1. Reise Ostafrika (Uganda) - Sicherheitslage

Kultur, Natur, Unterkunft, Reiserouten, Sehenswürdigkeiten, Tourismus
Staaten: Äquatorial Guinea, Gabun, Republik Kongo, Demokratische Republik Kongo, Uganda, Kenia, Burundi, Komoren, Tanzania, Angola, Zambia, Ruanda, Madagaskar, Mozambique, Zimbabwe, Namibia, Botswana, Malawi, Südafrika, Swaziland, Lesotho, São Tomé, Príncipe

Moderator: Moderatoren

Antworten
Emma02
Beiträge: 2
Registriert: So 22. Okt 2023, 14:12

1. Reise Ostafrika (Uganda) - Sicherheitslage

Beitrag von Emma02 »

Hallo liebe Forenmitglieder,

wir haben im Sommer 2023 unsere 1. Reise nach Uganda geplant. Gleichzeitig wird es auch erst die 2. Afrikareise (1. Afrikaurlaub war Namibia) sein. Wir haben 2 Wochen und starten Mitte Dezember. Fahrtechnisch dürften die Fähigkeiten vorhanden sein, weswegen wir uns für eine Selbstfahrerreise entschieden haben. Mietwagen und die Permits für das Gorilla-Trecking sind schon gebucht (Rushaga). Geplant war die "übliche" Route (Entebbe- Bwindi - Mgahinga - QENP - Kibale - Murchison Falls NP - Jinja). Nun hat sich die Sicherheitslage geändert und obwohl wir schon in einigen Ländern unterwegs waren, macht uns das doch jetzt ein wenig nervös, da wir mit Terrorismus bisher keine Berührungspunkte hatten.
Wir überlegen nun ob eine alternative Route (QENP weglassen) genügt, um sicher durch das Land zu reisen oder ob grundsätzlich eine Änderung der Strecke (hier würde sich ja dann ein Besuch von Ruanda anbieten?!) sinnvoll ist.
Alternativ gibt es ja auch immer noch die Möglichkeit einen Fahrer dazu zu buchen. Hier würde ja die Möglichkeit bestehen, dass dieser brenzlige Situationen schneller einschätzen kann, als 2 deutsche Touristen, welche zum 1. Mal in Ostafrika unterwegs sind und vermutlich auch besser vernetzt ist.
Wie schätzen die erfahrenen Afrikareisenden die Lage ein? Welche Sicherheitsvorkehrungen sind sinnvoll/ erforderlich?

Viele Grüße
Benutzeravatar
Achim Vogt
Moderator
Beiträge: 2854
Registriert: Fr 2. Jan 2009, 19:32
Wohnort: Kampala / Uganda

Re: 1. Reise Ostafrika (Uganda) - Sicherheitslage

Beitrag von Achim Vogt »

Liebe Emma,

viele Grüße aus Uganda! Wir waren als Selbstfahrer vor drei Wochen an exakt der Stelle, an der der Terroranschlag erfolgt ist. Das britisch-südafrikanische Paar im Hochzeitsurlaub war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Sehr, sehr traurig und tragisch.

Bisher würde ich davon ausgehen, dass es sich um einen einzelnen Anschlag handelt. Auch wenn es bereits der dritte in den vergangenen drei Monaten ist - aber die beiden anderen hatten ugandische, nicht touristische Ziele.

Die Reisehinweise des AA raten, bei Reisen zu den Gorillas ortskundige Führer zu nutzen. Das geht ohnehin nicht anders, denn die Touren werden von bewaffneten Rangern begleitet (wobei die eher zum Schutz gegen die gelegentlich auftretenden Waldelefanten da sind). Da besteht also kein Problem.

Im Queen-Elizabeth-Nationalpark wäre ich in der Tat etwas vorsichtig. Wenig Sorgen mache ich mir um den nördlichen Teil (der Anschlag erfolgte zwar nördlich des Kanals zwischen Lake George und Lake Edward, tatsächlich aber außerhalb des Parks auf einer Verbindungsstraße). Nach meiner Kenntnis erfolgte der Anschlag zudem unmittelbar vor Sonnenuntergang. Das ist eine kritische Zeit, als Selbstfahrer solltet Ihr schon einige Zeit vorher Euer Nachtdomizil erreicht haben. Der südliche Teil ist eine andere Nummer: Die - öffentliche! - Hauptstraße ist sehr einsam und führt nahe der kongolesischen Grenze entlang. Ishasha, der Teil des Parks, in dem die legendären Baumlöwen beheimatet sein sollen, ist sehr nahe zur Grenze, die Public Campsite sogar direkt am Grenzfluß. Die würde ich auf jeden Fall vermeiden.

Die Löwen gibt es ohnehin kaum noch - viele wurden von Einheimischen (im Park leben Menschen in mehreren Dörfern) als Rache für gerissenes Vieh getötet. Deswegen lohnt es sich kaum, in den Park zu fahren. Schön ist er wegen seiner Landschaft und wegen der zahlreichen Elefanten. Giraffen und Zebras gibt es dagegen gar nicht - die finden sich zum Beispiel am Lake Mburo, wo es aber so gut wie keine Katzen gibt (von vereinzelten Leoparden, die aber so gut wie nie zu sehen sind, abgesehen).

Kibale scheint derzeit OK zu sein. Auch hier ist das Schimpansen-Trekking ja ohnehin nur in Begleitung möglich.

Ruanda ist immer eine Reise wert, nicht zuletzt wegen der bedrückenden Geschichte. Aber eine Alternative zu den ugandischen Parks ist es aus meiner Sicht nicht, lediglich eine Ergänzung.

Ich hoffe, das kann bei der Planung etwas helfen. Gute Reise und

viele Grüße
Achim
Benutzeravatar
Cheldon
Beiträge: 468
Registriert: So 12. Feb 2012, 15:34
Wohnort: Münsterland

Re: 1. Reise Ostafrika (Uganda) - Sicherheitslage

Beitrag von Cheldon »

Das Länderdreieck ist durch Banditen schon wieder ein heißes Pflaster. Reisewarnungen gibt es auch für Rwanda.
Die Berggorillas sind schon ein Erlebnis. Wir waren in Rwanda, in die DRC hatte ich lediglich eine billige Kamera, keine Uhr und nur ein paar US § mitgenommen. Den Ausflug hatte ich mit einem Taxifahrer gemacht.

070A67FF-5BD0-409D-8619-2843343BF57B.jpeg

„Wanderungen“ zu den Gorillas werden aktuell jedoch weiterhin angeboten. Die DRC würde ich aktuell nicht besuchen. Ich denke, du hast dich auf Uganda vorbereitet. Hör dich vor Ort um, Polizei, im Hotel…
Mit freundlichen Grüßen
Rolf
Emma02
Beiträge: 2
Registriert: So 22. Okt 2023, 14:12

Re: 1. Reise Ostafrika (Uganda) - Sicherheitslage

Beitrag von Emma02 »

Vielen Dank für eure Antworten. Dann werde ich die Lage weiter beobachten und mich auf unseren Ugandaurlaub freuen :h:
Antworten