Trophäenjagd

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Lothar
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Re: Trophäenjagd

Beitrag von Lothar »

@WAZA
Waza hat geschrieben:
So 19. Dez 2010, 11:33
Ob du es willst oder nicht, Jagd ist der Haupgrund weshalb es im südlichen Afrika außerhalb von Schutzgebieten noch Wild gibt.
Ich denke mal, du beziehst die Aussage nicht auf Wiederansiedlungen auf Jagdfarmen.

Ob du es glaubst oder nicht, ich kenne Gebiete, wo DURCH die Jagd kaum noch Wildtiere vorkommen, weil sie entweder dezimiert wurden, abgewandert sind oder einfach so scheu sind, dass sie nur noch mit einem Fernglas zu sehen sind - auch im südl. Afrika.

Ausserdem wäre das erst einmal glaubhaft nachzuweisen; Tierzählungen sind eine komplizierte Sache - das musste B. Grzimek schon lernen - und daher leicht zu missbrauchen.
Der derzeit beste Tierschutz ist der steigende Fototourismus, das mag man bedauern, aber unter diesem Aspekt ist er zu befürworten. Wieviel auf welchen Effekt zurückzuführen ist, ist reine Auslegungssache.
Meine Hoffnung wäre, dass sich der Wildtierschutz aus den Einnahmen des Fototourismus finanziert und nicht aus der Trophäenjagd, aber dazu müsste eben ein Umdenken stattfinden, und das ist eben bei vielen ein Problem, du bist offensichtlich ein Beispiel dafür, oder würdest du die Trophäenjagd beenden wollen, wenn der Wildtierschutz anders gewährleistet wäre ?

Nach der "Jägerlogik" wäre der geregelte Abschuss der Berggorillas deren bester Bestandschutz !?

Das wir nicht fähig sind Natur flächendeckend zu Schützen ist in der Tat ein Armutszeugnis. Sollen wir deßhalb zuschauen wie Wildtiere und Arten verschwinden.
Wo ist das Problem wenn ein Jäger durch sein Geld den Wildschutz finanziert?
Kann es sein, dass die Jagdindustrie überhaupt kein Interesse daran hat, den Wildtierschutz aus der Hand zu geben und in den Naturschutzministerien entsprechende Lobbyarbeit leistet ??

Zeig mir doch bitte fundierte Beispiele wo geregelte Jagd der Natur schadet!
Ich bin davon überzeugt, dass es keine geregelte Jagd ohne die ungeregelte gibt, das habe ich schon erwähnt.
Was an der von dir geposteten List so schlimm sein soll habe ich jetzt nicht verstanden?!
Weil diese Liste an einem Ort ausgelegt war, wo das Cites-Abkommen garantiert niemanden interessiert hätte. Glaubst du wirklich, in Afrika werden alle Abschüsse/Tötungen gem. Cites-Abkommen verifiziert ??

Wo lebst du??

Im Übrigen scheint der ethische Aspekt bei dir gar keine Rolle zu spielen, eine Alternative zur Trophäenjagd suchst du offensichtlich nicht ....


Lothar
Waza
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Re: Trophäenjagd

Beitrag von Waza »

Zeig mir bitte ein Beispiel wo durch geregelte Jagd (ich reden hier ausdrücklich nicht von Wilderei) ein Wildart gefährdet wurde!
Lothar hat geschrieben:
So 19. Dez 2010, 20:51
Meine Hoffnung wäre, dass sich der Wildtierschutz aus den Einnahmen des Fototourismus finanziert und nicht aus der Trophäenjagd, aber dazu müsste eben ein Umdenken stattfinden, und das ist eben bei vielen ein Problem, du bist offensichtlich ein Beispiel dafür, oder würdest du die Trophäenjagd beenden wollen, wenn der Wildtierschutz anders gewährleistet wäre ?
Meine Hoffnung wre das es einen überhaupt einen flächendeckenden länderübergreifenden Natur- und Artenschutz gibt. Jagd und Tourismus sollten darin ruhig ihren Platz haben. Für mich ist die Hauptsache dass möglichst viel Natur und Wildtiere ihren Platz behalten.
Nach der "Jägerlogik" wäre der geregelte Abschuss der Berggorillas deren bester Bestandschutz !?
Nein sicher nicht, ich kann mir keine ethisch verträgliche Jagd auf Menschenaffen vorstellen.
Es gibt aber durch aus Beipiele wo der Verkaufvon einzelnen Lizenzen den Schutz von einer ganzen Wildartfinanziert.
Z.B. Markhor in Pakistan.
Weil diese Liste an einem Ort ausgelegt war, wo das Cites-Abkommen garantiert niemanden interessiert hätte. Glaubst du wirklich, in Afrika werden alle Abschüsse/Tötungen gem. Cites-Abkommen verifiziert ??

Wo lebst du??
Offensichtlich hast du dich mit der rechtlichen Thematik nicht wirklich beschäfftigt. Länder haben sehr wohl das Recht ganz legal Wildarten außerhalb der Citiesquote zu jagen. Das steht ihnen frei.
Lediglich der Transport/Nutzung der Wildtierteile ist dadurch außerhalb des Landes nicht möglich. In Zimbabwe werden jedes Jahr einige Elephanten im Rahmen eines Managementplans gejagt. Für diese Elephanten gibt es keine Citieslizenz. Sie werden (teilweise von zahlenden Jägern) geschossen und das in Regionen in denen es keinen Tourismus gibt und die Elephanten massiven Schaden in den Felder anrichten. Das Fleisch geht an die örtlche, von den Schäden betroffene, Bevölkerung.

Im Übrigen scheint der ethische Aspekt bei dir gar keine Rolle zu spielen, eine Alternative zur Trophäenjagd suchst du offensichtlich nicht ....
Nö tut ich auch nicht. Ich sehe in der Jagd kein ethisches Problem. Ich angle seitdem ich klein bin und habe schon als Junge einen Jagdschein gemacht.
Jagd ist für mich vollkommen natürlich.
Fleisch aus Tierfrabriken jedoch nicht. Ich esse am Wochenende eine Rehkeule und weiss woher sie kommt, keine ethischen Bedenken von meiner Seite :wink:

Trophäenjagd ist nicht mein Ding, ich kann dir aber versichern dass es einem Wildtier vollkommen egal ist warum es egal ist.
Mich interessiert in erster Linie ein vernünftiger Umgang mit Natur und Wildtieren und da hat Jagd durchaus einen Platz.
Lothar
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Re: Trophäenjagd

Beitrag von Lothar »

# WAZA:

Es war klar, dass wir auf keinen gemeinsamen Nenner kommen .....

Ich halte das Töten von Tieren über den nachweislichen Fleischbedarf hinaus, ob aus Spass, Geltungsbedürfnis, Trophäensammelleidenschaft etc. , für ein grenzwertiges, bedenkliches archaisches Verhalten.

Bleibt die Hoffnung, dass der Evolutionsprozess des menschlichen Gehirns die Überflüssigkeit dieses Neandertaler-Programms auch bei den letzten dieser Spezies erkennt und das Betriebssystem auf "Homo Sapiens 2.0" updated.

Der Jagdindustrie die Aufgabe des Naturschutzes zu überlassen, heisst "den Bock zum Gärtner zu machen". Nein, so etwas gehört in die Hände der Naturschutzorganisationen bzw. staatlicher Institutionen und kann nicht den Interessen der Jagdindustrie überlassen werden.

Von dir würde ich mir wünschen, du kaufst anstelle eines neuen Jagdgewehrs eine Fotoausrüstung und zeigst dein Geschick, indem du schöne Fotos von deiner ehemaligen Beute machst und dich dann selbst fragst, was in dich gefahren sein konnte, diese Tiere mit Vergnügen zu erlegen und darauf hin dann deine Flinte ins Korn wirfst.


Du wärst da kein Einzelfall.

Lothar
Birgitt
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Leoparden in Südafrika | Schöne Großkatze gilt als Trophäe

Beitrag von Birgitt »

Fred ist aufgebracht. In Südafrika operiere ein Syndikat, wettert er, "die stellen die Käfige auf Farmland ab, für jeden Leoparden bekommt der Farmer eine Belohnung von rund 500 Euro und dann fliegt ein Jäger, meistens aus Europa oder den USA ein und schießt das Tier für 1500 bis 4000 Euro ab". Trophäe, Knochen, Fell und Zähne werden dann noch mal für bis zu 20.000 Euro verscherbelt – meistens nach Asien, wo viele an die angeblichen Heilkräfte dieser Großkatze glauben. Jedes Jahr, schätzt der Tierschützer von Leopard Conservation Project, würden allein in Südafrika über 1000 Leoparden gewildert ...

Leoparden in Südafrika: Schöne Großkatze gilt als Trophäe
21.12.2010 - Stuttgarter Zeitung

Gruß
Birgitt
Helmut
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JAGD GIBT ES NICHT MEHR !!!!!!!

Beitrag von Helmut »

Gejagt wurde in früherer Zeit ( Steinzeit, event. Mittelalter, Indianer ) aus Grund des Überlebens ( Hunger und bedrohung des eigenen Daseins)

In unserer Zeit ist es nur ein Abschiessen von Tieren aus Spass und Geltungssucht sowie Profitgier. Wer schon mal in Afrika war und in die Nähe von Wildtieren kam weis das sie nach einer gewissen Distanz immer wieder stehen bleiben.(Fluchtdistanz)
Es ist also jeden der sogenannten Krönung der Schöpfung möglich mit Zielfernrohr,(oft mit Laser) die ahnungslosen Kraturen abzuschiessen.
Sie sollten sich schämen. Leider gibt es noch keine Spezies die speziell Menschen jagt.

Gruss Helmut einer der seit 30 Jahren nach Afrika fährt.
Roger-Tecumseh
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Re: JAGD GIBT ES NICHT MEHR !!!!!!!

Beitrag von Roger-Tecumseh »

Helmut hat geschrieben:
So 2. Jan 2011, 12:07
Leider gibt es noch keine Spezies die speziell Menschen jagt.

Dieser Satz macht kaputt, was vorher ausgedrueckt wurde - schade! :cry:
Lothar
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Re: Trophäenjagd

Beitrag von Lothar »

... hier mal ein Beispiel einer "heldenhaften" Trophäenjagd:

Die Gruppe/Truppe hatte einen Leoparden am Vortage nur verletzt und wollten ihm am nächsten Tag den Garaus machen. Dem angeschossenen Leoparden blieb nur der verzweifelte Gegenangriff auf seine Verfolger, aber er konnte noch ein letztes Mal seine Fähigkeit unter Beweis stellen, den größten Schwächling (hier Jammerlappen) aus einer Gruppe heraus zu erkennen und in einer finalen Racheaktion zu verprügeln.


(Ton einschalten !)

Auf diese spezielle Jäger-Spezies habe ich in Gedanken schon des öfteren Jagd gemacht - und vielleicht verkaufe ich noch mal meine Fotoausrüstung für eine Pump-Gun .....

Lothar
Birgitt
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Namibia - Trophäenjagd auf Talfahrt

Beitrag von Birgitt »

Trophäenjagd auf Talfahrt
Größte Gefahr ist die steigende Zahl an nicht ethischen und illegalen Jagdanbietern

23.08.2011 - AZ online

In den vergangenen Jahren sind die Einnahmen durch die Trophäenjagd drastisch zurückgegangen und der Trend scheint weiter abwärts zu gehen. Forschung und Statistiken sind sehr wichtig, um die nachhaltige Nutzung der natürlichen erneuerbaren Ressourcen fortsetzen zu können ... mehr
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Einkommen nur durch Jagd
Registrierte Mitglieder des kommunalen Sobbe-Hegegebietes erhalten Vorteile

23.08.2011 - AZ online

Die Trophäenjagd ist das Haupteinkommen der Mitglieder des kommunalen Hegegebiets in der Caprivi-Region. Einige Personen verkaufen ihre traditionellen Handarbeiten an ein Zentrum bei Kongola. 500 Gänse, Frankoline und Perlhühner für Eigenverbrauch freigegeben ... mehr

Gruß
Birgitt
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Jagdtourismus in Namibia

Beitrag von Birgitt »

Hier noch ein Artikel aus der AZ von Anfang Dezember, der sehr schön in die Diskussion zum Thema passt:


Jagdtourismus in Namibia – nachhaltig und verantwortbar
01.12.2011 - AZ online

Beim Thema Jagd scheiden sich die Geister. Für den einen ist sie ein abenteuerliches Naturerlebnis, für den anderen schlichtweg Mord an unschuldigen Kreaturen. Gleichgültig, wie man zur Jagd steht, wird man an den folgenden Fakten nicht vorbeikönnen: Es existiert weltweit eine hohe Nachfrage nach dieser besonderen Form des Naturerlebnisses, und wo eine Nachfrage existiert, wird sich auch immer ein Angebot einstellen und letztlich ein Markt entwickeln. Ob sich dieser Markt unterm Strich schädlich, unschädlich oder sogar nützlich für die betreffende Region, ihren Naturhaushalt und seine Wildpopulationen auswirkt, hängt davon ab, ob und wie dieser Markt reguliert wird. Nachfolgend Beispiele aus Deutschland und Namibia ... mehr


Gruß
Birgitt
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Namibia - Entwicklung der Trophäenjagd

Beitrag von Birgitt »

Und noch etwas aus Namibia:

Dann und wann liest man verschiedene Berichte und Artikel zur Jagdgeschichte und zur Entwicklung der Trophäenjagd in Namibia. Die erste Frage, die sich bei jeder Geschichte stellt: wo setze ich die Zeitlinie an? Der Beginn der Trophäenjagd wird oft zum Ende der sechziger eingeordnet, weil es da einen Aufschwung gab. Es muss ja etwas passiert sein, dass genau dann plötzlich mehr Farmer auf dieses Boot gesprungen sind
Trophäenjagd hatte schwierigen Start (Teil 1/2)
01.12.2011 - AZ online

Faszinierende Felszeichnungen vor allem in den Bergen der Randstufe zur Namib und am Brandberg belegen, dass es die Jagd seit Urzeiten in Namibia gegeben hat. Die Jagd der Neuzeit hat eine wechselhafte Geschichte. Johann Vaatz, Düsternbrook, stammt aus einer Familie, die bei den Anfängen und der Entwicklung der Trophäenjagd eine besondere Rolle gespielt hat.
Trophäenjagd hatte schwierigen Start (Teil 2/2)
05.01.2012 - AZ online


Gruß
Birgitt
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Umstrittener Umgang mit Löwen in Südafrika

Beitrag von Birgitt »

Ein Streichelzoo mit Löwen-Babies - für Touristen eine "tolle Erfahrung". Für den König der Tiere endet diese Erfahrung oft vor einer Gewehrmündung. Da die in Südafrika von Menschenhand gepäppelten Tiere in der Wildbahn nicht überlebensfähig sind, werden sie zum Abschuss freigegeben. Jedes Jahr werden so rund 1000 Tiere "verwertet".
Vom Streichelzoo zur Jagdtrophäe
26.06.2012 - tagesschau

Gruß
Birgitt
Kuno
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Re: Umstrittener Umgang mit Löwen in Südafrika

Beitrag von Kuno »

Birgitt hat geschrieben:
Ein Streichelzoo mit Löwen-Babies - für Touristen eine "tolle Erfahrung". Für den König der Tiere endet diese Erfahrung oft vor einer Gewehrmündung. Da die in Südafrika von Menschenhand gepäppelten Tiere in der Wildbahn nicht überlebensfähig sind, werden sie zum Abschuss freigegeben. Jedes Jahr werden so rund 1000 Tiere "verwertet".
Mit dieser Problematik haben die Zoos und Tierparks weltweit zu kaempfen.

Jungtiere sind in jedem Fall Publikumsmagneten, wenn sie aber erwachsen werden, dann hat man ploetzlich zuviele Exemplare von einer Tierart im Gehege. Die Zoos tauschen die Tiere dann untereinander aus - aber die Ueberzaehligen werden getoetet, auch deshalb, weil Auswildern kaum moeglich ist.

Die Alternative waere eine Kastration der Tiere. Aber da sind auch nicht alle dafuer und Begruenden dies dmait, dass es das natuerliche Verhalten der Tiere noch weiter beeintraechtigen wuerde als dass es dies im Zoo sowiso schon ist.

Nun; in der freien Wildbahn ueberleben die meisten Jungtiere ihre Jugend auch nicht sondern kommen auf die eine oder andere Art ums Leben. Im Zoo uebernimmt der Mensch diese Funktion der Natur.
Lothar
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Re: Trophäenjagd

Beitrag von Lothar »

Birgitt hat geschrieben:Ein Streichelzoo mit Löwen-Babies - für Touristen eine "tolle Erfahrung". Für den König der Tiere endet diese Erfahrung oft vor einer Gewehrmündung. Da die in Südafrika von Menschenhand gepäppelten Tiere in der Wildbahn nicht überlebensfähig sind, werden sie zum Abschuss freigegeben. Jedes Jahr werden so rund 1000 Tiere "verwertet".
... das klingt so, als würden Löwen gezüchtet, weil sie als Babies eine Touristenattraktion darstellen und man anschließend nicht weiss, wohin damit - das mag bei den Zoos der Fall sein, in Südafrika wird der Verkauf an Jagdfarmen das primäre Ziel sein, so wie es mit anderen Wildtieren auch gemacht wird, deren Nachkömmlinge nicht zu den klassischen "Streicheltierchen" gehören.

Ein weiteren Unterschied zwischen "Zoo" und deren "Endverwertung" und der Zucht für den "Abschuss" ist:

- ein Zoo will Menschen für die Wildtiere begeistern und trägt so möglicherweise zum Erhalt derselbigen bei.

- eine Zuchtfarm ist ein Wirtschaftsbetrieb, der mit dem "fehlgeleiteten Tötungstrieb" mancher Menschen seine Geschäft macht

Auch wenn das Ergebnis, die "Endverwertung" identisch ist, bleibt doch ein erheblicher ethischer Unterschied.

Mit dem Argument "na ja, der Mensch ersetzt hier nur die natürliche Selektion" oder ähnlichem begibt man sich schnell auf dünnes Eis ....

Gruss

Lothar
Guido3

Re: Trophäenjagd

Beitrag von Guido3 »

Hallo,
Lothar hat geschrieben: Ein weiteren Unterschied zwischen "Zoo" und deren "Endverwertung" und der Zucht für den "Abschuss" ist:

- ein Zoo will Menschen für die Wildtiere begeistern und trägt so möglicherweise zum Erhalt derselbigen bei.

- eine Zuchtfarm ist ein Wirtschaftsbetrieb, der mit dem "fehlgeleiteten Tötungstrieb" mancher Menschen seine Geschäft macht
Gibt es diesen Unterschied in der Realität wirklich? Zoos bieten wie z.B. auch Zirkusse Entertainment mit Tieren und wollen Geld verdienen. Geld verdienen durch Entertainment ist letztlich auch das, was beim Canned Hunting stattfindet. Ich bin gar nicht sicher, was aus Sicht eines Tieres das kleinere Elend ist. Canned hunting oder lebenslänglich im Zoo? Womit ich keinesfalls das Canned Hunting befürworten möchte. Das ist schlicht pervers. Psychisch und physisch völlig degenerierte Zombielöwen im Zoo zu halten, finde ich aber nicht wirklich besser.

Beste Grüße

Guido
Lothar
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Re: Trophäenjagd

Beitrag von Lothar »

Guido hat geschrieben:Das ist schlicht pervers. Psychisch und physisch völlig degenerierte Zombielöwen im Zoo zu halten, finde ich aber nicht wirklich besser.
... ich auch nicht !

ich finde weder Zoohaltung noch Zirkus - und am wenigsten "breeding for hunting" gut, aber wenn ich die drei Beispiele nach ethischen Gesichtpunkten bewerte, komme ich mit dem Zoo noch am allerbesten klar. Keinem verantwortungsvollen Zoodirektor wird die Entsorgung überzähliger Tiere leicht fallen, das ist beim südafrikanischen Züchter sicher anders, da gehört das anschließende Töten (Trophäenjagd) zum Geschäftsmodell.

Diesen Unterschied wollte ich herausstellen.

Gruss
Lothar

PS: Seit dem ich in Afrika echtes Wildlife gesehen habe, war ich nie wieder im Zoo, vorher schon ...
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