ursula hat geschrieben:hallo Hans
seid ihr auch an Sachspenden interessiert?
wenn ja, welcher Art?
wo könnte man sie hinbringen?
Eins vorweg: ich hoffe, ich schlage hier nicht über die Stränge mit der schamlosen Werbung. Falls das ein Problem ist, bitte ich um Nachsicht und Nachricht.
Zur Frage: Im Prinzip ja. Aber: Unser Problem sind die steigenden Transportkosten. Bis vor zwei Jahren haben wir regelmäßig pro Jahr einen Container nach Togoville geschickt. Inzwischen haben sich die Preise fast verdoppelt. Wir versuchen, alles, was nur in Togo zu bekommen ist, dort zu kaufen.
Für die erneuerten oder neuen Schulgebäude lassen wir Möbel vor Ort fertigen. Der Brunnenbauer (Brunnen zu spenden ist glücklicherweise "in Mode") hat mittlererweile mehrere Männer zu solchen ausgebildet. Das Material für die Krankenstation kaufen und bezahlen wir hier, es wird aber dort unten ausgeliefert. Schreibpapier wird nun auch dort unten besorgt.
Sachspenden sind noch dort sinnvoll, wo dort unten kein Ersatz oder Markt existiert. Wir sammeln weiterhin Brillen, die vermessen werden und in Togo an passende Bedürftige weiter gegeben werden. Mechanische Nähmaschinen quere durch Deutschland zu transportieren ist einfach zu teuer. Es gibt mehrere Organisationen in Deutschland, die solche Projekte durchführen. Bei so großen Dingen wie einer Nähmaschine fallen die Transportkosten schon innerhalb Deutschlands ziemlich ins Gewicht.
So blöde es klingt: Sachspenden können zur Bürde werden.
Der Verein hat mehrere Facetten:
Einerseits sind da die Projekte, die von Togoville oder Agbodrafo aus initiiert/gewünscht und vom Verein unterstützt und auch kontrolliert werden. Darunter laufen die Krankenstation, der Bau von Latrinen, Brunnen, Schulen und ähnlichem.
Eine andere Seite sind die Patenschaften, die viel Vereinsmitglieder übernommen haben oder auch Personen, die nicht zum Verein gehören. Es gibt momentan ca. 650 Patenschaften. Da wir pro Familie lediglich eine Patenschaft vergeben, sind das 650 Familien, die davon profitieren. Die Kosten für eine Patenschaft liegen bei uns bei 31 Euro (früher 60 DM) pro Jahr, das nehmen größere Organisationen teilweise pro Monat. Der Unterschied ist, daß wir die 31 Euro vollständig (in Raten über das Jahr verteilt und kontrolliert) an die Kinder bzw. Familien direkt auszahlen. Die Verwaltungskosten werden komplett vom Verein getragen. Und hier liegt der Pferdefuß: es gibt immer wieder Anfragen nach Patenschaften, aber kaum jemand will in den Verein eintreten. Momentan können wir wegen des Aufwands keine neuen Patenschaften vermitteln, dem Verein fehlt dafür das Geld. Das käme entweder durch Mitgliedschaften oder Geldspenden herein.
Wenn ich das richtig sehe, wird es im November 2008 wieder einen Besuch dort unten geben. Anstatt Päckchen, wie es sich in den letzten Jahren etabliert hatte, können Paten dann einen Brief an den Schützling mitgeben. Der meist enthaltene kleine Geldbetrag ist flexibler in der Handhabung und verursacht keine zusätzlichen Transportkosten.
Wer mehr über die Hilfsaktion Togo Togoville e.V. wissen will, kann auf der Website weiter lesen und/oder sich an diese Adresse wenden:
Hilfsaktion Togo/Togoville e.V.
c/o Monika Holveck
Brahmsweg 8
76448 Durmersheim
Telefon 07245/937918
Telefax 07245/937988
E-Mail
info@togoville.org
Web
www.togoville.org
Gruß, Hans