Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Südafrika
Stand 15.11.2023
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- Aktuelles (Kriminalität)
- Sicherheit (Kriminalität)
Aktuelles
Kriminalität
Südafrika verzeichnet eine hohe Kriminalitätsrate. Mit der deutlichen Zunahme des internationalen Tourismus in Südafrika wächst die Wahrscheinlichkeit, dass auch Touristen während ihres Aufenthalts Opfer krimineller Handlungen werden. Insbesondere in den Stadtzentren, informellen Siedlungen (sog. „Townships“) und an einsam gelegenen Orten ist besondere Vorsicht geboten. Siehe auch Sicherheit – Kriminalität.Es kommt vermehrt zu Überfällen auf Fahrzeuge.
- Seien Sie stets wachsam und erkundigen Sie sich vor der Reise bei Ihrem Reiseveranstalter oder Ihrer Unterkunft nach sicheren Reiserouten.
Sicherheit
- Verlassen Sie sich bei Fahrten, insbesonder von und zu den Flughäfen, nicht ausschließlich auf Ihr GPS, sondern erkundigen Sie sich bei Ihrer Autovermietung oder Unterkunft nach sicheren Strecken.
- Nutzen Sie bei Fahrten zu den Flughäfen die Stadtautobahnen und vermeiden Sie Abkürzungen. Insbesondere bei der An-und Abfahrt zum Int. Flughafen Kapstadt sollten vorrangig die Hauptverkehrsstraßen (N2, M3, N1) und keine vermeintlichen Abkürzungen durch „Townships“ in der Umgebung des Flughafens genutzt werden. Bei Nutzung solcher Alternativrouten ist es zuletzt mehrfach zu Raubüberfällen gekommen.
Kriminalität
Südafrika verzeichnet eine hohe Kriminalitätsrate, vor allem in Großstädten und deren Randgebieten. Dies schließt auch Gewalttaten wie Raubüberfälle, Vergewaltigungen und Mord ein. Auch Reisende werden Opfer von Raub, Kurzzeitentführungen, Diebstählen, Einbrüchen und ähnlichen Delikten.
Häufig werden auf den Straßen, vor allem in den Innenstädten, Handtaschen weggerissen. Auch in Hotelrestaurants und -zimmern treten Diebstähle auf. An Geldautomaten kommt es immer wieder zu Manipulationen oder versuchtem Trickbetrug durch Personen, die vorgeben, beim Geldabheben behilflich sein zu wollen, aber tatsächlich das Ziel verfolgen, die Bank-/Kreditkarte gegen eine Fälschung auszutauschen oder die PIN zu erschleichen. Auch andere Betrugsmaschen und Kreditkartenmissbrauch sind verbreitet.
Reisende bzw. Reisegruppen werden auf Autobahnen oder -zufahrten angehalten und ausgeraubt, indem sie z. B. eingekeilt oder vereinzelt durch Fahrzeuge angehalten werden, die sich fälschlicherweise als Polizei ausgeben. Die Strecken von und zu den Flughäfen in Johannesburg und Pretoria sind hiervon besonders betroffen.
In dichtem Verkehr und an roten Ampeln erfolgen häufiger Blitzeinbrüche, sog. „smash-and-grab“- Überfälle, bei denen Autotüren geöffnet oder Scheiben eingeschlagen werden, um Wertgegenstände aus dem Auto zu entwenden. Nach Einbruch der Dunkelheit besteht an weniger befahrenen Straßenkreuzungen die Gefahr von Fahrzeugentführungen (sog. „carjackings“).
Bei Autobahnfahrten im städtischen Umland, insbesondere beim Transit durch bestimmte Vorortgebiete (z.B. Kapstadt: N2 Weg zum und vom Flughafen, Strecke Kapstadt – Stellenbosch/Somerset West-Kapstadt; Pretoria: Fahrten auf der N4 zum Pilanesberg oder zum Flughafen Lanseria auf der N14) besteht bei Dämmerung und Dunkelheit ein erhöhtes Risiko des sog. „Stoning“, d. h. Fahrzeuge werden durch Steinwurf oder auf der Fahrbahn platzierte Steinblöcke zum Abbremsen und Stoppen gezwungen. Die daraus resultierende Situation wird für einen Überfall auf die Insassen genutzt.Krüger Nationalpark
- Führen Sie während Ihres Aufenthalts in Südafrika ein Mobiltelefon mit, tragen Sie dieses im innerstädtischen Bereich nicht sichtbar. Notrufnummern: Polizei 10 111, Rettungsdienste 10 177 oder 112.
- Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; tragen Sie eine beglaubigte Kopie bei sich uns speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
- Tragen Sie Wertsachen nicht zur Schau; verzichten Sie möglichst auf große, wertvolle Handtaschen.
- Behalten Sie Ihre Wertgegenstände in Bars oder Restaurants stets im Auge.
- Gelegentlich kommt es zum gezielten Einsatz von K.-o.-Tropfen oder anderen Betäubungsmitteln zur Vorbereitung einer Vergewaltigung oder eines Raubes. Nehmen Sie daher keine Getränke und Speisen von Unbekannten an. Lassen Sie Ihre Getränke und Speisen in Restaurants nicht unbeaufsichtigt.
- Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
- Lassen Sie Ihre Kreditkarte nie aus den Augen, sondern bestehen Sie auf ein portables Lesegerät.
- Wählen Sie keine Geldautomaten auf offener Straße, sondern in Einkaufszentren, Supermärkten oder Banken und lassen Sie sich nie von Fremden beobachten oder helfen.
- Meiden Sie Überlandfahrten nach Einbruch der Dunkelheit.
- Meiden Sie nach Geschäftsschluss und insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit die Innenstädte von Johannesburg, Kapstadt, Pretoria, Durban, Port Elizabeth und anderer großer Städte; an Sonn- und Feiertagen sollten Sie sich nur in Gruppen in den Innenstädten aufhalten. Lassen Sie auch tagsüber Vorsicht walten.
- Verzichten Sie bei einem Überfall auf jede Gegenwehr und kooperieren Sie; die Täter könnten bewaffnet sein und Stich- oder Schusswaffen ohne Zögern einsetzen.
- Halten Sie Autofenster immer geschlossen und Autotüren von innen verriegelt.
- Verzichten Sie unbedingt auf das Fahren als Anhalter und die Mitnahme von Anhaltern.
- Lassen Sie Handtaschen, Fotoapparate, Mobiltelefone etc. nie sichtbar im Auto liegen, sondern transportieren diese im verschlossenen Kofferraum.
- Achten Sie bei Wartezeiten an großen Kreuzungen aufmerksam auf Ihre Umgebung und halten Sie ausreichend Abstand zu anderen Fahrzeugen.
- Unternehmen Sie Ausflüge am besten nur in Gruppen. Wenn Sie alleine reisen, suchen Sie möglichst Anschluss an größere Reisegruppen.
- Nutzen Sie bei Ausflügen in öffentlich zugängliche Naturflächen und Parks und zu bekannten Sehenswürdigkeiten keine einsam gelegenen Straßen oder Wanderwege und meiden Sie unbelebte Gegenden. Unternehmen Sie Township-Besuche nur in organisierter Form und nur mit ortskundiger Führung.
- Achten Sie als Rucksacktourist auf sichere Unterkünfte. Einschlägige Reiseführer geben Empfehlungen für Backpacker Hostels ab; trotzdem ist Vorsicht geboten.
- Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.
Die Südafrikanische Nationalparkverwaltung empfiehlt Reisenden aus Sicherheitsgründen, von der Nutzung des sog. Numbi-Gates bei Einfahrt in den Krüger Nationalpark abzusehen und alternative Einfahrtstore zu nutzen. In der Umgebung des Numbi-Gates kam es bereits mehrfach zu Raubüberfällen auf Touristen, teils unter erheblicher (in Einzelfällen tödlicher) Gewaltanwendung.Kapstadt und Garden Route
- Meiden Sie das Numbi-Gate bei der Ein- und Ausfahrt in den Krüger Nationalpark.
- Seien Sie auf der Zubringerstraße zwischen White River und Hazyview (R538) besonders wachsam bezüglich möglicher Überfallversuche auf KFZ.
Die Tourismus-Sicherheitseinheit der Regierung des Westkaps empfiehlt Reisenden aus Sicherheitsgründen, Wanderungen nicht alleine und nur in Gruppen durchzuführen. Vor allem auf den Wanderwegen um den Tafelberg (Devil’s Peak, Lion’s Head und Signal Hill) in Kapstadt kam es zuletzt mehrfach zu Raubüberfällen auf Touristen. Die Tourismus-Sicherheitseinheit bietet, insbesondere für den Großraum Kapstadt und entlang der Garden Route, internationalen Reisenden Unterstützung an, gibt Sicherheitstipps und teilt Notfallnummern mit.
Addo Elephant Park
Die Südafrikanische Nationalparkverwaltung empfiehlt Reisenden aus Sicherheitsgründen, bei einer Anfahrt von Port Elizabeth (Gqeberha) von der Nutzung der R335 über Motherwell abzusehen und alternativ die N2 über Colchester für die Anfahrt zum Addo Elephant Park zu nutzen.
- Verzichten Sie bei einem Überfall auf jede Gegenwehr, die Täter könnten bewaffnet sein und Stich- oder Schusswaffen ohne Zögern einsetzen.
Gruß
Birgitt


