Irak – eine kleine Rundfahrt durch die Autonome Region Kurdistan
Moderator: Moderatoren
-
Bäärti
- Beiträge: 1569
- Registriert: Mo 1. Aug 2005, 20:23
- Wohnort: südlich von Luzern... im Herzen der Schweiz, da wos am schönsten ist.
- Kontaktdaten:
Irak – eine kleine Rundfahrt durch die Autonome Region Kurdistan
Grüezi
Grundsätzlich ist der Irak für uns westlichen Touristen zurzeit nicht zu bereisen. Die Grenzen sind zu und seit mehr als vierzig Jahren ist Krieg. Aber eine Ausnahme gibt es: Die „Autonome Region Kurdistan“ in Nordirak. Die Grenzen sind offen - also fuhren wir hin und schauten uns um.
Die Anreise ist recht simpel: Italien-Griechenland-Türkei. Nach ziemlich genau 4‘000 Kilometer Fahrt hinter Cizre rechts abzweigen und direkt an der syrischen Grenze entlang bis zum einzigen offenen Grenzübergang* zwischen der Türkei und dem Irak fahren. Und nach einigen Stunden Papierkram, sinnfreiem Herumirren und unzähligen Schaltern ist man schon da.
Die Autonome Region Kurdistan ist grösstenteils bergig. Tiefe Schluchten, hohe Berge und einige Wasserfälle. Für uns nichts Ungewöhnliches, sowas haben wir zuhause zu genüge. Doch die Einheimischen sehen das anders. Aus dem ganzen Land und sogar aus den Nachbarländern kommen sie tausendfach hierher und geniessen die Sommerfrische und das ausgelassene Leben.
In der Ruine des ehemaligen Sommerpalastes von Saddam Hussein ist nun ein Stützpunkt der Peschmerga. Und auf einem der Berggipfel im Hintergrund steht noch ein zweiter ruinierter Sommerpalast.
Unterwegs trafen wir den Sascha, hier im Forum als „Swch“ bekannt. Er reiste später direkt von Kurdistan in den Iran weiter. Liebe Grüsse unsererseits...
Der „Grosse Zab“ fliesst quer durch Kurdistan. In der Nacht hören wir die Wölfe heulen. Und den Geschützdonner aus den Bergen gegenüber.
Nur um die Hauptstadt Erbil (ca. 2 Mio. Einwohner, so genau weiss das keiner!) herum, die jetzt Hawler heisst, ist die Landschaft flach. Die Stadt wächst unglaublich schnell. Wo letztes Jahr noch die Schafe weideten, stehen nun schon Hotels, Shoppingcenter, Wohnblocks und riesige Villen-Quartiere. Zurzeit wird 12 Kilometer ausserhalb des Zentrums grad der zweite Autobahnring gebaut, doch der Siedlungsbrei wuchert bereits darüber hinaus.
Die Altstadt von Erbil ist ganz hübsch orientalisch. Das Zentrum bildet der kreisrunde Hügel mit der Zitadelle oben drauf. Gleich südlich davon ist der Kalat Park, das heutige Zentrum der Stadt. Rechts davon befindet sich der berühmte Qaysari Bazar. Hier gibt es alles und noch viel mehr. Links sieht man die Khanak-Moschee und dahinter den berühmten Uhrturm. Auf den sind sie ganz besonders stolz, denn er steht auf vier Beinen und man kann darunter durchgehen. So wie bei den kurdischen Moscheen üblich.
Eigentlich wollte ich noch länger im Irak bleiben, doch hohe Fieber verhinderten das. Und jetzt in Corona-Zeiten hatte ich keine Lust im Irak in der Quarantäne hängen zu bleiben. Ausserdem standen die irakischen Parlamentswahlen vor der Tür und wir wollten dann nicht mehr in der Hauptstadt sein. Denn bei solchen Anlässen wird im Irak gerne mal geschossen und gebombt. Also fuhren wir nachhause.
* Zurzeit gibt es drei mögliche Grenzübergänge: Habur/Ibrahim Khalil von der Türkei und Tamarchin und Bashmagh vom Iran her. Die Innland-Grenze zum restlichen Irak ist für uns zu, ebenso die 6 km kurze Grenze zwischen Kurdistan und Syrien.
Für die Einreise in die Autonome Region Kurdistan braucht es das übliche: Reisepass, Fahrzeugpapiere, Grüne Versicherungskarte, Passagierliste, Corona-Zertifikat und Corona-Online-Registrierung; aber kein Carnet de Passages. Dazu noch ein Kurdistan-Visum (100‘000 irakische Dinar) und eine Fahrzeugversicherung (30 US Dollar), beides bekommt man an der Grenze.
Gruss Bäärti
Grundsätzlich ist der Irak für uns westlichen Touristen zurzeit nicht zu bereisen. Die Grenzen sind zu und seit mehr als vierzig Jahren ist Krieg. Aber eine Ausnahme gibt es: Die „Autonome Region Kurdistan“ in Nordirak. Die Grenzen sind offen - also fuhren wir hin und schauten uns um.
Die Anreise ist recht simpel: Italien-Griechenland-Türkei. Nach ziemlich genau 4‘000 Kilometer Fahrt hinter Cizre rechts abzweigen und direkt an der syrischen Grenze entlang bis zum einzigen offenen Grenzübergang* zwischen der Türkei und dem Irak fahren. Und nach einigen Stunden Papierkram, sinnfreiem Herumirren und unzähligen Schaltern ist man schon da.
Die Autonome Region Kurdistan ist grösstenteils bergig. Tiefe Schluchten, hohe Berge und einige Wasserfälle. Für uns nichts Ungewöhnliches, sowas haben wir zuhause zu genüge. Doch die Einheimischen sehen das anders. Aus dem ganzen Land und sogar aus den Nachbarländern kommen sie tausendfach hierher und geniessen die Sommerfrische und das ausgelassene Leben.
In der Ruine des ehemaligen Sommerpalastes von Saddam Hussein ist nun ein Stützpunkt der Peschmerga. Und auf einem der Berggipfel im Hintergrund steht noch ein zweiter ruinierter Sommerpalast.
Unterwegs trafen wir den Sascha, hier im Forum als „Swch“ bekannt. Er reiste später direkt von Kurdistan in den Iran weiter. Liebe Grüsse unsererseits...
Der „Grosse Zab“ fliesst quer durch Kurdistan. In der Nacht hören wir die Wölfe heulen. Und den Geschützdonner aus den Bergen gegenüber.
Nur um die Hauptstadt Erbil (ca. 2 Mio. Einwohner, so genau weiss das keiner!) herum, die jetzt Hawler heisst, ist die Landschaft flach. Die Stadt wächst unglaublich schnell. Wo letztes Jahr noch die Schafe weideten, stehen nun schon Hotels, Shoppingcenter, Wohnblocks und riesige Villen-Quartiere. Zurzeit wird 12 Kilometer ausserhalb des Zentrums grad der zweite Autobahnring gebaut, doch der Siedlungsbrei wuchert bereits darüber hinaus.
Die Altstadt von Erbil ist ganz hübsch orientalisch. Das Zentrum bildet der kreisrunde Hügel mit der Zitadelle oben drauf. Gleich südlich davon ist der Kalat Park, das heutige Zentrum der Stadt. Rechts davon befindet sich der berühmte Qaysari Bazar. Hier gibt es alles und noch viel mehr. Links sieht man die Khanak-Moschee und dahinter den berühmten Uhrturm. Auf den sind sie ganz besonders stolz, denn er steht auf vier Beinen und man kann darunter durchgehen. So wie bei den kurdischen Moscheen üblich.
Eigentlich wollte ich noch länger im Irak bleiben, doch hohe Fieber verhinderten das. Und jetzt in Corona-Zeiten hatte ich keine Lust im Irak in der Quarantäne hängen zu bleiben. Ausserdem standen die irakischen Parlamentswahlen vor der Tür und wir wollten dann nicht mehr in der Hauptstadt sein. Denn bei solchen Anlässen wird im Irak gerne mal geschossen und gebombt. Also fuhren wir nachhause.
* Zurzeit gibt es drei mögliche Grenzübergänge: Habur/Ibrahim Khalil von der Türkei und Tamarchin und Bashmagh vom Iran her. Die Innland-Grenze zum restlichen Irak ist für uns zu, ebenso die 6 km kurze Grenze zwischen Kurdistan und Syrien.
Für die Einreise in die Autonome Region Kurdistan braucht es das übliche: Reisepass, Fahrzeugpapiere, Grüne Versicherungskarte, Passagierliste, Corona-Zertifikat und Corona-Online-Registrierung; aber kein Carnet de Passages. Dazu noch ein Kurdistan-Visum (100‘000 irakische Dinar) und eine Fahrzeugversicherung (30 US Dollar), beides bekommt man an der Grenze.
Gruss Bäärti
der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
Irak – eine kleine Rundfahrt durch die Autonome Region Kurdistan
Danke f. d. Bericht. Dazu paar Anmerkungen:Bäärti hat geschrieben:Grüezi . . . 1. Die Anreise ist recht simpel: Italien-Griechenland-Türkei. Nach ziemlich genau 4‘000 Kilometer Fahrt hinter Cizre rechts abzweigen und direkt an der syrischen Grenze entlang bis zum einzigen offenen Grenzübergang* zwischen der Türkei und dem Irak fahren. Und nach einigen Stunden Papierkram, sinnfreiem Herumirren und unzähligen Schaltern ist man schon da.
Für die Einreise in die Autonome Region Kurdistan braucht es das übliche: Reisepass, Fahrzeugpapiere, 2. Grüne Versicherungskarte, Passagierliste, 4. Corona-Zertifikat und Corona-Online-Registrierung; aber kein Carnet de Passages. Dazu noch ein Kurdistan-Visum (100‘000 irakische Dinar) und eine Fahrzeugversicherung (30 US Dollar), beides bekommt man an der Grenze.
Zu 1.: Simpel mag die Anreise zwar sein, ich bevorzuge aber immer die Balkanroute via RO + BG --> TR.
Sind ebenso 4000 km, für mich aber interessanter zu fahren
Nach Cizre abgebogen rechts, kommt dann gleich der letzte türk. Wegweiser:
Zu 2.: Grüne Versicherungskarte ist unnötig, der Irak ist nicht Mitglied dieses Vereins, daher auch die hier später genannte Versicherung in Höhe von 30 US $.
Die Bürokratie auf kurdisch-irakischer Seite ist katastrophal, keine Logistik in der Abfertigung, kein System und auch keiner weiß so richtig Bescheid.-
Hier mal ein Beleg, den keiner deuten kann:
Der Gipfel der Unorganisiertheit bestand in der Tatsache, die 110.000 IR-Dinar in IR-Dinar zu bezahlen - es gibt aber keine Wechselstube am Grenzübergang - dazu soll eine CAFÉTERIA fungieren. Daß die gerade Mittagpause hatte, und ich ewig warten mußte, war mein Pech.
Wer mal nach Erbil kommen sollte und einen einigermaßen sicheren Parkplatz braucht, fahre neben die Zitadelle, die auch das Wahrzeichen und Weltkulturerbe ist.
Der hier dargestellte Preis von 1000 IRD bezieht sich auf PKW / Tag, von mir wollte man 7000 IRD, aber mein einheimischer Bekannter konnte dann einen Tagespreis von 5000 IRD aushandeln.
So voll ist der Parkplatz nur tagsüber, nach 17 Uhr wird er fast leer:
Temperaturen von bis zu 45 °C machten besondere Maßnahmen erforderlich, wie hier gesehen:
Alles in allem war es ganz interessant, das nächste Mal nehme ich mir wesentlich mehr Zeit, und evtll ist dann ja auch die Grenze in's Mutter- & Hauptland Irak geöffnet für KFZ-Touristen.
-
Bäärti
- Beiträge: 1569
- Registriert: Mo 1. Aug 2005, 20:23
- Wohnort: südlich von Luzern... im Herzen der Schweiz, da wos am schönsten ist.
- Kontaktdaten:
Re: Irak – eine kleine Rundfahrt durch die Autonome Region Kurdistan
Grüezi Mauritius
Dich hätte ich gerne getroffen, doch du warst uns ja immer eine Woche voraus...
Anderseits muss man auch sagen, 2.5 Stunden für die Aus- und Einreise (inkl. Corona-Kram) sind kein schlechter Wert.
Die Grenzer sind zwar stümperhafte Primaten und arrogante Nichtsnutze - aber irgendwie auch harmlos wie Dorftrottel. Schlussendlich geht es nur darum, wer länger die Nerven behält. Also geduldig warten und sich dumm stellen, dann klappt das ganz gut.
Gruss Bäärti
Dich hätte ich gerne getroffen, doch du warst uns ja immer eine Woche voraus...
Einer hat behauptet, dies sei der schlimmste und dümmste Grenzübergang weltweit. Ich wollte widersprechen - doch mir ist kein mieseres Gegenbeispiel eingefallen!
Anderseits muss man auch sagen, 2.5 Stunden für die Aus- und Einreise (inkl. Corona-Kram) sind kein schlechter Wert.
Die Grenzer sind zwar stümperhafte Primaten und arrogante Nichtsnutze - aber irgendwie auch harmlos wie Dorftrottel. Schlussendlich geht es nur darum, wer länger die Nerven behält. Also geduldig warten und sich dumm stellen, dann klappt das ganz gut.
Wir haben auf dem Parkplatz des Shanadar Park (direkt unter der Seilbahn!) gewohnt. Da ist es recht ruhig, der Platz ist die ganze Nacht beleuchtet und kostenlos. Mir wäre ein Übernachtungsplatz näher am Stadtzentrum zwar lieber gewesen, doch es hat sich halt so ergeben.Mauritius hat geschrieben: ↑Mi 29. Dez 2021, 16:34... Wer mal nach Erbil kommen sollte und einen einigermaßen sicheren Parkplatz braucht, fahre neben die Zitadelle, die auch das Wahrzeichen und Weltkulturerbe ist.
Der hier dargestellte Preis von 1000 IRD bezieht sich auf PKW / Tag, von mir wollte man 7000 IRD, aber mein einheimischer Bekannter konnte dann einen Tagespreis von 5000 IRD aushandeln. ...
Gruss Bäärti
der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
Re: Irak – eine kleine Rundfahrt durch die Autonome Region Kurdistan
Danke für die schönen Fotos - und Bericht!
Schön zu sehen dass doch einige auf Achse sind - und man* sich auch in ausgedünnten Zeiten noch trifft
Surfy
Schön zu sehen dass doch einige auf Achse sind - und man* sich auch in ausgedünnten Zeiten noch trifft
Surfy
Irak – eine kleine Rundfahrt durch die Autonome Region Kurdistan
Ich weiß u. es ist mir bewußt, ich stehe in Deiner Schuld u. was ich getan habe, ist nicht gerade ehrenhaft.Bäärti hat geschrieben:Grüezi Mauritius . . . Dich hätte ich gerne getroffen, doch du warst uns ja immer eine Woche voraus . . .
Leider ist mir schon in der TR ein techn. Defekt untergekommen, der es fast schaffte, mich umdrehen zu lassen. Doch ich habe durchgehalten. Es war ein Defekt, den ich mir nicht getraute, Jemandem mitzuteilen, weil ich mich auch schämte.
Von Anfang der Reise hatte ich Angst, FIAT läßt mich im Stich - dem war aber nicht so, es war der WoMo-Aufbau, und der geschehene Defekt war so, daß der Sinn des WoMo's verloren ging. Hab trotzdem durchgehalten, bis zum Ende 9.300 km geschafft und bin wieder "heil" zu Hause angekommen.
Das waren meine Beweggründe, alle Kontakte abzubrechen; bin mir aber sicher, daß ich noch mal in die Gegend fahre, die Städte Hakkari, Erzurum und Diyarbakır muß ich mir mal in aller Ruhe anschauen, dann weiter nach GEO und Armenien und das erste Mal nach Nagorno Karabakh [ Bergkarabach ], das will ich unbedingt mal kennenlernen.
-
Fehlnavigiert
- Beiträge: 28
- Registriert: Mo 22. Dez 2014, 19:45
- Wohnort: HDH
- Kontaktdaten:
Re: Irak – eine kleine Rundfahrt durch die Autonome Region Kurdistan
Moin Muger,
Danke für den Bericht! Ich bin im Juli am Nordkapp und weiss jetzt endlich, wohin es von dort gehen soll!
Grüße,
Alex
Danke für den Bericht! Ich bin im Juli am Nordkapp und weiss jetzt endlich, wohin es von dort gehen soll!
Grüße,
Alex
-
Fehlnavigiert
- Beiträge: 28
- Registriert: Mo 22. Dez 2014, 19:45
- Wohnort: HDH
- Kontaktdaten:
Re: Irak – eine kleine Rundfahrt durch die Autonome Region Kurdistan
Moin Muger,
kurze Frage bezüglich der Passagierliste - hat Kurdistan da eine eigene? Wo gibt's es die zu finden? Corona-Online-Registrierung? Auch dazu habe ich nichts gefunden - aber vielleicht braucht es das im Sommer auch gar nicht mehr.
Grüße,
Alex
kurze Frage bezüglich der Passagierliste - hat Kurdistan da eine eigene? Wo gibt's es die zu finden? Corona-Online-Registrierung? Auch dazu habe ich nichts gefunden - aber vielleicht braucht es das im Sommer auch gar nicht mehr.
Grüße,
Alex
-
Bäärti
- Beiträge: 1569
- Registriert: Mo 1. Aug 2005, 20:23
- Wohnort: südlich von Luzern... im Herzen der Schweiz, da wos am schönsten ist.
- Kontaktdaten:
Re: Irak – eine kleine Rundfahrt durch die Autonome Region Kurdistan
Die Türken, nicht die Iraki, wollen bei der Aus- und Einreise in den Irak eine Passagierliste haben.Fehlnavigiert hat geschrieben: ↑Do 3. Mär 2022, 09:03... kurze Frage bezüglich der Passagierliste - hat Kurdistan da eine eigene? Wo gibt's es die zu finden? Corona-Online-Registrierung? Auch dazu habe ich nichts gefunden - aber vielleicht braucht es das im Sommer auch gar nicht mehr. ...
Findige Türken verkaufen an der Grenze Passagierlisten-Vordrucke für 20 Euro. Wir haben aber einfach Name, Vorname, Geburtsdatum, Nationalität und Passnummer auf einen Zettel geschrieben. Das reichte, mehr brauchte es nicht.
Die kurdische online Covid-Registrierung hatten wir nicht gemacht. An der Grenze gibt es Hinweisschilder mit der entsprechenden Adresse. Wir zeigten stattdessen unser schweizer Impfzertifikat, das genügte den Beamten. Wir hatten eh keine irakische Simkarte...
Gruss Bäärti
der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
-
Fehlnavigiert
- Beiträge: 28
- Registriert: Mo 22. Dez 2014, 19:45
- Wohnort: HDH
- Kontaktdaten:
Re: Irak – eine kleine Rundfahrt durch die Autonome Region Kurdistan
Das klingt ja hervorragend, danke! Endlich kann ich einmal in den Irak fahren!
Wie lange seid ihr dort gewesen? Ich habe vor Ort vermutlich nur eine Woche Zeit und grüble gerade, ob sich das lohnt. Vermutlich aber schon.
Hattet ihr vor Ort Dollar dabei oder konnte man auch problemlos Euro/Franken wechseln?
Grüße,
Alex
Wie lange seid ihr dort gewesen? Ich habe vor Ort vermutlich nur eine Woche Zeit und grüble gerade, ob sich das lohnt. Vermutlich aber schon.
Hattet ihr vor Ort Dollar dabei oder konnte man auch problemlos Euro/Franken wechseln?
Grüße,
Alex
-
Bäärti
- Beiträge: 1569
- Registriert: Mo 1. Aug 2005, 20:23
- Wohnort: südlich von Luzern... im Herzen der Schweiz, da wos am schönsten ist.
- Kontaktdaten:
Re: Irak – eine kleine Rundfahrt durch die Autonome Region Kurdistan
Sali Alex
Ursprünglich wollten wir zwei Wochen in Kurdistan herumreisen. Aber aus gesundheitlichen Gründen mussten wir nach einer Woche abbrechen.
Wir haben uns vor allem die bergige Gegend entlang der iranischen Grenze und Erbil angeschaut. Wir waren überrascht wie viel es zu sehen und erleben gibt; Landschaften, Ruinen und Skurriles. Den Süden Kurdistans und die Gegend entlang der irakischen (und syrischen) Grenze haben wir leider verpasst.
Ob sich eine Woche Kurdistan lohnt? JAAA!
An der Grenze muss man die Fahrzeugversicherung in US-Dollar bezahlen. Für die Visa und den Alltag wechselten wir Euro in irakische Dinar. An der Tankstelle bezahlten wir mit der Kreditkarte.
Und um es nocheinmal zu sagen: Vor Reisen in den Irak, Kurdistan und die kurdischen Regionen im Süden der Türkei wird abgeraten!
Gruss Bäärti
Ursprünglich wollten wir zwei Wochen in Kurdistan herumreisen. Aber aus gesundheitlichen Gründen mussten wir nach einer Woche abbrechen.
Wir haben uns vor allem die bergige Gegend entlang der iranischen Grenze und Erbil angeschaut. Wir waren überrascht wie viel es zu sehen und erleben gibt; Landschaften, Ruinen und Skurriles. Den Süden Kurdistans und die Gegend entlang der irakischen (und syrischen) Grenze haben wir leider verpasst.
Ob sich eine Woche Kurdistan lohnt? JAAA!
An der Grenze muss man die Fahrzeugversicherung in US-Dollar bezahlen. Für die Visa und den Alltag wechselten wir Euro in irakische Dinar. An der Tankstelle bezahlten wir mit der Kreditkarte.
Und um es nocheinmal zu sagen: Vor Reisen in den Irak, Kurdistan und die kurdischen Regionen im Süden der Türkei wird abgeraten!
Gruss Bäärti
der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
-
[ -- 1978 -- ]
- Beiträge: 7
- Registriert: Sa 29. Okt 2022, 15:14
Re: Irak – eine kleine Rundfahrt durch die Autonome Region Kurdistan
Spannend zu lesen, danke für das Teilen der Infos.
Verstehe ich das richtig: für das Einführen des Kfz musste bisher hier niemand seinen Pass im Orginal an der Grenze hinterlegen (sowas wird nämlich glaube ich auf den Seiten des AA (BRD) behauptet)? Das hatte mich nämlich bisher dann eher abgehalten.
Noch eine Frage: wie ist der Straßenzustand in Kurdistan? (Bis Hakkari (TR) kenne ich alle Straßen). Danke!
P.S. Ist der Grenzübergang schlimmer als Rosso (Senegal-Mauretanien)?
Verstehe ich das richtig: für das Einführen des Kfz musste bisher hier niemand seinen Pass im Orginal an der Grenze hinterlegen (sowas wird nämlich glaube ich auf den Seiten des AA (BRD) behauptet)? Das hatte mich nämlich bisher dann eher abgehalten.
Noch eine Frage: wie ist der Straßenzustand in Kurdistan? (Bis Hakkari (TR) kenne ich alle Straßen). Danke!
P.S. Ist der Grenzübergang schlimmer als Rosso (Senegal-Mauretanien)?
-
Birgitt
- Moderator
- Beiträge: 35205
- Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
- Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
- Kontaktdaten:
Re: Irak – eine kleine Rundfahrt durch die Autonome Region Kurdistan
Hallo 1978[ -- 1978 -- ] hat geschrieben: ↑Sa 29. Okt 2022, 21:24Verstehe ich das richtig: für das Einführen des Kfz musste bisher hier niemand seinen Pass im Orginal an der Grenze hinterlegen (sowas wird nämlich glaube ich auf den Seiten des AA (BRD) behauptet)? Das hatte mich nämlich bisher dann eher abgehalten.
schau dazu bitte auch einmal in diesen Thread: Ideen für alternative Reiseroute
Gruß
Birgitt
-
Bäärti
- Beiträge: 1569
- Registriert: Mo 1. Aug 2005, 20:23
- Wohnort: südlich von Luzern... im Herzen der Schweiz, da wos am schönsten ist.
- Kontaktdaten:
Re: Irak – eine kleine Rundfahrt durch die Autonome Region Kurdistan
Ja, der Reisepass des Fahrers muss hinterlegt werden. Mit guten Argumenten kann das aber wegdisskutiert werden.[ -- 1978 -- ] hat geschrieben: ↑Sa 29. Okt 2022, 21:24Verstehe ich das richtig: für das Einführen des Kfz musste bisher hier niemand seinen Pass im Orginal an der Grenze hinterlegen (sowas wird nämlich glaube ich auf den Seiten des AA (BRD) behauptet)? Das hatte mich nämlich bisher dann eher abgehalten.
Der Strassenzustand ist wie in der Türkei. Die Autobahn und die Hauptstrassen sind perfekt ausgebaut. Die Nebenstrassen manchmal etwas rauh.[ -- 1978 -- ] hat geschrieben: ↑Sa 29. Okt 2022, 21:24Noch eine Frage: wie ist der Straßenzustand in Kurdistan? (Bis Hakkari (TR) kenne ich alle Straßen). Danke!
Gruss Bäärti
der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
Re: Irak – eine kleine Rundfahrt durch die Autonome Region Kurdistan
Hab ich so auch in div Berichten gelesen und mich schon auf Diskussionen eingestellt. Bei uns wollte im Juli aber bei der Einreise Fahrzeug niemand den Pass. Keine Ahnung ob wir jetzt die Ausnahme der Regel waren oder ob das von der Tagesform abhängt.Verstehe ich das richtig: für das Einführen des Kfz musste bisher hier niemand seinen Pass im Orginal an der Grenze hinterlegen (sowas wird nämlich glaube ich auf den Seiten des AA (BRD) behauptet)? Das hatte mich nämlich bisher dann eher abgehalten.
Ja, der Reisepass des Fahrers muss hinterlegt werden. Mit guten Argumenten kann das aber wegdisskutiert werden.
Gruß Bernd
-
[ -- 1978 -- ]
- Beiträge: 7
- Registriert: Sa 29. Okt 2022, 15:14
Re: Irak – eine kleine Rundfahrt durch die Autonome Region Kurdistan
Vielen Dank Euch allen für die Auskünfte. Das klingt ja erst mal vielversprechend -- die Gegend würde mich ja schon reizen. Und im Moment sind ja, je nach dem was man riskieren/machen will, gar nicht so viele interessante Ziele ohne Verschiffung möglich... .



