Süßigkeiten für bettelnde Kinder?
Moderator: Moderatoren
Süßigkeiten für bettelnde Kinder?
Servus zusammen,
ich fahre in zwei Wochen mit dem Moped nach Marokko. In den Reiseführern liest man immer von bettelnde Kinder. Wie soll man sich eigendlich verhalten?
Soll man ihnen Süßigkeiten, Kugelschreiber usw. geben oder sie einfach ignorieren?
Wie habt ihr solche Situationen gelöst?
Dank im Voraus
Gruß Matthias
ich fahre in zwei Wochen mit dem Moped nach Marokko. In den Reiseführern liest man immer von bettelnde Kinder. Wie soll man sich eigendlich verhalten?
Soll man ihnen Süßigkeiten, Kugelschreiber usw. geben oder sie einfach ignorieren?
Wie habt ihr solche Situationen gelöst?
Dank im Voraus
Gruß Matthias
Re: Süßigkeiten für bettelnde Kinder?
hallo,
freundlich ignorieren.unfreundlich zu reagieren halte ich für einen fehler auch wenns manchmal sehr nerven kann.eigentlich verlieren sie recht schnell das intresse.
jeder verteilte bonbon oder kugelschreiber macht das leben für die nächsten schwerer.
dazu gabs auch schon viele diskusionen.ich gebe nur etwas gegen gegenleistung.bisher noch nie geld eigentlich. aber wenn mir z.b. jemand hilft in irgendeiner form habe ich immer "geschenke" dabei.ich nehme z.b. einfach weil ich genug platz hab immer sehr viele gebrauchte bw t-shirts mit 1.weil ich sie selber trage und 2.weil man damit immer eine freude machen kann wenn einem jemand mal hilft.kugelschreiber hab ich auch immer in großen mengen dabei aber auch mehr weil ich viel schreibe auf reise und immer wieder welche verloren oder verschenkt werden.
normal sammel ich ein paar wochen vor abreise immer im bekanntenkreis ein paar abgelegte kinderklamotten die als gegenleistung zu geben finde ich persönlich sinnvoll.aber das muß jeder halten wie er will.
aber auf dem moped kannst du nicht viel mitnehmen und das wissen und verstehen alle auch.
generell kommt man immer sicher auch ohne irgendein geschenk durch und auch das völlig problemlos.
gruß liphpip
freundlich ignorieren.unfreundlich zu reagieren halte ich für einen fehler auch wenns manchmal sehr nerven kann.eigentlich verlieren sie recht schnell das intresse.
jeder verteilte bonbon oder kugelschreiber macht das leben für die nächsten schwerer.
dazu gabs auch schon viele diskusionen.ich gebe nur etwas gegen gegenleistung.bisher noch nie geld eigentlich. aber wenn mir z.b. jemand hilft in irgendeiner form habe ich immer "geschenke" dabei.ich nehme z.b. einfach weil ich genug platz hab immer sehr viele gebrauchte bw t-shirts mit 1.weil ich sie selber trage und 2.weil man damit immer eine freude machen kann wenn einem jemand mal hilft.kugelschreiber hab ich auch immer in großen mengen dabei aber auch mehr weil ich viel schreibe auf reise und immer wieder welche verloren oder verschenkt werden.
normal sammel ich ein paar wochen vor abreise immer im bekanntenkreis ein paar abgelegte kinderklamotten die als gegenleistung zu geben finde ich persönlich sinnvoll.aber das muß jeder halten wie er will.
aber auf dem moped kannst du nicht viel mitnehmen und das wissen und verstehen alle auch.
generell kommt man immer sicher auch ohne irgendein geschenk durch und auch das völlig problemlos.
gruß liphpip
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syncro tom
- Beiträge: 84
- Registriert: Do 22. Sep 2005, 16:03
- Wohnort: Sindelfingen
Re: Süßigkeiten für bettelnde Kinder?
Wir hatten mal einen recht netten Platz am Meer in Marokko, wo wir eine ausgedehnte Mittagspause machen wollten.
Ein alter Opa mit seinem Enkel haben uns dort Gesellschaft geleistet und meine Frau hat den Fehler gemacht, dem Enkel ein paar Bonbons in die Hand zu drücken.
War kaum zu glauben, wie schnell sich das in dem nahe liegendem Dorf rumgesprochen hat und alle Kinder auf dem Weg zu uns waren.
Unsere Mittagspause war darauf hin schlagartig beendet.
Mir tut es auch immer leid, den kleinen Kinder nichts zu geben. Aber man tut sich und anderen Reisenden echt keinen Gefallen damit!
Gruß Tom
Ein alter Opa mit seinem Enkel haben uns dort Gesellschaft geleistet und meine Frau hat den Fehler gemacht, dem Enkel ein paar Bonbons in die Hand zu drücken.
War kaum zu glauben, wie schnell sich das in dem nahe liegendem Dorf rumgesprochen hat und alle Kinder auf dem Weg zu uns waren.
Unsere Mittagspause war darauf hin schlagartig beendet.
Mir tut es auch immer leid, den kleinen Kinder nichts zu geben. Aber man tut sich und anderen Reisenden echt keinen Gefallen damit!
Gruß Tom
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Barbara4x4
- Beiträge: 465
- Registriert: Fr 16. Nov 2007, 13:03
Re: Süßigkeiten für bettelnde Kinder?
Kindern gebe ich gar nichts - höchstens eine Konversation
Geschenke als Gegenleitungen für Services bekommen die Erwachsenen. Gaben an die Kinder zerstören die Sozialhierarchie.
Süßigkeiten verschenke ich aus Prinzip nicht - aber gerne mal Obst.
Viele Grüße
Barbara
Geschenke als Gegenleitungen für Services bekommen die Erwachsenen. Gaben an die Kinder zerstören die Sozialhierarchie.
Süßigkeiten verschenke ich aus Prinzip nicht - aber gerne mal Obst.
Viele Grüße
Barbara
Re: Süßigkeiten für bettelnde Kinder?
Hallo!
Wir haben in den 50igern von den Amis Schokolade und Zigaretten erbettelt.
Meine große Schwester hat sich in der Zeit viel mit mir abgegeben,am liebsten,wenn ich dreckverschmiert war und eine Rotznase hatte,weil das die Aussichten auf Schokolade und Zigaretten mächtig erhöht hat.
Wir leben noch und durchaus in "gesitteten" sozialen Verhältnissen.
Ich habe es mir inzwischen zur Prämisse gemacht,Geschenke nur als Anerkennung für erbrachte Leistungen,nachdem ich erlebt habe,wie sich im Erg Oriental die Nomaden um die mitgebrachte Kinderkleidung geschlagen haben.
Für genauso unsinnig halte ich die Verteilung von Medikaenten.
Selbst wenn sie mit korrekter Indikation verwendet werden-was häufig mehr als zweifelhaft ist-was sollen die Leute nächste Woche bei der gleichen Indikation machen?
Bei uns läuft zur Zeit eine Sammelaktion für ein Hospital in Ghana(?).
Eine junge Kollegin wird dort längere Zeit arbeiten.
Wie lange soll denn die Zeit der "Wunderheilungen"durch die gesammelten Medikamente anhalten?Und dann?
Nachdenkliche Grüsse Uli
Wir haben in den 50igern von den Amis Schokolade und Zigaretten erbettelt.
Meine große Schwester hat sich in der Zeit viel mit mir abgegeben,am liebsten,wenn ich dreckverschmiert war und eine Rotznase hatte,weil das die Aussichten auf Schokolade und Zigaretten mächtig erhöht hat.
Wir leben noch und durchaus in "gesitteten" sozialen Verhältnissen.
Ich habe es mir inzwischen zur Prämisse gemacht,Geschenke nur als Anerkennung für erbrachte Leistungen,nachdem ich erlebt habe,wie sich im Erg Oriental die Nomaden um die mitgebrachte Kinderkleidung geschlagen haben.
Für genauso unsinnig halte ich die Verteilung von Medikaenten.
Selbst wenn sie mit korrekter Indikation verwendet werden-was häufig mehr als zweifelhaft ist-was sollen die Leute nächste Woche bei der gleichen Indikation machen?
Bei uns läuft zur Zeit eine Sammelaktion für ein Hospital in Ghana(?).
Eine junge Kollegin wird dort längere Zeit arbeiten.
Wie lange soll denn die Zeit der "Wunderheilungen"durch die gesammelten Medikamente anhalten?Und dann?
Nachdenkliche Grüsse Uli
ein 47iger und 68iger mit 78iger
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skywalker2003
- Beiträge: 78
- Registriert: Di 24. Okt 2006, 19:43
- Wohnort: Potsdam
- Kontaktdaten:
Re: Süßigkeiten für bettelnde Kinder?
Verschenken richtet in armen Ländern normalerweise wesentlich mehr sozialen Schaden als Nutzen an, allen kullerigen Kinderaugen zum Trotz.
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Bärbel Carasophie
- Beiträge: 35
- Registriert: Mo 14. Nov 2005, 20:10
Re: Süßigkeiten für bettelnde Kinder?
Reden, reden, reden. Frag sie, ob sie zur Schule gehen, ob sie grad frei haben, ob sie englisch können, etc. Spässle machen, wie alt sie sind, ob sie Geschwister haben, ob sie Tiere haben ... Dann gehen sie irgendwann zufrieden heim.
Grüssle, Bärbel
MB LA 911 Wohnmobil
MB LA 911 Wohnmobil
Re: Süßigkeiten für bettelnde Kinder?
Reden und singen, singen, singen!!
Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann? Männchen? Vor allem sind das mal Kinder. Wenn sie auch manchmal den wilden Mann markieren. Traut Euch nur raus aus Euren sandschnorchelbestückten Allradkarossen. Hat das nur "Bonbons unter die Meute zu werfen" nicht etwas Entwürdigendes?
Das schönste Geschenk ist, sie nicht nicht abzuwimmeln und Zeit für sie aufzubringen. Mitten in einem Dörfchen in Mali ist Pause im Schatten des Hüttenvordachs eines Straßenladens, wie üblich spricht sich das wie ein Lauffeuer rum, daß ... les cascadeurs, les cascadeurs ...!! da sind, aahh es ist endlich was los im Dörfchen. Urplötzlich stehen schwarze 100 Kids um mich rum: "donne moi quelque chose ...", ich antworte "donnez moi une chaise", ruckzuck sitz ich auf Augenhöhe mitten unter der Rasselbande. Ich frage nach Schule, Papa, Maman, fange plötzlich an, "In einem Bächlein helle ..." zu trällern, tiefe Stille unter dem Auditorium. Als die erste Strophe vorbei ist, großes Gelächter, ich gehöre schon dazu zum Dörfchen, die Mauern Weiß-Schwarz stürzen schon. "Vous avez un chanson Malien, un chanson de votre pays? " Schon klingen vereinzelt verschiedene kleine Stimmchen mit unterschiedlichen Gesängen auf, doch auf einmal setzt sich ein wunderbares afrikanisches Lied durch, 100 kleine Kehlen jubeln mehrstimmig mehrere Strophen eines afrikanischen Volkslieds, mir läuft die Gänsehaut den Rücken runter. Das Lied ist vorbei, alle klatschen in die Hände. Der weiße Mann da ist eingemeindet.
Das ist ein Geschenk. Für alle Beteiligten. Ein Geschenk ist eine Zuwendung, die man nicht durch eine Gegenleistung verdient hat und die auch keine Gegenleistung fordert, aus freien Stücken gegeben, nicht nur materieller Art. Die Zuwendung für eine geleistete Dienstleistung nennt man nicht Geschenk, sondern Bezahlung. Auch die hat ihre Berechtigung zum richtigen Zeitpunkt.
Ja ich weiß, es gibt auch Steinewerfer unter den Kindern. Bloß wird keines als Steinewerfer geboren. Bei uns gibt's ja auch böse alte Männer. Was hat die so böse gemacht? Vielleicht die Einsamkeit?
Wüstengruß

Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann? Männchen? Vor allem sind das mal Kinder. Wenn sie auch manchmal den wilden Mann markieren. Traut Euch nur raus aus Euren sandschnorchelbestückten Allradkarossen. Hat das nur "Bonbons unter die Meute zu werfen" nicht etwas Entwürdigendes?
Das schönste Geschenk ist, sie nicht nicht abzuwimmeln und Zeit für sie aufzubringen. Mitten in einem Dörfchen in Mali ist Pause im Schatten des Hüttenvordachs eines Straßenladens, wie üblich spricht sich das wie ein Lauffeuer rum, daß ... les cascadeurs, les cascadeurs ...!! da sind, aahh es ist endlich was los im Dörfchen. Urplötzlich stehen schwarze 100 Kids um mich rum: "donne moi quelque chose ...", ich antworte "donnez moi une chaise", ruckzuck sitz ich auf Augenhöhe mitten unter der Rasselbande. Ich frage nach Schule, Papa, Maman, fange plötzlich an, "In einem Bächlein helle ..." zu trällern, tiefe Stille unter dem Auditorium. Als die erste Strophe vorbei ist, großes Gelächter, ich gehöre schon dazu zum Dörfchen, die Mauern Weiß-Schwarz stürzen schon. "Vous avez un chanson Malien, un chanson de votre pays? " Schon klingen vereinzelt verschiedene kleine Stimmchen mit unterschiedlichen Gesängen auf, doch auf einmal setzt sich ein wunderbares afrikanisches Lied durch, 100 kleine Kehlen jubeln mehrstimmig mehrere Strophen eines afrikanischen Volkslieds, mir läuft die Gänsehaut den Rücken runter. Das Lied ist vorbei, alle klatschen in die Hände. Der weiße Mann da ist eingemeindet.
Das ist ein Geschenk. Für alle Beteiligten. Ein Geschenk ist eine Zuwendung, die man nicht durch eine Gegenleistung verdient hat und die auch keine Gegenleistung fordert, aus freien Stücken gegeben, nicht nur materieller Art. Die Zuwendung für eine geleistete Dienstleistung nennt man nicht Geschenk, sondern Bezahlung. Auch die hat ihre Berechtigung zum richtigen Zeitpunkt.
Ja ich weiß, es gibt auch Steinewerfer unter den Kindern. Bloß wird keines als Steinewerfer geboren. Bei uns gibt's ja auch böse alte Männer. Was hat die so böse gemacht? Vielleicht die Einsamkeit?
Wüstengruß

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Roger-Tecumseh
- Beiträge: 2066
- Registriert: Mi 6. Jun 2007, 16:37
Re: Süßigkeiten für bettelnde Kinder?
Eine sehr schöne Erfahrung für beide Seiten! Anrührend und überzeugend - Bravo! 
Re: Süßigkeiten für bettelnde Kinder?
Wenn man den Kindern etwas Gutes tun möchte, dann kann ich nur die SOS-Kinderdörfer empfehlen. Hier im Forum war schon die Rede davon.
Dort ist gut erhaltene Kinderbekleidung sehr willkommen. Stifte, Papier und ein Ball dürfen es auch sein.
So unterstützt man das Bemühen, Waisen einen kindgerechten Start ins Leben zu geben.
Wir haben das mehrfach in Mahrès (Tunesien) praktiziert. Selbst nachts ist jemand in der Nähe der Pforte und nimmt die mitgebrachten Sachen mit leuchtenden Augen entgegen.
Diese Kinderdörfer gibt es afrikaweit. Einfach mal guhgeln.
Dort ist gut erhaltene Kinderbekleidung sehr willkommen. Stifte, Papier und ein Ball dürfen es auch sein.
So unterstützt man das Bemühen, Waisen einen kindgerechten Start ins Leben zu geben.
Wir haben das mehrfach in Mahrès (Tunesien) praktiziert. Selbst nachts ist jemand in der Nähe der Pforte und nimmt die mitgebrachten Sachen mit leuchtenden Augen entgegen.
Diese Kinderdörfer gibt es afrikaweit. Einfach mal guhgeln.
Arifa
Eine Reise in die Sahara ist auch immer eine Reise ins eigene Ich.
Eine Reise in die Sahara ist auch immer eine Reise ins eigene Ich.
-
Manfred Franz
- Beiträge: 2036
- Registriert: So 11. Sep 2005, 17:55
Re: Süßigkeiten für bettelnde Kinder?
Für Marokko z.B. HIERArifa hat geschrieben:Wenn man den Kindern etwas Gutes tun möchte, dann kann ich nur die SOS-Kinderdörfer empfehlen.

Re: Süßigkeiten für bettelnde Kinder?
ich habe einmal erlebt, wie einem kleineren kind ein gabe für eine kleine dienstleistung von älteren kindern weggenommen wurde. die sind ganz schön hart vorgegangen.
man kann mit einem geschenk einen neid erzeigen, der der gemeinde nicht gut tut.
ein lied für alle allerdings...........eine sehr gute idee.
kramt mal alle eure mundorgel wieder heraus, nehmt die klamphe oder die alte blockflöte mit auf die reise, und ihr werdet sehen, wie euch die herzen zufliegen werden.
man kann mit einem geschenk einen neid erzeigen, der der gemeinde nicht gut tut.
ein lied für alle allerdings...........eine sehr gute idee.
kramt mal alle eure mundorgel wieder heraus, nehmt die klamphe oder die alte blockflöte mit auf die reise, und ihr werdet sehen, wie euch die herzen zufliegen werden.
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Manfred Franz
- Beiträge: 2036
- Registriert: So 11. Sep 2005, 17:55
Re: Süßigkeiten für bettelnde Kinder?
Jörg, wo lebst Du?schnorr hat geschrieben:kramt mal alle eure mundorgel wieder heraus, nehmt die klamphe oder die alte blockflöte mit auf die reise, und ihr werdet sehen, wie euch die herzen zufliegen werden.
Die Zeiten sind längst vorbei!
-
Roger-Tecumseh
- Beiträge: 2066
- Registriert: Mi 6. Jun 2007, 16:37
Re: Süßigkeiten für bettelnde Kinder?
Manfred Franz hat geschrieben:Jörg, wo lebst Du?
Wahrscheinlich im Quad - bei Sonne. Und unter dem Quad bei Regen! :D
Den Hinweis auf Streit unter beschenkten Kindern (und nicht nur Kindern), den man mit unbedachten "Gaben" auslösen kann, sollte man sehr genau bedenken. Gute Absichten können sehr schnell gegenteilige Resultate auslösen, wenn sie ohne Kenntnis örtlicher Traditionen verwirklicht werden.
-
Michael Escher
- Beiträge: 587
- Registriert: Mi 29. Mär 2006, 16:40
- Wohnort: 8623 Wetzikon
Re: Süßigkeiten für bettelnde Kinder?
Hallo zusammen,
ein Thema, welches meine bessere Hälfte und ich auch immer mal wieder diskutieren. Fest steht: Kinder sind auf der ganzen Welt dieselben - das gleiche Lachen, derselbe Schalk in den Augen, die gleiche Beharrlichkeit und manchmal auch dieselbe Aufdringlichkeit. Wir schwatzen viel mit den Kids, greifen aber bei allzu aufdringlichem Verhalten oder sogar Aggression genauso durch, wie zu Hause. Einer Bande von Kindern verteilen wir nie was, weil genau dann der Streit beginnt - zudem scheinen ja alle Hände gleich auszusehen. Einzelne Kids, haben aber auch schon mal was gekriegt von uns. Ich habe aber auch schon etwas wieder weggenommen, wenn sie nicht zufrieden waren oder nach mehr gefragt haben. Geld und Tabakwaren gibt es aus Prinzip nicht für Minderjährige.
Zwei Anekdoten:
In Agadez fragt mich so ein kleiner Knirps, ob ich ihm einen Fussball gebe. Ich sag zu ihm, dass ich keinen dabei hätte, ihm aber einen mitbringe, wenn ich das nächste Mal vor Ort sei. Als ich dann 2 Monate später wieder aus dem Süden nach Agadez reinfahre und mein (damals) Motorrad vor einem Restaurant abstelle, zupft mir ein Kleiner an der Hose - ich dreh mich um und er fragt nach dem Fussball, den ich ihm beim letzten Mal versprochen habe....... Na, ja, wir sind dann zusammen losgedackelt und haben tatsächlich jemanden gefunden, der mir einen Fussball für gutes Geld verkauft hat, den ich dann weitergeben konnte.
Wir kommen vom Tembain zurück, eingangs Douz steht eine Gruppe winkender Jugendlicher, wir stoppen. Sie fragen lachend, ob wir sie mitnehmen, da sie sehr müde sind (500 m bis Dorfzentrum!). Wir sagen ihnen auf gut französich: Bei uns gibt es ein Sprichwort (sie spitzen immer noch lachend die Ohren): Ein Kind, das lachen kann, mag auch noch laufen! Sie lachen noch mehr, dann begreifen sie, das Lachen erstarrt für einen Moment, ich sag Adieu, geb Gas und - die Jungs winken hinterher und lachen wieder.
Was wäre Afrika ohne Kids.....
Gruss Michael
ein Thema, welches meine bessere Hälfte und ich auch immer mal wieder diskutieren. Fest steht: Kinder sind auf der ganzen Welt dieselben - das gleiche Lachen, derselbe Schalk in den Augen, die gleiche Beharrlichkeit und manchmal auch dieselbe Aufdringlichkeit. Wir schwatzen viel mit den Kids, greifen aber bei allzu aufdringlichem Verhalten oder sogar Aggression genauso durch, wie zu Hause. Einer Bande von Kindern verteilen wir nie was, weil genau dann der Streit beginnt - zudem scheinen ja alle Hände gleich auszusehen. Einzelne Kids, haben aber auch schon mal was gekriegt von uns. Ich habe aber auch schon etwas wieder weggenommen, wenn sie nicht zufrieden waren oder nach mehr gefragt haben. Geld und Tabakwaren gibt es aus Prinzip nicht für Minderjährige.
Zwei Anekdoten:
In Agadez fragt mich so ein kleiner Knirps, ob ich ihm einen Fussball gebe. Ich sag zu ihm, dass ich keinen dabei hätte, ihm aber einen mitbringe, wenn ich das nächste Mal vor Ort sei. Als ich dann 2 Monate später wieder aus dem Süden nach Agadez reinfahre und mein (damals) Motorrad vor einem Restaurant abstelle, zupft mir ein Kleiner an der Hose - ich dreh mich um und er fragt nach dem Fussball, den ich ihm beim letzten Mal versprochen habe....... Na, ja, wir sind dann zusammen losgedackelt und haben tatsächlich jemanden gefunden, der mir einen Fussball für gutes Geld verkauft hat, den ich dann weitergeben konnte.
Wir kommen vom Tembain zurück, eingangs Douz steht eine Gruppe winkender Jugendlicher, wir stoppen. Sie fragen lachend, ob wir sie mitnehmen, da sie sehr müde sind (500 m bis Dorfzentrum!). Wir sagen ihnen auf gut französich: Bei uns gibt es ein Sprichwort (sie spitzen immer noch lachend die Ohren): Ein Kind, das lachen kann, mag auch noch laufen! Sie lachen noch mehr, dann begreifen sie, das Lachen erstarrt für einen Moment, ich sag Adieu, geb Gas und - die Jungs winken hinterher und lachen wieder.
Was wäre Afrika ohne Kids.....
Gruss Michael




