Als ein schwarzer Mercedes am vergangenen Dienstag in die Tiefgarage des Einkaufszentrums Le Mall nahe Beirut fahren will, hält ihn ein schmächtiger Wachmann der "Middle East Security"an. Er richtet ein merkwürdiges Gerät auf das Auto, wie auf Fotos zu sehen ist. Vorne erinnert sein Bombendetektor an eine Pistole, nur dass anstelle eines Laufs eine Antenne angebracht ist. Den Arm zu exakt 90 Grad angewinkelt, schreitet der Sicherheitsmann das Fahrzeug ab. Reine Routine. Sprengstoffkontrollen gehören in Beiruts Malls zum Standard-Shoppingerlebnis. Das Gerät schlägt nicht an, der Mercedes darf weiterfahren.
Es wäre hinreichend witzig, wenn es alle so sehen würden.Das Gerät sollte nun nicht mehr Golfbälle, sondern Drogen, Trüffel, Elfenbein, Geld und eben Sprengstoff orten können - angeblich sogar in Flugzeugen, die bis zu fünf Kilometer über ihm flogen. Der Wunderdetektor hatte nicht mal eine Batterie, nach Angaben des Herstellers zog er seine Energie aus der Körperspannung des Benutzers.
Gruß, Ralf




