ich hatte vor einiger Zeit hier in der Mitfahrbörse ein Gesuch hineingestellt und mich auch anderweitig nach Reisebegleitern für eine Tour von Marokko bis Ghana umgesehen. Ich stellte eine Crew von sieben Reiselustigen zusammen, von denen in den letzten drei Wochen nur noch 3 übrigblieben. 5 Tage vor Abreise sagte jedoch einer ab,
Am Abend vor der Abreise wollte ich nur noch das Gepäck meines Mitfahrers aufladen, der mir verschämt mitteilte, dass auch er nicht mitkommen werde.
Was das für ein Gefühl war und wie man diese Leute am besten bestrafen sollte überspringe ich jetzt und komme zur Sache.
Ich bin noch Student und habe nicht wenig für diese Reise opfern müssen. Meine jahrelangen Ersparnisse von harten Nebenjobs gingen drauf. Am gekauften Geländewagen habe ich zusammen mit einem Mechaniker nicht wenige Stunden verbracht. Die Reiseplanung und das studieren der Reiseliteratur hatten auch negativen Einfluss auf meine Prüfungsergebnisse. Kurz, ich entschied mich dennoch zu fahren.
Nur habe ich es um eins bis zwei Wochen verschoben, da ich einiges neu überdenken muss.
Jetzt noch Mitfahrer suchen ist nicht gerade Sinnvoll denke ich.
Was ich wissen will: Was für ein Bild macht es an der Grenze, wenn ich alleine als "Tourist" ins Land einreisen will? Das sieht ja eher nach einem Schmuggler aus. Könnte es da Probleme geben?
Was macht es für ein Bild, wenn ich alleine in ein Dorf fahre, um die Menschen kennen zu lernen? Werden die Menschen gegenüber mir generell misstrauischer sein als einer Reisegruppe?
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit andere Reisende anzutreffen, an denen ich mich anschließen kann, wo ich auch willkommen wäre?
Gibt es häufig Anhalter auf den Straßen, die evtl. längere Strecken zurücklegen wollen, die mir als eine Art Reisebegleitung dienen könnten?
Was kommt als Alleinreisender an zusätzlichen Vorkehrungen hinzu, die man beachten sollte? Kann mir Jemand allgemein etwas dazu sagen?
Das sind natürlich alles Fragen, die an erster Stelle Leute beantworten können, die schon einmal alleine Unterwegs waren, doch über Anregungen und Ideen bin ich immer dankbar, egal von wem.
Ich habe ein Szenario im Kopf, der sicherlich eher der Kategorie Märchen zuzuordnen ist, was ich hier dennoch überprüfen will. Es läuft wie folgt ab: Ich bleibe eine Woche in einem Dorf, lerne die Menschen kennen, verstehe mich gut mit den Dorfbewohnern, und lade einen unter ihnen ein, bis zur Grenze des Landes mitzufahren und bezahlen ihm sein Rückticket mit Bus-und Bahn.
Habe ich diese Geschichte zurecht der Märchenkategorie zugeordnet oder meint ihr, die Verhätnisse in Afrika sind so anders als in Europa, dass dies durchaus möglich wäre?
Verzeiht bitte diese "blöden" Frage, doch leider erfordert meine Situation soch ein Vorgehen
Mit verzweifelten Grüßen :?
Taylan
ps: Sollte Jemand hier im Forum auf Reisen einen einsamen "Beduinen" mit einem deutschen Kennzeichen ein Zelt aufschlagen sehen, dann weiß er ja, mit wem er es zu tun hat.




