Ungarn | Langes Wochenende in Budapest

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen: Reiseberichte zum Informieren und Träumen, fotografisch dokumentiert. In diesem Forum findet ihr Reiseberichte als "Fotostreckenführer" zu interessanten Reisewegen.

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Birgitt
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Ungarn | Langes Wochenende in Budapest

Beitrag von Birgitt »

Budapest ist nicht gerade ein Geheimtipp. Ganz im Gegenteil. Die Stadt ist neben Prag ein beliebtes Ziel des "Sauftourismus" und der "Junggesellen-Abschiede". Man fliegt Samstags ein, und Sonntags aus ... :shock:

Dennoch, obwohl mega-touristisch, ist Budapest eine Reise wert. Wer die Stadt etwas "besinnlicher" erleben möchte, der fliegt nicht FR-SO sondern (sogar kostengünstiger) SA-DI

Flug:
  • Diverse Airlines haben Budapest im Programm. Wir fliegen wegen der extrem guten Flugzeiten mit Eurowings, SA morgens um 6 Uhr hin, und DI abends um 21 Uhr zurück. Fazit 4 volle Tage !
Transfer Airport Liszt Ferenc nach Budapest:
  • Mit dem Bus 100E innerhalb von 30 Minuten nach Downtown Budapest, 900 Forint oneway p.P., knapp 3 Euro. Der Bus fährt im Halbstunden-Rhythmus.
Unterkunft:
  • Interessant für Übernachtungen in Budapest sind Apartments. Wir hatten uns für ein kleines Apartment im Castle-District auf der Buda-Seite entschieden, da herrlich ruhig abends. Frühstücken kann man gut und günstig in einem der zahlreichen Cafés in der Stadt.
Gepäckaufbewahrung:
  • Gute Erfahrungen zur Gepäckaufbewahrung am Abreisetag haben wir mit Bag BnB, dem Gepäckstorage Network, gemacht.
Reiseführer:
  • Michael Müller Verlag - einer meiner Lieblingsverlage für Städtereisen - hat auch für Budapest einen hervorragenden Reiseführer, den ich uneingeschränkt empfehlen kann: Budapest MM-City

Blick von unserem Balkon aufs Parlament

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Nur wenige Schritte sind es von unserer Haustüre zur Fischerbastei. Was aussieht wie eine mittelalterliche Festung ist gerade einmal 115 Jahre alt

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und dient "nur" als schmucke Umrahmung der Matthiaskirche

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Birgitt
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Budapest - Burgberg, Rosenhügel, Óbuda, Leopoldstadt

Beitrag von Birgitt »

Samstags, wenn das Stadtzentrum überquillt von Touristen, ist es schön, die ruhigen Stadtviertel der Buda-Seite zu erkunden. Faszinierender Blick vom Burgpalast auf die Kettenbrücke

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Fischerbastei mit Mathiaskirche

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Kirchenfenster, nahezu zugewachsen

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Das ländliche Budapest Mitte April, Kirschbäume in voller Blüte

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Verwunschene Gärten hinter schmiedeeisernen Türen

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Wer nicht fußfaul ist, und bequeme Schuhe im Gepäck hat ;-) dem empfehle ich, auf der Buda-Seite vom Burgberg aus durch die Wasserstadt, über den Rosenhügel bis zum Ende der Margareteninsel nach Óbuda zu spazieren. Und bei Daubner Cukrászda einen Boxenstopp einzulegen. Die Konditorei Daubner ist seit über 100 Jahren eine Institution in Budapest, die lange Warteschlange vor der Theke die Türe hinaus belegt dies eindrücklich. Gemütlich ist der Laden keineswegs, die verlockend aussehenden Torten haben wir nicht getestet, dafür aber die handgemachte Eiscreme :-) Ein Gedicht !!!

Die nächste Brücke von hier aus ist die Árpád híd, von der aus man wahlweise auf die Margareteninsel oder aber auf die Pest-Seite gelangt. Auf Pest-Seite führt der Weg dann durch Neu-Leopoldstadt nach Leopoldstadt zum Parlament

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Wachablösung

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Und dann schallt es auf einmal von allen Seiten "Viktator! Viktator!" Ungarn hat voriges Wochenende - Anfang April - gewählt. Der wiedergewählte Präsident Ungarns, Viktor Orban, hat nicht nur Anhänger ;-) Von allen Seiten ziehen die Demonstranten durch die Straßen sternförmig zum Parlament. Gegen Orban! Für Europa!

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Zeit fürs Dinner. Fatal-Restaurant? Bevor der Name auch Programm ist ...

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... lassen wir uns lieber im hübschen Kispiac Bisztró nieder. Das Restaurant ist eine gute Adresse für leckere fleischlastige ungarische Köstlichkeiten mit frischen Zutaten aus der Markthalle "Belvárosi Piac" nebenan

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Ein Blick auf die Fitbit ;-) kein Wunder, dass unsere Füße langsam schlapp machen :lol:

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Morgen gehts weiter ;-)

Gruß
Birgitt
Carlo
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Re: Ungarn - Langes Wochenende in Budapest

Beitrag von Carlo »

Hallo Birgitt,

ich war schon mehrmals dienstlich in Budapest. Die Stadt gefällt mir sehr gut. Es ist zwar teilweise voll in der Innenstadt, aber nicht so überfüllt wie in Prag. Ich freue mich schon auf die weiteren Bilder ...

Ciao, Carlo
Bäärti
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Re: Ungarn - Langes Wochenende in Budapest

Beitrag von Bäärti »

Birgitt hat geschrieben:... Transfer Airport Liszt Ferenc nach Budapest:
Mit dem Bus 100E innerhalb von 30 Minuten nach Downtown Budapest, 900 Forint oneway p.P., knapp 3 Euro. Der Bus fährt im Halbstunden-Rhythmus. ...
Der neue Bus 100E ist schon eine tolle Sache.
Bisher musste man mit dem Bus 200E bis nach Kőbánya-Kispest fahren und da auf die Metro M3 umsteigen. Das kann man übrigens immer noch tun, denn je nach Ziel ist die Metro schneller und praktischer.

Ich freue mich auf die weiteren Budapest-Bilder und Berichte...

Gruss Bäärti
der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
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Uwe Schmitz
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Re: Budapest - Burgberg, Rosenhügel, Óbuda, Leopoldstadt

Beitrag von Uwe Schmitz »

hallo birgitt:
Birgitt hat geschrieben: Ein Blick auf die Fitbit ;-) kein Wunder, dass unsere Füße langsam schlapp machen :lol:
0 wuestenschiff forum reisebericht budapest fitbit.jpg
also, bei den angaben deiner fitbit bin ich recht erstaunt:
kleine trippelschrittchen von etwa 70cm, aber mit über sechseinhalb stundenkilometern durch die stasdt schießen?
das glaube ich nicht :!:

weiter mit den schönen bildern aus der hauptstadt der flüchtlings-verweigerer... :roll:
viele grüße
uwe
Birgitt
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Ungarn - Die U-Bahn von Budapest

Beitrag von Birgitt »

Hallo Uwe,

du meinst, auch die Zahl verbrauchter Kalorien stimmt nicht? Und wir hätten uns die Eiscreme gar nicht leisten dürfen? :shock: Ganz ehrlich? Ich habe keine Ahnung von diesen Fitbits :lol: Meine Freundin hatte dieses Ding dabei und hat mir das irgendwann, als wir nach Stunden am Parlament ankamen, ganz "erbost" unter die Nase gehalten ! Die Angaben waren ihr eine Bestätigung für die gelaufenen Blasen ;-)

Nach meinen Infos bei maps.me und Aufzeichnungen bei Locus sind wir auf der Strecke vom Burgberg aus im Zickzack auf "Festland-Seite" einmal rund um die Margareteninsel und über die Kettenbrücke wieder zurück zum Burgberg rd. 20 km unterwegs gewesen an dem Tag. Zu Fuß.

Bevor sich aber nun niemand nach Budapest traut: es gibt auch Busse ;-) Und Straßenbahnen. Und auch ein perfekt ausgebautes U-Bahn-Netz. Neben der modernen Metró Budapest muss man unbedingt einmal mit der „Millenniums-U-Bahn“ fahren (Millenniumi Földalatti Vasút, Linie M1). Die M1 ging lt. Wikipedia anlässlich der Millenniumsfeiern zur tausendjährigen Landnahme der Ungarn 1896 in Betrieb und war damals – abgesehen von der unterirdischen Tünel-Standseilbahn in Istanbul – nach der London Underground (1863) und der Liverpool Overhead Railway (1893) die dritte U-Bahn der Welt.

Ich war so begeistert von der M1, insbesondere von den hübschen alten U-Bahn-Stationen, dass ich vor lauter Gucken keine Gedanken für Fotos hatte ;-) Die neue U-Bahn hingegen ist gewohnt modern, die Rolltreppen oft super steil in die Erde gebaut (kommt auf Fotos leider nicht rüber.) Eine Besonderheit haben die Rolltreppen in Budapest: sie sind schnell ;-) Viel schneller als wir das gewöhnt sind.

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Warten auf die (neue) U-Bahn

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Birgitt
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Ungarn - Elisabethstadt - Das jüdische Viertel von Budapest

Beitrag von Birgitt »

Zurück am Parlament

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Hier stehen am Ufer der Donau 60 Paar Schuhe. Die metallenen Schuhe sind auf einer Länge von 40 Metern verteilt und sollen an die vielen Juden erinnern, die hier Ende 1944 von Pfeilkreuzlern in die Donau getrieben und erschossen wurden

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Das Holocaust-Mahnmal "Cipők a Duna-parton" von Gyula Pauer ist in seiner Schlichtheit äußerst ergreifend

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Erzsébetváros, der VII. Bezirk südöstlich des Parlaments, war vor dem zweiten Weltkrieg das jüdische Zentrum Budapests. Das Zentrum Erzsébetváros, auf deutsch Elisabethstadt, markieren drei Synagogen: die 1854 erbaute große Synagoge, die größte Synagoge Europas; die orthodoxe Synagoge, die jüngste der drei Synagogen; und die im romanisch-maurischen Stil erbaute Rumbach-Synagoge, Otto Wagners einziger Bau in Ungarn.

Nach schweren Schäden im zweiten Weltkrieg wurde die Rumbach-Synagoge nicht mehr genutzt. Nun haben die Renovierungsarbeiten begonnen und die Synagoge soll um ein Museum ergänzt werden

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Auf der Dohány utca erinnert eine Gedenkwand (Emlékfalát) aus Beton und Cortenstahl an das jüdische Ghetto, dessen Grundriss abgebildet ist

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Die Gedenkwand ist raffiniert gestaltet, durch die kleinen Gucklöcher lassen sich historische Fotos sehen

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Alexander
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Re: Budapest - Burgberg, Rosenhügel, Óbuda, Leopoldstadt

Beitrag von Alexander »

Hallo Uwe,
Uwe Schmitz hat geschrieben:kleine trippelschrittchen von etwa 70cm, aber mit über sechseinhalb stundenkilometern durch die stasdt schießen?
das glaube ich nicht :!:
Die Schrittlänge ist abhängig von der Körpergröße. Eine kleine Person hat eine kleinere Schrittlänge als eine große.

Und 2920 kcal bedeutet 324 Gramm weniger auf den Rippen. Von dem her hat sich die Reise schon gelohnt. :-)

Grüsse
Alexander
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landcruiser.
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Re: Ungarn - Langes Wochenende in Budapest

Beitrag von landcruiser. »

Zwei Langos in der Markthalle machen das ruckzuck wieder wett. :wink:

Schöne Bilder, erinnert mich an unseren Urlaub dort vor ein paar Jahren.
Birgitt
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Re: Ungarn - Langes Wochenende in Budapest

Beitrag von Birgitt »

landcruiser. hat geschrieben:Zwei Langos in der Markthalle machen das ruckzuck wieder wett. :wink:
:lol: :lol: :lol:

Und nicht nur die!
Budapest ist ein verdammt verführerisches Pflaster ;-)

Gleich gehts weiter ...

Gruß
Birgitt
Birgitt
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Ungarn - Die Ruinenkneipen von Budapest - Szimpla kert

Beitrag von Birgitt »

Das jüdische Viertel zählt heute zu den Hotspots des Budapester Nachtlebens. Berühmt vor allem wegen seiner Ruinenkneipen. Das waren - bevor sie Kultstatus erlangten - abbruchreife Gründerzeithäuser

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die mit Kunst, Graffiti und Trödel in hippe und coole Locations verwandelt wurden. Der Kultstatus hat bewirkt, dass einige dieser Häuser teilweise - zumindest im Nötigsten - renoviert werden ...

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Sonntags vormittags trifft man sich im Szimpla kert, der berühmtesten dieser Ruinenbars. Dann findet hier ein lohnenswerter Bio-Bauernmarkt statt. Es gibt tolles Brot, verschiedene Sorten Salami und Käse, unterschiedlichstes Grünzeug, Kaffee, Tee ...

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Und die traditionelle Zither fehlt natürlich auch nicht

Birgitt
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Ungarn - Graffiti und Weekend Markt in Budapest

Beitrag von Birgitt »

Um Punkt 12 Uhr Mittags öffnet die "Street Food Karaván" ihre Pforten. Ein Street-Food-Markt mit Ständen und Food-Trucks, der nur wenige Meter neben dem Szimpla kert in einer Baulücke des jüdischen Viertels angesiedelt ist. Es ist 5 vor 12 ;-) die Lángos-Verkäufer stehen in den Startlöchern ;-)

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Wir ignorieren den Duft in unserer Nase und spazieren noch etwas durch die Straßen

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Streetart is dead? Den Eindruck haben wir nicht unbedingt ;-)

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Noch ein leckeres Eis "für auf die Hand" - irgendwie müssen die Kalorien ja wieder drauf kommen :lol:

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dann widmen wir uns dem Gozsdu Weekend Markt in den Innenhöfen des Gozsdu Komplexes

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Birgitt
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Ungarn - Kavehaz - Kaffeehaus-Tradition in Budapest

Beitrag von Birgitt »

In Budapest gibt es aber nicht nur diese abgefahrenen Ruinenbars, Budapest ist vor allen Dingen bekannt für seine Kaffeehaustradition, ein Erbe der Habsburgermonarchie. In der Konditorkunst steht Budapest Wien in nichts nach. Traditionell, klein, altbacken und gemütlich ist das Cafe Ruszwurm in der Nähe der Matthiaskirche/Fischerbastei im Burgviertel. Die Kuchenstückchen dort sind köstlich und darüber hinaus auch super preiswert

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Eines der größten und traditionsreichsten Kaffeehäuser in Europa ist das Café Gerbeaud, einst k.u.k. Hoflieferant, in der nördlichen Innenstadt von Budapest. Stuck, Kronleuchter, aus verschiedenen Edelhölzern gefertigte Verkleidungen mit entsprechendem Mobiliar bestimmen das Interieur. Ziemlich steif das ganze ;-) und die Preise des Gerbeaud lassen einen erblassen.

Es gibt aber noch eine Steigerung dazu! Und die befindet sich im Erdgeschoss dieses prunkvollen Neobarockpalastes, den die US-Versicherungsgesellschaft New York in den Jahren 1891-1895 nach Plänen von Alajos Hauszmann hat bauen lassen

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Das Café New York ! In den 30ern Treffpunkt für Künstler und Literaten. Wir treten ein in die ehrwürdigen Hallen

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und werden fast erschlagen von dem verschwenderischen Kitsch, der hier verbaut wurde. Logenartige Galerien, Stuck und Gold, gedrehte Säulen im Rokokostil, Brokat, Samt ... das volle Programm

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mit goldenen Leuchten und üppigen Deckengemälden

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Der Loungebereich des angeschlossenen Boscolohotels wirkt dagegen fast schon nüchtern modern ;-)

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Stilvoll und gediegen sitzt es sich im beliebten Literatencafé von 1887, dem Centrál Kávéház in der südlichen Innenstadt. Eine wunderbare Adresse für einen feinen Mittagsimbiss zu etwas erhöhten, aber durchaus bezahlbaren Konditionen. Und vor allem: Qualität und Service sind es wert!

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Die süße Verführung am Nachmittag gibts dann ganz in der Nähe des Café Gerbeaud in der nördlichen Innenstadt, dem Szamos Gourmet Ház :) einer Patisserie, die sich vor allem auf die Herstellung von Marzipan spezialisiert hat. Das Grand Café im Stil der frühen 20er Jahre ist ein Genuss für Auge und Gaumen, und dazu auch noch preiswert und freundlich

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Birgitt
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Ungarn - Heldenplatz und Stadtwäldchen in Budapest

Beitrag von Birgitt »

Mit der historischen M1 fahren wir bis Hősök tere, dem Heldenplatz mit dem Milleniumsdenkmal in der Mitte

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Das Milleniumsdenkmal besteht aus zwei halbrunden Kollonaden und einer 36 m hohen Säule. Der geplante Fertigstellungstermin war das Jahr 1896 - die Tausendjahrfeier Ungarns. Der Bau hat - wie am Bau so üblich - etwas länger gedauert und wurde erst 1929 fertig. Der Heldenplatz ist immer wieder Schauplatz irgendwelcher Großereignisse, u.a. hat Papst Johannes Paul II. 1991 hier eine Messe zelebriert.

Flankiert wird der Heldenplatz von zwei Prachtbauten, dem Museum für schöne Künste sowie der Kunsthalle. Der Budapest Schriftzug vor der Kunsthalle läuft dem Milleniumsdenkmal als Fotomotiv momentan etwas den Rang ab ;-)

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Gleich hinter dem Heldenplatz schließt sich das Stadtwäldchen an. Mit einem bei Budapestern sehr beliebten Biergarten

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und süffigem Soproni :mrgreen:

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Durch die Bäume schimmert die Vajdahunyad-Burg

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Eine Burganlage mit Türmchen und Zinnen wie aus dem Mittelalter. Sollte man zumindest meinen. Aber auch diese Anlage wurde erst vor rd. 120 Jahren anlässlich der Milleniumsausstellung errichtet. Die Burg sollte die für Ungarn typischen Baustile in einem Gebäudekomplex vereinen. Etwas über 20 Bauwerke aus ganz Ungarn wurden nachgebildet und zunächst aus Pappe und Holz zusammengefügt. Dieser Publikumsrenner war so beliebt, dass das kleine Disneyland irgendwann nochmals aus Stein gebaut wurde

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Im Stadtwäldchen kann man außerdem den Budapester Zoo besuchen oder aber im Thermalwasser des Széchenyi-Bades die Seele baumeln lassen. Wir verzichten auf beides und besuchen statt dessen die im Park gelegene Kürtöskalács-Bäckerei.

Kürtöskalács (man spricht es in etwa wie Kürtöschkalatsch) ist ein traditionelles Gebäck, das seinen Namen von seiner rohrähnlichen Form ableitet. „Kürt“ bedeutet Horn und „kalács“ bedeutet Gebäck. Ein süßer Hefeteig wird um Holzrollen gewickelt und über offenem Holzkohlefeuer gebacken. Dazu kommen meist noch Zucker und/oder Zimt und je nach belieben weitere Zutaten. Gerne wird das süße Gebäckhorn auch mit Sahne gefüllt.

Budapest ist eine einzige süße Sünde ;-) So langsam müssen wir nochmal etwas zu Fuß gehen und unsere Fitbit füttern 8) Aber nur mit Schritten, nicht mit Kürtöskalács. Die essen wir lieber selber :)

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Birgitt
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Ungarn - Die Markthallen von Budapest

Beitrag von Birgitt »

Budapest besitzt 6 Markthallen, eine große und fünf kleine. Alle sechs wurden 1897 am selben Tag eröffnet. Die Freiluftmärkte sollten von den Hallen abgelöst werden.

Must-see ist "der Bauch von Budapest", die große Markthalle am Vámház körút in der südlichen Innenstadt, die nach längerer Renovierung 1999 wieder eröffnet wurde. Früher wurden die Waren von den Donauschiffen über unterirdische Tunnel direkt hierhin geliefert.

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Auf 10.000 m² Marktfläche findet man alles. Obst, Gemüse, Knoblauch, Chili und selbstverständlich Paprika ;-)

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Käse und ungarische Salami

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genauso wie ungarische Spitzen- und Klöppelarbeiten

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In einer Galerie des Obergeschosses bietet Fakanal Étterem deftige Hausmannskost an. Hier herrscht ein nahezu chaotisches Gedränge und Geschiebe von Einheimischen und Touristen, wobei die Touristen deutlich in der Überzahl scheinen. Uns ist das zu hektisch.

Auch wenn die große Markthalle architektonisch schöner ist, gefallen uns die kleinen Markthallen besser, weil irgendwie authentischer. In der Markthalle in der Theresienstadt beispielsweise, M1-Station Oktogon, sind wir unter Einheimischen alleine

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Ganz in der Nähe lohnt ein Blick in die Eingangshalle der Franz-Liszt-Musikakademie

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