weiche Landrover…

Mit dem Allrad, Quad und der Ente ;) über Land und durch die Wüste

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Bäärti
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weiche Landrover…

Beitrag von Bäärti »

Grüezi

Gestern Abend verunfallte bei uns in der Gegend ein Landrover. Er überschlug sich auf der Autobahn wegen eines Fahrfehlers. Soweit nichts wirklich Erwähnenswertes.
Aber als ich die Bilder sah, erschrak ich schon etwas. Das Dach ist stark eingedrückt. Wegen einer halben Rolle!
Ist so was bei einem Landrover normal?

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Gruss Bäärti


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Kuno
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Re: weiche Landrover…

Beitrag von Kuno »

Ist das normal?


Nun, der Defender ist bestimmt nicht das Resultat einer ausgiebigen Reihe von modernen Crashtests sondern baut auf der Technik von 1947 auf. Leiterahmen und darueber ein paar Staengelchen bzw. Pressstahl welcher dann mit aufgenieteten Alublechen verkleidet ist.

Deshalb ist es schon als normal anzusehen, dass Haeuschen einem Ueberschlag nicht standhaelt.

Wollte im Netz eben mal nach "Landrover Accident" schauen - und da kommt mir eben ein moderneres Auto 'entgegen' - schaut ueberraschenderweise auch nicht viel besser aus. Also besser nicht ueberschlagen :mrgreen:

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liphpip
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Re: weiche Landrover…

Beitrag von liphpip »

ein überschlag ist für jedes! auto extrem schei...
ich hab 6 jahre neben einer autowerkstatt gewohnt die hier im gesamten kreis fast alleine alle abschlepparbeiten erledigt.und so standen jeden tag neue verunfallte wagen vor der tür.ich hab dabei noch keinen gesehen der nach einem überschlag, bei dem das auto mit der vollen last auf das dach traf,anders aussah.
ich denke allerdings das der defender nicht so gut rollt wie andere fahrzeuge und deshalb wohl oder übel immer mit dem dach voll aufschlägt.

wenn ein golf aus der kurve fliegt und sich zwei dreimal recht schnell rollt und dann auf den rädern zum stehen kommt sieht der nur aus wie ne umhergekickte dose.bleibt der auf dem dach liegen.....

immer schön vorsichtig fahren,und mit den großen kisten auch nicht so schnell das verhindert solche situationen schon im vorraus.

gruß liphpip
Kuno
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Re: weiche Landrover…

Beitrag von Kuno »

das der defender nicht so gut rollt wie andere fahrzeuge
8)
liphpip
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Re: weiche Landrover…

Beitrag von liphpip »

ja ja war ja klar das da was kommt :roll: :wink:

aber der golf z.b. ist im vergleich zum defender ein ball.
naja auf jedenfall knicken die säulen vom defender nicht leichter ein al die anderer fahrzeuge.wobei einen gewürfelten defender hab ich noch nicht live gesehen.n toyo hj61 oder wie die heißen aber schon und der sah genauso bescheiden aus wie der defender hier aus den bildern.
schnorr
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Re: weiche Landrover…

Beitrag von schnorr »

liphpip hat geschrieben:naja auf jedenfall knicken die säulen vom defender nicht leichter ein al die anderer fahrzeuge.
man darf aber nicht vergessen, dass im falle eines rollers etwas mehr gewicht auf dem dach liegt, als beim golf.

vor ein paar jahren gab es beim adac crashtests von geländewagen, die sehr schlecht ausgegangen sind, nichts von wegen knautschzone und passiver sicherheit.
die sehen nur stabiler aus, als sie sind, oder anders ausgedrückt: die rahmen sind stabiler, als sie sein sollten.
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
liphpip
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Re: weiche Landrover…

Beitrag von liphpip »

ja das ist mir bekannt.
ich fahre meinen auch wie ein rohes ei.wie schlecht die karren bei einem echten crash sind ist mir durchaus bewußt.
in einem solchen wagen heißts auf jedenfall abstand und defensives fahren.

aber wenn ein fahrezug auf dem dach landet ist es fast egal welches fahrzeug.das wollte ich sagen.

falls es so rüber kam das ich den defender als so sicher wie jedes andere auto halte dann kam das falsch rüber.
gruß philipp

dazu ma dashia:
http://www.polizeinews.ch/Gelaendefahrz ... detail.htm
dünenmaus
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Re: weiche Landrover…

Beitrag von dünenmaus »

Aber mal ehrlich Leute, wer mit einem Landy wie mit nem normalen Strassenwagen durch die Gegend fährt ist selber Schuld. Jeder weiß, dass die Geländereifen, im speziellen Sandreifen oder XZL, für normale Strassenverhältnisse nicht wirklich geeignet sind, geschweige denn von Regen oder Schnee auf der Fahrbahn. Da ist ein Eislaufplatz nichts dagegen. :shock:
Aber abgesehen davon kann man mit einem Landy sowieso nur max. 110 kmh fahren ohne einen Gehörschaden zu fabrizieren, nicht zu vergessen das Gewicht eines voll ausgestatteten WüstenreisendenLandys (ca. 3t).

Und LR wie ein rohes Ei zu fahren ist immer eine gute Idee! 8)

Gruß aus wien
anna
Quer durch die Wüste und hinter der dritten Düne links...
Kuno
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Re: weiche Landrover…

Beitrag von Kuno »

Also, einen Gelaendewagen, den ich wie ein 'rohes Ei' fahren muss, denn kaufe ich mir gar nicht erst. Und wenn sich ein LR nicht auch wie ein "normales" Auto bewegen liesse, dann duerfte eigentlich gar niemand einen haben - wo laesst sich der Gelaendewagen in Europa noch anders fahren als ein "normales" Auto?

Aber sicher, man muss die Fahrweise immer auch dem Fahrzeug anpassen...
liphpip
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Re: weiche Landrover…

Beitrag von liphpip »

immer diese goldwage :roll:

natürlich ist das "wie ein rohes ei" im übertragenen sinne gemeint.
aber ein landy fährt sich im verhältnis zu modernen autos wie ein bobbycar.
mit echtem geländeprofil wird die strassenlage nicht besser.
die meisten setzen ihr fahrzeug noch in paar cm höher was der strassenlage weitere minuspunkte einbringt.jetzt noch ein dachträger und zelt oben drauf und schwupps sollte man die kiste gemütlich und immer schön auf abstand fahren.

im alltag ohne dachlast und gepäck fährt er sich wie jeder andere oldtimer auch. :wink:

und ich glaube das 90% aller landybesitzer noch nie in das vergnügen kamen die karre mal mit vollbremsung aus zu probieren geschweige denn mal ein echtes ausweichmanöver fahren mußten.zumindest ist davon auszugehen das das bisher noch recht wenigen passiert ist so wie sie ihre kisten bewegen.da mir beides schon widerfahren ist wünsche ich allen anderen soviel glück wie mir wenns passiert.


gruß liphpip
Roger-Tecumseh
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Re: weiche Landrover…

Beitrag von Roger-Tecumseh »

Kuno hat geschrieben: Wollte im Netz eben mal nach "Landrover Accident" schauen - und da kommt mir eben ein moderneres Auto 'entgegen' - schaut ueberraschenderweise auch nicht viel besser aus. Also besser nicht ueberschlagen :mrgreen:

Kuno, fuer dieses feine Engagement zur Relativierung irrefuehrender LR-Meldungen, gebuehrt Dir der silberne Gabelschluessel - 9/16" zur schmerzfreien Montage der Kreuzgelenke!

Das Betrachten der Fotos zeitigt mehr Fragen als Antworten: Der TD5 hat keine gewoehnliche Rolle gemacht - und eine "halbe" schon gar nicht :cry: - es sei denn, er waere die Boeschung herabgekullert - die sichtbare Topographie spricht dagegen.
Hier die buergerliche Version:
Er war voll beladen und hat teure Zusatztanks neben dem Chassis; die Strasse ist trocken, die Sicht gut, der Verkehr gering und die AT-Reifen sind ausgezeichnet profiliert. Er muesste also, mit betraechtlicher Geschwindigkeit, ueber die Leitplanke "gestiegen" sein - wofuer die leichte Schleifspur am rechten Vorderreifen sprechen koennte - vielleicht hatte er zu Hause etwas vergessen und wollte die Bahn auf dem direkten Weg (ist ja schliesslich ein 4X4) durch den Wald verlassen. Dabei hatte er wahrscheinlich den Navigator im Blick, statt sich auf das Gelaende zu konzentrieren. Die deutlichen Erdspuren an den linken Reifen zeigen, dass z.B. die neuen Mud-Reifen wegen des um die Schulter gefuehrten Profils hier eher in ihrem Element gewesen waeren. So aber grub er kurz seitlich und hob dann ab! Der Wagen zeigt keinen Lenkeinschlag; nirgendwo Bremsspuren! Also entweder war der Winkel, mit dem er seitwaerts strebte, sehr sehr spitz oder aber - ich komme darauf gleich zurueck.

Zeitgemaesse Version: Die ganze Geschichte ist hochgradig "louche"! Wahrscheinlich war es doch so: Der Wagen hatte eine moderne electronische Unpaesslichkeit und stand deswegen irgendwo am Rand. Der Eigner versuchte, mit eine Dose Startpilot (sie liegt ja noch direkt vor dem Wagen) - er ist halt kein Mechaniker - den Motor zu beleben. Vergeblich! Nun entfernte er sich, um allfaellige Hilfe zu aktivieren. Da nahte ein Kranlaster und sah die Beute am Strassenrand. Er zoegerte nicht, nahm die Last - etwas ungeschickt - an den Haken; der Wagen legte sich knirschend auf die Seite und beulte deutlich. Nun wurde dem ungeschickten Kranmenschen die Zeit knapp (wer hatte inzwischen eigentlich die Schilder vom LR abmontiert?); er hob den Englaender etwas zu heftig an und liess ihn dann - aus ansprechender Hoehe - direkt auf das Dach fallen. So erklaerte sich auch die konsequente Cabrio-Anmutung der Karosse.

Nun war es kein reparierbares Auto mehr, sondern ein Wrack mit sehr gut erhaltenen Ersatzteilen, wie man sie in LR-Kreisen schaetzt. Die Achsen (besonders die neue Wolf-Hinterachse) sind in ausgezeichnetem Zustand, vom Chassis darf man Aehnliches erwarten und ansprechende Kleinteile gibt es genug - der Landy besteht ueberwiegend aus diesen Elementen!

Erstaunlich ist allerdings, wie ungestoert die Schlepper dort am Werk waren. Ist es z.B. nicht verblueffend, das eine Unfallstelle hier durch einen simplen Pylonen "gesichert" werden konnte, der zudem 50cm vor dem Objekt abgestellt wurde?
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