Marokko | Im Norden, entlang der Algerischen Grenze
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Kuno
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Marokko | Im Norden, entlang der Algerischen Grenze
Liebe Forumsmitglieder;
Ich dachte, ich koennte mir mal etwas das Gebiet in Marokkos Norden entlang der Algerischen Grenze etwas anschauen, so etwa entlang der Linie Oujda - Bouarfa. Im Internet habe ich leider fast nichts gefunden und jetzt wollte ich frage, ob vielleicht jemand von euch die Strecke kennt. Landschaftliche aber auch historische Sehenswuerdigkeiten… und einfach, was es sonst noch so zum schauen gibt…
Vielen Dank fuer eure Hinweise breits im Voraus.
Ich dachte, ich koennte mir mal etwas das Gebiet in Marokkos Norden entlang der Algerischen Grenze etwas anschauen, so etwa entlang der Linie Oujda - Bouarfa. Im Internet habe ich leider fast nichts gefunden und jetzt wollte ich frage, ob vielleicht jemand von euch die Strecke kennt. Landschaftliche aber auch historische Sehenswuerdigkeiten… und einfach, was es sonst noch so zum schauen gibt…
Vielen Dank fuer eure Hinweise breits im Voraus.
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Ralf Kiefer
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Re: MA / Im Norden, entlang der Algerischen Grenze
Hallo Kuno!
Ich bin da vor rund 13 Jahren entlanggefahren. Aber ich gehe davon aus, daß seither keine historischen Sehenswürdigkeiten dazu gekommen sind
Ich kann mich an praktisch nichts Beeindruckendes entlang der Hauptstraße erinnern. Außer: wir sind zufällig durch das Bergbaugebiet bei Jerada gekommen. Bedrückend, der Dreck, die Menschen dort, das Elend, die "verbrauchte" Landschaft.
Wenn ich beim nächsten Mal in Nador ankommen würde, würde ich etwas weiter westlich auf den Dakarstrecken in den Süden fahren.
Gruß, Ralf
Ich bin da vor rund 13 Jahren entlanggefahren. Aber ich gehe davon aus, daß seither keine historischen Sehenswürdigkeiten dazu gekommen sind
Ich kann mich an praktisch nichts Beeindruckendes entlang der Hauptstraße erinnern. Außer: wir sind zufällig durch das Bergbaugebiet bei Jerada gekommen. Bedrückend, der Dreck, die Menschen dort, das Elend, die "verbrauchte" Landschaft.
Wenn ich beim nächsten Mal in Nador ankommen würde, würde ich etwas weiter westlich auf den Dakarstrecken in den Süden fahren.
Gruß, Ralf
Re: MA / Im Norden, entlang der Algerischen Grenze
Iche (spr. Ich, wie ich). Östlichster anfahrbarer Punkt Marokkos, direkt an der algerischen Grenze, alte Berbersiedlung in Kompositbauweise, Palmeraie im wasserreichen Hochtälchen, Felsgravuren 4000 b.C.
Näheres gibt's in Reiseführern und via https://www.startpage.com/ > Iche Marokko.
Die kleinen Übernachtungsburgen waren im diesem Frühjahr durch starke Regenfälle baufällig geworden, teilweise zusammengefallen, doch wird an neuen Unterkünften gebastelt. Evtl. ist da jetzt schon was fertig.
Sehr nette Leute da, Mohammed, älterer Herr, führt einen durch den Ort, weiß viel von der Geschichte, und ein freundlicher Polizist für die contrôle d'affaires. Über eine angemessene Dirham-Zuwendung freut sich der Führer. Mir hat's da gut gefallen.
Keine Versorgungsmöglichkeit, kein Sprit. Die Tankstelle Figuig war in Betrieb.
Oujda-Bou Arfa-Bounane-Boudenib eignet sich als schneller Weg nach Süden, wenn man nicht über die Bergriegel will. Von der Straße gibt's dir W immer wieder Möglichkeiten, auf steinigen Wegen in diese Richtung weiterzukommen, z.B. via Chott Tigri, Navigation manchmal wegen des Weggewirrs und der massenhaften Schafs- und Ziegenherden etwas diffizil. Immer wieder Aufzuchtstationen und LKW, die Viecher abtransportieren. Meins ist das nur beschränkt, darüber kann man jedoch abweichender Meinung sein. Chacun à son ragoût.
Gruß
Näheres gibt's in Reiseführern und via https://www.startpage.com/ > Iche Marokko.
Die kleinen Übernachtungsburgen waren im diesem Frühjahr durch starke Regenfälle baufällig geworden, teilweise zusammengefallen, doch wird an neuen Unterkünften gebastelt. Evtl. ist da jetzt schon was fertig.
Sehr nette Leute da, Mohammed, älterer Herr, führt einen durch den Ort, weiß viel von der Geschichte, und ein freundlicher Polizist für die contrôle d'affaires. Über eine angemessene Dirham-Zuwendung freut sich der Führer. Mir hat's da gut gefallen.
Keine Versorgungsmöglichkeit, kein Sprit. Die Tankstelle Figuig war in Betrieb.
Oujda-Bou Arfa-Bounane-Boudenib eignet sich als schneller Weg nach Süden, wenn man nicht über die Bergriegel will. Von der Straße gibt's dir W immer wieder Möglichkeiten, auf steinigen Wegen in diese Richtung weiterzukommen, z.B. via Chott Tigri, Navigation manchmal wegen des Weggewirrs und der massenhaften Schafs- und Ziegenherden etwas diffizil. Immer wieder Aufzuchtstationen und LKW, die Viecher abtransportieren. Meins ist das nur beschränkt, darüber kann man jedoch abweichender Meinung sein. Chacun à son ragoût.
Gruß
Nach Süden!
In der Wüste triffst Du Dich selbst.
Oder Du triffst nichts.
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Kuno
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Re: MA / Im Norden, entlang der Algerischen Grenze
Danke fuer die Tips, Ralf und Gerd. Ich werd's mir wahrscheinlich bald mal anschauen...
Re: MA / Im Norden, entlang der Algerischen Grenze
Hallo Kuno
Wir sind vor ein paar Wochen die Strecke Oujda - Figuig gefahren, wenn man nicht aus irgend welchen Gründen so weit in den Osten von Marokko muss oder will, lohnt sich die Stecke nicht.
Dafür sind die Stassen gut und hat praktisch keinen Verkehr , man kann problemlos ab der Strasse und in Ruhe ein Camp einrichten, ansonsten sind wir nicht weiter Richtung algerische Grenze abgezweigt.
Oujda lohnt sich auch nicht, und man kann nur beim Parkplatz am Bahnhof/Hotel mit dem Fahrzeug übernachten.
Gruss Turi
Wir sind vor ein paar Wochen die Strecke Oujda - Figuig gefahren, wenn man nicht aus irgend welchen Gründen so weit in den Osten von Marokko muss oder will, lohnt sich die Stecke nicht.
Dafür sind die Stassen gut und hat praktisch keinen Verkehr , man kann problemlos ab der Strasse und in Ruhe ein Camp einrichten, ansonsten sind wir nicht weiter Richtung algerische Grenze abgezweigt.
Oujda lohnt sich auch nicht, und man kann nur beim Parkplatz am Bahnhof/Hotel mit dem Fahrzeug übernachten.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
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Barbara4x4
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Re: MA / Im Norden, entlang der Algerischen Grenze
Hi Kuno,
einige POIs gibt es doch in der Region: historische Eisenbahnlinien mit pittoresken Gebäuden, z.B. Mengoub, für Militärinteressierte die alten Franzosenforts, historische Minen, natürlich diverse Felsgravuren sowie Kultstätten und ungewöhnliche Nomaden-Sommersiedlungen.
Landschaftlich sind die Schönheiten oft kleinräumig und ein wenig versteckt, aber ich konnte so manches idyllisches Eckchen entdecken. Auch geobotanisch interessant.
Iche ist absolut sehenswert, ebenso Figuig mit seinem kultigen Hotel, wie auch die Piste zwischen diesen Orten. In Bou Arfa kaufte ich die besten Kräuter-Oliven meines Lebens - ich glaub, ich muß mal wieder hin.
Zur Asphaltstraße Oujda - Bou Arfa : nie gefahren, lieber die Pisten westlich davon, so lange sie noch nicht asphaltiert sind.
Als kundigen Reisebegleiter empfehle ich Gandini Tome IV. Ohne ihn wäre ich an echten highlights vorbei gefahren.
VG
Barbara
einige POIs gibt es doch in der Region: historische Eisenbahnlinien mit pittoresken Gebäuden, z.B. Mengoub, für Militärinteressierte die alten Franzosenforts, historische Minen, natürlich diverse Felsgravuren sowie Kultstätten und ungewöhnliche Nomaden-Sommersiedlungen.
Landschaftlich sind die Schönheiten oft kleinräumig und ein wenig versteckt, aber ich konnte so manches idyllisches Eckchen entdecken. Auch geobotanisch interessant.
Iche ist absolut sehenswert, ebenso Figuig mit seinem kultigen Hotel, wie auch die Piste zwischen diesen Orten. In Bou Arfa kaufte ich die besten Kräuter-Oliven meines Lebens - ich glaub, ich muß mal wieder hin.
Zur Asphaltstraße Oujda - Bou Arfa : nie gefahren, lieber die Pisten westlich davon, so lange sie noch nicht asphaltiert sind.
Als kundigen Reisebegleiter empfehle ich Gandini Tome IV. Ohne ihn wäre ich an echten highlights vorbei gefahren.
VG
Barbara
Re: MA / Im Norden, entlang der Algerischen Grenze
von den Eisenbahnlinien zB Mengoub ist im besten Fall noch ein herausgerissenes Schienengewirr vorhanden , der grösste Teil der Geleise ist entfernt, hie und da noch eine im Verfall befindliche Bahnhofsstation oder Schienenstücke die gefährlich in den Himmel ragen.
Gruss Turi
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
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Kuno
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Re: MA / Im Norden, entlang der Algerischen Grenze
Danke fuer die weiteren Tips.
Viel Spannendes konnte ich grad auch nicht herausfinden.
Die DIAFE XII ist 1935 aus Algerien kommmend in Oujda vorbeigekommen und Bouteflika soll dort gebohren worden sein. Das kann man sich so notieren - zum Anschauen ist das aber nichts :-(
Viel Spannendes konnte ich grad auch nicht herausfinden.
Die DIAFE XII ist 1935 aus Algerien kommmend in Oujda vorbeigekommen und Bouteflika soll dort gebohren worden sein. Das kann man sich so notieren - zum Anschauen ist das aber nichts :-(
Re: MA / Im Norden, entlang der Algerischen Grenze
Hoi Kuno
Oujda wäre einzig von Interesse, wenn die Grenze zu Algerien wieder auf ginge.
Gruss aus dem immer noch warmen Marokko
Hab Dir aber einen besseren Tip.
Wir waren die letzten 2 Wochen in den Zedernwäldern zwischen Kenifra und Azrou.
Da kann man tagelang Pisten fahren und in den Wäldern übernachten und ist praktisch alleine.
Täglich schaut der Hirte mit den Schafen vorbei und am richtigen Ort ein paar Tage stehen, da kann man dann die Affen, die noch keinen Touistenkontakt hatten ganz in Ruhe beobachten.
Und wie gesagt, absolut dieeee Erholung von der Zivilisation.
Gruss
Turi
Oujda wäre einzig von Interesse, wenn die Grenze zu Algerien wieder auf ginge.
Gruss aus dem immer noch warmen Marokko
Hab Dir aber einen besseren Tip.
Wir waren die letzten 2 Wochen in den Zedernwäldern zwischen Kenifra und Azrou.
Da kann man tagelang Pisten fahren und in den Wäldern übernachten und ist praktisch alleine.
Täglich schaut der Hirte mit den Schafen vorbei und am richtigen Ort ein paar Tage stehen, da kann man dann die Affen, die noch keinen Touistenkontakt hatten ganz in Ruhe beobachten.
Und wie gesagt, absolut dieeee Erholung von der Zivilisation.
Gruss
Turi
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Kuno
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Re: MA / Im Norden, entlang der Algerischen Grenze
So. Ich bin wieder zurueck.
Natuerlich bin ich nicht nur zum Spass gereist wie das die meisten Forumsmitglieder so machen sondern hatte diesmal einen richtigen Auftrag.
Offiziell.
Und zwar einen von unserem Forumsadministrator Alexander.
Er hat naemlich eine Portion Tagine bei mir bestellt, obwohl er sich bewusst war, dass der Versand per Post nicht unproblematisch sein koennte. Ich habe s versucht, aber das Zeugs hat so gesuppt, dass die Post die Annahme verweigerte. Natuerlich habe ich nicht aufgegeben - anstatt Tagine habe ich nun einen Fisch an Alexander geschickt, und zwar eine leckere Atlasforelle.
Alexander - der Poestler wird sich deinen Namen merken koennen
Natuerlich bin ich nicht nur zum Spass gereist wie das die meisten Forumsmitglieder so machen sondern hatte diesmal einen richtigen Auftrag.
Offiziell.
Und zwar einen von unserem Forumsadministrator Alexander.
Er hat naemlich eine Portion Tagine bei mir bestellt, obwohl er sich bewusst war, dass der Versand per Post nicht unproblematisch sein koennte. Ich habe s versucht, aber das Zeugs hat so gesuppt, dass die Post die Annahme verweigerte. Natuerlich habe ich nicht aufgegeben - anstatt Tagine habe ich nun einen Fisch an Alexander geschickt, und zwar eine leckere Atlasforelle.
Alexander - der Poestler wird sich deinen Namen merken koennen
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Kuno
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Re: MA / Im Norden, entlang der Algerischen Grenze
So. endlich wieder mal nach Marokko. Auch wenn es nur darum geht, dem Alexander eine Forelle nach Hause zu schicken - Hauptsache wieder ans Suedufer des Mittelmeeres. In Marokko war ich nun schon eine ganze Weile nicht mehr, seit 2005. Allerdings habe ich nicht so viel Zeit wie unser guter Turi, der gleich zum Uebersoemmern dorthin faehrt sondern wieder mal nur ein paar Tage. Als Reiseziel habe ich mir Oujda an der Algerischen Grenze ausgesucht. Bis vor kurzem wusste ich gar nicht, dass es diese Stadt ueberhaupt gibt - immerhin hat sie fast eine halbe Million Einwohner. Ich werfe mir deswegen aber nichts vor, denn schliesslich findet man im Internet auch nicht viel mehr ueber den Ort, als dass er an der Grenze zu Algerien liegt... welche geschlossen ist.
Der Flug ging ab Zuerich um 21:20; zuerst nach Casablanca. Und wunderbar, ich konnte mir einen Fensterplatz ergattern. Naja. es war einer direkt ueber dem Fluegel, wie sich bald herausstellte. War aber auch egal, denn es war sowiso dunkel draussen. Das leckere Essen habe ich diesmal vorbeigehen lassen, denn ich hatte am Flugplatz schon eine leckere Pizza gegessen.
Die Marokkaner fliegen Boeing und die Fernsehmonitore wechseln zwischen einer unscharfen Karte, der Firmenlogo und dem flimmernden "Welcome on Bord" so dass man getrost auf das "Unterhaltungsprogramm" verzichten kann. In Casablanca angekommen kann man einfach der gelben Linie am Boden folgen, welche auch noch mit TRANSIT bezeichnet ist. Allerdings steht dann irgendwann einmal, dass man da zu den Terminals A, B und C kommt. Auf meiner Bordkarte stand aber Terminal D. Super. Und die Umsteigezeit ist nur eine Stunde.... mir wurde dann erklaert, dass ich von der ABC-Tafel aus der weissen Linie zu folgen haette. Dann kam bald wieder ein Scanner. Der war aber recht grob eingestellt - meine Stiefel mit den Stahlkappen (ok, ich weiss, die brauche ich nicht unbedingt fuer die Wueste) gaben dem Scanner keinen Anlass zum pfeifen. Durch ein Labyrinth von Gaengen kommt man dann in die Regionalabflughalle. Dort hat es fast keine Sitzgelegenheiten und die die es hat sind besetzt. Auf die Frage, was man in Oujda so machen koenne erklaert mir ein Schweizer, der auch auf dem Weg dorthin ist, dass ein Besuch bei McDo wahrscheinlich das interessanteste sein wuerde. Oder noch die Medina - aber die sei ab 19:00 geschlossen und tagsueber so gefaehrlich, dass man sich nicht ohne einhemische Begleitung dorthinein wagen sollte. Urgh. Wo komme ich da hin.
01:50 landet der Flieger in Oujda. Ein nagelneuer grosser Flugplatz wurde da hingeklotzt. Richtig beeindruckend. "Bonnschuhr" sagt der Polizist, blaettert eine Ewigkeit in meinem Pass um dann den Stempel auf dem Kopf stehend auf eine leere Seite mittendrin hineinzudruecken.
Beim Verlassen des Parkplatzes gibt es einen Stau. Ganz vorne ein BMW X5 mit gallischen Nummernschildern. Darin sitzt aber nicht Louis Toujours sondern ein Marrokaner, der in Frankreich wohnt und hier nur mal auf Heimaturlaub ist. Er macht einen riesenaufruhr beim Parkwaechter, weil dieser fuer 15 Minuten auf dem Parkplatz etwas einkassieren will. Er behauptet, dass in Europa die ersten 20 Minuten auf dem Flugplatzparkplatz gratis seien und dass das hier dementsprechen auch so gehandhabt werden muesse. Der Prkwaechter hat keine Entscheidungsbefugnis und zwei zugezogene Polizisten wissen auch nicht weiter und zotteln wieder davon ohne etwas auszurichten. Dann steigen aus einem Auto drei gutgebaute junge Herren aus und lassen den Zahlungsunwilligen abwaegen, was wohl billiger sei: die Parkgebuehr oder der Kieferchirurg.
Nach 15 Minuten bin ich schon im Hotel, gleich neben dem Bahnhof. Es ist jetzt morgens um drei. Zeit, schlafen zu gehen.
Der Flug ging ab Zuerich um 21:20; zuerst nach Casablanca. Und wunderbar, ich konnte mir einen Fensterplatz ergattern. Naja. es war einer direkt ueber dem Fluegel, wie sich bald herausstellte. War aber auch egal, denn es war sowiso dunkel draussen. Das leckere Essen habe ich diesmal vorbeigehen lassen, denn ich hatte am Flugplatz schon eine leckere Pizza gegessen.
Die Marokkaner fliegen Boeing und die Fernsehmonitore wechseln zwischen einer unscharfen Karte, der Firmenlogo und dem flimmernden "Welcome on Bord" so dass man getrost auf das "Unterhaltungsprogramm" verzichten kann. In Casablanca angekommen kann man einfach der gelben Linie am Boden folgen, welche auch noch mit TRANSIT bezeichnet ist. Allerdings steht dann irgendwann einmal, dass man da zu den Terminals A, B und C kommt. Auf meiner Bordkarte stand aber Terminal D. Super. Und die Umsteigezeit ist nur eine Stunde.... mir wurde dann erklaert, dass ich von der ABC-Tafel aus der weissen Linie zu folgen haette. Dann kam bald wieder ein Scanner. Der war aber recht grob eingestellt - meine Stiefel mit den Stahlkappen (ok, ich weiss, die brauche ich nicht unbedingt fuer die Wueste) gaben dem Scanner keinen Anlass zum pfeifen. Durch ein Labyrinth von Gaengen kommt man dann in die Regionalabflughalle. Dort hat es fast keine Sitzgelegenheiten und die die es hat sind besetzt. Auf die Frage, was man in Oujda so machen koenne erklaert mir ein Schweizer, der auch auf dem Weg dorthin ist, dass ein Besuch bei McDo wahrscheinlich das interessanteste sein wuerde. Oder noch die Medina - aber die sei ab 19:00 geschlossen und tagsueber so gefaehrlich, dass man sich nicht ohne einhemische Begleitung dorthinein wagen sollte. Urgh. Wo komme ich da hin.
01:50 landet der Flieger in Oujda. Ein nagelneuer grosser Flugplatz wurde da hingeklotzt. Richtig beeindruckend. "Bonnschuhr" sagt der Polizist, blaettert eine Ewigkeit in meinem Pass um dann den Stempel auf dem Kopf stehend auf eine leere Seite mittendrin hineinzudruecken.
Beim Verlassen des Parkplatzes gibt es einen Stau. Ganz vorne ein BMW X5 mit gallischen Nummernschildern. Darin sitzt aber nicht Louis Toujours sondern ein Marrokaner, der in Frankreich wohnt und hier nur mal auf Heimaturlaub ist. Er macht einen riesenaufruhr beim Parkwaechter, weil dieser fuer 15 Minuten auf dem Parkplatz etwas einkassieren will. Er behauptet, dass in Europa die ersten 20 Minuten auf dem Flugplatzparkplatz gratis seien und dass das hier dementsprechen auch so gehandhabt werden muesse. Der Prkwaechter hat keine Entscheidungsbefugnis und zwei zugezogene Polizisten wissen auch nicht weiter und zotteln wieder davon ohne etwas auszurichten. Dann steigen aus einem Auto drei gutgebaute junge Herren aus und lassen den Zahlungsunwilligen abwaegen, was wohl billiger sei: die Parkgebuehr oder der Kieferchirurg.
Nach 15 Minuten bin ich schon im Hotel, gleich neben dem Bahnhof. Es ist jetzt morgens um drei. Zeit, schlafen zu gehen.
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Wolfgang K
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Re: MA / Im Norden, entlang der Algerischen Grenze
Ich hoffe lebend!Kuno hat geschrieben: - anstatt Tagine habe ich nun einen Fisch an Alexander geschickt, und zwar eine leckere Atlasforelle.
Denn wirklich gut sind sie nur wenn sie nicht länger als 2-3 Stunden tot sind bevor sie auf den Grill kommen.
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Kuno
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Re: MA / Im Norden, entlang der Algerischen Grenze
...das haettest du auch etwas frueher sagen koennen..... 
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Kuno
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Re: MA / Im Norden, entlang der Algerischen Grenze
Vor dem einschlafen wollte ich noch etwas fernsehen - aber es flimmerte mir alles vor den Augen und darum liess ich es auch schnell wieder sein:
Und dank der spaeten Ankunft sowie der Zeitverschiebung kam ich am Morgen dann auch kaum uas dem Bett. Das Fruehstuecksbuffet war sehr uebersichtlich und die Scheibchen vom Industriekaese sorgfaeltig abgezaehlt. Kellner hatte es mehr als Gaeste im Restaurant, die waren jedoch alle irgendwie mit sich selber beschaeftigt und wenn mal einer eine Bestellung aufnahm, dann musste das auch schoen einzeln ablaufen - so lief dann endlich auch einer separat fuer mein Flaeschchen Fanta. eigentlich wollte ich 'Lemon'. Aber das haetten sie nicht (obwohl ich bei der Ankunft noch eines bekommen hatte) und somit bekam ich dann ein "Oronsch". Auch gut. Die mit Stoff bespannten Stuehle waren von der Nacht her noch feucht und auf einem befand sich ein richtig grosser Taubenschiss. Diesen erkannte ich jedoch noch rechtzeitig. Sowas kommt vor - allerdings war es interessant, welche Wanderungen der verschissene Stuhl in den naechsten zwei Tagen machte.
Ich hatte mir das Buch "Morenga" mitgenommen, welches mir vor einiger Zeti mal hier im Forum empfohlen wurde (search.php?keywords=morenga). Das Thema interessierte mich und somit las ich es an diesem Tag einfach gleich mal durch - anstatt mir die Stadt oder die Gegend anzuschauen oder den bloeden Fisch fuer den Alexander zu besorgen. Dass ich das buch gleich am Stueck gelesen hatte sollte sich bei der Rueckreise spaeter nich negativ bemerkbar machen.
Das Buch Morenga liest sich sehr zuegig aber wenn man keine Vorkenntnisse zum Thema hat, dann ist es kaum moeglich einen Gesamtueberblick ueber die Ablaeufe zu bekommen. Der Autor haette auf jeden Fall noch einen Ueberblick dazufuegen muessen. Was beim lesen nicht stoert aber dennoch sehr bedenklich ist: Man kann kaum erkennen, was nun die Fiktion des Autors ist und was Tatsachenberichte sind. Obwohl ich glaube, dass der autor sehr serioue recherchiert hat, finde ich es schade, wenn die Trennung nicht besser ersichtlich ist - somit weiss ich nun am Ende nicht, was ich mit dem Buch und der Geschichte anfangen soll. Schade.
Der eine Marokkaner erzaehlt, dass die vielen fetten Autos mit den Franzosennummern gar keine Franzosen sind sondern Marokkaner, die in Frankreich leben und zum Urlaub oder auf Besuch nach Marokko zurueckgekommen sind. Sie gelten ganz allgemein als sehr ueberheblich - sie muessen scheinbar denen, die zuhause geblieben sind permanent vorfuehren, wer es zu etwas gebracht hat. Ebenfalls schade.
Alexanders Fisch habe ich an diesem Tag nicht besorgt. Schade? Nein. Das kann ich spaeter auch noch machen.
Und dank der spaeten Ankunft sowie der Zeitverschiebung kam ich am Morgen dann auch kaum uas dem Bett. Das Fruehstuecksbuffet war sehr uebersichtlich und die Scheibchen vom Industriekaese sorgfaeltig abgezaehlt. Kellner hatte es mehr als Gaeste im Restaurant, die waren jedoch alle irgendwie mit sich selber beschaeftigt und wenn mal einer eine Bestellung aufnahm, dann musste das auch schoen einzeln ablaufen - so lief dann endlich auch einer separat fuer mein Flaeschchen Fanta. eigentlich wollte ich 'Lemon'. Aber das haetten sie nicht (obwohl ich bei der Ankunft noch eines bekommen hatte) und somit bekam ich dann ein "Oronsch". Auch gut. Die mit Stoff bespannten Stuehle waren von der Nacht her noch feucht und auf einem befand sich ein richtig grosser Taubenschiss. Diesen erkannte ich jedoch noch rechtzeitig. Sowas kommt vor - allerdings war es interessant, welche Wanderungen der verschissene Stuhl in den naechsten zwei Tagen machte.
Ich hatte mir das Buch "Morenga" mitgenommen, welches mir vor einiger Zeti mal hier im Forum empfohlen wurde (search.php?keywords=morenga). Das Thema interessierte mich und somit las ich es an diesem Tag einfach gleich mal durch - anstatt mir die Stadt oder die Gegend anzuschauen oder den bloeden Fisch fuer den Alexander zu besorgen. Dass ich das buch gleich am Stueck gelesen hatte sollte sich bei der Rueckreise spaeter nich negativ bemerkbar machen.
Das Buch Morenga liest sich sehr zuegig aber wenn man keine Vorkenntnisse zum Thema hat, dann ist es kaum moeglich einen Gesamtueberblick ueber die Ablaeufe zu bekommen. Der Autor haette auf jeden Fall noch einen Ueberblick dazufuegen muessen. Was beim lesen nicht stoert aber dennoch sehr bedenklich ist: Man kann kaum erkennen, was nun die Fiktion des Autors ist und was Tatsachenberichte sind. Obwohl ich glaube, dass der autor sehr serioue recherchiert hat, finde ich es schade, wenn die Trennung nicht besser ersichtlich ist - somit weiss ich nun am Ende nicht, was ich mit dem Buch und der Geschichte anfangen soll. Schade.
Der eine Marokkaner erzaehlt, dass die vielen fetten Autos mit den Franzosennummern gar keine Franzosen sind sondern Marokkaner, die in Frankreich leben und zum Urlaub oder auf Besuch nach Marokko zurueckgekommen sind. Sie gelten ganz allgemein als sehr ueberheblich - sie muessen scheinbar denen, die zuhause geblieben sind permanent vorfuehren, wer es zu etwas gebracht hat. Ebenfalls schade.
Alexanders Fisch habe ich an diesem Tag nicht besorgt. Schade? Nein. Das kann ich spaeter auch noch machen.
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Kuno
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Re: MA / Im Norden, entlang der Algerischen Grenze
Auf meine besorgte Nachfrage hin, ob der Fisch mittlerweile bei Alexander angekommen sei, bekam ich die Antwort, dass er das nicht wisse, da er sich zur Zeit im Ausland befinde. Ich vermute, dass bis zu seiner Rueckkehr im Briefkasten bereits wieder neues Leben entstanden sein koennte...




