Kommentare zu einer Zusammenfassung der
geposteten News seit dem 29.6.2011
aus
Syrien – Demonstrationen und Proteste
Verfasst am: 29.06.2011 23:23
Zitat: «Mittwoch der verbrannten Rechnungen»
Syrische Protestbewegung probiert neue Taktik aus
Die Protestbewegung in Syrien sucht nach neuen Wegen, um das Regime von Präsident Baschar al-Asad zu stürzen. Aktivisten riefen am Mittwoch auf ihren Websites dazu auf, ab sofort keine Telefon-, Strom- und Wasserrechnungen mehr zu bezahlen
Zitat Ende
Kommentar:
Man sieht, dass diese „Protestbewegung“ nicht in Syrien sitzt sondern im Ausland wo auf jede dieser Rechnungen Mehrwertsteuern anfallen. Da es in Syrien keine Steuern auf die oben genannten Rechnungen gibt kann es auch den Staat nicht treffen.
Lediglich in Daraa ist man auf diese Bauernfängerei hereingefallen. Mit dem Erfolg, dass man den säumigen Zahlern das Telephon und den Strom abgedreht hat. Wasser als Grundbedürfnis zum Überleben blieb unangetastet.
Verfasst am: 02.07.2011 14:09
Syrien: Gouverneur von Hama nach Protesten entlassen
02.07.2011 - AFP
Kommentar:
Der damalige Gouverneur von Hama stand an der Seite der Bevölkerung
Und verbat den Executivorganen die Stadt zu betreten.
Deshalb blieben Miltär und Geheimdienst vor der Stadt.
Erst die Absetzung des alten und Neuernennung eines neuen Gouverneur machten es möglich, dass die oben genannten Einheiten in die Stadt einzogen.
Verfasst am: 04.07.2011 22:06
Zitat Anfang:
Syrisches Militär schießt auf Flüchtlinge
Die Zahl der syrischen Flüchtlinge in der Türkei ist offenbar leicht zurückgegangen, Hunderte kehrten trotz anhaltend blutiger Proteste in ihre Heimat zurück. Dennoch bleibt die Situation angespannt: Soldaten schießen auf Flüchtige, und Assad-Mitarbeiter sollen die Lager infiltriert haben.
Zitat Ende
Kommentar: Wenn also die Zahl der Flüchtlinge zurück geht, und diese Leute wieder in ihre Dörfer zurückgehen, so muß es ihnen also im Lager wesentlich schlechter gehen als in ihren Dörfer. Wie auch hierzulande bekannt wurde, hatte man Syrern versprochen, dass, wenn sie in die Flüchtlingslager gingen, dort Visa in „sichere Drittsaaten bekämen. Da dem nicht so ist, wollen diese Leute doch wieder nach Hause.
Verfasst am: 05.07.2011 17:18
Zeugen: Syrische Kampfpanzer umstellen Protest-Hochburg Hama
05.07.2011 - Reuters
Zitat Anfang:
Eine unabhängige Bestätigung der Berichte aus Syrien ist kaum möglich. Ausländischen Journalisten ist der Zugang größtenteils verwehrt ...
Kommentar:
Diese Behauptung von Reuters ist eine glatte Lüge.
Syrien hat Journalisten sogar schriftlich eingeladen, Syrien zu besuchen
Das Informationsministerium hatte für den Transport gesorgt.
Von 250 eingeladenen Agenturen, Zeitungen und Fernsehanstalten nahmen diese Einladung nur 7 an.
Darunter CNN, CBS, eine deutsche freie Journalistin,
Verfasst am: 07.07.2011 18:02
Zitat Anfang:
Parlamentswahl wird verschoben
Das syrische Regime lässt die Proteste der Bevölkerung brutal niederschlagen, im August sollte sich Staatschef Baschar al-Assad zur Wahl stellen. Doch der Termin wurde nun verschoben. Als Grund nennt die Regierung Reformabsichten.
Zitat Ende
Kommentar:
Natürlich hat das Verschieben der Wahl einen unguten Beigeschmack.
Doch käme es zum jetzigen Zeitpunkt in dieser aufgeheizten Atmosphäre zu Neuwahlen, so wäre diese
1. nach dem alten Bestätigungswahlverfahren, welches sich folgender Massen gestaltet. Zuerst wird im ersten Wahlgang ermittelt, wie viele Stimmen für den alten Präsidenten abgegeben wurden und wie viele dagegen. Wurden unter 50% für den gegenwärtigen Präsidenten abgegeben, dann kommt es zu einer ausgeschriebenen Neuwahl, ähnlich wie in Deutschland. Dieser „erste Wahlgang“ netspricht der alten arabischen Tradition, wie ein Clanscheff zu ermitteln ist.
2. Aufgrund der angeheizten Sitzuation ist auch nicht auszuschließen, dass es beim Wahlkampf zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen kommen würde.
Deshalb erscheit es sinnvoll, erst den §8 abzuschaffen, welcher die Vorherrschaft der Baath-Partei gegenüber allen anderen Parteien festlegt.
Woran man noch immer arbeitet (Inshaallah)
Verfasst am: 07.07.2011 21:43
Was kommt nach Assad?
06.07.2011 - Deutsche Welle
Zitat Anfang:
Die Staatengemeinschaft zögert, denn keiner weiß, was ein Umsturz für die Region und für die Minderheiten im Land bedeuten würde ...
Zitat Ende
Kommentar:
Womit zögert die Staatengemeinschaft? Etwa in Syrien eindringen und den Assad-Clan davon zu jagen. Davon würde ich abraten. Gleichwohl die Syrer jede Menge an Forderungen haben, welche durchaus auch die Absetzung des Assad – Regimes beinhalten, so sind sie doch mit ganzem Herzen Syrer. Auch für die Opposition kommt eine Einmischung von Außen nicht in Betracht und es könnte ganz leicht sein, dass sich Pro und Contra vereinigen, um die Ausländer zu bekämpfen. Nein, die Syrer lehnen jegliche Einmischung, und sei diese auch noch so gut gemeint ab.
Je nachdem, welche Gruppe sich die Vormachtstellung in Syrien sichern kann, genau davon hängt die Zukunft der Minderheiten in Syrien ab. Bleibt es ein sekuläres Regime, so sehe ich keine Probleme. Sollte jedoch die Islamische Bruderschaft, welche als einzige „Partei“ gut organisiert ist an dieAcht gelangen, dann könnte es schon sein, dass Syrien zu einem neuen „Gottesstaat“ wird, und Davon möge Jahweh abhüten.
Verfasst am: 08.07.2011 22:18
450'000 Demonstranten im syrischen Hama – US-Botschafter anwesend
08.07.2011 - SF
Zitat Anfang:
Mehr als 450'000 Personen haben in der Aufständischen-Hochburg Hama gegen Präsident Baschar al-Assad demonstriert. Dies teilte Abdel Karim Rihaoui, Chef der syrischen Liga für Menschenrechte, mit. Das syrische Regime empörte sich derweil über einen Besuch von US-Botschafter Robert Ford in der von Soldaten belagerten Stadt ...
Zitat Ende
Kommentar:
Fast möchte man hellauf lachen. Da fährt der amerikanische und der französische Botschafter nach Hama.
Hatten die Beiden Red Bul zu sich genommen? Ihr wisst schon… Red Bull verleiht Flügel.
Jeder Diplomat, welcher sich aus Damaskus wegbewegt, hat dies dem Außenministerium anzuzeigen. Tut er das nicht, so passiert eigentlich gar nichts, außer dass auf den Ausfahrtstrassen von Damaskus sich der Geheimdienst dranhängt. Diplomatenkennzeichen sind sehr leicht zu erkennen. Sollte ein Diplomat sich also in eine unruhige Gegend begeben, so wird er vom Geheimdienst gestoppt und zur Rückkehr aufgefordert (man könne für die Sicherheit nicht garantieren)
So weit so gut. So sind also die beiden Botschafter vor der abgeriegelten Ortschaft Hama angekommen. Kriechen sie nun durch die Abflussrohre?
Die Wahrheit sieht vielmehr so aus, dass die beiden Botschafter sehr wohl um eine Genehmigung angesucht hatten. So durften sie auch die Miltärabsperrungen passieren.
Verfasst am: 11.07.2011 17:
Assad-Anhänger attackieren westliche Botschaften
Für Europäer, welche bekannter Weise nur ein Kurzzeitgedächtnis haben
ist dies ein politischer Supergau.
Ich erinnere an die Zeit der Mohammed-Karikaturen. Da haben sich die Massen „künstlich“ erhoben, und haben kurzerhand die Norwegische und die Dänische Botschaft abgefackelt.
Es ist die syrische Art zu zeigen, dass sich der oder die Verhandlungspartner im gegenständlichem Falle Frankreich und die USA an irgendwelche geheimen Macheloikes nicht gehalten haben.
Nicht mehr und nicht weniger.
Daraus eine Verschärfung der Lage zu konstruieren ist wie mit Kanonen auf Spatzen (deutsch. Sperlinge) zu schießen.
Josef al Nemsawi
Damaskus