Teilreisewarnung Tschad 07.08.2026

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Alexander
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Teilreisewarnung Tschad 07.08.2026

Beitrag von Alexander »

MODERATOR-NOTE:   Da die Reise-/Sicherheitshinweise für den Tschad seitens AA vollständig überarbeitet wurden, haben wir diesen neuen Thread gestartet. Die Hinweise vom 20.12.2005 - 08.02.2011 findet ihr unter: Reise-/Sicherheitshinweis Tschad 20.12.2005 - 08.02.2011

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Tschad:
Stand 20.07.2011

Aktuelle Hinweise
Aufgrund der derzeit in einigen Landesteilen auftretenden Choleraepidemie wird auf die besondere Beachtung der Hygieneempfehlungen (siehe unten) bei Reisen im Land hingewiesen.

Dringende Sicherheitshinweise - Gefahr von Entführungen und Anschlägen
In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung; in Algerien, Niger, Mali und Mauretanien kam es auch in jüngster Zeit zu Entführungen. Wirksame Gegenmaßnahmen gegen diese Terrorgruppe zeichnen sich nicht ab. Es ist, wie aktuelle Hinweise bestätigen, jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche eindringlich ab.
Deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestehen u.a. für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. In einigen Gebieten, insbesondere in der Sahel-Sahara-Region, sind Sport- und Kulturveranstaltungen wie Wüsten-Rallyes oder Musikfestivals mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden.
Die Sicherheitsrisiken für Reisende differieren von Land zu Land und sind regelmäßig selbst innerhalb eines Landes unterschiedlich zu bewerten. Das Auswärtige Amt rät daher dringend, immer auch die landesspezifischen Sicherheitshinweise zu beachten.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen.
Innenpolitische Lage
Nach der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Tschad und Sudan und der jüngsten politischen Annäherung hat sich die Lage zwischen beiden Ländern entspannt. Die Auswirkungen des Abzugs der internationalen Schutztruppe MINURCAT zu Ende 2010 hat bisher keine negativen Auswirkungen auf die Sicherheit in der Region gehabt.
Noch Anfang Mai 2009 kam es im Osten des Tschad zu Kampfhandlungen zwischen tschadischen Rebelleneinheiten und Regierungstruppen. Die Rebellen wurden zurückgeschlagen und in den Sudan abgedrängt. Sie haben zwar seitdem die tschadische Grenze nicht mehr überschritten, tragen aber zur Steigerung des Banditentums und der allgemeinen Verunsicherung der Region bei.
Reisen im Land
Reisen im Land sind weiter mit erheblichen Risiken verbunden. Besonders gefährlich sind der Norden, Osten und Südosten des Landes. Hier sind Ausländer häufig gezielte Opfer von Entführungen zur Lösegelderpressung. Im Tibesti-Gebirge gibt es weiter ausgedehnte Minenfelder. Von Reisen in die Grenzregion zu Sudan wird dringend abgeraten. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere von sog. „coupeurs de routes“) zu werden.
Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet.
Die deutsche Botschaft N’Djamena nimmt - außer Nothilfe für Deutsche im Ausland - keine Rechts- und Konsularaufgaben wahr. Sie erteilt auch keine Visa. Für beides ist die Deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig. Schengenvisa können auch bei der franz. Botschaft in N`Djamena beantragt werden.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Tschad ein gültiges Einreisevisum, das bei der tschadischen Botschaft in Berlin beantragt werden muss.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass Ja, muss Visum enthalten
Vorläufiger Reisepass Ja, muss Visum enthalten
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Weitere Anmerkungen Der Reisepass muss nach neuester Mitteilung der tschadischen Seite nicht mehr noch 6 Mona te über geplanter Aufenthaltsdauer gültig sein, Reisedokument kann bis zum Ende seiner Gültigkeit visiert werden.
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja, muss Visum enthalten
Reisepass Ja, muss Visum enthalten
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisep ässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) Nein, genügt nicht zur Einreise
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) Nein, genügt nicht zur Einreise
Weitere Anmerkungen Der Reisepass muss nach neuester Mitteilung der tschadischen Seite nicht mehr noch 6 Monate über geplanter Aufenthaltsdauer gültig sein, Reisedokument kann bis zum Ende seiner Gültigkeit visiert werden.
Sonstige Hinweise
Bei der Einreise über den Flughafen N’Djamena ist darauf zu achten, ob die Passbehörden eine Aufforderung in den Pass stempeln, sich beim zuständigen Commissariat zu registrieren. Dieser Aufforderung ist ggfs. innerhalb von 24 Stunden nachzukommen.
Bei Einreise auf dem Landweg finden Grenzkontrollen an der tschadisch-libyschen und der tschadisch-nigrischen Grenze kaum statt. Mit eigenem Fahrzeug von dort einreisende Touristen sollten deshalb umgehend die nächste Präfektur oder Unterpräfektur aufsuchen, da bei Weiterreise ohne Einreisestempel die Gefahr der Festnahme wegen illegaler Einreise besteht.
Für alle Präfekturen im Lande ist eine Reiseerlaubnis („autorisation de circuler“) erforderlich. Die Reiseerlaubnis muss vor Einreise auf dem Landweg zusammen mit dem Visum bei der tschadischen Botschaft beantragt werden und wird vom Innenministerium auf Vorschlag des Tourismusministeriums erteilt.
Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird.
Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Besondere Zollvorschriften
Besondere Zollvorschriften sind nicht bekannt. Gegenstände des täglichen Bedarfs dürfen eingeführt werden.
Sollten sie Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls http://www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Fotografieren ist nur mit einer beim Tourismusministerium zu beantragenden Fotografiererlaubnis gestattet. Die Durchsetzung dieser Vorschrift ist von Ort zu Ort unterschiedlich. Im Einzelfall kann Fotografieren oder Filmen ohne Erlaubnis zur Festnahme und Beschlagnahmung des Fotoapparats oder der Kamera führen.

Medizinische Hinweise
Reisende sollten für den Tschad unbedingt eine zuverlässige Rückholversicherung und einen Auslands-Krankenversicherungsschutz abschließen.
Impfschutz
Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen, die älter als 1 Jahr sind, zur Einreise vorgeschrieben und auch medizinisch indiziert.
Während der Trockenzeit (Dezember-April) kommt es in den Ländern des „Afrikanischen Meningitisgürtels“, wozu der Tschad gehört, regelmäßig zu Meningokokken-Epidemien. Die Impfung mit dem 4-fach-Impfstoff wird allen Reisenden empfohlen.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes http://www.rki.de für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza.Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Typhus, Meningokokken-Krankheit (4fach-Impfstoff) und Tollwut empfohlen.
Malaria
Es besteht ganzjährig und im gesamten Land ein hohes Risiko für die fast ausschließlich vorkommende Malaria tropica. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig. Eine Malariaprophylaxe wird dringend empfohlen. Für die Malariaprophylaxe sind in Deutschland verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden. Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• körperbedeckende (helle) Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen
Weitere nur durch Mückenschutz vermeidbare Erkrankungen kommen vor.
HIV/AIDS
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders die Cholera vermeiden.
Es kommt immer wieder zu Cholera-Erkrankungen, die auch größere Ausmaße annehmen können. Die Cholera(schluck-)impfung bietet Schutz und kann bei Einreise auf dem Landewege gelegentlich gefordert werden. Bei besonderer Exposition kann eine Impfung sinnvoll sein (Arbeiten in Slums, Pflege Erkrankter und in Flüchtlingslagern). Für den normalen Reisenden und Touristen wäre sie aus medizinischen Gründen jedoch nicht notwendig.
Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, frisch gekochten Tee oder Kaffee, nie Leitungswasser. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit sauberem Wasser hergestellt wurden. Nur gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Fisch und Fleisch nur gut durchgekocht genießen, Obst und Gemüse nur geschält und/oder gekocht essen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen. Sie ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch hoch problematisch, ganz besonders abseits der großen Städte. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch/Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, im Tschad gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind – ebenso wie die Mitnahme einer gut ausgestatteten Reiseapotheke - dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe z.B.: http://www.dtg.org oder http://www.frm-web.de
Auswärtige Amt
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Reise-/Sicherheitshinweis Tschad 10.01.2012

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad:
Stand 10.01.2012
(Unverändert gültig seit: 10.01.2012)

Letzte Änderung:
Kapitel: Landesspezifische Sicherheitshinweise - Kommunalwahlen


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen.

Am 22.01.2012 werden voraussichtlich Kommunalwahlen in N'Djamena und 32 Provinzhauptstädten stattfinden. Es gibt zwar derzeit keine konkreten Anhaltspunkte für eventuell bevorstehende Unruhen, es wird jedoch empfohlen, Menschenansammlungen zu meiden und die politische Lage genau und tagesaktuell zu beobachten.
Auswärtiges Amt

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Reise-/Sicherheitshinweis Tschad 24.01.2012

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad:
Stand 24.01.2012
(Unverändert gültig seit: 24.01.2012)

Letzte Änderung:
Kapitel Landesspezifische Sicherheitshinweise: Der aktuelle Hinweis auf die Kommunalwahlen wurde gelöscht


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen.
Innenpolitische Lage
Nach der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Tschad und Sudan und der jüngsten politischen Annäherung hat sich die Lage zwischen beiden Ländern entspannt. Der Abzug der internationalen Schutztruppe MINURCAT zu Ende 2010 hat bisher keine negativen Auswirkungen auf die Sicherheit in der Region gehabt.
Allerdings kam es noch Anfang Mai 2009 im Osten des Tschad zu Kampfhandlungen zwischen tschadischen Rebelleneinheiten und Regierungstruppen. Die Rebellen wurden zurückgeschlagen und in den Sudan abgedrängt. Sie haben zwar seitdem die tschadische Grenze nicht mehr überschritten, tragen aber zur Steigerung des Banditentums und der allgemeinen Verunsicherung der Region bei.
Reisen im Land
Reisen im Land sind weiter mit erheblichen Risiken verbunden. Besonders gefährlich sind der Norden, Osten und Südosten des Landes. Hier sind Ausländer häufig gezielte Opfer von Entführungen zur Lösegelderpressung. Im Tibesti-Gebirge gibt es weiter ausgedehnte Minenfelder. Von Reisen in die Grenzregion zu Sudan wird dringend abgeraten. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere von sog. „coupeurs de routes“) zu werden.
Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet.
Die deutsche Botschaft N’Djamena nimmt - außer Nothilfe für Deutsche im Ausland - keine Rechts- und Konsularaufgaben wahr. Sie erteilt auch keine Visa. Für beides ist die Deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig. Schengenvisa können auch bei der franz. Botschaft in N`Djamena beantragt werden.
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Reise-/Sicherheitshinweis Tschad 11.05.2012

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Tschad:
Stand 11.05.2012 (Unverändert gültig seit: 11.05.2012)

Letzte Änderung:
Landesspezifische Sicherheitshinweise und Reisen im Land


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen.

Innenpolitische Lage
Nach der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Tschad und Sudan und der politischen Annäherung hat sich die Lage zwischen beiden Ländern entspannt. Der Abzug der internationalen Schutztruppe MINURCAT zu Ende 2010 hat bisher keine negativen Auswirkungen auf die Sicherheitslage gehabt.
Allerdings kam es noch Anfang Mai 2009 im Osten des Tschad zu Kampfhandlungen zwischen tschadischen Rebelleneinheiten und Regierungstruppen. Die Rebellen wurden zurückgeschlagen und in den Sudan abgedrängt. Sie haben zwar seitdem die tschadische Grenze nicht mehr überschritten, tragen aber zur Steigerung des Banditentums und der allgemeinen Verunsicherung der Region bei.
Reisen im Land
Reisen im Land sind weiter mit erheblichen Risiken verbunden. Besonders gefährlich sind der Norden, Osten und Südosten des Landes. Hier können Ausländer gezielte Opfer von Entführungen zur Lösegelderpressung werden. Im Tibesti-Gebirge gibt es weiter ausgedehnte Minenfelder. Von Reisen in die Grenzregion zu Sudan wird dringend abgeraten. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere von sog. „coupeurs de routes“) zu werden. Nächtliche Überlandfahrten sollten unbedingt vermieden werden.
Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet.
Die deutsche Botschaft N’Djamena nimmt - außer Nothilfe für Deutsche im Ausland - keine Rechts- und Konsularaufgaben wahr. Sie erteilt auch keine Visa. Für beides ist die deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig. Schengenvisa können auch bei der franz. Botschaft in N`Djamena beantragt werden.
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Reise-/Sicherheitshinweis Tschad 08.08.2012

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad:
Stand 08.08.2012
(Unverändert gültig seit: 08.08.2012)

Letzte Änderung:
Kapitel: Landesspezifische Sicherheitshinweise


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen und von nicht unbedingt notwendigen Reisen abzusehen.

Innenpolitische Lage
Nach der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Tschad und Sudan und der politischen Annäherung hat sich die Lage zwischen beiden Ländern entspannt. Der Abzug der internationalen Schutztruppe MINURCAT zu Ende 2010 hat bisher keine negativen Auswirkungen auf die Sicherheitslage gehabt.
Allerdings kam es noch Anfang Mai 2009 im Osten des Tschads zu Kampfhandlungen zwischen tschadischen Rebelleneinheiten und Regierungstruppen. Die Rebellen wurden zurückgeschlagen und in den Sudan abgedrängt. Sie haben zwar seitdem die tschadische Grenze nicht mehr überschritten, tragen aber zur Steigerung des Banditentums und der allgemeinen Verunsicherung der Region bei.
An der Südgrenze des Landes zur Zentralafrikanischen Republik kommt es gelegentlich zu Übergriffen durch Rebellen und marodierende Banden. In der Hauptstadt N´Djamena ist eine Zunahme von Gewaltkriminalität zu verzeichnen. An der Westgrenze (Provinzen Logone Oriental bis Kanem) und um den Tschad See ist die Präsenz von bewaffneten Personen, die der nigerianischen Terrororganisation „Boko Haram“ zugerechnet werden müssen, nicht ausgeschlossen.
Reisen im Land
Reisen im Land sind weiter mit erheblichen Risiken verbunden. Besonders gefährlich sind der Norden, Osten und Südosten des Landes. Hier können Ausländer gezielte Opfer von Anschlägen oder Entführungen zur Lösegelderpressung werden. Im Tibesti-Gebirge gibt es weiter ausgedehnte Minenfelder. Touren durch die Sahara (Tibesti, Ennedi) sind daneben mit erheblichen Verkehrs- und sonstigen Gesundheitsrisiken verbunden. Von Reisen in die Grenzregion zu Sudan wird dringend abgeraten. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere von sog. „coupeurs de routes“) zu werden. Daneben besteht landesweit ein erhebliches Unfallrisiko, auch in der Hauptstadt N´Djamena. Nächtliche Überlandfahrten sollten unbedingt vermieden werden.
Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Medizinische Versorgung ist nicht bzw. nur in unzureichendem Maße gegeben. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet. Es wird dringend zum Abschluss einer Reise-Rückhol-Versicherung („Luftrettung“) geraten. Bei Besuchen in den nördlichen Regionen wird die Mitnahme eines Satelliten-Telefons empfohlen.
Fotografieren
Fotografieren benötigt eine besondere schriftliche Erlaubnis (s. u.), stößt jedoch selbst bei Vorliegen dieser Erlaubnis im gesamten Land auf erhebliche kulturelle und Sicherheits-Vorbehalte. Das Fotografieren von militärischen Einrichtungen, Regierungsgebäuden, Flughäfen und anderen „strategischen Einrichtungen“ sollte unbedingt unterlassen werden. Privat-Personen reagieren häufig aggressiv, wenn sie ohne vorherige Einwilligung fotografiert werden.
Die deutsche Botschaft N’Djamena kann Nothilfe für Deutsche nur in eingeschränktem Umfang leisten. Sie nimmt darüber hinaus keine weiteren Rechts- und Konsularaufgaben wahr und erteilt auch keine Visa: für beides ist die deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig. Schengenvisa können jedoch bei der französischen Botschaft in N`Djamena beantragt werden.
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Reise-/Sicherheitshinweis Tschad 17.01.2013

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Tschad:
Stand 17.01.2013 (Unverändert gültig seit: 17.01.2013)
Letzte Änderung: Dringende Sicherheitshinweise
Dringende Sicherheitshinweise - Gefahr von Entführungen und Anschlägen

In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern besteht eine erhöhte Gefahr terroristischer Gewaltakte, gezielter Entführungen und krimineller Übergriffe; sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung. In Algerien, Niger, Mali und Mauretanien kam es auch in jüngster Zeit zu Entführungen. Es ist, wie aktuelle Hinweise bestätigen, jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene oder nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara, ihrer Randbereiche und der Sahelzone eindringlich ab.
Deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestehen u.a. für Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. In einigen Gebieten, insbesondere in der Sahel-Sahara-Region, sind Sport- und Kulturveranstaltungen wie Wüsten-Rallyes oder Musikfestivals mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden.
Die Sicherheitsrisiken für Reisende differieren von Land zu Land und sind regelmäßig selbst innerhalb eines Landes unterschiedlich zu bewerten. Das Auswärtige Amt rät daher dringend, immer auch die landesspezifischen Sicherheitshinweise zu beachten.
Auswärtige Amt
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Reise-/Sicherheitshinweis Tschad 21.01.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad:
Stand 21.01.2013
(Unverändert gültig seit: 21.01.2013)

Letzte Änderung:
- Landesspezifische Sicherheitshinweise
- Besondere Zollvorschriften


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen und von nicht unbedingt notwendigen Reisen abzusehen.

Innenpolitische Lage und Situation an den Landesgrenzen
Die politische Lage im Tschad selbst ist stabil. Seit einem gescheiterten Putschversuch Anfang Februar 2008 ist es weder zu politischen Unruhen, noch zu politisch oder religiös motivierten Anschlägen gekommen. Entführungen durch dschihadistische Terrorgruppen haben sich im Tschad bisher nicht ereignet. In der Hauptstadt N´Djamena ist eine leichte Zunahme von Gewaltkriminalität zu verzeichnen, die allerdings nur in geringem Maße gegen westliche Ausländer gerichtet ist.
Nach der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Tschad und Sudan und der politischen Annäherung im Jahre 2010 hat sich das Verhältnis zwischen beiden Ländern und damit die Sicherheitslage im Ost-Tschad entspannt. Der Abzug der internationalen Schutztruppe MINURCAT zu Ende 2010 hat keine negativen Auswirkungen auf die Sicherheitslage gehabt.
Allerdings tragen ehemalige tschadische und sudanesische Rebellen zur Steigerung des Banditentums und der Verunsicherung im Ost-Tschad bei.
In der Zentralafrikanischen Republik kommt es zu häufigen Übergriffen durch Rebellen und marodierende Banden. Tschadische Truppen sichern die Grenze und haben im Dezember 2012 auf dem Territorium der Zentralafrikanischen Republik Operationen durchgeführt. Ein Übergreifen der Unsicherheit in der Zentralafrikanischen Republik auf den Tschad ist unwahrscheinlich.
Diesseits der Westgrenze, insbesondere an den Grenzen zu Nigeria und Niger (Provinzen Lac und Kanem), sowie im Gebiet nördlich des Tschad-Sees ist die Präsenz von bewaffneten Personen, die der nigerianischen islamistischen Terrororganisation „Boko Haram“ oder anderen islamistischen Terrorgruppen zugerechnet werden müssen, nicht ausgeschlossen. In diesem Gebiet sollte besonders hohe Vorsicht walten; es besteht ein erhöhtes Entführungsrisiko.
Die Grenze zu Libyen ist derzeit geschlossen. Ein Grenzübertritt ist nicht möglich; von Reisen in die Grenzgebiete in den Regionen Borkou, Ennedi und Tibesti wird dringend abgeraten (s. folgender Abschnitt).
Reisen im Land
Reisen im Land sind weiter mit erheblichen Risiken verbunden, besonders im Norden und Osten des Landes sowie im Gebiet um den Tschad-See. Hier können Ausländer gezielte Opfer von Anschlägen oder Entführungen zur Lösegelderpressung werden. Im Norden des Landes gibt es ausgedehnte Minenfelder. Touren durch die Sahara (Tibesti, Ennedi, Borkou) sind daneben mit erheblichen Verkehrs- und Gesundheitsrisiken verbunden. Von Reisen in die Grenzregion zu Sudan wird dringend abgeraten. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere von sog. „coupeurs de routes“) zu werden. Daneben besteht landesweit ein erhebliches Unfallrisiko, auch in der Hauptstadt N´Djamena. Nächtliche Überlandfahrten sollten unbedingt vermieden werden.
Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Medizinische Versorgung ist nicht bzw. nur in unzureichendem Maße gegeben. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet. Es wird dringend zum Abschluss einer Reise-Rückhol-Versicherung („Luftrettung“) geraten. Bei Besuchen in den nördlichen Regionen wird die Mitnahme eines Satelliten-Telefons empfohlen.
Fotografieren
Fotografieren benötigt eine besondere schriftliche Erlaubnis (s. u.), stößt jedoch selbst bei Vorliegen dieser Erlaubnis im gesamten Land auf erhebliche kulturelle und Sicherheits-Vorbehalte. Das Fotografieren von militärischen Einrichtungen, Regierungsgebäuden, Flughäfen und anderen „strategischen Einrichtungen“ sollte unbedingt unterlassen werden. Privat-Personen reagieren häufig aggressiv, wenn sie ohne vorherige Einwilligung fotografiert werden.
Die deutsche Botschaft N’Djamena kann Nothilfe für Deutsche nur in eingeschränktem Umfang leisten. Sie nimmt darüber hinaus keine weiteren Rechts- und Konsularaufgaben wahr und erteilt auch keine Visa: Für beides ist die deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig. Sog. Schengen-Visa können jedoch bei der französischen Botschaft in N`Djamena beantragt werden.

Besondere Zollvorschriften
Besondere Zollvorschriften sind nicht bekannt. Gegenstände des täglichen Bedarfs dürfen eingeführt werden. Für die Ausfuhr von im Tschad erworbenen kunsthandwerklichen Gütern kann im Einzelfall eine Genehmigung verlangt werden, die beim Tourismusministerium zu beantragen ist. Die Ausfuhr von nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) geschützten Pflanzen und Tierarten ist untersagt, obwohl ihr Erwerb im Tschad häufig möglich ist.
Sollten sie Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.
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Teilreisewarnung Tschad 21.02.2013

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Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Tschad:
Stand 21.02.2013 (Unverändert gültig seit: 21.02.2013)

Letzte Änderung:
Landesspezifische Sicherheitshinweise / Teilreisewarnung


Dringende Sicherheitshinweise - Gefahr von Entführungen und Anschlägen
In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern besteht eine erhöhte Gefahr terroristischer Gewaltakte, gezielter Entführungen und krimineller Übergriffe; sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung. In Algerien, Niger, Mali und Mauretanien kam es auch in jüngster Zeit zu Entführungen. Es ist, wie aktuelle Hinweise bestätigen, jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene oder nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara, ihrer Randbereiche und der Sahelzone eindringlich ab.
Deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestehen u.a. für Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. In einigen Gebieten, insbesondere in der Sahel-Sahara-Region, sind Sport- und Kulturveranstaltungen wie Wüsten-Rallyes oder Musikfestivals mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden.
Die Sicherheitsrisiken für Reisende differieren von Land zu Land und sind regelmäßig selbst innerhalb eines Landes unterschiedlich zu bewerten. Das Auswärtige Amt rät daher dringend, immer auch die landesspezifischen Sicherheitshinweise zu beachten.

Landesspezifische Sicherheitshinweise / Teilreisewarnung

Nach der Entführung von sieben französischen Staatsangehörigen in der Nähe der Stadt Dabanga und des dort gelegenen Nationalparks Waza im nördlichen Kamerun und somit in unmittelbarer Nähe der Grenze zum Tschad am 19. Februar 2013, besteht ein erhöhtes Sicherheitsrisiko- bzw. Entführungsrisiko in den an Kamerun angrenzenden Teilen des Tschad.
Es wird daher dringend gewarnt vor Reisen im Grenzgebiet zwischen Tschad und Kamerun in einem Streifen, der im Norden vom Tschad-See bis im Süden nach Bongor und Léré reicht. Dies schließt ausdrücklich auch die an Kamerun angrenzenden Regionen der Hauptstadt N´Djamena – z.B. Douguia, Kousséri/Nguéli – ein.
Das Auswärtige Amt fordert darüber hinaus alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen und von nicht unbedingt notwendigen Reisen abzusehen.
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Birgitt
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Teilreisewarnung Tschad 27.02.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad:
Stand 27.02.2013
(Unverändert gültig seit: 27.02.2013)

Letzte Änderung:
Landesspezifische Sicherheitshinweise / Teilreisewarnung


Landesspezifische Sicherheitshinweise / Teilreisewarnung
Nach der Entführung von sieben französischen Staatsangehörigen in der Nähe der Stadt Dabanga und des dort gelegenen Nationalparks Waza im nördlichen Kamerun und somit in unmittelbarer Nähe der Grenze zum Tschad am 19. Februar 2013, besteht ein erhöhtes Sicherheitsrisiko- bzw. Entführungsrisiko in den an Kamerun angrenzenden Teilen des Tschad.
Es wird daher gewarnt vor Reisen in die Region nördlich des Tschadsees sowie in dem Grenzgebiet zwischen Tschad und Kamerun. Ausgenommen hiervon sind die Stadtgebiete von N´Djamena und Bongor.
Von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Grenzregionen der Republik Tschad wird dringend abgeraten
Bei Reisen in den Norden Kameruns, z. B. auch Kurzreisen vom Gebiet der Republik Tschad aus, wird dringend empfohlen, die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Kamerun zu beachten.
Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen.
Registrierung bei der Deutschen Botschaft/Nothilfe

Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in N´Djamena empfiehlt grundsätzlich allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Deutschenliste („Krisenvorsorgeliste“) einzuschreiben: http://service.diplo.de/registrierungav Die Deutsche Botschaft N’Djamena kann Nothilfe für Deutsche nur in eingeschränktem Umfang leisten. Sie nimmt darüber hinaus keine weiteren Rechts- und Konsularaufgaben wahr und erteilt auch keine Visa: Für beides ist die deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig. Sog. Schengen-Visa können jedoch bei der französischen Botschaft in N`Djamena beantragt werden
Innenpolitische Lage und Situation an den Landesgrenzen
Die politische Lage im Tschad selbst ist stabil. Seit einem gescheiterten Putschversuch Anfang Februar 2008 ist es weder zu politischen Unruhen, noch zu politisch oder religiös motivierten Anschlägen gekommen. Entführungen durch dschihadistische Terrorgruppen haben sich im Tschad bisher nicht ereignet. In der Hauptstadt N´Djamena ist eine leichte Zunahme von Gewaltkriminalität zu verzeichnen, die allerdings nur in geringem Maße gegen westliche Ausländer gerichtet ist.
Nach der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Tschad und Sudan und der politischen Annäherung im Jahre 2010 hat sich das Verhältnis zwischen beiden Ländern und damit die Sicherheitslage im Ost-Tschad entspannt. Der Abzug der internationalen Schutztruppe MINURCAT zu Ende 2010 hat keine negativen Auswirkungen auf die Sicherheitslage gehabt.
Allerdings tragen ehemalige tschadische und sudanesische Rebellen zur Steigerung des Banditentums und der Verunsicherung im Ost-Tschad bei.
In der Zentralafrikanischen Republik kommt es zu häufigen Übergriffen durch Rebellen und marodierende Banden. Tschadische Truppen sichern die Grenze und haben im Dezember 2012 auf dem Territorium der Zentralafrikanischen Republik Operationen durchgeführt. Ein Übergreifen der Unsicherheit in der Zentralafrikanischen Republik auf den Tschad ist unwahrscheinlich.
Diesseits der Westgrenze, insbesondere an den Grenzen zu Nigeria und Niger (Provinzen Lac und Kanem), sowie im Gebiet nördlich des Tschad-Sees ist die Präsenz von bewaffneten Personen, die der nigerianischen islamistischen Terrororganisation „Boko Haram“ oder anderen islamistischen Terrorgruppen zugerechnet werden müssen, nicht ausgeschlossen. In diesem Gebiet sollte besonders hohe Vorsicht walten; es besteht ein erhöhtes Entführungsrisiko.
Die Grenze zu Libyen ist derzeit geschlossen. Ein Grenzübertritt ist nicht möglich; von Reisen in die Grenzgebiete in den Regionen Borkou, Ennedi und Tibesti wird dringend abgeraten (s. Abschnitt „Allg. Reiseinformationen).
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Alexander
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Teilreisewarnung Tschad 27.06.2013

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Tschad:
Stand 27.06.2013 (Unverändert gültig seit: 27.06.2013)
Letzte Änderung: Landesspezifische Sicherheitshinweise
Nach der Entführung von sieben französischen Staatsangehörigen in der Nähe der Stadt Dabanga und des Nationalparks Waza im nördlichen Kamerun, somit in unmittelbarer Nähe der Grenzen zu Nigeria und zum Tschad, am 19. Februar 2013 besteht ein erhöhtes Sicherheits- bzw. Entführungsrisiko in den an Kamerun angrenzenden Teilen des Tschad. Ebenso besteht ein hohes Sicherheitsrisiko im Grenzgebiet zu Nordost-Nigeria und zu Niger im Gebiet des Tschadsees.
Es wird daher vor Reisen in die Region des Tschadsees sowie in dem Grenzgebiet zwischen Tschad und Kamerun gewarnt. Ausgenommen hiervon sind die Stadtgebiete von N´Djamena und Bongor.
Von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Grenzregionen der Republik Tschad wird dringend abgeraten.
Bei Reisen in den Norden Kameruns, z. B. auch Kurzreisen vom Gebiet der Republik Tschad aus, wird dringend empfohlen, die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Kamerun zu beachten.
Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen.
Auswärtige Amt
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Teilreisewarnung Tschad 21.11.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad:
Stand 21.11.2013
(Unverändert gültig seit: 21.11.2013)

Letzte Änderung:
Landesspezifische Sicherheitshinweise


Landesspezifische Sicherheitshinweise / Teilreisewarnung
Nach der Entführung von sieben französischen Staatsangehörigen in der Nähe der Stadt Dabanga und des Nationalparks Waza im nördlichen Kamerun, somit in unmittelbarer Nähe der Grenzen zu Nigeria und zum Tschad, am 19. Februar 2013, sowie eines weiteren französischen Staatsangehörigen am 13.11. in Mokolo/Nord-Kamerun besteht ein erhöhtes Sicherheits- bzw. Entführungsrisiko in den an Kamerun angrenzenden Teilen des Tschad. Ebenso besteht ein hohes Sicherheitsrisiko im Grenzgebiet zu Nordost-Nigeria und zu Niger im Gebiet des Tschadsees.
Es wird daher vor Reisen in die Region des Tschadsees sowie in dem Grenzgebiet zwischen Tschad und Kamerun gewarnt. Ausgenommen hiervon sind die Stadtgebiete von N´Djamena und Bongor.
Von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Grenzregionen der Republik Tschad wird dringend abgeraten.
Bei Reisen in den Norden Kameruns, z. B. auch Kurzreisen vom Gebiet der Republik Tschad aus, wird dringend empfohlen, die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Kamerun zu beachten.
Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen.

Registrierung bei der Deutschen Botschaft/Nothilfe
Das Auswärtige Amt empfiehlt grundsätzlich allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Deutschenliste („Krisenvorsorgeliste“) einzuschreiben: http://service.diplo.de/registrierungav Die Deutsche Botschaft N’Djamena kann Nothilfe für Deutsche nur in eingeschränktem Umfang leisten. Sie nimmt darüber hinaus keine weiteren Rechts- und Konsularaufgaben wahr und erteilt auch keine Visa: Für beides ist die deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig. Sog. Schengen-Visa können jedoch bei der französischen Botschaft in N`Djamena beantragt werden
Innenpolitische Lage und Situation an den Landesgrenzen
Die politische Lage im Tschad selbst ist stabil. Seit einem gescheiterten Putschversuch Anfang Februar 2008 ist es weder zu politischen Unruhen, noch zu politisch oder religiös motivierten Anschlägen gekommen. Entführungen oder Anschläge durch dschihadistische Terrorgruppen haben sich im Tschad bisher nicht ereignet.
Nach der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Tschad und Sudan und der Annäherung im Jahre 2010 hat sich das politische Verhältnis zwischen beiden Ländern zwar entspannt, von Reisen in die Grenzregion zu Sudan wird aufgrund der dortigen Sicherheitslage jedoch dringend abgeraten. Überfälle auf außerhalb der Städte verkehrende Fahrzeuge sind häufig; im Falle der Gegenwehr muss mit Gewaltanwendung (Schusswaffengebrauch) gerechnet werden.
In der Zentralafrikanischen Republik kommt es auch nach dem Machtwechsel Ende März 2013 zu Übergriffen durch Rebellen und marodierende Banden. Tschadische Truppen sichern die Grenze und haben im Dezember 2012 und März 2013 Operationen auf dem Territorium der Zentralafrikanischen Republik durchgeführt. Ein Übergreifen der Unsicherheit in der Zentralafrikanischen Republik auf den Tschad ist jedoch unwahrscheinlich.
An den Grenzen zu Nigeria und Niger (Provinzen Lac und Kanem) sowie insbesondere im Gebiet um den Tschad-See muss mit der Präsenz von bewaffneten Personen gerechnet werden, die der nigerianischen islamistischen Terrororganisation „Boko Haram“ oder anderen islamistischen Terrorgruppen zuzurechnen ist.
Die Grenze zu Libyen ist derzeit geschlossen. Ein Grenzübertritt ist nicht möglich; von Reisen in die Grenzgebiete in den Regionen Borkou, Ennedi und Tibesti wird dringend abgeraten
Sicherheitslage in der Hauptstadt N´Djamena
Auch wenn die tschadische Hauptstadt, ebenso wie das Land insgesamt, von dschihadistisch motivierten Anschlägen und Entführungen bislang verschont geblieben ist, kann das Risiko von Verschleppungen und Gewaltakten auch in N´Djamena nicht ausgeschlossen werden. Beim Besuch westlich geprägter Örtlichkeiten (Restaurants, Hotels, Bars) und öffentlicher Plätze ist Umsicht geboten. Nachts steigt das Risiko krimineller Überfälle stark an, insbesondere in den peripheren Stadtbezirken (Raubüberfälle, „car-napping“). Bei Überfällen ist im Falle der Gegenwehr mit hoher Gewaltbereitschaft zu rechnen. Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte grundsätzlich Folge geleistet werden, da vereinzelt mit Überreaktionen und willkürlicher Gewaltanwendung durch die Sicherheitskräfte gerechnet werden muss.
Reisen im Land
Reisen im Land sind mit erheblichen Risiken verbunden. Im Norden des Landes gibt es ausgedehnte Minenfelder. Touren durch die Sahara (Tibesti, Ennedi, Borkou) sind daneben mit erheblichen Verkehrs- und Gesundheitsrisiken verbunden. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere von sog. „coupeurs de routes“, d.h. Straßenräubern) zu werden. Daneben besteht landesweit ein erhebliches Unfallrisiko, auch in der Hauptstadt N´Djamena. Nächtliche Überlandfahrten sollten unbedingt vermieden werden.
Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Medizinische Versorgung ist nicht bzw. nur in unzureichendem Maße gegeben. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet. Es wird dringend zum Abschluss einer Reise-Rückhol-Versicherung („Luftrettung“) geraten. Bei Besuchen in den nördlichen Regionen wird die Mitnahme eines Satelliten-Telefons empfohlen.
Fotografieren benötigt eine besondere schriftliche Erlaubnis (s. u.), stößt jedoch selbst bei Vorliegen dieser Erlaubnis im gesamten Land auf erhebliche kulturelle und Sicherheits-Vorbehalte. Das Fotografieren von militärischen Einrichtungen, Regierungsgebäuden, Flughäfen und anderen „strategischen Einrichtungen“ sollte unbedingt unterlassen werden. Privat-Personen reagieren häufig aggressiv, wenn sie ohne vorherige Einwilligung fotografiert werden.
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Gruß
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Teilreisewarnung Tschad 14.02.2014

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad:
Stand 14.02.2014
(Unverändert gültig seit: 14.02.2014)

Letzte Änderung:
Landesspezifische Sicherheitshinweise/Teilreisewarnung


Landesspezifische Sicherheitshinweise/Teilreisewarnung
Nach der Entführung von sieben französischen Staatsangehörigen in der Nähe der Stadt Dabanga und des Nationalparks Waza im nördlichen Kamerun, somit in unmittelbarer Nähe der Grenzen zu Nigeria und zum Tschad, am 19. Februar 2013, sowie eines weiteren französischen Staatsangehörigen am 13.11. in Mokolo/Nord-Kamerun besteht ein erhöhtes Sicherheits- bzw. Entführungsrisiko in den an Kamerun angrenzenden Teilen des Tschad. Ebenso besteht ein hohes Sicherheitsrisiko im Grenzgebiet zu Nordost-Nigeria und zu Niger im Gebiet des Tschadsees.
Darüber hinaus sind seit Ausbruch der Krise in der Zentralafrikanischen Republik mehrere tausend Menschen, unter denen sich auch bewaffnete Gruppen der ehemaligen Rebellen befinden, in den Süden des Tschad, insbesondere in den Grenzbereich zur Zentralafrikanischen Republik und zum Südsudan geflüchtet.
Tschadische Truppen sichern die Grenze und leisten im Rahmen des Möglichen logistische Unterstützung für Rückkehr- bzw. Ausreisewillige, die Unterbringung der Flüchtlinge in den größeren Provinzstädten verbunden mit einer ohnehin angespannten Versorgungslage, kann jedoch zu Spannungen unter Flüchtlingen und / oder mit der angestammten Bevölkerung führen.
Es wird daher vor Reisen in die Region des Tschadsees sowie in das Grenzgebiet zwischen Tschad und Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik und Süd-Sudan gewarnt. Ausgenommen hiervon sind die Stadtgebiete von N´Djamena und Bongor.
Von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Grenzregionen der Republik Tschad wird dringend abgeraten.
Bei Reisen in den Norden Kameruns, z. B. auch Kurzreisen vom Gebiet der Republik Tschad aus, wird dringend empfohlen, die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Kamerun zu beachten.
Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen.
Registrierung bei der Deutschen Botschaft/Nothilfe
Das Auswärtige Amt empfiehlt allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Deutschenliste („Krisenvorsorgeliste“) einzuschreiben: http://service.diplo.de/registrierungav Die Deutsche Botschaft N’Djamena kann Nothilfe für Deutsche nur in eingeschränktem Umfang leisten. Sie nimmt darüber hinaus keine weiteren Rechts- und Konsularaufgaben wahr und erteilt auch keine Visa: Für beides ist die deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig. Sog. Schengen-Visa können jedoch bei der französischen Botschaft in N`Djamena beantragt werden
Innenpolitische Lage und Situation an den Landesgrenzen
Die politische Lage im Tschad selbst ist stabil. Seit einem gescheiterten Putschversuch Anfang Februar 2008 ist es weder zu politischen Unruhen, noch zu politisch oder religiös motivierten Anschlägen gekommen. Entführungen oder Anschläge durch dschihadistische Terrorgruppen haben sich im Tschad bisher nicht ereignet.
Nach der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Tschad und Sudan und der Annäherung im Jahre 2010 hat sich das politische Verhältnis zwischen beiden Ländern zwar entspannt, von Reisen in die Grenzregion zu Sudan wird aufgrund der dortigen Sicherheitslage jedoch dringend abgeraten. Überfälle auf außerhalb der Städte verkehrende Fahrzeuge sind häufig; im Falle der Gegenwehr muss mit Gewaltanwendung (Schusswaffengebrauch) gerechnet werden.
An den Grenzen zu Nigeria und Niger (Provinzen Lac und Kanem) sowie insbesondere im Gebiet um den Tschad-See muss mit der Präsenz von bewaffneten Personen gerechnet werden, die der nigerianischen islamistischen Terrororganisation „Boko Haram“ oder anderen islamistischen Terrorgruppen zuzurechnen ist.
Die Grenze zu Libyen ist derzeit geschlossen. Ein Grenzübertritt ist nicht möglich; von Reisen in die Grenzgebiete in den Regionen Borkou, Ennedi und Tibesti wird dringend abgeraten
Sicherheitslage in der Hauptstadt N´Djamena
Auch wenn die tschadische Hauptstadt, ebenso wie das Land insgesamt, von dschihadistisch motivierten Anschlägen und Entführungen bislang verschont geblieben ist, kann das Risiko von Verschleppungen und Gewaltakten auch in N´Djamena nicht ausgeschlossen werden. Beim Besuch westlich geprägter Örtlichkeiten (Restaurants, Hotels, Bars) und öffentlicher Plätze ist Umsicht geboten. Nachts steigt das Risiko krimineller Überfälle stark an, insbesondere in den peripheren Stadtbezirken (Raubüberfälle, „car-napping“). Bei Überfällen ist im Falle der Gegenwehr mit hoher Gewaltbereitschaft zu rechnen. Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte grundsätzlich Folge geleistet werden, da vereinzelt mit Überreaktionen und willkürlicher Gewaltanwendung durch die Sicherheitskräfte gerechnet werden muss.
Reisen im Land
Reisen im Land sind mit erheblichen Risiken verbunden. Im Norden des Landes gibt es ausgedehnte Minenfelder. Touren durch die Sahara (Tibesti, Ennedi, Borkou) sind daneben mit erheblichen Verkehrs- und Gesundheitsrisiken verbunden. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere von sog. „coupeurs de routes“, d.h. Straßenräubern) zu werden. Daneben besteht landesweit ein erhebliches Unfallrisiko, auch in der Hauptstadt N´Djamena. Nächtliche Überlandfahrten sollten unbedingt vermieden werden.
Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Medizinische Versorgung ist nicht bzw. nur in unzureichendem Maße gegeben. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet. Es wird dringend zum Abschluss einer Reise-Rückhol-Versicherung („Luftrettung“) geraten. Bei Besuchen in den nördlichen Regionen wird die Mitnahme eines Satelliten-Telefons empfohlen.
Fotografieren benötigt eine besondere schriftliche Erlaubnis (s. u.), stößt jedoch selbst bei Vorliegen dieser Erlaubnis im gesamten Land auf erhebliche kulturelle und Sicherheits-Vorbehalte. Das Fotografieren von militärischen Einrichtungen, Regierungsgebäuden, Flughäfen und anderen „strategischen Einrichtungen“ sollte unbedingt unterlassen werden. Privat-Personen reagieren häufig aggressiv, wenn sie ohne vorherige Einwilligung fotografiert werden.
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Teilreisewarnung Tschad 21.02.2014

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Tschad:

Stand 21.02.2014 (Unverändert gültig seit: 21.02.2014)

Letzte Änderung: Landesspezifische Sicherheitshinweise/Teilreisewarnung

Nach der Entführung von sieben französischen Staatsangehörigen in der Nähe der Stadt Dabanga und des Nationalparks Waza im nördlichen Kamerun, somit in unmittelbarer Nähe der Grenzen zu Nigeria und zum Tschad, am 19. Februar 2013, sowie eines weiteren französischen Staatsangehörigen am 13.11. in Mokolo/Nord-Kamerun besteht ein erhöhtes Sicherheits- bzw. Entführungsrisiko in den an Kamerun angrenzenden Teilen des Tschad. Ebenso besteht ein hohes Sicherheitsrisiko im Grenzgebiet zu Nordost-Nigeria und zu Niger im Gebiet des Tschadsees.
Darüber hinaus sind seit Ausbruch der Krise in der Zentralafrikanischen Republik mehrere tausend Menschen, unter denen sich auch bewaffnete Gruppen der ehemaligen Rebellen befinden, in den Süden des Tschad, insbesondere in den Grenzbereich zur Zentralafrikanischen Republik und zum Sudan geflüchtet.

Tschadische Truppen sichern die Grenze und leisten im Rahmen des Möglichen logistische Unterstützung für Rückkehr- bzw. Ausreisewillige. Die Unterbringung der Flüchtlinge in den größeren Provinzstädten verbunden mit einer ohnehin angespannten Versorgungslage kann jedoch zu Spannungen unter Flüchtlingen und/oder mit der angestammten Bevölkerung führen.

Es wird daher vor Reisen in die Region des Tschadsees sowie in das Grenzgebiet zwischen Tschad und Kamerun und in das Grenzgebiet zur der Zentralafrikanischen Republik gewarnt. Ausgenommen hiervon sind die Stadtgebiete von N´Djamena und Bongor.

Von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Grenzregionen der Republik Tschad wird dringend abgeraten.
Bei Reisen in den Norden Kameruns, z. B. auch Kurzreisen vom Gebiet der Republik Tschad aus, wird dringend empfohlen, die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Kamerun zu beachten.

Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen.

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Die politische Lage im Tschad selbst ist stabil. Seit einem gescheiterten Putschversuch Anfang Februar 2008 ist es weder zu politischen Unruhen, noch zu politisch oder religiös motivierten Anschlägen gekommen. Entführungen oder Anschläge durch dschihadistische Terrorgruppen haben sich im Tschad bisher nicht ereignet.
Nach der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Tschad und Sudan und der Annäherung im Jahre 2010 hat sich das politische Verhältnis zwischen beiden Ländern zwar entspannt, von Reisen in die Grenzregion zu Sudan wird aufgrund der dortigen Sicherheitslage jedoch dringend abgeraten. Überfälle auf außerhalb der Städte verkehrende Fahrzeuge sind häufig; im Falle der Gegenwehr muss mit Gewaltanwendung (Schusswaffengebrauch) gerechnet werden.
An den Grenzen zu Nigeria und Niger (Provinzen Lac und Kanem) sowie insbesondere im Gebiet um den Tschad-See muss mit der Präsenz von bewaffneten Personen gerechnet werden, die der nigerianischen islamistischen Terrororganisation „Boko Haram“ oder anderen islamistischen Terrorgruppen zuzurechnen ist.
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Sicherheitslage in der Hauptstadt N´Djamena
Auch wenn die tschadische Hauptstadt, ebenso wie das Land insgesamt, von dschihadistisch motivierten Anschlägen und Entführungen bislang verschont geblieben ist, kann das Risiko von Verschleppungen und Gewaltakten auch in N´Djamena nicht ausgeschlossen werden. Beim Besuch westlich geprägter Örtlichkeiten (Restaurants, Hotels, Bars) und öffentlicher Plätze ist Umsicht geboten. Nachts steigt das Risiko krimineller Überfälle stark an, insbesondere in den peripheren Stadtbezirken (Raubüberfälle, „car-napping“). Bei Überfällen ist im Falle der Gegenwehr mit hoher Gewaltbereitschaft zu rechnen. Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte grundsätzlich Folge geleistet werden, da vereinzelt mit Überreaktionen und willkürlicher Gewaltanwendung durch die Sicherheitskräfte gerechnet werden muss.

Reisen im Land
Reisen im Land sind mit erheblichen Risiken verbunden. Im Norden des Landes gibt es ausgedehnte Minenfelder. Touren durch die Sahara (Tibesti, Ennedi, Borkou) sind daneben mit erheblichen Verkehrs- und Gesundheitsrisiken verbunden. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere von sog. „coupeurs de routes“, d.h. Straßenräubern) zu werden. Daneben besteht landesweit ein erhebliches Unfallrisiko, auch in der Hauptstadt N´Djamena. Nächtliche Überlandfahrten sollten unbedingt vermieden werden.
Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Medizinische Versorgung ist nicht bzw. nur in unzureichendem Maße gegeben. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet. Es wird dringend zum Abschluss einer Reise-Rückhol-Versicherung („Luftrettung“) geraten. Bei Besuchen in den nördlichen Regionen wird die Mitnahme eines Satelliten-Telefons empfohlen, welches aber nur mit Genehmigung der zuständigen tschadischen Behörden mitgeführt werden darf.

Fotografieren benötigt eine besondere schriftliche Erlaubnis (s. u.), stößt jedoch selbst bei Vorliegen dieser Erlaubnis im gesamten Land auf erhebliche kulturelle und Sicherheits-Vorbehalte. Das Fotografieren von militärischen Einrichtungen, Regierungsgebäuden, Flughäfen und anderen „strategischen Einrichtungen“ sollte unbedingt unterlassen werden. Privat-Personen reagieren häufig aggressiv, wenn sie ohne vorherige Einwilligung fotografiert werden.
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andrasz
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Re: Teilreisewarnung Tschad 21.02.2014

Beitrag von andrasz »

A personal first-hand assessment of the present situation in Chad
APPLICABLE TO THE FAYA - BORKU - TIBESTI REGION ONLY

Overall safety / security

Never had any feelings of discomfort, attitude of both officialdom and locals very relaxed and friendly. Very clearly the Tibus are in complete control of the area, and are fully aware of what is going on. (A good example: we had some disagreement on camel prices to ascend Emi Koussi at one place, we moved on to make the ascent from another place at two days' driving distance, ~80km. The camel owners at the destination already knew about this without any means of communication other than walking from one place to another...) The terrain is very difficult to access with vehicles (average speed 20-30kph on 'roads', practically impassable elsewhere), there are minefields everywhere (some marked, some not) so without a knowlegable local guide attempting to cross the area is like playing Russian roulette, and the Tibus long-standing reputation to being less than friendly to uninvited strangers pretty effectively prevents the 'troubles' elsewhere in the Sahara spilling over to the region. As long as one maintains a good relationship with the locals (and yes, this does come at a price, in fact there is an agreed price-list for maintaining good relations, payable in hard cash in every village to the local chief) the region may be considered reasonably safe for western visitors, provided the current truce between the Tibus in the North and the Government in the South holds.

Hassles / officialdom

Have experienced none. While we had to 'check-in' with military authorities at every larger village we passed, all these stops were quick and hassle free. There are no formal check-points anywhere, but I got the impression that if one would 'forget' to check in at the local sous-prefecture, a couple of AK-47s would greet one on waking up the next morning...

The locals were reserved but friendly, like everywhere children were more curious but always in a polite way. Some like being photographed, some don't, so ALWAYS ask before taking photos of people, especially women.

Mines

They are literally EVERYWHERE near terrain passable with vehicles. Contrary to what most sources say, most do not date from the Libya - Chad war, but from the much more recent Tibesti rebellion times which only ended 4-5 years ago. There is a considerable marking / clearing operation on the way funded by the EU, currently work is focusing on the Zouar - Bardai track. Known roadside minefields are marked with a perimeter of stones painted white/red (white on the safe side, red on the danger zone side), but there may be mines anywhere off the tracks, as innumerable wrecked vehicles clearly indicate. There is little incentive to clear the mines and mark the known areas outside the currently used tracks, as most are anti-vehicle mines, posing relatively little threat to locals on foot and camels (and they know where they are anyway, as they have planted most of them during the rebellion). In fact locals see the threat of mines (both real and perceived) as a form of protection against infiltration of unwanted outsiders from both Libya and Niger.

One must never let one's guard down. After passing for two days through an area without any known mines, on our very last day in the vicinity of Faya (which was mostly cleared) we by-passed a very nasty stretch of track by climbing the hard sand arc of an encroaching barchan dune. The far slope led down straight into a marked-off area, with the near side covered by the dune and probably already under us as we stopped. We backed up the dune VERY carefully...
Zuletzt geändert von andrasz am Sa 22. Feb 2014, 13:44, insgesamt 2-mal geändert.
Happy Travels,
András
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Re: Teilreisewarnung Tschad 21.02.2014

Beitrag von Alexander »

Hello András,

of course there are no hassles with local people. You have the same situation in most of the other countries such as Tunisia, Egypt, etc. But this is not the point. The locals are friendly everywhere, but the thread is coming from criminal individuals and terrorists. The borders to Tschad, especially Cameron, Nigeria, Niger, Sudan and Libya is No Go zone. Just because it is currently silent, it does not necessarily mean it is absolutely save.

When travellers are coming back the first statement is, everything was great, people were friendly and grateful and the hospitality was fantastic. But we know, this is only one part of the truth. At least in some countries. There is a good reason why authorities are publishing travel warnings. Every coin has two sides, not only one.

As a tour operator it is apparently in your best interest to sell more the positive view. But as a tour operator you have as well a responsibility to the people travelling with you.

I am not saying, don’t travel to those countries. My intention is to make people aware that not everything is looking like the perfect world. Travellers should be properly informed so they can make the right decisions and are prepared, just in case.

Cheers
Alexander
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