Schlangen in Marokko und anderswo

Informationen und Erlebnisse in der Tier- und Pflanzenwelt der bereisten Länder

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Franz
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Re: Schlangen in Marokko und anderswo

Beitrag von Franz »

Hallo Mario,

hier eine Vergrößerung. Die tummelte sich in der Zebrabar.

Bild
Mario Schweiger
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Re: Schlangen in Marokko und anderswo

Beitrag von Mario Schweiger »

Hallo Franz,

ja, es ist eine Psammophis, und ziemlich sicher sibilans.

Mario
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Franz
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Re: Schlangen in Marokko und anderswo

Beitrag von Franz »

Hallo MArio,

danke für die Antwort.
In google, wikipedia usw. finde ich keine ausführlichen Infos.
Das Bild wurde von mir februar 2005 in der Zebrabar/Senegal aufgenommen.
Im Umkreis schlängeln sich mehrere dieser Tierchen,- inwieweit sind die für den Menschen gefährlich?

Auf dem Bild links ist ein roter Punkt im Waran, das ist eine Bisstelle.

besten gruß
Franz
Mario Schweiger
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Re: Schlangen in Marokko und anderswo

Beitrag von Mario Schweiger »

Hallo Franz,

der "rote Punkt" am Waran (schwer zu erkennen) könnte eine parasitierende Milbe sein.
Wenn Du unter Google Bildersuche nach Psammophis sibilans suchst, wirst Du hauptsächlich gestreifte Tiere finden (deutscher Name: gestreifte Sandrennnatter), aber es kommen auch ziemlich häufig einfarbige Tiere vor - Populationsabhängig.
Giftigkeit:
Ich würde etwas vorsichtig sein. Es wird immer noch diskutiert, wie gefährlich die Sandrennnattern wirklich sind. Keinesfalls tödlich, aber mit deutlich merkbaren Vergiftungserscheinungen kann gerechnet werden!

Mario
Mario Schweiger
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Birgitt
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Neues über den sechsten Sinn der Schlangen

Beitrag von Birgitt »

Einige Schlangenarten haben ein besonderes Sinnesorgan, mit dem sie infrarote Strahlung wahrnehmen können: Das Grubenorgan vermittelt den Tieren ein dreidimensionales Wärmebild der Umgebung. Dadurch können sie warmblütige Säugetiere auch bei völliger Dunkelheit aufspüren. Bislang war nicht bekannt, wie dieses Organ elektromagnetische Wellen detektiert und in Nervenimpulse umwandelt. Forscher um David Julius von der University of California in San Francisco fanden jetzt heraus, dass spezielle Ionenkanäle die infrarote Strahlung registrieren ...

REZEPTOREN: Neues über den sechsten Sinn der Schlangen
15.03.2010 - spektrumdirekt

Gruß
Birgitt
ursula
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Namibia Südafrika südliches Afrika Schlangen

Beitrag von ursula »

Zebraschlange

nettes Tierchen, fotografiert am späten Nachmittag in der Nähe von Wassertümpeln

1-5002400.jpg
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3-5002402.jpg
4-5002403.jpg

Zebraschlange und noch mehr Infos dazu
Alexander
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Re: Schlangen in Marokko und anderswo

Beitrag von Alexander »

So sieht also die berühmte Speikobra aus. Ein schönes aber wahrscheinlich auch gefährliches Tierchen.
Wo erstreckt sich das Verbreitungsgebiet der Speikobra?

Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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Mario Schweiger
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Re: Schlangen in Marokko und anderswo

Beitrag von Mario Schweiger »

Hallo 'Ursula,

Traumbilder!
Gott sei Dank schaut sie von Dir weg!
(Oder Sonnenbrille aufgehabt?)

Hallo Alexander,

Speicobras gibts viele :lol:
Fast in ganz Afrika, SO-Asien.

Die hier, Naja nigricincta ist in SW-Afrika - Namibia, angrenzendes Südafrika - verbreitet.

Nur einige Arten:
Naja pallida (rote Speicobra)
Naja nigricollis (Speicobra)
Hemachatus hemachatus (Rinkhals)
Naja nubiae (Nubische Speicobra),
alles Afrikaner.

Mario
Mario Schweiger
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mike45
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Re: Schlangen in Marokko und anderswo

Beitrag von mike45 »

Gerhard Göttler hat geschrieben:Hallo Ursula!

Gerade Dir widersprech ich ja nur ganz ganz ungern! Aber dieser Hinweis "in verdächtigen Gebieten fest auftreten, damit sich auch die schwerhörigste und tumbeste Schlange/Skorpi
noch rechtzeitig vor dir in Sicherheit bringen kann" könnte genau das Gegenteil des Erwünschten bewirken! Du weckst die Schlange, die dann - neugierig geworden - losschlängelt um nachzusehen, wer oder was denn da in ihr Revier getrampelt kam! Meine (ziemlich vielseitigen) Erfahrungen mit Schlangen sagen nämlich, dass diese einfach völlig unberechenbar sind. Die einen fliehen vor Dir (vor mir) panisch, die anderen haben ihren eigenen Kopf und folgen in ihrem Verhalten nur diesem.
Hallo Ursula und Gerhard,

ehrlich gesagt weiss ich auch nicht so recht, was ich von dieser Regel mit dem "ganz fest auftreten" halten soll. :roll:

Bei einigen Erlebnissen von mir hat es offenbar funktioniert, aber ich hab auch schon mindestens zweimal erlebt, dass eine Schlange unbekümmert liegen blieb, die sich dann aber auch nicht irgendwie agressiv verhielt.

Was mich aber bezüglich dem "Schlangen spüren Vibrationen" wundert, ist wie oft es tote Schlange gibt in Situationen, in denen eigentlich genug Vibrationen als Warnung da waren.
Man sieht auf Strassen und am Strassenrand sehr oft totgefahrene Schlangen; aber okay, vielleicht sind Autos einfach zu schnell.
Komischerweise sieht man aber auch in vielen Ländern tote Schlangen oder was davon übrig ist auf Feldern, und zwar da wo zB in Afrika mit Maschinen gearbeitet wird...
Erklären kann ich mir das auch nicht wirklich, so ein Traktor macht eine Menge Lärm und Vibrationen und besonders schnell ist der auch nicht auf dem Feld - wieso gerät Schlange dann unter Traktoreifen oder Scheibenegge ?
Wenn die so toll im Spüren von Vibrationen sind...

Vielleicht hat hier ja einer eine plausible Erklärung dafür.

Mike
ursula
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Zebraschlange Namibia Kobra

Beitrag von ursula »

Mario Schweiger hat geschrieben:Gott sei Dank schaut sie von Dir weg!
(Oder Sonnenbrille aufgehabt?)
hallo Mario
nein, keine Sonnenbrille, aber Autoscheibe oben :)
ich kann dir gerne die Originale schicken, wenn du daran interessiert bist

Grüsse
Ursula
Gerhard Göttler
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Re: Schlangen in Marokko und anderswo

Beitrag von Gerhard Göttler »

Hallo Mike!

Schlangen und Vibrationen,

dazu fällt mir wieder ein, dass ich kürzlich auf einem südfranzösischen Weg (einem Feldweg ähnlich) zu meinem großen Leidwesen mit meinem VW-Bus eine 50, 60 cm große Treppennatter überfahren habe, obwohl ich dort (den schlechten Wegeverhältnissen entsprechend) mit kaum mehr als Schrittgeschwindigkeit unterwegs war. Ich hatte die Schlange zuvor nicht gesehen und das Überfahren erst bemerkt, als ich wenig später dort zu Fuß unterwegs war. Es gab an diesem Weg keinerlei Hindernisse, die die Schlange an einer Flucht seitlich hätten hindern können. Auch war es sommerlich heiß und der Weg der Sonne ausgesetzt.

Schade um das schöne Tier.

Gerhard Göttler
Mathilda
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Re: Schlangen in Marokko und anderswo

Beitrag von Mathilda »

Hi Freunde der sich windenden Art u. hallo Mike,

hab hier auch noch eine zu bestimmende Schlange.
Sie war unter einen Tisch einer Tarangire-NP-Bar (Tansania) :shock:
Sie versuchte, sich großzumachen und richtete ihr Nackenschild auf,
sodass sie kobralike wirkte. Glaube aber nicht an eine Kobraart.

Leider fehlt mir auch die Erklaerung hinsichtl."Warnvibrationen".

LG, Mathilda

Bild
Mario Schweiger
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Re: Schlangen in Marokko und anderswo

Beitrag von Mario Schweiger »

Hallo Mathilda,

bei der Schlange handelt es sich um eine Eierschlange, Dasypeltis sp., höchstwahrscheinlich scabra.
Das einzige, was sich vor ihr fürchten muss, sind - wie der Name schon sagt - ausschließlich Vogeleier.
Auch wenn sie noch so wild auf große, richtige Schlange macht :)

Bezüglich Wahrnehmung und Reaktion auf Vibrationen: Hab jetzt keine Zeit, werde aber in den nächsten Tagen was verfassen :oops:

Mario
Mario Schweiger
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Gerhard Göttler
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Re: Schlangen in Marokko und anderswo

Beitrag von Gerhard Göttler »

Hallo Ringelfreunde,

hab jetzt gerade folgenden Satz beim Thema Treppennatter in wikipedia gefunden:

"Sie gehört zu den Arten, die sehr häufig dem Straßenverkehr zum Opfer fallen".

Ob man daraus schließen darf, dass die Treppennattern Vibrationen nicht wahrnimmt oder einfach nicht vor ihnen flieht?

Bin gespannt, was Mario dazu noch schreibt.

Gerhard Göttler
Mario Schweiger
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Re: Schlangen in Marokko und anderswo

Beitrag von Mario Schweiger »

Ich habe nicht darauf vergessen und es auch nicht verdrängt!
Aber die Zeit ......... :(
Da ich aber nun mit einer PM darauf "ermahnt" wurde, habe ich mir die Zeit einfach nehmen müssen :lol:

Wahrnehmung von Vibrationen:
Wie ja allgemein bekannt und auch gut sichtbar ist, haben Schlangen keine Ohren. Aber es fehlt ihnen nur das äußere Ohr (Trommelfell), das Innenohr ist vollständig vorhanden. Das einzige bei Reptilien vorhandene Gehörknöchelchen, Die Columella auris oder der Stapel, ist mit dem Quadratum (ein Knochen, der den Schädel mit dem Unterkiefer verbindet) verbunden. Erschütterungen des Bodens werden so über die Knochenkette Unterkiefer - Quadratum - Stapel auf das Innenohr übertragen und so für die Schlange wahrnehmbar. Es muss dazu aber der Unterkiefer auf dem Boden aufliegen, was aber bei einer ruhenden Schlange meist der Fall ist. Hat die Schlange den Kopf gehoben, ist das Erkennen von Bodenerschütterungen deutlich herabgesetzt, so liegt die Wahrnehmung mit der Bauchseite unter 10% der Möglichkeit.

Warum Schlangen überfahren werden:
1) Auf "ausgebauten" Asphaltstraßen. Das liegt einerseits daran, dass die Schlangen mit ihren Bauchschildern auf dem "glatten" Asphalt relativ wenig Halt finden, und daher bei Erkennen von Gefahr "nur schwer von der Stelle kommen".
Außerdem können Schlangen (aber auch andere Tiere) durch den Verkehr getötet werden, ohne dass sie direkt mit den Rädern überrollt werden. Ein physikalisches Prinzip ist dafür verantwortlich. Vor einem fahrenden Auto wird Luft hergeschoben, was den Luftdruck ansteigen läßt. Direkt unter der Vorderkante des Wagens (Stossstange) entsteht dann ein Vakuum. Diese plötzliche Luftdruckänderung von Überdruck zu Vakuum führt zu einem Platzen innerer Organe (Lunge). Bei Erdkröten hat man diesen Effekt bereits bei Geschwindigkeiten von 30 km/h nachgewiesen. Deshalb findet man oft äußerlich unverletzte tote Tiere auf den Straßen. Bei Amphibien (Kröten) kann man das auch daran erkennen, dass dann die Zunge herausgestreckt ist.

2) Auf langsam befahrenen "Feldwegen". Es muss betont werden, dass die Intelligenz von Schlangen ungefähr der eines Laibes Brot entspricht. Fährt man nun langsam einen Feldweg entlang und ruht am Wegrand eine Schlange, wird sie bei erkennen der "Gefahr" Schutz suchen - und das ist ja bekanntlich etwas Dunkles. Zu ihrem Leidwesen ist es aber unter einem Auto ebenfalls dunkel. Sie kriecht/schießt daher unter das Auto und wird meist mit den Hinterrädern überrollt.
Mir ist das auch schon des öfteren passiert. Auf Wegen, auf denen ich mit Sicherheit alleine unterwegs war, habe ich bei der Rückfahrt frisch überfahrene Schlangen, aber auch (Eid)Echsen gefunden. Es war mir klar dass ich das selber bei der Hinfahrt war, obwohl ich da nichts auf dem Fahrweg erkennen konnte.

Mario
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