22.03.06
21:00-21:45
Tunesiens Süden. Bei Berberfrauen und Wüstensöhnen
SWR
Wüste und Steppe, ein riesiger ausgetrockneter Salzsee und fruchtbare Oasen, wildes Bergland mit eigentümlichen Speicherburgen und Wohnhöhlen der Berberstämme - die touristisch interessantesten Ziele Tunesiens liegen überwiegend im Süden. Nur verständlich,
dass viele Meter Spielfilm dort gedreht wurden - auch für Folgen aus dem "Krieg der Sterne". Das Team ist durchs Dahargebirge gereist und hat beobachtet, wie es sich in den troglodytischen Behausungen lebt, die seit Jahrhunderten um Matmata herum in den weichen
Stein gegraben werden. Das Team ist tagelang mit Nomaden durch die Wüste gezogen, teils auf dem Kamelrücken, teils zu Fuß und hat am eigenen Leib erprobt, wie sich die Welt ohne zivilisatorische Hilfestellung anfühlt. Die Autorin schaute sich in der Medina und auf den
Märkten der Städte um, sprach mit jungen und alten Tunesiern über ihre Arbeit und ihr Leben in diesem so liebenswürdigen nordafrikanischen Land.
23.03.06
08:15-08:30
Kinder Afrikas (4/10) Niger - Reise durch die Wüste
BR-alpha
Dokumentation
23.03.06
19:00-19:45
Der Klimaschock und seine Folgen. (4/5) Niger - Eine Lebensader vertrocknet
arte
Regie: Philippe Costantini
Fast unbemerkt von der Weltöffentlichkeit vollzieht sich in Afrika seit etwa 30 Jahren ein Umweltdrama, das beispielhaft die verheerenden Folgen der globalen Klimaerwärmung zeigt. Das immer häufigere Ausbleiben der sommerlichen Monsunregenfälle in den Ländern der westafrikanischen Sahelzone hat zu einer extremen Trockenheit geführt und das Leben der dort ansässigen Menschen auf Dauer verändert. Die zunehmende Not lässt die traditionelle Arbeitsteilung unter den verschiedenen ethnischen Gruppen ins Wanken geraten: Die Bozo-Fischer züchten nun auch Vieh, und die Peulh, traditionell ein Stamm von Wanderhirten, gehen inzwischen auf Fischfang, weil ihre mageren Viehherden ihnen nicht mehr genügend Nahrung liefern. Zwischen den Stämmen ist es bereits zu schweren Auseinandersetzungen gekommen.
24.03.06
20:15-21:00
Deutsche Kolonien "... und morgen die ganze Welt" (3/3)
3sat
Die Kolonialpolitik Deutschlands fand mit dem Ersten Weltkrieg ein rasches Ende. Mit dem Versailler Vertrag erlosch jeder Anspruch Deutschlands auf seine ehemaligen Übersee-Territorien. Die Sehnsucht nach den Kolonien lebte jedoch weiter. Kolonialausstellungen, Völkerschauen und Spielfilme zielten auf die nostalgische Verklärung der deutschen Kolonialzeit. Auch die Nazis bemächtigten sich des Themas. Schon früh forderten einige führende Köpfe die Rückgabe der Kolonien - eine taktische Möglichkeit, um andere außenpolitische Ziele zu erreichen. Bei vielen der verbliebenen Deutschen in den ehemaligen Kolonien fiel diese Rhetorik auf fruchtbaren Boden. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs erlebte der koloniale Gedanke dann einen letzten, kurzen Aufschwung: Spielfilme wie "Carl Peters" oder "Germanin" feierten die Taten deutscher Kolonialpioniere und dienten zugleich der Propaganda gegen den Kriegsgegner England. Nach Stalingrad und Niederlagen der deutschen Truppen an vielen Fronten gab Hitler 1943 endgültig alle Planungen für Afrika auf. Der Traum der Kolonialrevisionisten von einem deutschen Reich in Afrika war endgültig ausgeträumt.
28.03.06
15:15-16:00
Rooibos - Roter Tee aus Afrika
NDR
Ein Film von Thomas Greh
250 Kilometer nördlich vom legendären Kap der Guten Hoffnung liegt das Rooibos-Gebiet. Nur hier, am Rand der Cedarberge, herrschen die weltweit einmaligen Bedingungen, die der Tee für sein Gedeihen braucht: heiße Sommer, regnerische Winter und sandigen Boden mit einer besonderen Mischung von Mineralien. Das kleine Städtchen Clanwilliam mit seinen 6.000 Einwohnern ist das Zentrum des Rooibos-Gebiets. Fast alle Bewohner der Region leben von der Teeproduktion. Der Pflücker Gert Paulse arbeitet sich täglich mit einer Sichel auf der Teeplantage durch die grünen, ginsterartigen Büsche. Bis zu tausend Kilogramm erntet er an einem Tag.
Willem Engelbrecht hat eine der größten Rooibosfarmen des Landes. Er ist mit dem Tee aufgewachsen und erläutert auf seinem "Teacourt", wie aus dem grünen Busch ein guter roter Tee wird. Die Mitglieder einer Kooperative farbiger Kleinbauern zeigen, dass sie sich mit ihrem Zusammenschluss von der Dominanz der weißen Südafrikaner befreien können und gleichzeitig durch ökologischen Anbau ein neues Bewusstsein für die einzigartige Landschaft und ihre Pflanzen entwickeln.
28.03.06
17:15-18:00
Vulkaninseln im Wüstenwind - die Kapverden
Hessen3
Ein Film von Walter Sigl und Bernhard Rübe
Trockene Wüsten, aber auch tropisches Grün, lebensfeindlich und doch bewohnt, spärliches Leben an Land, Reichtum und Überfluss im Meer: die Kapverden, eine Inselwelt voller Gegensätze, schon vor 550 Jahren entdeckt und doch kaum bekannt. Die grandiosen Landschaften der kapverdischen Inselwelt, ihre Entstehung und Veränderung, stehen im Mittelpunkt des Films. Er zeigt, welche Pflanzen und Tiere die trockenen Vulkanlandschaften besiedeln, taucht ein in die bunte Unterwasserwelt der Inselberge und dokumentiert das harte Leben der Bewohner in einer eher lebensfeindlichen Umgebung.
Die Kapverden zählen zu den Makaronesischen Inseln, zu den "Inseln der Glückseligkeit", zu denen auch die Kanaren, Madeira und die Azoren gehören. Alle diese Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Es sind die Spitzen vulkanischer Gebirge, die auf dem Meeresboden wurzeln, in über 6.000 Metern Tiefe. Etwa 500 Kilometer sind die Kapverden vom afrikanischen Festland entfernt. Außer den Pflanzen haben es nur Insekten, Reptilien und Vögel auf natürliche Weise geschafft, sich auf den Inseln anzusiedeln. Alle größeren Tiere wurden von den Menschen eingeführt. So kärglich das Tierleben an Land ist, umso erstaunlicher ist der Fischreichtum im Meer rund um die Kapverdischen Inseln. An den Flanken der Inselberge steigt nährstoffreiches Tiefenwasser auf, das zur Entfaltung reichen Lebens führt. Hier mischt sich die Fischfauna des von Norden kommenden Kanarenstroms mit der Fischgemeinschaft der Tropen. Das wiederum lockt große Raubfische wie Haie und Barrakudas an. Die frei stehenden Inselberge sind darüber hinaus Wegmarken für Wanderfische wie Thunfische und Makrelen, Delfine und Wale.
Viele Grüsse
Alexander
TV Tips im März
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Alexander
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TV Tips im März
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Re: TV Tips im März
ZDFdokukanal,
23.03., 19.00 Uhr und 01.30 Uhr
24.03. 8.00 Uhr, 10.15 Uhr, 15.30 Uhr
Der Krieger mit dem Doktortitel
Abdellah Naji lebt zwischen zwei Welten, die gegensätzlicher nichtsein könnten: Als Nomade und Stammesführer in der marokkanischen Sahara und als Doktorand im deutschen Marburg. Was den jungen Mann aus der Wüste nach Deutschland brachte, und wie er das Leben in zwei völlig unterschiedlichen Welten miteinander vereinbart, zeigt der Film.
Im Alter von sieben Jahren wurde Abdellah Naji von seiner Familiegetrennt und im Algerienkrieg als Läufer zwischen den Truppeneingesetzt. Der Schock ging tief, doch er bekam so auch die Gelegenheit, eine Schule zu besuchen und ein tiefes Interesse für Bildung und das Bewusstsein für die Einmaligkeit seiner eigenen Kultur zu entwickeln. Dieses Bewusstsein führte dazu, dass er sich entschloss, zu studieren und durch seine Promotion die Kultur seines Stammes, ihre Traditionen und ihre Lebensweise auch Menschen aus anderen Ländern näher zu bringen. Am Fachbereich für Völkerkunde der Universität Marburg wird seinem Anliegen mit großem Interessebegegnet, denn die Erfahrungen, die Abdellah Naji mitbringt, seintiefgreifendes Wissen über Traditionen und Riten des Wüstenstammes, sind für die Wissenschaft unschätzbar, die Tatsache, sie aus erster Hand zu erfahren, einmalig. Etwa zwei bis drei Monate pro Jahr ist Abdellah Nadji in Marburg, trifft sich mit seinen Doktorvätern und diskutiert die Inhalte seiner Forschungsarbeit. Den Rest des Jahres verbringt er in der Wüste, um seine Karawane zu führen. Sein Ansehen ist hoch. Bereits mit 33 Jahren wurde er unumstrittener Stammesführer. Der ungewöhnliche Weg eines Tuareg, die Gegensätze zwischen denen er sich bewegt und die Faszination der Wüste - dies alles wird in diesem Film auf eindrucksvolle Weise vermittelt.
Eine sehr interessante Dokumentation, dazu noch einige Links:
http://www.azalay.de/UeberUns/index_de.html
http://www.renard-bleu-touareg.org/
http://www.sauvage-noble.org/
Gruss Christine
23.03., 19.00 Uhr und 01.30 Uhr
24.03. 8.00 Uhr, 10.15 Uhr, 15.30 Uhr
Der Krieger mit dem Doktortitel
Abdellah Naji lebt zwischen zwei Welten, die gegensätzlicher nichtsein könnten: Als Nomade und Stammesführer in der marokkanischen Sahara und als Doktorand im deutschen Marburg. Was den jungen Mann aus der Wüste nach Deutschland brachte, und wie er das Leben in zwei völlig unterschiedlichen Welten miteinander vereinbart, zeigt der Film.
Im Alter von sieben Jahren wurde Abdellah Naji von seiner Familiegetrennt und im Algerienkrieg als Läufer zwischen den Truppeneingesetzt. Der Schock ging tief, doch er bekam so auch die Gelegenheit, eine Schule zu besuchen und ein tiefes Interesse für Bildung und das Bewusstsein für die Einmaligkeit seiner eigenen Kultur zu entwickeln. Dieses Bewusstsein führte dazu, dass er sich entschloss, zu studieren und durch seine Promotion die Kultur seines Stammes, ihre Traditionen und ihre Lebensweise auch Menschen aus anderen Ländern näher zu bringen. Am Fachbereich für Völkerkunde der Universität Marburg wird seinem Anliegen mit großem Interessebegegnet, denn die Erfahrungen, die Abdellah Naji mitbringt, seintiefgreifendes Wissen über Traditionen und Riten des Wüstenstammes, sind für die Wissenschaft unschätzbar, die Tatsache, sie aus erster Hand zu erfahren, einmalig. Etwa zwei bis drei Monate pro Jahr ist Abdellah Nadji in Marburg, trifft sich mit seinen Doktorvätern und diskutiert die Inhalte seiner Forschungsarbeit. Den Rest des Jahres verbringt er in der Wüste, um seine Karawane zu führen. Sein Ansehen ist hoch. Bereits mit 33 Jahren wurde er unumstrittener Stammesführer. Der ungewöhnliche Weg eines Tuareg, die Gegensätze zwischen denen er sich bewegt und die Faszination der Wüste - dies alles wird in diesem Film auf eindrucksvolle Weise vermittelt.
Eine sehr interessante Dokumentation, dazu noch einige Links:
http://www.azalay.de/UeberUns/index_de.html
http://www.renard-bleu-touareg.org/
http://www.sauvage-noble.org/
Gruss Christine
-
michaelk118
- Beiträge: 10
- Registriert: Mi 7. Dez 2005, 19:48
- Kontaktdaten:
ZDF Doku ab 18.03.2006: Der Krieger mit dem Doktortitel
ZDF Doku ab 18.03.2006: Der Krieger mit dem Doktortitel - Die zwei Welten eines Tuareg
... da bin ich etwas irritiert. Gibt es denn in Marokko Tuareg? Und sprechen Tuareg nicht Tamasheq statt Hassania?
Gruß,
Michael
... da bin ich etwas irritiert. Gibt es denn in Marokko Tuareg? Und sprechen Tuareg nicht Tamasheq statt Hassania?
Gruß,
Michael




