Reisewarnung Niger 18.03.2026 | Ausreiseaufruf

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Birgitt
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Teilreisewarnung Niger 24.03.2021

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Niger
Stand 24.03.2021

Letzte Änderungen:
- Sicherheit - Teilreisewarnung (Terrorismus; Innenpolitische Lage)


Sicherheit - Teilreisewarnung
Vor Reisen in die folgenden Regionen (Provinzen) wird gewarnt:
  • Region Agadez,
  • Region Diffa einschließlich der Stadt Diffa,
  • Region Zinder
  • Region Maradi
  • Region Tahoua
  • Region Dosso
  • Region Tillabéri einschließlich der Stadt Tillaberi,
  • Wildpark (Giraffenreservat) von Kouré,
  • Park W im Dreiländereck Niger, Benin, Burkina Faso.

Von Reisen in die übrigen Landesteile mit Ausnahme der Hauptstadt Niamey wird dringend abgeraten.

Terrorismus

Es besteht in den genannten Regionen ein teils hohes Risiko von Entführungen, Gewaltkriminalität und mancherorts auch von Terroranschlägen. Westliche Staatsangehörige sind bevorzugte Entführungsopfer dschihadistischer Terrorgruppen und krimineller Banden und werden gezielt ausgespäht. Staatsangehörige mehrerer westlicher Staaten wurden in den vergangenen Jahren in Niger entführt und befinden sich z.T. seit Jahren in den Händen der Entführer.

Am 9. August 2020 kam es zu dem bis dahin folgenschwersten Angriff auf Ausländer, bei dem im Giraffenreservat Kouré 60 km südöstlich von Niamey sechs französische Staatsbürger und zwei nigrische Begleiter ermordet wurden. Weitere gezielte Angriffe auf Ausländer und von Ausländern frequentierte Orte und Einrichtungen können nicht ausgeschlossen werden. Die Stadt Niamey scheint aber bis auf weiteres von den nigrischen Sicherheitskräften ausreichend gesichert zu sein.

In den an Mali und Burkina Faso grenzenden Departements der Region Tillabéri im Norden der Region Tahoua wie auch in den an Tschad und Nigeria grenzenden Departements der Region Diffa kommt es immer wieder zu dschihadistischen Angriffen und Anschlägen mit improvisierten Sprengsätzen auf traditionelle Führer, die Bevölkerung und Flüchtlinge sowie gelegentlich auf die Sicherheitskräfte und auf zivile staatliche Einrichtungen. Zuletzt wurden bei einem Angriff auf zwei Dörfer in der Region Tahoua an der Grenze zu Mali am 21. März 2021 über 150 Dorfbewohner von Dschihadisten ermordet.
Ausländer dürfen im ganzen Land außerhalb der Städte nur mit bewaffneter Eskorte reisen. Dies gilt auch für Entwicklungs- und Hilfsorganisationen.
  • Lassen Sie sich bei Bewegungen in der Hauptstadt Niamey von einem vertrauenswürdigen und ortskundigen Führer begleiten.
  • Reisen Sie in die Städte Agadez, Tahoua, Maradi und Zinder nur auf dem Luftweg und lassen Sie sich vor Ort von einem vertrauenswürdigen und ortskundigen Führer begleiten.
  • Sollten Sie Gebiete wie Tillabéri und Diffa bereisen müssen, für die die Reisewarnung gilt, achten Sie unbedingt auf eine robuste Sicherheitsbegleitung und lassen Sie sich mit bewaffneter Eskorte begleiten, ggf. auch dort, wo es nicht verpflichtend vorgeschrieben ist. Vermeiden Sie Übernachtungen in jedem Fall und kündigen Sie Reisen nur kurzfristig an.
  • Seien Sie insbesondere an belebten Orten und bei besonderen Anlässen aufmerksam.
  • Meiden Sie größeren Menschansammlungen.
  • Beachten Sie auch den weltweiten Sicherheitshinweis.
Innenpolitische Lage
Seit seiner Rückkehr zur Demokratie mit freien und demokratischen Wahlen 2010 befindet sich Niger in einem innenpolitisch stabilen Zustand.

Auch die Wahlen der letzten Monate (Kommunalwahlen, Parlamentswahlen und erste Runde der Präsidentschaftswahlen im Dezember 2020, Stichwahl um die Präsidentschaft im Februar 2021) verliefen friedlich und weitgehend ohne Zwischenfälle. Seit Verkündigung des vorläufigen amtlichen Ergebnisses am 23. Februar 2021 finden allerdings sporadisch Protestaktionen von Oppositionsanhängern auf städtischen Straßen statt. Das Verfassungsgericht hat am 21. März 2021 den Wahlsieg des Regierungskandidaten Mohamed Bazoum bestätigt.

In Niamey wie in anderen größeren Städten kommt es auch außerhalb des Wahlkampfs vereinzelt zu Demonstrationen durch Studenten, anderen Gruppen und Organisationen der Zivilgesellschaft, bei denen immer wieder auch Unmut über die Präsenz ausländischer Militäreinheiten in Niger geäußert wird. Auch wenn diese meist friedlich verlaufen, sind sie in ihrer Dynamik schwer einzuschätzen.

In den nördlichen Landesteilen (im Aïr- und in Teilen des Djado-Gebirges) stellen früher verlegte, noch nicht in allen Gebieten geräumte Landminen eine zusätzliche besondere Gefahr dar. Die betroffenen Zonen sind ortskundigen Führern und dem Militär bekannt und müssen weiträumig umfahren werden.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
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Hinweise zum Corona-Virus im Niger siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus

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Teilreisewarnung Niger 31.03.2021

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Niger
Stand 31.03.2021

Letzte Änderungen:
- Aktuelles - Unruhen nach Wahlen


Aktuelles
Unruhen nach Wahlen

Nach den Präsidentschaftswahlen konnte ein offensichtlicher Putschversuch in der Nacht auf den 31. März 2021 in der Hauptstadt Niamey vereitelt werden. Die Lage hat sich zwar beruhigt, aber weitere Unruhen können nicht ausgeschlossen werden.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien und seien Sie besonders vorsichtig.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie stets den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Auswärtiges Amt

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Teilreisewarnung Niger 28.04.2021

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Niger
Stand 28.04.2021

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Gefahren durch Terrorismus)
- Innenpolitische Lage


Aktuelles
Entspannung nach Wahlen, Gefahren durch Terrorismus und Kriminalität

Nach Amtsübernahme von Präsident Bazoum am 02. April 2021 hat sich die politische Lage in Niger zwar beruhigt, aber das Risiko, Opfer von Gewaltkriminalität oder Entführungen zu werden, bleibt bestehen. In vielen Regionen der Sahelregion einschließlich Nigers besteht gerade für westliche Ausländer ein erhöhtes Risiko von Entführungen. Dies kann selbst für die Hauptstadt Niamey nie ganz ausgeschlossen werden.
  • Seien Sie besonders vorsichtig, auch in der Hauptstadt Niamey.
  • Beachten Sie die geltende Teilreisewarnung und ausführlichen Hinweise unter Sicherheit
Sicherheit
Innenpolitische Lage

Seit seiner Rückkehr zur Demokratie mit freien und demokratischen Wahlen 2010 befindet sich Niger in einem innenpolitisch stabilen Zustand.

Auch die Kommunalwahlen und Parlamentswahlen im Dezember 2020 und die Stichwahl um die Präsidentschaft im Februar 2021) verliefen friedlich und weitgehend ohne Zwischenfälle. Sporadische Protestaktionen von Oppositionsanhängern auf städtischen Straßen sind seit der Amtsübernahme des neuen Präsidenten Mohamed Bazoum zum Erliegen gekommen.

In Niamey wie in anderen größeren Städten kommt es auch außerhalb des Wahlkampfs vereinzelt zu Demonstrationen durch Studenten, anderen Gruppen und Organisationen der Zivilgesellschaft, bei denen immer wieder auch Unmut über die Präsenz ausländischer Militäreinheiten in Niger geäußert wird. Auch wenn diese meist friedlich verlaufen, sind sie in ihrer Dynamik schwer einzuschätzen.

In den nördlichen Landesteilen (im Aïr- und in Teilen des Djado-Gebirges) stellen früher verlegte, noch nicht in allen Gebieten geräumte Landminen eine zusätzliche besondere Gefahr dar. Die betroffenen Zonen sind ortskundigen Führern und dem Militär bekannt und müssen weiträumig umfahren werden.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
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Teilreisewarnung Niger 27.06.2022

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Niger
Stand 27.06.2022

Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Teilreisewarnung, Terrorismus, Innenpolitische Lage)
- Gesundheit (Impfschutz, Gelbfieber, Cholera)


Sicherheit - Teilreisewarnung
Vor Reisen in die folgenden Regionen (Provinzen) wird gewarnt:
  • Region Agadez, mit Ausnahme der Stadt Agadez,
  • Region Diffa einschließlich der Stadt Diffa,
  • Region Zinder mit Ausnahme der Stadt Zinder,
  • Region Maradi mit Ausnahme der Stadt Maradi,
  • Region Tahoua mit Ausnahme der Stadt Tahoua,
  • Region Dosso mit Ausnahme der Stadt Dosso,
  • Region Tillabéri einschließlich der Stadt Tillaberi,
  • Wildpark (Giraffenreservat) von Kouré,
  • Park W im Dreiländereck Niger, Benin, Burkina Faso.
Von Reisen in die Städte Agadez, Zinder, Maradi, Tahoua und Dosso wird abgeraten.

Terrorismus

Es besteht in den genannten Regionen ein hohes Risiko von Entführungen, Gewaltkriminalität und mancherorts auch von Terroranschlägen. Westliche Staatsangehörige sind bevorzugte Entführungsopfer von Terrorgruppen und krimineller Banden und werden gezielt ausgespäht. Staatsangehörige mehrerer westlicher Staaten wurden in den vergangenen Jahren in Niger entführt und befinden sich z.T. seit Jahren in den Händen der Entführer.

Am 9. August 2020 kam es zu dem bis dahin folgenschwersten Angriff auf Ausländer, bei dem im Giraffenreservat Kouré 60 km südöstlich von Niamey sechs französische Staatsangehörige und zwei nigrische Begleiter ermordet wurden. Weitere gezielte Angriffe auf Ausländer und von Ausländern frequentierte Orte und Einrichtungen können nicht ausgeschlossen werden. Die Stadt Niamey scheint bislang von den nigrischen Sicherheitskräften ausreichend vor Terroranschlägen geschützt zu sein. Ein Restrisiko kann jedoch selbst für die Hauptstadt nicht vollständig ausgeschlossen werden.

In den an Mali und Burkina Faso grenzenden Departements der Region Tillabéri im Norden der Region Tahoua wie auch in den an Tschad und Nigeria grenzenden Departements der Region Diffa kommt es immer wieder zu dschihadistischen Angriffen und Anschlägen mit improvisierten Sprengsätzen auf traditionelle Führer, die Bevölkerung und Flüchtlinge sowie gelegentlich auf die Sicherheitskräfte und auf zivile staatliche Einrichtungen.
Ausländer dürfen im ganzen Land außerhalb der Städte nur mit bewaffneter Eskorte reisen. Dies gilt auch für Entwicklungs- und Hilfsorganisationen.
  • Lassen Sie sich bei Bewegungen in der Hauptstadt Niamey von einem vertrauenswürdigen und ortskundigen Führer begleiten.
  • Reisen Sie in die Städte Agadez, Tahoua, Maradi und Zinder nur auf dem Luftweg und lassen Sie sich vor Ort von einem vertrauenswürdigen und ortskundigen Führer begleiten.
  • Sollten Sie Gebiete bereisen müssen, für die die Reisewarnung gilt, achten Sie unbedingt auf eine robuste Sicherheitsbegleitung und lassen Sie sich von bewaffneter Eskorte begleiten, ggf. auch dort, wo es nicht verpflichtend vorgeschrieben ist. Vermeiden Sie Übernachtungen und kündigen Sie Reisen nur kurzfristig an.
  • Seien Sie insbesondere an belebten Orten und bei besonderen Anlässen aufmerksam.
  • Meiden Sie größeren Menschansammlungen.
  • Beachten Sie auch den weltweiten Sicherheitshinweis.
Innenpolitische Lage
Mit freien und demokratischen Wahlen erlebte Niger 2010 den ersten verfassungsmäßigen Übergang in seiner Geschichte von einer Regierung auf die folgende.

Auch die Kommunalwahlen und Parlamentswahlen im Dezember 2020 und die Stichwahl um die Präsidentschaft im Februar 2021 verliefen friedlich und weitgehend ohne Zwischenfälle. Sporadische Protestaktionen von Oppositionsanhängern auf städtischen Straßen sind seit der Amtsübernahme des neuen Präsidenten Mohamed Bazoum zum Erliegen gekommen.

In Niamey wie in anderen größeren Städten kommt es vereinzelt zu Demonstrationen durch Studenten und andere Gruppen und Organisationen der Zivilgesellschaft, bei denen immer wieder auch Unmut über die Präsenz ausländischer Militäreinheiten in Niger geäußert wird. Auch wenn diese meist friedlich verlaufen, sind sie in ihrer Dynamik schwer einzuschätzen.

In den nördlichen Landesteilen (im Aïr- und in Teilen des Djado-Gebirges) stellen früher verlegte, noch nicht in allen Gebieten geräumte Landminen eine zusätzliche besondere Gefahr dar. Die betroffenen Zonen sind ortskundigen Führern und dem Militär bekannt und müssen weiträumig umfahren werden.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Gesundheit
Impfschutz

Impfbestimmungen können aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 derzeit abweichen, siehe Aktuelles.

Allgemeiner Impfschutz
  • Bitte beachten Sie, dass laut WHO Einwohnern und Langzeitreisenden über 4 Wochen eine Impfung gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) 4 Wochen bis 12 Monate vor Ausreise benötigen, siehe Merkblatt Poliomyelitis. Falls Sie kürzer als 4 Wochen im Land sind, ist ein vollständiger Impfschutz gegen Poliomyelitis empfohlen.
  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Polio, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen. Aufgrund der immer wiederkehrenden Masernausbrüche sollte auf einen Schutz auch bei Erwachsenen geachtet werden.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen .
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.
Während der Trockenzeit (Dezember–April) kommt es in den Ländern des „Afrikanischen Meningitisgürtels“ regelmäßig zu Meningitis-Epidemien (s.u). Als Erreger werden überwiegend Pneumokokken und Meningokokken identifiziert.
Eine tetravalente Meningokokken-Impfung kann bei besonderer Exposition oder Langzeitaufenthalt sinnvoll sein. Eine Pneumokokken-Impfung wird als Reiseimpfung nicht empfohlen, da die zirkulierenden Serotypen in Westafrika nicht bekannt sind und die verfügbaren Impfstoffe nur wenige Serotypen abdecken.

Gelbfieber
Niger ist gemäß WHO Gelbfieberinfektionsgebiet. Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Reisenden ≥ neun Monaten vorgeschrieben und medizinisch sinnvoll.

Cholera
In Niger muss mit Choleraausbrüchen gerechnet werden. Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Cholera ist eine akute Durchfallerkrankung, die unbehandelt innerhalb weniger Stunden zum Tod führen kann. Allerdings erkrankt nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Schwere Fälle müssen schnell mit intravenöser Flüssigkeit und Antibiotika behandelt werden. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie z.B. der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Merkblatt Cholera.
  • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils ggf. durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.
Auswärtiges Amt

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Teilreisewarnung Niger 22.12.2022

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Niger
Stand 22.12.2022

Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Teilreisewarnung; Terrorismus; Innenpolitische Lage; Kriminalität)
- Reiseinfos (Infrastruktur/Verkehr; Geld/Kreditkarten)


Sicherheit - Teilreisewarnung
Vor Reisen in die folgenden Regionen (Provinzen) wird gewarnt:
  • Region Agadez, mit Ausnahme der Stadt Agadez,
  • Region Diffa einschließlich der Stadt Diffa,
  • Region Zinder mit Ausnahme der Stadt Zinder,
  • Region Maradi mit Ausnahme der Stadt Maradi,
  • Region Tahoua mit Ausnahme der Stadt Tahoua,
  • Region Dosso mit Ausnahme der Stadt Dosso,
  • Region Tillabéri einschließlich der Stadt Tillaberi,
  • Wildpark (Giraffenreservat) von Kouré,
  • Park W im Dreiländereck Niger, Benin, Burkina Faso.
Terrorismus
Es besteht in den vorgenannten Regionen ein hohes Risiko von Entführungen, Gewaltkriminalität und mancherorts auch von Terroranschlägen. Westliche Staatsangehörige sind bevorzugte Entführungsopfer von Terrorgruppen und krimineller Banden und werden gezielt ausgespäht. Staatsangehörige mehrerer westlicher Staaten wurden in den vergangenen Jahren in Niger entführt und befinden sich z.T. seit Jahren in den Händen der Entführer.

Im August 2020 kam es zu dem bis dahin folgenschwersten Angriff auf Ausländer, bei dem im Giraffenreservat Kouré 60 km südöstlich von Niamey sechs französische Staatsangehörige und zwei nigrische Begleiter ermordet wurden. Weitere gezielte Angriffe auf Ausländer und von Ausländern frequentierte Orte und Einrichtungen können nicht ausgeschlossen werden. Die Stadt Niamey scheint bislang von den nigrischen Sicherheitskräften ausreichend vor Terroranschlägen geschützt zu sein. Ein Restrisiko kann jedoch selbst für die Hauptstadt nicht vollständig ausgeschlossen werden.

In den an Mali und Burkina Faso grenzenden Departements der Region Tillabéri im Norden der Region Tahoua wie auch in den an Tschad und Nigeria grenzenden Departements der Region Diffa kommt es immer wieder zu Überfällen, die hauptsächlich auf Sicherheitskräfte abzielen, aber auch auf traditionelle Führer und die lokal ansässige Bevölkerung.
Für Inlandsreisen besteht die staatliche Auflage, dass Niamey per Kfz nur in bewaffneter Begleitung verlassen werden darf. Auch Flugreisen gestalten sich für nicht einheimische Privatreisende schwierig (nur mit Charter- bzw. UNHAS-Flug).

Reisen in die Städte Agadez, Zinder, Maradi, Tahoua und Dosso sind nur in Begleitung einer lokalen Person des Vertrauens oder mit einem bewaffneten Personenschutz der Polizei (zwei Beamte in Zivilkleidung) kurzfristig mit bis zu zwei Tagen Aufenthalt möglich.

Darüberhinaus dürfen Ausländer im ganzen Land außerhalb der Städte nur mit bewaffneter Eskorte reisen. Dies gilt auch für Entwicklungs- und Hilfsorganisationen.
  • Lassen Sie sich bei Bewegungen in der Hauptstadt Niamey von einem vertrauenswürdigen und ortskundigen Führer begleiten. Beachten Sie die staatlichen Auflagen bei Reisen außerhalb Niameys.
  • Führen Sie Inlandsreisen nach Möglichkeit mit dem Flugzeug durch.
  • Sollten Sie Gebiete bereisen müssen, für die die Reisewarnung gilt, achten Sie unbedingt auf eine robuste Sicherheitsbegleitung und lassen Sie sich von bewaffneter Eskorte begleiten, ggf. auch dort, wo es nicht verpflichtend vorgeschrieben ist. Vermeiden Sie Übernachtungen und kündigen Sie Reisen nur kurzfristig an.
  • Seien Sie insbesondere an belebten Orten und bei besonderen Anlässen aufmerksam.
  • Meiden Sie größeren Menschansammlungen.
  • Beachten Sie auch den weltweiten Sicherheitshinweis.
Innenpolitische Lage
Mit freien und demokratischen Wahlen erlebte Niger 2021 den ersten verfassungsmäßigen Übergang in seiner Geschichte von einer Regierung auf die folgende.

Die Kommunal- und Parlamentswahlen im Dezember 2020 sowie die Stichwahl um die Präsidentschaft im Februar 2021 verliefen friedlich und weitgehend ohne Zwischenfälle. Sporadische Protestaktionen von Oppositionsanhängern auf städtischen Straßen sind seit der Amtsübernahme des neuen Präsidenten Mohamed Bazoum zum Erliegen gekommen.

In Niamey wie in anderen größeren Städten kommt es vereinzelt zu Demonstrationen durch Studenten und andere Gruppen und Organisationen der Zivilgesellschaft, bei denen immer wieder auch Unmut über die Präsenz ausländischer Militäreinheiten in Niger geäußert wird. Auch wenn diese meist friedlich verlaufen, sind sie in ihrer Dynamik schwer einzuschätzen.

In den nördlichen Landesteilen (im Aïr- und in Teilen des Djado-Gebirges) stellen früher verlegte, noch nicht in allen Gebieten geräumte Landminen eine zusätzliche besondere Gefahr dar. Die betroffenen Zonen sind ortskundigen Führern und dem Militär bekannt und müssen weiträumig umfahren werden.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Kriminalität
In der Vergangenheit gab es vereinzelte bewaffnete Überfälle in der Hauptstadt Niamey. Ein Großteil dieser Delikte findet jedoch außerhalb der größeren Städte in den Regionen Tillabéri, Tahoua und Agadez statt. In der Region und der Stadt Agadez kam es in den letzten Monaten zu gezielten Raubüberfällen auf Privatpersonen in Bussen oder in der Stadt, die große Mengen an Gold oder Bargeld mit sich führten.

Eigentumsdelikte wie Einbrüche, Taschendiebstahl und Handtaschenraub kommen in Niamey ebenfalls vor.
  • Vermeiden Sie Unternehmungen in entlegenen Stadtvierteln und bei Dunkelheit im gesamten Stadtgebiet von Niamey ohne ortskundige Begleitung.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf.
  • Nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, auf Märkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.
Reiseinfos
Infrastruktur/Verkehr

Siehe Sicherheit – Terrorismus.

Die Straßen in Niger sind in häufig schlechtem Zustand. Gut ausgebaute Abschnitte gehen ohne Vorwarnung in Strecken mit tiefen Schlaglöchern oder Pisten über. Riskante Fahrweise, freilaufende Tiere und Fahrzeuge in schlechtem technischem Zustand können zusätzlich für Gefahr sorgen. Auf bestimmten Routen außerhalb der großen Städte in den Regionen Agadez, Zinder, Tahoua und Tillabéri besteht zudem die Gefahr von Straßensperren durch Banditen.
Von Fahrten in der Dunkelheit außerhalb der Städte wird abgeraten. Während der Wintermonate um den Jahreswechsel beginnt die Dunkelheit bereits um 18 Uhr und setzt ohne Dämmerungszeiten sofort ein.
Auf Asphaltstraßen wird an offiziell gekennzeichneten Stellen „poste de péage“ Straßennutzungsgebühr erhoben.

Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der CFA Franc (West XOF). Es besteht in Niger außerhalb der Hauptstadt kein Bankautomatennetz. Kreditkarten können nur in sehr wenigen Restaurants/Hotels sowie in einigen wenigen großen Supermärkten in Niamey, und auch meist nur auf bestimmte Kartenarten (Visa, vereinzelt auch Mastercard) beschränkt, benutzt werden. Kreditkarten von American Express funktionieren in Niger nicht. Deshalb ist auf ausreichende Bargeldmitnahme zu achten.
Hinweise zum Corona-Virus im Niger siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus

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Teilreisewarnung Niger 31.03.2023

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Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Terrorismus / Anschlagsgefahr)
- Sicherheit (Terrorismus)
- Gesundheit


Aktuelles
Terrorismus / Anschlagsgefahr

Im Bereich der Hauptstadt Niamey besteht derzeit eine erhöhte Gefahr von terroristischen Anschlägen. Dabei können grundsätzlich auch Orte im Fokus stehen, die von Ausländern frequentiert werden (siehe Sicherheit – Terrorismus).
  • Meiden Sie Örtlichkeiten, die vor allem von internationalem Publikum frequentiert werden.
  • Meiden Sie größere Menschenansammlungen.
  • Seien Sie an öffentlichen Orten besonders vorsichtig und aufmerksam.
  • Machen Sie sich mit Ihrer Umgebung (u.a. mit jeweils nahegelegenen Anlaufpunkten wie Kommissariaten und Gendarmeriestationen) vertraut.
  • Folgen Sie den Anweisungen der lokalen Behörden und Sicherheitskräften.
  • Halten Sie sich soweit möglich zu den aktuellen Entwicklungen über die lokalen und sozialen Medien informiert.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts, wenn Sie sich aktuell in Niger aufhalten. Wenn Sie bereits registriert sind, kontrollieren Sie, ob Ihre Daten noch aktuell sind.
Sicherheit
Terrorismus

Es besteht in den vorgenannten Regionen ein hohes Risiko von Entführungen, Gewaltkriminalität und mancherorts auch von Terroranschlägen. Westliche Staatsangehörige sind bevorzugte Entführungsopfer von Terrorgruppen und krimineller Banden und werden gezielt ausgespäht. Staatsangehörige mehrerer westlicher Staaten wurden in den vergangenen Jahren in Niger entführt und befinden sich z.T. seit Jahren in den Händen der Entführer.

2020 kam es zu dem bis dahin folgenschwersten Angriff auf Ausländer, bei dem im Giraffenreservat Kouré 60 km südöstlich von Niamey sechs französische Staatsangehörige und zwei nigrische Begleiter ermordet wurden. Weitere gezielte Angriffe auf Ausländer und von Ausländern frequentierte Orte und Einrichtungen können auch in Niamey nicht ausgeschlossen werden (siehe Aktuelles).

In den an Mali und Burkina Faso grenzenden Departements der Region Tillabéri im Norden der Region Tahoua wie auch in den an Tschad und Nigeria grenzenden Departements der Region Diffa kommt es immer wieder zu Überfällen, die hauptsächlich auf Sicherheitskräfte abzielen, aber auch auf traditionelle Führer und die lokal ansässige Bevölkerung.
Für Inlandsreisen besteht die staatliche Auflage, dass Niamey per Kfz nur in bewaffneter Begleitung verlassen werden darf. Auch Flugreisen gestalten sich für nicht einheimische Privatreisende schwierig (nur mit Charter- bzw. UNHAS-Flug).

Reisen in die Städte Agadez, Zinder, Maradi, Tahoua und Dosso sind nur in Begleitung einer lokalen Person des Vertrauens oder mit einem bewaffneten Personenschutz der Polizei (zwei Beamte in Zivilkleidung) kurzfristig mit bis zu zwei Tagen Aufenthalt möglich.

Darüber hinaus dürfen Ausländer im ganzen Land außerhalb der Städte nur mit bewaffneter Eskorte reisen. Dies gilt auch für Entwicklungs- und Hilfsorganisationen.
  • Lassen Sie sich bei Bewegungen in der Hauptstadt Niamey von einem vertrauenswürdigen und ortskundigen Führer begleiten. Beachten Sie die staatlichen Auflagen bei Reisen außerhalb Niameys.
  • Führen Sie Inlandsreisen nach Möglichkeit mit dem Flugzeug durch.
  • Sollten Sie Gebiete bereisen müssen, für die die Reisewarnung gilt, achten Sie unbedingt auf eine robuste Sicherheitsbegleitung und lassen Sie sich von bewaffneter Eskorte begleiten, ggf. auch dort, wo es nicht verpflichtend vorgeschrieben ist. Vermeiden Sie Übernachtungen und kündigen Sie Reisen nur kurzfristig an.
  • Seien Sie insbesondere an belebten Orten und bei besonderen Anlässen aufmerksam.
  • Meiden Sie größeren Menschenansammlungen.
  • Beachten Sie auch den weltweiten Sicherheitshinweis.
Gesundheit
Impfschutz

Niger ist gemäß WHO Gelbfieberinfektionsgebiet. Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Reisenden ab neun Monaten bei Einreise vorgeschrieben.
  • Bitte beachten Sie, dass laut WHO Einwohnern und Langzeitreisenden über vier Wochen eine Impfung gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) vier Wochen bis 12 Monate vor Ausreise benötigen, siehe Poliomyelitis. Falls Sie kürzer als vier Wochen im Land sind, ist ein vollständiger Impfschutz gegen Poliomyelitis empfohlen.
  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Polio, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Dengue-Fieber, Hepatitis B, Meningokokken ACWY, Typhus und Tollwut empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung in den Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.
Dengue-Fieber
Dengue-Viren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Eine Chemoprophylaxe und eine spezifische Therapie existieren nicht. Eine Impfung ist verfügbar, siehe Dengue-Fieber.
  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.
  • Lassen Sie sich bezüglich einer Impfung von Tropen- und/oder Reisemedizinern beraten.
Malaria
Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Malaria .
  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko bei Reisen südlich der Sahara. Bei Reisen nur in die Sahara liegt ganzjährig ein geringes Risiko vor, siehe Ständiger Ausschuss Reisemedizin (StAR) der DTG.
Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:
  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz.
Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.
  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.
HIV/AIDS
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.
  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.
Durchfallerkrankungen
Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Durchfallerkrankungen . Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:
  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch den Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.
Cholera
In Niger muss mit Choleraausbrüchen gerechnet werden. Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Cholera ist eine akute Durchfallerkrankung, die unbehandelt innerhalb weniger Stunden zum Tod führen kann. Allerdings erkrankt nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Schwere Fälle müssen schnell mit intravenöser Flüssigkeit und Antibiotika behandelt werden. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie z.B. der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Cholera.
  • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils ggf. durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.
Virushepatitis
Virus-Hepatitiden werden vor allem durch die Hepatitisviren A, B, C, D und E verursacht und entsprechend bezeichnet.

Hepatitis A und E: Die Viren werden mit dem Stuhl ausgeschieden und i.d.R. übertragen, indem sie von anderen Menschen über den Mund aufgenommen werden (fäkal-orale Übertragung) oder über verunreinigtes Wasser.

Hepatitis B, C und D: Die Viren werden vor allem durch Blut und beim Geschlechtsverkehr übertragen.

Symptomarme Verläufe kommen ebenso vor, wie schwere Entzündungen der Leber mit nachfolgenden chronischen Schädigungen, siehe Virushepatitis.

Meningokokken-Krankheit
Vor allem während der Trockenzeit von Dezember bis April kommt es in den Ländern des „Afrikanischen Meningitisgürtels“ gehäuft zu Hirnhautentzündungen durch dieses Bakterium, siehe Meningokokken. Als Erreger werden überwiegend Pneumokokken und Meningokokken identifiziert.
Eine tetravalente Meningokokken-Impfung kann bei besonderer Exposition oder Langzeitaufenthalt sinnvoll sein. Eine Pneumokokken-Impfung wird als Reiseimpfung nicht empfohlen, da die zirkulierenden Serotypen in Westafrika nicht bekannt sind und die verfügbaren Impfstoffe nur wenige Serotypen abdecken.
  • Lassen Sie sich hinsichtlich einer Meningokokken-Impfung (ACWY) beraten und ggf. impfen.
Rift-Valley-Fieber (RVF)
Das RVF ist eine Zoonose (von Tier auf den Menschen übertragbare Erkrankung), die in Afrika südlich der Sahara immer wieder epidemisch und epizootisch auftritt, so auch in Niger.

RVF betrifft vor allem beruflich Reisende während Tierepidemien. Besonders gefährdet sind in der Landwirtschaft tätige Personen, Metzger oder Entwicklungshelfer. Reisende in Ausbruchsgebiete können sich durch Mückenstiche oder mangelnde Nahrungsmittelhygiene infizieren, siehe Rift-Valley-Fieber.
  • Schützen Sie sich im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Mücken und halten Sie sich von Schlachthöfen und Nutztieren in den betroffenen Gebieten fern.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Schistosomiasis wird beim Baden, Waten oder anderen Freizeitaktivitäten im oder am Süßwasser durch das Eindringen der Wurmlarven durch die intakte Haut übertragen, siehe Schistosomiasis.
  • Sehen Sie vom Baden in Süßwassergewässern wie z.B. im Niger-Fluss und den Timia Wasserfällen konsequent ab.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch hoch problematisch. Die ärztliche Versorgung in Niamey ist begrenzt.
Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für chirurgische und internistische Notfälle, die nicht mehr evakuiert werden können, kommen einige Privatkliniken in Betracht. Die Apotheken in Niamey haben ein Sortiment wichtiger Standardmedikamente, häufig französischer Herkunft.
  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Reiseapotheke .
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch reisemedizinische Beratungsstellen, Tropen- oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.
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Teilreisewarnung Niger 26.07.2023

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Niger
Stand 26.07.2023

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Sicherheitslage in Niamey)


Aktuelles
Sicherheitslage in Niamey

Nach Berichten über eine versuchte Machtübernahme von Teilen der nigrischen Sicherheitskräfte ist die Lage vor allem in Niamey derzeit unübersichtlich und volatil.
  • Seien Sie vor allem in der Hauptstadt Niamey besonders vorsichtig.
  • Begeben Sie sich nach Möglichkeit an einen sicheren Standort und vermeiden Sie unnötige Bewegungen im Stadtgebiet.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
  • Meiden Sie Menschenansammlungen weiträumig.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind. Ergänzen Sie diese bei Bedarf.
  • Laden Sie Mobiltelefone sowie andere Kommunikationsmittel und verfügbare externe Batterien immer voll auf, wenn Sie Zugang zu Strom haben.
  • Halten Sie sich über die lokalen und sozialen Medien über die weiteren Entwicklungen informiert.
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
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Teilreisewarnung Niger 27.07.2023

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Niger
Stand 27.07.2023

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Sicherheitslage in Niamey)
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)


Aktuelles
Sicherheitslage in Niamey

Nigrische Militärs haben am 26. Juli 2023 verkündet, dass der gewählte Staatspräsident abgesetzt worden sei. Die Lage vor allem in der Hauptstadt Niamey bleibt unübersichtlich. Bis auf Weiteres gilt eine Ausgangssperre von 22.00 Uhr bis 7.00 Uhr. Der Luftraum über Niger ist bis einschließlich Freitag, 4. August 2023 gesperrt. Die Landgrenzen sind bis auf Weiteres geschlossen. Die Deutsche Botschaft Niamey ist gegenwärtig für den Publikumsverkehr geschlossen und bleibt telefonisch sowie über E-Mail erreichbar.
  • Seien Sie vor allem in der Hauptstadt Niamey besonders vorsichtig.
  • Begeben Sie sich nach Möglichkeit an einen sicheren Standort und vermeiden Sie unnötige Bewegungen im Stadtgebiet.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
  • Meiden Sie Menschenansammlungen weiträumig.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts, wenn Sie sich aktuell in Niger aufhalten bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind. Ergänzen Sie diese bei Bedarf.
  • Laden Sie Mobiltelefone sowie andere Kommunikationsmittel und verfügbare externe Batterien immer voll auf, wenn Sie Zugang zu Strom haben.
  • Achten Sie vorsorglich und soweit dies sicher möglich ist auf eine ausreichende Vorratshaltung (Wasser, Lebensmittel, Medikamente, Treibstoff).
  • Halten Sie sich über die lokalen und sozialen Medien über die weiteren Entwicklungen informiert.
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Sicherheit
Innenpolitische Lage

Bis zum Eintritt der aktuellen Lage (siehe Aktuelles) hatte Niger seit 2011 eine vergleichsweise demokratische Entwicklung genommen. Nach Parlaments- und Präsidentschaftswahlen 2020 bzw. 2021 fand der erste verfassungsmäßige Regierungswechsel in der Geschichte des Landes statt. Ein in diesem Zusammenhang unternommener Putschversuch scheiterte bereits im Ansatz; die beteiligten Offiziere wurden 2022 verurteilt.

Niger war und ist gleichwohl von Fragilität geprägt: die Sicherheitskräfte sind überdehnt, die öffentliche Verwaltung ist in der Fläche des Landes nicht ausreichend präsent, der Bevölkerung fehlt es vielfach an wirtschaftlichen Perspektiven. Aufgrund der Klimakrise knapper werdende natürliche Ressourcen führen immer wieder zu Verteilungskonflikten. Auch organisierte Kriminalität, grenzüberschreitender Terrorismus und irreguläre Migration gehen mit starken gesellschaftspolitischen Herausforderungen einher.

In den nördlichen Landesteilen (im Aïr- und in Teilen des Djado-Gebirges) stellen früher verlegte, noch nicht in allen Gebieten geräumte Landminen eine zusätzliche besondere Gefahr dar. Die betroffenen Zonen sind ortskundigen Führern und dem Militär bekannt und müssen weiträumig umfahren werden.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
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Teilreisewarnung Niger 29.07.2023

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Niger
Stand 29.07.2023

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Sicherheitslage in Niamey)


Aktuelles
Sicherheitslage in Niamey

Nigrische Militärs haben am 26. Juli 2023 verkündet, dass der gewählte Staatspräsident abgesetzt worden sei. Die Lage vor allem in der Hauptstadt Niamey bleibt unübersichtlich. Bis auf Weiteres gilt eine Ausgangssperre von 00.00 Uhr bis 05.00 Uhr. Der Luftraum über Niger ist bis einschließlich Freitag, 4. August 2023 gesperrt. Die Landgrenzen sind bis auf Weiteres geschlossen. Die Deutsche Botschaft Niamey ist gegenwärtig für den Publikumsverkehr geschlossen und bleibt telefonisch sowie über E-Mail erreichbar.
  • Seien Sie vor allem in der Hauptstadt Niamey besonders vorsichtig.
  • Bleiben Sie nach Möglichkeit an einem sicheren Standort und vermeiden Sie unnötige Bewegungen im Stadtgebiet.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
  • Meiden Sie Menschenansammlungen weiträumig.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts, wenn Sie sich aktuell in Niger aufhalten bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind. Ergänzen Sie diese bei Bedarf.
  • Laden Sie Mobiltelefone sowie andere Kommunikationsmittel und verfügbare externe Batterien immer voll auf, wenn Sie Zugang zu Strom haben.
  • Achten Sie vorsorglich und soweit dies sicher möglich ist auf eine ausreichende Vorratshaltung (Wasser, Lebensmittel, Medikamente, Treibstoff).
  • Halten Sie sich über die lokalen und sozialen Medien über die weiteren Entwicklungen informiert.
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
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Reisewarnung Niger 01.08.2023 | Ausreiseempfehlung

Beitrag von °Daniel »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Niger
Stand 01.08.2023

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Aktuelles; Sicherheitslage in Niamey)
- Sicherheit (Reisewarnung; Innenpolitische Lage)
- Einreise und Zoll (Mögliche Einreisebeschränkungen/COVID-19)


Aktuelles
Vor Reisen nach Niger wird derzeit gewarnt.

Falls Sie sich derzeit in Niger aufhalten: Prüfen Sie, ob Ihr Aufenthalt noch zwingend erforderlich ist und nutzen Sie gegebenenfalls die nächste sich bietende Möglichkeit zur Ausreise.

Sicherheitslage in Niamey

Am 28. Juli 2023 hat sich der bisherige Kommandeur der Präsidialgarde, Brigadegeneral Tchiani, zum Staatsoberhaupt der Republik Niger und den 2021 demokratisch gewählten Präsidenten Bazoum für abgesetzt erklärt. Die Lage vor allem in der Hauptstadt Niamey bleibt unübersichtlich. Bis auf Weiteres gilt eine Ausgangssperre von 00.00 Uhr bis 05.00 Uhr. Der Luftraum über Niger ist bis einschließlich Freitag, 4. August 2023 gesperrt. Die Landgrenzen sind bis auf Weiteres geschlossen. Die Deutsche Botschaft Niamey ist gegenwärtig für den Publikumsverkehr geschlossen und bleibt telefonisch sowie über E-Mail erreichbar.
  • Beachten Sie die geltende Reisewarnung und Ausreiseempfehlung für Niger.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts, wenn Sie sich aktuell in Niger aufhalten bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind. Ergänzen Sie diese bei Bedarf.
  • Seien Sie vor allem in der Hauptstadt Niamey besonders vorsichtig; bleiben Sie nach Möglichkeit an einem sicheren Standort und vermeiden Sie unnötige Bewegungen im Stadtgebiet.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
  • Meiden Sie Menschenansammlungen weiträumig.
  • Halten Sie sich über die lokalen und sozialen Medien über die weiteren Entwicklungen informiert.
  • Laden Sie Mobiltelefone sowie andere Kommunikationsmittel und verfügbare externe Batterien immer voll auf, wenn Sie Zugang zu Strom haben.
  • Achten Sie vorsorglich und soweit dies sicher möglich ist auf eine ausreichende Vorratshaltung (Wasser, Lebensmittel, Medikamente, Treibstoff).
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Sicherheit - Reisewarnung
Vor Reisen nach Niger wird derzeit gewarnt.

Falls Sie sich derzeit in Niger aufhalten: Prüfen Sie, ob Ihr Aufenthalt noch zwingend erforderlich ist und nutzen Sie gegebenenfalls die nächste sich bietende Möglichkeit zur Ausreise.

Innenpolitische Lage

Am 28. Juli 2023 hat sich der bisherige Kommandeur der Präsidialgarde, Brigadegeneral Tchiani, zum Staatsoberhaupt der Republik Niger und den 2021 demokratisch gewählten Präsidenten Bazoum für abgesetzt erklärt.

Bis zum Eintritt der aktuellen Lage (siehe auch Aktuelles – Sicherheitslage in Niamey) hatte Niger seit 2011 eine vergleichsweise demokratische Entwicklung genommen. Nach Parlaments- und Präsidentschaftswahlen 2020 bzw. 2021 fand der erste verfassungsmäßige Regierungswechsel in der Geschichte des Landes statt. Ein in diesem Zusammenhang unternommener Putschversuch scheiterte bereits im Ansatz; die beteiligten Offiziere wurden 2022 verurteilt.

Niger war und ist gleichwohl von Fragilität geprägt: die Sicherheitskräfte sind überdehnt, die öffentliche Verwaltung ist in der Fläche des Landes nicht ausreichend präsent, der Bevölkerung fehlt es vielfach an wirtschaftlichen Perspektiven. Aufgrund der Klimakrise knapper werdende natürliche Ressourcen führen immer wieder zu Verteilungskonflikten. Auch organisierte Kriminalität, grenzüberschreitender Terrorismus und irreguläre Migration gehen mit starken gesellschaftspolitischen Herausforderungen einher.

In den nördlichen Landesteilen (im Aïr- und in Teilen des Djado-Gebirges) stellen früher verlegte, noch nicht in allen Gebieten geräumte Landminen eine zusätzliche besondere Gefahr dar. Die betroffenen Zonen sind ortskundigen Führern und dem Militär bekannt und müssen weiträumig umfahren werden.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Einreise und Zoll
Mögliche Einreisebeschränkungen/COVID-19

Bestimmungen zur Einreise können sich ändern. Bitte informieren Sie sich bei den offiziellen Stellen Nigers sowie der für Deutschland zuständigen Vertretung. Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.

Einreise
Bei Einreise ist entweder ein Nachweis über eine vollständige Impfung (in der Regel drei Impfungen), deren letzte Dosis mindestens vier Wochen vor Einreise verabreicht worden sein muss, oder ein negativer PCR-Test vorzulegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Für Reisende aus der UEMOA-Region (Länder der westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion) darf der Test bei der Einreise nach Niger nicht älter als fünf Tage sein.

Es werden nur PCR-Testzertifikate akzeptiert, die über die "Trusted Travel " Plattform generiert oder über das „Global Haven System" geprüft wurden. Dafür müssen Reisende sich vor Reiseantritt bei "Trusted Travel " registrieren und einen PCR-Test bei einem von „Trusted Travel “ akkreditierten Labor durchführen oder alternativ ihr Testergebnis nachträglich über das „ Global Haven System" überprüfen lassen.

Reisende, die ausnahmsweise ohne gültigen PCR-Test und ohne dritte COVID-19-Impfung („Boosterimpfung“), die mindestens vier Wochen zurückliegen muss, einreisen, müssen sich für sieben Tage in Quarantäne bzw. Selbstisolierung begeben. Am siebten Tag der Selbstisolierung erfolgt ein Antigen-Test. Bei negativem Testergebnis ist die Selbstisolierung beendet. Bei einem positiven Testergebnis erfolgt die Verbringung in eine von der Regierung bestimmte medizinische Einrichtung für weitere Isolierung und kostenlose Behandlung. Werden bei der Einreise COVID-19 Symptome festgestellt (z.B. erhöhte Körpertemperatur), wird noch am Flughafen ein kostenloser Antigen-Test durchgeführt, gefolgt von einem PCR-Test.

Ausreise und Transit
Bei der Ausreise ist die Vorlage eines Nachweises über eine vollständige Impfung (in der Regel drei Impfungen), deren letzte Dosis mindestens vier Wochen vor Ausreise verabreicht worden sein muss, oder eines von „Trusted Travel" generierten PCR-Testzertifikates erforderlich, der nicht älter als 72 Stunden sein darf und auf eigene Kosten (25.000 XOF, ca. 38 EUR) vorzunehmen ist. Für Kinder unter fünf Jahren ist der Test kostenlos. In Niamey ist bisher ausschließlich folgende Institution bei „Trusted Travel “ akkreditiert: Centre de Recherches Médicales et Sanitaires (CERMES): Tel.: +227 20 75 20 40; +227 20 75 20 45; +227 99 90 24 58.
Auswärtiges Amt


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Reisewarnung Niger 03.08.2023 | Ausreiseempfehlung

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Niger
Stand 03.08.2023

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Sicherheitslage in Niamey)


Aktuelles
Sicherheitslage in Niamey

Am 28. Juli 2023 hat sich der bisherige Kommandeur der Präsidialgarde, Brigadegeneral Tchiani, zum Staatsoberhaupt der Republik Niger und den 2021 demokratisch gewählten Präsidenten Bazoum für abgesetzt erklärt. Die Lage vor allem in der Hauptstadt Niamey bleibt unübersichtlich. Bis auf Weiteres gilt eine Ausgangssperre von 00.00 Uhr bis 05.00 Uhr. Aktuell ist der kommerzielle Flugverkehr eingestellt. Die Landgrenzen zu Algerien, Burkina Faso, Libyen, Mali und Tschad wurden wieder geöffnet. Die Deutsche Botschaft Niamey ist gegenwärtig für den Publikumsverkehr geschlossen und bleibt telefonisch sowie über E-Mail erreichbar.
  • Beachten Sie die geltende Reisewarnung und Ausreiseempfehlung für Niger.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts, wenn Sie sich aktuell in Niger aufhalten bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind. Ergänzen Sie diese bei Bedarf.
  • Seien Sie vor allem in der Hauptstadt Niamey besonders vorsichtig; bleiben Sie nach Möglichkeit an einem sicheren Standort und vermeiden Sie unnötige Bewegungen im Stadtgebiet.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
  • Meiden Sie Menschenansammlungen weiträumig.
  • Halten Sie sich über die lokalen und sozialen Medien über die weiteren Entwicklungen informiert.
  • Laden Sie Mobiltelefone sowie andere Kommunikationsmittel und verfügbare externe Batterien immer voll auf, wenn Sie Zugang zu Strom haben.
  • Achten Sie vorsorglich und soweit dies sicher möglich ist auf eine ausreichende Vorratshaltung (Wasser, Lebensmittel, Medikamente, Treibstoff).
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
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Reisewarnung Niger 08.08.2023 | Ausreiseempfehlung

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Niger
Stand 08.08.2023

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Sicherheitslage in Niamey)


Aktuelles
Sicherheitslage in Niamey

Am 28. Juli 2023 hat sich der bisherige Kommandeur der Präsidialgarde, Brigadegeneral Tchiani, zum Staatsoberhaupt der Republik Niger und den 2021 demokratisch gewählten Präsidenten Bazoum für abgesetzt erklärt. Die Lage vor allem in der Hauptstadt Niamey bleibt immer noch unübersichtlich. In Niamey, aber auch in anderen Teilen des Landes, kommt es regelmäßig zu größeren Demonstrationen.

Derzeit besteht kein kommerzieller Flugverkehr. Die Landgrenzen zu Benin und zu Nigeria sind auf Grund der ECOWAS-Sanktionen geschlossen.
  • Beachten Sie die geltende Reisewarnung und Ausreiseempfehlung für Niger.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts, wenn Sie sich aktuell in Niger aufhalten bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind. Ergänzen Sie diese bei Bedarf. Sollten Sie bereits ausgereist sein oder halten sich urlaubshalber außerhalb des Niger auf, aktualisieren Sie bitte Ihre Daten entsprechend in der Krisenvorsorgeliste (Elefand).
  • Seien Sie vor allem in der Hauptstadt Niamey besonders vorsichtig; bleiben Sie nach Möglichkeit an einem sicheren Standort und vermeiden Sie unnötige Bewegungen im Stadtgebiet.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
  • Meiden Sie Menschenansammlungen weiträumig.
  • Halten Sie sich über die lokalen und sozialen Medien über die weiteren Entwicklungen informiert.
  • Laden Sie Mobiltelefone sowie andere Kommunikationsmittel und verfügbare externe Batterien immer voll auf, wenn Sie Zugang zu Strom haben.
  • Achten Sie vorsorglich und soweit dies sicher möglich ist auf eine ausreichende Vorratshaltung (Wasser, Lebensmittel, Medikamente, Treibstoff).
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
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Reisewarnung Niger 23.08.2023 | Ausreiseempfehlung

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Niger
Stand 23.08.2023

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Ausreiseempfehlung; Sicherheitslage in Niamey)
- Sicherheit (Reisewarnung, Ausreiseempfehlung)


Aktuelles
Vor Reisen nach Niger wird derzeit gewarnt.

Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, das Land zu verlassen.

Sicherheitslage in Niamey

Am 28. Juli 2023 hat sich der bisherige Kommandeur der Präsidialgarde, Brigadegeneral Tchiani, zum Staatsoberhaupt der Republik Niger und den 2021 demokratisch gewählten Präsidenten Bazoum für abgesetzt erklärt. Die Lage vor allem in der Hauptstadt Niamey bleibt immer noch unübersichtlich. In Niamey, aber auch in anderen Teilen des Landes, kommt es regelmäßig zu größeren Demonstrationen.

Derzeit besteht, bis auf einzelne Flüge mit Sondergenehmigung, kein regelmäßiger Flugverkehr. Die Landgrenzen zu Benin und zu Nigeria sind auf Grund der ECOWAS-Sanktionen geschlossen.
  • Beachten Sie die geltende Reisewarnung und Ausreiseempfehlung für Niger.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts, wenn Sie sich aktuell in Niger aufhalten bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind. Ergänzen Sie diese bei Bedarf. Sollten Sie bereits ausgereist sein oder halten sich urlaubshalber außerhalb des Niger auf, aktualisieren Sie bitte Ihre Daten entsprechend in der Krisenvorsorgeliste (Elefand).
  • Seien Sie vor allem in der Hauptstadt Niamey besonders vorsichtig; bleiben Sie nach Möglichkeit an einem sicheren Standort und vermeiden Sie unnötige Bewegungen im Stadtgebiet.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
  • Meiden Sie Menschenansammlungen weiträumig.
  • Halten Sie sich über die lokalen und sozialen sowie internationalen Medien über die weiteren Entwicklungen informiert.
  • Laden Sie Mobiltelefone sowie andere Kommunikationsmittel und verfügbare externe Batterien immer voll auf, wenn Sie Zugang zu Strom haben.
  • Achten Sie vorsorglich und soweit dies sicher möglich ist auf eine ausreichende Vorratshaltung (Wasser, Lebensmittel, Medikamente, Treibstoff).
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Sicherheit - Reisewarnung
Vor Reisen nach Niger wird derzeit gewarnt.

Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, das Land zu verlassen.
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Reisewarnung Niger 05.09.2023 | Ausreiseempfehlung

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Niger
Stand 05.09.2023

Letzte Änderungen:
- Aktuelles


Aktuelles
Vor Reisen nach Niger wird derzeit gewarnt.

Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, das Land zu verlassen.

Sicherheitslage in Niamey

Am 28. Juli 2023 hat sich der bisherige Kommandeur der Präsidialgarde, Brigadegeneral Tchiani, zum Staatsoberhaupt der Republik Niger und den 2021 demokratisch gewählten Präsidenten Bazoum für abgesetzt erklärt. Die Lage vor allem in der Hauptstadt Niamey bleibt immer noch unübersichtlich. In Niamey, aber auch in anderen Teilen des Landes, kommt es regelmäßig zu größeren Demonstrationen, vor allem an den Wochenenden.

Die Landgrenzen zu Benin und zu Nigeria sind auf Grund der ECOWAS-Sanktionen geschlossen.
  • Beachten Sie die geltende Reisewarnung und Ausreiseempfehlung für Niger.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts, wenn Sie sich aktuell in Niger aufhalten bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind. Ergänzen Sie diese bei Bedarf. Sollten Sie bereits ausgereist sein oder halten sich urlaubshalber außerhalb des Niger auf, aktualisieren Sie bitte Ihre Daten entsprechend in der Krisenvorsorgeliste (Elefand).
  • Seien Sie vor allem in der Hauptstadt Niamey besonders vorsichtig; bleiben Sie nach Möglichkeit an einem sicheren Standort und vermeiden Sie unnötige Bewegungen im Stadtgebiet.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
  • Meiden Sie Menschenansammlungen weiträumig.
  • Halten Sie sich über die lokalen und sozialen sowie internationalen Medien über die weiteren Entwicklungen informiert.
  • Laden Sie Mobiltelefone sowie andere Kommunikationsmittel und verfügbare externe Batterien immer voll auf, wenn Sie Zugang zu Strom haben.
  • Achten Sie vorsorglich und soweit dies sicher möglich ist auf eine ausreichende Vorratshaltung (Wasser, Lebensmittel, Medikamente, Treibstoff).
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
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Reisewarnung Niger 25.07.2024 | Ausreiseempfehlung

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Niger
Stand 25.07.2024

Letzte Änderungen:
- Aktuelles


Aktuelles
Vor Reisen nach Niger wird derzeit gewarnt.

Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, das Land zu verlassen.

Sicherheitslage in Niamey

Im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten zum Jahrestag des Militärputsches vom 26. Juli 2023 besteht für die ca. einwöchigen Feierlichkeiten eine erhöhte Gefahr terroristischer Anschläge. Nach der landesweiten Zunahme terroristischer Angriffe kann nicht ausgeschlossen werden, dass Terroristen das für die Machthabenden symbolträchtige Datum zum Anlass nehmen, Anschläge auch im Stadtgebiet der Hauptstadt Niamey zu verüben.
  • Beachten Sie die geltende Reisewarnung und Ausreiseempfehlung für Niger.
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  • Seien Sie vor allem in der Hauptstadt Niamey besonders vorsichtig; bleiben Sie nach Möglichkeit an einem sicheren Standort und vermeiden Sie unnötige Bewegungen im Stadtgebiet.
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  • Halten Sie sich über die lokalen und sozialen sowie internationalen Medien über die weiteren Entwicklungen informiert.
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