16.10.2011 - D - Köln, Rautenstrauch-Joest-Museum - 10:30 Uhr
Einige Männer umhüllten sich allein mit ihren Dreadlocks und hoben schwere Lasten mit dem Penis vom Boden ab. Andere hielten jahrelang einen Arm hoch. Wieder andere standen viele Jahre lang, ohne sich jemals hinzulegen. Die ganze von Marihuana-Rauch geschwängerte Szenerie scheint dem Fotoreisenden Frank Bienewald so irreal, dass er sich um 1000 Jahre zurückversetzt fühlt.
Die erste Begegnung mit den heiligen Männern Indiens, ein Kulturschock! Letztendlich siegt Bienewalds Faszination: Insgesamt drei Jahre taucht der Physiotherapeut intensiv in die Lebens- und Glaubenswelten der Sadhus ab. Viele dieser Männer sind kaum noch mit der materiellen Welt verbunden. So manchen Heiligen findet Bienewald aber auch in tiefer Meditation über einem Bollywood-Video. Die abwechslungsreiche Multivision des humorvollen Dresdners verbindet unverhohlenes Erstaunen geschickt mit tiefer Reflexion. Welche Weisheiten lehren uns hinduistische Asketen? Bienewalds Reise von der heiligen Stadt Varanasi zum Quellgebiet des Ganges im Himalaya regt zum Nachdenken an. Jene Zuschauer, die es zulassen, entführen die wunderschönen Bilder auch in die eigenen, inneren Welten.
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Birgitt




