A group of international campaigners has launched an online petition against Ethiopia's huge Gibe III dam project. The group wants to put pressure on Western donors and banks not to fund the dam, saying it would destroy the livelihoods of some 500,000 people. The dam is on the Omo River, which flows from southern Ethiopia into Lake Turkana in northern Kenya ...
Der Bau eines riesigen Staudamms am Omo Fluss in Äthiopien wird die Lebensgrundlage von mindestens 200.000 Indigenen zerstören, so die Menschenrechtsorganisation Survival International heute. Zum Kampagnen-Start fordert Survival die äthiopische Regierung auf, das Damm-Projekt, bekannt als Gibe III, zu stoppen. Außerdem appelliert Survival an potentielle internationale Geldgeber das Projekt nicht zu unterstützen, darunter Organisationen wie die Afrikanische Entwicklungsbank, die Europäische Investitionsbank, die Weltbank und die italienische Regierung. ...
zu Staudammprojekten gibt es ja immer pro und contra -
wer interessiert ist an solchen Themen, sollte vielleicht auch einmal die Postings zum Merowe-Staudamm in Sudan lesen.
Äthiopien baut einen Riesen-Staudamm und bedroht damit die Lebensgrundlage Hunderttausender. Die Regierung feiert das Mammutprojekt als wichtigen Entwicklungsschritt für eines der ärmsten Länder der Welt [...] Den meisten Surma und Mursi erscheint Äthopien wie ein fernes Land. Doch die Politik der Regierung betrifft auch sie: Ausgerechnet am Omo will sie eines der monströsesten Bauwerke errichten, das Afrika je gesehn hat. 240 Meter soll die Staumauer von Gibe III in den Himmel ragen. Der Stausee, der sich dahinter erstreckt, soll 151 Kilometer lang sein und 11,75 Milliarden Kubikmeter Wasser fassen. Mindestens zwei Jahre wird es dauern, bis der Omo das Reservoir aufgefüllt haben wird. 1870 Megawatt Strom sollen erzeugt werden ...
Äthiopiens Behörden haben versehentlich anspruchsvolle Pläne für die Umsiedlung indigener Völker enthüllt. Die indigenen Völker des Unteren Omo-Tals stehen einem weitreichenden Plantagenprogramm im Weg. Eine Karte der Pläne wurde in einem internen Bericht der äthiopischen Wildschutzbehörde (Wildlife Conservation Authority) veröffentlicht, welcher die Umweltverträglichkeit geplanter Zuckerrohrplantagen untersuchte [...] Die Karte zeigt auch die Ausmaße des Projektes, welches bereits das Land der Mursi, Bodi und Kwegu zerstört. Verlässliche Quellen haben gegenüber Survival bestätigt, dass der Bau von mindestens drei Umsiedlungslagern auf dem Land der Bodi im Norden des Unteren Omo-Tals bereits begonnen hat ...
Neue fotografische Beweise zeigen, dass Äthiopiens umstrittenes Plantagenprogramm den Unteren Omo-Fluss, stark beeinträchtigt. Der Fluss ist die Lebensader von rund 100.000 Indigenen. Flussabwärts des umstrittenen Gibe III-Staudammes wird der Omo-Fluss nun in einen von vielen neuen Bewässerungskanälen umgeleitet. Die Kanäle sollen ein anspruchsvolles Plantagenprogramm von staatlichen und privaten Investoren bewässern [...] Die schädlichen Auswirkungen der Plantagen auf das UNESCO-Weltkulturerbe des Unteren Omo-Tals sind bereits bemerkbar. Die künstlichen Kanäle spielen dabei eine wesentliche Rolle. Die Regierung gibt so gut wie nichts über das Plantagenprogramm preis [...] Der Gibe III-Damm wird 200 km flussaufwärts den natürlichen Strom des Flusses und die jährlichen Überflutungen unterbrechen. Tausende Indigene werden wertvolles Ackerland verlieren.
Hunderttausenden Menschen droht eine ökologische Katastrophe: Ein gigantischer äthiopischer Staudamm könnte dazu führen, dass der Turkana-See in Kenia noch weiter austrocknet. Die Region gilt jetzt schon als eine der gewalttätigsten Afrikas - die Konflikte würden sich weiter verschärfen ...
The Ethiopian government is forcibly displacing tens of thousands from their land to make way for state-run sugar plantations, a campaign group has said. The displacements are happening in the country's Omo Valley, according to a report by the New York-based Human Rights Watch (HRW). The valley, a World Heritage site, is also the site of a controversial dam. The Ethiopian government has denied forcing anyone from their homes and says the project will create jobs. HRW says that in order to make space for the plantations, government security forces are compelling communities to relocate from their traditional lands, using violence and intimidation ...
Ein äthiopischer Staudamm gräbt dem Turkanasee in Kenia das Wasser ab. Das gefährdet nicht nur das Welterbe: Es drohen auch Konflikte zwischen Nomaden und Bauern. Dieser See in Ostafrika besitzt viele Namen: Rudolfsee, zu Ehren eines österreichischen Kronprinzen; nach dem Ende der Kolonialzeit Turkanasee, benannt nach der zahlenstärksten Volksgruppe an seinen Ufern. Die Turkana wiederum nennen ihn Anam Ka'alakol, den See der vielen Fische. Die Menschen im Grenzgebiet zwischen Kenia und Äthiopien haben wenig, von dem sie leben können. Der See und seine Zuflüsse sind fast alles, was sie besitzen – ein relatives Paradies in einer der ärmsten Regionen Ostafrikas, das 1997 zum Weltnaturerbe erklärt wurde [...] nun wächst am Omo eine weitere Gefahr heran: Der Fluss ist der wichtigste Zustrom des Turkanasees [...] selbst der verbliebene Zustrom könnte schon bald verrinnen: Rund 200 Kilometer weiter nördlich des Binnengewässers wächst unaufhaltsam eine 240 Meter hohe Staumauer in das Omotal hinein ...
http://www.stopgibe3.org/
ein sehr umstrittenes Bewässerungsprojekt für Großfarmen (meist Baumwolle internationaler Investoren, die spätestens wenn der Boden versalzen ist wieder weiterziehen) bedroht die im Süd Omo lebenden Urvölker, da das Omohochwasser ausbleiben wird und der Grundwasserspiegel massiv sinken wird, mit den entsprechenden Folgen für Fauna und Flora
Bitte mitmachen und auch anderswo posten
Danke
Jörg
Gibe III ist ein Riese und steht trotzdem im Schatten. Wenn der Staudamm am Mittellauf des Omo-Flusses 2014 fertiggestellt ist, dann wird er mit 240 Metern der höchste Afrikas sein. Die 1870 Megawatt Jahresleistung des Wasserkraftwerks werden Äthiopiens jährliche Stromproduktion um 234 Prozent erhöhen. Übertrumpft wird der Bau trotzdem, von einem anderen Staudamm-Vorhaben: Die Turbinen des Grand Ethiopian Renaissance Dam, der im Westen nahe der Grenze zum Sudan am Oberlauf des Blauen Nils entsteht, sollen ab 2017 jährlich 6000 Megawatt Strom liefern. Äthiopien wird damit zum größten Energieproduzenten des Kontinents ...
Der GIBE III Staudamm in Äthiopien mit einer Leistung von 1.870 Megawatt ist eingeweiht worden. Der Bau des Staudamms wurde zu großen Teilen von einer chinesischen Bank finanziert. Umweltschützer und Menschenrechtsorganisationen kritisieren, dass durch das Projekt die Lebensgrundlage von hundertausenden Menschen gefährdet werde. Das Omo-Tal gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO.