Teilreisewarnung Tschad 26.05.2026

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Birgitt
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Teilreisewarnung Tschad 24.06.2021

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad
Stand 24.06.2021

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Politische Transition)
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)
- Gesundheit


Aktuelles
Politische Transition

Nach dem gewaltsamen Tod von Staatspräsident Idriss Déby Itno hat ein Militärischer Übergangsrat unter Führung seines Sohnes Mahamat Idriss Déby Itno die Macht übernommen. Das Land befindet sich in einer politischen Transitionsphase.
  • Tragen Sie sich bei Aufenthalt im Land in die Krisenvorsorgeliste ein.
  • Folgen Sie den Anweisungen der Sicherheitskräfte.
  • Halten Sie sich von Armeekräften und bewaffneten Gruppen fern. Nähern Sie sich Kontrollpunkten vorsichtig und langsam.
  • Informieren Sie sich über die lokalen und internationalen Medien; auch zu regionalen Ausgangssperren.
  • Achten Sie auf Verlautbarungen tschadischer Stellen zu Aktivitäten bewaffneter Gruppen im Land.
Sicherheit
Innenpolitische Lage

In der laufenden politischen Transition ist die Verfassung außer Kraft gesetzt. Ein Militärrat und die zivil geführte Regierung haben die Staatsgewalt inne.

Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun sowie das gemeinsame Grenzgebiet werden stark kontrolliert. Dasselbe gilt im Grenzgebiet zum Niger. Zufahrtswege nach Nigeria sind aufgrund der Terrorbedrohung durch Boko Haram im Tschadseegebiet geschlossen. In letzter Zeit ist es regelmäßig zu Überfällen, Tötungsdelikten und Entführungen in den Dörfern, auf den Straßen und den Inseln in der Tschadseeregion gekommen. Die Grenze zur Zentralafrikanischen Republik ist seit 21. April 2021 offenbar geöffnet.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Halten Sie sich dringend von Demonstrationen und größeren Menschenansammlungen fern.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Gesundheit
Aktuelles

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Erkrankung COVID-19, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.
  • Beachten Sie die fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19 sowie die Hinweise im Merkblatt COVID-19, auf den Seiten der WHO, des RKI und der BZgA.

Chikungunya-Fieber
Weiterhin ist ein starker Anstieg der Infektionen von Chikungunya-Fieber vor allem in den im Osten des Landes gelegenen Provinzen Wadi Fira, Ouaddaï und Sila festzustellen.

Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie, siehe auch Merkblatt Chikungunya-Fieber.
  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Chikungunya-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.
Masern
Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.
  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.
Impfschutz
Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet oder Aufenthalt von mehr als 12 Stunden im Transit eines Gelbfiebergebiets müssen alle Personen ab ≥ 9 Monaten eine Gelbfieberimpfung nachweisen. Die Impfung ist aus medizinischen Gründen empfohlen, da der Tschad Gelbfieberinfektionsgebiet ist.
  • Bitte beachten Sie, dass laut WHO Einwohnern und Langzeitreisenden über 4 Wochen eine Impfung gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) 4 Wochen bis 12 Monate vor Ausreise benötigen, siehe Merkblatt Poliomyelitis . Falls Sie kürzer als 4 Wochen im Land sind, ist ein vollständiger Impfschutz gegen Poliomyelitis empfohlen.
  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Polio, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Meningokokken (ACWY), Tollwut und Typhus empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen .
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.
Malaria
Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Merkblatt Malaria.
  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.
Ein hohes Malariarisiko besteht bei Reisen südlich der Sahara einschließlich N’Djamena. Ein geringes Risiko liegt bei Reisen nur in die Sahara vor. Im Tschad kommt vorrangig die gefährliche Malaria tropica vor, siehe Ständiger Ausschuss Reisemedizin (StAR) der DTG.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:
  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz.

Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.
  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.
HIV/AIDS
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.
  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.
Durchfallerkrankungen
Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Merkblatt Durchfallerkrankungen . Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:
  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.
Cholera
Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie z.B. der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Merkblatt Cholera.
  • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils ggf. durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.
Weitere Infektionskrankheiten
Grundsätzlich kommen im Tschad eine Vielzahl von weiteren klassischen Tropen- und sonstigen Infektionskrankheiten wie z.B. Afrikanische Trypanosomiasis, Leishmaniasis, Schistosomiasis und West-Nil-Fieber vor.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen. Sie ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch hoch problematisch, ganz besonders abseits der großen Städte. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch/Französisch sprechende Ärzte. Das französische Centro Medico-Social (CMS) bietet auch für Touristen eine allgemeinmedizinische Erstversorgung an.
  • Schließen Sie möglichst eine lokale Evakuierungsversicherung z.B. bei AMREF-Flying Doctors ab.
  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.
Auswärtiges Amt

Hinweise zum Corona-Virus im Tschad siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus

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Teilreisewarnung Tschad 06.07.2021

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Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad
Stand 06.07.2021

Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)


Sicherheit
Innenpolitische Lage

In der laufenden politischen Transition ist die Verfassung außer Kraft gesetzt. Ein Militärrat und die zivil geführte Regierung haben die Staatsgewalt inne.

Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun sowie das gemeinsame Grenzgebiet werden stark kontrolliert. Dasselbe gilt im Grenzgebiet zum Niger. Zufahrtswege nach Nigeria sind aufgrund der Terrorbedrohung durch Boko Haram im Tschadseegebiet geschlossen. In letzter Zeit ist es regelmäßig zu Überfällen, Tötungsdelikten und Entführungen in den Dörfern, auf den Straßen und den Inseln in der Tschadseeregion gekommen. Die Grenze zur Zentralafrikanischen Republik ist seit 21. April 2021, die Grenze zu Kamerun bei Kousséri seit 21. Juni 2021 geöffnet.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Halten Sie sich dringend von Demonstrationen und größeren Menschenansammlungen fern.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Auswärtiges Amt

Hinweise zum Corona-Virus im Tschad siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus

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Teilreisewarnung Tschad 08.12.2021

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad
Stand 08.12.2021

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Politische Transition)
- Sicherheit
- Reiseinfos
- Gesundheit (Hepatitis E)


Aktuelles
Politische Transition

Wiederholt wurden in den letzten Wochen politische Demonstrationen verboten und von Sicherheitskräften unterbunden. Am 2. Oktober 2021 wurde eine angemeldete Demonstration der Oppositiongruppe "Wakit Tama" unter Einsatz von Gewalt aufgelöst, nachdem der Protestzug von der zugelassenen Route abgewichen war.
  • Tragen Sie sich bei Aufenthalt im Land in die Krisenvorsorgeliste ein.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen.
  • Folgen Sie den Anweisungen der Sicherheitskräfte.
  • Nähern Sie sich Kontrollpunkten vorsichtig und langsam.
  • Informieren Sie sich über die lokalen und internationalen Medien sowie sozialen Medien; auch zu regionalen Ausgangssperren.
  • Halten Sie sich ggfs. an Ausgangssperren und Versammlungsverbote.
Sicherheit
Teilreisewarnung
Vor Reisen in folgende Regionen bzw. Gebiete wird gewarnt:
  • in die Region des Tschadsees,
  • in das Grenzgebiet zu Kamerun,
  • in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik sowie
  • in die Regionen Tibesti, Borkou und Ennedi an der Grenze zu Libyen.
Von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Regionen des Tschad, einschließlich der Hauptstadt N’Djamena, insbesondere der Gebiete der Sahara, ihrer Randgebiete und der Sahelzone wird abgeraten.

Terrorismus
In der Region um den Tschadsee kommt es immer wieder zu terroristischen Angriffen mit Todesfolge gegen Sicherheitskräfte und Zivilisten. Es besteht auch ein hohes Entführungsrisiko durch terroristische Gruppen in der Provinz Lac, insbesondere in den Gebieten um Bol und Baga Solai.

Es ist nicht auszuschließen, dass es in N´Djamena und in anderen Landesteilen zu weiteren Anschlägen kommt. Öffentliche Plätze und größere Menschenansammlungen gelten noch immer als gefährdet und sollten gemieden werden. Zudem ist immer wieder mit verschärften Sicherheitskontrollen zu rechnen.

Tschadische Truppen engagieren sich bei der Bekämpfung der Terrororganisation Boko Haram; deren Anführer haben dafür Vergeltungsschläge gegen tschadische Ziele angedroht.

Auch in den an Kamerun und Nordost- Nigeria angrenzenden Landesteilen des Tschad besteht ein erhöhtes Anschlags- bzw. Entführungsrisiko.
  • Seien Sie insbesondere an belebten Orten und bei besonderen Anlässen aufmerksam.
  • Beachten Sie die Reisewarnung.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Innenpolitische Lage
Nach dem gewaltsamen Tod von Staatspräsident Idriss Déby Itno hat ein Militärischer Übergangsrat unter Führung seines Sohnes Mahamat Idriss Déby Itno die Macht übernommen. Das Land befindet sich in einer politischen Transitionsphase.

Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun sowie das gemeinsame Grenzgebiet werden stark kontrolliert. Dasselbe gilt im Grenzgebiet zum Niger. Zufahrtswege nach Nigeria sind aufgrund der Terrorbedrohung durch Boko Haram im Tschadseegebiet geschlossen. In letzter Zeit ist es regelmäßig zu Überfällen, Tötungsdelikten und Entführungen in den Dörfern, auf den Straßen und den Inseln in der Tschadseeregion gekommen. Die Grenzen zur Zentralafrikanischen Republik und zu Kamerun bei Kousséri sind geöffnet.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Halten Sie sich dringend von Demonstrationen und größeren Menschenansammlungen fern.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Kriminalität
Die Kriminalitätsrate ist hoch. Es besteht landesweit einschließlich der Hauptstadt N‘Djamena ein hohes Risiko, Opfer von Gewaltkriminalität zu werden. Insbesondere bei Überlandfahrten besteht die Gefahr, von sog. „coupeurs de routes“ (motorisierte und häufig bewaffnete Straßenräuber) überfallen zu werden. Diese sind oft bereit, von Messern oder Schusswaffen Gebrauch zu machen. Oftmals werden die Fahrzeuge geraubt und die Passagiere weit außerhalb von Siedlungen freigelassen.

Bewaffnete Überfälle auch auf Fahrzeuge der Entwicklungszusammenarbeit, insbesondere auf Hauptstraßen nahe der Hauptstadt N´Djamena, kommen immer wieder vor.
  • Seien Sie generell und insbesondere in N’Djamena besonders vorsichtig in der Nähe von Märkten, in öffentlichen Verkehrsmitteln und wenn Sie zu Fuß unterwegs sind.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtige Dokumente sicher auf.
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, auf Märkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.
Reiseinfos
Zuständige Auslandsvertretung

Die deutsche Botschaft in N’Djamena kann Nothilfe für Deutsche nur in eingeschränktem Umfang leisten. Sie nimmt darüber hinaus keine weiteren Rechts- und Konsularaufgaben wahr und erteilt auch keine Visa: Für beides ist die deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig.

Infrastruktur/Verkehr
Die Verkehrswege können aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang zur Eindämmung von COVID-19 beeinträchtigt sein, siehe Aktuelles.

Reisen im Land sind mit erheblichen Risiken verbunden. Im Norden und Osten des Landes gibt es ausgedehnte, z.T. unmarkierte Minenfelder. Touren durch die Sahara (Tibesti, Ennedi, Borkou) sind mit erheblichen Verkehrs- und Gesundheitsrisiken verbunden; insbesondere in der Region Tibesti gibt es ein erhöhtes Anschlags- oder Entführungsrisiko für westliche Reisende.

Straßen befinden sich generell in schlechtem Zustand. Es besteht ein erhebliches Unfallrisiko.

Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Eine ausreichende Gesundheitsversorgung ist in den nördlichen Landesteilen nicht gegeben; Evakuierungsmöglichkeiten bestehen nur vom Flughafen Faya Largeau.

Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet.
  • Vermeiden Sie nächtliche Überlandfahrten.
  • Nehmen sie in die nördlichen Regionen ein Satelliten-Telefon mit (nur mit Genehmigung der tschadischen Behörden erlaubt).
Führerschein
Der Internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.

LGBTIQ
Gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen sind verboten und können mit Freiheitsstrafe zwischen drei Monaten und zwei Jahren und Geldstrafe geahndet werden.
  • Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.
Rechtliche Besonderheiten
Fotografieren ist nur mit einer beim Tourismusministerium zu beantragenden Fotografiererlaubnis gestattet. Die Durchsetzung dieser Vorschrift ist von Ort zu Ort unterschiedlich. Es wird dringend davon abgeraten, strategisch wichtige Einrichtungen (Regierungsgebäude, militärische Einrichtungen u.a.) zu fotografieren. Im Einzelfall kann Fotografieren oder Filmen ohne Erlaubnis zur Beschlagnahmung des Aufnahmegeräts, Festnahme oder Schusswaffengebrauch ohne Vorwarnung führen.

Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der CFA-Franc (Äquatorial XAF). Außerhalb der Hauptstadt N’Djamena werden Kreditkarten kaum akzeptiert, Geldautomaten zum Abheben von Bargeld sind kaum vorhanden. Das Mitführen von Bargeld in Euro oder US-Dollar ist empfehlenswert.

Gesundheit
Hepatitis E

Die tschadischen Gesundheitsbehörden haben Mitte November 2021 einen Hepatitis E-Ausbruch in der südwestlichen Region Tandjiles bekanntgegeben. Hepatitis E ist im Tschad endemisch, insbesondere in der Region Tandjile.

Hauptursachen einer Infektion sind unsichere Wasserquellen oder verunreinigte Lebensmittel.
  • Beachten Sie die Hinweise im Merkblatt Hepatitis E.
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Hinweise zum Corona-Virus im Tschad siehe:
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Teilreisewarnung Tschad 11.04.2022

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Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad
Stand 11.04.2022

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Politische Transition)
- Sicherheit (Terrorismus, Innenpolitische Lage, Kriminalität)
- Reisinfos (Infrastruktur/Verkehr, Rechtliche Besonderheiten, Geld/Kreditkarten)
- Einreise/Zoll (Einfuhrbestimmungen)


Aktuelles
Politische Transition

In N’Djamena und landesweit finden immer wieder politische Demonstrationen statt. Teilweise werden nicht genehmigte Demonstrationen von Sicherheitskräften mit Gewalt unterbunden oder aufgelöst.

Zeitgleich mit dem Anstieg der Preise für Grundnahrungsmittel hat die Alltagskriminalität zugenommen. Insbesondere in den Abendstunden kommt es in N’Djamena verstärkt zu Kontrollen durch die Polizei, die v.a. nach unerlaubt mitgeführten Waffen sucht.
  • Tragen Sie sich bei Aufenthalt im Land in die Krisenvorsorgeliste ein.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen.
  • Folgen Sie den Anweisungen der Sicherheitskräfte.
  • Nähern Sie sich Kontrollpunkten vorsichtig und langsam.
  • Informieren Sie sich über die lokalen und internationalen Medien sowie sozialen Medien; auch zu regionalen Ausgangssperren.
  • Halten Sie sich ggfs. an Ausgangssperren und Versammlungsverbote.
  • Sollten Sie überfallen werden, leisten Sie keinen Widerstand und folgen Sie den Anweisungen der Täter.
Sicherheit
Teilreisewarnung
Vor Reisen in folgende Regionen bzw. Gebiete wird gewarnt:
  • in die Region des Tschadsees,
  • in das Grenzgebiet zu Kamerun,
  • in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik sowie
  • in die Regionen Borkou, Ennedi und Tibesti an der Grenze zu Libyen.
Von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Regionen Tschads, einschließlich der Hauptstadt N’Djamena, insbesondere der Gebiete der Sahara, ihrer Randgebiete und der Sahelzone wird abgeraten.

Terrorismus
In der Region um den Tschadsee kommt es häufig zu Überfällen, Tötungsdelikten und Entführungen in den Dörfern, auf den Straßen und den Inseln durch terroristische Gruppen und zu bewaffneten Einsätzen der Sicherheitskräfte gegen terroristische Gruppen. Die Verkehrsverbindungen nach Nigeria und Niger sind aufgrund der Terrorbedrohung im Tschadseegebiet geschlossen.

Es ist nicht auszuschließen, dass es in N´Djamena und in anderen Landesteilen zu Anschlägen kommt. Öffentliche Plätze und größere Menschenansammlungen gelten immer als gefährdet und sollten gemieden werden. Zudem ist stets mit verschärften Sicherheitskontrollen zu rechnen.

Tschadische Truppen engagieren sich bei der Bekämpfung islamistischer Terrororganisationen (unter anderem Boko Haram); deren Anführer haben dafür Vergeltungsschläge gegen tschadische Ziele angedroht.

Im Grenzgebiet zu Libyen, insbesondere in der Region Tibesti gibt es ein erhöhtes Anschlags- oder Entführungsrisiko für westliche Reisende.

Auch in den an Kamerun und Nordost-Nigeria angrenzenden Landesteilen des Tschad besteht ein Anschlags- bzw. Entführungsrisiko.

Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun sowie das gemeinsame Grenzgebiet werden stark kontrolliert. Dasselbe gilt im Grenzgebiet zu Niger.

Die Grenzen zur Zentralafrikanischen Republik und zu Kamerun bei Kousséri sind geöffnet.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Halten Sie sich von Demonstrationen und größeren Menschenansammlungen fern.
  • Seien Sie insbesondere an belebten Orten und bei besonderen Anlässen aufmerksam.
  • Beachten Sie die Reisewarnung.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Innenpolitische Lage
Nach dem gewaltsamen Tod von Staatspräsident Idriss Déby Itno im April 2021 hat ein militärischer Übergangsrat unter Führung seines Sohnes Mahamat Idriss Déby Itno die Macht übernommen. Das Land befindet sich in einer politischen Transitionsphase.

Seit dem 13. März 2022 finden Verhandlungen tschadischer Rebellengruppen mit der tschadischen Regierung über eine Teilnahme der politisch-militärischen Gruppen am Nationalen Dialog statt, der im Mai 2022 beginnen soll.

Kriminalität
Die Kriminalitätsrate ist hoch. Es besteht landesweit einschließlich der Hauptstadt N‘Djamena ein hohes Risiko, Opfer von Gewaltkriminalität zu werden. Der Einsatz von Messern oder Schusswaffen bei Überfällen auf Fußgänger und Motorradfahrer ist üblich. Insbesondere bei Überlandfahrten besteht die Gefahr, von sog. „coupeurs de routes“ (motorisierte und häufig bewaffnete Straßenräuber) überfallen zu werden. Auch diese sind jederzeit bereit, von Waffen Gebrauch zu machen. Oftmals werden die Fahrzeuge geraubt und die Passagiere weit außerhalb von Siedlungen freigelassen.
  • Seien Sie generell und insbesondere in N’Djamena besonders vorsichtig in der Nähe von Märkten, in öffentlichen Verkehrsmitteln und wenn Sie zu Fuß unterwegs sind.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf.
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, auf Märkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.
Reiseinfos
Infrastruktur/Verkehr

Reisen im Land sind mit erheblichen Risiken verbunden. Im Norden und Osten des Landes gibt es ausgedehnte, z.T. nicht-markierte Minenfelder. Touren durch die Sahara (Tibesti, Ennedi, Borkou) sind mit erheblichen Verkehrs- und Gesundheitsrisiken verbunden.

Nur ca. 2.500 Kilometer des Straßennetzes sind asphaltiert. Auch Asphaltstraßen befinden sich häufig in schlechtem Zustand. Das weitere Straßennetz besteht aus Schotter- und Sandpisten. Während der Regenzeit sind weite Teile des Landes nicht per Fahrzeug zu erreichen. Es besteht ganzjährig ein erhebliches Unfallrisiko unabhängig vom Straßentyp.

Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Eine ausreichende Gesundheitsversorgung ist in weiten Teilen des Landes nicht gegeben, insbesondere nicht in den Regionen Tibesti, Ennedi und Borkou.

Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet.

Vor vielen staatlichen Gebäuden (vor allem: Militär, Polizei, aber auch z. B. Fernsehanstalten) ist das Parken verboten, ohne dass dies immer gekennzeichnet wäre.
  • Vermeiden Sie nächtliche Überlandfahrten.
  • Nehmen sie in die nördlichen Regionen ein Satelliten-Telefon mit (Einfuhr und Nutzung nur mit Genehmigung der tschadischen Behörden erlaubt).
Rechtliche Besonderheiten
Fotografieren ist nur mit einer beim Tourismusministerium zu beantragenden Fotografiererlaubnis gestattet. Die Durchsetzung dieser Vorschrift ist von Ort zu Ort unterschiedlich. Im Einzelfall kann Fotografieren oder Filmen ohne Erlaubnis zur Festnahme und Beschlagnahmung des Fotoapparats oder der Kamera führen.

Die Einfuhr von Drohnen ist genehmigungspflichtig. Ohne Genehmigung ist mit der Konfiszierung der Drohnen entweder während ihres Einsatzes oder bei Auffinden zu rechnen.

Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der CFA-Franc (Äquatorial XAF). Es gilt ein fester Wechselkurs zu EUR. Innerhalb von N’Djamena ist das Abheben von Geld am Automaten mit Kreditkarte, vorwiegend mit VISA, möglich. Außerhalb der Hauptstadt N’Djamena werden Kreditkarten kaum akzeptiert, Geldautomaten zum Abheben von Bargeld sind kaum vorhanden. Das Mitführen von Bargeld in EUR oder USD ist empfehlenswert.

Einreise und Zoll
Einfuhrbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr von Fremd- und Landeswährung ist unbegrenzt möglich, die Ausfuhr von Landeswährung muss ab einem Wert von 10.000 XAF deklariert werden.

Gegenstände des täglichen Bedarfs dürfen eingeführt werden.

Für die Ausfuhr von im Tschad erworbenen kunsthandwerklichen Gütern kann im Einzelfall eine Genehmigung verlangt werden, die beim Tourismusministerium zu beantragen ist.

Die Ausfuhr von nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) geschützten Pflanzen und Tierarten ist untersagt, obwohl ihr Erwerb im Tschad häufig möglich ist.
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Teilreisewarnung Tschad 23.06.2022

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Stand 23.06.2022

Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)
- Gesundheit (Hepatitis E)


Sicherheit
Innenpolitische Lage

Nach dem gewaltsamen Tod von Staatspräsident Idriss Déby Itno im April 2021 hat ein militärischer Übergangsrat unter Führung seines Sohnes Mahamat Idriss Déby Itno die Macht übernommen. Das Land befindet sich in einer politischen Transitionsphase.

Seit März 2022 finden Verhandlungen tschadischer politisch-militärischer Gruppen mit der tschadischen Regierung über politische Grundfragen statt. Der nationale Dialog der die Grundlagen für eine Verfassungsreform und eine Neuordnung der staatlichen Strukturen und der gesellschaftlichen Verhältnisse festlegen soll, wurde mehrfach verschoben. Ein neues Datum für den Beginn steht noch nicht fest.

Gesundheit
Hepatitis E

Hepatitis E ist im Tschad endemisch, insbesondere in der Region Tandjile.

Hauptursachen einer Infektion sind unsichere Wasserquellen oder verunreinigte Lebensmittel.

Beachten Sie die Hinweise im Merkblatt Hepatitis E.
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Teilreisewarnung Tschad 13.09.2022

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Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad
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Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Überschwemmungen, Politische Transition)
- Sicherheit (Teilreisewarnung; Terrorismus)


Aktuelles
Überschwemmungen

Die Regenzeit führt derzeit u.a. in N’Djamena zu lokalen Überschwemmungen. Insbesondere in den Arrondissements 1, 7, 8, 9, 10 muss jederzeit mit Überschwemmungen und unpassierbaren Straßen gerechnet werden. Eine weitere Verschärfung der Lage ist möglich.
  • Vermeiden Sie es durch Überschwemmungen zu gehen oder zu fahren. Es drohen Gesundheitsgefahren durch kontaminiertes Wasser, sowie Sturz- und Ertrinkungsgefahr und Schäden an Ihrem Fahrzeug.
  • Sollten Sie ein überschwemmtes Gebiet durchqueren müssen, achten Sie auf die Strömung und bewegen Sie sich vorsichtig, da sich unerwartete Hindernisse oder Löcher im Boden im Wasser befinden können.
  • Wenn Sie in überschwemmungsgefährdeten Gebieten leben, bevorraten Sie Trinkwasser und Nahrungsmittel.
Politische Transition
Seit dem 20. August 2022 findet bis Ende September 2022 in N’Djamena der Nationale Dialog statt, ein wesentlicher Bestandteil der politischen Transition. Im Zuge dessen findet sowohl im Rahmen des Nationalen Dialogs als auch außerhalb eine verstärkte politische Debatte statt.

In N’Djamena finden weiterhin immer wieder politische Demonstrationen statt. Teilweise werden nicht genehmigte Zusammenkünfte von Sicherheitskräften mit Gewalt unterbunden oder aufgelöst.

Die Alltagskriminalität ist gegenwärtig hoch. Insbesondere in den Abendstunden kommt es in N’Djamena verstärkt zu Kontrollen durch die Polizei, die v.a. nach unerlaubt mitgeführten Waffen sucht.
  • Tragen Sie sich bei Aufenthalt im Land in die Krisenvorsorgeliste ein.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen.
  • Folgen Sie den Anweisungen der Sicherheitskräfte.
  • Nähern Sie sich Kontrollpunkten vorsichtig und langsam.
  • Informieren Sie sich über die lokalen und internationalen Medien sowie sozialen Medien; auch zu regionalen Ausgangssperren.
  • Halten Sie sich ggfs. an Ausgangssperren und Versammlungsverbote.
  • Sollten Sie überfallen werden, leisten Sie keinen Widerstand und folgen Sie den Anweisungen der Täter.
Sicherheit
Sicherheit - Teilreisewarnung

Vor Reisen in folgende Regionen bzw. Gebiete wird gewarnt:
  • in die Region des Tschadsees,
  • in das Grenzgebiet zu Kamerun,
  • in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik sowie
  • in die Regionen Borkou, Ennedi und Tibesti (BET) an der Grenze zu Libyen.
Von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Regionen Tschads, einschließlich der Hauptstadt N’Djamena, insbesondere der Gebiete der Sahara, ihrer Randgebiete und der Sahelzone wird abgeraten.

Terrorismus
In der Region um den Tschadsee kommt es häufig zu Überfällen, Tötungsdelikten und Entführungen in den Dörfern, auf den Straßen und den Inseln durch terroristische Gruppen und zu bewaffneten Einsätzen der Sicherheitskräfte gegen terroristische Gruppen. Die Verkehrsverbindungen nach Nigeria und Niger sind aufgrund der Terrorbedrohung im Tschadseegebiet geschlossen.

Es ist nicht auszuschließen, dass es in N´Djamena und in anderen Landesteilen zu Anschlägen kommt. Öffentliche Plätze und größere Menschenansammlungen gelten immer als gefährdet und sollten gemieden werden. Zudem ist stets mit verschärften Sicherheitskontrollen zu rechnen.

Tschadische Truppen engagieren sich bei der Bekämpfung islamistischer Terrororganisationen (unter anderem Boko Haram); deren Anführer haben dafür Vergeltungsschläge gegen tschadische Ziele angedroht.

Im Grenzgebiet zu Libyen, insbesondere in der Region Tibesti, kommt es immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Zudem gibt es ein erhöhtes Anschlags- oder Entführungsrisiko für westliche Reisende.

Auch in den an Kamerun und Nordost-Nigeria angrenzenden Landesteilen des Tschad besteht ein Anschlags- bzw. Entführungsrisiko.

Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun sowie das gemeinsame Grenzgebiet werden stark kontrolliert. Dasselbe gilt im Grenzgebiet zu Niger.

Die Grenzen zur Zentralafrikanischen Republik und zu Kamerun bei Kousséri sind geöffnet.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Halten Sie sich von Demonstrationen und größeren Menschenansammlungen fern.
  • Seien Sie insbesondere an belebten Orten und bei besonderen Anlässen aufmerksam.
  • Beachten Sie die Reisewarnung.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
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Teilreisewarnung Tschad 18.10.2022

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad
Stand 18.10.2022

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Überschwemmungen, Politische Transition)
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)


Aktuelles
Überschwemmungen

Mehrere Randgebiete N’Djamenas und weitere Landesteile sind derzeit von einem schweren Hochwasser und Überschwemmungen betroffen.

Es ist nicht möglich, die Stadtteile genau vorherzusagen, die vom Hochwasser getroffen werden könnten. Durch Entwässerungskanäle kann es auch in uferfernen Vierteln zu Überschwemmungen kommen. Wann der Hochwasserscheitel erreicht werden wird, ist ungewiss.

Grundsätzlich gilt:
  • Bitte bereiten Sie sich, wo möglich, vor. Hinweise zum Verhalten bei Hochwasser finden Sie beim Umweltbundesamt und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
  • Vermeiden Sie es durch Überschwemmungen zu gehen oder zu fahren. Es drohen Gesundheitsgefahren durch kontaminiertes Wasser, sowie Sturz- und Ertrinkungsgefahr und Schäden an Ihrem Fahrzeug.
  • Sollten Sie ein überschwemmtes Gebiet durchqueren müssen, achten Sie auf die Strömung und bewegen Sie sich vorsichtig, da sich unerwartete Hindernisse oder Löcher im Boden im Wasser befinden können.
Falls Sie nach Ihrer eigenen Einschätzung in einem überflutungsgefährdeten Gebiet wohnen, hier ergänzende Hinweise aufgrund der Situation in Tschad:
  • Bevorraten Sie Trinkwasser und Nahrungsmittel.
  • Planen Sie vorab, wohin Sie sich begeben könnten (z.B. zu Freunden und Bekannten in anderen Stadtteilen) und wie Sie auch bei Hochwasser dorthin gelangen könnten, falls Sie aufgrund des Hochwassers Ihre Wohnung verlassen müssen.
  • Bereiten Sie den Schutz Ihres Habs und Guts und Ihrer Wohnung vor.
  • Für elektrische Anlagen wie Generatoren, Solarpanele oder Autobatterien zur Stromversorgung: Falls technische Anlagen nicht versetzt werden können und überflutet werden könnten, schützen Sie ihre Anlagen gegen das Wasser. Außerdem empfiehlt sich eine technische Überprüfung bzw. die Durchführung von Maßnahmen, welche diese Anlagen und Sie schützen können.
Politische Transition
Nach Ende des Nationalen Dialogs und Beginn der neuen Phase der Transition finden in N’Djamena weiterhin immer wieder politische Demonstrationen statt. Teilweise werden nicht genehmigte Zusammenkünfte von Sicherheitskräften mit Gewalt unterbunden oder aufgelöst.

Die Alltagskriminalität ist gegenwärtig hoch. Insbesondere in den Abendstunden kommt es in N’Djamena verstärkt zu Kontrollen durch die Polizei, die v.a. nach unerlaubt mitgeführten Waffen sucht.
  • Tragen Sie sich bei Aufenthalt im Land in die Krisenvorsorgeliste ein.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen.
  • Folgen Sie den Anweisungen der Sicherheitskräfte.
  • Nähern Sie sich Kontrollpunkten vorsichtig und langsam.
  • Informieren Sie sich über die lokalen und internationalen Medien sowie sozialen Medien; auch zu regionalen Ausgangssperren.
  • Halten Sie sich ggfs. an Ausgangssperren und Versammlungsverbote.
  • Sollten Sie überfallen werden, leisten Sie keinen Widerstand und folgen Sie den Anweisungen der Täter.
Sicherheit
Innenpolitische Lage

Nach dem Tod des Staatspräsidenten Idriss Déby Itno am 19. April 2021 befindet sich Tschad in einer politischen Transition, in der die Transitionscharta vom 21. April 2021 an die Stelle der Verfassung getreten ist.

Als Ergebnisse des Nationalen Dialogs, der vom 20. August bis 8. Oktober 2022 durchgeführt wurde, wurde am 10. Oktober 2022 die Transitionsdauer um zwei Jahre verlängert und Mahamat Idriss Déby Itno für zwei weitere Jahre zum Transitionspräsident ernannt. Die Verfassung bleibt weiter außer Kraft, die Transitionscharta regelt Grundlagen der Staatsordnung im Übergang.
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Teilreisewarnung Tschad 20.10.2022

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad
Stand 20.10.2022

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Proteste)


Aktuelles
Proteste

Nach Ende des Nationalen Dialogs und Beginn der neuen Phase der Transition finden in N’Djamena immer wieder politische Demonstrationen statt. Teilweise werden nicht genehmigte Zusammenkünfte von Sicherheitskräften mit Gewalt unterbunden oder aufgelöst. Es ist nicht auszuschließen, dass die angespannte Lage mehrere Tage anhalten wird.

Für Reisende nach Tschad gilt vor diesem Hintergrund:
  • Seien Sie besonders wachsam und bleiben Sie nach Möglichkeit in Ihrer Unterkunft und beschränken Sie Fahrten auf das absolut notwendige Minimum.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Tragen Sie sich bei Aufenthalt im Land in die Krisenvorsorgeliste ein.
  • Informieren Sie sich über die lokalen und internationalen Medien sowie sozialen Medien; auch zu regionalen Ausgangssperren. Folgen Sie den Anweisungen der Sicherheitskräfte.
    [*}Halten Sie sich ggfs. an Ausgangssperren und Versammlungsverbote.
  • Nähern Sie sich Kontrollpunkten vorsichtig und langsam.
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Teilreisewarnung Tschad 30.12.2022

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad
Stand 30.12.2022

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Entfall Proteste; Überschwemmungen)
- Sicherheit (Terrorismus; Innenpolitische Lage)


Aktuelles
Überschwemmungen

Mehrere Randgebiete N’Djamenas und weitere Landesteile, vor allem im Bereich des Tschadsees sind derzeit von einem schweren Hochwasser und Überschwemmungen betroffen. Im Süden bis N’Djamena zieht sich das Wasser inzwischen zurück.

Grundsätzlich gilt:
  • Hinweise zum Verhalten bei Hochwasser finden Sie beim Umweltbundesamt und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
  • Vermeiden Sie es durch Überschwemmungen zu gehen oder zu fahren. Es drohen Gesundheitsgefahren durch kontaminiertes Wasser, sowie Sturz- und Ertrinkungsgefahr und Schäden an Ihrem Fahrzeug.
  • Sollten Sie ein überschwemmtes Gebiet durchqueren müssen, achten Sie auf die Strömung und bewegen Sie sich vorsichtig, da sich unerwartete Hindernisse oder Löcher im Boden im Wasser befinden können.
Sicherheit
Terrorismus

In der Region um den Tschadsee kommt es häufig zu Überfällen, Tötungsdelikten und Entführungen in den Dörfern, auf den Straßen und den Inseln durch terroristische Gruppen und zu bewaffneten Einsätzen der Sicherheitskräfte gegen terroristische Gruppen. Die Verkehrsverbindungen nach Nigeria und Niger sind aufgrund der Terrorbedrohung im Tschadseegebiet geschlossen.

Es ist landesweit nicht auszuschließen, dass es zu Anschlägen kommt. Öffentliche Plätze und größere Menschenansammlungen gelten immer als gefährdet und sollten gemieden werden. Zudem ist stets mit verschärften Sicherheitskontrollen zu rechnen. Zudem gibt es ein erhöhtes Entführungsrisiko für westliche Reisende.

Tschadische Truppen engagieren sich bei der Bekämpfung islamistischer Terrororganisationen (unter anderem Boko Haram); deren Anführer haben dafür Vergeltungsschläge gegen tschadische Ziele angedroht.

Im Grenzgebiet zu Libyen, insbesondere in der Region Tibesti, kommt es immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen.

Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun sowie das gemeinsame Grenzgebiet werden stark kontrolliert. Dasselbe gilt im Grenzgebiet zu Niger.

Die Grenzen zur Zentralafrikanischen Republik und zu Kamerun bei Kousséri sind geöffnet.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Halten Sie sich von Demonstrationen und größeren Menschenansammlungen fern.
  • Seien Sie insbesondere an belebten Orten und bei besonderen Anlässen aufmerksam.
  • Beachten Sie die Teilreisewarnung.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Innenpolitische Lage
Nach dem Tod des Staatspräsidenten Idriss Déby Itno am 19. April 2021 befindet sich Tschad in einer politischen Transition, in der die Transitionscharta vom 21. April 2021 an die Stelle der Verfassung getreten ist.

Als Ergebnisse des Nationalen Dialogs, der vom 20. August bis 8. Oktober 2022 durchgeführt worden war, wurde am 10. Oktober 2022 die Transitionsdauer um zwei Jahre verlängert und Mahamat Idriss Déby Itno für zwei weitere Jahre zum Transitionspräsident ernannt. Die Verfassung bleibt weiter außer Kraft, die Transitionscharta regelt Grundlagen der Staatsordnung im Übergang.

In N’Djamena und anderen größeren Städten finden immer wieder politische Demonstrationen statt. Teilweise werden nicht genehmigte Zusammenkünfte von Sicherheitskräften mit Gewalt unterbunden oder aufgelöst.

Für Reisende nach Tschad gilt vor diesem Hintergrund:
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Tragen Sie sich bei Aufenthalt im Land in die Krisenvorsorgeliste ein.
  • Halten Sie sich an Ausgangssperren und Versammlungsverbote.
  • Folgen Sie den Anweisungen der Sicherheitskräfte.
  • Nähern Sie sich Kontrollpunkten vorsichtig und langsam.
Auswärtiges Amt

Hinweise zum Corona-Virus im Tschad siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus

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Teilreisewarnung Tschad 18.04.2023

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad
Stand 18.04.2023

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Schließung der Landgrenzen zu Sudan)


Aktuelles
Schließung der Landgrenzen zu Sudan

Von Aufenthalten im Grenzgebiet zu Sudan wird abgeraten.


Aufgrund des Militärputsches und der aktuellen Sicherheitslage in Sudan sind die offiziellen Grenzübergangsstellen auf tschadischer Seite derzeit geschlossen.
  • Befolgen Sie die Anweisungen der Sicherheitskräfte.
  • Vermeiden Sie Reisen ins Grenzgebiet zu Sudan.
  • Beachten Sie die Reisewarnung Sudan.
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Teilreisewarnung Tschad 28.02.2024

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad
Stand 28.02.2024

Letzte Änderungen:
- Aktuelles
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)
- Einreise und Zoll (Mögliche Einreisebeschränkungen/COVID-19)
- Gesundheit (Aktuelles; Impfschutz; Malaria; Dengue-Fieber)


Aktuelles
Im Vorfeld der für den 6. Mai 2024 terminierten Präsidentschaftswahl ist eine Zunahme innenpolitischer Spannungen nicht ausgeschlossen. Es kann zu Demonstrationen und auch gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Opposition und Polizei/Militär kommen. Mit spontanen Abschaltungen der Internetverbindung und der Mobilfunknetze ist zu rechnen.
  • Bevorraten Sie sich mit Trinkwasser und Lebensmitteln für mehrere Tage.
  • Haben Sie ausreichend Bargeld bei sich bzw. zu Hause.
  • Verfolgen Sie die lokalen Nachrichten und Meldungen in den sozialen Medien.
  • Meiden Sie Menschenansammlungen.
  • Leisten Sie den Anweisungen der Sicherheitskräfte Folge.
  • Beschränken Sie Fahrten in N'Djamena auf ein notwendiges Minimum.
  • Bleiben Sie in den Abend- und Nachtstunden zuhause.
Sicherheit
Innenpolitische Lage

Seit dem Tod des Staatspräsidenten Idriss Déby Itno 2021 befindet sich Tschad in einer politischen Übergangsphase (Transition). Als Transitionspräsident amtiert Mahamat Idriss Déby Itno. Eine neue Verfassung ist nach einem Referendum in Kraft getreten. Der frühere Oppositionspolitiker Succès Masra hat das Amt des Premierministers übernommen. Präsidentschafts- und Parlamentswahlen werden vorbereitet.

Politische Demonstrationen sind in dieser Phase grundsätzlich jederzeit zu erwarten. Auch nicht genehmigte Zusammenkünfte in N’Djamena und anderen größeren Städten können nicht ausgeschlossen werden. Diese werden teilweise von den Sicherheitskräften mit Gewalt unterbunden oder aufgelöst.

Für Reisende nach Tschad gilt vor diesem Hintergrund:
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Tragen Sie sich bei Aufenthalt im Land in die Krisenvorsorgeliste ein.
  • Halten Sie sich an Ausgangssperren und Versammlungsverbote.
  • Folgen Sie den Anweisungen der Sicherheitskräfte.
  • Nähern Sie sich Kontrollpunkten vorsichtig und langsam.
Einreise und Zoll
Mögliche Einreisebeschränkungen/COVID-19

Bestimmungen zur Einreise ändern sich häufig. Bitte informieren Sie sich zusätzlich bei den offiziellen tschadischen Stellen sowie der für Deutschland zuständigen Vertretung. Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.

Gesundheit
Aktuelles

Seit August 2023 besteht ein Ausbruch von Denguefieber. Vorrangig ist die Provinz Ouaddaï/Wadai betroffen. Auch in den Provinzen Sila, Wadi Fira und Ville de N‘Djamena wurden Fälle berichtet. Der auslösende Dengue-Subtyp ist nicht bekannt.
  • Beachten Sie unsere weiterführenden Informationen zu Dengue-Fieber sowie die Hinweise im Abschnitt Dengue-Fieber, s. unten.
Impfschutz
Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet oder Aufenthalt von mehr als 12 Stunden im Transit eines Gelbfiebergebiets müssen alle Personen ab neun Monaten eine Gelbfieberimpfung nachweisen. Die Impfung ist aus medizinischen Gründen empfohlen, da Tschad Gelbfieberinfektionsgebiet ist.
  • Bitte beachten Sie, dass laut WHO Einwohnern und Langzeitreisenden über vier Wochen eine Impfung gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) vier Wochen bis 12 Monate vor Ausreise nachweisen sollen, siehe Poliomyelitis. Falls Sie kürzer als vier Wochen im Land sind, ist ein vollständiger Impfschutz gegen Poliomyelitis empfohlen.
  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Polio, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Dengue-Fieber, Hepatitis B, Meningokokken (ACWY), Tollwut und Typhus empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung in den Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.
Malaria
Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Malaria.
  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.
Ein hohes Malariarisiko besteht ganzjährig bei Reisen in die südliche Landeshälfte einschließlich N’Djamena. Bei Reisen in die Region zwischen Sahara und den tropischen Landesteilen besteht von Januar bis Mai ein mittleres sowie von Juni bis Dezember ein hohes Risiko. Ein mittleres Risiko liegt ganzjährig für die Sahara einschließlich der Stadt Faya-Largeau vor. Der Anteil an Malaria tropica (P. falciparum) liegt bei über 99%. Eine Karte der Risikogebiete stellt die DTG zur Verfügung.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:
  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz.
Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) erhältlich.
  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.
Dengue-Fieber
Dengue-Viren werden durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inklusive möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Eine Chemoprophylaxe und eine spezifische Therapie existieren nicht. Eine Impfung ist verfügbar, siehe Dengue-Fieber.
  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.
  • Lassen Sie sich bezüglich einer Impfung von Tropen- und/oder Reisemedizinern beraten.
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Teilreisewarnung Tschad 31.07.2024

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad
Stand 31.07.2024

Letzte Änderungen:
- Aktuelles
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)


Aktuelles
Im Zusammenhang mit den geplanten Parlamentswahlen sind innenpolitische Spannungen nicht ausgeschlossen. Es kann zu Demonstrationen und auch gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Opposition und Polizei/Militär kommen. Mit spontanen Abschaltungen der Internetverbindung und der Mobilfunknetze ist zu rechnen.
  • Bevorraten Sie sich mit Trinkwasser und Lebensmitteln für mehrere Tage.
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  • Verfolgen Sie die lokalen Nachrichten und Meldungen in den sozialen Medien.
  • Meiden Sie Menschenansammlungen.
  • Leisten Sie den Anweisungen der Sicherheitskräfte Folge.
  • Beschränken Sie Fahrten in N'Djamena auf ein notwendiges Minimum.
  • Bleiben Sie in den Abend- und Nachtstunden zuhause.
Sicherheit
Innenpolitische Lage

Siehe Aktuelles.

Seit dem Tod des Staatspräsidenten Idriss Déby Itno 2021 befindet sich Tschad in einer politischen Übergangsphase (Transition). Nach einem Referendum Ende 2023 ist eine neue Verfassung in Kraft getreten. Der vormalige Transitionspräsident Mahamat Idriss Déby Itno wurde im Mai 2024 zum neuen Präsidenten gewählt. Die zum Abschluss der Transition notwendigen Parlamentswahlen sind im letzten Quartal 2024 geplant.

Politische Demonstrationen sind hinsichtlich der zu erwartenden Parlamentswahlen grundsätzlich jederzeit zu erwarten. Auch nicht genehmigte Zusammenkünfte in N’Djamena und anderen größeren Städten können nicht ausgeschlossen werden. Diese werden teilweise von den Sicherheitskräften mit Gewalt unterbunden oder aufgelöst.

Für Reisende nach Tschad gilt vor diesem Hintergrund:
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Tragen Sie sich bei Aufenthalt im Land in die Krisenvorsorgeliste ein.
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Teilreisewarnung Tschad 22.10.2024

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad
Stand 22.10.2024

Letzte Änderungen:
- Gesundheit (Impfschutz; Mensch-zu-Mensch-übertragene Erkrankungen; Neustrukturierung Gesundheitsteil)


Gesundheit
Impfschutz
  • Pflichtimpfungen:
    Nach Anweisungen des Ministeriums für öffentliche Gesundheit des Tschad ist für Einreisende ab dem Alter von neun Monaten der Nachweis einer Gelbfieberimpfung verpflichtend. Bei Nicht-Vorliegen können Einreisende einer obligatorischen Impfung durch die an den Grenzübergängen eingerichteten Stellen des Internationalen Impfzentrums unterzogen werden.
  • Reiseimpfungen:
    Es sind Impfungen gegen Hepatitis A und Poliomyelitis empfohlen. Nach individueller Indikation sind zusätzlich Impfungen gegen Gelbfieber, Denguefieber, Hepatitis B, Meningokokken ACWY, Tollwut und Typhus angeraten. Eine Cholera-Impfung ist i.d.R. nicht notwendig.
  • Standardimpfungen:
    Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf aktuellem Stand befinden. Aufgrund wiederholter Ausbrüche sollte insbesondere ein adäquater Impfschutz für Masern sichergestellt werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung in Tschad ist nicht mit der Versorgung in Deutschland vergleichbar. Außerhalb der großen Zentren fehlt vielerorts medizinisches Fachpersonal. Planbare Operationen, Eingriffe und Diagnostik sollten in Europa durchgeführt werden. Notfall- und Basisversorgung sind in einigen staatlichen Krankenhäusern sowie einigen Privatkliniken gewährleistet. Die Apotheken haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
  • Lassen Sie sich frühzeitig reisemedizinisch beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende reisemedizinische Praxen und Impfstellen sind u.a. über die DTG zu finden.
  • Nehmen Sie eine Reiseapotheke sowie regelmäßig einzunehmende Medikamente mit. Lassen Sie sich für die Einreise ggf. die Notwendigkeit ärztlich auf Englisch bescheinigen.
  • Schließen Sie eine medizinische Evakuierungsversicherung ab.
Durch Mücken, Zecken und sonstige Gliederfüßer übertragene Erkrankungen
Gelbfieber und Malaria sind schwerwiegende Erkrankungen, die durch Mücken übertragen werden. Der Anteil an der gefährlichen Malaria tropica (P. falciparum) beträgt über 99%. Eine Karte der Malaria-Risikogebiete stellt die DTG zur Verfügung. Das Malariarisiko ist saisonal und regional unterschiedlich:
  • Ganzjährig hohes Risiko: südliche Hälfte einschl. N’Djamena
  • Saisonal hohes Risiko von Juni bis Dezember: Region zwischen Sahara und tropischen Landesteilen
  • Saisonal mittleres Risiko von Januar bis Mai: Region zwischen Sahara und tropischen Landesteilen
  • Ganzjährig mittleres Risiko: Sahara einschl. Stadt Faya-Largeau
Darüber hinaus gibt es folgende mückenübertragene Erkrankungen, die außerhalb der Sahara ganzjährig auftreten können: Chikungunyafieber, Denguefieber, Leishmaniasis, lymphatische Filariosen und Rift-Valley-Fieber. Es ist davon auszugehen, dass auch West-Nil-Fieber und Zikavirus-Infektionen vorkommen.
  • Schützen Sie sich tagsüber, in der Dämmerung und nachts konsequent vor Mückenstichen. Benutzen Sie regelmäßig Mückenschutzmittel und tragen entsprechende Kleidung. Verwenden Sie nachts Bettnetze, siehe Schutz vor Insekten.
  • Es gibt Impfungen gegen Gelbfieber und Denguefieber. Lassen Sie sich bzgl. Ihres persönlichen Risikos beraten.
  • Zur Verhinderung einer Malaria ist in Gebieten mit hohem Malariarisiko zusätzlich zum Mückenschutz eine Tabletteneinnahme sinnvoll. Lassen Sie sich bzgl. der Auswahl entsprechender Medikamente ärztlich beraten.
  • Bei Reisen in Gebiete mit mittlerem Malariarisiko, die mehr als 48 Stunden von der nächsten medizinischen Einrichtung mit Möglichkeit zur Malariadiagnostik und -therapie entfernt sind, ist die Mitnahme von entsprechenden Medikamenten zur notfallmäßigen Selbstbehandlung empfohlen. Lassen Sie sich bzgl. der Auswahl entsprechender Medikamente ärztlich beraten.
Die afrikanische Schlafkrankheit wird von Tsetsefliegen übertragen. Es ist davon auszugehen, dass auch Krim-Kongo-Fieber vorkommt.
  • Schützen Sie sich bei Aufenthalten im Freien vor Zecken und Tsetsefliegen. Suchen Sie Ihren Körper nach dem Aufenthalt im Freien sorgfältig ab, siehe Schutz vor Insekten. Bitte beachten Sie, dass sich Tsetsefliegen nur gering durch Insektenabwehrmittel abhalten lassen.
Erkrankungen im Zusammenhang mit mangelnder Hygiene
Insbesondere durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene können Erkrankungen auftreten, die oft mit Durchfällen einhergehen. Häufig treten unbestimmte Reisedurchfälle auf. Cholera hingegen betrifft Reisende so gut wie nie. Bestimmte Viruserkrankungen der Leber (Virushepatitis A und E) und Typhus treten auch bei Reisenden auf. Hepatitis E-Ausbrüche treten vor allem im Osten des Landes, insbesondere im Zusammenhang mit Flüchtlingslagern auf. In Tschad wurde Poliomyelitis (cVDPV2) nachgewiesen.
  • Beachten Sie unsere grundlegenden Hygienehinweise.
  • Lassen Sie sich hinsichtlich einer Hepatitis A- und Typhus-Impfung beraten.
  • Stellen Sie einen vollständigen Impfschutz gegen Poliomyelitis sicher. Bei Aufenthalten über 4 Wochen sollte laut WHO-Vorgaben eine Impfung 4 Wochen bis 12 Monate vor Ausreise aus dem betroffenen Land erfolgen. Bei einem Aufenthalt unter 4 Wochen ist eine Auffrischimpfung empfohlen, wenn die letzte Impfung vor mehr als 10 Jahren verabreicht wurde, siehe Poliomyelitis-Impfung.
  • Lassen sich hinsichtlich einer Cholera-Impfung beraten, falls Sie längerfristig in Choleraepidemiegebieten, z.B. als medizinisches Personal oder in der Katastrophenhilfe, tätig sind.
Mensch-zu-Mensch-übertragene Erkrankungen
Im Tschad besteht ein Risiko für Erkrankungen wie Meningokokken-Erkrankungen und Tuberkulose. Diese werden durch den engen Kontakt mit infizierten Menschen übertragen. Die höchsten Erkrankungszahlen von Meningokokken-Erkrankungen treten in der Trockenzeit von Dezember bis April auf.
  • Halten Sie sich grundsätzlich von krank wirkenden Personen fern. Besuchen Sie keine Beerdigungen oder Krankenhäuser.
  • Beachten Sie lokale Warnungen.
  • Lassen Sie sich bzgl. einer Meningokokken ACWY- Impfung ärztlich beraten.
HIV-Infektionen und bestimmte Lebererkrankungen (Virushepatitis B, C und D) können durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Die Übertragung ist prinzipiell auch durch Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen möglich.
  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.
  • Lassen Sie sich bzgl. einer Hepatitis B-Impfung ärztlich beraten.
Seit Frühjahr 2024 breitet sich das Mpox der Klade I länderübergreifend auf dem afrikanischen Kontinent weiter aus. Nachdem ein internationaler Mpox-Ausbruch der Klade II seit 2022 weite Teile der Welt betrifft, handelt es sich bei dem Virus der Klade I um einen virulenteren Stamm mit einer höheren Sterblichkeitsrate. Für Reisende wird das Risiko aktuell als gering eingeschätzt.

Das Mpox-Virus wird vorrangig durch engen Kontakt mit Erkrankten übertragen. Kontakt mit Wunden, Körperflüssigkeiten, Atemtröpfchen sowie kontaminierten Gegenständen kann ebenso zu einer Infektion führen. Bei sexuellem Kontakt besteht grundsätzlich ein hohes Mpox-Übertragungsrisiko.
  • Vermeiden Sie Hautkontakte und das Berühren von Wunden und Ausschlägen.
  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.
  • Insbesondere Männer, die Sex mit Männern haben, sollten sich vor einer Reise bzgl. einer Mpox-Impfung beraten lassen.
  • Stellen Sie sich bei typischen Symptomen ärztlich vor.
Durch Tierkontakt übertragene Erkrankungen
Eine Ansteckung mit Tollwut erfolgt vor allem über Hunde und spielt aufgrund der Nähe dieser Tiere zu Menschen eine besondere Rolle. Rift-Valley-Fieber wird u.a. durch den Kontakt mit Schlacht- und Milchprodukten infizierter Tiere übertragen. Vor allem in ländlichen Regionen kommen Giftschlangen vor.
  • Meiden Sie grundsätzlich den Kontakt zu Tieren und deren Ausscheidungen.
  • Begeben Sie sich umgehend in ärztliche Betreuung, wenn Sie von einem Tier gebissen worden sind.
  • Vermeiden Sie Verzehr von Fleischgerichten unklaren Ursprungs.
  • Gegengifte bei Schlangenbissen sind nicht oder nur sehr begrenzt im Land erhältlich. Beachten Sie unsere Hinweise zu Schlangenbissen.
  • Lassen Sie sich gegen Tollwut impfen. Beachten Sie, dass Tollwutimpfstoffe und Immunglobuline nicht oder nur sehr begrenzt im Land erhältlich ist.
Weitere Gesundheitsgefahren
Schistosomiasis ist eine Wurmerkrankung, die auch bei geringem Kontakt mit Süßwasser übertragen werden kann. Auch in fließenden Gewässern kann Schistosomiasis übertragen werden.

Sehen Sie vom Baden und Schwimmen in Binnengewässern ab.

Im ersten Jahresquartal kommt es im Rahmen der Harmattan-Saison zur besonders intensiven Luftverschmutzung durch Sandstürme. In großen Städten können zusätzlich durch Müllverbrennung gesundheitlichen Beschwerden auftreten.
  • Informieren Sie sich über aktuelle Luftwerte z.B. über den World Air Quality Index sowie die App IQAir.
  • Intensive Sonneneinstrahlung kann zu kurz- und langfristigen Haut- und Augenschäden führen.
  • Informieren Sie sich z.B. über die App SunSmart über notwendige Sonnenschutzmaßnahmen.
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Teilreisewarnung Tschad 28.07.2025

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Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad
Stand 28.07.2025

Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Sicherheitshinweis; Innenpolitische Lage; Kriminalität)
- Reiseinfos (Infrastruktur/Verkehr)
- Einreise und Zoll (Reisedokumente)
- Gesundheit (Erkrankungen im Zusammenhang mit mangelnder Hygiene)


Sicherheit
Teilreisewarnung

Vor Reisen in folgende Regionen bzw. Gebiete wird gewarnt:
  • in die Region des Tschadsees,
  • in das Grenzgebiet zu Kamerun,
  • in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik sowie
  • in die Regionen Borkou, Ennedi und Tibesti (BET) an der Grenze zu Libyen.
Von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Regionen Tschads, einschließlich der Hauptstadt N’Djamena, insbesondere der Gebiete der Sahara, ihrer Randgebiete, der Sahelzone sowie das Grenzgebiet zu Sudan wird abgeraten.

Innenpolitische Lage

Siehe Aktuelles.

Die politische Transitionsphase wurde im Frühjahr 2025 mit der Konstituierung aller verbleibender Verfassungsorgane abgeschlossen. Seit Mai 2024 ist der vormalige Transitionspräsident Mahamat Idriss Déby Itno der gewählte Präsident der Republik Tschad.

Politische Demonstrationen oder lokale Konflikte sind hinsichtlich der sicherheitspolitischen und ökonomischen Herausforderungen grundsätzlich jederzeit zu erwarten. Auch nicht genehmigte Zusammenkünfte in N’Djamena und anderen größeren Städten können nicht ausgeschlossen werden. Diese werden teilweise von den Sicherheitskräften mit Gewalt unterbunden oder aufgelöst und es besteht die Gefahr willkürlicher Inhaftierungen.

Für Reisende nach Tschad gilt vor diesem Hintergrund:
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Tragen Sie sich bei Aufenthalt im Land in die Krisenvorsorgeliste ein.
  • Halten Sie sich an Ausgangssperren und Versammlungsverbote.
  • Folgen Sie den Anweisungen der Sicherheitskräfte.
  • Nähern Sie sich Kontrollpunkten vorsichtig und langsam.
Kriminalität
Die Kriminalitätsrate ist sehr hoch. Insbesondere in den Abendstunden kommt es in N’Djamena verstärkt zu Kontrollen durch die Polizei, die v.a. nach unerlaubt mitgeführten Waffen sucht. Es besteht landesweit einschließlich der Hauptstadt N‘Djamena ein hohes Risiko, Opfer von Gewaltkriminalität zu werden. Der Einsatz von Messern oder Schusswaffen bei Überfällen auf Fußgänger und Motorradfahrer ist üblich. Insbesondere bei Überlandfahrten besteht die Gefahr, von sog. „coupeurs de routes“ (motorisierte und häufig bewaffnete Straßenräuber) überfallen zu werden. Auch diese sind jederzeit bereit, von Waffen Gebrauch zu machen. Oftmals werden die Fahrzeuge geraubt und die Passagiere weit außerhalb von Siedlungen freigelassen.
  • Seien Sie generell und insbesondere in N’Djamena besonders vorsichtig in der Nähe von Märkten, in öffentlichen Verkehrsmitteln und wenn Sie zu Fuß unterwegs sind.
  • Meiden Sie öffentliche Verkehrsmittel und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Nähern Sie sich Kontrollpunkten vorsichtig und langsam.
  • Sollten Sie überfallen werden, leisten Sie keinen Widerstand und folgen Sie den Anweisungen der Täter.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich der Glaubwürdigkeit oder wenden Sie sich an die Polizei.
Reiseinfos
Infrastruktur/Verkehr

Reisen im Land sind mit erheblichen Risiken verbunden. Im Norden und Osten des Landes gibt es ausgedehnte, z.T. nicht-markierte Minenfelder. Durch den Starkregen und die Überschwemmungen 2024 können selbst bereits kontrollierte Gebiete wieder mit Minen belegt sein. Touren durch die Sahara (Tibesti, Ennedi, Borkou) sind mit erheblichen Verkehrs- und Gesundheitsrisiken verbunden.

Nur ca. 2.500 km des Straßennetzes sind asphaltiert. Auch Asphaltstraßen befinden sich häufig in schlechtem Zustand. Das weitere Straßennetz besteht aus Schotter- und Sandpisten. Während der Regenzeit sind weite Teile des Landes nicht per Fahrzeug zu erreichen. Es besteht ganzjährig ein erhebliches Unfallrisiko unabhängig vom Straßentyp.

Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit aggressivem Verhalten gerechnet werden. Eine ausreichende Gesundheitsversorgung ist nicht gegeben, insbesondere nicht in den Regionen Tibesti, Ennedi und Borkou.

Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet.

Vor vielen staatlichen Gebäuden (vor allem: Militär, Polizei, aber auch z. B. Fernsehanstalten) ist das Parken verboten, ohne dass dies immer gekennzeichnet ist.
  • Beachten Sie die geltende Teilreisewarnung, siehe Sicherheit.
  • Vermeiden Sie nächtliche Überlandfahrten.
  • Nehmen Sie bei Reisen ein Satelliten-Telefon mit (Einfuhr und Nutzung nur mit Genehmigung der tschadischen Behörden erlaubt).
Einreise und Zoll
Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja
Anmerkungen:
Das Reisedokument muss bis zum Ende der Reise gültig sein; zum Zeitpunkt des Visumsantrags mindestens sechs Monate.

Gesundheit
Erkrankungen im Zusammenhang mit mangelnder Hygiene

Insbesondere durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene können Erkrankungen auftreten, die oft mit Durchfällen einhergehen. Häufig treten unbestimmte Reisedurchfälle auf. Cholera hingegen betrifft Reisende so gut wie nie, es kommt allerdings insbesondere in Flüchtlingslagern wiederholt zu Ausbrüchen. Bestimmte Viruserkrankungen der Leber (Virushepatitis A und E) und Typhus treten auch bei Reisenden auf. Hepatitis E-Ausbrüche treten vor allem im Osten des Landes, insbesondere im Zusammenhang mit Flüchtlingslagern auf. In Tschad wurde Poliomyelitis (cVDPV2) nachgewiesen.
  • Beachten Sie unsere grundlegenden Hygienehinweise.
  • Lassen Sie sich hinsichtlich einer Hepatitis A- und Typhus-Impfung beraten.
  • Stellen Sie einen vollständigen Impfschutz gegen Poliomyelitis sicher. Bei Aufenthalten über 4 Wochen sollte laut WHO-Vorgaben eine Impfung 4 Wochen bis 12 Monate vor Ausreise aus dem betroffenen Land erfolgen. Bei einem Aufenthalt unter 4 Wochen ist eine Auffrischimpfung empfohlen, wenn die letzte Impfung vor mehr als 10 Jahren verabreicht wurde, siehe Poliomyelitis-Impfung.
  • Lassen sich hinsichtlich einer Cholera-Impfung beraten, falls Sie längerfristig in Choleraepidemiegebieten, z.B. als medizinisches Personal oder in der Katastrophenhilfe, tätig sind.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Birgitt
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Teilreisewarnung Tschad 30.12.2025

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad
Stand 30.12.2025

Letzte Änderungen:
- Gesundheit (Durch Mücken, Zecken und sonstige Gliederfüßer übertragene Erkrankungen)


Gesundheit
Durch Mücken, Zecken und sonstige Gliederfüßer übertragene Erkrankungen

Gelbfieber und Malaria sind schwerwiegende Erkrankungen, die durch Mücken übertragen werden. Der Anteil an der gefährlichen Malaria tropica (P. falciparum) beträgt über 99%. Eine Karte der Malaria-Risikogebiete stellt die DTG zur Verfügung. Das Malariarisiko ist saisonal und regional unterschiedlich:
  • Ganzjährig hohes Risiko: südliche Hälfte einschl. der Hauptstadt N’Djamena
  • Saisonal hohes Risiko von Juni bis Dezember: Gürtel zwischen Sahara und tropischen Landesteilen
  • Saisonal mittleres Risiko von Januar bis Mai: Gürtel zwischen Sahara und tropischen Landesteilen
  • Ganzjährig mittleres Risiko: bei Reisen nur in die Sahara einschl. der Stadt Faya-Largeau
Darüber hinaus gibt es folgende mückenübertragene Erkrankungen, die außerhalb der Sahara ganzjährig auftreten können: Chikungunyafieber, Denguefieber, Leishmaniose, lymphatische Filariosen und Rift-Valley-Fieber. Es ist davon auszugehen, dass auch West-Nil-Fieber und Zikavirus-Infektionen vorkommen.
  • Schützen Sie sich tagsüber, in der Dämmerung und nachts konsequent vor Mückenstichen. Benutzen Sie regelmäßig Mückenschutzmittel und tragen entsprechende Kleidung. Verwenden Sie nachts Bettnetze, siehe Schutz vor Insekten.
  • Es gibt Impfungen gegen Gelbfieber, Denguefieber und Chikungunyafieber. Lassen Sie sich bzgl. Ihres persönlichen Risikos beraten.
  • Zur Verhinderung einer Malaria ist in Gebieten mit hohem Malariarisiko zusätzlich zum Mückenschutz eine Tabletteneinnahme sinnvoll. Lassen Sie sich bzgl. der Auswahl entsprechender Medikamente ärztlich beraten.
  • Bei Reisen in Gebiete mit mittlerem Malariarisiko, die mehr als 48 Stunden von der nächsten medizinischen Einrichtung mit Möglichkeit zur Malariadiagnostik und -therapie entfernt sind, ist die Mitnahme von entsprechenden Medikamenten zur notfallmäßigen Selbstbehandlung empfohlen. Lassen Sie sich bzgl. der Auswahl entsprechender Medikamente ärztlich beraten.
Die afrikanische Schlafkrankheit wird von Tsetsefliegen übertragen. Es ist davon auszugehen, dass auch Krim-Kongo-Fieber vorkommt.
  • Schützen Sie sich bei Aufenthalten im Freien vor Zecken und Tsetsefliegen. Suchen Sie Ihren Körper nach dem Aufenthalt im Freien sorgfältig ab, siehe Schutz vor Insekten. Bitte beachten Sie, dass sich Tsetsefliegen nur gering durch Insektenabwehrmittel abhalten lassen.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
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