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Mit der Ente durch das südliche Afrika: NAMIBIA 2020, die letzte Runde
Verfasst: Sa 29. Feb 2020, 12:53
von Uwe Schmitz
Mit der Ente durch das südliche Afrika: NAMIBIA 2020, die letzte Runde, der 5. Teil der langen Reise
Seit 2016 ist unsere Afrika-Ente in Windhoek geparkt, 3x waren wir mit ihr im Herbst, dem dortigen Frühling (Trockenzeit), unterwegs, einmal nach der Regenzeit, im April und Mai.
Nachzulesen hier 2016:
Die Wiederauferstehung der Afrika-Ente
und 2017:
Mit der Ente durch das südliche Afrika II
und 2018:
Namibia und Vicfalls 2018
und 2019:
Durchs südliche Afrika 2019

- Unsere Tracks 2016 - 2019
Nun sind wir seit Mitte Februar wieder hier, diesmal zum letztenmal, es gibt 'ne ganze Reihe von Gründen, warum wir unsere Reise nun beenden werden. Der Container ist gebucht, das Wetter macht es uns leicht, von Namibia Abschied zu nehmen.
Also starten wir gemeinsam die 2020er letzte Runde:
In Windhoek angekommen können wir die Ente nach gut 8 Monaten problemlos reaktivieren, nur Starthilfe und etwas frischer Sprit im Vergaser sind nötig. Dann geht's zum Urban Camp, dort ist wie immer erst mal das gesamte Gepäck zu sichten und neu zu sortieren und unterzubringen ...

- Umräumen auf dem Urban Camp in Windhoek
Am nächsten Morgen drehen wir eine letzte Runde durch die City, doch bei Regen ist in der Stadt nicht viel los, selbst die Meteoriten in der Fussgängerzone rosten bei dem Wetter vor sich hin.

- Fußgängerzone Windhoek im Regen

- rostende Meteoritenstücke
Auf direktem Weg fahren wir nach Swakopmund, übernachten bei Manni in Sophia Dale, dort können wir Gepäck für die Rückverschiffung zurücklegen, und lassen in einer Werkstatt das vordere Radlager nachstellen.

- bei Manni - Sophia Dale
Hier treffen wir Heidi und Nobbi (Stahlroth.com), die schon ein halbes Jahr im Süden Afrikas unterwegs sind und Lust darauf haben, ein paar Tage mit uns zu reisen und hinter uns herzubummeln. Wir beschliessen, nördlich von Hentiesbay den Weg über die Old Strathmore Mine zum Brandberg zu suchen. Am späten Nachmittag erreichen wir, nach Durchqueren einer durchwühlten Landschaft mit Überresten der aktiven Minenzeit, die Schlucht an der Südseite des Brandberg, aus der der Messum Rivier herausfliesst, wenn er denn mal Wasser führen sollte ...

- schon am Ende ...

- ... und noch bei der Arbeit

- Der Brandberg, Namibias höchstes Gebirgsmassiv
Hier verbringen wir den ersten gemeinsamen Abend.

- Unser erster freiere Nachtplatz am Brandberg
Fortsetzung folgt bald.
viele Grüße
Uwe
Re: Mit der Ente durch das südliche Afrika: NAMIBIA 2020, die letzte Runde
Verfasst: So 1. Mär 2020, 10:13
von Carlo
Hallo Uwe und Angelika,
danke fürs Mitnehmen, ich bin schon gespannt ...
Ciao, Carlo
Re: Mit der Ente durch das südliche Afrika: NAMIBIA 2020, die letzte Runde
Verfasst: Mo 2. Mär 2020, 14:53
von Uwe Schmitz
Am Abend sind wir noch etwas in den Felsen herumgeklettert, am nächsten Morgen sehe ich mir unseren Lagerplatz und das Tal mal von oben an. Im unteren Drittel mittig und rechts neben der Piste sind gerade noch die Fahrzeuge zu erkennen.

- Unser Nachtplatz im Süden des Brandberg
Wir verlassen den Brandberg Richtung Südwesten und kommen durch eine weite Ebene auf den Gebirgsring des Messumkraters zu. Am Boden ist der Krater als solcher garnicht zu erkennen und eher unspektakulär, doch die wüstenhafte und einsame Landschaft ist für Saharafans wunderschön.

- Blick zum Messum-Krater
Im ESAD-2000-Satellitenbild ist die ringförmige Struktur des Messumkraters sehr gut zu erkennen, für Insider habe ich auch mal unsere Tracke von 2018 und 2020 eingetragen.

- Tracks 2018 und 2020 am Messumkrater
Bei der Querung des äußeren Kraterrings im Messum Rivier (dem Trockenflusstal des Messum) finden wir mehrere riesige Welwitschias, die hier in der Namib endemisch sind, nur ca.5mm im Jahr wachsen sollen und zu den ältesten Pflanzen der Welt zählen.

- Welwitschia mirabilis
Dann kommen wir ins sandeingewehte weite Innere des Kraters. Sahara-feeling pur!

- Im Inneren des Messum-Kraters
Wir laufen den ganzen Nachmittag durch das Innere des Kraters und bestaunen die geologischen Besonderheiten.

- Salzpfanne hinten und Wind- und Wassererosion vorne

- Überall Granitkugeln zum Klettern und Staunen

- Unser Nachtplatz im Krater von oben
Auf unserem langsamen Weg nach Norden überlegen wir, den Brandberg nun westlich zu umrunden und dem Ugabtal im Norden des Brandbergs nach Osten zu folgen. Da wir ja ein Begleitfahrzeug dabei haben, müssen wir uns um unsere Sicherheit in dieser einsamen Gegend keine Sorgen machen.

- Kleine einsame Pisten führen über rauhe Plateaus nach Norden dem Ugab Rivier entgegen.

- Selbst im trockensten Gesteinsboden wachsen noch kleine Bäumchen und Sträucher.

- Felsriegel, von einem Seitental des Ugab durchschnitten

- Gelungen: Dieses Tal bringt uns auf dem nächsten Kilometer ins Ugab Rivier. Im Hintergrund der Brandberg.

- Einfahrt ins Ugab Rivier, eine Piste führt auf trockenem Untergrund talaufwärts.
Fortsetzung folgt.
Viele Grüße
Uwe
Re: Mit der Ente durch das südliche Afrika: NAMIBIA 2020, die letzte Runde
Verfasst: Sa 7. Mär 2020, 19:26
von Uwe Schmitz
Die Fahrt im Ugab gestaltet sich einfach, der Untergrund ist fest und es gibt eine schon mehrfach benutzte Fahrspur.

- Der Track im Ugab-Rivier
Nach wenigen Kilometern talaufwärts suchen wir uns außerhalb des Riviers einen Nachtplatz. Hier kochen wir zusammen unser Abendessen und geniessen einen schönen Sonnenuntergang.

- Nachtplatz im Ugab

- Sonnenuntergang im Ugab
Nach ruhiger Nacht erkunden wir noch vor dem Frühstück unsere Umgebung in allen Richtungen. Wir sind überrascht über die großen Katzenspuren auch über unseren Reifenspuren vom Vorabend und bekommen später anhand dieser Fotos bestätigt, dass es sich um Löwen gehandelt haben muss, die in der Nacht nur wenige Meter an unseren Fahrzeugen vorbeispaziert sind, wohl eine Löwin mit ihrem Zögling.

- Löwenspuren um unser Nachtlager

- Unser Nachtplatz am Rande des Ugab, im Bild unten mittig

- Das Ugabtal stromabwärts, links Brandbergausläufer
Weiter geht es, insgesamt etwa 30km, talaufwärts auf immer gut trockenem Boden, teils schnell zu fahren, manchmal auch durch trockene Ausspülungen, die die große Verwindungsfähigkeit der Ente herausfordern.

- Im Ugab-Rivier

- Trockene Schollen bilden vielfältige Strukturen und Gebilde.

- Viele Bäume im Ugab Rivier
Als immer mehr große Bäume im Flußtal stehen, kann es nicht mehr weit bis zur White Lady Lodge sein. Hier wollen wir nach 3 Nächten im off mal wieder duschen und schön Essen gehen. Dabei treffen wir auf Sonja und Norbert von der dzg, die auch etliche Tage im off unterwegs waren, so haben wir einen Abend lang viel Interessantes zu erzählen.

- Treffen auf der White Lady Lodge
Fortsetzung folgt.
Viele Grüße
Uwe
Re: Mit der Ente durch das südliche Afrika: NAMIBIA 2020, die letzte Runde
Verfasst: So 8. Mär 2020, 17:00
von Alexander
Hallo Uwe,
Uwe Schmitz hat geschrieben: ↑Sa 7. Mär 2020, 19:26
Wir sind überrascht über die großen Katzenspuren auch über unseren Reifenspuren vom Vorabend und bekommen später anhand dieser Fotos bestätigt, dass es sich um Löwen gehandelt haben muss, die in der Nacht nur wenige Meter an unseren Fahrzeugen vorbeispaziert sind, wohl eine Löwin mit ihrem Zögling.
Dann pass mal auf, dass die Löwen nicht anfangen an Geli herumzuknappern.
Weiterhin gute und vor allem coronafreie Reise.
Grüsse
Alexander
Re: Mit der Ente durch das südliche Afrika: NAMIBIA 2020, die letzte Runde
Verfasst: Mi 11. Mär 2020, 12:19
von Uwe Schmitz
Nach unserer Nacht auf dem Camping der White Lady Lodge fahren wir nach Uis einkaufen und tanken, danach wieder zurück, um den Ugab Rivier nach Norden zu kreuzen, denn wir wollen zusammen zum Doros-Krater fahren, durch und in eine Gegend, die selten befahren wird.
Doch wie staunen wir, als im Ugab Wasser fliesst, wohl vom Regen der letzten Tage im Hochland. Gestern nachmittag war hier noch alles trocken ...

- Heute ist plötzlich Wasser im Ugab!
So geht Nobbi mal zu Fuß durch das Wasser, um hier den Untergrund und die Strömungsstärke zu testen. Doch wir entscheiden uns für eine andere Stelle, und ohne noch lange zu zögern, fahre ich langsam in den Fluss hinein, das Wasser schiesst über die Motorhaube bis zur Frontscheibe hoch, doch die Reifen haben Grip und ziehen das Entchen am anderen Ufer wieder aus dem Wasser.

- Erstmal Wassertiefe und Strömung testen

- Gut durchgekommen!

- Kein Problem für den Landy!
Nun geht es ein paar steile Hänge hoch auf ein leicht gewelltes Plateau, auf dem gut zu fahren ist. Als wir für ein paar Fotos kurz anhalten, präsentiert sich der Brandberg in seiner vollen Ausdehnung hinter uns.

- Blick zurück:

- Der Brandberg in voller Ausdehnung.
Wir folgen einem Spurenbündel, dass immer weiter in ein sandiges Gebiet führt. Erst kommt die Ente noch gut voran, doch als das Gelände über längere Strecke sanft aber kontinuierlich ansteigt, gehts für uns nicht mehr weiter. Doch auf große buddel- und blechel-Aktion haben wir bei der Hitze (38-40°C) keine Lust. Und wozu begleitet uns der Landy? Bergegurt raus und an den Haken mit der Ente! Die Spuren biegen leicht nach Westen ab und nach wenigen Kilometern kommen wir an den Rand des sandigen Gebiets. Jetzt darf ich wieder selbst fahren. Wir kommen so noch ein Stück voran, bis wir einen schattenspendenden Baum seitlich der Spuren am Rand einer kleinen Düne entdecken, hier wird unser nächster Nachtplatz sein.

- Nachtplatz unter schattenspendendem Baum

- Unser Nachtplatz vor dem Doros-Krater
Am nächsten Vormittag erreichen wir den östlichen Rand des Doros-Kraters. Wir fahren in einem kleinen Tal, dass in den Kraterring hineinführt, bis am das Ende und erkunden die Umgebung zu Fuß.

- Ich klettere Richtung Oberkante des Kraterrings.

- Blick zurück auf die parkenden Fahrzeuge
Ich habe von dort oben immer noch keinen Blick ins Innere des Kraters, doch es ist mir zu heiß, um noch weiter in den Felsen hochzusteigen. Also nehme ich ander technische Hilfsmittel, um einen Überblick über das Ganze zu bekommen.

- Doros-Krater mit Blick nach Westen

- ESAD-2000-Foto mit unserer Fahrstrecke vom Ugab (rechts unten) zum Doros-Krater
Von dort aus folgen wir einer Piste, die uns über viel Wellblech nach Twyfelfontein bringt. Erst am Abend erreichen wir den gleichnamigen neuen Community-Campsite.

- Der neue Camping Twyfelfontein
Fortsetzung folgt.
Viele Grüße
Uwe
Re: Mit der Ente durch das südliche Afrika: NAMIBIA 2020, die letzte Runde
Verfasst: Mi 11. Mär 2020, 12:48
von Angelika Baumann
.
Ab geht's durch den Ugab.
Wer sein Auto liebt, der zieht
Viele Grüße
Geli
Re: Mit der Ente durch das südliche Afrika: NAMIBIA 2020, die letzte Runde
Verfasst: Mi 11. Mär 2020, 21:12
von Werner Lenz
Das sind tolle Bilder!!!
Gruß
Werner
Re: Mit der Ente durch das südliche Afrika: NAMIBIA 2020, die letzte Runde
Verfasst: So 15. Mär 2020, 14:12
von WolfgangT2b
Hallo Uwe,
wir hatten vor ein paar Jahren ein paar Mal miteinander gemailt (gelber VW-Bus T2 aus München, damals in Namibia), aber wir sind uns in all' den Jahren in Afrika nie über den Weg gelaufen, ähh, gefahren. Schade, dass Ihr zurück geht. Wir wollten auch nur ein paar Jahre bleiben, inzwischen sind es 27 geworden

.
Sind es persönliche Gründe, warum Ihr zurück geht, oder hat es etwas mit der Lage im Süden des Kontinents zu tun? Die ist ja alles andere als rosig.
Wir wollten in ein paar Monaten von Südafrika nach Äthiopien aufbrechen, doch das ist im Augenblick wohl keine gute Idee. Nicht wegen Corona, sonder wegen der Heuschrecken. Na ja, that's Africa. Always too much, always too less. Aber vielleicht mögen wir es ja gerade deshalb ...
Gute Rückreise und schöne Grüße
Wolfgang
Re: Mit der Ente durch das südliche Afrika: NAMIBIA 2020, die letzte Runde
Verfasst: Mo 16. Mär 2020, 14:18
von Angelika Baumann
Hallo zusammen,
nur kurz zur Info:
Die aktuellen Grenzsituationen könnt ihr ja im entsprechenden Tread nachlesen. Wir sind mittlerweile wieder in Windhoek angekommen. Unser Flug übermorgen mit Lufthansa/Eurowings ist natürlich gecancelt. Aber die Lufthansa gibt sich offensichtlich große Mühe, die Touristen zurück zu holen. Wir würden umgebucht und fliegen jetzt übermorgen mit Angola Airways nach Luanda und dann mit LH weiter nach FRA. Hoffentlich klappt's.
Bekannte von uns sind heute mit British Airways nach Jo'burg, von dort geht's nach mit LH weiter nach FRA. Die beiden heben gleich ab.
Auch andere Reisende, die wir hier im TranskalaharInn getroffen haben, wurden über Luanda umgebucht.
Ich bin aktuell optimistisch, dass die Namibiatouristen nicht 30 Tage hier im Land bleiben müssen. Oder wenigstens nicht alle.
Bald geht's auch wieder mit Geschichten und Bilder unserer Reise.
Viele Grüße
Geli
Re: Mit der Ente durch das südliche Afrika: NAMIBIA 2020, die letzte Runde
Verfasst: Di 17. Mär 2020, 09:49
von Uwe Schmitz
Guten Morgen Deutschland,
NOCH sind wir in Namibia, uns geht es gut, wir warten auf unseren Rückflug, verschobenen von Mittwoch Morgen auf den Nachmittag, statt mit EuroWings direkt nun über Luanda/Angola mit Air Angola/LH.
Doch weiter mit unseren bisherigen Erlebnissen:
Ab der Campsite Twyfelfontein trennen wir uns von Heidi und Nobby, sie wollen eine nördlichere Strecke fahren, während wir nach Khorixas zum tanken und einkaufen wollen. Da auf der Hauptpad (D2612/C39) nach Khorixas zu fahren einen großen Umweg bedeuten würde, entschliessen wir uns, als Abkürzung eine kleine in der OSM-Karte eingetragene Piste zu wählen. Diese ist wohl selten benutzt und führt erst durch ein enges Tal einen Berg hinauf, dann ruppig daüber hinweg und runter zur C39.

- Durch ein enges Tal bergauf ...

- ... und steil bergab zur Hauptpad nach Khorixas
Von Khorixas aus geht's über die C35 unspektakulär nach Norden an Kamanjab vorbei Richtung Etosha Nationalpark. Nach einer Übernachtung auf der empfehlenswerten Campsite der Kaoko Bushlodge erreichen wir frühmorgens die westliche Einfahrt in den Etosha Park, das Galton Gate.

- Blauer Himmel mit Deko-Wolken, grüne Landschaft, der erste Eindruck im Etosha Nationalpark.
Da es in den letzten Wochen hier oben viel geregnet hat, steht die Natur in vollem Grün, alles spriesst und blüht. Tiersichtungen sind allerdings durch den jetzt dichten Bewuchs schwieriger und seltener, aber im grünen Umfeld ungewöhnlich.

- die ersten Sträuße

- Steinböckchen im Unterholz

- Oryx im Grünen

- alles grünt und blüht
Auch bei den Tieren dreht sich jetzt alles um den Nachwuchs. Entweder wird gebalzt, oder die Tierkinder sind schon auf der Welt.

- Impala-Männchen werben um Weibchen oder jagen Nebenbuhler mit hocherhobenen weissen Schwänzen.

- junges Gnu mit Familie

- Zebramutter mit Kind

- große Ibiss-Schwärme in der Nähe eines Staudamms
Wir quartieren uns im Camp Olifantsrus ein, ein kleines Camp im Westen des Parks gelegen und auch zu empfehlen. Es gibt einen Aussichtsturm, erreichbar über einen langen hochgebauten Steg, direkt am Wasserloch. Doch unser nachmittäglicher Aufenthalt dort bringt uns kein einziges Tier vor die Objektive. Auf der kleinen Abendrunde vor dem Camp entdecken wir wir außer einigen schönen Vögeln im hohen Gras nichts anderes.

- Aussicht auf das Wasserloch von Olifantsrus

- Riesentrappe

- "Korhaan", den deutschen Namen kann ich - jetzt gerade ohne Bestimmungsbuch - nicht nennen.
Am Abend bietet sich uns ein fantastisches Himmelsspektakel - die Regenzeit ist wohl noch nicht zu Ende.
Da sind wir mal gespannt, wie's die nächsten Tage Richtung Okaukuejo weitergeht.
Fortsetzung folgt.
Viele Grüße
Uwe
Re: Mit der Ente durch das südliche Afrika: NAMIBIA 2020, die letzte Runde
Verfasst: Di 17. Mär 2020, 10:09
von lehencountry
Danke für die schönen Bilder.
Es ist schon bemerkenswert, was die Ente offroad schafft.
Federweg und Komfort waren ja schon serienmäßig vorhanden, aber wegen der Zuladung mussten sicher härtere Federn rein.
Was waren denn so die größeren Defekte ?
Re: Mit der Ente durch das südliche Afrika: NAMIBIA 2020, die letzte Runde
Verfasst: Di 17. Mär 2020, 11:11
von Uwe Schmitz
Gleich weiter, der Wartetag bis zum (hoffentlich morgigen) Abflug will genutzt werden.
Am nächsten Nachmittag kommen wir am Camp Okaukuejo an, zwischen vielen Pfützen auf der Campsite müssen wir uns einen Platz suchen, und der Himmel verspricht keine Besserung.

- Campsite Okaukuejo im Regen

- Blick vom Aussichtsturm in Okaukuejo über den Nationalpark

- Fahrt durch den Etosha Nationalpark

- Geier an einem Zebra-Kadaver

- Geier beim "Ausweiden"

- Giraffenschädel am Pistenrand
Viel kriegen wir durch die nasse Frontscheibe (und ohne geöffnetem Dach) nicht zu sehen, und wir müssen uns mit häufig zu beobachtenden Tieren und den vielen Blumen begnügen.

- Gnu nach einem Bad im Schlamm

- Junger Schakal auf der Piste

- Blütenpracht
Wir fahren noch bis an die große Pfanne des Etosha Parks, um zu sehen, ob die wirklich irgendwann voll Wasser läuft (2016 haben wir sie als weite trockene Kalkton-Ebene erleben dürfen).

- Überall im Park stehen die Senken voller Wasser.

- Ab hier steht die riesige Etosha-Pan über vielleicht 40-50 km nach Norden voller Wasser.

- Auch die Pisten stehen immer mehr unter Wasser.

- Die "verzierte" Ente nach einer abschliessenden Rast in Okaukuejo
Auch wenn das ausgedörrte Land den Regen dringend braucht: Hier macht's uns einfach keinen Spass mehr! Wir fahren raus aus dem Park und gleich vor dem Anderson Gate zur Taleni Etosha Village Campsite, unter den weiträumigen Lapas (Rieddächern) mit Bars und Restaurant lässt es sich ganz gut Zeit vertun und warten (und hoffen), dass der Regen zu Ende geht.

- Unsere Campsite in der Taleni Etosha Village mit Regendach
Am übernächsten Tag bricht die Sonne wieder durch, der Wetterbericht gibt grünes Licht, und so fahren wir auf Asphalt über Outjo zurück in die Gegend von Khorixas.
Hier beginnt wieder das aride Namibia, und der angekündigte Regen der nächsten Zeit wird uns hier hoffentlich nicht erreichen.

- Blühende Wiesen auf den Farmen entlang unseres Wegs

- Über der Straße von Outjo nach Khorixas (C39)
Eben war noch alles grün, jetzt an der C35 südlich von Khorixas (Richtung Uis) ist die Landschaft ausgedörrt und hat in diesem Jahr noch kein bißchen Regen erhalten.

- Ausgedörrtes Land mit Kugelfelsen
Wir biegen ab zur Community-Campside Madisa, traumhaft zwischen den Granitkugelfelsen gelegen und - bei wieder hohen Temperaturen ganz luxuriös - mit einem kleinen Pool und der Bar mit eiskalten Getränken: Welcome back to the real Namibia!
Fortsetzung folgt.
Viele Grüße
Uwe
Re: Mit der Ente durch das südliche Afrika: NAMIBIA 2020, die letzte Runde
Verfasst: Di 17. Mär 2020, 13:31
von Uwe Schmitz
@ lehencountry:
jaja, an der ente is schon ziemlich viel umgebaut (seit 33 jahren), stärkerer rahmen mit zusätzlichem 4-kantrohr-rahmen unter der hütte, stärkere schwingarme und dickere federung (von der Acadyane, das stärkste, was drunter passte), verlängerte antriebswellen, 5-gang-getriebe mit untersetztem 1.gang, 80-liter-tank und und und...
2016 is uns das getriebe fast kaputt gegangen, lagerschäden, mit zurück nach deutschland und reparieren lassen und 2017 vor der nächsten tour wieder eingebaut, hat gehalten.
2018 hatten wir sehr viele reifenschäden, weil die reifen alt und ausgehärtet waren und fast kein profil mehr hatten, und im ganzen südlichen afrika war meine reifengrösse mit ein bisken knubbelprofil nicht aufzutreiben. also neue aus D schicken lassen, hat die reifen dann durch fracht und zoll doppelt so teuer werden lassen.
und diesmal, 2020, war ein radlager hin (die dinger sind für ente überdimensioniert und gehen eigentlich nie kaputt). also in swakopmund in eine LR-werkstatt, alles ausgebaut (radlager hatte richtig viel spiel, wohl vom letzten jahr auf rückweg von südafrika mitgebracht).
dann wollten wir mein seit über 20 jahren mitgeführtes ersatzradlager einbauen, doch da stimmte die dimension vorne nicht mehr (vorne sind 2001 schwingarme verstärkt von Acadyane eingebaut worden, und die haben wohl anderen durchmesser als der standard). so wurde das alte radlager geputzt und mit hochdruckfett stramm eingebaut, und das ding hat die kommpletten zweieinhalb tausend kilometer über pisten und wellblech ausgehalten.
doch jetzt is die ente nach fast 35.000 km durchs südliche afrika mal wieder rundrum ziemlich verbraucht (risse im dünnen blech, schwache elektrik, keine alarmanlage, blinker, fernlicht, getriebe wieder sehr laut, tank is undicht ...) und braucht heimische pflege mit gutem ersatzteilnachschub.
mal sehen, was die welt zukünftig noch an reisemöglichkeiten bietet.
viele optimistische grüße
uwe
Re: Mit der Ente durch das südliche Afrika: NAMIBIA 2020, die letzte Runde
Verfasst: So 22. Mär 2020, 07:19
von Uwe Schmitz
...
So, noch'n vorletztes Kapitel, doch als erstes:
Wir sind gut in Deutschland angekommen! Unser eigentlicer Rückflug - mit Lufthansa operated by Eurowings - wurde gecancelt, und genau 3 Tage vor dem gecancelten Rückflug erhielten wir eine email von Lufthansa, dass wir am Nachmittag des selben Tages noch mit TAAG (der angolanischen Fluggesellschaft) nach Luanda und von dort mit einer Sondermaschine der LH nach Deutschland geflogen werden ...

- Die Maschine der TAAG nach Luanda
... was alles hervorragend klappte.
Ein Lob an die Lufthansa für diese Aktion!
Weiter mit unserer Fahrt durch Namibia, doch erst noch ein Panorama-Luftbild vom Doroskrater.

- Hoch über dem Doroskrater
Auf der Campsite Madisa bleiben wir wieder etwas länger, denn die Infrastruktur stimmt, und die wüstenhafte Landschaft fordert uns zu Streifzügen in der Umgebung auf.

- Campsite Madisa

- Fast schon unverschämt: Ein Pool in der Wüste

- Unter Gleichaltrigen

- Diese schönen Landschaften lassen dem Wüstenfreund ...

- ... doch wirklich das Herz aufgehen!

- Hitze und totes Holz, ...

- ... doch die Webervögel bauen ihre Nester in den kahlen Akazien
Auf der Weiterfahrt nach Süden überqueren wir den Ugab auf einer Brücke, zum Glück, denn der Fluss führt immer noch reichlich Wasser.

- Der Ugab fliesst.
Im Minenort Uis kaufen wir wieder mal ein, bevor es nochmal an den Brandberg geht. Unterwegs kommen wir an einigen schneeweißen Hügeln vorbei, an denen viel gegraben wurde. Sie bestehen aus reinem Quarz.

- Ein Quarzhügel

- Der Boden voller Quarzsplitter

- Dem Brandberg entgegen, Perspektive 1

- Dem Brandberg entgegen, Perspektive 2
Auf der Ostseite des Brandberg fahren wir zielstrebig in ein Tal, dass wir von vor zwei Jahren kennen, dort finden wir einen schönen Schattenplatz.

- Talausschnitt mit Lagerplatz von hoch oben. Wo isser?

- Näher an den Lagerplatz heran mit großem Schattenfels

- Die gewohnte Perspektive unseres Lagerplatzes

- Am Morgen ist im Dunst der Ferne die Spitzkoppe zu erkennen.
Wir fahren wieder mal südlich um den Brandberg herum, diesmal nicht zum Messumkrater, sondern auf die Goboboseb-Berge zu, kann man den Gebirgszug überqueren? Das Gelände ist sehr grobsteinig, eine finstere Gegend, wenn nicht der Himmel so tolle Lichtspiele mit den Deko-Wolken hätte. Höher am Hang entdecken wir zwei ärmliche Lager, wahrscheinlich von Minenarbeitern, die nach wertvollen Steinen graben, doch ein Weg führt nicht weiter. So kehren wir zur "Brandberg Ringroad" zurück und suchen an anderer Stelle nach einem Nachtplatz.

- Südlich am Brandberg vorbei

- Richtung Goboboseb-Berge

- Grobes und dunkles Gestein vor den Goboboseb-Bergen

- Wunderschöner Wolkenhimmel

- Ärmliches Lager von Minenarbeitern

- Zurück an der "Brandberg Ringroad"

- Auf der Suche nach einem windstillen Nachtplatz
So kommen wir am die T-Kreuzung Brandberg Mine West - Hentiesbay, an der wir uns links zu diesem Küstenstädtchen halten. Auf der breiten glatten Piste kann gut gefahren werden, so dass ich den Reifendruck wieder erhöhe. Doch ein Schrottfahrzeug am Pistenrand warnt davor, trotzdem nicht zu heizen.

- Reifen aufpumpen mit dem nun schon seit vier Jahren benutzten Billigkompressor

- Warnender Hinweis am Pistenrand.
Fortsetzung folgt.
Viele Grüße
Uwe