Habe gestern ein Mail, von Freunden, denen ich ein paar Tips für Tunesien mit auf den Weg gegeben habe, erhalten.
Die sind soeben von Tunesien zurückgekommen.
Hier ein Ausschnitt:
Die Lage im Lande war ruhig, wobei wir zu einem späteren Zeitpunkt in einer Zeitung brennende Strassensperren in Ben Guerdane sahen, eine Stadt kurz vor Libyen, welche wir auch als vermeintlich ruhig besucht hatten. Das Militär war freundlich, bestimmt und korrekt. Die Wegbeschreibungen passten und alle Hinweise folgerichtig. Ganz im Gegensatz zur Gendarmerie und Polizei. Das waren eher Taugenichtse, genau wie die Zollbeamten (?), welche gerne bestochen werden wollten. Wir fuhren nach Süden und übernachteten im Hotel Jasmin in Nabeul, ein wirklich kluger Tip, dort mit dem Hund abzusteigen. Das war auch unser Abschlusspunkt der Reise, den wir sehr liebgewonnen haben. Ich denke, das nächste mal werden wir wieder dort nächtigen.
Weiter gings nach Süden, Gafsa,
Gabes, zur Mareth-Linie, wo wir einen wunderbaren Nachtplatz fanden. Der nächste Tag wurde dann mir einer langen Etappe gespickt (Ben Guerdane, eingegrabene Panzer mit Kanonen gegen Libyen gerichtet und Kontrollen, hintenrum nach Remada, eine wirklich lohnenswerte problemfreie Piste).
Im folgenden über Bir Amir nach Ksar Ghilane diretissima, wo wir wieder im Sand übernachteten. Dort war es auch sehr kalt, Lara kuschelte sich beständig im Vorzelt an unsere Körper, damit sie etwas mehr Wäärme empfing. Danach stand Douz in wohlbekannter Manier auf dem Programm, es gab diesmal sogar Freundschaftsringe aus Silber!
Ein wunderbar vom Göttler
beschriebener Routenabschnitt führte uns über die Ebene nördlich von Douz (Kebili) übers Chott, den Halfaya Pass direkt in die Ebene von Sidi Mansour. Es war wirlich abenteuerlich, aber Göttler hatte in seinem DuMont Führer Schönes beschrieben. Bin froh,dass ich diesen Führer habe.
Als nächstes Ziel war dann die Rommelpiste südlich von Redeyef geplant. Hier allerdings schein die Bevölkerung etwas unruhig, was uns von verscheidenen Seiten immer wieder vorgewarnt wurde. Offensichtlich ist hier die grosse Freiheit und Wohlstand noch nicht ausgebrochen, die Forderungen nach viel Geld mit weniger Arbeit führte aber nur zu Betreibsschliessungen und Arbeitslosigkeit (wie damals im Osten bei uns....) Der Phosphathandel ist wohl total eingebrochen.
Schleisslich versuchten wir direkt an der algerischen Grenze nach Norden uns durchzuschlagen, was uns auch gelang, jedoch häufig von Militär- und Polizeikontrollen unterbrochen wurde.
Kennt Ihr den Jebel Jughurtha?? ein
wunderbarer Tafelberg, direkt an der algerischen Grenze. Herrliches Wetter und schöne Aussichten von dort oben.
Lohnenswert!!
Danach ging es direkt mit Zwischenhalt bei Dougga nach Nabeul, wo wir zwei letzte schöne Urlaubstage- und Nächte verbrachten.
Danke herzlich nochmals für Deine Tips
ich denke, Kommentar überflüssig!
und wenn ich hier was von mir gebe ist das auch nicht vom hörensagen oder der Presse sondern meine eigenen Erfahrungen in den letzten Jahren.
Sicher besteht immer ein Restrisiko, aber das hier zu diskutieren ist zu mühselig.
Ich kann nur eins sagen, demjenigen dem speziell die Magrebstaaten bzw. deren Bevölkerung und deren Landschaft auch nur ein wenig am Herzen liegt, der lässt sich von den ganzen negativen Meldungen nicht beeinflussen.
Demjenigen der jedoch diese Staaten mit ihrer Bevölkerung nur als einfach zu erreichendes Urlaubsziel, möglichst noch mit all inclusive Service anschaut, der sollte besser einen Pauschalflug nach Florida buchen, dort scheint auch die Sonne.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!