Westafrika mit Frontantrieb und Hund

Kultur, Natur, Unterkunft, Reiserouten, Sehenswürdigkeiten, Tourismus Staaten: Mauretanien, Mali, Niger, Tschad, Sudan, Süd-Sudan, Äthiopien, Somalia, Senegal, Gambia, Bissau, Guinea, Sierre Leone, Liberia, Cote d' Ivoire, Burkina Faso, Ghana, Togo, Benin, Nigeria, Kamerun, Zentralafrika, Eritrea, Djibouti

Moderator: Moderatoren

sysiphus
Beiträge: 393
Registriert: Mi 28. Dez 2022, 16:18

Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund

Beitrag von sysiphus »

Arakis hat geschrieben:
Sa 6. Mai 2023, 22:45
Ich habe dann stets behauptet der Hund sei krank und dürfe nur Spezialfutter fressen - Das Thema war dann meist ohne weitere Rückfragen erledigt.

Das war eine sehr kluge Taktik! :wink:
Sandlover
Beiträge: 329
Registriert: So 4. Dez 2016, 22:27

Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund

Beitrag von Sandlover »

Hallo Bernhard,

An der Grenze Maroc Mauretanien kannst du den Hund einfach mit an der Leine nehmen. Mit Schlepper, den du nur im mauretanisxhen Teil nehmen kannst, geht es nicht schneller. Fahr mittags an die Grenze, dann bist du abends auf jeden Fall fertig, oder noch früher.
Der Virus Africanus hat schon so manchen erwischt. Auch nach mehreren und immer wieder kehrenden Besuchen des Kontinents bin ich immer noch genauso infiziert wie am Anfang. So sehr ich es auch versuche: ich krieg ihn nicht los!!! :wink:

Viele Grüße Wolfgang
Dieter der Raabe
Beiträge: 60
Registriert: Mi 22. Mär 2006, 17:22
Wohnort: Bad Tölz

Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund

Beitrag von Dieter der Raabe »

Hallo,

wir haben zwar keinen Hund, aber: bei unserer Reise 1992-93 ist einem Mitreisenden sein Hund gestorben, weil der offensichtlich einen vergifteten Köder gefressen hatte, das war vor Dahkla in Marokko. Ist 30 Jahre her, ich weiß nicht ob sowas aktuell noch vorkommt.

Dieter
Mitzi1008
Beiträge: 30
Registriert: Mi 18. Jan 2023, 11:03

Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund

Beitrag von Mitzi1008 »

Moin liebes Forum,
schön nach dem Nachtdienst weiterlesen zu können.
@sandlover; meintest du ich kann meinen Hund mit in die Gebäude nehmen (Zoll, Visum, Versicherung etc.)? Das wäre mir am liebsten!
@Dieter; ja vor Giftköder hab ich auch Angst. Sind deshalb mitten im Maulkorb Training (hab einen besorgt der einen Schutzeinsatz hat), glaub sie hat noch nie so viele Leckerlie bekommen wie jetzt:)

Schönen Sonntag noch!
Sandlover
Beiträge: 329
Registriert: So 4. Dez 2016, 22:27

Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund

Beitrag von Sandlover »

Hallo,

Ja, ich hab vor ein paar Jahren Leute mit Hund innen gesehen.
Der Virus Africanus hat schon so manchen erwischt. Auch nach mehreren und immer wieder kehrenden Besuchen des Kontinents bin ich immer noch genauso infiziert wie am Anfang. So sehr ich es auch versuche: ich krieg ihn nicht los!!! :wink:

Viele Grüße Wolfgang
Marcus der Africanus
Beiträge: 163
Registriert: Fr 17. Jul 2009, 16:07

Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund

Beitrag von Marcus der Africanus »

Das mit den Giftködern in MA ist m.W. immer noch aktuell.
Also in der Nähe von Siedlungen den Hund NIE frei laufen lassen, und aufpassen was er aufnimmt!
todo
Beiträge: 472
Registriert: Mo 22. Dez 2008, 13:15

Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund

Beitrag von todo »

Arakis hat geschrieben:
Sa 6. Mai 2023, 22:45
Und ganz nebenbei: Es soll vorkommen, dass Hunde entführt werden. Immerhin sind sie "exotisch", gesund, gepflegt und (meist) gut erzogen.
das mag stimmen, aber:
ein komplett schwarzer hund symbolisiert im islam den teufel/satan. und manche strenggläubige muslime werden dir erzählen das lt. koran schwarze hunde getötet werden dürfen...
den nimmt niemand freiwillig mit...
sysiphus
Beiträge: 393
Registriert: Mi 28. Dez 2022, 16:18

Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund

Beitrag von sysiphus »

In Ergänzung zu dem, was ich am 6.5. hier schrieb:

Der Hund ist im Islam generell Haram! Und davon gibt es nur drei Ausnahmen:

1. Der Wachhund ist erlaubt
2. Als Beschützer der Felder, (landwirtschaftlichen Anbaus allgemein) gegen andere Tiere
3. Als Jagdhund

Als diese Regeln verkündet wurden, gab es keine europäischen Reisenden mit Hund durch islamisches Gebiet. Das hat sich bekanntlich geändert. Nicht geändert hat sich, dass der Hund noch immer als extrem unrein gilt. Ausserdem akzeptiert auch ein strenggläubiger Muslim den Hund des Touristen, solange der auf Abstand beim Touristen bleibt. Es ist also wie immer: einfach wach und vorausschauend - mit Respekt gegenüber den Einheimischen - handeln.
Viele Rentner überwintern seit Jahren mit Hund in Marokko, fahren in ihrer Weissware mit dem Hund durch Afrika und haben keine prinzipiellen Probleme! Irre mit Giftködern gibt es übrigens auch in Europa - gelegentlich sogar in der Nachbarschaft....
middeldorfklaus3
Beiträge: 423
Registriert: So 11. Sep 2022, 19:29

Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund

Beitrag von middeldorfklaus3 »

Eigene Erfahrungen: Marokko Pisten sind gut befahrbar und es kommt immer mal jemand vorbei zum helfen wenn man steckt.
Sind dzt mit buschtaxi in Mauretanien unterwegs und hier wäre auf den meisten Pisten für mich ein T4 egal ob mit oder ohne allrad ein nogo ( habe selbst einen T4 AXL daheim mit bf goodrichAT 215 35 mit Seikelfahrwerk und unterfahrschutz ) ( aber jeder wie er meint ) Wir haben unseren landcruiser teilweise mit 1bar gefahren und das mit mt mit starker seitenkarkasse und im 4L und dann wieder über 30 cm hohe felsabsätze mit 1,9 BarTeilweise einen Tag lang kaum weiteres Auto getroffen, also Hilfe nicht unbedingt zu erwarten. Ersatzteile wirds für T4 definitiv nicht geben, die gibts hier nicht. Richtig dass die einheimischen hier mit 190 MB über Pisten rumpeln, aber wenn der hin ist dann ist er eben hin, bzw Motorhaube mit Spanngurt befestigt was für einen Sturz die Achsen haben ist hier nicht mehr messbar und mit dem Auto lassen die dich nichtmal mehr nach Marokko rein so wie die aussehen. Hauptstrassen sind kein Problem.
todo
Beiträge: 472
Registriert: Mo 22. Dez 2008, 13:15

Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund

Beitrag von todo »

sysiphus hat geschrieben:
Di 16. Mai 2023, 17:51

Der Hund ist im Islam generell Haram! Und davon gibt es nur drei Ausnahmen:

1. Der Wachhund ist erlaubt
2. Als Beschützer der Felder, (landwirtschaftlichen Anbaus allgemein) gegen andere Tiere
3. Als Jagdhund
korrekt soweit
sysiphus hat geschrieben:
Di 16. Mai 2023, 17:51
Ausserdem akzeptiert auch ein strenggläubiger Muslim den Hund des Touristen, solange der auf Abstand beim Touristen bleibt.
mit einem komplett schwarzen Hund ist es unter umständen leider etwas komplizierter.
der gilt dann nicht einfach nur als unrein,
sondern als teufel.
es existieren diverse fatwas die sogar die tötung eines komplett schwarzen Hundes gutheißen.
Mitzi1008
Beiträge: 30
Registriert: Mi 18. Jan 2023, 11:03

Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund

Beitrag von Mitzi1008 »

Moin, zu Hunden und haram muss ich was loswerden. Ich versuche immer respektvoll zu sein aber Religion, bzw vor allem die (Fehl) Interpretationen, nicht nur im Islam nerven. Nirgends im Koran steht, dass man Frauen scheisse behandeln soll. Genau So Wenig steht dort, dass Hunde haram sind. Mir hat mein (sehr gebildeter) syrischer Arbeitskollege erzählt, dass es eine Legende gibt, dass Hunde Mohammeds Leiche gefressen haben. Legende wohlgemerkt!
Und ja, hier gibt's auch genug Hundehasser. Die nerven mich auch.
Ändert natürlich nix daran dass ich vorsichtig sein werde. Hab jetzt auch nicht so ein Problem damit mit meiner Dame eher weniger Kontakt zu haben. Was mir am meisten Sorge bereitet sind langwierige Grenzkontrollen wo ich sie im Auto lassen muss.

@ middeldorfklaus3; bis Atar ist es ja kein Problem zu kommen oder? Was meinst du ist dort in der Umgebung für mich erreichbar und interessant. Und kennst du sonst in Mauretanien Routen die für mich zu machen wären? Und was meinst du, hätte ich eine Chance an einen der Standorte wo es Wüstenkrokodile gibt ranzukommen?
Sorry für die Fragenattacke:). Vielleicht kannst du (oder sonst jemand) zu einem der Punkte was sagen.
LG, Bernhard
middeldorfklaus3
Beiträge: 423
Registriert: So 11. Sep 2022, 19:29

Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund

Beitrag von middeldorfklaus3 »

Atar geht auch über asphaltstrasse. An der Eisenbahn entlang teilweise gute Piste, oft aber auch weichsand den ich mit einem T4nicht fahren würde, insbesonders da das Auto ja noch für den weiteren Urlaub genutzt werden sollte (da kommt kein ADAC zum abschleppen in nächste Werkstatt) Reifenflickzrug würde ich genug mitnehmen, da gibts nix gescheites herunten. Wüstenkrokodile in matmata gehen definitiv nicht mit T4. Vom Camping in Atar kannst du sicherlich auch was mit Fahrer organisieren lassen.
Zu Mauretanien ist zu sagen dass man sich in Marokko eher wie in Nordeuropa bzg der Infrastruktur fühlt (mauretanien ist weder
mit Tunesien noch mit Marokko vergleichbar)
Sandlover
Beiträge: 329
Registriert: So 4. Dez 2016, 22:27

Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund

Beitrag von Sandlover »

Hallo Bernhard,

Du siehst schon: man kann Mauretanien schlecht beschreiben..

Kontaktiere doch mal Cheldon hier im Forum, die Beiden waren mit einem Sprinter bei den Krokodilen - wenn ich mich nicht täusche.

An der Eisenbahnstrecke nach Choum gibt es ja eigentlich keinen richtigen Weg. Ein paar Fahrspuren und irgendwo fahren geht auch. Ich bin 2 x dort gefahren, 1 x mit dem Hilux, 1 x mit dem Bike. Wenn du mit dem VW Offroaderfahrung hast, dann ist das bestimmt ein Abenteuer.

Auf jeden Fall sehr spannend
Der Virus Africanus hat schon so manchen erwischt. Auch nach mehreren und immer wieder kehrenden Besuchen des Kontinents bin ich immer noch genauso infiziert wie am Anfang. So sehr ich es auch versuche: ich krieg ihn nicht los!!! :wink:

Viele Grüße Wolfgang
middeldorfklaus3
Beiträge: 423
Registriert: So 11. Sep 2022, 19:29

Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund

Beitrag von middeldorfklaus3 »

Abenteuer ist zwar schön, aber er möchte ja weiter fahren, und dafür soll das Auto noch einige tausend km durchhalten, deswegen meine Bedenken. T4 ist halt kein sprinter von igelhaut mit 4x4. Und ich hab eine T4 daheim stehen.
Benutzeravatar
Uwe Schmitz
Moderator
Beiträge: 2755
Registriert: So 31. Jul 2005, 19:07
Wohnort: Rhein-Main

Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund

Beitrag von Uwe Schmitz »

... und da kommt wieder das gewicht ins spiel, was ich in meinem post 3 (S.1) schon erwähnte.
du hast einen recht starken motor, größere breitere reifen, bodenfreiheit, kompressor am bord ...
BPfeilB hey, lass luft ab und gib gas (wenn dein bully nicht überladen ist!).
ich bin mit der viel schlechter motorisierten ente (auch nur fronttriebler) durch so viele dünengebiete in tunesien, libyen, ägypten, sudan, namibia etc. gefahren ... klar ist öfter mal blecheln und schaufeln angesagt, aber durch kam ich immer, und meist alleine (ohne begleit-/rettungsfahrzeug).
klar, da war ich 20 jahre jünger und besser aufgestellt, aber früher gabs kein handynetz, kein satphone, und wenn dann bei dir gar nix mehr gehen sollte, kannst du immer noch anrufen und um hilfe bitten (die dann wahrscheinlich kostet), vorausgesetzt, du hast nummern von leuten vor ort, die helfen können ... inwieweit diese strecken so stark befahren sind, dass du auf bergehilfe warten kannst, vermag ich leider nicht zu sagen.
BPfeilB ich sag nur: möglich wär's, kommt auf die beladung und das eigene vertrauen an.
ich wünsch' dir viel glück/ erfolg bei der entscheidungsfindung. :h:
viele grüße
uwe
Antworten