Unsere grosse Reise Teil 5
Auf in den Norden, ein wenig der Wärme entfliehen und dann langsam Richtung Rabat, das Mauretanienvisa holen.
Die letzten 2 Tage Gewitter in Taliouine , wir verlassen den schönen Campinplatz, den wir ganz für uns alleine hatten Richtung Agouim auf extrem schlechter Piste, dafür auf eine Hochebene mit grünen Vertiefungen darin, die teilweise mit Wasser gefüllt waren.
Hier gab es nicht nur Schafe sondern auch grosse Pferdeherden auf den feuchten Weiden.
Absolute Stille in der Nacht, nicht mal das Gekläffe der in Marokko allgegenwärtigen Hunde.
Weiter über Marrakech (eigentlich wollten wir Bier kaufen, doch über den ganzen Rammadan sind die Alkoholgestelle leer, nur Katzenfutter in Grossportionen stattdessen im Regal)
Was soll’s geht auch ohne Bier, muss ja!!
Auch wenn der Rammadan fertig ist, muss man nicht meinen es gibt gleich ein Bier!
Erst mal wird das Ende gefeiert und das kann Tage dauern, uns konnte niemand sagen wann es mal wieder was anständiges zu trinken gibt.
El-Kelaa-des Sraaghna, Kasba Tadla und Khenifra hinter uns gelassen, zog es uns wieder in die Einsamkeit.
Zuerst noch die I’oum er Rbia Quellen anschauen, war lohnenswert.
Da im Rammadan keiner Geschäfte machen soll/darf, waren die Verkaufsstände geschlossen und wir konnten uns in Ruhe die Quellen anschauen.
Da sind verschiedene Quellen, die zu unserem Erstaunen, sehr viel Wasser führten, ein paar Quellen führen Süsswasser und die weiter unten Salzwasser, das dann gemeinsam einen beträchtlichen Fluss bilden.
Absolut sehenswert (in der Zeit des Rammadan), wie auch noch einiges Andere, man wird in der Zeit extrem wenig belästigt, schon fast beängstigend.
Zum Wasser, es ist erstaunlich wieviel Wasser in Marokko auch im Sommer fliesst,
leider bietet es selten die Möglichkeit darin zu baden.
Hier hat man die Angewohnheit seinen Abfall, sofern ein Wadi oder Flusslauf in der Nähe ist, einfach an den Rand zu werfen, der nächste Regen,die Tiere und der Wind tun dann den Rest um dass das meiste Wasser nicht zum Bade einlädt.
In den Zedernwälern um Azrou fanden wir dann wieder die absolute Ruhe.
Da kann man hunderte von Km Piste fahren und sieht, ausser den Hirten, niemanden, sofern man den Rummel um die Affen an der Hauptstrasse vor Azrou meidet.
Allerdings kann man, sofern man genügend Geduld hat und im Wald nicht all zu viel Lärm macht, ganze Affenhorden beobachten, man sollte sich dann allerdings auf ein paar Tage Ruhepause mit Lager im Wald einrichten.
Es hat grosse Waldlichtungen und die Standplätze sind sehr schön.
Das man sich überwiegend auf einer Höhe von 1700 bis 2050 Meter bewegt ist die Themperatur auch im Sommer sehr angenehm.
Über Fes, Mecknes ging es wieder mal Richtung Rabat, die Übernachtung im grössten zusammenhängenden Waldgebiet von Marokko, Forèt de la Maamora, war nicht so ein Erfolg.
Die Leute in der Gegend sind nicht gar so freundlich und machen mit einer bekannten Handbewegung einem darauf aufmerksam, dass man nicht erwünscht ist.
Die nächste Nacht vor der mauretanischen Botschaft war auch nicht der Hit, ist zwar eine Nebenstrasse, wenn aber auch nur alle halbe Stunde ein Moped vorbeibraust fällt man fast aus dem Bett, manchmal hätten unsere europäischen Lärmvorschriften hier einen Vorteil.
Am Morgen erst mal 2 STd. anstehen um das Formular und die 680 DH abgeben zu dürfen und am Abend nochmal gleich lang anstehen um den Pass mit dem Visa wieder zu erhalten.
Vorteil, wer eine Frau dabei hat, für die gibt es eine Überholspur, die Ladys haben hier mal bevorzugte Behandlung.
Dazwischen einkaufen, ganz in der Nähe hat es einen Supermarkt und der verkauft sogar….. Bier.
Nun aber raus aus der Stadt bis Mohammedia, kurz vor Casablanca auf den Camping Ocean Blue, ist nicht so der Hit.
Alles ein wenig vergammelt, dafür hatte es praktisch keine Gäste.
Am nächsten Tag, am Meer hält uns nichts, weiter zum Camping Paradies Nomade vor Agadir,
ein kleiner aber sehr feiner Platz , der zu einem vernünftigen Preis (75 DH) ansprechenden Luxus mit Pool bietet.
Auf der Weiterfahrt in den Süden sind wir nun im Fort Bou-Jerif angekommen.
Ein riesiger Camping mit Pool, Möglichkeiten zum wandern und off-roaden , das Fort aus den 40er Jahren des letzen Jahrhunderts besichtigen und…. kühles Wetter geniessen.
Hier schläft man gut, am Tag ein angenehmer kühler Wind bei 28-30 Grad.
So, das war’s für dieses Mal, jetzt geht’s in den Pool und morgen weiter zum Plage Plage.
Die Fotos wieder wie üblich in loser Reihenfolge, hätte jemand eine Frage, ab und zu sind wir mal wieder online.
Grüsse aus dem traumhaften Marokko
Turi und Stina

Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!