Regie: Srdjan Dragojevic
Serbien / Slowenien / Kroatien / Makedonien 2011 - 115 min.
Kinostart: 13.09.2012
Für die Lebensgefährten Mirko und Radmilo bedeutet ihre Homosexualität ständige Gefahr für Leib und Leben. Behörden haben Theaterregisseur Mirko Berufsverbot erteilt, weshalb er nun kitschige Hochzeiten organisiert, demnächst für Pearl, die Geliebte des reichen Kriegsveteranen Limun, einem ausgewiesenen Schwulenfeind. Mirko und Radmilo wollen die erste Gay-Pride-Parade in Belgrad organisieren und fädeln einen Deal mit dem Macho ein: Die Ausrichtung der Hochzeit gegen den Schutz vor Gewalttätern beim Marsch.
Die schwarze Komödie um Homophobie auf dem Balkan nimmt mit ihrer rustikalen Versöhnungs-Folklore für sich ein [...] In Anbetracht gesellschaftlicher Realitäten in (Süd)Osteuropa bis Russland, von den arabischen Ländern ganz zu schweigen, erhält die vermeintlich lockere Farce erhebliche Brisanz. In derart rückständigen Macho-Kulturen schlägt der Regenbogen-Fraktion blanker Hass entgegen: Der Terror in "Parada" ist den Nachrichten entnommen. Das ist so erschreckend, dass man froh sein kann, es nur als Komödie erleben zu müssen [...] "Parada" mag mit der Versöhnung ehemaliger Feinde und einem zaghaften moralischen Wandel eine dicke Message transportieren - ist aber ein Pamphlet, das tatsächlich wirkt und jeden seiner Festival-Preise redlich verdient hat ... mehr
Website mit Trailer und weiteren Infos:
Parada - Der Film
Regisseur Srdjan Dragojevic im Gespräch mit Spiegel am 14.02.2012
Gruß
Birgitt



