::: Paris:Dakar 2022 (Porsche Boxster)

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[ -- 1978 -- ]
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::: Paris:Dakar 2022 (Porsche Boxster)

Beitrag von [ -- 1978 -- ] »

Hallo zusammen,

wir sind in den letzten 5 Wochen mit einem 986 (Serienzustand) von Deutschland über Paris nach Dakar und zurück gefahren (ohne Begleitfahrzeuge oder Service-Team und selbstorganisiert).

Ich nutze das mal, um kurz Berichte über aktuelle Erfahrungen hier zu hinterlassen.

DE -- Tarifa : soweit unproblematisch, Ort sehr schön (Altstadt), Fähre um 280 EUR (1h Fahrzeit) nach Tanger in Marokko, scheint mir die beste Route nach Marokko zu sein; auf dem Rückweg Tanger(Med) - Algeciras fand ich weniger gut (hat länger gedauert, und die großen Häfen mit langen Wartezeiten am Zoll waren eher stressig).

Tanger -- Guelmin: Straßen bekanntlich in der Regel gut, lohnenswert mE über Sidi Ifni und Bou Jerif (Unterkunft dort sehr nett, aber je nach Fzg muss man schauen, welche der Schotterpisten geht; es sieht so aus als ob eine zu asphaltierende Straße gebaut würde, das wäre schade aus meiner Sicht -- die einfachste Piste ist die von Südosten aus Richtung südlich Guelmin kommende; die von Plage Blanche kommende wird zur Straße umgebaut und die Umfahrungen der Baustellen sind schwieriger, aber mit hinreichend Bodenfreiheit wohl auch kein Problem, bei uns halt wenig Bodenfreiheit, war etwas interessanter ;) ).

Guelmin -- Guergerat: Bis Laayoune ist ein neuer 4 spuriger Highway im Bau. Wo der fertig ist, ist der Zustand hervorragend (fahrerrisch aber weniger spannend als die frühere Straße), wo er nicht fertig ist sind die Umfahrungen der Baustellen mit Schlachlöchern teilweise tricky, v.a. nachts bei blendendem Gegenverkehr), aber nicht wirklich problematisch im Vgl zu anderen Strecke in Afrika. Ab Laayoune bis Dakhla ist die Straße relativ neu gemacht und in weitestgehend sehr gutem Zustand. Südlich vom Abzweig nach Dakhla kann man in El Argoup im neuen Hotel Oasis212 sehr gut essen und übernachten, wenn man das will. Deutlich weniger Kontrollen in der Westsahara als noch vor ein paar Jahren und deutlich professionelleres Auftreten der Polizei, inkl. mittlerweile idR gutem Englisch (wobei wir meist franz. gesprochen haben). Von dort bis zur Grenze in Guergerat ist die Straße weitestgehend die alte Straße, in der Regel ok, aber mit mehreren kurzen Schlaglochpassagen, die überraschend kommen können. Diverse neue Tankstellen, ich würde vermuten gerade im Süden heuten doppelt so viele wie noch vor 10 Jahren.

Passage Marokko -- Mauretanien: heute ja weistestgehend unnproblematisch. Zwischen den Posten ca. 2km asphaltiert, ca. 2km Rohtrasse mit spitzen Steinen - da muss man etwas schauen. Abfahrt und Auffahrt vom Asphalt erfordert etwas Bodenfreiheit, war beim Porsche mit leichtem Kratzen verbunden, leider. Grenze Marokko ziemlich professionell, bei der Wiedereinreise kleiner Stau am Röngtenscanner, aber alles in allem für die Region mE relativ gut. Grenze Mauretanien ok, es gibt glaub ich nicht wirklich sanitäre Einrichtungen (oder?), und es kann recht warm werden, bei uns war 3h Internetausfall, weswegen die solange keine Visa erstellen konnten. Mit dem KFZ Zoll Formular geht das mit der Anzahl der Tage etwas hin und her, eigentlich sollten 30d Standard sein, aber da gab es Diskussion (bei der Wiedereinreise über Rosso gab es nur 3 Tage, was nervig war). Ansonsten aber ok.

Fortsetzung folgt.
[ -- 1978 -- ]
Beiträge: 7
Registriert: Sa 29. Okt 2022, 15:14

Re: ::: Paris:Dakar 2022 (Porsche Boxster)

Beitrag von [ -- 1978 -- ] »

Maur. Grenze -- Nouadhibou: Bis zur Hauptstraße Nouadhibou - Nouakchott (T-Kreuzung) einige Stellen ohne Asphalt, man kann im Sand/Schotter daneben fahren, muss aber bei wenig Bodenfreiheit an den Übergaengen und auch sonst die Route so wählen, dass man nicht aufsetzt (mit normalem PKW sicher kein echtes Problem). Die Kreuzung der Bahnstrecke ist von der Bodenfreiheit nur für tiefliegende Fzg (Porsche) schwierig, aber so oder so machbar. Vor Nouadhibou (und auch sonst in Mauretanien) viele behördliche Kontrollen, dafür sollte man die sog. "Fiches" mitführen -- Photokopien des Passes, die übergeben werden (ist hier vermutlich alles bekannt). Pro Strecke durch Mauretanien insgesmat bieten sich 25 Kopien an. In Nouadhibou Geschwindkeitshügel, die so schmal und hoch sind (von der Form her fast wie Bordsteine), dass sie von der Bodenfreiheit bei tiefliegenden Fzg wohl nicht zu machen sind (wir haben 2 im Sand umfahren und danach nur noch die Hauptrouten benutzt), für die meisten PKW und sowieso Geländefzg sicher kein Probelm. Der Verkeht erfordert Erfahrung (ist hier vermutlich auch bekannt). Ampeln und ähnliches haben idR keinerlei Bedeutung (wir haben diskutiert ob sie wohl empfehlenden oder nur rein dekorativen Charakter haben). Unbeleuchtete Fzg, die gegen die Fahtrichtung fahren, kommen regelmäßig vor, auch diverse Fahrzeuge zusammen auf dem was bei uns nur eine Spur wäre, und alles, insbesondere an Kreuzungen, funktioniert über Kommunikation und Sichtkontakt, wozu auch gehört, dass man so fährt, dass man einerseits klar macht, was man vorhat (also nicht einfach stehen bleiben und warten, das verwirrt alle und würde Stress erzeugen), aber eben auch so, dass man andere vorlassen und reagieren kann, generell gilt: eine gewisse "Höflichkeit" (so stehen, dass andere Vorbeikönnen beim Abbiegen) wird sehr geschätzt. Zebrastreifen kann man durch Anpassen der Geschwindigkeit so passieren, dass man entweder vor oder nach den Fußgängern darueber fährt -- für Fußgänger anzuhalten ist so unüblich, dass weder die Fußgänger noch der restliche Verkehr das Verstehen und es eher so werten, als würde man bei uns auf einer 4-spurigen Schnellstraße anhalten -- birgt also eher Unfallgefahren. Zu achten auch auf Esels-/Pferdefuhrwerke (auch gern unbeleuchtet und gegen oder quer zur Fahrtrichtung), auch weil die idR wesentlich weniger Manovrierfähig sind, also entweder zügig überholen, oder Vorrang gewähren. Ähnlich wie in Süditalien ansonsten überall Vespas, die ihren eigenen Regeln folgen. Go with the Flow and know what is happening around you, ist die Devise. Dürften die meisten hier ja eh kennen, wollte das aber der Vollständigkeit her schreiben.

Das hier zum Verkehr gesagte gilt im Wesentlichen so auch für den Rest der Strecke nach Dakar.

Nouadhibou - Nouakchott: Die Straße ist für europäische Maßstäbe SEHR einsam, für Sahara-Maßstäbe sicher eine der einfachsten (die einfachste?) Trans-Sahara-Route. Gleichwohl: lange Strecken ohne Infrastruktur und Netzabdeckung. Man benötigt Kraftstoffvorräte und v.a. Wasservorräte für eventuelle Pannen (6x1.5l pro Person). Kraftstoff an regulären Tankstellen nur einmal ca. in der Mitte der 500km, dort nur an einer Tankstelle Benzin (und ggf. auch nicht jeden Tag), ansonsten nur Diesel. Wir hätten es mit Ersatzkanister zur Not auch ohne Auftanken geschafft, Kraftstoffversorgung an den beiden Endpunkten Nouadhibour und Nouakchott schien auf für Benzin unproblematisch. Um das Risiko wegen gepanschten Kraftstoffes stehen zu bleiben, zu reduzieren, haben wir aber oft schon bei halbleerem Tank oder öfter getankt, um mehrere Kraftstoffquellen zu mischen. Kraftstoffprobleme hatten wir allerding nur in Marokko (Zargoza, no-name Tankstelle, vermutlich Wasser im Kraftstoff), ROZ 98 in Marokko gelegentlich, in der West-Sahara vereinzelkt, südlich nur ROZ 95. Ca. 150-200km hinter Nouadhibou kommt ein Stück von gut 50km Länge mit starken Bodenwellen und vielen meist (mal mindestens für nicht geländefähige PKW) wohl gefährlichen Schlaglöchern. Besser das Fahrwerk nicht vor der Reise erneuern, sondern eher danach, und nicht reinfahren, also bei Gegenverkehr so langsam sein, dass man notfalls anhalten kann, wenn man wegen der Verkehrs nicht den Schlaglöchern ausweichen kann. Insbesondere gibt es gefährliche Ausfransungen vom Rand des Asphalts, die teilweise weit in die Straße hineinreichen, viele Zentimeter tief sind (durchaus 15cm und mehr) und oft spät erkennbar. Bei den Furten (meist trocken, aber an der Betonfahrbahn und seitlichen Steinen erkennbar), gibt es teilweise mehrere Zentimeter hohe Stufen (wie kleine Bordsteine) an den Übergängen zwischen Asphalt und Beton bzw. der Dehnungsfuge. Generell sind die Furten oft vom Belag her schwierig, und mal sollte versuchen, diese rechtzeitig zu erkennen (Büsche stehen in der Wüste, pyramidenförmige Bengrenzungssteine an der Straße, Senke, Änderung des Fahrbahnbelags). Wenn dort mal Wasser fließt, könnte das bei kleinen PKW ev. abenteuerlich sein, für die meisten Fzg aber vermutlich nicht. Ansonsten: öfter Versandung: auf der Hauptroute meist nur ein paar Meter oder nur halbe Straßenbreite, mit Schwung und etwas Fahrerfahrung selbt mit Hinterradantrieb kein Problem. In den wenigen Orten gern mal auf Nebenstraßen (beim Einkaufsladen oder der einen Tankstelle) tiefer Flugsand. Muss man sich bei Hinterradantrieb ohne SperrDiff uU vorher ansehen ob und wie man durchkommt, für die meisten Fzg aber wohl kein Problem. Ca. 160km vor Nouakhott ist auf einigen hundert Meter die Straße durch Wasserschaden schwer beschädigt und weitestgehend ohne Asphalt mit tiefen LKW Spuren. Gingt bei uns gerade noch so zu fahren, wenn man mit den Rädern auf den Graten neben den tiefen Spuren bleibt und so ein Fahren ein wenig gewöhnt ist, bei Regen und Schlamm (der hier vorkommt), könnte das allerdings unpassierbar werden für Fzg wie unseres. Mit mehr Bodenfreiheit oder größeren Rädern sollte das aber selbst bei Regen und Schlamm noch machbar sein, für Fzg mit Geländetauglichkeit sicher kein Problem.

Nouakchott: Verkehr teilweise noch krasser als in Nouadhibou (weil mehr Verkehr und größere Stadt), man muss sehr genau aufpassen, Fzg kommen unerwartet von quasi überall (fehlte eigentlich nur ein Hubschrauber der von oben kommend auf der Straße gelandet wäre). Nebenstraßen in der Stadt meist nicht asphaltiert, und nach den nicht unüblichen kurzen aber starken Regenschauern gern weitflächig überschwemmt, dann teilweise mit wenig Bodenfreiheit kaum bis gar nicht passierbar -- mit normalen PKW, insb. mit Schlechtwegeaustattung aber wohl unproblematisch, wenn die nicht sehr tiefliegen. Im Süden der Stadt ist die Hauptstraße wegen Baustelle gesperrt, Umfahrung auf ca. 1.5 km auf Sandpiste mit viel Verkehr und tiefen Spuren. Geht so einigermaßen bei Tageslicht und trockener Straße, ansonsten wohl eher schwierig. Laut Google Maps Sat Bildern keine asphaltierte Umfahrung möglich. Im Süden auch viele sehr arme Viertel, wir hatten keine negativen Erfahrungen (im Gegenteil), gleichwohl sollte man da aus diversen Gründen sehr genau aufpassen, wo man hinfährt.

Nouakchott -- Grenze Senegal: Straße nach Rosso bis auf die letzten 10km gut. Diama war für uns wegen des Fahrzeugs nicht hinreichend sinnvoll/sicher zu erreichen, zumal es teilweise Regen gab. Rosso ist, auf beiden Seiten der Grenze, nach wie vor eher eine Katastrophe (ist ja hinreichend dokumentiert). Sowohl die Formalitäten als auch alles andere ist im besten Fall abenteuerlich und ansonsten v.a. ziemlich anstrengend und uU sehr sehr langwierig. Auffahrt auf die Fähre auch nicht ohne, man braucht einen zweiten Mann, der die Lage der Rampen und die Bodenfreiheit überwacht, wenn man nicht über ein hinreichend robustes Fzg verfügt.

Senegal Grenze -- St. Louis -- Dakar: Die Hauptüberlandstraße ist vom Zustand in der Regel gut, in den Städten sind die Nebenstraßen schnell teils ziemlich schwierig, in St. Louis war eine Baustelle und wir mussten wieder durch den Sand in eher schwierigen Stadtvierteln, das war so mittelschön. Vekehr im Senegal insgesamt (auch und insbesondere untereinander) aus unserer Sicht relativ aggressiv, also mit Bussen, die versuchen sich abzudrängen u.ä. Auch Polizei eher unangenehm und leider viele Korruptionsversuche (wir haben uns aber nicht darauf eingelassen). Carnet des Passage hat den Zoll kaum interessiert, stattdessen Passavant 48h und in St. Louis wollten die nur nach sehr langer Diskussion verlängern -- anstrengend! Hätte mit dem gestempelten CdP eigentlich gar kein Problem sein sollen, mE, aber war halt so. Strecke St. Louis -- Dakar sehr sehr viel Verkehr und ziemlich riskant fahrende Busse, die uns regelmäßig überholt haben (weil wir andere Fzg wegen schlechter Sicht nicht immer sofort überholt haben und den Bussen deswegen zu langsam waren). Insgesamt war mir der Verkehr im Senegal zu agressiv und unnötig riskant. Mauretanien etc. fand ich angenehm chaotisch, aber idR stets respektvoll und vielleicht riskant, aber nicht sinnlos riskant. Klar, manchmal überholt ein Benz, der wohl vielleicht noch die Hälfte der urspruenglih mal verbauten Teile hat mit 100km/h im Stadtgebiet, aber nicht wo man schlecht sehen kann, Gegenverkehr schon naht oder Menschen nahe der Fahrbahn sind. Das war im Senegal anders, wo definitiv auch vor Kurven überholt wurde, die man auch bei höherem Sitzen und mit guter Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten nicht so einsehen konnte, dass das auch nur ansatzweise ein kontrollierbares Risiko gewesen wäre. Und wie gesagt: bei nur 3 Autofahr-Tagen haben wir trotzdem diverse Fälle von Roadrage der senegalesischen Busfahrer und anderer einhemischer Fahrer untereinander beobachtet -- das war bischen uncool. Fahren in St. Louis, insb. auch in der Altstadt, teils auch etwas schwierig, sowhol von den Straßen her als auch dem Umstand, dass sehr schnell sehr viele Menschen finden, die etwas von einem wollen (so wie in Marokko noch vor 10 Jahren und mehr). Ebenso in Dakar, viel Stau, tiefe Löcher in den Staßen teilweise, oder tiefes Wasser oder beides, auch in den besseren Gegenden an einigen Stellen. Die Autobahnen sind aber in gutem Zustand. Das geht alles noch, aber das ist vermutlich am ehesten der Teil der Strecke, den ich nicht unbedingt so nochmal machen müsste.

Insgesamt aber eine tolle Sache. Frage bitte immer gern.

Bild

Bilder (upload in das Forum hier scheint es nicht zu geben, oder?) und Video-Story auf Insta https://www.instagram.com/___.1978.___/ sowie kurze (etwas reißerische) Coverage von unterwegs auf focus.de ( https://www.focus.de/panorama/…-wueste_ ... 02509.html ).
°Daniel
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Re: ::: Paris:Dakar 2022 (Porsche Boxster)

Beitrag von °Daniel »

Hi [ -- 1978 -- ],
[ -- 1978 -- ] hat geschrieben:
Sa 29. Okt 2022, 15:56
Bilder (upload in das Forum hier scheint es nicht zu geben, oder?)
Doch, geht. — siehe auch meine PN an Dich.

Einfach im Beitrags-Editor etwas weiter runter scrollen ...<br />Ich weiß, das Design ist in diesem Punkt etwas wenig intuitiv.
Einfach im Beitrags-Editor etwas weiter runter scrollen ...
Ich weiß, das Design ist in diesem Punkt etwas wenig intuitiv.

Gruß und Willkommen im Wüstenschiff,
°Daniel
[ -- 1978 -- ]
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Re: ::: Paris:Dakar 2022 (Porsche Boxster)

Beitrag von [ -- 1978 -- ] »

Im Nachgang noch ein paar Bilder, im wesentlichen aus Mauretanien und West-Sahara.

_MG_9879a.jpg
_MG_9845.jpg
_MG_9769.jpg
986.JPG
986maur2.jpg
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gülo
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Re: ::: Paris:Dakar 2022 (Porsche Boxster)

Beitrag von gülo »

[ -- 1978 -- ] hat geschrieben:
Sa 29. Okt 2022, 15:31
DE -- Tarifa : soweit unproblematisch, Ort sehr schön (Altstadt), Fähre um 280 EUR (1h Fahrzeit) nach Tanger in Marokko, scheint mir die beste Route nach Marokko zu sein; auf dem Rückweg Tanger(Med) - Algeciras fand ich weniger gut (hat länger gedauert, und die großen Häfen mit langen Wartezeiten am Zoll waren eher stressig).
...hat Du bei der Fährbuchung in Tarifa auch einen Termin für die Rückfahrt angeben müssen ?

Sandige Grüße............. 8)
SandLover
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Osiris Amanpour
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Re: ::: Paris:Dakar 2022 (Porsche Boxster)

Beitrag von Osiris Amanpour »

Cool, ich habe euch gesehen. Wir waren mit einem weißen J7 mit Kabine unterwegs. Das war irgendwo zwischen Nouakchott und Nouadhibou auf unserem Rückweg nach Marokko – ich war aber zu perplex, um zu reagieren, weil wir in Mauretanien so gut wie keine anderen Touristen gesehen haben, und schon gar keine mit Cabrio ;-)

Aber schön zu hören, dass bei euch alles gut ging!
Sandlover
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Re: ::: Paris:Dakar 2022 (Porsche Boxster)

Beitrag von Sandlover »

Geile Sache...

Seid ihr dann auch wieder zurück gefahren?

Wieviele Tage ward ihr denn unterwegs?

Viele Grüße Wolfgang
Der Virus Africanus hat schon so manchen erwischt. Auch nach mehreren und immer wieder kehrenden Besuchen des Kontinents bin ich immer noch genauso infiziert wie am Anfang. So sehr ich es auch versuche: ich krieg ihn nicht los!!! :wink:

Viele Grüße Wolfgang
Sandlover
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Re: ::: Paris:Dakar 2022 (Porsche Boxster)

Beitrag von Sandlover »

Wer lesen kann hat Vorteile...
Ich habs jetzt gelesen, ihr seid wieder zurück gefahren...
Der Virus Africanus hat schon so manchen erwischt. Auch nach mehreren und immer wieder kehrenden Besuchen des Kontinents bin ich immer noch genauso infiziert wie am Anfang. So sehr ich es auch versuche: ich krieg ihn nicht los!!! :wink:

Viele Grüße Wolfgang
[ -- 1978 -- ]
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Re: ::: Paris:Dakar 2022 (Porsche Boxster)

Beitrag von [ -- 1978 -- ] »

@gülo: Meines Wissens mussten wir bei der Fährbuchung überhaupt nichts angeben in dieser Richtung (da das aber jeweils der "Co-Pilot" online im Auto gemacht hat, bin ich nur 99%sicher).

@Osiris: ach cool, kleine Welt. Ich grabe gerae in meiner Erinnerung: wenn Ihr nach Norden gefahren seid, dann muss das auf unserem Southbound Leg gewesen sein, als wir waren Richtung Nouakchott unterwegs? Wäre ja lustig gewesen mitten in der Wüste für ein paar Minuten zu plaudern.

@Sandlover: Ich bin beide Strecken gefahren, allerdings haben die Begleiter unterwegs gewechselt. Auf dem Hinweg haben wir in der West-Sahara und im Senegal etwas mehr Aufenthalt gehabt, auf dem Rückweg dafür in Marokko noch die Strecke Guelmim-Assa-Zargoza-Merzouga-Meknes gemacht sowie ein bisschen Südfrankreich und Italien. Insgesamt war ich ca 4.5 Wochen unterwegs. Mehr Zeit wäre in vielerlei Hinsicht schön gewesen, aber das war der beste machbare Kompromiss mit Blick auf anderen Verpflichtungen.

Danke an alle für das Interesse.

P.S. Wir haben an der Nordgrenze in Mauretanien bei der Organisation der Formalitäten mit Cheikh gearbeitet. Ich weiß, dass man die Formalitäten auch allein machen kann, und für beides gibt es gute Gründe je nach Unterfangen. Das hat sehr gut funktioniern, zB die Ausreiseformalitäten haben kaum 20min gebraucht. Cheikh hat auch sonst gute Kontakte, zB für Rosso - das hat uns geholfen. Falls Interesse besteht, kann ich per PN gerne Kontaktdaten weitergeben.
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Uwe Schmitz
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Re: ::: Paris:Dakar 2022 (Porsche Boxster)

Beitrag von Uwe Schmitz »

Hi neunzehnhunderzachtundsiebzig,
geile Story und gute umsetzung... aber wie kommt man auf die Idee, sowas mit nem Porsche Cabrio zu machen? Leidenschaft, oder weil gerade kein anderes Fahrzeug da war, oder ne Wette, das es geht...?
jedenfalls hat mir Spaß gemacht, das zu lesen.
viele grüße
uwe
Surfy
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Re: ::: Paris:Dakar 2022 (Porsche Boxster)

Beitrag von Surfy »

Danke für die Bilder!

Ich habe mir auf Reisen schon mehrmals mein Cabrio herbei gewünscht. Weil man damit einfach noch einmal mehr in der Natur ist - und das Verdeck sich ja dann bei bedarf doch auch noch verschliessen lässt.

Das liesse sich durchaus noch upgraden:
Portal Achsen, 4x4 Antrieb, breite Reifen, niedriger Schwerpunkt und unter 2to - wäre dass selbst auf Sand ein Traum zum fahren :idea:

Surfy
[ -- 1978 -- ]
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Re: ::: Paris:Dakar 2022 (Porsche Boxster)

Beitrag von [ -- 1978 -- ] »

@Uwe Schmitz

Das ist eine berechtigte (und für mich selbst auch interessante) Frage.

Ich glaube es war und ist eine Kombination von Gründen. Was ich sagen kann, ist, dass ich den Boxster genau für solche Trips gekauft habe, so absurd das im ersten Moment auch erscheinen mag. (Eigentlich war zuerst Südalgerien geplant, aber da hab ich noch nicht abschließend klären können, wie das nun mit Guides etc. formal vorgeschrieben ist und wie man das organisiert).

Zeigen, dass es geht, war sicher ein Grund. Ein bisschen vielleicht auch, dass das etwas ist, was (wohl) noch nicht so viele Leute vorher gemacht haben. Wichtiger waren aber wohl andere Gründe. Bei diversen langen Roadtrips, die ich gemacht habe (zB auch von DE noch Kirgistan im Winter etc) hab ich immer wieder festgestellt, dass mir das am meisten Spaß macht, wenn mir das Fahren als solches Spaß macht. Das ist natürlich sehr subjektiv, bedeutet für mich aber: ein relativ leichtes Fzg, das agil ist, am besten offen gefahren werden kann, und idealerweise nicht unbedingt Frontmotor und Frontantrieb hat. Mittelmotor war lange ein Traum von mir, und damit lag der Porsche Boxster schon ziemlich nahe (weil es auch sonst wenig MIttelmotor-Cabrios gibt, wenn man jetzt nicht auf Ferraris aus den 70ern und 80ern gehen will ;)). Dazu kommt auch, dass ich nicht nur extrem unempfindlich bin was Sonne und Wind angeht, sondern das sogar geradezu mag. Für mich persönlich wäre es schwieriger in einem geschlossenen Fzg, oder gar mit Klimaanlage, unterwegs zu sein. Ausblick und Nähe zu allem was um einen herum passiert sind da natürlich auch wichtige Faktoren. Man ist ja gerade nicht in einer Burg von Fzg (wie es vielleicht zB in einem 6x6 der Fall wäre, um das extreme Gegenbeispiel zu bemühen), sondern kommt ja andauernd mit Menschen (wenn denn welche da sind ;) ) in Kontakt.

Dazu kommen ein paar weitere Punkte: die Herausforderung mit dem wenigen Platz auszukommen und den Beschränkungen was schwierige Straßenverhältnisse/Untergründe angeht (wobei das mit dem Hinterradantrieb in weichem Sand schon sehr viel Spaß macht, so lange man nach 15-20m dann wieder Asphalt hat ;) ). Noch ein Grund war, dass ich gern photographiere und fand, dass das vielleicht photogene oder zumindest ungewöhnliche Bilder ergeben könnte, wenn man einen Porsche Boxster in die mauretanische Sahara stellt.

Ein weiterer Faktor war, und das war eine bewusste Entscheidung, die man so oder auch anders treffen kann, gerade nicht autark sein zu wollen, sondern bewusst die Entscheidung zu treffen, sich in Abhängigkeiten zu begeben. Sich also uU mal frei schleppen zu lassen, nicht alles was man so brauchen könnte an Bord zu haben, sondern sich vor Ort durchzufragen und Hilfe zu finden etc. pp. Man reist dann anders, finde ich. Ich kann mir auch gut eine Tour im Landrover Konvoi quer durch die Sahara vorstellen, wo man Wasser und Sprit für Tage mitführt und auch alles Werkzeug um alle wichtigen Repaturen selbst durchzuführen. Die Boxster-Tour ist aber ein anderes Konzept. Beides hat seine Reize, finde ich persönlich.

Ein letzter Faktor war sicherlich auch die Ralleygeschichte von Porsche auf der Paris-Dakar Ralley in den 80ern.

@Surfy: ich bin ja auch schon vorsichtig am überlegen, was denn beim Boxster noch möglich wäre, mit vertretbarem Aufwand. AT-Reifen wären natürlich nett, wobei das ja erst ab einer gewissen Größe (Abrollumfang) wirklich etwas bringt und da bin ich mir noch nicht ganz sicher, was das passt, ohne dass man die Radkästen erweitern muss. Eine Differenzialsperre wäre auch schon mal ein großer Gewinn, die, die es gibt, sind allerdings eher für Traktion im Grenzbereich auf der Rennstrecke ausgelegt (Torsensperren mit 40% Sperrwirkung bspw) und weniger als Anfahrhilfe auf schwierigem Untergrund (war schon im Skiurlaub immer etwas blöd, dass man mit dem Boxster immer aufpassen muss, wenn man rechts ranfährt, dass nicht das rechte Hinterrand im tieferen Schnee steht und dann nicht mehr geht mangels Sperre). 4x4 wäre natürlich ein Traum, aber mit Mittelmotor wohl kaum realisierbar. Da würde man, wenn man bei Porsche Cabrio bleiben wollen würde, wohl besser mit einem 911 Allrad starten, nur hat man da wieder andere Nachteile (noch weniger Stauraum, Heckmotor und bei Gepäckträger noch mehr Last auf dem Heck, und v.a. ingesamt deutlich teurer als so ein 986, die ja relativ dankbare Gebrauchtpreise haben). Na ja, das werden dementsprechen vielleicht auch erstmal Gedankenspielereien bleiben. Interessant wäre uU auch die Möglichkeit, für Teilstrecken den Wagen mit etwas mehr Bodenfreiheit auszustatten. Dafür gibt es hydraulische Systeme (zB von KW, aber nicht für dieses Modell) oder auch andere Möglichkeiten (längere Federbeine mit Gewindefahrwerk, die man im Normalbetrieb auf die normale Höhe runterdreht), aber davon ist nichts so simpel oder preisgünstig, dass es völlig naheliegt. Mal sehen. Es macht jedenfalls Spaß, darüber nachzudenken. :)
Surfy
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Registriert: Mo 30. Mai 2011, 12:50

Re: ::: Paris:Dakar 2022 (Porsche Boxster)

Beitrag von Surfy »

Ein weiterer Faktor war, und das war eine bewusste Entscheidung, die man so oder auch anders treffen kann, gerade nicht autark sein zu wollen, sondern bewusst die Entscheidung zu treffen, sich in Abhängigkeiten zu begeben. Sich also uU mal frei schleppen zu lassen, nicht alles was man so brauchen könnte an Bord zu haben, sondern sich vor Ort durchzufragen und Hilfe zu finden etc. pp. Man reist dann anders, finde ich.
Das ist durchaus auch mal ein Ansatz, finde ich :wink:

Gerade bei Porsche gibt es ja seitens Tibus auch schon das was man braucht, Portalachsen:

Bild

Bild

(c) Bildquelle & weitere Informationen: https://de.motor1.com/news/620051/porsc ... ad-vulkan/

DH man muss nicht mehr Potalachsen "entwickeln lassen", sondern Tibus kann die einfach fertigen - ich vermute mal das spart ein paar tausender.

Wer denkt dass er mit dem privaten Fahrzeug auf 6.007 Metern wie die hier abgebildeten Jungs - dass wird sich nicht ausgehen. Da wird man massiv in die Motorsteuerung & Sauerstoffzufuhr eingegriffen haben. DH da war geschultes Personal dabei...

Mein V8 Diesel Biturbo mit 289 PS und 650nm war ab 5300m nicht mehr wirklich für steile Passagen geeignet :mrgreen: Und auf den Andenpässen war ich immer der schnellste unter den Schnecken. DH in der Untersetzung bei Vollgas mit 35km/h am überholen :lach:

Mit so einem Sportflitzer wie abgebildet, leicht, viel Power, dicke reifen, niedriger Schwerpunkt - das macht im Sand & Gelände bestimmt richtig viel Laune :!: Und auch 200kg mehr - würden das Setup nicht stören - wenn man doch etwas Overlanding Autarkie erzielen möchte.

Wenn wir jetzt die Preise von hochausgerüsteten reisefertigen 4x4 anschauen - da wird ein Porsche-Setup nicht weit entfernt sein?

Bei Autoscout findet sich gerade ein PORSCHE 911 Carrera 4 Cabrio (Cabriolet) mit 4x4 für unter 20k, dann Portalachsen 20k, Reifenfelgen 6k - schon steht die Basis. Die Preise sind geschätzt :wink: Wenn wir da in den Wüschi-Marktplatz schauen, ist da vieles Preislich oberhalb angesiedelt.

Surfy
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Cheldon
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Re: ::: Paris:Dakar 2022 (Porsche Boxster)

Beitrag von Cheldon »

Mit unserm Oldtimer-Porsche 944 S2 Cabriolet würde ich mich nicht mehr auf den weiten Weg nach Marokko und Dakar wagen.
Für die Höhen der Anden sind wir mit dem Sprinter gut zurechtgekommen. Anpassung der Motorsteuerung und ohne Dieselpartikelfilter.

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Aber Höhenrekorde haben wir auch dort nicht aufstellen können.
Mit freundlichen Grüßen
Rolf
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