13.02.2009 - D - Mülheim, Theater an der Ruhr
Fantani Touré ist in Deutschland die »große Unbekannte«. In Mali hingegen gilt die Tochter eines Stammeskönigs schon seit vielen Jahren als eine der zentralen Musikerinnen der an Stars so reichen Szene des westafrikanischen Wüstenstaats. Sie wurde im Jahr 2003 – wie etwa Habib Koité und Salif Keita vor ihr – im Rahmen des legendären »Festival du désert« bei Timbuktu zur malischen Musikerin des Jahres gekürt. Lange trat sie gemeinsam solistisch mit Toumani Diabaté auf.
Ihre Prominenz nützt sie in ihrer Heimat, um sich für Frauenrechte einzusetzen: Sie hat einige kleinere Handwerksbetriebe gegründet, in denen Frauen ihrem Kunsthandwerk zu fairer Entlohnung nachgehen können. Das oftmals harte Los der malischen Frauen steht auch im Zentrum ihrer SongTexte. Dabei steht ihre Musik ganz in der großen GriotTradition Malis. In Frankreich trat sie bei zahlreichen Festivals (u.a. Limoges und Angoulême) und 2004 erstmals in Peter Brooks Pariser Bouffes du Nord auf.
Dies ist das erste Konzert von Fantani Touré in Deutschland. Sie präsentiert ihre neue CD »Awo«.
Hörproben findet ihr auch
Gruß
Birgitt




