Fahrzeugauswahl + Grundausrüstung für Nord-Afrika

Mit dem Allrad, Quad und der Ente ;) über Land und durch die Wüste

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MarcusM
Beiträge: 2
Registriert: Mi 8. Mai 2019, 16:36

Fahrzeugauswahl + Grundausrüstung für Nord-Afrika

Beitrag von MarcusM »

Ein freundliches Hallo und Salam in die Runde :wink:

ich heiße Marcus(46J) und wohne im Köln/Bonner Raum. Hab mich gerade frisch angemeldet, und bevor ich Euch mit Fragen nerve, wollte ich mich kurz vorstellen.(Wen es nicht interessiert...einfach runterscrolen ; )

Ich war 2017 mit 5 Kollegen(darunter eine Marokkanerin) für 10 Tage in Marokko. Wir sind nach Marrakesch geflogen und waren im Hotel untergebracht. Wir haben Ausflüge nach Essaouira und ins Atlas-Gebirge gemacht...alles geführte Touren.
Ich war sofort hin und weg vom Land, den Menschen und der Kultur!!! Leider waren die Interessen in der Gruppe unterschiedlich, so das es eher eine Shopping-Tour durch die Souks wurde! Ein Mädel hat sich 5 Handtaschen gekauft!!! ; )))

Nun möchte ich unbedingt nochmal allein dorthin fahren mit einem eigenen Reisemobil. Da ich ein durchschnittlicher Hobbyschrauber bin, möchte ich mir das Ding selbst ausbauen. Mein Traum wäre ein guterhaltener MB "Bremer"/"Düdo". Das liegt einmal daran, dass mein Vater früher geschäftlich einen 207D und einen 814 hatte und ich qasi meine Kindheit mit diesen Boliden verbracht habe, andererseits, weil es überschaubare Technik ist, die man auch nochmal selbst reparieren kann. Die Ersatzteilversorgung in Nordafrika soll ja auch ganz gut sein.
Ein MB 310 4x4 wäre schon schön...ist aber quasi kaum bezahlbar. Ich möchte nicht komplett die Sahara erobern, aber doch auch schlechtere Straßen benutzen können. Von daher achte ich bei der Fahrzeugwahl auf die Bodenfreiheit und nicht allzu große Achsabstände.
Von Euren Erfahrungen her:

Wieviel PS/KW sollte das Fahrzeug haben(...pro 50kg Fahrzeuggewicht sind min. 1KW empfehlenswert, richtig???
Würdet Ihr mir eher zu einem Benziner oder doch zum Diesel raten?

Welche Grundausrüstung braucht man, wenn man auch mal 2/3 Tage autark unterwegs sein möchte(für 1 bis 2 Personen)?

Ich möchte ehrlich gesagt nicht ein Fahrzeug kaufen...dann irgendwie 1 Jahr für Isolierung, Fensterbau und Innenausbau investieren, um dann auf der Reise festzustellen, dass man es eigentlich doch anders hätte machen müssen! ; )
Meine Vorstellung ist eher: solides Basisfahrzeug kaufen...dämmen...Matrazte und Campingzeug rein...und los geht´s!!! Ist das zu naiv gedacht, oder realistisch?

Ach so, wie ihr vielleicht auch schon vermutet bin ich auf der Suche nach einen ausgemusterten Feuerwehrfahrzeug. ; )
Die haben zT aber diese Heckrollos. Die sollen aber Wasser und Staub nicht so gut abhalten.

Wie dicht halten diese Rollos? Und kann man diese Rollos wieder durch Türen ersetzen?

Jetzt habe ich erstmal genug gesabbelt und freue mich schon auf Eure Tipps und Erfahrungen. : )

Viele Grüße,
Marcus
zappduro
Beiträge: 41
Registriert: Mo 14. Jan 2019, 22:55
Wohnort: hallersdorf

Re: Fahrzeugauswahl + Grundausrüstung für Nord-Afrika

Beitrag von zappduro »

Hallo Marcus!
Zur Wahl des Fzgs..... Prinzipiell geht fast jedes Fzg. Ganz wichtig jedoch ist dann der Überhang vo/hi und der Rampenwinkel respektive die verbleibende Bodenfreiheit nach erfolgter reisefertiger Beladung. Dazu noch ein "Auge" für die Wahl der richtigen Fahrspur und schon kommst Du sehr weit ( in der Mongolei Holländer mit einem 609 2WD getroffen, die kamen uns aus der Gobi entgegen, im tunesischen Erg einen Fiat Uno !!!, und so weiter). In Marokko hast Du einige flächenmäßig nicht so große Gebiete( Erg Chebbi und weiter südlich die Sha-Ga-Ga-Dünen), die rein Sand sind. Im überwiegenden Teil jedoch steinig, felsig oder Piste.
Mit einem 4x4 kannst Du halt anspruchsvollere oder etwas abgeschiedenere Wege wählen, wenn Du alleine bleiben willst, sonst musst Du für Abschnitte eben auf ein 2. od 3, Fahrzeug für einen temporären Konvoi zusammenwarten.

Und je einfacher Deine Reiseaustattung ist, umso weniger wirst Du Probleme kriegen. Südlich von Agadir wird es keinen LiFePO-Akku zu kaufen geben etc....

Was willst Du unterwegs haben, wegen der 2-3 Tage.... Grundnahrungsmittel und Gemüse halten so lange, wenn Fleisch/Bier/Milch oder so etwas wie Insulin mitfahren müssen, wirst Du um einen Kompressorkühlschrank nicht herumkommen. Dann hängt es wieder von Deinen Gewohnheiten ab, wie die Kette dahinter aussehen soll. Das geht von unbedingt notwendig bis wäre schon schön. Und das ist sehr breit gestreut.

LG
Michael
MarcusM
Beiträge: 2
Registriert: Mi 8. Mai 2019, 16:36

Re: Fahrzeugauswahl + Grundausrüstung für Nord-Afrika

Beitrag von MarcusM »

Hallo Michael,

vielen Dank für Deine Tipps! : )

Ich sehe so eine Reise schon als back to the Roots an. Ich habe mir natürlich auf youtube schon viele Videos von Ulli Dolde und Hermann unterwegs angeguckt. Klar... du kannst dir auch ein Luxus-Mobil aufbauen bis hin zur Spülmaschine und E-Herd mit Ober/Unterhitze!!! ; )))

Das ist aber nicht mein Ziel! Wenn es geht, lieber ein Feuer vor der Kiste machen und sich dort was kochen...zur Not einen einfachen Gas-Kartuschen-Kocher nutzen.
Ein kühles Blondes nach einem langen heißen Tag wäre schon schön...muß aber nicht.

Ich glaube, so ein WoMo wächst auch im laufe der Zeit mit den Bedürfnissen.
Mir ist es wichtiger, vor Ort auch einen direkten Bezug zur Umwelt zu haben, mit einem Rückzugsort im Van.
Aber das ist graue Theorie, da ich noch nicht bei 40 Grad am Rand einer Wüste stand.

Ja...4x4 wäre schon schön, muss aber fianzierbar bleiben. Von daher lieber ein solider Oldie mit Bodenfreiheit und Platz nach vorne und hinten für die Hügel.
Und was mir eigentlich genauso wichtig ist, ist mit anderen zusammen eine schwere Etappe zu fahren, um dann wenn man sich eingebuddelt hat, sich gemeinsam rauszuholen.

LG
Marcus
zappduro
Beiträge: 41
Registriert: Mo 14. Jan 2019, 22:55
Wohnort: hallersdorf

Re: Fahrzeugauswahl + Grundausrüstung für Nord-Afrika

Beitrag von zappduro »

Die 40°C am Rand der Wüste sind für alle gleich ;-) und IM Wagen, egal welchem, ist es sehr warm......

Ein kleiner KK mit ca 35-45 lt braucht wenig Strom, der ist getrennt von der Starterbatterie mit einem 100W-Paneel locker zu betreiben ( vor 12,14 Jahren hatte ich nur 55W am Dach, das reichte im Marokko für 6 Wochen ohne extern nachzuladen, heute eben mehr mit Tel, Navi, Laptop und all die Verbraucher.....

Und bei uns ist es ähnlich: Wir haben zwar Küche/Kühlschrank/Fixbett und so im Wagen, aber wenn es nicht schüttet, oder der stürmische Wind Dir eine Bindehautentzündung reinweht sind wir DRAUSSEN. Deswegen fahren wir ja weg und am Besten trifft man dann ab und an noch andere lagerfeuertaugliche Mobileinsiedler..... ;-)
ManruFB
Beiträge: 4
Registriert: Sa 12. Aug 2017, 19:54

Re: Fahrzeugauswahl + Grundausrüstung für Nord-Afrika

Beitrag von ManruFB »

Hallo Marcus
Vielleicht hast du dich bereits für ein Auto entschieden oder hast es schon . Wenn nicht solltest du bedenken, dass die
älteren Fahrzeuge vom THW oder Feuerwehr alle eins gemeinsam haben.DURST :x :x . Da ihr max. 2 Personen seit wäre
ein Auto in Bus oder kleiner Sprintergröße ausreichend, da du für die gängigen Auto;s viele Komponente für die Fahrwerke
bekommen kannst.( höher legen) Die meist auf 7,5t abgelasteten alten THW etc.Autos möchten nicht selten ca.25l Diesel
haben und mehr je nach Belastung und Untergrund. ( Sand fahren gerne auch 35-40l Diesel.
LG. Manni
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