Ich bin erst auf dem Weg dahin. Ja, es sieht so aus, als ginge das nur geführt, ich habe eben noch Restplätze ergattert. Ich plane auch zwei Tage und werde berichten...fourty niner hat geschrieben: ↑Mi 2. Feb 2022, 19:11Ist es richtig, dass man die Sehenswürdigkeiten nur als geführte Tour besichtigen kann?? Ich hatte zwei Tage eingeplant--was empfiehlst Du?
Arabien Winter 2022
Moderator: Moderatoren
Re: Arabien Winter 2022
Re: Arabien Winter 2022
Abha ist die Hauptstadt der Provinz Asir, liegt auf 2200m Höhe und hat 200.000 Einwohner. Viele neue Gebäude wie das bombastische Provinzregierungsgebäude mit einer ebenso bombastischen Flagge davor sind dem traditionellen Baustil nachempfunden.
Die weiteren in meiner Literatur erwähnten Sehenswürdigkeiten sind schwer zu finden und/oder im Winter oder dauerhaft geschlossen. Der Green Mountain, die Seilbahn, das Asir-Regionalmuseum: alles zu.
Vom Dach des Abha Palace Hotel hat man immerhin eine schöne Aussicht auf die Stadt, ebenso vom Debbah Walkway hinunter ins tiefe Tal.
Die historischen Reste, der Shada Palace, die Ottoman Bridge, das Viertel Al Basta und das Shamsan Ottoman Castle sind gut versteckt, aber die Suche macht Spaß und endet erfolgreich. Allerdings sind der Palace und das Castle auch zugesperrt.
Dennoch ein angenehmer und nach den langen Autofahrten erholsamer Tag. In bzw. besser auf „The Roof“ im Hotel Blue Inn finde ich auch ein ganz leckeres Abendessen mit toller Aussicht.
Die weiteren in meiner Literatur erwähnten Sehenswürdigkeiten sind schwer zu finden und/oder im Winter oder dauerhaft geschlossen. Der Green Mountain, die Seilbahn, das Asir-Regionalmuseum: alles zu.
Vom Dach des Abha Palace Hotel hat man immerhin eine schöne Aussicht auf die Stadt, ebenso vom Debbah Walkway hinunter ins tiefe Tal.
Die historischen Reste, der Shada Palace, die Ottoman Bridge, das Viertel Al Basta und das Shamsan Ottoman Castle sind gut versteckt, aber die Suche macht Spaß und endet erfolgreich. Allerdings sind der Palace und das Castle auch zugesperrt.
Dennoch ein angenehmer und nach den langen Autofahrten erholsamer Tag. In bzw. besser auf „The Roof“ im Hotel Blue Inn finde ich auch ein ganz leckeres Abendessen mit toller Aussicht.
Re: Arabien Winter 2022
Ich treffe Pia, Studentin aus Berlin, die per Autostop mit umgehängter Gitarre in Jordanien und Saudi-Arabien unterwegs ist. Nix für ungut, liebe Overlander und 4WD’ler, aber auf meiner persönlichen Coolness-Skala sticht sie euch aus
. Mich gleich zweimal natürlich. Sie wird abends im hippen Nawat-Café vor der Lokalpresse interviewt und ich darf mich unter’s junge Volk mischen. Am Tag danach war sie im Saudi-TV.
(mit ihrer expliziten Erlaubnis)
Ich wünsche ihr für ihren weiteren Trip alles Gute, folge ihr auf Instagram unter „travelbysmile“ („young spirit“, Ihr erinnert euch
), und sehe eine bessere Welt kommen mit solchen Kulturbrücken bauenden jungen Leuten. Wovon es in meiner Wahrnehmung viele gibt.
(mit ihrer expliziten Erlaubnis)
Ich wünsche ihr für ihren weiteren Trip alles Gute, folge ihr auf Instagram unter „travelbysmile“ („young spirit“, Ihr erinnert euch
Re: Arabien Winter 2022
Näher an den Jemen, Jizan, Nadjran traue ich mich nicht angesichts der jüngsten Huthi-Drohnenangriffe auf Jizan aber auch auf Abu Dhabi und Dubai. Sondern kehre nach Jeddah zurück und wende mich nun nach Norden.
Zuerst erreiche ich aber den wahrscheinlichen geografischen Höhepunkt der Reise, im Al Soudhan Nationalpark erreicht die Straße 2900 Meter. Aus dem Tal führt eine Seilbahn herauf, aber, natürlich, geschlossen.
Parallel führt auch eine erneut steile und kurvige Straße ins Tal, die auf wenigen Kilometern 1700 Höhenmeter verliert.
Sie führt zum Dorf Rijal Al-Ma. Hier ist die Vision 2030 schon weit fortgeschritten. Der Dorfkern ist fotogen renoviert, es gibt ein Kaffeehaus, ein Museum und einen Souvenir-Laden und laut Anschlag kann man sogar übernachten.
Außerhalb des Kerns ist noch zu tun.
Dann geht es hinaus in die Küstenebene. Die Landschaft ändert sich, es wird wärmer, in der Spitze heute 33 Grad.
Hm, Google Maps will hier aber durch. Ich versuch’s.
Leider hatte das Schild recht. Google Maps ist wohl schon weiter mit der Vision 2030 als die Realität. Ging aber, es waren nur etwa 20km auf Schotter, verratet es der Autovermietung nicht.
Die Zwischenübernachtung in Qunfudhah belohnt immerhin mit einem schönen Sonnenuntergang, wenn auch mit sonst nicht viel.
Wüstenschiffe mit Passagieren.
80 Kilometer vor Jeddah dann ein Schreckmoment für den Mietwagenfahrer, lacht mich nicht aus.
Aber nach 60 Kilometer Gezuckel mit dem Notrad auf der Pannenspur ist es in einem Vorort von Jeddah wieder schnell geflickt.
Ich kenne mich nun schon aus in Al Balad in Jeddah.
Das Auto hat einen eingebauten Tempo-Piepser, der bei mehr als 120 penetrant anschlägt. Heute war das lästig.
Das kam unerwartet: eine Uferpromenade mit Restaurantzeile in Yanbu.
Somit ist mein Bericht nun auf dem aktuellen Stand. Morgen geht es nach Al Ula.
Zuerst erreiche ich aber den wahrscheinlichen geografischen Höhepunkt der Reise, im Al Soudhan Nationalpark erreicht die Straße 2900 Meter. Aus dem Tal führt eine Seilbahn herauf, aber, natürlich, geschlossen.
Parallel führt auch eine erneut steile und kurvige Straße ins Tal, die auf wenigen Kilometern 1700 Höhenmeter verliert.
Sie führt zum Dorf Rijal Al-Ma. Hier ist die Vision 2030 schon weit fortgeschritten. Der Dorfkern ist fotogen renoviert, es gibt ein Kaffeehaus, ein Museum und einen Souvenir-Laden und laut Anschlag kann man sogar übernachten.
Außerhalb des Kerns ist noch zu tun.
Dann geht es hinaus in die Küstenebene. Die Landschaft ändert sich, es wird wärmer, in der Spitze heute 33 Grad.
Hm, Google Maps will hier aber durch. Ich versuch’s.
Leider hatte das Schild recht. Google Maps ist wohl schon weiter mit der Vision 2030 als die Realität. Ging aber, es waren nur etwa 20km auf Schotter, verratet es der Autovermietung nicht.
Die Zwischenübernachtung in Qunfudhah belohnt immerhin mit einem schönen Sonnenuntergang, wenn auch mit sonst nicht viel.
Wüstenschiffe mit Passagieren.
80 Kilometer vor Jeddah dann ein Schreckmoment für den Mietwagenfahrer, lacht mich nicht aus.
Aber nach 60 Kilometer Gezuckel mit dem Notrad auf der Pannenspur ist es in einem Vorort von Jeddah wieder schnell geflickt.
Ich kenne mich nun schon aus in Al Balad in Jeddah.
Das Auto hat einen eingebauten Tempo-Piepser, der bei mehr als 120 penetrant anschlägt. Heute war das lästig.
Das kam unerwartet: eine Uferpromenade mit Restaurantzeile in Yanbu.
Somit ist mein Bericht nun auf dem aktuellen Stand. Morgen geht es nach Al Ula.
Re: Arabien Winter 2022
Al Ula. Was soll ich sagen. Einerseits sensationelle Landschaft, beeindruckende Sehenswürdigkeiten. Andererseits haben die 2030-Visionäre hier schon ganze Arbeit geleistet und, wie auf der Hochglanz-Webseite https://www.experiencealula.com/ zu lesen, im Monopol einen High-End-Tourismus erschaffen und vielzählige Möglichkeiten zur Schmälerung des Reisebudgets erfunden. Auf der Webseite sowie in einem schicken aber winzigen Visitor Center im Winterpark gibt es auch die Tickets für die jeweils zweistündigen Bustouren (oder teurer mit Landrover) nach Hegra (Madain Saleh) und nach Dadan und Jabal Ikhma.
Das ist in der Tat die einzige Option, diese Stätten zu besuchen. An diesem vollen Wochenende waren auch schon einige Slots ausverkauft, frühzeitiger buchen mag klug sein. Wie Akauka schon schrieb, fahren die Busse nicht zur angegebenen Tour-Zeit ab, sondern deutlich früher.
Hegra war die zweite Hauptstadt der Nabatäer nach Petra. Dadan war eine noch ältere Metropole der lokalen Stämme. Weitere Infos stehen bestimmt in Wikipedia.
In Dadan darf man leider nicht zu den Gräbern hochsteigen, sondern das Löwengrab nur mit verliehenen Ferngläsern von unten betrachten.
Die Felsinschriften am Jabal Ikhma hingegen sieht man aus der Nähe.
Die nachmittägliche Hegra-Tour war schön, aber zwei Tage autonom in Petra umherwandern ist schon das intensivere Erlebnis. Die Tour hat nicht an allen Gräbern gehalten, sondern nur an drei Stellen, plus einem Souvenirshop. Ich fand die Zeit zum Fotografieren ausreichend, solange der Guide seine arabischen Erklärungen abgab, bevor er sich mir auf Englisch gewidmet hat.
Auf der Jagd nach dem besten Fotolicht habe ich mir die Hegra-Tour sogar zweimal zu verschiedenen Tageszeiten gegönnt, nachdem sich plötzlich nochmal ein freier Slot im Buchungsportal aufgetan hat.
Diese zweite Runde am Vormittag war internationaler besetzt und deutlich schwerer in Zaum zu halten. Die italienischen, deutschen, englischen Individualisten haben sich ruck-zuck in der Fläche verteilt und den Zeitplan gesprengt. Man fährt nicht in einem festen Bus, sondern es ist ein Hop-on-Hop-off-System. Sie versuchen zwar, die Gruppe zusammen zu halten, aber man kann auch mal einen Bus auslassen und den nächsten nehmen. Die Vormittagsrunde hielt auch einmal mehr, so dass aus den zwei Stunden am Ende drei wurden. Nur am Abend machen sie wohl Druck wegen Schließung.
Der Bahnhof der Hejaz-Bahn liegt auch auf dem Hegra-Gelände, ist aber aktuell nicht zugänglich, nur aus der Ferne zu sehen. Warum wohl? Vision 2030, es soll ein Hotel entstehen.
Dafür gibt es am Ostrand von Al Ula weitere traurige Reste der Hejaz-Bahn zu finden.
Vieles weitere gibt es auch ohne Tour zu sehen, z.B. Al Ula Old Town, Elephant Rock, Harrat Viewpoint, oder auch einfach nur auf einen Felsen klettern und runterschauen. Ich habe meine zweieinhalb Tage gut gefüllt bekommen. Mit 4WD findet man gewiss weiteren spaßigen Zeitvertreib. Oder mit entsprechendem Geldbeutel auf obiger Webseite.
Es war langes Wochenende, entsprechend viel Publikum war zugegen, soviel Rummel war in ganz Jordanien nicht. Zu allem Überfluss fand ein Radrennen „Saudi Tour“ statt, was das Fortkommen wegen gesperrter Straßen teilweise behindert hat. Bei der Terminplanung lohnt also ein Blick in den Eventkalender.
Der Harrat Viewpoint, in meinem Reiseführer noch als „trauriger Park“ beschrieben, ist nun eine In-Location mit schickem Restaurant und in den schwarzen Basaltschotter eingelassenen schwarzen Rundsofas, beschallt von Rave-Musik. Was der spektakulären Aussicht keinen Abbruch tut, und einmal mehr interessante Begegnungen ermöglichte, wieder mit der Kamera als Aufhänger. Ich werde offensichtlich selbst zum Star vieler Instagram-Stories, den auf mich gerichteten Handys nach zu urteilen.
Hier herauf fährt die saudische Schickeria mit ihren Full-Size-SUVs zum Sonnenuntergang. Der Anteil der Damen mit Nikab (Gesichtsschleier) ist geringer als anderswo.
Ähnlich der Elephant Rock. Drum herum ist ebenfalls eine coole Sundowner-Location eingerichtet, mit Sitzrunden im Sand, Bar, Fackeln, diesmal mit meditativem Saiteninstrument untermalt.
Außerhalb davon kann man aber gut z.B. zum gegenüber liegenden Felstor wandern und eine einsame Aussicht auf den Elefant genießen.
In Al Ula Old Town wurde eine Fußgängerzone (!) und Flaniermeile mit Geschäften, Cafés und Restaurants eingerichtet. Die Autos werden zu einem Nord Parking oder einem South Parking geleitet und man wird mit Gratis-Shuttle-Bus 500 Meter weit herchauffiert. Oder nimmt einen Elektroroller, wie bei uns zuhause. Kann noch nicht lang her sein, die geänderte Verkehrsführung muss tagein tagaus von viel Personal dirigiert werden.
Vom Al Ula Fort kann man aber sehen, dass hinter der Kulisse noch viele alte Lehmhäuser langsam verfallen.
Es ist also alles sehr in dieses vorgedachte Experience-Al-Ula-Erlebniskonzept eingebaut, was gewiss nicht jedermanns Sache ist. Aber deswegen nicht herfahren? Das ist ja auch keine Option.
Den Saudis jedenfalls gefällts und meine Gesprächspartner waren voll des Lobes für ihren Kronprinz, der das Land vorantreibt.
Eine touristische Infrastruktur einen Level niedriger, Mittelklassehotels, ansprechende aber keine „Japanese Fine Dining“ Restaurants, gibt es kaum. Das Wochenende war auch schon gut gebucht. In meiner Not habe ich eine in booking.com von privat angebotene Ferienwohnung für die arabische Großfamilie angemietet, was eine interessante Erfahrung war.
Das ist in der Tat die einzige Option, diese Stätten zu besuchen. An diesem vollen Wochenende waren auch schon einige Slots ausverkauft, frühzeitiger buchen mag klug sein. Wie Akauka schon schrieb, fahren die Busse nicht zur angegebenen Tour-Zeit ab, sondern deutlich früher.
Hegra war die zweite Hauptstadt der Nabatäer nach Petra. Dadan war eine noch ältere Metropole der lokalen Stämme. Weitere Infos stehen bestimmt in Wikipedia.
In Dadan darf man leider nicht zu den Gräbern hochsteigen, sondern das Löwengrab nur mit verliehenen Ferngläsern von unten betrachten.
Die Felsinschriften am Jabal Ikhma hingegen sieht man aus der Nähe.
Die nachmittägliche Hegra-Tour war schön, aber zwei Tage autonom in Petra umherwandern ist schon das intensivere Erlebnis. Die Tour hat nicht an allen Gräbern gehalten, sondern nur an drei Stellen, plus einem Souvenirshop. Ich fand die Zeit zum Fotografieren ausreichend, solange der Guide seine arabischen Erklärungen abgab, bevor er sich mir auf Englisch gewidmet hat.
Auf der Jagd nach dem besten Fotolicht habe ich mir die Hegra-Tour sogar zweimal zu verschiedenen Tageszeiten gegönnt, nachdem sich plötzlich nochmal ein freier Slot im Buchungsportal aufgetan hat.
Diese zweite Runde am Vormittag war internationaler besetzt und deutlich schwerer in Zaum zu halten. Die italienischen, deutschen, englischen Individualisten haben sich ruck-zuck in der Fläche verteilt und den Zeitplan gesprengt. Man fährt nicht in einem festen Bus, sondern es ist ein Hop-on-Hop-off-System. Sie versuchen zwar, die Gruppe zusammen zu halten, aber man kann auch mal einen Bus auslassen und den nächsten nehmen. Die Vormittagsrunde hielt auch einmal mehr, so dass aus den zwei Stunden am Ende drei wurden. Nur am Abend machen sie wohl Druck wegen Schließung.
Der Bahnhof der Hejaz-Bahn liegt auch auf dem Hegra-Gelände, ist aber aktuell nicht zugänglich, nur aus der Ferne zu sehen. Warum wohl? Vision 2030, es soll ein Hotel entstehen.
Dafür gibt es am Ostrand von Al Ula weitere traurige Reste der Hejaz-Bahn zu finden.
Vieles weitere gibt es auch ohne Tour zu sehen, z.B. Al Ula Old Town, Elephant Rock, Harrat Viewpoint, oder auch einfach nur auf einen Felsen klettern und runterschauen. Ich habe meine zweieinhalb Tage gut gefüllt bekommen. Mit 4WD findet man gewiss weiteren spaßigen Zeitvertreib. Oder mit entsprechendem Geldbeutel auf obiger Webseite.
Es war langes Wochenende, entsprechend viel Publikum war zugegen, soviel Rummel war in ganz Jordanien nicht. Zu allem Überfluss fand ein Radrennen „Saudi Tour“ statt, was das Fortkommen wegen gesperrter Straßen teilweise behindert hat. Bei der Terminplanung lohnt also ein Blick in den Eventkalender.
Der Harrat Viewpoint, in meinem Reiseführer noch als „trauriger Park“ beschrieben, ist nun eine In-Location mit schickem Restaurant und in den schwarzen Basaltschotter eingelassenen schwarzen Rundsofas, beschallt von Rave-Musik. Was der spektakulären Aussicht keinen Abbruch tut, und einmal mehr interessante Begegnungen ermöglichte, wieder mit der Kamera als Aufhänger. Ich werde offensichtlich selbst zum Star vieler Instagram-Stories, den auf mich gerichteten Handys nach zu urteilen.
Hier herauf fährt die saudische Schickeria mit ihren Full-Size-SUVs zum Sonnenuntergang. Der Anteil der Damen mit Nikab (Gesichtsschleier) ist geringer als anderswo.
Ähnlich der Elephant Rock. Drum herum ist ebenfalls eine coole Sundowner-Location eingerichtet, mit Sitzrunden im Sand, Bar, Fackeln, diesmal mit meditativem Saiteninstrument untermalt.
Außerhalb davon kann man aber gut z.B. zum gegenüber liegenden Felstor wandern und eine einsame Aussicht auf den Elefant genießen.
In Al Ula Old Town wurde eine Fußgängerzone (!) und Flaniermeile mit Geschäften, Cafés und Restaurants eingerichtet. Die Autos werden zu einem Nord Parking oder einem South Parking geleitet und man wird mit Gratis-Shuttle-Bus 500 Meter weit herchauffiert. Oder nimmt einen Elektroroller, wie bei uns zuhause. Kann noch nicht lang her sein, die geänderte Verkehrsführung muss tagein tagaus von viel Personal dirigiert werden.
Vom Al Ula Fort kann man aber sehen, dass hinter der Kulisse noch viele alte Lehmhäuser langsam verfallen.
Es ist also alles sehr in dieses vorgedachte Experience-Al-Ula-Erlebniskonzept eingebaut, was gewiss nicht jedermanns Sache ist. Aber deswegen nicht herfahren? Das ist ja auch keine Option.
Den Saudis jedenfalls gefällts und meine Gesprächspartner waren voll des Lobes für ihren Kronprinz, der das Land vorantreibt.
Eine touristische Infrastruktur einen Level niedriger, Mittelklassehotels, ansprechende aber keine „Japanese Fine Dining“ Restaurants, gibt es kaum. Das Wochenende war auch schon gut gebucht. In meiner Not habe ich eine in booking.com von privat angebotene Ferienwohnung für die arabische Großfamilie angemietet, was eine interessante Erfahrung war.
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fourty niner
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Re: Arabien Winter 2022
Hallo Wolfgang,
herzlichen Dank für die Informationen zu Al Ula.
Weiterhin gute Reise....
Gruss aus Amman
Fourty Niner
herzlichen Dank für die Informationen zu Al Ula.
Weiterhin gute Reise....
Gruss aus Amman
Fourty Niner
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martin1101
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Re: Arabien Winter 2022
Ja, Al Ula war Anfang 2020 schon sehr auf gehobenen Tourismus ausgerichtet und die Felsengräber nur im Rahmen eines Festivaltickets zu besichtigen. Aber wir konnten wenigstens noch unbehelligt gegenüber dem Elefantenfelsen stehen und die Welt durch den Felsbogen betrachten
Ob das heute noch möglich ist?
Ob das heute noch möglich ist?
Re: Arabien Winter 2022
Ich könnte mir vorstellen, dass das noch geht. In diese Richtung war nichts abgesperrt, und außer zwei Beduinenjungs war da keiner.
Re: Arabien Winter 2022
Tabuk ist schon wieder nah an Jordanien. Der Prophet Mohammed ist auf seinem nördlichsten Feldzug gegen die Byzantiner bis hierher gelangt. Es gibt einen Brunnen, aus dem er getrunken hat, und eine Moschee, die dieses Ereignis würdigt.
Ein osmanisches Fort von 1559, welches aber schon eine über 5000 Jahre alte Vorgeschichte haben soll und im Koran erwähnt ist, beherbergt ein kleines Museum.
Dort kann man lesen, dass Tabuk immer schon in Reise-Blogs beschrieben wurde.
Gegenüber vom Fort lasse ich mich von einer charmanten geschäftstüchtigen Dame in ihr Mud House Museum locken, wo sie für stolze 50 SAR allerlei Flohmarkt-Krams und ein nachgebautes Lehmhaus im Hinterhof mit Alltagsszenen aus dem traditionellen Leben erklärt und einen arabischen Kaffee mit Datteln und Snacks serviert. Meine erste echte „Touristenfalle“ in Saudi-Arabien, aber den Spaß ist es wert.
Eine weitere Attraktion ist das kleine Eisenbahnmuseum zur Geschichte der Hejaz-Bahn. Sie ist mir ja schon öfter auf der Reise begegnet. Die Bahn wurde 1900 bis 1908 von den Osmanen gebaut und führte über 1300 km von Damaskus über Amman, Wadi Rum, Tabuk, Al Ula bis nach Medina, um türkischen und syrischen Pilgern die Wallfahrt nach Mekka zu erleichtern. Ihr Betrieb war aber von kurzer Dauer, im ersten Weltkrieg hatten sich die Araber mit Beteiligung von Lawrence von Arabien von der osmanischen Herrschaft befreit (um danach in künstlichen Grenzen zwischen französischen und englischen Kolonialherren aufgeteilt zu werden). Dabei ging die Bahn kaputt.
Hinter dem kleinen Eisenbahnmuseum im alten Lokschuppen wäre wohl das große Tabuk-Regionalmuseum, das aber wieder einmal geschlossen ist.
Ein osmanisches Fort von 1559, welches aber schon eine über 5000 Jahre alte Vorgeschichte haben soll und im Koran erwähnt ist, beherbergt ein kleines Museum.
Dort kann man lesen, dass Tabuk immer schon in Reise-Blogs beschrieben wurde.
Gegenüber vom Fort lasse ich mich von einer charmanten geschäftstüchtigen Dame in ihr Mud House Museum locken, wo sie für stolze 50 SAR allerlei Flohmarkt-Krams und ein nachgebautes Lehmhaus im Hinterhof mit Alltagsszenen aus dem traditionellen Leben erklärt und einen arabischen Kaffee mit Datteln und Snacks serviert. Meine erste echte „Touristenfalle“ in Saudi-Arabien, aber den Spaß ist es wert.
Eine weitere Attraktion ist das kleine Eisenbahnmuseum zur Geschichte der Hejaz-Bahn. Sie ist mir ja schon öfter auf der Reise begegnet. Die Bahn wurde 1900 bis 1908 von den Osmanen gebaut und führte über 1300 km von Damaskus über Amman, Wadi Rum, Tabuk, Al Ula bis nach Medina, um türkischen und syrischen Pilgern die Wallfahrt nach Mekka zu erleichtern. Ihr Betrieb war aber von kurzer Dauer, im ersten Weltkrieg hatten sich die Araber mit Beteiligung von Lawrence von Arabien von der osmanischen Herrschaft befreit (um danach in künstlichen Grenzen zwischen französischen und englischen Kolonialherren aufgeteilt zu werden). Dabei ging die Bahn kaputt.
Hinter dem kleinen Eisenbahnmuseum im alten Lokschuppen wäre wohl das große Tabuk-Regionalmuseum, das aber wieder einmal geschlossen ist.
Re: Arabien Winter 2022
Als letzte Fahrt des roten Flitzers mache ich einen Ausflug in das Wadi Al-Disah.
Ein wunderschönes Tal, die roten Felsen werden immer höher und stehen immer enger beisammen, bis die Teerstraße zu Ende ist und es für meinesgleichen im sandigen mit Schilf und Palmen bewachsenen Bachbett nicht mehr weitergeht.
Fast totgerittene Toyotas stehen jedoch zu Diensten. Die Angebotsinhalte sind nebulös, die Preise variabel, orientalische Anarchie ist zurück, nach dem durchorganisierten Al Ula. Ich habe nur noch 90 SAR bar in der Tasche, einer der Fahrer ist nach etwas hin und her damit zufrieden, aber ich glaube ich bekomme nicht das volle Programm. Er fährt nämlich nur bis zu der Stelle, wo er zwei verrostete Radnaben aus dem Gebüsch zieht, einlädt und wieder umdreht. Egal, ich konnte ein Stück mehr vom Tal sehen, hatte eh nur begrenzt Zeit, und man hilft ja gerne.
Der Tagesausflug mit 220 km Anfahrt wird diesem Paradies nicht gerecht. Hier würde ich tatsächlich auch gerne einen Allrad-Camper über Nacht unter eine Palme stellen. Jedoch dürfe man das nicht, sagt mir ein uniformierter Naturpark-Wärter, den ich im Namen des Wüstenschiffs gefragt habe. Vielleicht weiter draußen im Tal.
Ein wunderschönes Tal, die roten Felsen werden immer höher und stehen immer enger beisammen, bis die Teerstraße zu Ende ist und es für meinesgleichen im sandigen mit Schilf und Palmen bewachsenen Bachbett nicht mehr weitergeht.
Fast totgerittene Toyotas stehen jedoch zu Diensten. Die Angebotsinhalte sind nebulös, die Preise variabel, orientalische Anarchie ist zurück, nach dem durchorganisierten Al Ula. Ich habe nur noch 90 SAR bar in der Tasche, einer der Fahrer ist nach etwas hin und her damit zufrieden, aber ich glaube ich bekomme nicht das volle Programm. Er fährt nämlich nur bis zu der Stelle, wo er zwei verrostete Radnaben aus dem Gebüsch zieht, einlädt und wieder umdreht. Egal, ich konnte ein Stück mehr vom Tal sehen, hatte eh nur begrenzt Zeit, und man hilft ja gerne.
Der Tagesausflug mit 220 km Anfahrt wird diesem Paradies nicht gerecht. Hier würde ich tatsächlich auch gerne einen Allrad-Camper über Nacht unter eine Palme stellen. Jedoch dürfe man das nicht, sagt mir ein uniformierter Naturpark-Wärter, den ich im Namen des Wüstenschiffs gefragt habe. Vielleicht weiter draußen im Tal.
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Birgitt
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Re: Arabien Winter 2022
Hallo Wolfgang,
es macht Spaß deine Reise mitzuerleben! Danke!

Gute Weiterreise, wir fiebern sicher schon alle der Fortsetzung entgegen!
Birgitt
es macht Spaß deine Reise mitzuerleben! Danke!
Wadi Al-Disah sieht wirklich toll aus, ich habe gleich mal gegoogelt:
Das wird sicher nicht mehr lange dauern, bis das Wadi auch gut durchorganisiert istIn an aim at boosting tourism in Saudi Arabia, the Public Investment Fund (PIF) has launched a development project to improve Wadi Al Disah and prepare it for local and international tourism.
Gute Weiterreise, wir fiebern sicher schon alle der Fortsetzung entgegen!
Birgitt
Re: Arabien Winter 2022
Danke, Birgitt, freut mich wenn's gefällt.
Dir auch einen besonderen Dank für die unermüdlich gesammelten Updates zu den weltweiten Corona-Reisebeschränkungen. Seit Wochen und Monaten meine tägliche Abendlektüre.
Dir auch einen besonderen Dank für die unermüdlich gesammelten Updates zu den weltweiten Corona-Reisebeschränkungen. Seit Wochen und Monaten meine tägliche Abendlektüre.
Re: Arabien Winter 2022
Vorerst ist mein Bedarf an Wüstenautobahn gedeckt. Ein Flugzeug katapultiert mich ins glitzernde und steinreiche Arabien, nach Riyad.
Ich habe einen neuen Mietwagen.
Der auch weiß ist.
Ich habe mir Riyad größer vorgestellt. Von der Sky Bridge auf dem Kingdom Center sieht man in jeder Richtung den Rand, und vom überraschend kleinen Flughafen war die Stadt noch gar nicht zu sehen. Sieht aus wie ein zu groß geratenes Wüstendorf, durch das man eine breite Schneise geschlagen hat und ein paar extravagante Hochhäuser daran aufgereiht hat.
So auch „The Globe“, der interessante Perspektiven ermöglicht.
Das Fort Masmak spielte 1902 eine wichtige Rolle bei der Rückeroberung von Riyad durch Abd al-Aziz ibn Saud, und beherbergt ein schönes kleines Museum zu eben dieser Geschichte.
Der Deera Square. Nein, Saudi-Arabien ist noch kein „normales“ Land. Ich gehe nicht näher darauf ein, wer es genau wissen will, muss es googlen.
Sehr zu empfehlen ist das Nationalmuseum, dass mir doch noch einen Blick auf die große Moschee und die Kaaba in Mekka erlaubt. Aber auch die arabische Geschichte von der Steinzeit bis heute anschaulich präsentiert, und dabei auch die vorislamische Periode ausführlich darstellt.
Die historische saudische Hauptstadt Diriyah, Weltkulturerbe, ist fest in den Klauen der Visionäre und in den fleißigen Händen der Bangladeshis und Somalier. In vier Monaten soll es fertig sein, sagt mir einer, 40 world class hotels and resorts, 100 places to dine and celebrate und ein breathtaking escarpment walk. In der Tat sieht es nach Endphase der Baustelle aus, und man kann immerhin schon von einer neuen Aussichtsplattform rüber zur alten Stadt gucken.
Am Bauzaun kann man die Vision studieren und ist sich nicht sicher, ob das gut ist.
Absichtlich kein Foto zeige ich von einem Ort, der im Internet als „Edge of the World“ gehypt wird, und teils sogar behauptet wird, man könne auch mit PKW hinfahren. Auch ich habe mich verleiten lassen, habe aber schnell aufgegeben, obwohl ich sonst vor Schotterstraßen mit PKW nicht zurückschrecke. Ich wurde von einer Truppe junger Männer, arabisch, italienisch, indisch, im großen SUV dann doch noch dorthin mitgenommen, aber auch der SUV tat sich an einigen Stellen sehr schwer. Hinzu kommt, dass man die Piste nach einem tödlichen Unfall von italienischen Touristen 6 km und ein weiteres Mal 2 km vor dem Rand mit Schotterdämmen unpassierbar gemacht hat. Was man erst an Ort und Stelle bemerkt, vorher gewarnt wird nicht.
Ich rate ernsthaft davon ab, dorthin zu fahren, schon gar nicht spät am Tag. Auf dem Rückweg sind uns 30 Minuten vor Sonnenuntergang vier Inder, darunter eine Dame, kurz hinter der ersten Sperre zu Fuß entgegengekommen. Wir konnten sie hoffentlich von der Umkehr überzeugen. Die Vision 2030 hat diesen Ort noch nicht sichtbar ins Visier genommen.
Ich habe einen neuen Mietwagen.
Der auch weiß ist.
Ich habe mir Riyad größer vorgestellt. Von der Sky Bridge auf dem Kingdom Center sieht man in jeder Richtung den Rand, und vom überraschend kleinen Flughafen war die Stadt noch gar nicht zu sehen. Sieht aus wie ein zu groß geratenes Wüstendorf, durch das man eine breite Schneise geschlagen hat und ein paar extravagante Hochhäuser daran aufgereiht hat.
So auch „The Globe“, der interessante Perspektiven ermöglicht.
Das Fort Masmak spielte 1902 eine wichtige Rolle bei der Rückeroberung von Riyad durch Abd al-Aziz ibn Saud, und beherbergt ein schönes kleines Museum zu eben dieser Geschichte.
Der Deera Square. Nein, Saudi-Arabien ist noch kein „normales“ Land. Ich gehe nicht näher darauf ein, wer es genau wissen will, muss es googlen.
Sehr zu empfehlen ist das Nationalmuseum, dass mir doch noch einen Blick auf die große Moschee und die Kaaba in Mekka erlaubt. Aber auch die arabische Geschichte von der Steinzeit bis heute anschaulich präsentiert, und dabei auch die vorislamische Periode ausführlich darstellt.
Die historische saudische Hauptstadt Diriyah, Weltkulturerbe, ist fest in den Klauen der Visionäre und in den fleißigen Händen der Bangladeshis und Somalier. In vier Monaten soll es fertig sein, sagt mir einer, 40 world class hotels and resorts, 100 places to dine and celebrate und ein breathtaking escarpment walk. In der Tat sieht es nach Endphase der Baustelle aus, und man kann immerhin schon von einer neuen Aussichtsplattform rüber zur alten Stadt gucken.
Am Bauzaun kann man die Vision studieren und ist sich nicht sicher, ob das gut ist.
Absichtlich kein Foto zeige ich von einem Ort, der im Internet als „Edge of the World“ gehypt wird, und teils sogar behauptet wird, man könne auch mit PKW hinfahren. Auch ich habe mich verleiten lassen, habe aber schnell aufgegeben, obwohl ich sonst vor Schotterstraßen mit PKW nicht zurückschrecke. Ich wurde von einer Truppe junger Männer, arabisch, italienisch, indisch, im großen SUV dann doch noch dorthin mitgenommen, aber auch der SUV tat sich an einigen Stellen sehr schwer. Hinzu kommt, dass man die Piste nach einem tödlichen Unfall von italienischen Touristen 6 km und ein weiteres Mal 2 km vor dem Rand mit Schotterdämmen unpassierbar gemacht hat. Was man erst an Ort und Stelle bemerkt, vorher gewarnt wird nicht.
Ich rate ernsthaft davon ab, dorthin zu fahren, schon gar nicht spät am Tag. Auf dem Rückweg sind uns 30 Minuten vor Sonnenuntergang vier Inder, darunter eine Dame, kurz hinter der ersten Sperre zu Fuß entgegengekommen. Wir konnten sie hoffentlich von der Umkehr überzeugen. Die Vision 2030 hat diesen Ort noch nicht sichtbar ins Visier genommen.
Re: Arabien Winter 2022
Die Wüstenautobahn hat mich wieder.
Vorteil der Wüste: man sieht die Blitzer früher, spätestens an den Bremsspuren davor.
In Hofuf, angeblich die größte Oase der Welt, gleich angrenzend an das größte Erdölfeld der Welt, hat der Ibrahim-Palast ärgerlicherweise mal wieder geschlossen, präsentiert sich von außen aber schön im Abendlicht.
Versöhnt werde ich durch einen Herrn im weißen Gewand, der mich beim Qaisariah Souk herumknipsen sieht, mich herbeiwinkt und in die Baustelle eines gegenüberliegenden Torgebäudes lässt, um vom dortigen Balkon eine Aussicht von oben auf den Souk zu fotografieren.
Dort entdecke ich mit dem Restaurant Sharq (شرق) auch mal ein echtes kulinarisches Highlight, bisher eher eine Seltenheit in Saudi-Arabien.
Auch meine sonstigen Besichtigungen in Hofuf sind schneller fertig als geplant, weil alles geschlossen ist. Wo ist die Vision 2030, wenn man sie braucht?
Das Sahood Fort.
Die Jawatha-Moschee, ein kleiner unscheinbarer Lehmbau, ist angeblich nach Medina die zweitälteste Moschee, in der Freitagsgebete abgehalten wurden, sprich die stammt aus Mohammeds Zeiten. Der schwarze Stein der Kaaba soll dort 22 Jahre lang aufbewahrt worden sein, nachdem er in den frühislamischen Wirren aus Mekka gestohlen wurde.
Der Al-Qarah-Berg ist ein alleinstehendes kleines Kalksteinmassif, das von Höhlen durchzogen ist, welche das ganze Jahr eine konstante Temperatur von 21-23 Grad aufweisen. Die Haupthöhle ist gegen Eintrittsgeld beim kleinen Disney-„Land of Civilizations“ begehbar und geöffnet.
Vorteil der Wüste: man sieht die Blitzer früher, spätestens an den Bremsspuren davor.
In Hofuf, angeblich die größte Oase der Welt, gleich angrenzend an das größte Erdölfeld der Welt, hat der Ibrahim-Palast ärgerlicherweise mal wieder geschlossen, präsentiert sich von außen aber schön im Abendlicht.
Versöhnt werde ich durch einen Herrn im weißen Gewand, der mich beim Qaisariah Souk herumknipsen sieht, mich herbeiwinkt und in die Baustelle eines gegenüberliegenden Torgebäudes lässt, um vom dortigen Balkon eine Aussicht von oben auf den Souk zu fotografieren.
Dort entdecke ich mit dem Restaurant Sharq (شرق) auch mal ein echtes kulinarisches Highlight, bisher eher eine Seltenheit in Saudi-Arabien.
Auch meine sonstigen Besichtigungen in Hofuf sind schneller fertig als geplant, weil alles geschlossen ist. Wo ist die Vision 2030, wenn man sie braucht?
Das Sahood Fort.
Die Jawatha-Moschee, ein kleiner unscheinbarer Lehmbau, ist angeblich nach Medina die zweitälteste Moschee, in der Freitagsgebete abgehalten wurden, sprich die stammt aus Mohammeds Zeiten. Der schwarze Stein der Kaaba soll dort 22 Jahre lang aufbewahrt worden sein, nachdem er in den frühislamischen Wirren aus Mekka gestohlen wurde.
Der Al-Qarah-Berg ist ein alleinstehendes kleines Kalksteinmassif, das von Höhlen durchzogen ist, welche das ganze Jahr eine konstante Temperatur von 21-23 Grad aufweisen. Die Haupthöhle ist gegen Eintrittsgeld beim kleinen Disney-„Land of Civilizations“ begehbar und geöffnet.
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martin1101
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Re: Arabien Winter 2022
Diriyah konnten wir schon im Frühjahr 2020 nur von der gegenüberliegenden Aussichtspllattform "besichtigen"; Eintritt in dieses Weltkurlturerbe war leider nicht möglich (wie an vielen anderen Orten auch)WolfgangA hat geschrieben: ↑So 13. Feb 2022, 19:47Die historische saudische Hauptstadt Diriyah, Weltkulturerbe, ist fest in den Klauen der Visionäre und in den fleißigen Händen der Bangladeshis und Somalier. In vier Monaten soll es fertig sein, sagt mir einer, 40 world class hotels and resorts, 100 places to dine and celebrate und ein breathtaking escarpment walk. In der Tat sieht es nach Endphase der Baustelle aus, und man kann immerhin schon von einer neuen Aussichtsplattform rüber zur alten Stadt gucken.
20220213-Saudi-Riyad-Diriyah-Edge-of-the-World-0214.JPG
Warst Du jetzt - trotz Pistensperre- dort? Warum willst Du kein Foto zeigen?WolfgangA hat geschrieben: ↑So 13. Feb 2022, 19:47Absichtlich kein Foto zeige ich von einem Ort, der im Internet als „Edge of the World“ gehypt wird, und teils sogar behauptet wird, man könne auch mit PKW hinfahren. Auch ich habe mich verleiten lassen, habe aber schnell aufgegeben, obwohl ich sonst vor Schotterstraßen mit PKW nicht zurückschrecke. Ich wurde von einer Truppe junger Männer, arabisch, italienisch, indisch, im großen SUV dann doch noch dorthin mitgenommen, aber auch der SUV tat sich an einigen Stellen sehr schwer. Hinzu kommt, dass man die Piste nach einem tödlichen Unfall von italienischen Touristen 6 km und ein weiteres Mal 2 km vor dem Rand mit Schotterdämmen unpassierbar gemacht hat. Was man erst an Ort und Stelle bemerkt, vorher gewarnt wird nicht.
Wir sind 2020 dorthin - die Piste ist allerdings mit normalem Pkw kaum zu schaffen- ie 30km -größtenteils Tiefsandpiste.
Der Platz ist aber schon ganz besonders:
Ist schon ein ganz besonderes Land !
Martin




