Richtung Osten: Moramanga, Andasibe, Toamasina) und auch die Route Nationale 7 (Richtung Süden: Antsirabe, Fianarantsoa, Tuléar).
Es wird zur besonderen Vorsicht geraten. Nachtfahrten sollten unbedingt vermieden werden.
Naturkatastrophen
Madagaskar wird zwischen Januar und April regelmäßig von zum Teil schweren Zyklonen und tropischen Wirbelstürmen heimgesucht. Vor allem betroffen sind die östlichen, westlichen und südwestlichen Küstenregionen.
Geldversorgung
In Antananarivo und den anderen großen Städten besteht die Möglichkeit zum Tausch von Bargeld (Euro/Dollar) und Travellerschecks bei Banken und Wechselstuben. Die Banken verfügen in der Regel über Geldautomaten, an denen mit der Visa-Karte Geld gezogen werden kann. Die Mastercard wird nur bei einer Bank, der BNI, akzeptiert. Eine Geldversorgung über EC-Karten (Maestro bzw.Cirrus) ist nicht möglich.
Größere Hotels, Restaurants, Geschäfte, Reisebüros und Fluggesellschaften sowie Supermärkte akzeptieren in der Regel die Visa-Karte. Manchmal wird ein Bankaufschlag von 3 % fällig.
Hotels und Kommunikation
In Antananarivo, den größeren Provinzstädten und in den Touristenregionen gibt es akzeptable Hotels und kleinere korrekte Unterkünfte.
Als Folge der politischen Krise ist der Tourismus in Madagaskar allerdings eingebrochen. Einige Hotels und Gästehäuser mussten mittlerweile schließen. Individualreisenden wird empfohlen, vorab mit den ins Auge gefassten Unterkünften Kontakt aufzunehmen.
Das Mobilfunknetz ist sehr gut ausgebaut. Über die Anbieter Orange, Airtel (ehemals Zain, davor Celtel) und den madagassischen Anbieter Telma sind alle großen Städte und auch viele ländliche Regionen erreichbar. Roaming funktioniert grundsätzlich. Es ist aber auch möglich, für einen Gegenwert von ca. 1,50 Euro eine lokale SIM-Karte zu erwerben – diese ermöglicht Telefonie und SMS mit Pre-Paid-Karte.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Grundsätzlich benötigen deutsche Staatsangehörige für die Einreise nach Madagaskar ein gebührenpflichtiges Visum (Kosten z.Zt. 50,- €), das vor Reiseantritt[/list][*]von der madagassischen Botschaft in
14612 Falkensee (Brandenburg)
Seepromenade 92
Tel.: 03322/2314-0
Fax: 03322/2314-29
E-Mail: info@botschaft-madagaskar.de
[*]einem der madagassischen Honorarkonsulate in Deutschland
[*]oder bei Ankunft am Flughafen ausgestellt wird.[/list]Aufgrund einer Sonderregelung zur Förderung des Tourismus erhalten Reisende, die sich bis zu 30 Tagen in Madagaskar aufhalten wollen, bis auf Weiteres sowohl bei der zuständigen madagassischen Auslandsvertretung als auch bei Einreise am Flughafen ein kostenfreies Visum.
Bei Visumerteilung am Flughafen werden für einen Aufenthalt von 30 bis 60 Tagen Gebühren i.H.v. 100.000,- Ariary (derzeit 45,- Euro), für einen Aufenthalt von 60 bis 90 Tagen 140.000,- Ariary (derzeit 60,- Euro) erhoben.
Es ist auf jeden Fall ein Rück- bzw. Weiterflugticket vorzulegen.
Hinweis:
Die Gebührensätze der madagassischen Auslandsvertretung www.botschaft-madagaskar.de müssen nicht zwingend mit den am Flughafen erhobenen Gebühren übereinstimmen.
Für Arbeits- und andere Aufenthalte von mehr als 90 Tagen (z.B. Praktika) ist es zwingend erforderlich, bereits bei der Einreise über ein sogenanntes „visa transformable“ zu verfügen, das ausschließlich bei einer madagassischen Auslandsvertretung erhältlich ist.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Vorläufiger Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Weitere Anmerkungen -
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) Ja, mit eigenem Passfotofoto, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Noch gültiger Ki nderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) Ja, mit eigenem Passfoto, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Weitere Anmerkungen Alleinreisende Minderjährige, die nicht in Madagaskar wohnhaft sind,sollten darüber hinaus auch eine amtlich beglaubigte Einverständnis-erklärung der Eltern/Erziehungsberechtigten in französischer Sprache mitführen.
Vergehen gegen die madagassischen Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen werden unnachgiebig geahndet. Es drohen hohe Geld- und ggfls. sogar Haftstrafen.

Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Devisen können in unbegrenzter Höhe ein- und ausgeführt werden, müssen aber ab einem Gegenwert von 7.500 Euro bei Einfuhr deklariert werden.
Aus Madagaskar dürfen bestimmte Edel- und Halbedelsteine, Versteinerungen und Fossilien nicht bzw. nicht ohne entsprechende Begleitpapiere ausgeführt werden.
Personen mit Wohnsitz außerhalb Madagaskars dürfen bis zu 1 kg Schmuck ausführen, wenn sie Nachweise über den Tausch von Devisen mindestens im Wert des Schmucks oder Kaufquittungen vorweisen können.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Für militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude) besteht striktes Fotografierverbot.
Verschiedene Orte sind ”fady”, d.h. (für Ausländer) mit bestimmten, dem Brauchtum entspringenden Beschränkungen belegt oder teilweise auch völlig tabu. In Zweifelsfällen wird empfohlen, sich bei ortskundigen Personen über gegebenenfalls bestehende „Fadys“ zu informieren.
In Madagaskar wird Ehebruch mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet. Hinzu kommt ein Schadenersatzanspruch gegen die Täter. Dies gilt auch für Pädophilie.
Ein besonderes Augenmerk der madagassischen Justiz gilt „Sextouristen“. Sie werden in Madagaskar unnachgiebig verfolgt und müssen mit Freiheitsstrafen von 5-10 Jahren plus hoher Geldstrafe rechnen.
Da nicht auszuschließen ist, dass Ausländer gezielt in eine kompromittierende Situation gebracht werden sollen, ist beim Kontakt zu jungen Mädchen und Frauen besondere Vorsicht geboten.
Die Haftbedingungen in Madagaskar sind äußerst schwierig (prekäre sanitäre/hygienische Verhältnisse, überfüllte Gefängnisse, mangelhafte bis nicht existente Versorgung von Häftlingen und nur rudimentäre medizinische Versorgung). Untersuchungshaft kann sich über Jahre hinziehen.
Die Ausfuhr von und der Handel mit bestimmten einheimischen Tier- und Pflanzenarten ist streng verboten (Lemuren, Schildkröten u.a.) und wird ebenfalls mit Haftstrafe geahndet.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. afrikanisches Festland) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe www.rki.de
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Polio, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Ein hohes Risiko besteht in den Küstenregionen und Regenwaldgebieten, ein mittleres Risiko in den Höhenlagen, im Landesinneren und in der Hauptstadt. Bei Aufenthalt in den Risikogebieten wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
  • ganztägig (siehe unten Chikungunya, Dengue.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS
ist im Lande ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
In den letzten Jahren sind Choleraerkrankungen nicht mehr aufgetreten, andere Durchfallerkrankungen kommen durchaus vor. Diese werden häufig durch unsauberes Trinkwasser ausgelöst.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selber Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Chikungunya-Fieber
Seit 2006 ist es immer wieder zu einer epidemieartigen Häufung von Chikungunya-Fieber gekommen. Seit dem Frühjahr 2010 werden erneut vermehrt laborchemisch nachgewiesene Fälle von der Ostküste (v.a. Mananjary, Tsaravary, Irondro) des Landes gemeldet. Auch von der Nachbarinsel La Reunion werden seit Oktober 2010 neue Fälle gemeldet. Diese Viruserkrankung wird von Mücken übertragen, ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und führt zu den typischen Symptomen einer schweren Viruserkrankung, in der Regel ohne tödlichen Ausgang. Die Inkubationszeit beträgt 2 bis 10 Tage. Ohne Vorzeichen treten vorrangig Fieber, starker (symmetrischer) Gelenkschmerz und schweres Krankheitsgefühl auf. Nach wenigen Tagen kommt es zum Fieberabfall und Auftreten eines Exanthems. Die Gelenkbeschwerden können monatelang, in Ausnahmefällen auch jahrelang fortbestehen. Sehr selten wird über eine gesteigerte Blutungsneigung oder ernste und vor allem neurologische Kompl ikationen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen berichtet; Letzteres in der Regel bei medizinisch vorbelasteten Personen oder Neugeborenen. Eine Impfung ist nicht möglich, der Schutz vor Mückenstichen ist die einzige prophylaktische Maßnahme (Repellentien, Kleidung, Verhalten etc.).
Rift Valley-Fieber (RVF)
Eine Epidemie wurde 2008 aus den Regionen Alaotra Mangoro, Analamanga, Itasy, der Provinz Fianarantsoa, Vakinakaratra und Anosy mit zahlreichen Erkrankungen und einigen Todesfällen gemeldet. Die Übertragung dieser Viruskrankheit erfolgt durch Mückenstich und Kontakt mit Körpersekreten infizierter Tiere (Kühe, Schafe, Kamele, Nagetiere). Neben grippeartigen 5 bis 8 Tagen dauernden Symptomen entwickeln ca. 0,5 % der Patienten Komplikationen: Hirnhautentzündung, Hämorrhagisches Fieber mit Zusammenbruch des Gerinnungssystems und inneren Blutungen, Entzündung des Hirn- u- Rückenmark, Meningoenzephalitis oder Netzhautläsionen. Eine kausale Behandlung ist nicht möglich, prophylaktischen Maßnahmen sind: Mückenschutz (Mücken vorwiegend tagaktiv), Meiden von engem Kontakt mit Schafen, Rindern, Kamelen, Ziegen (Viehmärkte, Schlachthöfe). Genuss von gut durchgebratenem Fleisch und aufbereiteter Milch (aus Supermärkten) ist weiterhin unbedenklich.
Dengue-Fieber
Die für den Raum Indischer Ozean bekannten Dengue-Epidemien sind in Madagaskar bisher wenig aufgetreten. Anfang 2006 kam es zu einer schwach ausgeprägten Dengue-Fieber-Epidemie in Toamasina (Tamatave), Mahajanga und Nosy Be.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land, insbesondere aber im westlichen Tiefland mit den Provinzen Toliara und Mahajanga. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Pest
Die Pest, eine durch den Rattenfloh übertragene v.a. Lungeninfektion, ist im zentralen Hochland von Madagaskar seit 1921 endemisch. Die letzten größeren Ausbrüche gab es u.a. 1990 (ca. 1000 Patienten) und 1996 (ca. 1600 Patienten). Gelegentlich auftretende Fälle der Beulenpest (in den Provinzen Antananarivo, Antsiranana, Fianarantsoa, Mahajanga, Toamasina) werden im Allgemeinen von den Gesundheitsbehörden rasch unter Kontrolle gebracht. Das Auftreten der durch Rattenflöhe verbreiteten Krankheit erfolgt praktisch jährlich zum Beginn der Regenzeit in Madagaskar (ab Oktober). Wegen des mit Malaria verwandten Krankheitsbildes im Anfangsstadium (Fieber, Schüttelfrost) erfolgt die richtige Diagnose und Behandlung gerade in abgelegenen Gebieten verspätet. Grundlage für den Ausbruch der Pest ist die oft erbärmliche Hygienelage in den Armenvierteln und in ländlichen Regionen.
Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine Giftschlangen. Dagegen kommen einige giftige Spinnen- und Skorpionarten und andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Frösche u.a.) vor. Wie allgemein in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt! Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete und Englisch sprechende Ärzte.
Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 19.10.2011

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 19.10.2011
(Unverändert gültig seit: 19.10.2011)

Letzte Änderung:
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige - Visum


Aktuelle Hinweise
  • Die seit Ende Januar 2009 andauernde politische Krise ist bisher nicht gelöst. Eine Rückkehr zu politischer und wirtschaftlicher Stabilität gegenwärtig noch nicht abzusehen. In der Hauptstadt Antananarivo sind politisch motivierte Demonstrationen, die u.U. auch in gewalttätige, bewaffnete Auseinandersetzungen münden können, jederzeit möglich. Es wird empfohlen, vor allem im Innenstadtbereich Antananarivos besondere Vorsicht walten zu lassen und Menschenansammlungen zu meiden.
  • In letzter Zeit ist ein deutlicher Anstieg der Kriminalität zu verzeichnen. Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - kommen immer wieder vor. Insbesondere betroffen ist auch hier die Hauptstadt Antananarivo, vor allem das Stadtzentrum um Analekely und die Avenue de l'Indépendance. In den zurückliegenden Monaten wurden aber auch vermehrt Zwischenfälle aus anderen städtischen und touristisch frequentierten Ballungsgebieten vermeldet, insbesondere aus Tuléar und Manakara.
  • Deutschen Staatsangehörigen, die sich länger in Madagaskar aufhalten, wird empfohlen, der Botschaft ihre Kontaktdaten zu übermitteln.
  • Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman angegriffen und gekapert. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.
    Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter http://www.mschoa.org dringend empfohlen.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
Taschendiebstähle, aber auch bewaffnete Überfälle, haben in den letzten Monaten deutlich zugenommen. Ausländische Reisende, bei denen Geld oder Wertsachen vermutet werden, sind mittlerweile auch in Madagaskar vermehrt Ziel von Übergriffen.
Besondere Vorsicht ist geboten im Stadtzentrum von Antananarivo (Gebiete um Analakely / Avenue de l'Indépendance, Behoririka), in der Umgebung der Hotels und der von Ausländern bevorzugten Restaurants sowie generell bei Menschenansammlungen und an den Stationen der Überlandtaxis (taxis brousse).
In den zurückliegenden Monaten wurden zudem auch vermehrt kriminelle Zwischenfälle aus Touristenzielen vermeldet. Hierbei sind insbesondere städtisch geprägte und touristisch frequentierte Ballungsgebiete an den Küsten Madagaskars betroffen. Es wurden bewaffnete Raubüberfälle aus den Städten Antsiranana (Diego-Suarez), Tuléar, Morondava und Manakara sowie den Urlaubsinseln Nosy Be und Sainte Marie gemeldet.
Die Gewaltbereitschaft hat insgesamt zugenommen.
Nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen abgeraten. Es wird eindringlich empfohlen, abends und nachts auf Taxis zurückzugreifen. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen - auch innerhalb von Hotels - verwendet werden.
Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo, zunehmend aber auch in den touristisch frequentierten Küstenstädten, finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird aus diesem Grund dringend geraten, eine beglaubigte Kopie des Passes (einschl. der Seite mit dem Visum für Madagaskar) mit sich zu führen.
Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, zu jeder Tages- und Nachtzeit die Türen von innen zu verriegeln und die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall sichtbar im Wagen liegen.

Allgemeine Reiseinformationen
Madagaskar ist wegen seiner einzigartigen Flora und Fauna, seiner abwechslungsreichen Landschaften und Klimazonen ein interessantes Reiseziel. Die Touristenregionen und Nationalparks sind seit den Ausschreitungen im Februar 2009 von weiteren Unruhen verschont geblieben.
Sprache
Für Individualreisende sind französische oder idealerweise madagassische Sprachkenntnisse von großem Vorteil, da - vor allem in ländlichen Gebieten - nicht damit zu rechnen ist, dass die Bewohner Englisch oder Deutsch sprechen.
Reisen über Land/ Straßenverkehr
Das innermadagassische Flugnetz ist recht dicht, allerdings kommt es aufgrund von wirtschaftlichen Problemen der nationalen Fluggesellschaft Air Madagascar immer wieder zu Annullierungen und, teilweise massiven, Verspätungen von Inlandsflugverbindungen.
Zudem ist der Betrieb der Fluggesellschaft Air Madagascar in der Europäischen Union seit dem 20.04.2010 wegen Sicherheitsmängeln Beschränkungen unterworfen. Derzeit sichert Air Madagascar seine Verbindungen in die EU (Paris und Marseille) mit Hilfe von Chartermaschinen der der portugiesischen Charter-Fluggesellschaft euroAtlantic Airways.
Reisenden wird empfohlen, bei ihrer betreffenden (Reise-)Kranken- und Rückholversicherung zu erfragen, ob sich bei Benutzung von Air Madagascar-Flügen für innermadagassische Verbindungen versicherungstechnische Einschränkungen ergeben.
Die Infrastruktur des Straßennetzes wurde in den letzten Jahren deutlich verbessert. Mittlerweile sind – ausgehend von Antananarivo – bis auf Fort Dauphin, die wichtigsten Küstenstädte auf Asphaltstraßen erreichbar.
Dennoch gibt es noch immer eine große Anzahl von nicht befestigten Straßen, die während der Regenzeit (Australsommer Dezember bis April) zum Teil nur bedingt oder gar nicht befahrbar sind sowie Regionen, die von der Außenwelt völlig abgeschnitten und lediglich zu Fuß oder mit dem Hubschrauber zu erreichen sind.
Auf den Hauptachsen kommt es seit einigen Monaten vermehrt zu bewaffneten Überfällen, vor allem auf Überlandtaxis, aber auch auf LKW sowie private Geländewagen. Betroffen waren in den vergangenen Monaten im Prinzip alle wichtigen Hauptverkehrsachsen: die Route Nationale 1 (Richtung Westen: Ampefy, Tsiroanomandidy), die Route Nationale 2 (Richtung Osten: Moramanga, Andasibe, Toamasina) und auch die Route Nationale 7 (Richtung Süden: Antsirabe, Fianarantsoa, Tuléar).
Es wird zur besonderen Vorsicht geraten. Nachtfahrten sollten unbedingt vermieden werden.
Naturkatastrophen
Madagaskar wird zwischen Januar und April regelmäßig von zum Teil schweren Zyklonen und tropischen Wirbelstürmen heimgesucht. Vor allem betroffen sind die östlichen, westlichen und südwestlichen Küstenregionen.
Geldversorgung
In Antananarivo und den anderen großen Städten besteht die Möglichkeit zum Tausch von Bargeld (Euro/Dollar) und Travellerschecks bei Banken und Wechselstuben. Die Banken verfügen in der Regel über Geldautomaten, an denen mit der Visa-Karte Geld gezogen werden kann. Die Mastercard wird nur bei einer Bank, der BNI, akzeptiert. Eine Geldversorgung über EC-Karten (Maestro bzw.Cirrus) ist nicht möglich.
Größere Hotels, Restaurants, Geschäfte, Reisebüros und Fluggesellschaften sowie Supermärkte akzeptieren in der Regel die Visa-Karte. Manchmal wird ein Bankaufschlag von 3 % fällig.
Hotels und Kommunikation
In Antananarivo, den größeren Provinzstädten und in den Touristenregionen gibt es akzeptable Hotels und kleinere korrekte Unterkünfte.
Als Folge der politischen Krise ist der Tourismus in Madagaskar allerdings eingebrochen. Einige Hotels und Gästehäuser mussten mittlerweile schließen. Individualreisenden wird empfohlen, vorab mit den ins Auge gefassten Unterkünften Kontakt aufzunehmen.
Das Mobilfunknetz ist sehr gut ausgebaut. Über die Anbieter Orange, Airtel (ehemals Zain, davor Celtel) und den madagassischen Anbieter Telma sind alle großen Städte und auch viele ländliche Regionen erreichbar. Roaming funktioniert grundsätzlich. Es ist aber auch möglich, für einen Gegenwert von ca. 1,50 Euro eine lokale SIM-Karte zu erwerben – diese ermöglicht Telefonie und SMS mit Pre-Paid-Karte.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Kurzaufenthalte (bis zu 90 Tagen):
Grundsätzlich benötigen deutsche Staatsangehörige für die Einreise nach Madagaskar ein gebührenpflichtiges Visum, das bei Ankunft am internationalen Flughafen von Antananarivo-Ivato, aber auch an allen anderen Flughäfen mit internationalen Verbindungen (Nosy Be, Antsiranana, Toamasina, Tuléar, etc.) ausgestellt wird.
Aufgrund einer Sonderregelung zur Förderung des Tourismus erhalten Reisende, die sich bis zu 30 Tagen in Madagaskar aufhalten wollen, bis auf weiteres ein kostenfreies Visum.
Die Visumgebühr bei einem Aufenthalt von 30 bis 60 Tagen beträgt zur Zeit 100.000,- Ariary (derzeit 45,- Euro), für einen Aufenthalt von 60 bis 90 Tagen werden 140.000,- Ariary (derzeit 60,- Euro) erhoben. Die Visumgebühr kann bei Ankunft an einem der internationalen Flughäfen Madagaskars auch in Euro oder in US-Dollar entrichtet werden
Darüber hinaus ist in jeden Fall ein Rück- bzw. Weiterflugticket vorzulegen.
Von der Beantragung von Kurzzeitvisa direkt bei der madagassischen Auslandsvertretung kann aufgrund der oben geschilderten Regelung abgesehen werden. Zu Voraussetzungen für die Erteilung von Kurzzeitvisa durch die madagassische Auslandsvertretung können aufgrund von häufigen Verfahrensänderungen und fehlender Transparenz keine Angaben gemacht werden.
Langfristige Aufenthalte (mehr als 90 Tage)
Für Arbeits- und andere Aufenthalte von mehr als 90 Tagen (z.B. Praktika) ist es zwingend erforderlich, bereits bei der Einreise über ein sogenanntes „visa transformable“ zu verfügen, das ausschließlich bei einer madagassischen Auslandsvertretung erhältlich ist.
Die Kontaktdaten der madagassischen Botschaft in Deutschland lauten:
Seepromenade 92
14612 Falkensee (Brandenburg)
Tel.: (03322) 2314 0
Fax: (03322) 2314 29
E-Mail: info@botschaft-madagaskar.de
Das für langfristige Aufenthalte erforderliche und vor der Einreise einzuholende „visa transformable“ kann auch bei einem der Honorarkonsulate Madagaskars in Deutschland beantragt werden.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Vorläufiger Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Weitere Anmerkungen -
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) Ja, mit eigenem Passfotofoto, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Noch gültiger Ki nderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) Ja, mit eigenem Passfoto, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Weitere Anmerkungen Alleinreisende Minderjährige, die nicht in Madagaskar wohnhaft sind,sollten darüber hinaus auch eine amtlich beglaubigte Einverständnis-erklärung der Eltern/Erziehungsberechtigten in französischer Sprache mitführen.
Vergehen gegen die madagassischen Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen werden unnachgiebig geahndet. Es drohen hohe Geld- und ggfls. sogar Haftstrafen.
Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes klären. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Devisen können in unbegrenzter Höhe ein- und ausgeführt werden, müssen aber ab einem Gegenwert von 7.500 Euro bei Einfuhr deklariert werden.
Aus Madagaskar dürfen bestimmte Edel- und Halbedelsteine, Versteinerungen und Fossilien nicht bzw. nicht ohne entsprechende Begleitpapiere ausgeführt werden.
Personen mit Wohnsitz außerhalb Madagaskars dürfen bis zu 1 kg Schmuck ausführen, wenn sie Nachweise über den Tausch von Devisen mindestens im Wert des Schmucks oder Kaufquittungen vorweisen können.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Für militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude) besteht striktes Fotografierverbot.
Verschiedene Orte sind ”fady”, d.h. (für Ausländer) mit bestimmten, dem Brauchtum entspringenden Beschränkungen belegt oder teilweise auch völlig tabu. In Zweifelsfällen wird empfohlen, sich bei ortskundigen Personen über gegebenenfalls bestehende „Fadys“ zu informieren.
In Madagaskar wird Ehebruch mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet. Hinzu kommt ein Schadenersatzanspruch gegen die Täter. Dies gilt auch für Pädophilie.
Ein besonderes Augenmerk der madagassischen Justiz gilt „Sextouristen“. Sie werden in Madagaskar unnachgiebig verfolgt und müssen mit Freiheitsstrafen von 5-10 Jahren plus hoher Geldstrafe rechnen.
Da nicht auszuschließen ist, dass Ausländer gezielt in kompromittierende Situationen gebracht werden sollen, ist beim Kontakt zu jungen Mädchen und Frauen besondere Vorsicht geboten.
Die Haftbedingungen in Madagaskar sind äußerst schwierig (prekäre sanitäre/hygienische Verhältnisse, überfüllte Gefängnisse, mangelhafte bis nicht existente Versorgung von Häftlingen und nur rudimentäre medizinische Versorgung). Untersuchungshaft kann sich über Jahre hinziehen.
Die Ausfuhr von und der Handel mit bestimmten einheimischen Tier- und Pflanzenarten ist streng verboten (Lemuren, Schildkröten u.a.) und wird ebenfalls mit Haftstrafe geahndet.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. afrikanisches Festland) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe http://www.rki.de
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Polio, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Ein hohes Risiko besteht in den Küstenregionen und Regenwaldgebieten, ein mittleres Risiko in den Höhenlagen, im Landesinneren und in der Hauptstadt. Bei Aufenthalt in den Risikogebieten wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
  • ganztägig (siehe unten Chikungunya, Dengue.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS
ist im Lande ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
In den letzten Jahren sind Choleraerkrankungen nicht mehr aufgetreten, andere Durchfallerkrankungen kommen durchaus vor. Diese werden häufig durch unsauberes Trinkwasser ausgelöst.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selber Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Chikungunya-Fieber
Seit 2006 ist es immer wieder zu einer epidemieartigen Häufung von Chikungunya-Fieber gekommen. Seit dem Frühjahr 2010 werden erneut vermehrt laborchemisch nachgewiesene Fälle von der Ostküste (v.a. Mananjary, Tsaravary, Irondro) des Landes gemeldet. Auch von der Nachbarinsel La Reunion werden seit Oktober 2010 neue Fälle gemeldet. Diese Viruserkrankung wird von Mücken übertragen, ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und führt zu den typischen Symptomen einer schweren Viruserkrankung, in der Regel ohne tödlichen Ausgang. Die Inkubationszeit beträgt 2 bis 10 Tage. Ohne Vorzeichen treten vorrangig Fieber, starker (symmetrischer) Gelenkschmerz und schweres Krankheitsgefühl auf. Nach wenigen Tagen kommt es zum Fieberabfall und Auftreten eines Exanthems. Die Gelenkbeschwerden können monatelang, in Ausnahmefällen auch jahrelang fortbestehen. Sehr selten wird über eine gesteigerte Blutungsneigung oder ernste und vor allem neurologische Kompl ikationen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen berichtet; Letzteres in der Regel bei medizinisch vorbelasteten Personen oder Neugeborenen. Eine Impfung ist nicht möglich, der Schutz vor Mückenstichen ist die einzige prophylaktische Maßnahme (Repellentien, Kleidung, Verhalten etc.).
Rift Valley-Fieber (RVF)
Eine Epidemie wurde 2008 aus den Regionen Alaotra Mangoro, Analamanga, Itasy, der Provinz Fianarantsoa, Vakinakaratra und Anosy mit zahlreichen Erkrankungen und einigen Todesfällen gemeldet. Die Übertragung dieser Viruskrankheit erfolgt durch Mückenstich und Kontakt mit Körpersekreten infizierter Tiere (Kühe, Schafe, Kamele, Nagetiere). Neben grippeartigen 5 bis 8 Tagen dauernden Symptomen entwickeln ca. 0,5 % der Patienten Komplikationen: Hirnhautentzündung, Hämorrhagisches Fieber mit Zusammenbruch des Gerinnungssystems und inneren Blutungen, Entzündung des Hirn- u- Rückenmark, Meningoenzephalitis oder Netzhautläsionen. Eine kausale Behandlung ist nicht möglich, prophylaktischen Maßnahmen sind: Mückenschutz (Mücken vorwiegend tagaktiv), Meiden von engem Kontakt mit Schafen, Rindern, Kamelen, Ziegen (Viehmärkte, Schlachthöfe). Genuss von gut durchgebratenem Fleisch und aufbereiteter Milch (aus Supermärkten) ist weiterhin unbedenklich.
Dengue-Fieber
Die für den Raum Indischer Ozean bekannten Dengue-Epidemien sind in Madagaskar bisher wenig aufgetreten. Anfang 2006 kam es zu einer schwach ausgeprägten Dengue-Fieber-Epidemie in Toamasina (Tamatave), Mahajanga und Nosy Be.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land, insbesondere aber im westlichen Tiefland mit den Provinzen Toliara und Mahajanga. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Pest
Die Pest, eine durch den Rattenfloh übertragene v.a. Lungeninfektion, ist im zentralen Hochland von Madagaskar seit 1921 endemisch. Die letzten größeren Ausbrüche gab es u.a. 1990 (ca. 1000 Patienten) und 1996 (ca. 1600 Patienten). Gelegentlich auftretende Fälle der Beulenpest (in den Provinzen Antananarivo, Antsiranana, Fianarantsoa, Mahajanga, Toamasina) werden im Allgemeinen von den Gesundheitsbehörden rasch unter Kontrolle gebracht. Das Auftreten der durch Rattenflöhe verbreiteten Krankheit erfolgt praktisch jährlich zum Beginn der Regenzeit in Madagaskar (ab Oktober). Wegen des mit Malaria verwandten Krankheitsbildes im Anfangsstadium (Fieber, Schüttelfrost) erfolgt die richtige Diagnose und Behandlung gerade in abgelegenen Gebieten verspätet. Grundlage für den Ausbruch der Pest ist die oft erbärmliche Hygienelage in den Armenvierteln und in ländlichen Regionen.
Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine Giftschlangen. Dagegen kommen einige giftige Spinnen- und Skorpionarten und andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Frösche u.a.) vor. Wie allgemein in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt! Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete und Englisch sprechende Ärzte.
Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, beispielsweise http://www.dtg.org oder http://www.frm-web.de
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 20.02.2012

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 20.02.2012
(Unverändert gültig seit: 20.02.2012)

Letzte Änderung:
Landesspezifische Sicherheitshinweise


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Die seit Ende Januar 2009 andauernde politische Krise ist bisher nicht gelöst. Eine Rückkehr zu politischer und wirtschaftlicher Stabilität gegenwärtig noch nicht abzusehen. In der Hauptstadt Antananarivo sind politisch motivierte Demonstrationen, die unter Umständen auch in gewalttätige, bewaffnete Auseinandersetzungen münden können, jederzeit möglich. Es wird empfohlen, vor allem im Innenstadtbereich Antananarivos besondere Vorsicht walten zu lassen und Menschenansammlungen zu meiden.
Piraterie auf hoher See
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman angegriffen und gekapert. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.
Kriminalität
Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - kommen immer wieder vor. Insbesondere betroffen ist vor allem die Hauptstadt Antananarivo, dort besonders das Stadtzentrum um Analekely und die Avenue de l'Indépendance sowie die Umgebung der Hotels und der von Ausländern bevorzugten Restaurants und die Stationen der Überlandtaxis (taxis brousse).
In den zurückliegenden Monaten wurden zudem auch vermehrt kriminelle Zwischenfälle aus Touristenzielen vermeldet. Hierbei sind insbesondere städtisch geprägte und touristisch frequentierte Ballungsgebiete an den Küsten Madagaskars betroffen. Es wurden bewaffnete Raubüberfälle aus den Städten Antsiranana (Diego-Suarez), Tuléar, Morondava und Manakara sowie den Urlaubsinseln Nosy Be und Sainte Marie gemeldet.
Die Gewaltbereitschaft hat insgesamt zugenommen.
Nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen abgeraten. Es wird eindringlich empfohlen, abends und nachts auf Taxis zurückzugreifen. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen - auch innerhalb von Hotels - verwendet werden.
Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo, zunehmend aber auch in den touristisch frequentierten Küstenstädten, finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird aus diesem Grund dringend geraten, eine beglaubigte Kopie des Passes (einschl. der Seite mit dem Visum für Madagaskar) mit sich zu führen.
Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, zu jeder Tages- und Nachtzeit die Türen von innen zu verriegeln und die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall sichtbar im Wagen liegen.
Deutschen Staatsangehörigen, die sich länger in Madagaskar aufhalten, wird empfohlen, der Botschaft ihre Kontaktdaten zu übermitteln.
https://elefand.intra.aa/elefandintern/ ... orm.action
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 27.03.2012

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 27.03.2012
(Unverändert gültig seit: 27.03.2012)

Letzte Änderung:
Landesspezifische Sicherheitshinweise - Kriminalität


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - kommen immer häufiger vor. Insbesondere betroffen ist vor allem die Hauptstadt Antananarivo, dort besonders das Stadtzentrum um Analakely und die Avenue de l'Indépendance sowie die Umgebung der Hotels, der von Ausländern bevorzugten Restaurants und die Stationen der Überlandtaxis (taxis brousse).
In den zurückliegenden Monaten wurden zudem auch vermehrt kriminelle Zwischenfälle aus Touristenzielen vermeldet. Hierbei sind insbesondere städtisch geprägte und touristisch frequentierte Ballungsgebiete an den Küsten Madagaskars betroffen. Es wurden bewaffnete Raubüberfälle aus den Städten Antsiranana (Diego-Suarez), Tuléar, Morondava und Manakara sowie den Urlaubsinseln Nosy Be und Sainte Marie gemeldet. Auch die in diese Gebiete führenden Verkehrsanbindungen sind nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr sicher.
Die Gewaltbereitschaft und der Einsatz von Waffen jeglicher Art haben insgesamt zugenommen.
Im Allgemeinen, aber insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen dringend abgeraten. Es wird eindringlich empfohlen, abends und nachts auf Einzeltaxis zurückzugreifen. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen - auch innerhalb von Hotels - verwendet werden.
Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo, zunehmend aber auch in den touristisch frequentierten Küstenstädten, finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird aus diesem Grund dringend geraten, eine beglaubigte Kopie des Passes (einschl. der Seite mit dem Visum für Madagaskar) mit sich zu führen.
Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, zu jeder Tages- und Nachtzeit die Türen von innen zu verriegeln und die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall von außen greifbar im Wagen liegen.
Deutschen Staatsangehörigen, die sich länger in Madagaskar aufhalten, wird empfohlen, der Botschaft ihre Kontaktdaten zu übermitteln. https://elefand.intra.aa/elefandintern/ ... orm.action
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Re: Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 27.03.2012

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Madagaskar:
Stand 27.04.2012 (Unverändert gültig seit: 27.04.2012)

Letzte Änderung: Allgemeine Reiseinformationen - Fluggesellschaft Air Madagaskar
Das innermadagassische Flugnetz ist recht dicht, allerdings kommt es aufgrund von wirtschaftlichen Problemen der nationalen Fluggesellschaft Air Madagascar immer wieder zu Annullierungen und, teilweise massiven, Verspätungen von Inlandsflugverbindungen.
Zudem ist der Betrieb der Fluggesellschaft Air Madagascar in der Europäischen Union seit dem 20.04.2010 wegen Sicherheitsmängeln Beschränkungen unterworfen. Näheres dazu unter: http://ec.europa.eu/transport/air-ban/list_en.htm
Reisenden wird empfohlen, bei ihrer betreffenden (Reise-)Kranken- und Rückholversicherung zu erfragen, ob sich bei Benutzung von Air Madagascar-Flügen für innermadagassische Verbindungen versicherungstechnische Einschränkungen ergeben.
Das Straßennetz wurde in den letzten Jahren deutlich verbessert. Mittlerweile sind – ausgehend von Antananarivo – bis auf Fort Dauphin, die wichtigsten Küstenstädte auf Asphaltstraßen erreichbar.
Dennoch gibt es noch immer eine große Anzahl von nicht befestigten Straßen, die während der Regenzeit (Australsommer Dezember bis April) zum Teil nur bedingt oder gar nicht befahrbar sind sowie Regionen, die von der Außenwelt völlig abgeschnitten und lediglich zu Fuß oder mit dem Hubschrauber zu erreichen sind.
Auf den Hauptachsen kommt es seit einigen Monaten vermehrt zu bewaffneten Überfällen, vor allem auf Überlandtaxis, aber auch auf LKW sowie private Geländewagen. Betroffen waren in den vergangenen Monaten im Prinzip alle wichtigen Hauptverkehrsachsen: die Route Nationale 1 (von Antananarivo Richtung Westen: Ampefy, Tsiroanomandidy), die Route Nationale 2 (Richtung Osten: Moramanga, Andasibe, Toamasina) und auch die Route Nationale 7 (Richtung Süden: Antsirabe, Fianarantsoa, Tuléar).
Es wird zur besonderen Vorsicht geraten. Nachtfahrten sollten unbedingt vermieden werden.
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 12.06.2012

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 12.06.2012

Letzte Änderung:
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige – Visum


Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Madagaskar ein Visum, das bei Ankunft am internationalen Flughafen von Antananarivo-Ivato, aber auch an allen anderen Flughäfen mit internationalen Verbindungen (Nosy Be, Antsiranana, Toamasina, Tuléar, etc.) kostenfrei ausgestellt wird. Dieses Visum gilt nur für einen Aufenthalt bis zu 30 Tagen und ist grundsätzlich nicht verlängerbar.
Für Aufenthalte von mehr als 30 Tagen ist ein gebührenpflichtiges Visum zu beantragen. Einzelheiten betreffend Verfahren und Gebühren sind bei der madagassischen Botschaft in Deutschland zu erfragen.
Die Kontaktdaten der madagassischen Botschaft in Deutschland lauten:
Seepromenade 92
14612 Falkensee (Brandenburg)
Tel.: (03322) 2314 0
Fax: (03322) 2314 29
E-Mail: info@botschaft-madagaskar.de
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Vorläufiger Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Weitere Anmerkungen -
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Bis zum 01.11.2007 erfolgte Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind ab dem 26.06.2012 nicht mehr gültig.) Ja, mit eigenem Passfotofoto, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise - allerdings nur noch bis zum 26.06.2012. Dann benötigen alle Kin der ein eigenes Reisedokument.
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) Ja, mit eigenem Passfoto, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Weitere Anmerkungen Alleinreisende Minderjährige, die nicht in Madagaskar wohnhaft sind,sollten darüber hinaus auch eine amtlich beglaubigte Einverständnis-erklärung der Eltern/Erziehungsberechtigten in französischer Sprache mitführen.
Vergehen gegen die madagassischen Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen werden unnachgiebig geahndet. Es drohen hohe Geld- und ggfls. sogar Haftstrafen.
Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes klären. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Auswärtiges Amt

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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 23.07.2012

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 23.07.2012
(Unverändert gültig seit: 23.07.2012)

Letzte Änderung:
Landesspezifische Sicherheitshinweise


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Die seit über drei Jahren andauernde politische Krise ist nach wie vor nicht beigelegt. Eine Rückkehr zu politischer und wirtschaftlicher Stabilität dürfte sich erst nach Wahlen (wahrscheinlich im Mai 2013) einstellen. In der Hauptstadt Antananarivo sind politisch motivierte Demonstrationen, die unter Umständen auch in gewalttätige, bewaffnete Auseinandersetzungen münden können, jederzeit möglich. Es wird deshalb empfohlen, vor allem im Innenstadtbereich Antananarivos besondere Vorsicht walten zu lassen und Menschenansammlungen zu meiden. Die Geschlossenheit der madagassischen Streitkräfte wurde in der Vergangenheit wiederholt durch Meutereien angefochten; diese führten kurzfristig zu Beeinträchtigungen des internationalen Flugverkehrs von und nach Antananarivo.
Piraterie auf hoher See
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman angegriffen und gekapert. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.
Kriminalität
Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - kommen immer häufiger vor. Insbesondere betroffen ist vor allem die Hauptstadt Antananarivo, dort besonders das Stadtzentrum um Analakely und die Avenue de l'Indépendance sowie die Umgebung der Hotels, der von Ausländern bevorzugten Restaurants und die Stationen der Überlandtaxis (taxis brousse).
In den zurückliegenden Monaten wurden zudem auch vermehrt kriminelle Zwischenfälle aus Touristenzielen vermeldet. Hierbei sind insbesondere städtisch geprägte und touristisch frequentierte Ballungsgebiete an den Küsten Madagaskars betroffen. Es wurden bewaffnete Raubüberfälle aus den Städten Antsiranana (Diego-Suarez), Tuléar, Morondava und Manakara sowie den Urlaubsinseln Nosy Be und Sainte Marie gemeldet. Auch die in diese Gebiete führenden Verkehrsanbindungen sind nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr sicher.
Die Gewaltbereitschaft und der Einsatz von Waffen jeglicher Art haben insgesamt zugenommen.
Im Allgemeinen, aber insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen dringend abgeraten. Es wird eindringlich empfohlen, abends und nachts auf Einzeltaxis zurückzugreifen. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen - auch innerhalb von Hotels - verwendet werden.
Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo, zunehmend aber auch in den touristisch frequentierten Küstenstädten, finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird aus diesem Grund dringend geraten, eine beglaubigte Kopie des Passes (einschl. der Seite mit dem Visum für Madagaskar) mit sich zu führen.
Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, zu jeder Tages- und Nachtzeit die Türen von innen zu verriegeln und die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall von außen greifbar im Wagen liegen.
Deutschen Staatsangehörigen, die sich länger in Madagaskar aufhalten, wird empfohlen, der Botschaft ihre Kontaktdaten zu übermitteln. https://elefand.intra.aa/elefandintern/ ... orm.action
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 27.08.2012

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 27.08.2012
(Unverändert gültig seit: 27.08.2012)

Letzte Änderung:
Medizinische Hinweise


Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. afrikanisches Festland) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe www.rki.de. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Polio, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Ein hohes Risiko besteht in den Küstenregionen und Regenwaldgebieten, ein mittleres Risiko in den Höhenlagen, im Landesinneren und in der Hauptstadt. Bei Aufenthalt in den Risikogebieten wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
  • ganztägig (siehe unten Chikungunya, Dengue.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
ist im Lande ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
In den letzten Jahren sind Choleraerkrankungen nicht mehr aufgetreten, andere Durchfallerkrankungen kommen durchaus vor. Diese werden häufig durch unsauberes Trinkwasser ausgelöst.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, selber Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Chikungunya-Fieber
Seit 2006 ist es immer wieder zu einer epidemieartigen Häufung von Chikungunya-Fieber gekommen. Seit dem Frühjahr 2010 werden erneut vermehrt laborchemisch nachgewiesene Fälle von der Ostküste (v.a. Mananjary, Tsaravary, Irondro) des Landes gemeldet. Auch von der Nachbarinsel La Réunion werden seit Oktober 2010 neue Fälle gemeldet. Diese Viruserkrankung wird von Mücken übertragen, ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und führt zu den typischen Symptomen einer schweren Viruserkrankung, in der Regel ohne tödlichen Ausgang. Die Inkubationszeit beträgt 2 bis 10 Tage. Ohne Vorzeichen treten vorrangig Fieber, starker (symmetrischer) Gelenkschmerz und schweres Krankheitsgefühl auf. Nach wenigen Tagen kommt es zum Fieberabfall und Auftreten eines Exanthems. Die Gelenkbeschwerden können monatelang, in Ausnahmefällen auch jahrelang fortbestehen. Sehr selten wird über eine gesteigerte Blutungsneigung oder ernste und vor allem neurologische Komp likationen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen berichtet; letzteres in der Regel bei medizinisch vorbelasteten Personen oder Neugeborenen. Eine Impfung ist nicht möglich, der Schutz vor Mückenstichen ist die einzige prophylaktische Maßnahme (Repellentien, Kleidung, Verhalten etc.).
Rift Valley-Fieber (RVF)
Eine Epidemie wurde 2008 aus den Regionen Alaotra Mangoro, Analamanga, Itasy, der Provinz Fianarantsoa, Vakinakaratra und Anosy mit zahlreichen Erkrankungen und einigen Todesfällen gemeldet. Die Übertragung dieser Viruskrankheit erfolgt durch Mückenstich und Kontakt mit Körpersekreten infizierter Tiere (Kühe, Schafe, Kamele, Nagetiere). Neben grippeartigen 5 bis 8 Tagen dauernden Symptomen entwickeln ca. 0,5 % der Patienten Komplikationen: Hirnhautentzündung, Hämorrhagisches Fieber mit Zusammenbruch des Gerinnungssystems und inneren Blutungen, Entzündung des Hirn- u- Rückenmark, Meningoenzephalitis oder Netzhautläsionen. Eine kausale Behandlung ist nicht möglich, prophylaktischen Maßnahmen sind: Mückenschutz (Mücken vorwiegend tagaktiv), Meiden von engem Kontakt mit Schafen, Rindern, Kamelen, Ziegen (Viehmärkte, Schlachthöfe). Genuss von gut durchgebratenem Fleisch und aufbereiteter Milch (aus Supermärkten) ist weiterhin unbedenklich.
Dengue-Fieber
Die für den Raum Indischer Ozean bekannten Dengue-Epidemien sind in Madagaskar bisher wenig aufgetreten. Anfang 2006 kam es zu einer schwach ausgeprägten Dengue-Fieber-Epidemie in Toamasina (Tamatave), Mahajanga und Nosy Be.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land, insbesondere aber im westlichen Tiefland mit den Provinzen Toliara und Mahajanga. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Pest
Die Pest, eine durch den Rattenfloh übertragene v.a. Lungeninfektion, ist im zentralen Hochland von Madagaskar seit 1921 endemisch. Die letzten größeren Ausbrüche gab es u.a. 1990 (ca. 1000 Patienten) und 1996 (ca. 1600 Patienten). Gelegentlich auftretende Fälle der Beulenpest (in den Provinzen Antananarivo, Antsiranana, Fianarantsoa, Mahajanga, Toamasina) werden im Allgemeinen von den Gesundheitsbehörden rasch unter Kontrolle gebracht. Das Auftreten der durch Rattenflöhe verbreiteten Krankheit erfolgt praktisch jährlich zum Beginn der Regenzeit in Madagaskar (ab Oktober). Wegen des mit Malaria verwandten Krankheitsbildes im Anfangsstadium (Fieber, Schüttelfrost) erfolgt die richtige Diagnose und Behandlung gerade in abgelegenen Gebieten verspätet. Grundlage für den Ausbruch der Pest ist die oft erbärmliche Hygienelage in den Armenvierteln und in ländlichen Regionen.
Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine Giftschlangen. Dagegen kommen einige giftige Spinnen- und Skorpionarten und andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Frösche u.a.) vor. Wie allgemein in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt! Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete und Englisch sprechende Ärzte.
Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de
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Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 31.01.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 31.01.2013
(Unverändert gültig seit: 31.01.2013)

Letzte Änderung:
Landesspezifische Sicherheitshinweise – Kriminalität


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Die seit über drei Jahren andauernde politische Krise ist nach wie vor nicht beigelegt. Eine Rückkehr zu politischer und wirtschaftlicher Stabilität dürfte sich erst nach Wahlen (Mai 2013) einstellen. In der Hauptstadt Antananarivo sind politisch motivierte Demonstrationen, die unter Umständen auch in gewalttätige, bewaffnete Auseinandersetzungen münden können, jederzeit möglich. Es wird deshalb empfohlen, vor allem im Innenstadtbereich Antananarivos besondere Vorsicht walten zu lassen und Menschenansammlungen zu meiden. Die Geschlossenheit der madagassischen Streitkräfte wurde in der Vergangenheit wiederholt durch Meutereien angefochten; diese führten kurzfristig zu Beeinträchtigungen des internationalen Flugverkehrs von und nach Antananarivo.
Piraterie auf hoher See
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman angegriffen und gekapert. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.
Kriminalität
Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - haben stark zugenommen. Betroffen ist vor allem die Hauptstadt Antananarivo, dort das Stadtzentrum um Analakely und die Avenue de l'Indépendance sowie die Umgebung der Hotels, der von Ausländern bevorzugten Restaurants und die Stationen der Überlandtaxis (taxis brousse).
In den zurückliegenden Monaten wurden zudem auch vermehrt kriminelle Zwischenfälle aus Touristenzielen vermeldet. Hierbei sind insbesondere städtisch geprägte und touristisch frequentierte Ballungsgebiete an den Küsten Madagaskars betroffen. Es wurden bewaffnete Raubüberfälle aus den Städten Antsiranana (Diego-Suarez), Tuléar, Morondava und Manakara sowie den Urlaubsinseln Nosy Be und Sainte Marie gemeldet. Auch die in diese Gebiete führenden Verkehrsanbindungen sind nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr sicher.
Die Gewaltbereitschaft und der Einsatz von Waffen jeglicher Art haben insgesamt zugenommen. Seit Mitte 2012 kommt es im Süden zu eskalierenden Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften und Viehdieben (dahal), die auf beiden Seiten bereits zahlreiche Todesopfer gefordert haben. Von Reisen in und durch diese Gebiete (i. e. Region Anosv) wird dringend abgeraten.
Im Allgemeinen, aber insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen dringend abgeraten. Es wird eindringlich empfohlen, abends und nachts auf Einzeltaxis zurückzugreifen. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen - auch innerhalb von Hotels - verwendet werden.
Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo, zunehmend aber auch in den touristisch frequentierten Küstenstädten, finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird aus diesem Grund dringend geraten, eine beglaubigte Kopie des Passes (einschl. der Seite mit dem Visum für Madagaskar) mit sich zu führen.
Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, zu jeder Tages- und Nachtzeit die Türen von innen zu verriegeln und die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall von außen greifbar im Wagen liegen.
Deutschen Staatsangehörigen, die sich in Madagaskar aufhalten, wird empfohlen, sich in die elektronische Deutschenliste ELEFAND einzutragen: http://service.diplo.de/registrierungav.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt

MODERATOR-NOTE:   Die Reise-/Sicherheitshinweise Madagaskar wurden seitens AA vollständig überarbeitet. Wir haben dazu einen neuen Thread gestartet: Reise-/Sicherheitshinweise Madagaskar ab 11.04.2013

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