Reise-/Sicherheitshinweis Mosambik 28.10.2005 - 24.01.2012

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Mosambik 19.11.2009

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Mosambik:
Stand 19.11.2009 (Unverändert gültig seit: 19.11.2009)

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Reisen über Land / Straßenverkehr
Überlandfahrten bei Dunkelheit sind gefährlich und sollten möglichst unterlassen werden. Auf einigen wenigen Nebenstrecken, vor allem bei Brücken und Bahnübergängen, besteht noch ein Minenrisiko. Im Landesinneren gibt es noch zahlreiche markierte und unmarkierte Minenfelder.
Kriminalität
Mosambik verzeichnet ein hohes Niveau an Gewaltkriminalität, vor allem innerhalb der Städte. Bewaffnete Überfälle, auch in Häusern und Wohnungen, und Angriffe auf Fahrzeuge ereignen sich vergleichsweise oft. Ausländer zählen häufig zu den Opfern von Raubdelikten. Passanten werden in der Regel nicht zu Hilfe kommen. Mit einem wirksamen Polizeischutz kann nicht gerechnet werden.

Allgemeine Reiseinformationen
Ausweispflicht
Es wird darauf hingewiesen, dass in Mosambik Ausweispflicht besteht. Es wird empfohlen, stets den Pass im Original mit sich zu führen. Dies gilt auch im Straßenverkehr für den Führerschein.
Reisen über Land / Straßenverkehr
Bei Reisen über Land muss mit Behinderungen wegen unzureichender Infrastruktur gerechnet werden. Wichtige Überlandstraßen sind teilweise in einem extrem schlechten Zustand und bergen Unfallrisiken.
In der Regenzeit (Dezember bis April) können selbst Nationalstraßen aufgrund von Überschwemmungen unpassierbar sein. Wegen der relativ hohen Unfallgefahr und der mangelnden medizinischen Versorgung auf dem Lande sollten Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit vermieden werden.
Die größeren Städte sind per regelmäßigem Flugverkehr erreichbar.
Geld / Kreditkarten
Reiseschecks (Travellercheques) können momentan bei keiner Bank in Mosambik eingelöst werden. Es empfiehlt sich daher ausreichend Bargeld in US-Dollar oder südafrikanischen Rand mitzuführen. EURO werden außerhalb Maputos nur selten akzeptiert. Kreditkarten werden in Hotels, Restaurants und Supermärkten in Maputo und einigen wenigen Hotels im Lande akzeptiert. An Geldautomaten in größeren Städten können geringere Geldbeträge (bis maximal 250 EUR) auch mit EC-Karte abgehoben werden.
Darüber hinaus sind telegrafische Bargeldüberweisungen nach Mosambik zu vereinzelten Banken möglich.

Einreisebestimmungen
Visum
Für die Einreise nach Mosambik ist ein Visum erforderlich. Dieses sollte nach Möglichkeit vor der Einreise bei einer der mosambikanischen Auslandsvertretungen eingeholt werden. Visa für touristische Zwecke und nur zur einmaligen Einreise können grundsätzlich auch an einigen der größeren Grenzübergänge zu Mosambik und dem Flughafen Maputo beantragt werden.
Reisende sollten die im Visum gestattete Aufenthaltsdauer nicht überschreiten, da hohe Geldstrafen drohen. Für eine Verlängerung des Visums ist eine Ausreise aus Mosambik und Antragstellung im nächstgelegenen mosambikanischen Konsulat erforderlich.
Falls Ausflüge in den angrenzenden südafrikanischen Krüger-Park beabsichtigt sind, sollte man vor der ersten Abreise nach Mosambik eine Mehrfacheinreise (visto mùltiplo) beantragen. An Grenzübergängen und in Mosambik ist ein Wiedereinreisevisum nicht erhältlich.
Reisende, die einen anderen als touristischen Aufenthalt planen, müssen zuvor über die zuständige mosambikanische Auslandsvertretung ein Visum einholen. Für einen Daueraufenthalt wird empfohlen, bereits bei Einreise ein deutsches Führungszeugnis mitzubringen.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass Ja: Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Vorläufiger Reisepass Ja: Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Personalausweis nein
Vorläufiger Personalausweis nein
Weitere Anmerkungen Reisende sollten im Besitz einer gültigen Gelbfieberimpfung sein
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja (mit Foto) für Kinder unter 12 Jahre – Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Reisepass Ja: Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Personalausweis nein
Vorläufiger Personalausweis nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) Ja
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) Ja (mit Foto) für Kinder unter 12 Jahre – Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Weitere Anmerkungen Es wird empfohlen, Kindern ab 6 Jahren einen Europapass ausstellen zu lassen, da es in Einzelfällen zu Schwierigkeiten mit den Einwanderungsbehörden gekommen ist. Gleiches gilt für den Eintrag eines Kindes in den Reisepass eines Elternteils.

Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Wertvolle elektronische Geräte müssen bei der Einfuhr deklariert werden. Die Ausfuhr von u. a. Langustinen, Muscheln und antiken Geldmünzen ist untersagt.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Es gibt keine besonderen strafrechtlichen Bestimmungen. Allerdings wird eine Überziehung der im Visum genehmigten Aufenthaltsdauer streng geahndet. Strafe: 1000 MZN, z.Zt. ca. EUR 30,- pro Tag.
Öffentliche Gebäude und Anlagen (z.Bsp. das „Mural“ in Maputo), uniformierte Personen, Militäranlagen und -fahrzeuge dürfen nicht fotografiert werden. Im Zweifelsfall ist vorher um Erlaubnis zu fragen.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfieberinfektionsgebiet gefordert. Bei einer direkten Einreise aus Deutschland bzw. anderen nicht-endemischen Ländern ist die Impfung nicht erforderlich. Bei fehlender Impfung und Ankunft aus einem Infektionsgebiet wird die Impfung am Flughafen gegen eine Gebühr von USD 50,00 durchgeführt.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut und Typhus.
Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes www.rki.de sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria
Größte Gefährdung für Bevölkerung und Besucher stellt die landesweit und ganzjährig verbreitete Malaria dar (mehr als 85% Malaria tropica, diverse Resistenzen gegen Malariamittel). Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Bei Aufenthalt im Mosambik wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
• ganztägig (Dengue, s.u.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS
ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, lebensgefährliches Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Zur Regenzeit kommt es immer wieder zu vermehrten Cholerafällen.. Diese schwere Darminfektion betrifft überwiegend ärmere Bevölkerungsanteile mit niedrigen Hygienestandards bei der Wasserversorgung.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Dengue-Fieber und Chikungunya-Fieber
sind Ursache für Fieber entlang der Küste. Beide werden durch tagaktive Mücken übertragen. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Häufig fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden (Kühlkette?).
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe z.B. www.dtg.org/ oder www.frm-web.de
Auswärtige Amt
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Reise-/Sicherheitshinweis Mosambik 01.09.2010

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Mosambik:
Stand 01.09.2010
(Unverändert gültig seit: 01.09.2010)

Aktuelle Hinweise
Aufgrund verschiedener Preiserhöhungen, u. a. für Grundnahrungsmittel, finden derzeit in Maputo und vermutlich auch in anderen Städten des Landes Demonstrationen statt. Demonstranten haben an verschiedenen Punkten in Maputo Straßensperren errichtet. In den Medien wird über den Schußwaffeneinsatz der Sicherheitskräfte berichtet. Es wird daher empfohlen, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben, Bewegungen auf das nötige Minimum zu beschränken und insbesondere größere Menschenansammlungen zu vermeiden. Die Botschaft empfiehlt weiterhin, die lokalen Medien aufmerksam zu verfolgen und das Verhalten entsprechend anzupassen, bis Klarheit über die weitere Lageentwicklung besteht.
Deutsche Staatsangehörige, die sich derzeit in Mosambik aufhalten, sollten sich über die Website der Botschaft registrieren: https://service2.diplo.de/elefandextern/registration.do

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Reisen über Land / Straßenverkehr
Überlandfahrten bei Dunkelheit sind gefährlich und sollten möglichst unterlassen werden. Auf einigen wenigen Nebenstrecken, vor allem bei Brücken und Bahnübergängen, besteht noch ein Minenrisiko. Im Landesinneren gibt es noch zahlreiche markierte und unmarkierte Minenfelder.
Kriminalität
Mosambik verzeichnet ein hohes Niveau an Gewaltkriminalität, vor allem innerhalb der Städte. Bewaffnete Überfälle, auch in Häusern und Wohnungen, und Angriffe auf Fahrzeuge ereignen sich vergleichsweise oft. Ausländer zählen häufig zu den Opfern von Raubdelikten. Passanten werden in der Regel nicht zu Hilfe kommen. Mit einem wirksamen Polizeischutz kann nicht gerechnet werden.

Allgemeine Reiseinformationen
Ausweispflicht
Es wird darauf hingewiesen, dass in Mosambik Ausweispflicht besteht. Es wird empfohlen, stets den Pass im Original mit sich zu führen. Dies gilt auch im Straßenverkehr für den Führerschein.
Reisen über Land / Straßenverkehr
Bei Reisen über Land muss mit Behinderungen wegen unzureichender Infrastruktur gerechnet werden. Wichtige Überlandstraßen sind teilweise in einem extrem schlechten Zustand und bergen Unfallrisiken.
In der Regenzeit (Dezember bis April) können selbst Nationalstraßen aufgrund von Überschwemmungen unpassierbar sein. Wegen der relativ hohen Unfallgefahr und der mangelnden medizinischen Versorgung auf dem Lande sollten Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit vermieden werden.
Die größeren Städte sind per regelmäßigem Flugverkehr erreichbar.
Geld / Kreditkarten
Reiseschecks (Travellercheques) können momentan bei keiner Bank in Mosambik eingelöst werden. Es empfiehlt sich daher ausreichend Bargeld in US-Dollar oder südafrikanischen Rand mitzuführen. EURO werden außerhalb Maputos nur selten akzeptiert. Kreditkarten werden in Hotels, Restaurants und Supermärkten in Maputo und einigen wenigen Hotels im Lande akzeptiert. An Geldautomaten in größeren Städten können geringere Geldbeträge (bis maximal 250 EUR) auch mit EC-Karte abgehoben werden.
Darüber hinaus sind telegrafische Bargeldüberweisungen nach Mosambik zu vereinzelten Banken möglich.

Einreisebestimmungen
Visum
Für die Einreise nach Mosambik ist ein Visum erforderlich. Dieses sollte nach Möglichkeit vor der Einreise bei einer der mosambikanischen Auslandsvertretungen eingeholt werden. Visa für touristische Zwecke und nur zur einmaligen Einreise können grundsätzlich auch an einigen der größeren Grenzübergänge zu Mosambik und dem Flughafen Maputo beantragt werden.
Reisende sollten die im Visum gestattete Aufenthaltsdauer nicht überschreiten, da hohe Geldstrafen drohen. Für eine Verlängerung des Visums ist eine Ausreise aus Mosambik und Antragstellung im nächstgelegenen mosambikanischen Konsulat erforderlich.
Falls Ausflüge in den angrenzenden südafrikanischen Krüger-Park beabsichtigt sind, sollte man vor der ersten Abreise nach Mosambik eine Mehrfacheinreise (visto mùltiplo) beantragen. An Grenzübergängen und in Mosambik ist ein Wiedereinreisevisum nicht erhältlich.
Reisende, die einen anderen als touristischen Aufenthalt planen, müssen zuvor über die zuständige mosambikanische Auslandsvertretung ein Visum einholen. Für einen Daueraufenthalt wird empfohlen, bereits bei Einreise ein deutsches Führungszeugnis mitzubringen.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass Ja: Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Vorläufiger Reisepass Ja: Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Personalausweis nein
Vorläufiger Personalausweis nein
Weitere Anmerkungen Reisende sollten im Besitz einer gültigen Gelbfieberimpfung sein
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja (mit Foto) für Kinder unter 12 Jahre – Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Reisepass Ja: Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Personalausweis nein
Vorläufiger Personalausweis nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) Ja
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) Ja (mit Foto) für Kinder unter 12 Jahre – Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Weitere Anmerkungen Es wird empfohlen, Kindern ab 6 Jahren einen Europapass ausstellen zu lassen, da es in Einzelfällen zu Schwierigkeiten mit den Einwanderungsbehörden gekommen ist. Gleiches gilt für den Eintrag eines Kindes in den Reisepass eines Elternteils.
Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Wertvolle elektronische Geräte müssen bei der Einfuhr deklariert werden. Die Ausfuhr von u. a. Langustinen, Muscheln und antiken Geldmünzen ist untersagt.
Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Es gibt keine besonderen strafrechtlichen Bestimmungen. Allerdings wird eine Überziehung der im Visum genehmigten Aufenthaltsdauer streng geahndet. Strafe: 1000 MZN, z.Zt. ca. EUR 30,- pro Tag.
Öffentliche Gebäude und Anlagen (z.Bsp. das „Mural“ in Maputo), uniformierte Personen, Militäranlagen und -fahrzeuge dürfen nicht fotografiert werden. Im Zweifelsfall ist vorher um Erlaubnis zu fragen.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfieberinfektionsgebiet gefordert. Bei einer direkten Einreise aus Deutschland bzw. anderen nicht-endemischen Ländern ist die Impfung nicht erforderlich. Bei fehlender Impfung und Ankunft aus einem Infektionsgebiet wird die Impfung am Flughafen gegen eine Gebühr von USD 50,00 durchgeführt.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über vier Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut und Typhus.
Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes www.rki.de sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria
Größte Gefährdung für Bevölkerung und Besucher stellt die landesweit und ganzjährig verbreitete Malaria dar (mehr als 85% Malaria tropica, diverse Resistenzen gegen Malariamittel). Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Bei Aufenthalt im Mosambik wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
  • ganztägig (Dengue, s.u.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS
ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, lebensgefährliches Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Zur Regenzeit kommt es immer wieder zu vermehrten Cholerafällen.. Diese schwere Darminfektion betrifft überwiegend ärmere Bevölkerungsanteile mit niedrigen Hygienestandards bei der Wasserversorgung.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Dengue-Fieber und Chikungunya-Fieber
sind Ursache für Fieber entlang der Küste. Beide werden durch tagaktive Mücken übertragen. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Häufig fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden (Kühlkette?).
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, beispielsweise www.dtg.org/ oder www.frm-web.de
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Reise-/Sicherheitshinweis Mosambik 08.09.2010

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Mosambik:
Stand 08.09.2010
(Unverändert gültig seit: 08.09.2010)

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Reisen über Land / Straßenverkehr
Überlandfahrten bei Dunkelheit sind gefährlich und sollten vermieden werden. Auf einigen wenigen Nebenstrecken, vor allem bei Brücken und Bahnübergängen, besteht noch ein Minenrisiko. Im Landesinneren gibt es noch zahlreiche markierte und unmarkierte Minenfelder.
Kriminalität
Mosambik verzeichnet ein hohes Niveau an Gewaltkriminalität, vor allem innerhalb der Städte. Bewaffnete Überfälle auf Fußgänger, aber auch in Häusern und Wohnungen, und Angriffe auf Fahrzeuge ereignen sich vergleichsweise oft. Ausländer zählen häufig zu den Opfern von Raubdelikten. Mit wirksamem Polizeischutz kann nicht gerechnet werden.

Allgemeine Reiseinformationen
Ausweispflicht
Es wird darauf hingewiesen, dass in Mosambik Ausweispflicht besteht. Es wird empfohlen, stets den Pass im Original mit sich zu führen und eine beglaubigte Kopie separat aufzubewahren. Dies gilt auch im Straßenverkehr für den Führerschein (mosambikanisch oder international, "EU-Führerschein" wird nicht anerkannt).
Reisen über Land / Straßenverkehr
Bei Reisen über Land muss mit Behinderungen wegen unzureichender Infrastruktur gerechnet werden. Wichtige Überlandstraßen sind teilweise in einem extrem schlechten Zustand und bergen hohe Unfallrisiken.
In der Regenzeit (Dezember bis April) können selbst Nationalstraßen aufgrund von Überschwemmungen unpassierbar sein. Wegen der relativ hohen Unfallgefahr und der mangelnden medizinischen Versorgung auf dem Lande sollten Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit vermieden werden.
Die größeren Städte sind per regelmäßigem Flugverkehr erreichbar.
Geld / Kreditkarten
Reiseschecks (Travellercheques) können momentan bei keiner Bank in Mosambik eingelöst werden. Es empfiehlt sich daher ausreichend Bargeld in US-Dollar oder südafrikanischen Rand mitzuführen. EURO werden außerhalb Maputos nur selten akzeptiert. Kreditkarten werden in Hotels, Restaurants und Supermärkten in Maputo und einigen wenigen Hotels im Lande akzeptiert. An Geldautomaten in größeren Städten können geringere Geldbeträge (bis maximal 250 EUR) auch mit EC-Karte abgehoben werden.
Darüber hinaus sind telegrafische Bargeldüberweisungen nach Mosambik zu vereinzelten Banken möglich.

Einreisebestimmungen
Visum
Für die Einreise nach Mosambik ist ein Visum erforderlich. Dieses sollte nach Möglichkeit vor der Einreise bei einer der mosambikanischen Auslandsvertretungen eingeholt werden. Visa für touristische Zwecke und nur zur einmaligen Einreise können grundsätzlich auch an einigen der größeren Grenzübergänge zu Mosambik und dem Flughafen Maputo beantragt werden.
Reisende sollten die im Visum gestattete Aufenthaltsdauer nicht überschreiten, da andernfalls hohe Geldstrafen drohen. Für eine Verlängerung des Visums ist eine Ausreise aus Mosambik und Antragstellung im nächstgelegenen mosambikanischen Konsulat erforderlich.
Falls Ausflüge in den angrenzenden südafrikanischen Krüger-Park beabsichtigt sind, sollte man vor der ersten Abreise nach Mosambik eine Mehrfacheinreise (visto múltiplo) beantragen. An Grenzübergängen und in Mosambik ist ein Wiedereinreisevisum nicht erhältlich.
Reisende, die einen anderen als touristischen Aufenthalt planen, müssen zuvor über die zuständige mosambikanische Auslandsvertretung ein Visum einholen. Für einen Daueraufenthalt wird empfohlen, bereits bei Einreise ein deutsches Führungszeugnis mitzubringen.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass Ja: Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Vorläufiger Reisepass Ja: Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Personalausweis nein
Vorläufiger Personalausweis nein
Weitere Anmerkungen Reisende sollten im Besitz einer gültigen Gelbfieberimpfung sein
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja (mit Foto) für Kinder unter 12 Jahre – Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Reisepass Ja: Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Personalausweis nein
Vorläufiger Personalausweis nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) Ja
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) Ja (mit Foto) für Kinder unter 12 Jahre – Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Weitere Anmerkungen Es wird empfohlen, Kindern ab 6 Jahren einen Europapass ausstellen zu lassen, da es in Einzelfällen zu Schwierigkeiten mit den Einwanderungsbehörden gekommen ist. Gleiches gilt für den Eintrag eines Kindes in den Reisepass eines Elternteils.
Einreisebestimmungen können sich ggf. auch kurzfristig und ohne Vorankündigung ändern. Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssen Sie bitte direkt mit der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes klären. Nur diese können eine rechtsverbindliche Auskunft erteilen.
Deutsche Staatsangehörige, die sich längere Zeit in Mosambik aufhalten, sollten sich über die Website der Botschaft registrieren: https://service2.diplo.de/elefandextern/registration.do

Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Wertvolle elektronische Geräte müssen bei der Einfuhr deklariert werden. Die Ausfuhr von u. a. Langustinen, Muscheln und antiken Geldmünzen ist untersagt.
Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Es gibt keine besonderen strafrechtlichen Bestimmungen. Allerdings wird eine Überziehung der im Visum genehmigten Aufenthaltsdauer streng geahndet. Strafe: 1000 MZN, z.Zt. ca. EUR 30,- pro Tag.
Öffentliche Gebäude und Anlagen (z.Bsp. das „Mural“ in Maputo), uniformierte Personen, Militäranlagen und -fahrzeuge dürfen nicht fotografiert werden. Im Zweifelsfall ist vorher um Erlaubnis zu fragen.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfieberinfektionsgebiet gefordert. Bei einer direkten Einreise aus Deutschland bzw. anderen nicht-endemischen Ländern ist die Impfung nicht erforderlich. Bei fehlender Impfung und Ankunft aus einem Infektionsgebiet wird die Impfung am Flughafen gegen eine Gebühr von USD 50,00 durchgeführt.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über vier Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut und Typhus.
Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes www.rki.de sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria
Größte Gefährdung für Bevölkerung und Besucher stellt die landesweit und ganzjährig verbreitete Malaria dar (mehr als 85% Malaria tropica, diverse Resistenzen gegen Malariamittel). Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Bei Aufenthalt im Mosambik wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
  • ganztägig (Dengue, s.u.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS
ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, lebensgefährliches Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Zur Regenzeit kommt es immer wieder zu vermehrten Cholerafällen.. Diese schwere Darminfektion betrifft überwiegend ärmere Bevölkerungsanteile mit niedrigen Hygienestandards bei der Wasserversorgung.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Dengue-Fieber und Chikungunya-Fieber
sind Ursache für Fieber entlang der Küste. Beide werden durch tagaktive Mücken übertragen. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Häufig fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden (Kühlkette?).
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, beispielsweise www.dtg.org/ oder www.frm-web.de
Auswärtiges Amt
Birgitt
Moderator
Beiträge: 35258
Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
Kontaktdaten:

Reise-/Sicherheitshinweis Mosambik 04.01.2011

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Mosambik:
Stand 04.01.2011
(Unverändert gültig seit: 04.01.2011)

Aktuelle Hinweise
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman angegriffen und gekapert. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Reisen über Land / Straßenverkehr
Überlandfahrten bei Dunkelheit sind gefährlich und sollten vermieden werden. Auf einigen wenigen Nebenstrecken, vor allem bei Brücken und Bahnübergängen, besteht noch ein Minenrisiko. Im Landesinneren gibt es noch zahlreiche markierte und unmarkierte Minenfelder.
Kriminalität
Mosambik verzeichnet ein hohes Niveau an Gewaltkriminalität, vor allem innerhalb der Städte. Bewaffnete Überfälle auf Fußgänger, aber auch in Häusern und Wohnungen, und Angriffe auf Fahrzeuge ereignen sich vergleichsweise oft. Ausländer zählen häufig zu den Opfern von Raubdelikten. Mit wirksamem Polizeischutz kann nicht gerechnet werden.

Allgemeine Reiseinformationen
Ausweispflicht
Es wird darauf hingewiesen, dass in Mosambik Ausweispflicht besteht. Es wird empfohlen, stets den Pass im Original mit sich zu führen und eine beglaubigte Kopie separat aufzubewahren. Dies gilt auch im Straßenverkehr für den Führerschein (mosambikanisch oder international, "EU-Führerschein" wird nicht anerkannt).
Reisen über Land / Straßenverkehr
Bei Reisen über Land muss mit Behinderungen wegen unzureichender Infrastruktur gerechnet werden. Wichtige Überlandstraßen sind teilweise in einem extrem schlechten Zustand und bergen hohe Unfallrisiken.
In der Regenzeit (Dezember bis April) können selbst Nationalstraßen aufgrund von Überschwemmungen unpassierbar sein. Wegen der relativ hohen Unfallgefahr und der mangelnden medizinischen Versorgung auf dem Lande sollten Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit vermieden werden.
Die größeren Städte sind per regelmäßigem Flugverkehr erreichbar.
Geld / Kreditkarten
Reiseschecks (Travellercheques) können momentan bei keiner Bank in Mosambik eingelöst werden. Es empfiehlt sich daher ausreichend Bargeld in US-Dollar oder südafrikanischen Rand mitzuführen. EURO werden außerhalb Maputos nur selten akzeptiert. Kreditkarten werden in Hotels, Restaurants und Supermärkten in Maputo und einigen wenigen Hotels im Lande akzeptiert. An Geldautomaten in größeren Städten können geringere Geldbeträge (bis maximal 250 EUR) auch mit EC-Karte abgehoben werden.
Darüber hinaus sind telegrafische Bargeldüberweisungen nach Mosambik zu vereinzelten Banken möglich.

Einreisebestimmungen
Visum
Für die Einreise nach Mosambik ist ein Visum erforderlich. Dieses sollte nach Möglichkeit vor der Einreise bei einer der mosambikanischen Auslandsvertretungen eingeholt werden. Visa für touristische Zwecke und nur zur einmaligen Einreise können grundsätzlich auch an einigen der größeren Grenzübergänge zu Mosambik und dem Flughafen Maputo beantragt werden.
Reisende sollten die im Visum gestattete Aufenthaltsdauer nicht überschreiten, da andernfalls hohe Geldstrafen drohen. Für eine Verlängerung des Visums ist eine Ausreise aus Mosambik und Antragstellung im nächstgelegenen mosambikanischen Konsulat erforderlich.
Falls Ausflüge in den angrenzenden südafrikanischen Krüger-Park beabsichtigt sind, sollte man vor der ersten Abreise nach Mosambik eine Mehrfacheinreise (visto múltiplo) beantragen. An Grenzübergängen und in Mosambik ist ein Wiedereinreisevisum nicht erhältlich.
Reisende, die einen anderen als touristischen Aufenthalt planen, müssen zuvor über die zuständige mosambikanische Auslandsvertretung ein Visum einholen. Für einen Daueraufenthalt wird empfohlen, bereits bei Einreise ein deutsches Führungszeugnis mitzubringen.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass Ja: Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Vorläufiger Reisepass Ja: Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Personalausweis nein
Vorläufiger Personalausweis nein
Weitere Anmerkungen Reisende sollten im Besitz einer gültigen Gelbfieberimpfung sein
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja (mit Foto) für Kinder unter 12 Jahre – Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Reisepass Ja: Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Personalausweis nein
Vorläufiger Personalausweis nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) Ja
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) Ja (mit Foto) für Kinder unter 12 Jahre – Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Weitere Anmerkungen Es wird empfohlen, Kindern ab 6 Jahren einen Europapass ausstellen zu lassen, da es in Einzelfällen zu Schwierigkeiten mit den Einwanderungsbehörden gekom men ist. Gleiches gilt für den Eintrag eines Kindes in den Reisepass eines Elternteils.
Einreisebestimmungen können sich ggf. auch kurzfristig und ohne Vorankündigung ändern. Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssen Sie bitte direkt mit der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes klären. Nur diese können eine rechtsverbindliche Auskunft erteilen.
Deutsche Staatsangehörige, die sich längere Zeit in Mosambik aufhalten, sollten sich über die Website der Botschaft registrieren: https://service2.diplo.de/elefandextern/registration.do

Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Wertvolle elektronische Geräte müssen bei der Einfuhr deklariert werden. Die Ausfuhr von u. a. Langustinen, Muscheln und antiken Geldmünzen ist untersagt.
Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Es gibt keine besonderen strafrechtlichen Bestimmungen. Allerdings wird eine Überziehung der im Visum genehmigten Aufenthaltsdauer streng geahndet. Strafe: 1000 MZN, z.Zt. ca. EUR 30,- pro Tag.
Öffentliche Gebäude und Anlagen (z.Bsp. das „Mural“ in Maputo), uniformierte Personen, Militäranlagen und -fahrzeuge dürfen nicht fotografiert werden. Im Zweifelsfall ist vorher um Erlaubnis zu fragen.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfieberinfektionsgebiet gefordert. Bei einer direkten Einreise aus Deutschland bzw. anderen nicht-endemischen Ländern ist die Impfung nicht erforderlich. Bei fehlender Impfung und Ankunft aus einem Infektionsgebiet wird die Impfung am Flughafen gegen eine Gebühr von USD 50,00 durchgeführt.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über vier Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut und Typhus.
Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes www.rki.de sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria
Größte Gefährdung für Bevölkerung und Besucher stellt die landesweit und ganzjährig verbreitete Malaria dar (mehr als 85% Malaria tropica, diverse Resistenzen gegen Malariamittel). Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Bei Aufenthalt im Mosambik wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
  • ganztägig (Dengue, s.u.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS
ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, lebensgefährliches Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Zur Regenzeit kommt es immer wieder zu vermehrten Cholerafällen.. Diese schwere Darminfektion betrifft überwiegend ärmere Bevölkerungsanteile mit niedrigen Hygienestandards bei der Wasserversorgung.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Dengue-Fieber und Chikungunya-Fieber
sind Ursache für Fieber entlang der Küste. Beide werden durch tagaktive Mücken übertragen. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Häufig fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden (Kühlkette?).
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, beispielsweise www.dtg.org/ oder www.frm-web.de
Auswärtiges Amt
Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Mosambik 20.04.2011

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Mosambik:
Stand 20.04.2011 (Unverändert gültig seit: 20.04.2011)

Aktuelle Hinweise
Die europäische Kommission hat mit Wirkung vom 21. April 2011 eine Betriebsuntersagung gegen alle in Mosambik registrierten Fluglinien verkündet, siehe http://ec.europa.eu/transport/air-ban/list_de.htm
Diese Betriebsuntersagung ist das Ergebnis einer Überprüfung der zivilen mosambikanischen Flugsicherheit durch die Internationale Zivile Luftfahrtorganisation (ICAO) im Januar 2010. Bei dieser Überprüfung hat die ICAO gravierende Sicherheitslücken bei der mosambikanischen zivilen Luftfahrtbehörde festgestellt, die für die Überwachung der Flugsicherheit zuständig ist. Es wird derzeit noch geprüft, ob von der Betriebuntersagung auch die Verbindung Maputo – Lissabon mit Linhas Aéreas de Moçambique/ Mozambican Airlines betroffen ist.
Reisende berichten, dass auch bei der Einreise aus gelbfieberfreien Ländern (wie z.B. Südafrika oder Simbabwe) entgegen den eigenen Bestimmungen der mosambikanischen Behörden ein Gelbfieberimpfnachweis bei Einreise verlangt wird. Mit dem Hinweis auf internationalen Gesundheitsvorschriften und die landeseigenen Bestimmungen sollte versucht werden, eine medizinisch und epidemiologisch sinnlose Zwangsimpfung bei der Einreise zu vermeiden.
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman angegriffen und gekapert. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen. Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Reisen über Land / Straßenverkehr
Überlandfahrten bei Dunkelheit sind gefährlich und sollten vermieden werden. Auf einigen wenigen Nebenstrecken, vor allem bei Brücken und Bahnübergängen, besteht noch ein Minenrisiko. Im Landesinneren gibt es noch zahlreiche markierte und unmarkierte Minenfelder.
Kriminalität
Mosambik verzeichnet ein hohes Niveau an Gewaltkriminalität, vor allem innerhalb der Städte. Bewaffnete Überfälle auf Fußgänger, aber auch in Häusern und Wohnungen, und Angriffe auf Fahrzeuge ereignen sich vergleichsweise oft. Ausländer zählen häufig zu den Opfern von Raubdelikten. Mit wirksamem Polizeischutz kann nicht gerechnet werden.
Allgemeine Reiseinformationen
Ausweispflicht
Es wird darauf hingewiesen, dass in Mosambik Ausweispflicht besteht. Es wird empfohlen, stets den Pass im Original mit sich zu führen und eine beglaubigte Kopie separat aufzubewahren. Dies gilt auch im Straßenverkehr für den Führerschein (mosambikanisch oder international, "EU-Führerschein" wird nicht anerkannt).
Reisen über Land / Straßenverkehr
Bei Reisen über Land muss mit Behinderungen wegen unzureichender Infrastruktur gerechnet werden. Wichtige Überlandstraßen sind teilweise in einem extrem schlechten Zustand und bergen insbesondere bei Dunkelheit hohe Unfallrisiken.
In der Regenzeit (Dezember bis April) können selbst Nationalstraßen aufgrund von Überschwemmungen unpassierbar sein. Wegen der relativ hohen Unfallgefahr und der mangelnden medizinischen Versorgung auf dem Lande sollten Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit vermieden werden.
Die größeren Städte sind per regelmäßigem Flugverkehr erreichbar.
Geld / Kreditkarten
An Geldautomaten kann in allen größeren Städten Bargeld mit EC- oder Kreditkarten abgehoben werden. Kreditkarten werden u. a. in Hotels, Restaurants und Supermärkten in Maputo und anderen größeren Städten akzeptiert. Es wird dennoch empfohlen, ausreichend Bargeld mitzuführen, insbesondere, wenn Reisen ins Landesinnere geplant sind. In Mosambik werden auch US-Dollar und insbesondere im südlichen Mosambik südafrikanische Rand akzeptiert. Euro werden außerhalb Maputos nur selten akzeptiert.
Darüber hinaus sind telegrafische Bargeldüberweisungen nach Mosambik möglich.
Einreisebestimmungen
Visum
Für die Einreise nach Mosambik ist ein Visum erforderlich. Dieses sollte nach Möglichkeit vor der Einreise bei einer der mosambikanischen Auslandsvertretungen eingeholt werden. Visa für touristische Zwecke und nur zur einmaligen Einreise können grundsätzlich auch an einigen der größeren Grenzübergänge zu Mosambik und dem Flughafen Maputo beantragt werden.
Reisende sollten die im Visum gestattete Aufenthaltsdauer nicht überschreiten, da andernfalls hohe Geldstrafen drohen. Für eine Verlängerung des Visums ist eine Ausreise aus Mosambik und Antragstellung im nächstgelegenen mosambikanischen Konsulat erforderlich.
Falls Ausflüge in den angrenzenden südafrikanischen Krüger-Park beabsichtigt sind, sollte man vor der ersten Abreise nach Mosambik eine Mehrfacheinreise (visto múltiplo) beantragen. An Grenzübergängen und in Mosambik ist ein Wiedereinreisevisum nicht erhältlich.
Reisende, die einen anderen als touristischen Aufenthalt planen, müssen zuvor über die zuständige mosambikanische Auslandsvertretung ein Visum einholen. Für einen Daueraufenthalt wird empfohlen, bereits bei Einreise ein deutsches Führungszeugnis mitzubringen.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass Ja: Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Vorläufiger Reisepass Ja: Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Personalausweis nein
Vorläufiger Personalausweis nein
Weitere Anmerkungen Reisende sollten im Besitz einer gültigen Gelbfieberimpfung sein
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja (mit Foto) für Kinder unter 12 Jahre – Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Reisepass Ja: Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Personalausweis nein
Vorläufiger Personalausweis nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) Ja
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) Ja (mit Foto) für Kinder unter 12 Jahre – Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Weitere Anmerkungen Es wird empfohlen, Kindern ab 6 Jahren einen Europapass ausstellen zu lassen, da es in Einzelfällen zu Schwierigkeiten mit den Einwanderungsbehörden gekom men ist. Gleiches gilt für den Eintrag eines Kindes in den Reisepass eines Elternteils.
Einreisebestimmungen können sich ggf. auch kurzfristig und ohne Vorankündigung ändern. Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssen Sie bitte direkt mit der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes klären. Nur diese können eine rechtsverbindliche Auskunft erteilen.
Deutsche Staatsangehörige, die sich längere Zeit in Mosambik aufhalten, sollten sich über die Website der Botschaft registrieren: https://service2.diplo.de/elefandextern/registration.do
Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Wertvolle elektronische Geräte müssen bei der Einfuhr deklariert werden. Die Ausfuhr von u. a. Langustinen, Muscheln und antiken Geldmünzen ist untersagt.
Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.
Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Es gibt keine besonderen strafrechtlichen Bestimmungen. Allerdings wird eine Überziehung der im Visum genehmigten Aufenthaltsdauer streng geahndet. Mit hohen Geldstrafen ist zu rechnen.
Öffentliche Gebäude und Anlagen (z.Bsp. das „Mural“ in Maputo), uniformierte Personen, Militäranlagen und -fahrzeuge dürfen nicht fotografiert werden. Im Zweifelsfall ist vorher um Erlaubnis zu fragen.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfieberinfektionsgebiet gefordert. Bei einer direkten Einreise aus Deutschland bzw. anderen nicht-endemischen Ländern ist die Impfung entsprechend der Bestimmungen des mosambikanischen Gesundheitsministeriums nicht erforderlich. Bei fehlender Impfung und Ankunft aus einem Infektionsgebiet wird die Impfung am Flughafen gegen eine Gebühr von USD 50,00 durchgeführt.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza.
Malaria
Größte Gefährdung für Bevölkerung und Besucher stellt die landesweit und ganzjährig verbreitete Malaria dar (mehr als 85% Malaria tropica, diverse Resistenzen gegen Malariamittel). Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Bei Aufenthalt im Mosambik wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
ganztägig (Dengue, s.u.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen

HIV/AIDS
ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, lebensgefährliches Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Zur Regenzeit kommt es immer wieder zu vermehrten Cholerafällen. Diese schwere Darminfektion betrifft überwiegend ärmere Bevölkerungsanteile mit niedrigen Hygienestandards bei der Wasserversorgung.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Dengue-Fieber und Chikungunya-Fieber
sind Ursache für Fieber entlang der Küste. Beide werden durch tagaktive Mücken übertragen. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Häufig fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden (Kühlkette?).
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, beispielsweise www.dtg.org/ oder www.frm-web.de
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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Reise-/Sicherheitshinweis Mosambik 21.04.2011

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Mosambik:
Stand 21.04.2011 (Unverändert gültig seit: 21.04.2011)

Aktuelle Hinweise
Die europäische Kommission hat mit Wirkung vom 21. April 2011 eine Betriebsuntersagung gegen alle in Mosambik registrierten Fluglinien verkündet, siehe http://ec.europa.eu/transport/air-ban/list_de.htm
Diese Betriebsuntersagung ist das Ergebnis einer Überprüfung der zivilen mosambikanischen Flugsicherheit durch die Internationale Zivile Luftfahrtorganisation (ICAO) im Januar 2010. Bei dieser Überprüfung hat die ICAO gravierende Sicherheitslücken bei der mosambikanischen zivilen Luftfahrtbehörde festgestellt, die für die Überwachung der Flugsicherheit zuständig ist. Die Verbindung Maputo – Lissabon mit Linhas Aéreas de Moçambique/ Mozambican Airlines ist von der Betriebsuntersagung nicht betroffen.
Reisende berichten, dass auch bei der Einreise aus gelbfieberfreien Ländern (wie z.B. Südafrika oder Simbabwe) entgegen den eigenen Bestimmungen der mosambikanischen Behörden ein Gelbfieberimpfnachweis bei Einreise verlangt wird. Mit dem Hinweis auf internationalen Gesundheitsvorschriften und die landeseigenen Bestimmungen sollte versucht werden, eine medizinisch und epidemiologisch sinnlose Zwangsimpfung bei der Einreise zu vermeiden.
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman angegriffen und gekapert. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen. Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Reisen über Land / Straßenverkehr
Überlandfahrten bei Dunkelheit sind gefährlich und sollten vermieden werden. Auf einigen wenigen Nebenstrecken, vor allem bei Brücken und Bahnübergängen, besteht noch ein Minenrisiko. Im Landesinneren gibt es noch zahlreiche markierte und unmarkierte Minenfelder.
Kriminalität
Mosambik verzeichnet ein hohes Niveau an Gewaltkriminalität, vor allem innerhalb der Städte. Bewaffnete Überfälle auf Fußgänger, aber auch in Häusern und Wohnungen, und Angriffe auf Fahrzeuge ereignen sich vergleichsweise oft. Ausländer zählen häufig zu den Opfern von Raubdelikten. Mit wirksamem Polizeischutz kann nicht gerechnet werden.
Allgemeine Reiseinformationen
Ausweispflicht
Es wird darauf hingewiesen, dass in Mosambik Ausweispflicht besteht. Es wird empfohlen, stets den Pass im Original mit sich zu führen und eine beglaubigte Kopie separat aufzubewahren. Dies gilt auch im Straßenverkehr für den Führerschein (mosambikanisch oder international, "EU-Führerschein" wird nicht anerkannt).
Reisen über Land / Straßenverkehr
Bei Reisen über Land muss mit Behinderungen wegen unzureichender Infrastruktur gerechnet werden. Wichtige Überlandstraßen sind teilweise in einem extrem schlechten Zustand und bergen insbesondere bei Dunkelheit hohe Unfallrisiken.
In der Regenzeit (Dezember bis April) können selbst Nationalstraßen aufgrund von Überschwemmungen unpassierbar sein. Wegen der relativ hohen Unfallgefahr und der mangelnden medizinischen Versorgung auf dem Lande sollten Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit vermieden werden.
Die größeren Städte sind per regelmäßigem Flugverkehr erreichbar.
Geld / Kreditkarten
An Geldautomaten kann in allen größeren Städten Bargeld mit EC- oder Kreditkarten abgehoben werden. Kreditkarten werden u. a. in Hotels, Restaurants und Supermärkten in Maputo und anderen größeren Städten akzeptiert. Es wird dennoch empfohlen, ausreichend Bargeld mitzuführen, insbesondere, wenn Reisen ins Landesinnere geplant sind. In Mosambik werden auch US-Dollar und insbesondere im südlichen Mosambik südafrikanische Rand akzeptiert. Euro werden außerhalb Maputos nur selten akzeptiert.
Darüber hinaus sind telegrafische Bargeldüberweisungen nach Mosambik möglich.
Einreisebestimmungen
Visum
Für die Einreise nach Mosambik ist ein Visum erforderlich. Dieses sollte nach Möglichkeit vor der Einreise bei einer der mosambikanischen Auslandsvertretungen eingeholt werden. Visa für touristische Zwecke und nur zur einmaligen Einreise können grundsätzlich auch an einigen der größeren Grenzübergänge zu Mosambik und dem Flughafen Maputo beantragt werden.
Reisende sollten die im Visum gestattete Aufenthaltsdauer nicht überschreiten, da andernfalls hohe Geldstrafen drohen. Für eine Verlängerung des Visums ist eine Ausreise aus Mosambik und Antragstellung im nächstgelegenen mosambikanischen Konsulat erforderlich.
Falls Ausflüge in den angrenzenden südafrikanischen Krüger-Park beabsichtigt sind, sollte man vor der ersten Abreise nach Mosambik eine Mehrfacheinreise (visto múltiplo) beantragen. An Grenzübergängen und in Mosambik ist ein Wiedereinreisevisum nicht erhältlich.
Reisende, die einen anderen als touristischen Aufenthalt planen, müssen zuvor über die zuständige mosambikanische Auslandsvertretung ein Visum einholen. Für einen Daueraufenthalt wird empfohlen, bereits bei Einreise ein deutsches Führungszeugnis mitzubringen.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass Ja: Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Vorläufiger Reisepass Ja: Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Personalausweis nein
Vorläufiger Personalausweis nein
Weitere Anmerkungen Reisende sollten im Besitz einer gültigen Gelbfieberimpfung sein
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja (mit Foto) für Kinder unter 12 Jahre – Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Reisepass Ja: Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Personalausweis nein
Vorläufiger Personalausweis nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) Ja
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) Ja (mit Foto) für Kinder unter 12 Jahre – Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Weitere Anmerkungen Es wird empfohlen, Kindern ab 6 Jahren einen Europapass ausstellen zu lassen, da es in Einzelfällen zu Schwierigkeiten mit den Einwanderungsbehörden gekom men ist. Gleiches gilt für den Eintrag eines Kindes in den Reisepass eines Elternteils.
Einreisebestimmungen können sich ggf. auch kurzfristig und ohne Vorankündigung ändern. Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssen Sie bitte direkt mit der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes klären. Nur diese können eine rechtsverbindliche Auskunft erteilen.
Deutsche Staatsangehörige, die sich längere Zeit in Mosambik aufhalten, sollten sich über die Website der Botschaft registrieren: https://service2.diplo.de/elefandextern/registration.do
Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Wertvolle elektronische Geräte müssen bei der Einfuhr deklariert werden. Die Ausfuhr von u. a. Langustinen, Muscheln und antiken Geldmünzen ist untersagt.
Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.
Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Es gibt keine besonderen strafrechtlichen Bestimmungen. Allerdings wird eine Überziehung der im Visum genehmigten Aufenthaltsdauer streng geahndet. Mit hohen Geldstrafen ist zu rechnen.
Öffentliche Gebäude und Anlagen (z.Bsp. das „Mural“ in Maputo), uniformierte Personen, Militäranlagen und -fahrzeuge dürfen nicht fotografiert werden. Im Zweifelsfall ist vorher um Erlaubnis zu fragen.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfieberinfektionsgebiet gefordert. Bei einer direkten Einreise aus Deutschland bzw. anderen nicht-endemischen Ländern ist die Impfung entsprechend der Bestimmungen des mosambikanischen Gesundheitsministeriums nicht erforderlich. Bei fehlender Impfung und Ankunft aus einem Infektionsgebiet wird die Impfung am Flughafen gegen eine Gebühr von USD 50,00 durchgeführt.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza.
Malaria
Größte Gefährdung für Bevölkerung und Besucher stellt die landesweit und ganzjährig verbreitete Malaria dar (mehr als 85% Malaria tropica, diverse Resistenzen gegen Malariamittel). Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Bei Aufenthalt im Mosambik wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
ganztägig (Dengue, s.u.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen

HIV/AIDS
ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, lebensgefährliches Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Zur Regenzeit kommt es immer wieder zu vermehrten Cholerafällen. Diese schwere Darminfektion betrifft überwiegend ärmere Bevölkerungsanteile mit niedrigen Hygienestandards bei der Wasserversorgung.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Dengue-Fieber und Chikungunya-Fieber
sind Ursache für Fieber entlang der Küste. Beide werden durch tagaktive Mücken übertragen. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Häufig fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden (Kühlkette?).
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, beispielsweise www.dtg.org/ oder www.frm-web.de
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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Reise-/Sicherheitshinweis Mosambik 05.10.2011

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Mosambik:
Stand 05.10.2011
(Unverändert gültig seit: 05.10.2011)

Letzte Änderung:
Kapitel: Änderungen bei vielen Kapiteln (aktuelle Hinweise, Landesspezifische Sicherheitshinweise u.a.)


Aktuelle Hinweise
  • Die europäische Kommission hat mit Wirkung vom 21. April 2011 eine Betriebsuntersagung gegen alle in Mosambik registrierten Fluglinien verkündet, siehe http://ec.europa.eu/transport/air-ban/list_de.htm
    Diese Betriebsuntersagung ist das Ergebnis einer Überprüfung der zivilen mosambikanischen Flugsicherheit durch die Internationale Zivile Luftfahrtorganisation (ICAO) im Januar 2010. Bei dieser Überprüfung hat die ICAO gravierende Sicherheitslücken bei der mosambikanischen zivilen Luftfahrtbehörde festgestellt, die für die Überwachung der Flugsicherheit zuständig ist. Die Verbindung Maputo – Lissabon mit Linhas Aéreas de Moçambique/ Mozambican Airlines ist von der Betriebuntersagung nicht betroffen.
  • Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman angegriffen und gekapert. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen. Trotz d er internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter http://www.mschoa.org dringend empfohlen.


Landesspezifische Sicherheitshinweise

Reisen über Land / Straßenverkehr
Fahrten über Land bergen aufgrund des z. T. extrem schlechten Straßenzustands und des Verhaltens anderer Verkehrsteilnehmer ein hohes Unfallrisiko und erfordern daher ein sehr hohes Maß an Aufmerksamkeit. Überlandfahrten bei Dunkelheit sind besonders gefährlich und sollten nach Möglichkeit vermieden werden. In der Regenzeit (ca. Dezember bis April) können selbst Nationalstraßen aufgrund von Überschwemmungen unpassierbar sein. Auf einigen wenigen Nebenstrecken, vor allem bei Brücken und Bahnübergängen, besteht noch ein Minenrisiko. Im Landesinneren gibt es noch zahlreiche markierte und unmarkierte Minenfelder.
Die größeren Städte sind per regelmäßigem Flugverkehr erreichbar. Siehe hierzu jedoch den obigen Aktuellen Hinweis.
Kriminalität
Mosambik verzeichnet ein hohes Niveau an Gewaltkriminalität, vor allem innerhalb der Städte. Bewaffnete Überfälle auf Fußgänger, aber auch in Häusern und Wohnungen, und Angriffe auf Fahrzeuge ereignen sich vergleichsweise oft. Ausländer zählen häufig zu den Opfern von Raubdelikten. Mit wirksamem Polizeischutz kann nicht gerechnet werden. Es wird dringend empfohlen, bei einem eventuellen Überfall auf Gegenwehr zu verzichten.
Im Auto sollten die Fenster immer geschlossen und die Türen von innen verriegelt sein. Handtaschen, Fotoapparate usw. sollten nicht sichtbar im Auto liegen.
Es sind einige Fälle bekannt geworden, in denen mosambikanische Polizisten Touristen wegen angeblicher Verkehrsdelikte festgehalten und zur Zahlung von „Bußgeldern“ zu bewegen versucht haben. Grundsätzlich ist nur die Verkehrspolizei (dunkelblaue Hose, weißes Hemd, blaue oder weiße Kappe) zu Verkehrskontrollen berechtigt. Es wird empfohlen, in solchen Fällen stets die Ruhe zu bewahren und auf Aufnahme eines ordentlichen Protokolls zu bestehen. Bußgelder sollten in jedem Falle nur gegen offizielle Quittung gezahlt werden. Es wird empfohlen, sich vorab mit den mosambikanischen Verkehrsvorschriften vertraut zu machen. Hinweise hierzu kann u.a. die mosambikanische Unternehmervereinigung ACIS geben.
Es sind auch Einzelfälle bekannt, in denen deutsche Staatsangehörige bei Identitätskontrollen von der Schutzpolizei (graue Uniformen) bedroht und zur Zahlung von Bestechungsgeldern gedrängt wurden. Es wird auch hier empfohlen, die Ruhe zu bewahren und die Ausweispapiere ohne Diskussion zur Kontrolle vorzuweisen. Grundsätzlich sollten keine Zahlungen an die Polizisten getätigt werden, sofern die Situation nicht eskaliert. Wenn möglich, sollte der Name des Polizisten notiert und der Vorfall im Anschluss direkt bei der nächstgelegenen Polizeistation und der Deutschen Botschaft gemeldet werden.

Allgemeine Reiseinformationen
Ausweispflicht
In Mosambik besteht Ausweispflicht. Die mosambikanische Polizei ist berechtigt, Ausweiskontrollen durchzuführen. Es wird daher empfohlen, stets den Pass mit gültigem Visum / Aufenthaltserlaubnis (DIRE) im Original mit sich zu führen und beglaubigte Kopien der Dokumente separat sicher aufzubewahren. Dies gilt auch im Straßenverkehr für den Führerschein (mosambikanisch oder international, der EU-Führerschein wird in Mosambik nicht anerkannt).
Geld / Kreditkarten
An Geldautomaten kann in allen größeren Städten Bargeld mit EC- oder Kreditkarten abgehoben werden. Kreditkarten werden z.T. in Hotels, Restaurants und Supermärkten in Maputo und anderen größeren Städten akzeptiert. Es wird dennoch empfohlen, ausreichend Bargeld mitzuführen, insbesondere, wenn Reisen ins Landesinnere geplant sind. In Mosambik werden auch US-Dollar und insbesondere im südlichen Mosambik südafrikanische Rand akzeptiert. Euro werden außerhalb Maputos nur selten akzeptiert.
Darüber hinaus sind telegrafische Bargeldüberweisungen nach Mosambik möglich.

Einreisebestimmungen
Visum
Für die Einreise nach Mosambik ist ein Visum erforderlich. Dieses sollte nach Möglichkeit vor der Einreise bei einer der mosambikanischen Auslandsvertretungen eingeholt werden. Visa für touristische Zwecke und nur zur einmaligen Einreise können grundsätzlich auch an einigen der größeren Grenzübergänge zu Mosambik und dem Flughafen Maputo beantragt werden.
Reisende sollten die im Visum gestattete Aufenthaltsdauer nicht überschreiten, da andernfalls hohe Geldstrafen drohen. Für eine Verlängerung des Visums ist eine Ausreise aus Mosambik und Antragstellung im nächstgelegenen mosambikanischen Konsulat erforderlich.
Falls Ausflüge in den angrenzenden südafrikanischen Krüger-Park beabsichtigt sind, sollte man vor der ersten Abreise nach Mosambik eine Mehrfacheinreise (visto múltiplo) beantragen. An Grenzübergängen und in Mosambik ist ein Wiedereinreisevisum nicht erhältlich.
Reisende, die einen anderen als touristischen Aufenthalt planen, müssen zuvor über die zuständige mosambikanische Auslandsvertretung ein Visum einholen. Für einen Daueraufenthalt wird empfohlen, bereits bei Einreise ein deutsches Führungszeugnis mitzubringen.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass Ja: Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Vorläufiger Reisepass Ja: Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Personalausweis nein
Vorläufiger Personalausweis nein
Weitere Anmerkungen Reisende sollten im Besitz einer gültigen Gelbfieberimpfung sein
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja (mit Foto) für Kinder unter 12 Jahre – Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Reisepass Ja: Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Personalausweis nein
Vorläufiger Personalausweis nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) Ja
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) Ja (mit Foto) für Kinder unter 12 Jahre – Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Weitere Anmerkungen Es wird empfohlen, Kindern ab 6 Jahren einen Europapass ausstellen zu lassen, da es in Einzelfällen zu Schwierigkeiten mit den Einwanderungsbehörden gekom men ist. Gleiches gilt für den Eintrag eines Kindes in den Reisepass eines Elternteils.
Einreisebestimmungen können sich ggf. auch kurzfristig und ohne Vorankündigung ändern. Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssen Sie bitte direkt mit der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes klären. Nur diese können eine rechtsverbindliche Auskunft erteilen.
Deutsche Staatsangehörige, die sich längere Zeit in Mosambik aufhalten, sollten sich über die Website der Botschaft registrieren:
https://service.diplo.de/elefandextern/

Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Wertvolle elektronische Geräte müssen bei der Einfuhr deklariert werden. Die Ausfuhr von antiken Geldmünzen ist untersagt.
Die Ausfuhr von Tieren und Pflanzen, die durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen geschützt sind, ist nur unter Vorlage der entsprechenden Aus- und Einfuhrdokumente gestattet, ggf. nach Landesrecht sogar verboten (z. B. Langustinen, Muscheln). Die ungenehmigte Ausfuhr aus Mosambik und Einfuhr nach Deutschland kann eine Straftat darstellen, die mit hohen Geld- und ggf. Haftstrafen geahndet wird. Auf der Internetseite http://www.bfn.de finden Sie unter dem Stichwort WA-Vollzug/CITES ausführliche Informationen zu artenschutzrechtlichen Erfordernissen.
Aufgrund einer Exportbeschränkung für die Landeswährung dürfen nur Beträge von maximal 10.000,- Meticais (MZN) ein- oder ausgeführt werden.
Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft von Mosambik erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls http://www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Es gibt keine besonderen strafrechtlichen Bestimmungen.
Öffentliche Gebäude und Anlagen (z.Bsp. das „Mural“ an der Praça dos Heróis in Maputo oder der Präsidentenpalast), uniformierte Personen, Militäranlagen und -fahrzeuge dürfen nicht fotografiert werden. Im Zweifelsfall ist vorher um Erlaubnis zu fragen.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfieberinfektionsgebiet gefordert. Bei einer direkten Einreise aus Deutschland bzw. anderen nicht-endemischen Ländern ist die Impfung entsprechend den Bestimmungen des mosambikanischen Gesundheitsministeriums nicht erforderlich.
Auch bei der Einreise aus gelbfieberfreien Ländern kann es jedoch in Einzelfällen vorkommen, dass entgegen der landeseigenen Bestimmungen ein Gelbfieberimpfnachweis verlangt wird, alternativ wird eine kostenpflichtige (50 USD) Zwangsimpfung vor Ort durchgeführt. Man sollte in jedem Falle versuchen, diese Zwangsimpfung mit Hinweis auf die internationalen Gesundheitsvorschriften und die landeseigenen Bestimmungen zu vermeiden, da sie für den Aufenthalt in Mosambik keinen medizinischen Nutzen hat.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe http://www.rki.de
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis und ggf. auch Polio, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut sowie Meningokokken-Krankheit (ACWY) empfohlen.
Malaria
Größte Gefährdung für Bevölkerung und Besucher stellt die landesweit und ganzjährig verbreitete Malaria dar (mehr als 85% Malaria tropica, diverse Resistenzen gegen Malariamittel). Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Bei Aufenthalt im Mosambik wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • ganztägig (Dengue, s.u.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS
ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, lebensgefährliches Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Zur Regenzeit kommt es immer wieder zu vermehrten Cholerafällen. Diese schwere Darminfektion betrifft überwiegend ärmere Bevölkerungsanteile mit niedrigen Hygienestandards bei der Wasserversorgung.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion - wo angebracht - durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Dengue-Fieber und Chikungunya-Fieber
sind Ursache für Fieber entlang der Küste. Beide werden durch tagaktive Mücken übertragen. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Häufig fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch/ Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend durchgängig geschützt werden.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, beispielsweise http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Mosambik 24.01.2012

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Mosambik:
Stand 24.01.2012
(Unverändert gültig seit: 24.01.2012)

Letzte Änderung:
Landesspezifische Sicherheitshinweise - Reisen über Land


Aktuelle Hinweise
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman angegriffen und gekapert. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen. Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Reisen über Land / Straßenverkehr
Fahrten über Land bergen aufgrund des z. T. extrem schlechten Straßenzustands und des Verhaltens anderer Verkehrsteilnehmer ein hohes Unfallrisiko und erfordern daher ein sehr hohes Maß an Aufmerksamkeit. Überlandfahrten bei Dunkelheit sind besonders gefährlich und sollten nach Möglichkeit vermieden werden.
Mosambik wird während der Regenzeit (insbesondere, aber nicht ausschließlich in den Monaten Januar bis März) immer wieder von tropischen Stürmen bis hin zur Zyklonstärke heimgesucht, starke Regenfälle in den Nachbarländern verursachen hohe Flusspegelstände und u. U. Überschwemmungen. Hierdurch können Personen- und Sachschäden entstehen sowie Verkehrsverbindungen unterbrochen werden. Die Botschaft empfiehlt daher, sich regelmäßig über die Wetter- und Straßenlage zu unterrichten, insbesondere, wenn Reisen über Land anstehen.
Auf einigen wenigen Nebenstrecken, vor allem bei Brücken und Bahnübergängen, besteht noch ein Minenrisiko. Im Landesinneren gibt es noch zahlreiche markierte und unmarkierte Minenfelder.
Flugreisen
Die europäische Kommission hat mit Wirkung vom 21. April 2011 eine Betriebsuntersagung gegen alle in Mosambik registrierten Fluglinien verkündet, siehe http://ec.europa.eu/transport/air-ban/list_de.htm . Diese Betriebsuntersagung ist das Ergebnis einer Überprüfung der zivilen mosambikanischen Flugsicherheit durch die Internationale Zivile Luftfahrtorganisation (ICAO) im Januar 2010. Bei dieser Überprüfung hat die ICAO gravierende Sicherheitslücken bei der mosambikanischen zivilen Luftfahrtbehörde festgestellt, die für die Überwachung der Flugsicherheit zuständig ist. Die Verbindung Maputo – Lissabon mit Linhas Aéreas de Moçambique/ Mozambican Airlines ist von der Betriebuntersagung nicht betroffen.
Kriminalität
Mosambik verzeichnet ein erhöhtes Niveau an Gewaltkriminalität, vor allem innerhalb der Städte. Bewaffnete Überfälle auf Fußgänger, aber auch in Häusern und Wohnungen, und Angriffe auf Fahrzeuge ereignen sich vergleichsweise oft. Ausländer zählen häufig zu den Opfern von Raubdelikten. Mit wirksamem Polizeischutz kann nicht gerechnet werden. Es wird dringend empfohlen, bei einem eventuellen Überfall auf Gegenwehr zu verzichten.
Im Auto sollten die Fenster immer geschlossen und die Türen von innen verriegelt sein. Handtaschen, Fotoapparate usw. sollten nicht sichtbar im Auto liegen.
Es sind einige Fälle bekannt geworden, in denen mosambikanische Polizisten Touristen wegen angeblicher Verkehrsdelikte festgehalten und zur Zahlung von „Bußgeldern“ zu bewegen versucht haben. Grundsätzlich ist nur die Verkehrspolizei (dunkelblaue Hose, weißes Hemd, blaue oder weiße Kappe) zu Verkehrskontrollen berechtigt. Es wird empfohlen, in solchen Fällen stets die Ruhe zu bewahren und auf Aufnahme eines ordentlichen Protokolls zu bestehen. Bußgelder sollten in jedem Falle nur gegen offizielle Quittung gezahlt werden. Es wird empfohlen, sich vorab mit den mosambikanischen Verkehrsvorschriften vertraut zu machen. Hinweise hierzu kann u.a. die mosambikanische Unternehmervereinigung ACIS geben.
Es sind auch Einzelfälle bekannt, in denen deutsche Staatsangehörige bei Identitätskontrollen von der Schutzpolizei (graue Uniformen) bedroht und zur Zahlung von Bestechungsgeldern gedrängt wurden. Es wird auch hier empfohlen, die Ruhe zu bewahren und die Ausweispapiere ohne Diskussion zur Kontrolle vorzuweisen. Grundsätzlich sollten keine Zahlungen an die Polizisten getätigt werden, sofern die Situation nicht eskaliert. Wenn möglich, sollte der Name des Polizisten notiert und der Vorfall im Anschluss direkt bei der nächstgelegenen Polizeistation und der Deutschen Botschaft gemeldet werden.

Allgemeine Reiseinformationen
Ausweispflicht
In Mosambik besteht Ausweispflicht. Die mosambikanische Polizei ist berechtigt, Ausweiskontrollen durchzuführen. Es wird daher empfohlen, stets den Pass mit gültigem Visum / Aufenthaltserlaubnis (DIRE) im Original mit sich zu führen und beglaubigte Kopien der Dokumente separat sicher aufzubewahren. Dies gilt auch im Straßenverkehr für den Führerschein (mosambikanisch oder international, der EU-Führerschein wird in Mosambik nicht anerkannt).
Geld / Kreditkarten
An Geldautomaten kann in allen größeren Städten Bargeld mit EC- oder Kreditkarten abgehoben werden. Kreditkarten werden z.T. in Hotels, Restaurants und Supermärkten in Maputo und anderen größeren Städten akzeptiert. Es wird dennoch empfohlen, ausreichend Bargeld mitzuführen, insbesondere, wenn Reisen ins Landesinnere geplant sind. In Mosambik werden auch US-Dollar und insbesondere im südlichen Mosambik südafrikanische Rand akzeptiert. Euro werden außerhalb Maputos nur selten akzeptiert.
Darüber hinaus sind telegrafische Bargeldüberweisungen nach Mosambik möglich.

Einreisebestimmungen
Visum
Für die Einreise nach Mosambik ist ein Visum erforderlich. Dieses sollte nach Möglichkeit vor der Einreise bei einer der mosambikanischen Auslandsvertretungen eingeholt werden. Visa für touristische Zwecke und nur zur einmaligen Einreise können grundsätzlich auch an einigen der größeren Grenzübergänge zu Mosambik und dem Flughafen Maputo beantragt werden.
Reisende sollten die im Visum gestattete Aufenthaltsdauer nicht überschreiten, da andernfalls hohe Geldstrafen drohen. Für eine Verlängerung des Visums ist eine Ausreise aus Mosambik und Antragstellung im nächstgelegenen mosambikanischen Konsulat erforderlich.
Falls Ausflüge in den angrenzenden südafrikanischen Krüger-Park beabsichtigt sind, sollte man vor der ersten Abreise nach Mosambik eine Mehrfacheinreise (visto múltiplo) beantragen. An Grenzübergängen und in Mosambik ist ein Wiedereinreisevisum nicht erhältlich.
Reisende, die einen anderen als touristischen Aufenthalt planen, müssen zuvor über die zuständige mosambikanische Auslandsvertretung ein Visum einholen. Für einen Daueraufenthalt wird empfohlen, bereits bei Einreise ein deutsches Führungszeugnis mitzubringen.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass Ja: Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Vorläufiger Reisepass Ja: Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Personalausweis nein
Vorläufiger Personalausweis nein
Weitere Anmerkungen Reisende sollten im Besitz einer gültigen Gelbfieberimpfung sein
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja (mit Foto) für Kinder unter 12 Jahre – Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Reisepass Ja: Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Personalausweis nein
Vorläufiger Personalausweis nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) Ja
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) Ja (mit Foto) für Kinder unter 12 Jahre – Gültigkeit noch sechs Monate bei Einreise
Weitere Anmerkungen Es wird empfohlen, Kindern ab 6 Jahren einen Europapass ausstellen zu lassen, da es in Einzelfällen zu Schwierigkeiten mit den Einwanderungsbehörden gekom men ist. Gleiches gilt für den Eintrag eines Kindes in den Reisepass eines Elternteils.
Einreisebestimmungen können sich ggf. auch kurzfristig und ohne Vorankündigung ändern. Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssen Sie bitte direkt mit der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes klären. Nur diese können eine rechtsverbindliche Auskunft erteilen.
Deutsche Staatsangehörige, die sich längere Zeit in Mosambik aufhalten, sollten sich über die Website der Botschaft registrieren:
https://service.diplo.de/elefandextern/

Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Wertvolle elektronische Geräte müssen bei der Einfuhr deklariert werden. Die Ausfuhr von antiken Geldmünzen ist untersagt.
Die Ausfuhr von Tieren und Pflanzen, die durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen geschützt sind, ist nur unter Vorlage der entsprechenden Aus- und Einfuhrdokumente gestattet, ggf. nach Landesrecht sogar verboten (z. B. Langustinen, Muscheln). Die ungenehmigte Ausfuhr aus Mosambik und Einfuhr nach Deutschland kann eine Straftat darstellen, die mit hohen Geld- und ggf. Haftstrafen geahndet wird. Auf der Internetseite www.bfn.de finden Sie unter dem Stichwort WA-Vollzug/CITES ausführliche Informationen zu artenschutzrechtlichen Erfordernissen.
Aufgrund einer Exportbeschränkung für die Landeswährung dürfen nur Beträge von maximal 10.000,- Meticais (MZN) ein- oder ausgeführt werden.
Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft von Mosambik erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Es gibt keine besonderen strafrechtlichen Bestimmungen.
Öffentliche Gebäude und Anlagen (z.Bsp. das „Mural“ an der Praça dos Heróis in Maputo oder der Präsidentenpalast), uniformierte Personen, Militäranlagen und -fahrzeuge dürfen nicht fotografiert werden. Im Zweifelsfall ist vorher um Erlaubnis zu fragen.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfieberinfektionsgebiet gefordert. Bei einer direkten Einreise aus Deutschland bzw. anderen nicht-endemischen Ländern ist die Impfung entsprechend den Bestimmungen des mosambikanischen Gesundheitsministeriums nicht erforderlich.
Auch bei der Einreise aus gelbfieberfreien Ländern kann es jedoch in Einzelfällen vorkommen, dass entgegen der landeseigenen Bestimmungen ein Gelbfieberimpfnachweis verlangt wird, alternativ wird eine kostenpflichtige (50 USD) Zwangsimpfung vor Ort durchgeführt. Man sollte in jedem Falle versuchen, diese Zwangsimpfung mit Hinweis auf die internationalen Gesundheitsvorschriften und die landeseigenen Bestimmungen zu vermeiden, da sie für den Aufenthalt in Mosambik keinen medizinischen Nutzen mit sich bringt.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe http://www.rki.de
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis und ggf. auch Polio, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut sowie Meningokokken-Krankheit (ACWY) empfohlen.
Malaria
Größte Gefährdung für Bevölkerung und Besucher stellt die landesweit und ganzjährig verbreitete Malaria dar (mehr als 85% Malaria tropica, diverse Resistenzen gegen Malariamittel). Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Bei Aufenthalt in Mosambik wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • ganztägig (Dengue, s.u.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS
ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, lebensgefährliches Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Zur Regenzeit kommt es immer wieder zu vermehrten Cholerafällen. Diese schwere Darminfektion betrifft überwiegend ärmere Bevölkerungsanteile mit niedrigen Hygienestandards bei der Wasserversorgung.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion - wo angebracht - durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Dengue-Fieber und Chikungunya-Fieber
Beide fieberhafte Infektionen treten hauptsächlich im Küstenbereich von Mozambik auf und werden durch tagaktive Mücken übertragen. In der Regel stehen Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen im Vordergrund. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Häufig fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch/ Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend durchgängig geschützt werden.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, beispielsweise www.dtg.org/ oder www.frm-web.de
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt

MODERATOR-NOTE:   Die Reise-/Sicherheitshinweise Mosambik wurden seitens AA vollständig überarbeitet. Wir haben dazu einen neuen Thread gestartet: Reise-/Sicherheitshinweise Mosambik ab 06.11.2012

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