LY / 17. Februar - ein Jahr danach

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Alexander
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von Alexander »

Kuno hat geschrieben:Shukri Ghanem, ehemaliger Libyscher Premierminister, dann Oelminister wurde heute tot in der Donau bei Wien gefunden.
Am Montag dürfte das Obduktionsergebnis vorliegen.

Rätselraten um toten libyschen Ex-Ölminister Ghanem
Rätsel um Todesursache: Familie des ehemaligen Ministerpräsidenten hatte seine Wohnung als Fundort genannt - Ehemaliger Gaddafi-Gefolgsmann hatte Machthaber im Mai des Vorjahres den Rücken gekehrt mehr...

Grüsse
Alexander
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Kuno
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von Kuno »

Als Ghanem Premierminister war hat es in LY wirklich Verbesserungen gegeben, Liberalisierungen (so kam es mir auf jeden Fall vor). Dann hat es kurz geknistert und er wurde ausgetauscht - spaeter wurde er dann Oelminister. Von diesem Posten wollte er zuruecktreten, man hat ihn aber nicht gelassen.
Mia
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von Mia »

Jetzt taucht auch Mussa Kusa wieder auf.
Meldung zur Unterstützung der Wahl von Sarkozy von 2007 mit 50 Millionen sei Fälschung.

http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... chung.html

Mia
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Birgitt
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Leiche von Ghanem - Keine Spuren von Gewalteinwirkung

Beitrag von Birgitt »

Alexander hat geschrieben:
Kuno hat geschrieben:Shukri Ghanem, ehemaliger Libyscher Premierminister, dann Oelminister wurde heute tot in der Donau bei Wien gefunden.
Am Montag dürfte das Obduktionsergebnis vorliegen.
Das Obduktionsergebnis liegt zwischenzeitlich vor:
Der Tote habe noch nicht lange im Wasser getrieben, als er am Sonntagvormittag entdeckt worden sei, erklärte ein Polizeisprecher. Der 69-Jährige sei zweifelsfrei identifiziert worden. Eine Obduktion der Leiche habe ergeben, dass er ertrunken sei, erklärte die Polizei in Wien. Es seien keine Hinweise auf Fremdeinwirken oder Selbstmord gefunden worden.
Libyscher Ex-Regierungschef tot in der Donau gefunden
30.04.2012 - tagesschau

Gruß
Birgitt
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Re: Leiche von Ghanem - Keine Spuren von Gewalteinwirkung

Beitrag von Alexander »

Birgitt hat geschrieben:Der Tote habe noch nicht lange im Wasser getrieben, als er am Sonntagvormittag entdeckt worden sei, erklärte ein Polizeisprecher. Der 69-Jährige sei zweifelsfrei identifiziert worden. Eine Obduktion der Leiche habe ergeben, dass er ertrunken sei, erklärte die Polizei in Wien. Es seien keine Hinweise auf Fremdeinwirken oder Selbstmord gefunden worden.
So einfach fällt man doch nicht in die Donau. Betrachtet man das Umfeld, aus dem der Tote stammt, dann sind die Umstände seines Todes, zumindestens m.E. schon etwas dubios.

Grüsse
Alexander
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Kuno
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von Kuno »

Der weiter oben gemeldete Bann von religioesen Parteien bei der fuer Juni geplanten Wahl ist in einer neuen ausgabe der Regeln nicht mehr erwaehnt. Dafuer soll es nicht verboten sein, Gaddie und sein Regime zu loben.

Das meldet die BBC heute.

Waehrend mich das erstere eigentlich nicht weiter ueberrascht...
...wuerde es mich ueberraschen, wenn das letztere so stehen bleiben wuerde.
Bodensee
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von Bodensee »

Der Tod von Herrn Ghanem wirft viele Fragen auf. Wenn wir kurz zurückblicken, welche Geldsummen da im Raum stehen und wenn "man" weiss, welche Figuren am Roulettetisch sitzen oder hinter den "Spielern" stehen, läuft die Fantasie beinahe Amok.

http://derstandard.at/1334796685711/Off ... er-ertrank
http://derstandard.at/1334796811643/Fal ... erschulden
http://diepresse.com/home/politik/ausse ... sterreich-
http://diepresse.com/home/politik/ausse ... =simarchiv
http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=4195

Zum Glück sind die Gedanken zollfrei, ich bin mal gespannt, was in Wien diese Woche alles nicht gefunden wird..
DetlevC
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von DetlevC »

Es ist überhaupt eine spannende Frage, wo das ganze Geld bleiben wird, wohin es verschwindet, das Gaddafi & Co. im Ausland bei Banken und auch bei Firmen investiert hatten. Dass z.B. sich eine Bank freiwillig meldet, wenn sie Geld von xy-Unbekannt verwaltet, ist mehr als unwahrscheinlich. Die Schweiz ist für ihr Bankgeheimnis bekannt. Weniger bekannt ist, dass Österreich und GB ein - mindestens - genau so gut funktionierenden Bankgeheimnis haben. Auch die Verschwiegenheit belgischer Banken ist beeindruckend.

Jedenfalls ist das, auf welchen Wegen auch immer, "abgezweigte" libysche Geld futsch. Auch nur teilweise Rückzahlungen an Libyen wird es nur bei "Wohlverhalten" geben. Wenn der Libyer Zarti so schnell wieder über seine Konten verfügen darf, dann wohl auch deshalb, weil er sehr viel weiß. Die Alternative für ihn war vielleicht auch ein Bad in der Donau.
Kuno
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von Kuno »

DetlevC; Geld, welches auf einer Bank liegt, wird an den ausbezahlt, der eine Berechtigung zum Bezug nachweisen kann. Das Problem ist wahrscheinlich viel weniger das erwähnte "Wohlverhalten" als das Erbringen einer solchen Berechtigung. Im Falle LYs war es so, dass viel Geld über LY Investmentgesellschaften im Ausland angelegt war. Diese Gesellschaften sind im Normalfall staatlich, standen aber faktisch unter der Kontrolle der "Familie". In solchen Fällen ist nach wie vor der Staat der Eigentümer des Vermögens und kann das - sofern es nicht mehr eingefrohren ist- auch ganz regulär wieder weiterverwenden (wenn es gut angelegt ist, bestände allerdings kaum ein triftiger Grund, das Geld einzuholen). Wahrscheinlich gibt es aber auch noch Gelder, die man sich direkt irgendwo "geparkt" hat. Ueber einen Mittelsmann zB. Das müssen pro Konto keine enormen Summen sein und somit wird wohl kaum jemandem auffallen, wer das Geld am Ende wieder in den Fingern hat. Die ganz grossen Summen werden das aber nicht sein - die sind in den Investmentgesellschaften.
Die Beträge, welche noch in der CH waren, als es für Gaddie zu Ende ging sind eher klein - denn im Falle der CH war es ja gerade Gaddie selber, der das Geld abgehoben hat bevor er der CH den Krieg erklaerte; da hatte er wohl auch Angst, dass die CH sein Geld blockieren würde...
Mia
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von Mia »

Hallo,

Libyen läßt jetzt doch Islamistische Parteien zur Wahl zu.

http://www.focus.de/politik/ausland/wah ... 46787.html
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DetlevC
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von DetlevC »

Kuno hat geschrieben:...........der eine Berechtigung zum Bezug nachweisen kann. Das Problem ist wahrscheinlich viel weniger das erwähnte "Wohlverhalten" als das Erbringen einer solchen Berechtigung....
und genau das ist der springende Punkt. Mit Mittelsmann meinst Du Treuhänder und auf diesem Weg sind auch noch zum Zeitpunkt der "Kriegserklärung" durch Gaddafi Gelder in die Schweiz geflossen.

Es gab z.B. libysches Geld bei Lehman. Ein paar der Betroffenen sind über Versicherungen entschädigt worden, die sich wiederum das Geld vom US amerikanischen Steuerzahler geholt hat. Die Deutsche Bank z.B. Das hat einen riesen Stunk gegeben, denn die DB ist an dem Desaster nicht unschuldig gewesen. Libyen, damit meine ich den Nachfolgestaat, nicht Gaddafi - bekommt Geld wieder? Eher fließt die Limat rückwärts.

Aber letztendlich ist das alles müßig - das Geld ist weg.
Kuno
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von Kuno »

DetlevC hat geschrieben:...und auf diesem Weg sind auch noch zum Zeitpunkt der "Kriegserklärung" durch Gaddafi Gelder in die Schweiz geflossen.
Dass auch nach der Kriegserklaerung noch Geld in die CH gekommen ist kann ich natuerlich nicht aussschliessen. Allerdings habe ich es selber erlebt, dass Kunden ihre ausstehenden Rechnungen fuer Lieferungen, die sie aus der CH erhalten hatten nicht mehr bezahlen durften (nicht wollten) und dass weder LCB noch LFB irgendwelchen Zahlungsverkehr bewerkstelligt haben, bei welchem irgendwo der Name "Schweiz" draufstand.

DetlevC hat geschrieben:Es gab z.B. libysches Geld bei Lehman. Ein paar der Betroffenen sind über Versicherungen entschädigt worden, die sich wiederum das Geld vom US amerikanischen Steuerzahler geholt hat. Die Deutsche Bank z.B. Das hat einen riesen Stunk gegeben, denn die DB ist an dem Desaster nicht unschuldig gewesen. Libyen, damit meine ich den Nachfolgestaat, nicht Gaddafi - bekommt Geld wieder? Eher fließt die Limat rückwärts.
Lehmann Brothers?
Die sind doch schon 2008 in den Bankrott gekommen.
Wenn LY da Geld mit drin hatte, dann geht es LY wohl so, wi allen anderen - futsch.

Aber..... was hat das nun mit LY-Geldern zu tun, die aufgrund des Krieges eingefrohren wurden?
Mia
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von Mia »

DetlevC hat geschrieben:Es ist überhaupt eine spannende Frage, wo das ganze Geld bleiben wird, wohin es verschwindet, das Gaddafi & Co. im Ausland bei Banken und auch bei Firmen investiert hatten.
Geld wurde zum Beispiel über die Firma Libyan Investment Authority investiert.
(Tamoil gehörte oder gehört auch dazu)
Geld bei Firmen mit europäischen Sitz einzufrieren ist sicherlich nicht einfach ohne entsprechende rechtliche Grundlage durchführbar. Das braucht Zeit. Geld verschwindet aber schneller.
Außerdem hatte der Gaddiclan vom Embargo vorher bestimmt etwas gelernt und es gut verteilt.

Das Geld ist nicht weg. Es ist jetzt nur bei jemand anders. Davon abgesehen habe ich noch nie einen Libyer getroffen der den schnöden Mammon in seiner Tasche nicht zu schätzen wußte. Von Umverteilung halten sie auch nicht viel und die restliche Familie von Gaddi hat ihre Konton bestimmt nicht zum Volkswohl an Libyen gespendet.


Gruß Mia
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Kuno
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von Kuno »

Mia hat geschrieben:Geld bei Firmen mit europäischen Sitz einzufrieren ist sicherlich nicht einfach ohne entsprechende rechtliche Grundlage durchführbar. Das braucht Zeit. Geld verschwindet aber schneller.
Zum Glueck ist es fuer unsere Regierungen nicht moeglich, ohne rechtliche Grundlage Gelder einzufrieren.
Mia
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von Mia »

Kuno hat geschrieben:Zum Glueck ist es fuer unsere Regierungen nicht moeglich, ohne rechtliche Grundlage Gelder einzufrieren.
:mrgreen: Die sorgen vorher schon für entsprechenden Abzug bevor auch nur 1€ aufs Gehaltskonto fließt :shock: :bang:
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