Marokko - Demonstrationen und Proteste
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Re: Marokko - Demonstrationen und Proteste
Marokko ist anders.
Im Norden gibt es kaum Opposition zum König. Natürlich gibt es hie und da mal eine Demo für bessere Lebensbedingungnen (kein Wunder), aber die Beliebheit des Königs wird nicht in Frage gestellt. Elendsviertel gibt´s in fast allen marokkanischen Städten. Je weiter im Süden, desto größer der Anteil dieser Quartiere. Allerdings, das muß man auch sehen, überall wird gebaut und neuer Wohnraum geschaffen. Es sind zwar meist (für unsere Augen) häßliche Betonklötze, aber für jemand aus dem Elendsviertel eine gewaltige Verbesserung.
Anders in der Westsahara. Dort ist immer noch die Polisario aktiv, die ab und zu mal ein Bömbchen in ein Polizeirevier oder ein Gerichtsgebäude schmeißt. Touristen hatten aber noch nie darunter zu leiden. Im Gegenteil, die Polzei warnt sie vor der Polisario und die Polisario (ein Teil der Saharaui) warnen sie vor der Polizei.
Man bleibt einfach unverbindlich, bedankt sich für die Warnung und hält sich ansonsten einfach raus. Der Tourist ist in Marokko und der Westsahara sicher wie in Abrahams Schoß.
Erst ab Mauretanien kann´s, je nach politischer Lage (und die ändert sich fast täglich), ein wenig kritisch werden. Man sollte sich dort vor allem von Franzosen fernhalten. Die scheinen in Mauretanien, Mali und Senegal nicht so gute Erinnerungen zu wecken.
Aber direkt gefährlich? Nein, kann ich nicht sagen, solange man nicht im "Niemandsland" Algerien/Westsahara oder Mauretanien/Westsahara zwischen den Minen rumdüst.
Viele Grüße
Sahara-Peter
Im Norden gibt es kaum Opposition zum König. Natürlich gibt es hie und da mal eine Demo für bessere Lebensbedingungnen (kein Wunder), aber die Beliebheit des Königs wird nicht in Frage gestellt. Elendsviertel gibt´s in fast allen marokkanischen Städten. Je weiter im Süden, desto größer der Anteil dieser Quartiere. Allerdings, das muß man auch sehen, überall wird gebaut und neuer Wohnraum geschaffen. Es sind zwar meist (für unsere Augen) häßliche Betonklötze, aber für jemand aus dem Elendsviertel eine gewaltige Verbesserung.
Anders in der Westsahara. Dort ist immer noch die Polisario aktiv, die ab und zu mal ein Bömbchen in ein Polizeirevier oder ein Gerichtsgebäude schmeißt. Touristen hatten aber noch nie darunter zu leiden. Im Gegenteil, die Polzei warnt sie vor der Polisario und die Polisario (ein Teil der Saharaui) warnen sie vor der Polizei.
Man bleibt einfach unverbindlich, bedankt sich für die Warnung und hält sich ansonsten einfach raus. Der Tourist ist in Marokko und der Westsahara sicher wie in Abrahams Schoß.
Erst ab Mauretanien kann´s, je nach politischer Lage (und die ändert sich fast täglich), ein wenig kritisch werden. Man sollte sich dort vor allem von Franzosen fernhalten. Die scheinen in Mauretanien, Mali und Senegal nicht so gute Erinnerungen zu wecken.
Aber direkt gefährlich? Nein, kann ich nicht sagen, solange man nicht im "Niemandsland" Algerien/Westsahara oder Mauretanien/Westsahara zwischen den Minen rumdüst.
Viele Grüße
Sahara-Peter
Re: Marokko - Demonstrationen und Proteste
"..sicher wie in Abrahams Schoß" würde ich mir gegenwärtig verkneifen. Wann haben wir aus der Distanz oder "als Tourist im Lande" die Revolutionen in Tunesien oder Libyen als solche erkannt?
Grüsse,
Peter
Grüsse,
Peter
Re: Marokko - Demonstrationen und Proteste
Hallo Namensvetter!
"Distanz" würde ich jetzt nicht unbedingt sagen. Zur Zeit bin ich mitten drin. und zwar in Dakhla, Westsahara. Ich bin auch kein "normaler" Tourist. In einigen Familien, sowohl hier, als auch in Marrakech bin ich quasi ein Familienmitglied.
Besonders hier in der Westsahara stehen die Marokkaner hinter ihrem König. Den Saharaui ist wahrscheinlich auch klar, daß ein paar Leutchen nicht ohne die Anbindung an einen anderen Staat existieren könnten. Sobald sich Marokko zurückziehen würde, würden sie von den Algeriern übernommen. Die stehen ja schon seit Jahren Gewehr bei Fuß. Im Süden würden sie zwischen Algerien und Mauretanien zerrieben werden. Die Saharaui träumen aber nach wie vor von der Unabhängigkeit, obwohl sie in der Westsahara inzwischen eine Minderheit sind.
Natürlich wächst der Druck auf Mohammed VI, deshalb hat er ja umfangreiche Änderungen angekündigt. Wahrscheinlich wird sich das Land in den nächsten Jahren peu a peu zur konstitutionellen Monarchie wandeln. Aber von der Revolution ist Marokko weit entfernt.
Tunesien, Libyen und Algerien habe ich noch nie für sicher gehalten, weder aus der Nähe noch aus der Ferne.
Viele Grüße
Sahara-Peter
"Distanz" würde ich jetzt nicht unbedingt sagen. Zur Zeit bin ich mitten drin. und zwar in Dakhla, Westsahara. Ich bin auch kein "normaler" Tourist. In einigen Familien, sowohl hier, als auch in Marrakech bin ich quasi ein Familienmitglied.
Besonders hier in der Westsahara stehen die Marokkaner hinter ihrem König. Den Saharaui ist wahrscheinlich auch klar, daß ein paar Leutchen nicht ohne die Anbindung an einen anderen Staat existieren könnten. Sobald sich Marokko zurückziehen würde, würden sie von den Algeriern übernommen. Die stehen ja schon seit Jahren Gewehr bei Fuß. Im Süden würden sie zwischen Algerien und Mauretanien zerrieben werden. Die Saharaui träumen aber nach wie vor von der Unabhängigkeit, obwohl sie in der Westsahara inzwischen eine Minderheit sind.
Natürlich wächst der Druck auf Mohammed VI, deshalb hat er ja umfangreiche Änderungen angekündigt. Wahrscheinlich wird sich das Land in den nächsten Jahren peu a peu zur konstitutionellen Monarchie wandeln. Aber von der Revolution ist Marokko weit entfernt.
Tunesien, Libyen und Algerien habe ich noch nie für sicher gehalten, weder aus der Nähe noch aus der Ferne.
Viele Grüße
Sahara-Peter
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Michael K.
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Re: Marokko - Demonstrationen und Proteste
Hallo Sahara Peter,
zu sagen die Leute im Norden und in der Westsahara wären Royalisten erscheint mir sehr abenteuerlich.Die im Norden haben in den 1970 Jahren versucht HassanII umzubringen.Das Verhältnis war immer angespannt.
Und in der Westsahra wird dir keiner sagen das er auf Seiten der Polisario steht,auch wenn man dich zum Tee einlädt.
Michael
zu sagen die Leute im Norden und in der Westsahara wären Royalisten erscheint mir sehr abenteuerlich.Die im Norden haben in den 1970 Jahren versucht HassanII umzubringen.Das Verhältnis war immer angespannt.
Und in der Westsahra wird dir keiner sagen das er auf Seiten der Polisario steht,auch wenn man dich zum Tee einlädt.
Michael
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Alexander
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Re: Marokko - Demonstrationen und Proteste
Marokko: Positive Reaktionen auf Verfassungsreform
Die in Marokko angekündigte angekündigte Verfassungsreform ist von den meisten Bewohnern des nordafrikanischen Landes positiv aufgenommen worden. Die Vorhaben Königs Mohammed IV. lösten Überraschung aus, weil sie sehr weit gehen. Zudem ist der Monarch in seinem Land beliebt. mehr...
Grüsse
Alexander
Die in Marokko angekündigte angekündigte Verfassungsreform ist von den meisten Bewohnern des nordafrikanischen Landes positiv aufgenommen worden. Die Vorhaben Königs Mohammed IV. lösten Überraschung aus, weil sie sehr weit gehen. Zudem ist der Monarch in seinem Land beliebt. mehr...
Grüsse
Alexander
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Re: Marokko - Demonstrationen und Proteste
@Michael:
Im Gegenteil, die Saharaui die ich kenne, sind sehr wohl gegen Mohammed VI und wollen ihre Unabhängigkeit. Das vetreten sie auch mir gegenüber. Ich werde mich allerdings schwer hüten, ihnen diesbezüglich zu widersprechen, denn es sind wirklich nette und gastfreundliche Menschen. Außerdem ist ist es nicht meine Sache, dazu Stellung zu nehmen. Ich bin Gast im fremden Land und möchte es bleiben.
Ob die hier eingewanderten Marokkaner nun Royalisten sind oder nicht kann und will ich nicht beurteilen. Jedenfalls wird von ihnen der marokkanische Staat, aus welchem Grund auch immer, hoch gehalten. Im Norden habe ich keine große Feindlichkeit gegen das Königshaus erlebt, obwohl manche durchaus Grund dazu hätten. In Essauouiera habe ich selbst erlebt, wie anläßlich eines Besuchs des Königs am Strand ein Buffet errichtet wurde, zu dem die Touristen eingeladen waren und von dem die Einheimischen mit Gewalt vertrieben wurden. Seltsamerweise tat das der Verehrung des Königs keinen Abbruch.
Ob Mohammed VI die angekündigten Reformen ernst meint kann ich natürlich nicht beurteilen. Was ich meine, beurteilen zu können ist, daß in den letzten Jahren ein sozialer Wandel stattgefunden hat. Ob der ausreichend ist oder nicht, möge jeder vor Ort selbst beurteilen.
@Alexander:
Den Spruch mit der Wüste finde ich gut. Meiner ist: Wer einmal die Wüste erlebt hat, den läßt sie nicht mehr los.
Kommt aber wohl aufs gleiche raus. :D
Viele Grüße aus Dakhla
Sahara-Peter
Im Gegenteil, die Saharaui die ich kenne, sind sehr wohl gegen Mohammed VI und wollen ihre Unabhängigkeit. Das vetreten sie auch mir gegenüber. Ich werde mich allerdings schwer hüten, ihnen diesbezüglich zu widersprechen, denn es sind wirklich nette und gastfreundliche Menschen. Außerdem ist ist es nicht meine Sache, dazu Stellung zu nehmen. Ich bin Gast im fremden Land und möchte es bleiben.
Ob die hier eingewanderten Marokkaner nun Royalisten sind oder nicht kann und will ich nicht beurteilen. Jedenfalls wird von ihnen der marokkanische Staat, aus welchem Grund auch immer, hoch gehalten. Im Norden habe ich keine große Feindlichkeit gegen das Königshaus erlebt, obwohl manche durchaus Grund dazu hätten. In Essauouiera habe ich selbst erlebt, wie anläßlich eines Besuchs des Königs am Strand ein Buffet errichtet wurde, zu dem die Touristen eingeladen waren und von dem die Einheimischen mit Gewalt vertrieben wurden. Seltsamerweise tat das der Verehrung des Königs keinen Abbruch.
Ob Mohammed VI die angekündigten Reformen ernst meint kann ich natürlich nicht beurteilen. Was ich meine, beurteilen zu können ist, daß in den letzten Jahren ein sozialer Wandel stattgefunden hat. Ob der ausreichend ist oder nicht, möge jeder vor Ort selbst beurteilen.
@Alexander:
Den Spruch mit der Wüste finde ich gut. Meiner ist: Wer einmal die Wüste erlebt hat, den läßt sie nicht mehr los.
Kommt aber wohl aufs gleiche raus. :D
Viele Grüße aus Dakhla
Sahara-Peter
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Michael K.
- Beiträge: 427
- Registriert: So 30. Dez 2007, 15:06
Re: Marokko - Demonstrationen und Proteste
Hallo,
zur Zeit werden in Marokko mal wieder Demonstranten verprügelt.
http://www.elpais.com/articulo/internac ... int_12/Tes
Michael
zur Zeit werden in Marokko mal wieder Demonstranten verprügelt.
http://www.elpais.com/articulo/internac ... int_12/Tes
Michael
Re: Marokko - Demonstrationen und Proteste
Hallo Michael.
Natürlich kann man überall auf der Welt etwas dafür oder etwas dagegen finden. Keine Frage: Wer suchet, der findet.
Solche Bilder wird man zu jeder Zeit finden und sie mögen sogar wahr sein. Nur - sind sie ein Abbild der gesamten Gesellschaft? Ich meine, nein. Wenigstens zur Zeit noch nicht.
Keine Frage - Der Marokkaner hat längst nicht die Freiheiten des Europäers. Und der Europäer kann die Situation des Marokkaners nicht nachvollziehen. Wie ich bereits schrieb, die Verherrlichung des Königs ist dem Europäer nicht verständlich. Aber sie ist nun einmal vorhanden.
Natürlich gibt es Ausreißer von der Normalverteilung und natürlich ist die Sehnsucht zum besseren Leben vorhanden. Wir werden in den nächsten Monaten sehen, wo die Reise hingeht. Ich schätze, nein ich hoffe, sie wird in Marokko einen gemäßigten Weg zur Demokratie finden. Wenn nicht, dann hat Allah es halt nicht anders gewollt. :?
Fatalistische Grüße
vom Sahara-Peter
Natürlich kann man überall auf der Welt etwas dafür oder etwas dagegen finden. Keine Frage: Wer suchet, der findet.
Solche Bilder wird man zu jeder Zeit finden und sie mögen sogar wahr sein. Nur - sind sie ein Abbild der gesamten Gesellschaft? Ich meine, nein. Wenigstens zur Zeit noch nicht.
Keine Frage - Der Marokkaner hat längst nicht die Freiheiten des Europäers. Und der Europäer kann die Situation des Marokkaners nicht nachvollziehen. Wie ich bereits schrieb, die Verherrlichung des Königs ist dem Europäer nicht verständlich. Aber sie ist nun einmal vorhanden.
Natürlich gibt es Ausreißer von der Normalverteilung und natürlich ist die Sehnsucht zum besseren Leben vorhanden. Wir werden in den nächsten Monaten sehen, wo die Reise hingeht. Ich schätze, nein ich hoffe, sie wird in Marokko einen gemäßigten Weg zur Demokratie finden. Wenn nicht, dann hat Allah es halt nicht anders gewollt. :?
Fatalistische Grüße
vom Sahara-Peter
Re: Marokko - Demonstrationen und Proteste
"Unter der Decke" gärt es gewaltig, es ist eben ein landeskundiger Anthropologe zurückgekommen, der ein paar Einblicke mehr hat. Natürlich kann es gut gehen, aber es reicht u.U. ein Polizeioffizier, der die Nerven wegwirft und scharf schießen lässt - wir wissen es einfach nicht (und niemand hat derzeit mehr als die berühmte Kristallkugel)
Grüsse
Peter
Grüsse
Peter
-
Birgitt
- Moderator
- Beiträge: 35205
- Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
- Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
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Re: Marokko - Demonstrationen und Proteste
The King's Speach
Marokkos König kündigt politische Reformen an
11.03.2011 - Konrad-Adenauer-Stiftung
In einer kurzfristig angekündigten Rede, hat König Mohammed VI von Marokko am Abend des 9. März 2011 weitreichende Reformen der marokkanischen Verfassung angekündigt. Im Zuge der Empfehlungen der im Januar 2010 eingesetzten Kommission zur Regionalisierung will König Mohammed VI neue, breite Verfassungsreformen umsetzen. Er reagiert damit auf eine zunehmend kritische Haltung breiter Teile der Bevölkerung in Marokko zum Stand des politischen Reformprozesses im Land. Nach den Demonstrationen am 20. Februar 2011, wurde für den 20. März 2011 zu erneuten Protesten aufgerufen ... mehr
________________________
Erneute Kundgebungen trotz Reformzusagen
4.000 Personen demonstrierten in der Hauptstadt Rabat
20.03.2011 - Standard
Rabat - Trotz der Reformzusagen von König Mohammed VI. haben in Marokko am Sonntag erneut Tausende Regierungsgegner an Protestkundgebungen teilgenommen. Zu den Demonstrationen in mehreren Städten des nordafrikanischen Landes hatten islamistische und linksradikale Gruppen aufgerufen. In der Hauptstadt Rabat gingen nach Augenzeugenberichten etwa 4.000 Menschen auf die Straße. Die Behörden sprachen von 1.500 Teilnehmern. Auch in der Wirtschaftsmetropole Casablanca, in Fes und anderen Städten kam es zu Protesten ... mehr
Gruß
Birgitt
Marokkos König kündigt politische Reformen an
11.03.2011 - Konrad-Adenauer-Stiftung
In einer kurzfristig angekündigten Rede, hat König Mohammed VI von Marokko am Abend des 9. März 2011 weitreichende Reformen der marokkanischen Verfassung angekündigt. Im Zuge der Empfehlungen der im Januar 2010 eingesetzten Kommission zur Regionalisierung will König Mohammed VI neue, breite Verfassungsreformen umsetzen. Er reagiert damit auf eine zunehmend kritische Haltung breiter Teile der Bevölkerung in Marokko zum Stand des politischen Reformprozesses im Land. Nach den Demonstrationen am 20. Februar 2011, wurde für den 20. März 2011 zu erneuten Protesten aufgerufen ... mehr
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Erneute Kundgebungen trotz Reformzusagen
4.000 Personen demonstrierten in der Hauptstadt Rabat
20.03.2011 - Standard
Rabat - Trotz der Reformzusagen von König Mohammed VI. haben in Marokko am Sonntag erneut Tausende Regierungsgegner an Protestkundgebungen teilgenommen. Zu den Demonstrationen in mehreren Städten des nordafrikanischen Landes hatten islamistische und linksradikale Gruppen aufgerufen. In der Hauptstadt Rabat gingen nach Augenzeugenberichten etwa 4.000 Menschen auf die Straße. Die Behörden sprachen von 1.500 Teilnehmern. Auch in der Wirtschaftsmetropole Casablanca, in Fes und anderen Städten kam es zu Protesten ... mehr
Gruß
Birgitt
Zuletzt geändert von Birgitt am Di 29. Mär 2011, 23:52, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Marokko - Demonstrationen und Proteste
durch seine guten kontakte !nach oben" über seinen vizeminister privatisiert ("demokratisisiert.." ) der könig eh schon viel-
zu viel evtl- strassen, tabak, landwirtschaft (derzeit findet ein ausverkauf der agrarfläche an ausländische investoren statt- die dann natürlich fürs ausland produzuieren- auf einer fläche die der einheim bevölkerung fehlt- folge- die nahrungsmittelrpeise steigen.
wenn noch ein stausee gebraucht wird? bitteschön. fallen dann ein paar ha arganien trocken. tja.
und wer er sein täschchen gefüllt hat- haut er ab-- dann sollen se ihre demokratie machen-
es wird ein desaster werden. ein selbstbedienungsladen für ausländer.
ist es denn wirklich so ,dass "unsere"(mittleweile konstitutionelle) demokratie für alle taugt? allen übergestülpt werden muss? wenn man sieht welche rasenden fortschritte das land macht- fast zu schnell- auch unter dem könig?
und. hat nicht auch england eine monarchie?
meiner meinung nach wäre eine bodenreform, die die eigentumsrechte regelt und festschreibt, viel wichtiger. so leben die nomaden auf einem land, dass sie nur solange nutzen dürfen, bis ein anderer, wichtigerer kommt.
denn (korrigiert mich) in arab ländern gehört alles land der höchsten relig. autorität.
falls das nicht passt- einfach löschen admin
zu viel evtl- strassen, tabak, landwirtschaft (derzeit findet ein ausverkauf der agrarfläche an ausländische investoren statt- die dann natürlich fürs ausland produzuieren- auf einer fläche die der einheim bevölkerung fehlt- folge- die nahrungsmittelrpeise steigen.
wenn noch ein stausee gebraucht wird? bitteschön. fallen dann ein paar ha arganien trocken. tja.
und wer er sein täschchen gefüllt hat- haut er ab-- dann sollen se ihre demokratie machen-
es wird ein desaster werden. ein selbstbedienungsladen für ausländer.
ist es denn wirklich so ,dass "unsere"(mittleweile konstitutionelle) demokratie für alle taugt? allen übergestülpt werden muss? wenn man sieht welche rasenden fortschritte das land macht- fast zu schnell- auch unter dem könig?
und. hat nicht auch england eine monarchie?
meiner meinung nach wäre eine bodenreform, die die eigentumsrechte regelt und festschreibt, viel wichtiger. so leben die nomaden auf einem land, dass sie nur solange nutzen dürfen, bis ein anderer, wichtigerer kommt.
denn (korrigiert mich) in arab ländern gehört alles land der höchsten relig. autorität.
falls das nicht passt- einfach löschen admin
wenn es den gleichen Wiederspruch gäbe wie bei uns....
....dann müßten in Rabat oder Casablanca nicht 4.000 sonder 150.000 Demonstranten auf der Straße stehen!
Nicht daß ich den Einfluß des Königs gut heißen möchte oder die Demokratie von Marokko als Vorbild hinstellen möchte. Dennoch ist dort der Wiederspruch in der Bevölkerung gegenüber der Regierung und dem Einfluß des Königs bedeutend geringer als bei uns. Unsere "Landesfürsten" regieren viel weiter am Volk vorbei als das Parlament und der König in Marokko!
Marokko ist kein reiches Land, es hat weder Öl noch sonstige Bodenschätze, außer vielleicht ein paar Sufaltvorkommen in der Sahara. Dennoch ist dort in den letzten Jahren der allgemeine Lebensstandard besser geworden. Bei uns ist er schlechter geworden. Was bei uns die Wirtschaftsbosse und Bankmanager dem Volk an Wirtschaftskraft entziehen, für das würden sie in Marokko öffentlich gesteinigt werden. Da könnte ihnen auch kein König helfen.
Noch ist Marokko der verläßlichste arabische Staat und in meinen Augen bedeutend sichererer als z.B. die Türkei. Ich hoffe daß sich das Königshaus in Zukunft zurückziehen wird und die Politik dem Parlament überläßt, wie es in GB oder den Niederlanden der Fall ist. Auf keinen Fall aber sollten wir hochnäsig auf die Marokkaner herabschauen, solange vor unserer eigenen Tür viel mehr Dreck zu kehren ist.
Viele Grüße
Sahara Peter
Nicht daß ich den Einfluß des Königs gut heißen möchte oder die Demokratie von Marokko als Vorbild hinstellen möchte. Dennoch ist dort der Wiederspruch in der Bevölkerung gegenüber der Regierung und dem Einfluß des Königs bedeutend geringer als bei uns. Unsere "Landesfürsten" regieren viel weiter am Volk vorbei als das Parlament und der König in Marokko!
Marokko ist kein reiches Land, es hat weder Öl noch sonstige Bodenschätze, außer vielleicht ein paar Sufaltvorkommen in der Sahara. Dennoch ist dort in den letzten Jahren der allgemeine Lebensstandard besser geworden. Bei uns ist er schlechter geworden. Was bei uns die Wirtschaftsbosse und Bankmanager dem Volk an Wirtschaftskraft entziehen, für das würden sie in Marokko öffentlich gesteinigt werden. Da könnte ihnen auch kein König helfen.
Noch ist Marokko der verläßlichste arabische Staat und in meinen Augen bedeutend sichererer als z.B. die Türkei. Ich hoffe daß sich das Königshaus in Zukunft zurückziehen wird und die Politik dem Parlament überläßt, wie es in GB oder den Niederlanden der Fall ist. Auf keinen Fall aber sollten wir hochnäsig auf die Marokkaner herabschauen, solange vor unserer eigenen Tür viel mehr Dreck zu kehren ist.
Viele Grüße
Sahara Peter
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Alexander
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Re: Marokko - Demonstrationen und Proteste
König der Armen
In Marokko führt Mohammed VI. das Land wie seinen Privatkonzern. Doch eine sich ständig vertiefende soziale Kluft sorgt für Bewegung mehr...
Grüsse
Alexander
In Marokko führt Mohammed VI. das Land wie seinen Privatkonzern. Doch eine sich ständig vertiefende soziale Kluft sorgt für Bewegung mehr...
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Alexander
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Birgitt
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Re: Marokko - Demonstrationen und Proteste
Morocco: demonstration in Casablanca for political reform
03.04.2011 - ennahar
CASABLANCA - About 4,000 people demonstrated peacefully Sunday in Casablanca to demand more "democracy and social justice," said a journalist from AFP. Police said 2,500 people attended the event and the organizers for their part argue the figure of 10,000. "No to corruption", "we must put an end to social injustice," "the people want to end authoritarianism," chanted the demonstrators, mostly young people of the Movement of 20 February, which manifests for democratic reforms ... mehr
Gruß
Birgitt
03.04.2011 - ennahar
CASABLANCA - About 4,000 people demonstrated peacefully Sunday in Casablanca to demand more "democracy and social justice," said a journalist from AFP. Police said 2,500 people attended the event and the organizers for their part argue the figure of 10,000. "No to corruption", "we must put an end to social injustice," "the people want to end authoritarianism," chanted the demonstrators, mostly young people of the Movement of 20 February, which manifests for democratic reforms ... mehr
Gruß
Birgitt
Re: Marokko - Demonstrationen und Proteste
@Alexander:
Wo ist der Unterschied?
Mohammed VI führt das Land wie einen Privatkonzern - Bei uns führen Privatkonzerne das Land.
Bitte dividiere doch einmal in Marokko das Bruttoinlandsprodukt durch die Anzahl der Bevölkerung und errechne den gleichen Index für Deutschland. Dann teile die Ergebnisse durch die jeweiligen Durchschnittseinkommen der unteren Mittelschicht. Du wirst Dich über das Ergebnis wundern! Für das Geld, mit dem wir "Systemrelevante" Wirtschaftunternehmen wie Banken und Baukonzerne "retten" mußten, könnten wir uns ein paar tausend Königshäuser leisten!
@Birgitt:
Wie ich bereits schrieb: Wenn es in Casablanca den gleichen Widerspruch wie in Stuttgart gäbe, müßten in Casablanca mehrere hunderttausend Menschen auf der Straße stehen. Die von Dir berichtete Demonstration verlief friedlich, was man von Stuttgart nun nicht gerade sagen kann. Es ist sicher nicht alles in Ordnung im Lande Marokko - aber wir haben vor unseren eigenen Tür genug Dreck weg zu kehren.
Alles in allem fühle ich mich (noch) in Marokko/Westsahara sicherer als in meiner Heimat, im Ruhrgebiet. Gastfreundlicher und aufgeschlossener sind die Menschen dort allemal. Es ist für mich immer wieder ein richtiger Schock, wenn ich im Frühsommer, nach sieben Monaten Marokko und Frankreich wieder zu Hause aufschlage. Bei solchen verbissenen, unzufriedenen und auf hohem Niveau jammernden Menschen könnte man richtig trübsinnig werden
Viele Grüße
Sahara-Peter
Wo ist der Unterschied?
Mohammed VI führt das Land wie einen Privatkonzern - Bei uns führen Privatkonzerne das Land.
Bitte dividiere doch einmal in Marokko das Bruttoinlandsprodukt durch die Anzahl der Bevölkerung und errechne den gleichen Index für Deutschland. Dann teile die Ergebnisse durch die jeweiligen Durchschnittseinkommen der unteren Mittelschicht. Du wirst Dich über das Ergebnis wundern! Für das Geld, mit dem wir "Systemrelevante" Wirtschaftunternehmen wie Banken und Baukonzerne "retten" mußten, könnten wir uns ein paar tausend Königshäuser leisten!
@Birgitt:
Wie ich bereits schrieb: Wenn es in Casablanca den gleichen Widerspruch wie in Stuttgart gäbe, müßten in Casablanca mehrere hunderttausend Menschen auf der Straße stehen. Die von Dir berichtete Demonstration verlief friedlich, was man von Stuttgart nun nicht gerade sagen kann. Es ist sicher nicht alles in Ordnung im Lande Marokko - aber wir haben vor unseren eigenen Tür genug Dreck weg zu kehren.
Alles in allem fühle ich mich (noch) in Marokko/Westsahara sicherer als in meiner Heimat, im Ruhrgebiet. Gastfreundlicher und aufgeschlossener sind die Menschen dort allemal. Es ist für mich immer wieder ein richtiger Schock, wenn ich im Frühsommer, nach sieben Monaten Marokko und Frankreich wieder zu Hause aufschlage. Bei solchen verbissenen, unzufriedenen und auf hohem Niveau jammernden Menschen könnte man richtig trübsinnig werden
Viele Grüße
Sahara-Peter



