Ich habe nicht darauf vergessen und es auch nicht verdrängt!
Aber die Zeit ......... :(
Da ich aber nun mit einer PM darauf "ermahnt" wurde, habe ich mir die Zeit einfach nehmen müssen
Wahrnehmung von Vibrationen:
Wie ja allgemein bekannt und auch gut sichtbar ist, haben Schlangen keine Ohren. Aber es fehlt ihnen nur das äußere Ohr (Trommelfell), das Innenohr ist vollständig vorhanden. Das einzige bei Reptilien vorhandene Gehörknöchelchen, Die Columella auris oder der Stapel, ist mit dem Quadratum (ein Knochen, der den Schädel mit dem Unterkiefer verbindet) verbunden. Erschütterungen des Bodens werden so über die Knochenkette Unterkiefer - Quadratum - Stapel auf das Innenohr übertragen und so für die Schlange wahrnehmbar. Es muss dazu aber der Unterkiefer auf dem Boden aufliegen, was aber bei einer ruhenden Schlange meist der Fall ist. Hat die Schlange den Kopf gehoben, ist das Erkennen von Bodenerschütterungen deutlich herabgesetzt, so liegt die Wahrnehmung mit der Bauchseite unter 10% der Möglichkeit.
Warum Schlangen überfahren werden:
1) Auf "ausgebauten" Asphaltstraßen. Das liegt einerseits daran, dass die Schlangen mit ihren Bauchschildern auf dem "glatten" Asphalt relativ wenig Halt finden, und daher bei Erkennen von Gefahr "nur schwer von der Stelle kommen".
Außerdem können Schlangen (aber auch andere Tiere) durch den Verkehr getötet werden, ohne dass sie direkt mit den Rädern überrollt werden. Ein physikalisches Prinzip ist dafür verantwortlich. Vor einem fahrenden Auto wird Luft hergeschoben, was den Luftdruck ansteigen läßt. Direkt unter der Vorderkante des Wagens (Stossstange) entsteht dann ein Vakuum. Diese plötzliche Luftdruckänderung von Überdruck zu Vakuum führt zu einem Platzen innerer Organe (Lunge). Bei Erdkröten hat man diesen Effekt bereits bei Geschwindigkeiten von 30 km/h nachgewiesen. Deshalb findet man oft äußerlich unverletzte tote Tiere auf den Straßen. Bei Amphibien (Kröten) kann man das auch daran erkennen, dass dann die Zunge herausgestreckt ist.
2) Auf langsam befahrenen "Feldwegen". Es muss betont werden, dass die Intelligenz von Schlangen ungefähr der eines Laibes Brot entspricht. Fährt man nun langsam einen Feldweg entlang und ruht am Wegrand eine Schlange, wird sie bei erkennen der "Gefahr" Schutz suchen - und das ist ja bekanntlich etwas Dunkles. Zu ihrem Leidwesen ist es aber unter einem Auto ebenfalls dunkel. Sie kriecht/schießt daher unter das Auto und wird meist mit den Hinterrädern überrollt.
Mir ist das auch schon des öfteren passiert. Auf Wegen, auf denen ich mit Sicherheit alleine unterwegs war, habe ich bei der Rückfahrt frisch überfahrene Schlangen, aber auch (Eid)Echsen gefunden. Es war mir klar dass ich das selber bei der Hinfahrt war, obwohl ich da nichts auf dem Fahrweg erkennen konnte.
Mario