"Out of Africa" | Stammt der Mensch aus Afrika?

Kultur- und Politikgeschichte über die im Wüstenschiff behandelten Regionen.

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Alexander
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Warum der moderne Mensch aus Afrika kommt

Beitrag von Alexander »

Neues zur Mensch-aus-Afrika-Theorie:
Mit Hilfe von Computersimulationen haben Wissenschaftler die statistische Wahrscheinlichkeit von Wanderbewegungen wie der des Homo sapiens berechnet und zeigen damit, warum der Ursprung in Afrika lag und warum sich Homo sapiens gegen Arten wie den Neandertaler oder den Denisova-Mensch durchsetzen konnte.
Grewi: Warum der moderne Mensch aus Afrika kommt

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Alexander
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Birgitt
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"Out of Africa" | Kam Homo sapiens früher nach Europa?

Beitrag von Birgitt »

Wissenschaftler sind sich einig: Der moderne Mensch hat von Afrika aus die Welt erobert. Neue Forschungsergebnisse lassen jetzt vermuten, dass Homo sapiens schon viel früher nach Europa kam als bisher vermutet ...
Die Vorfahren der Menschen stammten aus Afrika - darüber ist sich die Forschung heute einig. Doch lange wurde die Auswanderung des modernen Menschen auf einen Zeitraum von 60.000 - 120.000 Jahren vor heute datiert. Doch Homo sapiens hat Afrika offenbar schon vor mehr als 200.000 Jahren verlassen. Und mindestens Griechenland erreicht - das jedenfalls legt eine neue Studie in der Fachzeitschrift "Nature" nahe. Die Apidima-Höhle liegt unweit der Küste am Südzipfel der griechischen Halbinsel Peleponnes. Sie ist eine wissenschaftliche Schatztruhe. Mehr als 30.000 fossile Fundstücke wurden hier schon entdeckt, darunter auch die beiden Schädel, um die es jetzt geht.
Kam Homo sapiens früher nach Europa?
10.07.2019 - tagesschau

Apidima Cave fossils provide earliest evidence of Homo sapiens in Eurasia
10.07.2019 - nature

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Birgitt
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Botswana | Forscher wollen Wiege des modernen Menschen entdeckt haben

Beitrag von Alexander »

Der moderne Mensch entwickelte sich vor mindestens 200.000 Jahren in Afrika. Wo genau, will nun eine Studie identifiziert haben.
Wissenschaftler haben einer neuen Studie zufolge erstmals die genaue Geburtsstätte des modernen Menschen ausfindig gemacht. Der Homo sapiens sapiens habe vor etwa 200.000 Jahren im Norden des heutigen Botswana gelebt, bevor er in andere Regionen abgewandert sei, heißt es in der Studie, die im Fachmagazin "Nature" veröffentlicht wurde.
SPON: Forscher wollen Wiege des modernen Menschen entdeckt haben

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Alexander
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Birgitt
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"Out of Africa" | Auch Afrikaner besitzen Neandertaler-Gene

Beitrag von Birgitt »

Gingen Genetiker bislang davon aus, dass afrikanische Menschenpopulationen kaum bis keine Gene des Neandertalers besitzen, zeigt eine aktuelle Studie, dass der Neandertaler auch im Genom afrikanischer Populationen Spuren hinterlassen hat, obwohl diese sich eigentlich isoliert von Europa entwickelt haben. Der Grund für die erstaunliche Entdeckung war offenbar eine frühere Rückwanderung auf den afrikanischen Kontinent ...

Auch Afrikaner besitzen Neandertaler-Gene
31.01.2020 - grenzwissenschaft aktuell und Cell, (doi.org/10.1016/j.cell.2020.01.012)


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Saudi-Arabien | 120.000 Jahre alte Menschenspuren in der Nefud-Wüste entdeckt

Beitrag von Birgitt »

Schon vor 120.000 Jahren zogen Vertreter des Homo sapiens durch das Innere der Arabischen Halbinsel. Davon zeugen menschliche Fußspuren, die Forscher in der Nefud-Wüste in Saudi-Arabien entdeckt haben. Sie sind der älteste Beleg für die Präsenz des Menschen in dieser Region und bestätigen, dass der Homo sapiens Afrika auch über Arabien verließ. Auch hunderte Abdrücke von Elefanten, Kamelen und anderen Tieren sind an der Fundstelle konserviert ...
... haben Forscher um Matthew Stewart vom Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena eine Ansammlung von hunderten fossilen Fußspuren entdeckt [...] „Fußabdrücke sind eine einzigartige Form fossiler Beweise, da sie Momentaufnahmen aus der Vergangenheit liefern“ [...] Das Entscheidende jedoch: Sieben dieser fossilen Fußspuren stammen von Menschen. Aufgrund ihrer Größe und Form schließen die Wissenschaftler, dass es sich um Abdrücke des Homo sapiens handeln muss. Denn Neandertaler gab es damals auf der Arabischen Halbinsel nicht. „Die Fußabdrücke, die wir gefunden haben, stammen deshalb höchstwahrscheinlich von Angehörigen unserer Spezies, Homo sapiens“, sagt Stewart
120.000 Jahre alte Menschenspuren in Arabien
12.10.2020 - scinexx

Human footprints provide snapshot of last interglacial ecology in the Arabian interior
18.09.2020 - science, DOI: 10.1126/sciadv.aba8940

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Tansania | Lucys rätselhafte Nachbarn in Laetoli

Beitrag von Birgitt »

In der Vulkanasche haben nicht nur Artverwandte von »Lucy« ihre Fußabdrücke hinterlassen. Eine bislang übersehene Spur stammt wohl von einem gänzlich unbekannten Zweibeiner ...
Ganz am Anfang dieser Geschichte steht ein Streich aus dem Jahr 1976: Als der Yale-Paläontologe Andrew Hill eines Abends in Tansania ins Forschungscamp der berühmten Paläoanthropologin Mary Leakey zurücklief, versuchte er einem Klumpen Elefantendung auszuweichen, den ein Kollege nach ihm geworfen hatte. Dabei landete der Forscher mit dem Gesicht direkt vor einem Felsen, in dem sich deutlich versteinerte Fußspuren von Antilopen, Nashörnern und anderen Tieren abzeichneten [...] »Damals waren Strauße, Giraffen, Hyänen und andere Tiere durch die feuchte Vulkanasche gestapft«, erklärt Stephanie Melillo vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Die Paläoanthropologin gräbt mehr als 1000 Kilometer nördlich von Laetoli im Woranso-Mille-Gebiet im Afar-Dreieck von Äthiopien nach Fossilien von frühen Verwandten des Menschen ...
Lucys rätselhafte Nachbarn
01.12.2021 - spektrum und Nature (doi.org/10.1038/s41586-021-04187-7, CC BY 4.0)


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Südafrika | Vormenschen doch älter als „Lucy“

Beitrag von Birgitt »

Verschiebung im Menschenstammbaum: Die berühmten Australopithecus-Fossilien aus der Sterkfontain-Höhle in Südafrika sind eine Million Jahre älter als angenommen, wie nun eine Neudatierung enthüllt. Die Vormenschen-Relikte stammen demnach schon aus der Zeit vor 3,4 Millionen Jahren – und sind damit genauso alt oder älter als vergleichbare Funde aus Ostafrika. Das wirft ein neues Licht auf die Rolle des südlichen Afrika als „Wiege der Menschheit“, wie die Forschenden Darryl Granger von der Purdue University in den USA und seine Kollegen berichten ...

Südafrika: Vormenschen doch älter als „Lucy“
28.06.2022 - scinexx

Cosmogenic nuclide dating of Australopithecus at Sterkfontein, South Africa
27.06.2022 - PNAS, doi.org/10.1073/pnas.212351611

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Äthiopien | Fossilien einer neuen Vormenschenspezies in Ledi-Geraru gefunden

Beitrag von Birgitt »

Seit mehr als 50 Jahren gilt die äthiopische Region Afar als Fundgrube früher menschlicher Fossilien. Nun haben Paläoanthropologen um Brian Villmoare von der University of Nevada/Las Vegas bei Grabungen am Fundplatz Ledi-Geraru fossile Zähne einer bislang unbekannten Spezies der Gattung Australopithecus entdeckt, die vor zirka 2,6 Millionen Jahren existierte. Zu den Australopithecinen zählt auch das berühmte Skelett »Lucy«. Zehn Zähne zeigen ausreichend spezifische Merkmale, um sie von Lucys Art abzusetzen und eine neue Spezies der Australopithecinen zu definieren ...

Fossilien einer neuen Vormenschenspezies gefunden
15.08.2025 - spektrum

New discoveries of Australopithecus and Homo from Ledi-Geraru, Ethiopia
13.08.2025 - nature, doi.org/10.1038/s41586-025-09390-4

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Äthiopien | Vormenschen-Funde bringen Menschenstammbaum durcheinander

Beitrag von Birgitt »

Neue Fossilfunde aus Äthiopien klären die Herkunft eines rätselhaften Vormenschenfossils – werfen aber neue Fragen auf. Die neuentdeckten Knochenteile und Zähne verraten, dass die 3,4 Millionen Jahre alte Fußknochen des Burtele-Fußes aus dem Afar-Dreieck vom Australopithecus deyiremeda stammen müssen – einem frühen, primitiveren Verwandten der berühmten Vormenschenfrau Lucy. Damit ist belegt, dass Lucy und ihre Art damals nicht die einzigen Vormenschen in der ostafrikanischen "Wiege der Menschheit" waren. Doch die Funde bringen auch unsere bisherigen Annahmen zum Menschenstammbaum durcheinander, wie die Forschenden um Yohannes Haile-Selassie von der Arizona State University in „Nature“ berichten ...

Vormenschen-Funde bringen Menschenstammbaum durcheinander
27.11.2025 - scinexx

New finds shed light on diet and locomotion in Australopithecus deyiremeda
26.11.2025 - nature, doi.org/10.1038/s41586-025-09714-4



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Tschad | War Sahelanthropus der erste Vormensch?

Beitrag von Birgitt »

Der aufrechte Gang war ein entscheidender Meilenstein auf dem Weg zum Menschen. Denn erst das zweibeinige Laufen ermöglichte unseren Vorfahren den vielseitigen Einsatz ihrer Hände – beispielsweise um Werkzeuge herzustellen und zu nutzen. Bisher galt der vor rund 4,4 Millionen Jahren in Ostafrika lebende Ardipithecus ramidus als erster teilweise aufrecht laufender Primat – und damit als erster echter Vormensch. Im Jahr 2002 entdeckten Paläontologen in der Djurab-Wüste im Tschad jedoch den rund sieben Millionen Jahre alten fossilen Schädel einer zuvor unbekannten Primatenart. Der Sahelanthropus tchadensis war allerdings archaischer als Ardipithecus und ähnelte noch stark einem Schimpansen. Aber war der Sahelanthropus wirklich nur ein Urzeit-Menschenaffe oder vielleicht doch schon echter Vormensch? Jetzt liefern Neuanalysen der Sahelanthropus-Fossilien darauf eine Antwort. Denn das Team um Scott Williams von der New York University hat drei Merkmale an den Knochen des Urzeit-Primaten entdeckt, die nur bei echten Vormenschen vorkommen ...

War Sahelanthropus der erste Vormensch?
05.01.2026 - scinexx

Earliest evidence of hominin bipedalism in Sahelanthropus tchadensis
02.01.2026 - ScienceAdvances, doi: 10.1126/sciadv.adv0130

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Marokko | Fossilfund beleuchtet die Wurzeln des Homo sapiens

Beitrag von Birgitt »

In der Grotte à Hominidés in Marokko - ein Steinbruch nahe Casablanca - entdeckte Fossilien werfen neues Licht auf den gemeinsamen Vorfahren von Homo sapiens, Neandertalern und Denisova-Menschen. Denn die 773.000 Jahre alten Relikte zeigen eine Mischung archaischer und moderner Merkmale, die diese Frühmenschen an der Wurzel unserer Art ansiedeln. Dies stützt die Annahme, dass unsere Vorfahren nicht in Europa, sondern in Afrika entstanden sind – und es verschiebt die Trennung des Homo sapiens von seinen Vettern weiter in die Vergangenheit, wie die Forschenden um Jean-Jacques Hublin vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig in „Nature“ berichten ...

Fossilfund beleuchtet die Wurzeln des Homo sapiens
08.01.2026 - scinexx

Early hominins from Morocco basal to the Homo sapiens lineage
07.01.2026 - Nature, doi: 10.1038/s41586-025-09914-y

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Kenia | Vollständigstes Skelett des Homo habilis entdeckt

Beitrag von Birgitt »

Am Lake Turkana in Kenia haben Forschende um Frederick Grine von der Stony Brook University das bislang älteste und vollständigste Skelett des Homo habilis gefunden – einem der frühesten Vertreter unserer Gattung. Die gut zwei Millionen Jahre alten Knochen zeigen erstmals, wie Arme und Schultern des Homo habilis gebaut waren. Demnach war dieser Frühmensch noch deutlich kleiner und zierlicher als sein Nachfolger Homo erectus. Er hatte zudem längere Unterarme und stabilere Armknochen. Dies liefert Hinweise auf die Position von Homo habilis im Menschenstammbaum ...

Vollständigstes Skelett des Homo habilis entdeckt
21.01.2026 - scinexx

New partial skeleton of Homo habilis from the upper Burgi Member, Koobi Fora Formation, Ileret, Kenya
13.01.2026 - American Association for Anatomy, doi: 10.1002/ar.70100

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"Out of Africa" | Entstand der erste Vormensch in Europa?

Beitrag von Birgitt »

Out of Europe? Ein in Bulgarien entdeckter Oberschenkelknochen stellt gängige Annahmen zur Menschheitsgeschichte auf den Kopf. Denn das 7,2 Millionen Jahre alte Fossil stammt von Graecopithecus freybergi – einem Menschenvorläufer, der schon aufrecht gehen konnte, wie Knochenmerkmale verraten. Damit ist dieser Hominide ein Bindeglied der Evolution und möglicherweise sogar der erste Vormensch überhaupt. Denn die afrikanischen Menschvorläufer entwickelten sich erst nach ihm ...

Entstand der erste Vormensch in Europa?
05.03.2026 - scinexx

An early form of terrestrial hominine bipedalism in the Late Miocene of Bulgaria
04.03.2026 - Springer, doi.org/10.1007/s12549-025-00691-0

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Südafrika | Rising Star Cave - Frauengrab des Homo naledi

Beitrag von Birgitt »

Kaum eine Frühmenschenart ist so rätselhaft wie der Homo naledi. Seine Fossilien wurden bisher nur in einer einzigen Höhle - der Rising-Star-Höhle in Südafrika - gefunden. Und alle bisher untersuchten Fossilien sind offenbar weiblich. Eine solche rein weibliche Gruppe von Toten ist bisher einzigartig. Doch was steckt hinter diesen offenbar rein weiblichen Toten? Nach Ansicht von Forschenden um Palesa Madupe von der Universität Kopenhagen könnte die einseitige Geschlechtsverteilung der Homo naledi auf eine bewusste Auswahl hindeuten – und eine stark umstrittene These stützen. Nach dieser könnte der Homo naledi seine Toten bereits gezielt und vielleicht sogar im Rahmen von Ritualen in der Höhle bestattet haben. Sollte sich dies bestätigen, wären dies die frühesten Bestattungen der Menschheitsgeschichte ...

Homo naledi: War die Fundhöhle ein reines Frauengrab?
24.06.2026 - wissenschaft.de

Proteomic analysis of dental enamel from 20 Homo naledi individuals shows no male markers
24.06.2026 - Cell, doi: 10.1016/j.cell.2026.05.044

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