Von Äthiopien über Südsudan nach Uganda
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Joe Pichler
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Re: Von Äthiopien über Südsudan nach Uganda
Hallo Birgitt!
Danke, den Artikel habe ich schon gelesen. Ich bin mit einem Freund aus Addis unterwegs. Der versucht gerade Infos zu bekommen welches Permit wir da brauchen.
Bin auch schon sehr gespannt ob es funktionieren wird.
schöne Grüße
Joe
Danke, den Artikel habe ich schon gelesen. Ich bin mit einem Freund aus Addis unterwegs. Der versucht gerade Infos zu bekommen welches Permit wir da brauchen.
Bin auch schon sehr gespannt ob es funktionieren wird.
schöne Grüße
Joe
http://www.josef-pichler.at
der auf 2 Rädern die Welt bereist
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dietmar.peter
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Re: Von Äthiopien über Südsudan nach Uganda
Hallo,
danke Birgitt für Deinen wundervollen Bericht mit den wertvollen Hinweisen.
Nun weiß ich endlich, wo "Raad" liegt. Waren ja 2008 oben in Boma und erhielten von dem SPLA-Officer den Hinweis, daß man die Piste nach Raad fahren könne, nur der Akobo-River sei zu durchfahren, in der Regel mit knöcheltiefem Wasser.
(SPLA-Officer führen regelmäßig zu meetings nach Dima.
Auch 2009 und 2010 waren wir in Boma. Die 15 km zum Gate des Boma-Nationalpark gefahren.
Wollten dann aber nicht die Unwägbarkeiten der Weiterfahrt in Kauf nehmen:
1. kein offizieller Grenzübergang
2. katasprophaler Pistenzustand bei Regen (und in Boma gewittert es jan/feb fast an jedem zweiten Tag)
Gruß
dietmar
danke Birgitt für Deinen wundervollen Bericht mit den wertvollen Hinweisen.
Nun weiß ich endlich, wo "Raad" liegt. Waren ja 2008 oben in Boma und erhielten von dem SPLA-Officer den Hinweis, daß man die Piste nach Raad fahren könne, nur der Akobo-River sei zu durchfahren, in der Regel mit knöcheltiefem Wasser.
(SPLA-Officer führen regelmäßig zu meetings nach Dima.
Auch 2009 und 2010 waren wir in Boma. Die 15 km zum Gate des Boma-Nationalpark gefahren.
Wollten dann aber nicht die Unwägbarkeiten der Weiterfahrt in Kauf nehmen:
1. kein offizieller Grenzübergang
2. katasprophaler Pistenzustand bei Regen (und in Boma gewittert es jan/feb fast an jedem zweiten Tag)
Gruß
dietmar
Dietmar Peter
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Birgitt
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Äthiopien - Von Dima nach Tulgit
Von Dima aus gibt es zwei Möglichkeiten nach Kenia zu gelangen:
über Tulgit und Surma Kibbish -
oder über Maji und den Omo Nationalpark.
In beiden Fällen müssen wir die Berge mit ihren ca. 2.500 m hohen Pässen überwinden.
Die Maji-Strecke kennen wir -
für uns neue Pisten fahren wir immer sehr gerne, also nehmen wir an der entscheidenden Wegegabelung Kurs auf Tulgit ...
Die Piste ab Dima ist gut
Wir scheuchen ein paar Geier auf
die auf unserem Weg rumlungern und sich "wie die Geier" um ein Stück altes Fell zanken
Am Fuß der Berge ein kleines Rinnsaal
Und kurz darauf der erste Stress
Wir erreichen das Land der Surma und Mursi,
das Land der Tellerlippen.
Während ich so unbekümmert die Rindviecher fotografiere, bemerke ich nicht, dass zwischen den Tieren splitterfasernackte Hirten rumlaufen.
Es gibt ein unglaubliches Gekreische und Gekeifer, man will Geld für die Fotos ...
(bis Tulgit und Kibbish kommen regelmäßig Reisegruppen -
die Tribes wissen wie begehrt Fotos von ihnen sind)
über Tulgit und Surma Kibbish -
oder über Maji und den Omo Nationalpark.
In beiden Fällen müssen wir die Berge mit ihren ca. 2.500 m hohen Pässen überwinden.
Die Maji-Strecke kennen wir -
für uns neue Pisten fahren wir immer sehr gerne, also nehmen wir an der entscheidenden Wegegabelung Kurs auf Tulgit ...
Die Piste ab Dima ist gut
Wir scheuchen ein paar Geier auf
die auf unserem Weg rumlungern und sich "wie die Geier" um ein Stück altes Fell zanken
Am Fuß der Berge ein kleines Rinnsaal
Und kurz darauf der erste Stress
Wir erreichen das Land der Surma und Mursi,
das Land der Tellerlippen.
Während ich so unbekümmert die Rindviecher fotografiere, bemerke ich nicht, dass zwischen den Tieren splitterfasernackte Hirten rumlaufen.
Es gibt ein unglaubliches Gekreische und Gekeifer, man will Geld für die Fotos ...
(bis Tulgit und Kibbish kommen regelmäßig Reisegruppen -
die Tribes wissen wie begehrt Fotos von ihnen sind)
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Birgitt
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Äthiopien - Tulgit - Land der Tellerlippen
Steffen sei Dank, hatten wir die Koordinate von Tulgit. Die Richtung kannten wir, da wir ja den Kreuzungsbereich kannten, wo es links nach Maji und rechts nach Tulgit abzweigt. Wichtig für uns war die Entfernung dorthin. So konnten wir uns bereits mental auf das vorbereiten, was uns nun erwartet:
halbnackte Menschen in farbenfrohe Tücher gehüllt,
nackte Menschen, nur mit Perlenketten und Schmucknarben verziert,
nackte Männer mit Bodypainting, so dass man meint, sie wären bekleidet (absolut phantastisch!),
Männer mit Kalaschnikows und Frauen, die ihr eigenes Essgeschirr im Mund spazieren tragen
Es ist schon eine besonders schräge Mischung, die man hier oben in den Bergen präsentiert bekommt
Das Profil dieser Dame zeigt sehr eindrücklich, wie groß die Teller in den Lippen sein können!
Bei einem Durchmesser von 15 cm gilt man als äußerst begehrte Braut ...
Vielen Dank an dieser Stelle an Claudia und Hannes, die diese Strecke einige Wochen vor uns gefahren sind und uns diese Fotos fürs Forum zur Verfügung gestellt haben.
halbnackte Menschen in farbenfrohe Tücher gehüllt,
nackte Menschen, nur mit Perlenketten und Schmucknarben verziert,
nackte Männer mit Bodypainting, so dass man meint, sie wären bekleidet (absolut phantastisch!),
Männer mit Kalaschnikows und Frauen, die ihr eigenes Essgeschirr im Mund spazieren tragen
Es ist schon eine besonders schräge Mischung, die man hier oben in den Bergen präsentiert bekommt
Das Profil dieser Dame zeigt sehr eindrücklich, wie groß die Teller in den Lippen sein können!
Bei einem Durchmesser von 15 cm gilt man als äußerst begehrte Braut ...
Vielen Dank an dieser Stelle an Claudia und Hannes, die diese Strecke einige Wochen vor uns gefahren sind und uns diese Fotos fürs Forum zur Verfügung gestellt haben.
Re: Von Äthiopien über Südsudan nach Uganda
Hallo Birgitt, ein sehr schöner und weiterhin ausführlicher Bericht.Es freut mich, dass der Tipp mit Tulgit so gutgeklappt hat.
Ich schaffe es leider dieses Jahr nicht, wieder in diese Gegend zu fahren. Aber es freut mich ungemein neue Infos von dort zu bekommen.
Für Leute, welche auch offline einen Eindruck über die Ethnien von Nord- und Südwestäthiopen bekommen wollen, seien herzlich zu meinem Vortrag mit vielen vielen Bildern am nächsten Freitag in Berlin-Köpenick eingeladen.

Beste Grüße und allzeit frei Fahrt
Steffen
Ich schaffe es leider dieses Jahr nicht, wieder in diese Gegend zu fahren. Aber es freut mich ungemein neue Infos von dort zu bekommen.
Für Leute, welche auch offline einen Eindruck über die Ethnien von Nord- und Südwestäthiopen bekommen wollen, seien herzlich zu meinem Vortrag mit vielen vielen Bildern am nächsten Freitag in Berlin-Köpenick eingeladen.

Beste Grüße und allzeit frei Fahrt
Steffen
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Birgitt
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Äthiopien - Tulgit - Land der Surma und Mursi
Hallo Steffen,
schade, dass Berlin so weit weg von der Köln-/Bonner-Ecke ist. Deine Ankündigung macht Appetit auf den Vortrag!
Die Tulgit Koordinate war wirklich hilfreich, um die Entfernung etwas abschätzen zu können. Und auch die Infos von Claudia und Hannes, die wir in Addis getroffen hatten, waren sehr viel wert. Dadurch, dass sie nur wenige Wochen vor uns diese Strecke gefahren sind, waren wir ziemlich gut im Bilde und hatten für uns selber entschieden, weder in Tulgit noch in Surma Kibbish zu übernachten
Die Tellerlippen-Region ist für uns nicht neu (aber immer aufs neue faszinierend!), deshalb haben wir auch nicht den Druck, Fotos zu machen. Wie schon erwähnt, reagieren die Tribes öfters etwas stressig, wenn sie eine Kamera sehen. Nicht, weil sie Angst davor haben, sondern weil sie ihr Geschäft wittern. Sie lassen sich den Anblick bzw. das Fotografieren ihres auffallenden Äußeren bezahlen.
Als wir Tulgit erreichen, stellen wir das Auto auf dem "Marktplatz" ab. Es dauert nur Bruchteile von Sekunden, bis wir von diesen Menschen umringt sind. Der besondere Clou: heute ist Weiberfastnacht im Rheinland, wie passend
Fordernd schauen sie uns an. Als sie merken, dass wir nicht fotografieren wollen, sondern Infos über die Gegend brauchen, wird die Stimmung schlagartig anders, regelrecht freundschaftlich. Ein paar Männer zeigen mir ganz stolz ihr Bodypainting - ich bin begeistert. Es kribbelt mich schon in den Fingern, die Kamera zu holen. Aber ich möchte die gute Stimmung nicht kaputt machen wegen ein paar Fotos.
Mir fällt auf, dass nicht mehr alle jungen Männer die traditionellen Tücher auf nackter Haut tragen, einige von ihnen tragen moderne T-Shirts unter den Tüchern. Und auch einige der jungen Mädchen haben ihre Lippen intakt und "gesund". Ich beobachte das mit etwas Wehmut. Die Zeit steht nicht still, auch hier wird die Moderne Einzug halten. Je mehr Touristen und Reisende in dieses Gebiet kommen, um so mehr moderne Waren kommen in die Region. Und je mehr Straßen erschlossen werden, um so einfacher geht das. Die jungen Menschen bemerken ihr "Anderssein" sehr wohl. Sie fühlen sich heimisch im eigenen Dorf, aber wenn sie nur schon zu Fuß halbnackt durch Dima - für sie die nächste größere Versorgungsmöglichkeit - laufen, spüren sie auch, dass sie von ihren eigenen Landsleuten belächelt werden. Vielleicht ein Grund, warum sie ihren Kindern die Teller in den Lippen ersparen wollen ...
Und ganz ehrlich:
möchtet ihr so aussehen im Alter? Mit hängender verdrehter Unterlippe?
Schön ist etwas anderes, oder?
Ganz abgesehen davon, dass auch eine Nahrungsaufnahme nicht ganz einfach sein dürfte.
schade, dass Berlin so weit weg von der Köln-/Bonner-Ecke ist. Deine Ankündigung macht Appetit auf den Vortrag!
Die Tulgit Koordinate war wirklich hilfreich, um die Entfernung etwas abschätzen zu können. Und auch die Infos von Claudia und Hannes, die wir in Addis getroffen hatten, waren sehr viel wert. Dadurch, dass sie nur wenige Wochen vor uns diese Strecke gefahren sind, waren wir ziemlich gut im Bilde und hatten für uns selber entschieden, weder in Tulgit noch in Surma Kibbish zu übernachten
Die Tellerlippen-Region ist für uns nicht neu (aber immer aufs neue faszinierend!), deshalb haben wir auch nicht den Druck, Fotos zu machen. Wie schon erwähnt, reagieren die Tribes öfters etwas stressig, wenn sie eine Kamera sehen. Nicht, weil sie Angst davor haben, sondern weil sie ihr Geschäft wittern. Sie lassen sich den Anblick bzw. das Fotografieren ihres auffallenden Äußeren bezahlen.
Als wir Tulgit erreichen, stellen wir das Auto auf dem "Marktplatz" ab. Es dauert nur Bruchteile von Sekunden, bis wir von diesen Menschen umringt sind. Der besondere Clou: heute ist Weiberfastnacht im Rheinland, wie passend
Fordernd schauen sie uns an. Als sie merken, dass wir nicht fotografieren wollen, sondern Infos über die Gegend brauchen, wird die Stimmung schlagartig anders, regelrecht freundschaftlich. Ein paar Männer zeigen mir ganz stolz ihr Bodypainting - ich bin begeistert. Es kribbelt mich schon in den Fingern, die Kamera zu holen. Aber ich möchte die gute Stimmung nicht kaputt machen wegen ein paar Fotos.
Mir fällt auf, dass nicht mehr alle jungen Männer die traditionellen Tücher auf nackter Haut tragen, einige von ihnen tragen moderne T-Shirts unter den Tüchern. Und auch einige der jungen Mädchen haben ihre Lippen intakt und "gesund". Ich beobachte das mit etwas Wehmut. Die Zeit steht nicht still, auch hier wird die Moderne Einzug halten. Je mehr Touristen und Reisende in dieses Gebiet kommen, um so mehr moderne Waren kommen in die Region. Und je mehr Straßen erschlossen werden, um so einfacher geht das. Die jungen Menschen bemerken ihr "Anderssein" sehr wohl. Sie fühlen sich heimisch im eigenen Dorf, aber wenn sie nur schon zu Fuß halbnackt durch Dima - für sie die nächste größere Versorgungsmöglichkeit - laufen, spüren sie auch, dass sie von ihren eigenen Landsleuten belächelt werden. Vielleicht ein Grund, warum sie ihren Kindern die Teller in den Lippen ersparen wollen ...
Und ganz ehrlich:
möchtet ihr so aussehen im Alter? Mit hängender verdrehter Unterlippe?
Schön ist etwas anderes, oder?
Ganz abgesehen davon, dass auch eine Nahrungsaufnahme nicht ganz einfach sein dürfte.
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Äthiopien - Von Tulgit über Surma Kibbish nach Kenia
Einige der jungen Männer sprechen recht gut englisch und erklären uns, wie wir am besten und einfachsten die Piste nach Kenia finden. Wir sind ihnen dankbar, ihre Angaben sind sehr präzise und wir finden die entscheidenden Wegegabelungen später sofort.
Wir verabschieden uns und machen uns auf den Weg ...
Steil geht es hinauf auf den Pass -
und hier schauen wir bereits hinunter ins Kibbish-Tal, dort verläuft unsere Piste
Die Piste ist recht gut
Einige Kilometer südlich von Surma Kibbish holt uns die Dämmerung ein -
wir suchen uns ein schönes Plätzchen und beenden den Tag
Sonnenuntergang hinter den Bergen von Südsudan
Wir verabschieden uns und machen uns auf den Weg ...
Steil geht es hinauf auf den Pass -
und hier schauen wir bereits hinunter ins Kibbish-Tal, dort verläuft unsere Piste
Die Piste ist recht gut
Einige Kilometer südlich von Surma Kibbish holt uns die Dämmerung ein -
wir suchen uns ein schönes Plätzchen und beenden den Tag
Sonnenuntergang hinter den Bergen von Südsudan
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Birgitt
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Äthiopien - Von Surma Kibbish über Bume nach Kibbish Kenya
Wir schlafen unruhig in dieser Nacht -
es ist Vollmond, und die "Tellerlippen" nutzen das fahle Mondlicht und die Kühle der Nacht für ihre langen Wanderungen ins nächste Dorf. Wir hören ihre Schritte und Stimmen nahen und sich wieder entfernen ...
Wir stehen nicht allzu weit vom Pistenrand entfernt, aber dennoch bleiben wir unbemerkt. Das dunkle Grün unseres Wagens geht unter in den Grautönen der Nacht. Und das ist gut so, ich habe keine Lust auf "Geisterstunde"
Das erste Licht des neuen Tages ist erwacht -
aus unserem Dachzelt schweift unser Blick über das Kibbish Valley
Gemächlich fahren wir hinab ins Tal ...
... queren ab und zu kleine Bachläufe
Was ein riesiges, einsames und von unserer Zivilisation nahezu unberührtes Gebiet!
Ganz selten sehen wir einen Jäger, der seine AK 47 geschultert hat, am Wegesrand
Fast unmerklich verändert sich die Vegetation ...
... ich bemerke die ersten Flaschenbäume, die so typisch für Turkanaland / Nordkenia sind und mit ihren pinkfarbenen Blüten bunte Akzente in die Landschaft malen
Störche -
zu dutzenden stehen sie hier auf einer abgeflemmten Fläche und zerwühlen mit ihrem langen Schnabel das Erdreich
Die Landschaft ist in ihrer Kargheit wirklich atemberaubend schön !
Black Cotton Soil !
Wir erreichen die Schwemmebenen des Omo-Valley -
jetzt, in der Trockenzeit, sind die Pisten überhaupt kein Problem. Aber wehe, die ersten Regentropfen fallen. Naglwitz hat ja am eigenen Leib erfahren wie es dann hier in der Gegend ist ...
Die nächste "Sauerei"
FeschFesch ! Auch ganz toll. Darüber haben wir vor drei Jahren schon geflucht
Wir wissen jetzt, dass wir nur noch wenige km haben, bis wir die kenianische Grenze erreichen
es ist Vollmond, und die "Tellerlippen" nutzen das fahle Mondlicht und die Kühle der Nacht für ihre langen Wanderungen ins nächste Dorf. Wir hören ihre Schritte und Stimmen nahen und sich wieder entfernen ...
Wir stehen nicht allzu weit vom Pistenrand entfernt, aber dennoch bleiben wir unbemerkt. Das dunkle Grün unseres Wagens geht unter in den Grautönen der Nacht. Und das ist gut so, ich habe keine Lust auf "Geisterstunde"
Das erste Licht des neuen Tages ist erwacht -
aus unserem Dachzelt schweift unser Blick über das Kibbish Valley
Gemächlich fahren wir hinab ins Tal ...
... queren ab und zu kleine Bachläufe
Was ein riesiges, einsames und von unserer Zivilisation nahezu unberührtes Gebiet!
Ganz selten sehen wir einen Jäger, der seine AK 47 geschultert hat, am Wegesrand
Fast unmerklich verändert sich die Vegetation ...
... ich bemerke die ersten Flaschenbäume, die so typisch für Turkanaland / Nordkenia sind und mit ihren pinkfarbenen Blüten bunte Akzente in die Landschaft malen
Störche -
zu dutzenden stehen sie hier auf einer abgeflemmten Fläche und zerwühlen mit ihrem langen Schnabel das Erdreich
Die Landschaft ist in ihrer Kargheit wirklich atemberaubend schön !
Black Cotton Soil !
Wir erreichen die Schwemmebenen des Omo-Valley -
jetzt, in der Trockenzeit, sind die Pisten überhaupt kein Problem. Aber wehe, die ersten Regentropfen fallen. Naglwitz hat ja am eigenen Leib erfahren wie es dann hier in der Gegend ist ...
Die nächste "Sauerei"
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Birgitt
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Kenia - Polizeistation Kibbish Kenya / Grenze zu Äthiopien
Wir sind in Kenia !
Die ausgeblichene Flagge flattert im Dunst ...
Die Polizeistation in Kibbish Kenya wundert sich etwas, wo wir herkommen, heißt uns aber herzlich willkommen
Auch eine Turkana-Lady schüttelt uns zur Begrüßung die Hand. Sie hat mind. 3 kg an Ketten um den Hals auf den Schultern aufliegen. Die Turkana erhalten die ersten Ketten als junges Mädchen, und es werden immer mehr mit den Jahren. Sie tragen die Ketten mit Stolz, trotz des Gewichts! Und sie tragen sie permanent ...
Die ausgeblichene Flagge flattert im Dunst ...
Die Polizeistation in Kibbish Kenya wundert sich etwas, wo wir herkommen, heißt uns aber herzlich willkommen
Auch eine Turkana-Lady schüttelt uns zur Begrüßung die Hand. Sie hat mind. 3 kg an Ketten um den Hals auf den Schultern aufliegen. Die Turkana erhalten die ersten Ketten als junges Mädchen, und es werden immer mehr mit den Jahren. Sie tragen die Ketten mit Stolz, trotz des Gewichts! Und sie tragen sie permanent ...
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Kenia - Von Kibbish Kenya über Kaikol Richtung A1 Lodwar
Von hier sind es zwei Fahrtage bis Lokkichoggio, d.h. bis zur Grenze Südsudan. Wir müssen zunächst die Asphaltstraße, die von Lodwar nach Lokki führt, erreichen.
Es gibt zwei Möglichkeiten, links oder rechts um die Berge herum
Die Strecke "linksherum", d.h. die östliche Piste über Kokoro (Kokuro) kennen wir. Also probieren wir diesmal die westliche Piste über Kaikol (Kaikor) und Nakapelewoi. Anfangs bestimmen Termitenhügel die staubige Landschaft mit ihren Feschfesch-Pisten
Am Fuß der Berge wird die Piste steiniger
und Flaschenbäume zaubern mit ihren pinkfarbenen Blüten wieder einen herrlichen Kontrast zu dem tiefschwarzen Gestein
Eine Quelle bildet einen kleinen See. Wir scheuchen Hunderte Vögel auf
Damit das Quellwasser nicht verunreinigt wird, ist die eigentliche Quelle ummauert. Das Vieh nutzt den See als Tränke ...
... und die Frauen der Umgebung die Quelle als Brunnen. Geschickt balancieren sie ihre Kanister auf ihren Köpfen
Dieses Turkana-Mädchen traut sich zu uns. Sie ist neugierig auf Mr. & Mrs. Mzungu
Es gibt zwei Möglichkeiten, links oder rechts um die Berge herum
Am Fuß der Berge wird die Piste steiniger
und Flaschenbäume zaubern mit ihren pinkfarbenen Blüten wieder einen herrlichen Kontrast zu dem tiefschwarzen Gestein
Eine Quelle bildet einen kleinen See. Wir scheuchen Hunderte Vögel auf
Damit das Quellwasser nicht verunreinigt wird, ist die eigentliche Quelle ummauert. Das Vieh nutzt den See als Tränke ...
... und die Frauen der Umgebung die Quelle als Brunnen. Geschickt balancieren sie ihre Kanister auf ihren Köpfen
Dieses Turkana-Mädchen traut sich zu uns. Sie ist neugierig auf Mr. & Mrs. Mzungu
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Birgitt
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Von Kibbish Kenya über Nakapelewoi nach Lokichoggio
Wir queren den ersten Bergzug und haben von oben einen tollen Blick zurück in die Ebene
Brunnen unterwegs
In einem kleinen trockenen Flussbett finden wir einen traumhaft ruhigen Platz für die Nacht. Wir schlafen so entspannt dort, dass wir erst erwachen, als die Sonne schon hoch am Himmel steht. Es ist 11 Uhr am späten Vormittag
Die herrlich blühenden Sträucher, die man hier im Norden Kenias sehr oft antrifft, erinnern mich an die Sträucher, die ich im Oman und auch teilweise in der Sahara gesehen habe. Es müsste sich hier um die Calotropis handeln.
Und noch etwas lässt für einen kleinen Moment Sahara-Stimmung aufkommen -
das Wüstenschiff
... im Norden Kenias weit verbreitet
Turkana-Siedlung
Typische Turkana-Hütte
"Moderne" Turkana Hütte mit USAid-Dach -
neben Oxfam ist USAid mit Entwicklungshilfe sehr präsent in der Region. Die leeren Kartons der Hilfsorganisation (teilweise auch ihre Plastikfolien) mit ihrem großen USAid-Aufdruck zieren als Dachschindeln die Hütten. Dadurch dass die Kartonagen durch Wind und Wetter schnell auf den Dächern zerfleddern, wirken die kleinen Turkana-Siedlungen hier auf der Strecke ein wenig wie Flüchtlingslager ...
Latrine, erbaut von NGOs -
neben Latrinen werden hier in der Gegend Schulen und auch Windräder errichtet
Zum letzten Mal geht es durch die Berge
Dann haben wir den Blick frei, die Piste weitet sich ...
... und wir erreichen den Asphalt und die A1
Brunnen unterwegs
In einem kleinen trockenen Flussbett finden wir einen traumhaft ruhigen Platz für die Nacht. Wir schlafen so entspannt dort, dass wir erst erwachen, als die Sonne schon hoch am Himmel steht. Es ist 11 Uhr am späten Vormittag
Die herrlich blühenden Sträucher, die man hier im Norden Kenias sehr oft antrifft, erinnern mich an die Sträucher, die ich im Oman und auch teilweise in der Sahara gesehen habe. Es müsste sich hier um die Calotropis handeln.
Und noch etwas lässt für einen kleinen Moment Sahara-Stimmung aufkommen -
das Wüstenschiff
... im Norden Kenias weit verbreitet
Turkana-Siedlung
Typische Turkana-Hütte
"Moderne" Turkana Hütte mit USAid-Dach -
neben Oxfam ist USAid mit Entwicklungshilfe sehr präsent in der Region. Die leeren Kartons der Hilfsorganisation (teilweise auch ihre Plastikfolien) mit ihrem großen USAid-Aufdruck zieren als Dachschindeln die Hütten. Dadurch dass die Kartonagen durch Wind und Wetter schnell auf den Dächern zerfleddern, wirken die kleinen Turkana-Siedlungen hier auf der Strecke ein wenig wie Flüchtlingslager ...
Latrine, erbaut von NGOs -
neben Latrinen werden hier in der Gegend Schulen und auch Windräder errichtet
Zum letzten Mal geht es durch die Berge
Dann haben wir den Blick frei, die Piste weitet sich ...
... und wir erreichen den Asphalt und die A1
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Birgitt
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- Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
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Kenia - Unterwegs in Lokichoggio
Auf dem Teilstück bis Kakuma zeigt die Asphaltstraße schon erste "Ausfallerscheinungen" -
die ersten Schlaglöcher sind nicht zu übersehen
Ab Kakuma ist der Asphalt dann in gutem Zustand
Lokichoggio erreichen wir am Ende des Tages. Wir suchen uns gar nicht lange eine Bleibe, sondern fahren zielstrebig zur Polizeistation (N04°12.375' E34°20.956'). Die netten Officer in Kibbish Kenya hatten uns ein "Empfehlungsschreiben" mitgegeben und wir sind hier auf dem Polizeiposten in Lokki herzlich willkommen, auf ihrem Gelände zu campen. Von dort können wir bequem zu Fuß in die Stadt, abends noch etwas essen und trinken gehen, am nächsten Morgen noch ein paar Besorgungen machen.
Unterwegs in Loki
Junge Turkana-Frau
Alles wird auf dem Kopf balanciert -
hier die Tasse fürs Baby
und dort die schweren Säcke mit Holzkohle - sensationell !
Dieser Junge fordert mich auf, sein Huhn zu kaufen -
aber was soll ich mit einem Huhn?
die ersten Schlaglöcher sind nicht zu übersehen
Ab Kakuma ist der Asphalt dann in gutem Zustand
Lokichoggio erreichen wir am Ende des Tages. Wir suchen uns gar nicht lange eine Bleibe, sondern fahren zielstrebig zur Polizeistation (N04°12.375' E34°20.956'). Die netten Officer in Kibbish Kenya hatten uns ein "Empfehlungsschreiben" mitgegeben und wir sind hier auf dem Polizeiposten in Lokki herzlich willkommen, auf ihrem Gelände zu campen. Von dort können wir bequem zu Fuß in die Stadt, abends noch etwas essen und trinken gehen, am nächsten Morgen noch ein paar Besorgungen machen.
Unterwegs in Loki
Junge Turkana-Frau
Alles wird auf dem Kopf balanciert -
hier die Tasse fürs Baby
und dort die schweren Säcke mit Holzkohle - sensationell !
Dieser Junge fordert mich auf, sein Huhn zu kaufen -
aber was soll ich mit einem Huhn?
Re: Von Äthiopien über Südsudan nach Uganda
Hallo Birgitt
Gruss Turi
Das was alle tun, entweder das Huhn oder dessen Eier essenDieser Junge fordert mich auf, sein Huhn zu kaufen -
aber was soll ich mit einem Huhn?
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
- Achim Vogt
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Re: Von Äthiopien über Südsudan nach Uganda
Liebe Birgitt,
ständig machst Du einem den Mund wässrig - und immer muss der Mensch sich dann in Geduld üben, weil sich die Berichte dramaturgisch über ein halbes Jahr erstrecken ...
Gut zu wissen, dass Eure nächste Reise "droht" und die Kapitel über den Südsudan und Uganda also nicht mehr so lange auf sich warten lassen werden
Viele Grüße
Achim
ständig machst Du einem den Mund wässrig - und immer muss der Mensch sich dann in Geduld üben, weil sich die Berichte dramaturgisch über ein halbes Jahr erstrecken ...
Viele Grüße
Achim
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Birgitt
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Re: Von Äthiopien über Südsudan nach Uganda
Lieber Achim,
und ich dachte, ich mache dir den Mund wässrig mit dem Huhn !!!
Auf Uganda brauchst du nicht zu warten - diesmal hatte ich das ganze von hinten aufgerollt
Uganda ist also schon lange "abgearbeitet", siehe
hier. Jetzt kommt noch etwas Südsudan ... und dann kann ich mir wieder ein paar Monate Zeit lassen mit dem nächsten Reisebericht
Gruß
Birgitt
und ich dachte, ich mache dir den Mund wässrig mit dem Huhn !!!
Auf Uganda brauchst du nicht zu warten - diesmal hatte ich das ganze von hinten aufgerollt
Gruß
Birgitt




