Iran mit dem Fahrrad - Tipps gesucht
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Iran mit dem Fahrrad - Tipps gesucht
Hi
Ich bin ein erfahrener Rucksackreisender, m, 37jahre alt und möchte dieses Jahr endlich einmal den Iran besuchen. Dieses Land steht schon seit längerer Zeit ganz weit oben auf meiner Reiseliste. Bisher war ich vor allem in Lateinamerika unterwegs, aber ich war auch schon in der Türkei (nicht zum baden), in Afrika und letztes Jahr in Myanmar. Dieses Jahr soll es nun der Iran werden und das zum erstem Mal mit dem Fahrrad. Wahrscheinlich nehme ich dieses Ziel mit ein zwei Freunden in Angriff, die bereits sehr viel Erfahrung mit Fahrradferien haben. Der Zeitraum habe ich auch bereits grob abgesteckt: Es sollen 4Wochen werden im Zeitraum Mitte August bis Ende September.
Da ich das Land noch gar nicht kenne zuerst einmal ein paar Grundsätzliche Fragen:
Welche Regionen kommen in diesem Zeitraum überhaupt in Frage? Ich bin ja recht Hitzeresistent aber bei über 40°C wird es auch mir dann zu heiss. Gibt es irgendwelches gutes Kartenmaterial, ist der Iran überhaupt geeignet um mit dem Fahrrad zu bereisen und wie sieht es mit campieren aus?
Mit welchen Preisen muss man im Iran rechnen (mir spielt das nicht so eine Rolle, aber meinen Freunden schon eher, die haben nicht so ein grosses Budget)
Für erste Anhaltspunkte bin ich natürlich dankbar.
Liebe Grüsse
DonDomi
Ich bin ein erfahrener Rucksackreisender, m, 37jahre alt und möchte dieses Jahr endlich einmal den Iran besuchen. Dieses Land steht schon seit längerer Zeit ganz weit oben auf meiner Reiseliste. Bisher war ich vor allem in Lateinamerika unterwegs, aber ich war auch schon in der Türkei (nicht zum baden), in Afrika und letztes Jahr in Myanmar. Dieses Jahr soll es nun der Iran werden und das zum erstem Mal mit dem Fahrrad. Wahrscheinlich nehme ich dieses Ziel mit ein zwei Freunden in Angriff, die bereits sehr viel Erfahrung mit Fahrradferien haben. Der Zeitraum habe ich auch bereits grob abgesteckt: Es sollen 4Wochen werden im Zeitraum Mitte August bis Ende September.
Da ich das Land noch gar nicht kenne zuerst einmal ein paar Grundsätzliche Fragen:
Welche Regionen kommen in diesem Zeitraum überhaupt in Frage? Ich bin ja recht Hitzeresistent aber bei über 40°C wird es auch mir dann zu heiss. Gibt es irgendwelches gutes Kartenmaterial, ist der Iran überhaupt geeignet um mit dem Fahrrad zu bereisen und wie sieht es mit campieren aus?
Mit welchen Preisen muss man im Iran rechnen (mir spielt das nicht so eine Rolle, aber meinen Freunden schon eher, die haben nicht so ein grosses Budget)
Für erste Anhaltspunkte bin ich natürlich dankbar.
Liebe Grüsse
DonDomi
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Ralf Kiefer
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Re: Iran mit dem Fahrrad
Bereits bei der letzten Frage zur Reisezeit für den Iran kamen wir zu einem eindeutigen Ergebnis, schau Dir diese Diskussion an: "Iran in 4 Wochen - Schnapsidee oder reel?"DonDomi hat geschrieben:Wahrscheinlich nehme ich dieses Ziel mit ein zwei Freunden in Angriff, die bereits sehr viel Erfahrung mit Fahrradferien haben. Der Zeitraum habe ich auch bereits grob abgesteckt: Es sollen 4Wochen werden im Zeitraum Mitte August bis Ende September.
IMHO genau nur die Berge im Norden, also das Elburs-Gebirge (oder Alborz, je nach Transkription) und die nordwestliche Ecke des Landes.DonDomi hat geschrieben: Welche Regionen kommen in diesem Zeitraum überhaupt in Frage? Ich bin ja recht Hitzeresistent aber bei über 40°C wird es auch mir dann zu heiss.
Kartenmaterialqualität wie in Deutschland oder Frankreich kannst Du keinesfalls erwarten. Die Zielgruppe sind typischerweise Motorfahrzeugreisende. Nimm Dir das Kartenmaterial von hier aus mit! Das kannst Du hier recht bequem mit Google Earth abgleichen.DonDomi hat geschrieben: Gibt es irgendwelches gutes Kartenmaterial, ist der Iran überhaupt geeignet um mit dem Fahrrad zu bereisen und wie sieht es mit campieren aus?
Wild campen geht häufig genug. Vorsicht ist bei Militär und Anlagen mit Bezug zur Nukleartechik geboten. Da sind die sehr empfindlich. Wenn Dich das näher interessiert, dann kann ich Dir ein paar Koordinaten schicken, die man besser meidet.
Tendentiell preisgünstig. Wie sich allerdings der Wechselkurs mittelfristig entwickeln wird, ist schwer vorherzusagen. Was immer teuer ist, sind Anlagen für Touristen aus dem Westen. Nicht zu vergessen die differenzierten Eintrittpreise für Einheimische und Ausländer bei Sehenswürdigkeiten und in Museen.DonDomi hat geschrieben: Mit welchen Preisen muss man im Iran rechnen (mir spielt das nicht so eine Rolle, aber meinen Freunden schon eher, die haben nicht so ein grosses Budget)
Mit Fahrrad nimm April oder Oktober, je nach Ziel mit leichter Abweichung. Die haben im Gegensatz zu Mitteleuropa je nach Gegend "richtige" Winter und "richtige" Sommer. Bei unserer Reise im Mai bis Anfang Juni hatten wir von wg. Schnee gesperrten Pässen bis zu deutlich über 40Grad im Süden.
Für eine Reise mit dem Fahrrad würde ich sowieso entweder den Nordwesten des Landes empfehlen, also von Täbriz ausgehend, oder den Nordosten grob zwischen Teheran und Mashhad inkl. Küste des Kaspischen Meers und Golestan. Der Nordostecke würde *ich* den Vorzug geben.
Gruß, Ralf
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Bäärti
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Re: Iran mit dem Fahrrad - Tipps gesucht
Hoi DonDomi
... und bedenke, dass du im Iran eigentlich immer über 1’000 Meter über Meer unterwegs bist. Oft sogar höher, 1‘500 bis 2‘500 Meter über Meer sind ganz normal.
Das Preise sine in den letzten Jahren stark angestiege und liegen schon bald auf deutschem Niveau. Das liegt aber vorallem am Wechselkurs und dem Fehlen des Schwarzmarktes.
Gruss Bäärti
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... und bedenke, dass du im Iran eigentlich immer über 1’000 Meter über Meer unterwegs bist. Oft sogar höher, 1‘500 bis 2‘500 Meter über Meer sind ganz normal.
Das Preise sine in den letzten Jahren stark angestiege und liegen schon bald auf deutschem Niveau. Das liegt aber vorallem am Wechselkurs und dem Fehlen des Schwarzmarktes.
Gruss Bäärti
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der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
Re: Iran mit dem Fahrrad - Tipps gesucht
Hi
Vielen Dank für die ersten Inputs, den Thread 4Wochen Iran - eine Schnappsidee habe ich schon gesehen, allerdings möchten wir mit dem Flugzeug anreisen, von dem her denke ich, dass dann 4 Wochen ganz ok ist. Ich weiss dass Oktober besser wäre, allerdings geht das bei mir zeitlich nicht. Von dem her habe ich halt an den September gedacht. Ich war oft in Lateinamerika und weiss, was heiss ist.
Ich habe jetzt mal eine Blick auf die Karte geworfen, so spontan sehe ich zwei Szenarien Entweder von Tabriz via Teheran Richtung Mashad oder bei Teheran unterbrechen und dann vom Zentralgebrige retour Richtung Teheran. Wir haben ja doch 4 Wochen Zeit da liegen doch ein paar 100km drin. Generell habe ich das Gefühl, dass es zu dieser Jahreszeit geschickt ist in Tabriz zu starten, da etwas weniger heiss. Aber wie ihr seht, stehen nach einem ersten scheuen Blick drei Arme von Teheran aus zur Option. In wie fern unterscheiden die sich, Kultur, Natur etc. Ich nehme an, die Menschen sind überall recht ähnlich.
Dann noch ein paar Fragen genereller Natur: Soll man versuchen lesen zu lernen, ein paar Brocken persisch möchte ich sowieso lernen. Wie sieht es mit Velofahrern aus, nehmen die Perser da etwas Rücksicht darauf oder muss man immer gewappnet sein, um notfalls in den nächstbesten Strassengraben ausweichen zu können.
Würde sich eine Zugfahrt lohnen? Bis jetzt hatte ich da in allen Ländern meist ganz tolle Erlebnisse.
Beste Grüsse
DonDomi
Vielen Dank für die ersten Inputs, den Thread 4Wochen Iran - eine Schnappsidee habe ich schon gesehen, allerdings möchten wir mit dem Flugzeug anreisen, von dem her denke ich, dass dann 4 Wochen ganz ok ist. Ich weiss dass Oktober besser wäre, allerdings geht das bei mir zeitlich nicht. Von dem her habe ich halt an den September gedacht. Ich war oft in Lateinamerika und weiss, was heiss ist.
Ich habe jetzt mal eine Blick auf die Karte geworfen, so spontan sehe ich zwei Szenarien Entweder von Tabriz via Teheran Richtung Mashad oder bei Teheran unterbrechen und dann vom Zentralgebrige retour Richtung Teheran. Wir haben ja doch 4 Wochen Zeit da liegen doch ein paar 100km drin. Generell habe ich das Gefühl, dass es zu dieser Jahreszeit geschickt ist in Tabriz zu starten, da etwas weniger heiss. Aber wie ihr seht, stehen nach einem ersten scheuen Blick drei Arme von Teheran aus zur Option. In wie fern unterscheiden die sich, Kultur, Natur etc. Ich nehme an, die Menschen sind überall recht ähnlich.
Dann noch ein paar Fragen genereller Natur: Soll man versuchen lesen zu lernen, ein paar Brocken persisch möchte ich sowieso lernen. Wie sieht es mit Velofahrern aus, nehmen die Perser da etwas Rücksicht darauf oder muss man immer gewappnet sein, um notfalls in den nächstbesten Strassengraben ausweichen zu können.
Würde sich eine Zugfahrt lohnen? Bis jetzt hatte ich da in allen Ländern meist ganz tolle Erlebnisse.
Beste Grüsse
DonDomi
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Bäärti
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Re: Iran mit dem Fahrrad - Tipps gesucht
Hoi DonDomiDonDomi hat geschrieben:... Würde sich eine Zugfahrt lohnen? Bis jetzt hatte ich da in allen Ländern meist ganz tolle Erlebnisse.
Bahnfahren ist bestimmt grossartig - bloss fahren die meisten Züge nur über Nacht.
Gruss Bäärti
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der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
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markus-1969
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Re: Iran mit dem Fahrrad - Tipps gesucht
wie ist das eigentlich mit den Klamotten ?
Es ist 40 Grad heiß und kurze Hosen sind bei moslemischen Männern angesehen wie Unterhosen.
Meinst daß Du alles transportieren kannst auf dem Rad ? Es wird ein Begleitfahrzeug brauchen.
Es ist 40 Grad heiß und kurze Hosen sind bei moslemischen Männern angesehen wie Unterhosen.
Meinst daß Du alles transportieren kannst auf dem Rad ? Es wird ein Begleitfahrzeug brauchen.
Irgendwie nimmt man beim Straßenverkehr dort - jedenfalls in größeren Städten - auf nichts Rücksicht.Wie sieht es mit Velofahrern aus, nehmen die Perser da etwas Rücksicht darauf oder muss man immer gewappnet sein, um notfalls in den nächstbesten Strassengraben ausweichen zu können.
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Bäärti
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Re: Iran mit dem Fahrrad - Tipps gesucht
Hoi zäme
Mir ist im Iran mehrfach aufgefallen, dass die Iraner neustens das Radfahren entdeckt haben.
+In Isfahan trafen wir eine Gruppe Radfahrerinnen, die mit ihren Mountainbikes von Kerman nach Isfahan geradelt sind. Ob sie die 700 Kilometer auf der Überland- oder den Nebenstrassen zurückgelegt haben, konnte ich leider nicht herausbekommen, resp. hebe es nicht verstanden.
+Zumindest in Isfahan gibt es Fahrrad-Mietstationen. Zwei Dutzend blaue Velos harren hier da auf künftige Mieter.
+seit neustem gibt es überall Fahrradgeschäfte, wo vor allem Mountain- und Fatbikes feilgehalten werden.
Gruss Bäärti
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Mir ist im Iran mehrfach aufgefallen, dass die Iraner neustens das Radfahren entdeckt haben.
+In Isfahan trafen wir eine Gruppe Radfahrerinnen, die mit ihren Mountainbikes von Kerman nach Isfahan geradelt sind. Ob sie die 700 Kilometer auf der Überland- oder den Nebenstrassen zurückgelegt haben, konnte ich leider nicht herausbekommen, resp. hebe es nicht verstanden.
+Zumindest in Isfahan gibt es Fahrrad-Mietstationen. Zwei Dutzend blaue Velos harren hier da auf künftige Mieter.
+seit neustem gibt es überall Fahrradgeschäfte, wo vor allem Mountain- und Fatbikes feilgehalten werden.
Gruss Bäärti
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der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
Re: Iran mit dem Fahrrad - Tipps gesucht
Viele Radfahrer habe ich im Iran nicht gesehen. Rücksicht solltest Du im Straßenverkehr eher nicht erwarten, zumindest nicht nach deutschen Maßstäben
Unabhängig von dem quasi unregulierten Straßenverkehr sind die Iraner extrem hilfsbereit.
Campen kannst Du eigentlich überall, die Iraner machen es vor ... auch in Stadtparks usw ... Wenn Du Ruhe haben willst, am besten von der Straße nicht einsehbar übernachten - oder mal auf Hotels ausweichen.
Eine lange, lockere Hose sollten Männer auf jeden Fall tragen, kurzes T-Shirt oder Hemd ist okay.
Ein paar Worte Farsi sind sehr hilfreich, zumindest die üblichen Grußformeln und ein paar Basics wie Brot usw.
Letztlich sind wir aber auch mit einem Wortschatz von 10 - 15 ganz gut zurechtgekommen.
Unabhängig von dem quasi unregulierten Straßenverkehr sind die Iraner extrem hilfsbereit.
Campen kannst Du eigentlich überall, die Iraner machen es vor ... auch in Stadtparks usw ... Wenn Du Ruhe haben willst, am besten von der Straße nicht einsehbar übernachten - oder mal auf Hotels ausweichen.
Eine lange, lockere Hose sollten Männer auf jeden Fall tragen, kurzes T-Shirt oder Hemd ist okay.
Ein paar Worte Farsi sind sehr hilfreich, zumindest die üblichen Grußformeln und ein paar Basics wie Brot usw.
Letztlich sind wir aber auch mit einem Wortschatz von 10 - 15 ganz gut zurechtgekommen.
Re: Iran mit dem Fahrrad - Tipps gesucht
Warum sollten wir ein Begleitfahrzeug benötigen, verstehe ich nicht. Meine Reisebegleiter machen schon seit Jahren Ferien mit dem Fahrrad unter anderem haben sie eine einen grossen Teil von Lateinamerika so gemacht. Klar man muss sich einschränken, aber das muss ich auch, wenn ich eine Woche für Hochtouren in die Berge gehe. Mir wären Tipps lieber als solche Fragen...markus-1969 hat geschrieben:wie ist das eigentlich mit den Klamotten ?
Es ist 40 Grad heiß und kurze Hosen sind bei moslemischen Männern angesehen wie Unterhosen.
Meinst daß Du alles transportieren kannst auf dem Rad ? Es wird ein Begleitfahrzeug brauchen.
Irgendwie nimmt man beim Straßenverkehr dort - jedenfalls in größeren Städten - auf nichts Rücksicht.Wie sieht es mit Velofahrern aus, nehmen die Perser da etwas Rücksicht darauf oder muss man immer gewappnet sein, um notfalls in den nächstbesten Strassengraben ausweichen zu können.
Aber nochmals zurück zu den Regionen, so wie ich das im Moment sehe, werden wir wohl von den drei Routen Täbris-Teheran, Teheran-Isfahan, Teheran-Maschhad, zwei oder zumindest Teile davon machen. Welche lohnen sich da Landschaftlich und Kulturell am meisten? Wie unterscheiden sich die Menschen in diesen Regionen?
Liebe Grüsse
DonDomi
Liebe Grüsse
DonDomi
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Ralf Kiefer
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Re: Iran mit dem Fahrrad - Tipps gesucht
Naja, Rückfragen sollten schon gestattet sein.DonDomi hat geschrieben:Mir wären Tipps lieber als solche Fragen...
Bei solchen Fragen frage ich mich, wie ihr euch eure Zeit einplant. Soll heißen, wieviel Zeit verbringt ihr auf dem Rad, wieviel für Kultur, wieviel einfach "nur" für Land und Leute, usw.DonDomi hat geschrieben: Aber nochmals zurück zu den Regionen, so wie ich das im Moment sehe, werden wir wohl von den drei Routen Täbris-Teheran, Teheran-Isfahan, Teheran-Maschhad, zwei oder zumindest Teile davon machen. Welche lohnen sich da Landschaftlich und Kulturell am meisten? Wie unterscheiden sich die Menschen in diesen Regionen?
Auf drei Zweige würde ich in 4 Wochen nicht bauen. Du bist in einem Land unterwegs, in dem die meisten Leute nicht sehr viel Kontakt zu Ausländern haben, und ziemlich wißbegierig und gastfreundlich sind, wenn mal welche greifbar sind. Es könnte passieren, daß ihr plötzlich einen oder zwei Tage länger an einem Ort seid als geplant.
Zu "Deinen" Regionen: der Nordwesten ist beeinflußt von Kurden und Armeniern. Der Nordosten hat Einflüsse aus Zentralasien. In Mashhad trefft ihr Menschen aus Zentralasien, die auf Pilgerreise sind. Den "Ausflug" nach Isfahan würde ich mir zu dieser Jahreszeit sparen. Südlich von Teheran ist es warm. Schau nach bei Reisewetter.de im Rückblick! Zu den kulturellen und geschichtlichen Eigenarten solltest Du ggf. auf einen Reiseführer setzen, der ein paar Details zur geschichtlichen Entwicklung in dem Gebiet verrät, das den heutigen Staat Iran umfaßt.
Bereits erwähnt: ich würde in diesen 4 Wochen einzig den Nordosten bereisen. Du erwähnst Deine Bergtouren. So was könnt ihr z.B. am Damavand unternehmen. Ich selbst war dort nur mit dem Mopped unten am Berg unterwegs. Beim nächsten Mal würde ich dort eine Bergtour unternehmen (eine, die mich nicht überfordert
Das Kaspische Meer ist teilweise die Urlaubsgegend der Iraner aus Teheran. Ist interessant, teils skurril und dicht besiedelt. Wer auf Kaviar steht, sollte ihn dort probieren (*offiziell* nur staatlich erhältlich). Weiter im Osten entlang der Grenze zu Turkmenistan liegt Golestan mit teils sehr dünner Besiedelung. Die Geschichte hat mit der der Kernprovinz Fars nicht sehr viel zu tun, AFAIK. Die Kultur der "Totenaufbewahrung" finde ich dort außergewöhnlich und erwähnenswert, von gigantischen Grabtürmen wie in Gonbad-e Qabus über den "Friedhof der Penisse" bis zum Mausoleum von Ferdosi "kurz vor" Mashhad. Noch ein Stichwort zum Weiterlesen zur Geschichte dieser Gegend: Gorgan Wall. Danach könnt ihr in Mashhad ein paar Tage verbringen und das pralle, hier konservative iranische Leben anschauen. BTW die Zugverbindung von Mashhad nach Teheran soll ganz ordentlich sein.
Das "alte" persische Kernland hebe Dir für eine kühlere Jahreszeit auf, denn dann sollten neben Isfahan Yazd, Kerman, Bam und Shiraz (und noch ein paar "alte, tote Steine" dazwischen) zur Reise gehören.
Gruß, Ralf
Re: Iran mit dem Fahrrad - Tipps gesucht
Hi
Besten Dank für diese Hinweise. Ich glaube teilweise wurde ich etwas falsch verstanden, alle drei hier erwähnten Äste von Teheran aus erachte ich auch als zuviel, es wird irgendwo 1 Ast oder 1.5 werden.
Das mit den Temperaturen ist ein guter Tipp, allerdings finde ich unterscheiden sich die drei nicht so stark, der Nordosten ist sicherlich der am wenigsten heisseste, aber die max. Temperaturen liegen bei allen deutlich über 30grad, allerdings habe ich auch gesehen, dass die tiefstwerte am Morgen teilweise um die 20°C liegen, das wäre von dem her schon sehr gut. Wie ist das eigentlich mit der Hitze, ich bin ja bisher eher das schwüle tropische Klima gewöhnt und hier habe ich eher das Gefühl, dass es trockene Luft ist, das sollte doch wesentlich besser auszuhalten zu sein, oder irre ich mich da.
Vielleicht noch was zur Landschaft, das ist ja auch mit einem Reiseführer immer schwierig abzuschätzen, welcher der drei Zweige ist der abwechslungsreichste?
Dann zu den Strassen: Müssen wir mit längeren Wellblechpisten rechnen, weil dann müssten wir noch zusätzliche Ausrüstung mitnehmen um Snakebites zu verhindern.
Liebe Grüsse
DonDomi
Besten Dank für diese Hinweise. Ich glaube teilweise wurde ich etwas falsch verstanden, alle drei hier erwähnten Äste von Teheran aus erachte ich auch als zuviel, es wird irgendwo 1 Ast oder 1.5 werden.
Das mit den Temperaturen ist ein guter Tipp, allerdings finde ich unterscheiden sich die drei nicht so stark, der Nordosten ist sicherlich der am wenigsten heisseste, aber die max. Temperaturen liegen bei allen deutlich über 30grad, allerdings habe ich auch gesehen, dass die tiefstwerte am Morgen teilweise um die 20°C liegen, das wäre von dem her schon sehr gut. Wie ist das eigentlich mit der Hitze, ich bin ja bisher eher das schwüle tropische Klima gewöhnt und hier habe ich eher das Gefühl, dass es trockene Luft ist, das sollte doch wesentlich besser auszuhalten zu sein, oder irre ich mich da.
Vielleicht noch was zur Landschaft, das ist ja auch mit einem Reiseführer immer schwierig abzuschätzen, welcher der drei Zweige ist der abwechslungsreichste?
Dann zu den Strassen: Müssen wir mit längeren Wellblechpisten rechnen, weil dann müssten wir noch zusätzliche Ausrüstung mitnehmen um Snakebites zu verhindern.
Liebe Grüsse
DonDomi
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Ralf Kiefer
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Re: Iran mit dem Fahrrad - Tipps gesucht
Gut soDonDomi hat geschrieben: Ich glaube teilweise wurde ich etwas falsch verstanden, alle drei hier erwähnten Äste von Teheran aus erachte ich auch als zuviel, es wird irgendwo 1 Ast oder 1.5 werden.
Am Kaspischen Meer ist es natürlich feucht-warm. Bedenke, was dort wächst und angebaut wird, z.B. Reis (die Fotos sind von Carlos Web-Seite):DonDomi hat geschrieben: Das mit den Temperaturen ist ein guter Tipp, allerdings finde ich unterscheiden sich die drei nicht so stark, der Nordosten ist sicherlich der am wenigsten heisseste, aber die max. Temperaturen liegen bei allen deutlich über 30grad, allerdings habe ich auch gesehen, dass die tiefstwerte am Morgen teilweise um die 20°C liegen, das wäre von dem her schon sehr gut. Wie ist das eigentlich mit der Hitze, ich bin ja bisher eher das schwüle tropische Klima gewöhnt und hier habe ich eher das Gefühl, dass es trockene Luft ist, das sollte doch wesentlich besser auszuhalten zu sein, oder irre ich mich da.

In den Bergen würde ich das Klima mit den Alpen vergleichen, nur ein bißchen wärmer:


Wir hatten dort im Mai allerdings auch einen trüben Regentag erwischt, wo es unter 20Grad blieb.
Im Nordosten gibt's Bereiche mit dichtem Wald. Den erkennst Du auf Google Earth recht gut anhand der Farbe.

Etwas weiter weg vom Meer wird's trocken, auch die Luft. Dort ist man recht schnell wieder auf Höhen von 1000m und darüber. Bedenke, das ganze persische Kernland liegt relativ hoch. Mir ist häufig genug erst nach Blick aufs GPS aufgefallen, daß wir schon wieder die 2000m deutlich überschritten hatten.

Die meisten Straßen sind von überraschend guter Qualität. Deshalb suchten wir mit den Moppeds natürlich die etwas schlechterenDonDomi hat geschrieben: Dann zu den Strassen: Müssen wir mit längeren Wellblechpisten rechnen, weil dann müssten wir noch zusätzliche Ausrüstung mitnehmen um Snakebites zu verhindern.
Als Eindruck für Dich, weswegen Dir jeder für diese Jahreszeit von der Fahrt mit dem Fahrrad durch den Süden abraten wird:

Das ist die Strecke von Mashhad nach Süden nach Tabas und Kerman im Mai (die Begründung fürs Grün). Stelle Dir einfach vor, daß die Lufttemperatur bei deutlich über 40Grad, im August auch mal bei über 50Grad liegt und das Grüne braun ist!
So kann's etwas abseits der Straße auch aussehen:

...womit der Punkt "abwechslungsreich" geklärt sein sollte
Gruß, Ralf
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Bäärti
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Re: Iran mit dem Fahrrad - Tipps gesucht
Hallo
Wir pedalten neulich mit dem Miet-Schwan durch Isfahan.
Cooler kann man den Iran wohl kaum erkunden!
Gruss Bäärti
.
Wir pedalten neulich mit dem Miet-Schwan durch Isfahan.
Cooler kann man den Iran wohl kaum erkunden!
Gruss Bäärti
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der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
Re: Iran mit dem Fahrrad - Tipps gesucht
Zwar war Dominik nicht im Iran: http://www.cologne-capetown.com/ aber ich denke hier findest du viele Tipps und Tricks für eine lange Reise mit dem Fahrrad
-
Christian Desertrider
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Re: Iran mit dem Fahrrad - Tipps gesucht
Hallo
wir waren gerade 2 Wochen mit dem Velo von Yerevan nach Teheran unterwegs.
Mai ist wahrscheinlich die beste Zeit dafür, wobei wir auf 2600 m noch in den Schnee gekommen sind und aufgrund feuchter Verhältnisse recht mühsamen Lehm abbekamen, bei dem man nur noch das Rad tragen oder schleifen konnte (war aber nur auf zwei kurzen Abschnitten). Im August würde ich daher vor allem die höheren Gebirgsregionen ins Auge fassen. Mit Google Earth lassen sich da sicher tolle Routen planen, da waren wir leider zu früh dafür.
Wir haben in den zwei Wochen nur zwei Mal nicht gezeltet (Tatev und Ardebil) und uns sonst sehr sicher gefühlt. Cola kostet ca 1 €, Snickers sind schwierig zu finden, zumindest in den Gegenden in denen wir unterwegs waren. Unsere Route ab der arm/ir Grenze ging erst einmal den Grenzfluss entlang bevor es ab Ashqelu so richtig in die Hügel ging. Am Abend haben wir dann beim Baba Castle gezeltet. Weiter ging es von Kaleybar nach Ardebil und bis kurz vor das von allen Touristen genannte Masuleh, das wir ausgelassen haben (bei Ardebil ist der Neor-See empfehlenswert, das war da wo wir noch ein bisschen Schnee hatten). Dann von Abbar zum Sefidroud-Stausee um dann noch eine letzte Bergetappe nach Qazvin zu haben, eigentlich alles auf Nebenstrassen. Per Bus ging es dann nach Teheran.
Karten würde ich stark GPS empfehlen, sonst hatten wir die Freytag&Bernd dabei, aber in Ardebil in einer Buchhandlung auch eine vergleichbar gute einheimische Karte gefunden. Zum Radfahren ist aber ein GPS mit OSM-Karten sehr zu empfehlen. Für diesen Landesteil muss man kein Persisch können, Türkisch (es sind alles Azeris) würde reichen.
Grüsse
Christian
wir waren gerade 2 Wochen mit dem Velo von Yerevan nach Teheran unterwegs.
Mai ist wahrscheinlich die beste Zeit dafür, wobei wir auf 2600 m noch in den Schnee gekommen sind und aufgrund feuchter Verhältnisse recht mühsamen Lehm abbekamen, bei dem man nur noch das Rad tragen oder schleifen konnte (war aber nur auf zwei kurzen Abschnitten). Im August würde ich daher vor allem die höheren Gebirgsregionen ins Auge fassen. Mit Google Earth lassen sich da sicher tolle Routen planen, da waren wir leider zu früh dafür.
Wir haben in den zwei Wochen nur zwei Mal nicht gezeltet (Tatev und Ardebil) und uns sonst sehr sicher gefühlt. Cola kostet ca 1 €, Snickers sind schwierig zu finden, zumindest in den Gegenden in denen wir unterwegs waren. Unsere Route ab der arm/ir Grenze ging erst einmal den Grenzfluss entlang bevor es ab Ashqelu so richtig in die Hügel ging. Am Abend haben wir dann beim Baba Castle gezeltet. Weiter ging es von Kaleybar nach Ardebil und bis kurz vor das von allen Touristen genannte Masuleh, das wir ausgelassen haben (bei Ardebil ist der Neor-See empfehlenswert, das war da wo wir noch ein bisschen Schnee hatten). Dann von Abbar zum Sefidroud-Stausee um dann noch eine letzte Bergetappe nach Qazvin zu haben, eigentlich alles auf Nebenstrassen. Per Bus ging es dann nach Teheran.
Karten würde ich stark GPS empfehlen, sonst hatten wir die Freytag&Bernd dabei, aber in Ardebil in einer Buchhandlung auch eine vergleichbar gute einheimische Karte gefunden. Zum Radfahren ist aber ein GPS mit OSM-Karten sehr zu empfehlen. Für diesen Landesteil muss man kein Persisch können, Türkisch (es sind alles Azeris) würde reichen.
Grüsse
Christian

