DR Kongo | Unruhen im Osten der DRC

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Birgitt
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DR Kongo - Unruhen bei Goma und auch bei Ituri

Beitrag von Birgitt »

Auch wenn wir länger nichts mehr zur Situation im Osten des Kongo gesammelt haben, Ruhe ist deshalb nicht eingekehrt. Im Gegenteil. Nahe Goma gab es wieder heftige Zusammenstöße. Und auch in Ituri ist die Lage mehr wie unruhig:
Heavy clashes have broken out in eastern Democratic Republic of Congo between M23 rebels and the army. The fighting near Goma city comes days after peace talks in the Ugandan, capital, Kampala, broke down following two months of negotiations. The BBC's Maud Jullien in DR Congo says the main sticking point is the future of rebel commanders who are targeted by international sanctions. The government has refused to grant them amnesty. Our correspondent says they were offered exile, which the rebels have refused. Meanwhile, further north in DR Congo's Ituri province the medical charity Medecins sans Frontieres (MSF) says 100,000 people have been forced from their homes since August in fighting between the army and another rebel group, the Patriotic Resistance of Ituri Militia (FRPI)
DR Congo soldiers and M23 rebels clash near Goma
25.10.2013 - BBC

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Birgitt
Wolf Rayet 11
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Re: DR Kongo - Unruhen im Osten der DRC

Beitrag von Wolf Rayet 11 »

The Central African Republic is stuck in a cycle of crime and murder. The United Nations have agreed to a military intervention. France fears a genocide. It has decided to double the amount of its soldiers in the African country. Our correspondent Koert Lindijer spoke with soldiers, civilians and clergymen.

http://www.nrc.nl/nieuws/2013/12/01/raw ... -republic/
If you put the federal government in charge with the Sahara Desert, in five years there'd be a shortage of sand
Milton Friedman
Götz Krieger
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Re: DR Kongo - Unruhen im Osten der DRC

Beitrag von Götz Krieger »

Putschgerüchte nach Schusswechsel im Kongo

In der Hauptstadt Kinshasa sollen Rebellen den Rundfunk gestürmt haben. Kongos Regierung erklärt Aufstand wenig später für "besiegt". Unterdessen fliehen die Menschen aus dem Osten nach Uganda.

Mehrere Schusswechsel in der Hauptstadt Kinshasa haben am Montag Putschgerüchte im Kongo ausgelöst. Augenzeugen berichteten, mit Gewehren und Macheten bewaffnete Männer hätten den staatlichen Rundfunksender gestürmt. Schüsse wurden auch von einer Militärbasis nahe des Verteidigungsministeriums, von Kinshasas Flughafen und aus der Nähe einer Residenz von Präsident Joseph Kabila gemeldet. Kurz nach den ersten Schüssen marschierten Soldaten der Präsidialgarde und anderer Einheiten in den Straßen ein. Augenzeugen berichteten von Gefechten....
http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... Kongo.html

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Götz
Birgitt
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DR Kongo - Unruhen im Osten der DRC - Region Beni

Beitrag von Birgitt »

In Eringeti, 55 km nördlich von Beni, Provinz Nord-Kivu, sind am Wochenende 22 Menschen getötet worden. In den letzten zwei Jahren sind fast 700 Menschen in der Region in und um Beni ums Leben gekommen, die meisten von ihnen wurden zu Tode gehackt. Kongolesische Offizielle machen die "Allied Democratic Forces - AFD", eine Gruppe Rebellen dominiert von ugandischen Muslimen, verantwortlich. Wieder andere beschuldigen andere Gruppierungen, u.a. Elemente innerhalb der kongolesischen Armee ...
At least 22 civilians were killed in Democratic Republic of Congo's North Kivu province over the weekend, an official said, blaming the attacks on an armed group led by Ugandan rebels. The killings happened in Eringeti, a town 55km north of the regional hub Beni, a city plagued by a wave of deadly attacks, according to regional official Amisi Kalonda. "Yesterday, they killed 10 civilians. Twelve other bodies were found [on Sunday] in the surrounding villages," he told AFP news agency on Sunday. For the past two years, the region around Beni has been afflicted by a series of killings. Nearly 700 civilians have died, most of whom were hacked to death. Congolese officials have blamed the attacks on the Allied Democratic Forces (ADF), a group of rebels dominated by Ugandan Muslims, but several reports have suggested that other groups - including elements within the Congolese army - took part in some killings.
At least 22 killed in troubled North Kivu province
25.12.2016 - Aljazeera

Viele Tote bei Blutbad im Kongo
25.12.2016 - DW World

In diesem Zusammenhang noch ein sehr erschütternder Artikel vom August

Beni, DRC: 'They hacked him and threw him in a pigsty'
29.08.2016 - Aljazeera

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Birgitt
Alexander
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DR Kongo - Unruhen im Osten der DRC Provinz Kasai

Beitrag von Alexander »

Rebellen haben im zentralen Kongo bei einem Angriff auf einen Fahrzeugkonvoi 42 Polizisten getötet. Die Mitglieder der Kamwina-Nsapu-Miliz hätten bereits am Freitag in der Ortschaft Kasanisha in der Provinz Kasai angegriffen, sagte ein Vertreter des Provinzparlaments am Samstag. Einige der Polizisten seien enthauptet worden. Die Rebellen stahlen demnach auch Waffen und Munition.
Der Standard: 42 Polizisten bei Rebellenangriff im Kongo getötet

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Alexander
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Ugandas Militärintervention im Kongo - Region Erengeti/Beni

Beitrag von Birgitt »

Ugandas Armee greift Stellungen der Rebellenbewegung ADF im Nachbarland Kongo an. 100 Terroristen sollen getötet worden sein ...
Mit Kampfjets und Langstreckenartillerie habe Ugandas Armee (UPDF) ein Lager der Rebellen in der Region Erengeti zerstört. Dort habe die ADF ihre Logistikzentrale unterhalten. „Geheimdienstquellen“ hätten die Zerstörung dieses Lagers und die Zahl der Toten bestätigt. „Je nachdem, welche Informationen wir aus der Aufklärung dieses Angriffes gewinnen, werden wir mit der Operation fortfahren“, so der Armeesprecher. Die Militäroperationen sind das Ergebnis der jüngsten Entwicklungen im Ostkongo, im Gebiet Beni am Fuße des Ruwenzori-Gebirges, das den Ostkongo und Uganda voneinander trennt.
Ugandas Militärintervention im Kongo - Bomben und Granaten zum Fest
27.12.2017 - taz

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BIrgitt
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Gewalt im Kongo DRC | In Ituri brennen die Dörfer

Beitrag von Birgitt »

So viel Schlimmes wie im Osten Kongos passiert, so viel können wir gar nicht posten. Zurzeit ist es wieder besonders übel. Ituri, wo schon vor zwanzig Jahren Krieg zwischen Lendu- und Hema-Milizen Zehntausende Tote forderte, ist - zusätzlich zum Ebola-Ausbruchgebiet - erneut Kriegsgebiet. In der vergangenen Woche wurden durch bewaffnete Überfälle mehr als 100 Tote gezählt. 12.000 Familien – mehr als 60.000 Menschen – sind auf der Flucht. Für die Überfälle in der Region soll ein alter Bekannter verantwortlich sein ...
Die Armee macht für die neue Gewalt in Ituri einen alten Bekannten verantwortlich: Mathieu Ngudjolo, während des Krieges zwischen 2002 und 2003 ein Anführer des mit Kabilas Armee verbündeten Lendu-Milizenverbandes FNI (Front der Nationalisten und Integrationisten) und 2008 an den Internationalen Strafgerichtshof ausgeliefert. Ngudjolo wurde 2012 freigesprochen und 2015 in den Kongo zurückgebracht, wo die Regierung ihn an einen geheimen Ort brachte und seine Rückkehr nach Ituri in Aussicht stellte. Am vergangenen Freitag erklärte Kongos Armeeführung zu den „terroristischen Handlungen“ in Ituri, man gebe bekannt, „dass all diese Übergriffe das Werk eines gewissen Ngudjolo sind“.
Gewalt im Kongo DRC - In Ituri brennen die Dörfer
17.06.2019 - taz



Al Jazeera | Hundreds killed and displaced in interethnic violence in DR Congo

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DR Kongo | Ex-Rebellenchef Ntaganda schuldig gesprochen

Beitrag von Birgitt »

Der ehemalige kongolesische Rebellenchef Ntaganda ist wegen Kriegsverbrechen schuldig gesprochen worden. Der Internationale Strafgerichtshof verurteilte ihn wegen Massakern und Vergewaltigungen im Norden des Kongos ...
Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat den ehemaligen Rebellenchef des Kongos, Bosco Ntaganda, wegen Kriegsverbrechen in allen 18 Anklagepunkten schuldig gesprochen. Der 45-Jährige war für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in den Jahren 2002 und 2003 angeklagt. Dazu gehörten Massaker an Zivilisten, Vergewaltigungen, sexuelle Sklaverei und der Einsatz von Kindersoldaten. Ntaganda wurde als der "Terminator" bekannt. Er war damals Kommandant der Rebellengruppe "Patriotische Kräfte für die Befreiung des Kongos" in der Provinz Ituri im Norden des Landes.
Ex-Rebellenchef des Kongos: "Terminator" in allen Punkten schuldig
08.07.2019 - tagesschau

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DR Kongo | Goma von M23 umzingelt

Beitrag von Birgitt »

Ich wärme den alten Thread wieder auf. Die Nachrichten der letzten Jahre zum Osten Kongos handelten nach wie vor überwiegend von Massakern und Vertreibung. Nun wird es für Goma wieder eng ...
Viele erinnern sich an den November 2012, als die Provinzhauptstadt Goma, direkt an der Grenze zum Nachbarland Ruanda, schon einmal von den Rebellen der M23 (Bewegung des 23. März) erobert wurde. Jetzt stehen die gut trainierten Kämpfer erneut vor den Toren der Handelsmetropole. Am Donnerstag nahmen sie im Handstreich die Kleinstadt Sake ein, rund 25 Kilometer westlich - ein strategisch wichtiger Schritt, denn damit steht quasi das Eingangstor in Richtung Goma offen.
In Goma sind Millionen Menschen eingekesselt
25.01.2025 - ntv

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picco
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Re: DR Kongo | Unruhen im Osten der DRC

Beitrag von picco »

Hoi zämä

Goma ist gemäss Jean Bosco, unserem Guide für den Nyragongo und das Gorillatrecking im Jahr 2016 im Virunga NP, nun in der Hand der Rebellen...

Hier wortwörtlich seine Nachricht an mich:
(Zitat Jean Bosco vom 27.01.2025) From last night, my Goma town is under control of M23 rebels.
We have no water, no food, no electricity.
Kindly put us in your prayers! (Zitat Ende)
Tom Koch
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Re: DR Kongo | Unruhen im Osten der DRC

Beitrag von Tom Koch »

Besteht eine Gefahr, dass die Rebellen die Grenze Richtung Uganda überschreiten? Wie stellt Uganda den Gorilla Tourismus in der Grenzregion zu Kongo sicher?

Tom
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DR Kongo | Goma unter Kontrolle der Rebellen

Beitrag von Birgitt »

Mit Unterstützung Ruandas nehmen die Tutsi-Rebellen der M23 die Handelsmetropole Goma ein. Kongos Armee ergibt sich [...] Das Risiko ist groß, dass sich der Konflikt offiziell zu einem Zwei-Staaten-Krieg ausweitet, in welchen dann auch die Nachbarländer Uganda und Burundi hineingezogen werden. Burundi hat bereits Truppen in den Kongo entsandt, um Kongos Armee zu helfen. Uganda steht traditionell auf der Seite Ruandas, unterstützt ebenfalls die M23 ...

Goma unter Kontrolle der Rebellen, großer Krieg droht
28.01.2025 - ntv

In der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa attackierten Demonstranten die Botschaften mehrerer Staaten, denen sie Untätigkeit angesichts der anhaltenden Gewalt vorwerfen. Es kommt zu wütenden Protesten. Ziel der Gewalt sind neben den Botschaften von Frankreich, Belgien und der Niederlande auch mehrere afrikanische Landesvertretungen. Betroffen ist auch die deutsche Konrad-Adenauer-Stiftung ...

Demonstranten attackieren westliche Botschaften in Kinshasa
28.01.2025 - ntv

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Birgitt
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Achim Vogt
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Re: DR Kongo | Unruhen im Osten der DRC

Beitrag von Achim Vogt »

Lieber Tom,
Tom Koch hat geschrieben:
Di 28. Jan 2025, 14:46
Besteht eine Gefahr, dass die Rebellen die Grenze Richtung Uganda überschreiten? Wie stellt Uganda den Gorilla Tourismus in der Grenzregion zu Kongo sicher?
Uganda und Rwanda sind weiterhin sicher! Beide Staaten sind im Osten des Kongo militärisch aktiv. Ein Besuch bei den Gorillas ist kein Problem. Die Gruppen sind geführt und von bewaffneten Rangern begleitet (allerdings vor allem wegen der Waldelefanten, die auch schon mal aggressiv auf Besucher reagieren können).

Nicht übernachten würde ich vorerst im Ishasha-Sektor des Queen Elizabeth National Park, da die beiden Public Campsites unmittelbar am Ufer des Grenzflusses zu Kongo liegen. Da wäre mir das Risiko zu groß.

Viele Grüße
Achim
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Re: DR Kongo | Unruhen im Osten der DRC

Beitrag von Birgitt »

Die veränderten Kalkulationen der Sponsoren der Rebellengruppe M23 könnten einen weiteren Krieg in der Region der Großen Seen auslösen, was die Bedeutung eines raschen Handelns afrikanischer Vermittler und globaler Partner zur Beendigung der Kämpfe unterstreicht ...

Risk of Regional Conflict Following Fall of Goma and M23 Offensive in the DRC
29.01.2025 - Africa Center for Strategic Studies

Wie Achim an anderer Stelle schreibt, dringen die Rebellen inzwischen schnell von Goma aus Richtung Süden vor. Die Einnahme der Stadt Bukavu wird für das Wochenende erwartet.

Gruß
Birgitt
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