Sahara im Mai/Juni

Kultur, Natur, Unterkunft, Reiserouten, Sehenswürdigkeiten, Tourismus Staaten: Marokko/Sahara, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten.

Moderator: Moderatoren

Antworten
cloudy
Beiträge: 7
Registriert: Di 28. Feb 2023, 23:45

Sahara im Mai/Juni

Beitrag von cloudy »

Hallo miteinander,

wir wollen im Mai/Juni mit unserem Landrover Defender durch Tunesien reisen, die Sanddünen in der Sahara sind durchaus der für uns wichtigste Teil. Wüstenerfahrung ist bereits vorhanden.

Wir haben vor, uns vor Ort mit Gleichgesinnten zusammen zu schließen um gemeinsam durch die Sanddünen zu fahren, oder wenn das nicht möglich ist, uns einen Guide vor Ort nehmen. Die heißen Temperaturen im Mai/Juni machen uns nichts aus, eher im Gegenteil, wir genießen die Hitze.

Da die ganzen Tourenanbieter im März/April und dann erst wieder ab September unterwegs sind, fragen wir uns:
Spricht außer der Hitze etwas dagegen, die Wüste im Mai/Juni zu befahren? Wetterkapriolen? Trockenerer Sand der nicht mehr zu befahren ist? Sonstige Unwägbarkeiten?

Hat jemand Erfahrung damit? Würde mich über inputs freuen. Danke schon mal,
Claudi
globenomaden
Beiträge: 126
Registriert: Mi 13. Jan 2016, 17:58

Re: Sahara im Mai/Juni

Beitrag von globenomaden »

Hi,
die ganzen Tourenanbieter sind nur deswegen im Mai/Juni nicht unterwegs weil den meisten Leuten Temperaturen von permanent 40 Grad oder darüber einfach zu heiss sind. Ansonsten spricht da nichts dagegen.
Wir sind früher auch im Mai in Algerien und Lybien unterwegs gewesen. Das ausschaufeln macht bei über 40 Grad natürlich keinen Spass. Oftmaliges Einsanden ist da nicht so optimal. Weicher Sand bleibt aber weicher Sand, egal bei welchen Temperaturen.
Dafür ist es am Abend und am Morgen schön warm und man muss sich nichts anziehen.

Viel Spass (wir schwitzen gerade in Panama bei 36 Grad)

Ciao

Alfred
www.globenomaden.at
cloudy
Beiträge: 7
Registriert: Di 28. Feb 2023, 23:45

Re: Sahara im Mai/Juni

Beitrag von cloudy »

wow, das hört sich doch gut an!

Vielen Dank und schöne Grüße nach Panama- wohin ich es bisher immer nur als Zwischenstopp geschafft habe ;-)
sysiphus
Beiträge: 393
Registriert: Mi 28. Dez 2022, 16:18

Re: Sahara im Mai/Juni

Beitrag von sysiphus »

cloudy hat geschrieben:
Mi 1. Mär 2023, 00:18
Hallo miteinander,

Die heißen Temperaturen im Mai/Juni machen uns nichts aus, eher im Gegenteil, wir genießen die Hitze.

Spricht außer der Hitze etwas dagegen, die Wüste im Mai/Juni zu befahren? Wetterkapriolen? Trockenerer Sand der nicht mehr zu befahren ist? Sonstige Unwägbarkeiten?

Hat jemand Erfahrung damit? Würde mich über inputs freuen. Danke schon mal,
Claudi
Gewöhnlich gab es (vor allem in der Zentralsahara, von der Tunesien gelegentlich auch etwas abbekommt) ab April Sandwinde und auch sonst keine besonders klare Luft (Fotos!). So war es - aber das war davor, denn nun hat die Klimaproblematik natürlich auch das jeweile Wetter nahezu unwägbar gemacht!
Sicher ist: der Sand ist durchweg trocken und damit weich. Buddeln ist dann irgendwann etwas mehr, als nur physische Anstrengung. Die Mechanik ist ebenfalls unter Dauerstress.

Hitze: das bedeutet aber nicht nur Gradzahlen, sondern auch Luftfeuchtigkeit, Luftdruck und allgemeine Strahlungsverhältnisse. 40° in der Sahara (und das ist zu der Zeit dort oft nur ein unterer Wert) sind nicht gleich mit 40° in Mitteleuropa; der Wasserverbrauch sollte also gut kalkuliert sein!
Orientierung: das Licht ist grell und macht die Geländestrukturen unscharf. Meist ist es besser, auch auch diesem Grund ab ca. Mittag einige Stunden zu rasten. Kurz: man kann es durchziehen, aber ein Vergnügen ist die Fahrt im Mai/Juni wahrscheinlich nicht gerade.
Bäärti
Beiträge: 1569
Registriert: Mo 1. Aug 2005, 20:23
Wohnort: südlich von Luzern... im Herzen der Schweiz, da wos am schönsten ist.
Kontaktdaten:

Re: Sahara im Mai/Juni

Beitrag von Bäärti »

sysiphus hat geschrieben:
Mi 1. Mär 2023, 09:31
... Gewöhnlich gab es (vor allem in der Zentralsahara, von der Tunesien gelegentlich auch etwas abbekommt) ab April Sandwinde und auch sonst keine besonders klare Luft (Fotos!). ...
Ja, der "Chamsin".
Der Chamsin bläst normalerweise von Anfang April bis Mitte Mai. Dann gibt es oft heftige Sandstürme und der Himmel ist dann tagelang grell-staubig-trübgelb. Oder wochenlang.

Gruss Bäärti
der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
cloudy
Beiträge: 7
Registriert: Di 28. Feb 2023, 23:45

Re: Sahara im Mai/Juni

Beitrag von cloudy »

vielen Dank für die weiteren Inputs!

Nun, wir haben keine Ambitionen, die höchsten und schwierigsten Dünen zu erklimmen, da haben wir uns in Marokko schon ausgetobt. Uns schwebt eher eine Route vor, bei der wir es ein bisschen "gemütlicher" angehen können, kleine feine Dünen, wobei Steckenbleiben natürlich immer auf dem Plan steht ;-) schon klar. Aber bei der durch die hohen Temperaturen bedingten ohnehin schon größeren Belastung wollen wir versuchen, weder den Landy noch uns selber über Gebühr zu strapazieren. Mal sehen, ob uns das gelingt.

Nachdem wir gerade eben in Ghana den Dunst des Harmattan "genießen" durften, wäre es natürlich schön, wenn der Chamsin Gnade mit uns walten lässt.
sysiphus
Beiträge: 393
Registriert: Mi 28. Dez 2022, 16:18

Re: Sahara im Mai/Juni

Beitrag von sysiphus »

cloudy hat geschrieben:
Mi 1. Mär 2023, 10:40


Nun, wir haben keine Ambitionen, die höchsten und schwierigsten Dünen zu erklimmen, da haben wir uns in Marokko schon ausgetobt. Uns schwebt eher eine Route vor, bei der wir es ein bisschen "gemütlicher" angehen können, kleine feine Dünen, wobei Steckenbleiben natürlich immer auf dem Plan steht ;-) schon klar.Mal sehen, ob uns das gelingt.
Vergesst die kleinen Dünengebiete in Marokko, nicht die Höhe ist entscheidend und die Dünen im tunesischen "Sperrgebiet" sind auch wesentlich tückischer! "Gemütlich" ist das - besonders zu dieser Jahreszeit - nicht so oft.
Aber gut, Eure Entscheidung steht wohl. Wünsche guten Verlauf!
middeldorfklaus3
Beiträge: 423
Registriert: So 11. Sep 2022, 19:29

Re: Sahara im Mai/Juni

Beitrag von middeldorfklaus3 »

Ich war früher schulferienmässig immer im August unterwegs gewesem ( Ägypten, Tunesien, Marokko und Syrien Jordanien) ist irgendwie immer gegangen weil wir es nicht anders kannten. In der Nacht bis 30 Grad aber man gewöhnt sich dran 😉
Antworten