Kuno hat geschrieben:
Wollte im Netz eben mal nach "Landrover Accident" schauen - und da kommt mir eben ein moderneres Auto 'entgegen' - schaut ueberraschenderweise auch nicht viel besser aus. Also besser nicht ueberschlagen
Kuno, fuer dieses feine Engagement zur Relativierung irrefuehrender LR-Meldungen, gebuehrt Dir der silberne Gabelschluessel - 9/16" zur schmerzfreien Montage der Kreuzgelenke!
Das Betrachten der Fotos zeitigt mehr Fragen als Antworten: Der TD5 hat keine gewoehnliche Rolle gemacht - und eine "halbe" schon gar nicht

- es sei denn, er waere die Boeschung herabgekullert - die sichtbare Topographie spricht dagegen.
Hier die buergerliche Version:
Er war voll beladen und hat teure Zusatztanks neben dem Chassis; die Strasse ist trocken, die Sicht gut, der Verkehr gering und die AT-Reifen sind ausgezeichnet profiliert. Er muesste also, mit betraechtlicher Geschwindigkeit, ueber die Leitplanke "gestiegen" sein - wofuer die leichte Schleifspur am rechten Vorderreifen sprechen koennte - vielleicht hatte er zu Hause etwas vergessen und wollte die Bahn auf dem direkten Weg (ist ja schliesslich ein 4X4) durch den Wald verlassen. Dabei hatte er wahrscheinlich den Navigator im Blick, statt sich auf das Gelaende zu konzentrieren. Die deutlichen Erdspuren an den linken Reifen zeigen, dass z.B. die neuen Mud-Reifen wegen des um die Schulter gefuehrten Profils hier eher in ihrem Element gewesen waeren. So aber grub er kurz seitlich und hob dann ab! Der Wagen zeigt keinen Lenkeinschlag; nirgendwo Bremsspuren! Also entweder war der Winkel, mit dem er seitwaerts strebte, sehr sehr spitz oder aber - ich komme darauf gleich zurueck.
Zeitgemaesse Version: Die ganze Geschichte ist hochgradig "louche"! Wahrscheinlich war es doch so: Der Wagen hatte eine moderne electronische Unpaesslichkeit und stand deswegen irgendwo am Rand. Der Eigner versuchte, mit eine Dose Startpilot (sie liegt ja noch direkt vor dem Wagen) - er ist halt kein Mechaniker - den Motor zu beleben. Vergeblich! Nun entfernte er sich, um allfaellige Hilfe zu aktivieren. Da nahte ein Kranlaster und sah die Beute am Strassenrand. Er zoegerte nicht, nahm die Last - etwas ungeschickt - an den Haken; der Wagen legte sich knirschend auf die Seite und beulte deutlich. Nun wurde dem ungeschickten Kranmenschen die Zeit knapp (wer hatte inzwischen eigentlich die Schilder vom LR abmontiert?); er hob den Englaender etwas zu heftig an und liess ihn dann - aus ansprechender Hoehe - direkt auf das Dach fallen. So erklaerte sich auch die konsequente Cabrio-Anmutung der Karosse.
Nun war es kein reparierbares Auto mehr, sondern ein Wrack mit sehr gut erhaltenen Ersatzteilen, wie man sie in LR-Kreisen schaetzt. Die Achsen (besonders die neue Wolf-Hinterachse) sind in ausgezeichnetem Zustand, vom Chassis darf man Aehnliches erwarten und ansprechende Kleinteile gibt es genug - der Landy besteht ueberwiegend aus diesen Elementen!
Erstaunlich ist allerdings, wie ungestoert die Schlepper dort am Werk waren. Ist es z.B. nicht verblueffend, das eine Unfallstelle hier durch einen simplen Pylonen "gesichert" werden konnte, der zudem 50cm vor dem Objekt abgestellt wurde?