Klasse, oder ?
Können solche alten Bäume eigentlich bei uns die Winter überleben, wenn man sie als Baummigrant hier einreisen u. Wurzeln schlagen lässt ?
Vielleicht per Baumasyl, weil sie sonst wegen Nutzlosigkeit ev. abgeholzt u. verbrannt werden.
Olivenholz ist auch ein traumhaftes Feuerholz. Fast rauchloses Feuer von sehr großer Hitze, das zu einer weißen Asche verbrennt, die die Wärme noch sehr lange hält.
Das Beste: Olivenbäume brauchen alljährlich sehr viel Beschnitt, um ausreichend zu tragen. Brennholz ohne Baumtod.
Die Pressreste lassen sich auch sehr gut befeuern - allerdings mit heftiger Rauchentwicklung.
Homer: Odyssee, Buch 23 (Übersetzung Wolfgang Schadewaldt)
Odysseus spricht mit Penelope und beschreibt, wie er das Schlafzimmer mit Bett gebaut hat:
"... Ein Busch, ein blätterstreckender, von einem Ölbaum, wuchs in dem Gehege, ausgewachsen, kräftig sprossend, und war an Dicke wie ein Pfeiler. Um diesen legte ich mein Schlafgemach an und baute es, bis ich es vollendet hatte, mit dichten Steinen, und überwölbte es oben gut und setzte davor gefugte Türen, dicht eingepasste. Und hieb dann alsbald den Wipfel des blätterstreckenden Ölbaums ab, schnitt den Stumpf von der Wurzel herauf zurecht, schabte ihn rings mit dem Erze gut und werkkundig und richtete ihn gerade nach der Richtschnur, dass ich ihn zum Pfosten des Bettes machte, durchbohrte ihn ganz mit dem Bohrer und zimmerte, von ihm ausgehend, das Bett zurecht... ... ... Oder hat es unterdessen einer der Männer woanders hingestellt, nachdem er den Stamm des Ölbaums unten abgeschnitten?"
Das muss auch ein grosser Olivenbaum gewesen sein... so gross wie die Liebe des Odysseus zu Penelope, denn die Arbeit war ja wirklich gross...
Nachdenkliche Grüsse
Regula
PS: Gross auch betr. Höhe: Penelopes Kammer lag laut den Beschreibungen im Obergeschoss des Palastes; die alte Dienerin Eurykleia "stieg zum oberen Stockwerk hinauf", um Penelope zu wecken und ihr zu sagen, Odysseus sei zurückgekehrt (Beginn Buch 23).
sicherlich keine GUTEN Maschinen- wenn man weiß, womit man es zu tun hat.
Es ist eines der härtesten Hölzer der Welt.
Ich habe mal einen etwa 100 Jahre alten Parkettboden aus Olive aus einem Lokal abgetragen-
völlig unglaublich, er sollte ABGERISSEN und WEGGEWORFEN werden.
Müsste man solche Leute nicht erschiessen?
Anyway- als ich ihn später wonders wieder verlegt habe-
damals blauäugig davon ausgehend, dass es nicht anders wäre als Eiche...
Zwei NoName- Sägen aus dem Baumarkt waren BEIDE nach wenigen Parkettstreifen platt. Einfach platt, keine Zähne mehr! Mümmmpppffffmümmel.
Dann habe ich die Festo rausgeholt- trara! Mein Goldstück.
... also der Boden hatte etwa 60m²...
3! in Worten DREI Sägeblätter schleifen lassen!
Danach den Boden schleifen- mit der Superhummel, inzwischen wußte ich ja, was mich erwartet...
die Bänder flogen nur so weg!
Überhaupt kein Verleich zu Eiche-
ABER
es sah sooooo dermaßen geil aus- jederzeit wieder!
Sicherlich fehlte mir die Erfahrung mit Olive.
Ein Profi führt das Blatt besser usw...
aber so krass- danach erschien mir Eiche wie Balsa.
Deshalb mein Tip: Wer unbedarft Olive mit dem Messer schnitzen will-
die Hände bitte in Stahldosen stecken!
Ein "Hartholz- Profi" sieht das sicher etwas lockerer-
aber Du wirst zugeben, Philipp:
Es braucht schon Ahnung und gutes Equipment.
Damals hatte ich am Anfang wohl beides nicht so richtig, lach.
Öliger-
nein,
Olivenkerniger Gruß
Micha
Wenn der Wind des Wandels weht,
bauen die einen Windmühlen,
die anderen bauen Mauern.
(chin. Sprichwort)