Touristen in Ägypten entführt

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ursula
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Überfälle im Gilf Kebir und Uweinat 2008

Beitrag von ursula »

XXX = mutmassliches Gebiet der Geiselnahme im September 2008 in der Nähe vom Wadi Sura

31-1361283.jpg

X Überfall bei 8 Bells im Süd Gilf

X Geiselnahme am Uweinat im Karkur Talh
Stefanie
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Falschmeldungen!

Beitrag von Stefanie »

Ich kann zuerst Ustas Ibrahim und seinen Leuten nur danken! Nicht dem Militaer sonder ihnen haben wir es zu verdanken, dass diese Entfuehrung fuer die Beteiligten einigermassen glimpflich ausging!

Weiterhin kann ich seine Angaben betreffend Aegyptus Intertravel nur bestaetigen! Mein Mann ist selber einige Male als Fahrer fuer sie im Gilf unterwegs gewesen. Sie haben die noetige Erfahrung und Kenntnis der Gegend.

Was die Meldungen angehen, die die gesamte Zeit ueber sowohl aus arabischen Quellen als auch deutschen Medien zu hoeren und sehen waren - ich war eigentlich staendig entsetzt! ...und als dann auch noch berichtet wurde, Praes. Mubarak wurde mitgeteilt, dass die Haelfte der Entfuehrer getoetet und die andere Haelfte festgenommen sei, habe ich erst gelacht, doch dann war ich mal wieder ueber die aegyptische Informationspolitik entsetzt!
Doch unterm Strich muss ich festestellen, dass sowohl die arabischen als auch die westlichen Medien die Wahrheit nach ihrem Interesse darstellen. Bisher neigte ich dazu, die westlichen - explizid die deutschen Medien als objektiver als die arabischen zu sehen. Das hat sich - aufgrund meiner relativen Insider-Situation - in diesem Fall stark geaendert!!!

Wir lassen uns die Freude an der Wueste nicht zerstoeren! ... und das Geschaeft auch nicht!
Es gruesst die Aussenstelle Baharia 8)
Maudarua
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Re: Touristen in Ägypten entführt

Beitrag von Maudarua »

Hallo Stefanie,

ich versteh´Dich nur zu gut - unsere österreichischen Nachbarn "beneiden" uns ja schon... "
Deutschland konnte seine Geiseln in der Sahara nach nur zehn Tagen befreien"...
zu lesen in
http://www.oe24.at/zeitung/oesterreich/ ... 371457.ece

Ich glaube auch nur noch was ich selbst erlebt hab´... wie heißt es bei uns im schwäbischen "trau schau wem.."

Maudarua
ferdi
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Re: Touristen in Ägypten entführt

Beitrag von ferdi »

Hallo Udo,

zu "Vielleicht muss auch der Staat unverbesserlichen Abenteurern eiskalt die Rechnung aufmachen" von Peter Kranz (ZDF) kann auch eine andere Rechnung angestellt werden, die die Aktion recht preisgünstig erscheinen lässt:

aus: Zeitung am Samstag (Freiburg) 4.10.08
aus: Zeitung am Samstag (Freiburg) 4.10.08

Gruß

Ferdi
Alexander
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Re: Touristen in Ägypten entführt

Beitrag von Alexander »

Sahara-Geiseln - Kein Retter in der Wüste

Wie haben sich die Regierungen gebrüstet. Italiens Außenminister Franco Frattini sprach von einem "hochprofessionellen Einsatz" - auch von Spezialkräften aus Italien und Deutschland. Ägyptens Verteidigungsminister Hussein Tantawi fantasierte gar von einer frühmorgendlichen Kommandoaktion seiner Elitesoldaten. Nur die deutsche Regierung gibt sich nach wie vor einsilbig, aus gutem Grund. Denn das Ende des Geiseldramas bietet keinen Stoff für Heldensagen. mehr...

Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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steffen
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Re: Touristen in Ägypten entführt

Beitrag von steffen »

ja ja die medien.
erst mal erschrickt man und dann sagt man sich immer wieder: abwarten ein paar tage und andere infos einholen. na und "kommandoaktionen" in dieser gegend sind einfach albern. wenn man das gelände und die gegebenheiten nicht kennt und nicht zumindest ein ständiges ortungssignal hat, würde ich für alle beteiligten schwarz sehen.
das sudanesische militär ist sicherlich nicht daran interessiert seine "besten" aber noch nicht wirklich störenden feinde im äussersten nordwesten zu beseitigen. so kann man immer wieder gut auf rebellen verweisen und echte oder vermeintliche taten verweisen. die rebellen/entführer wissen selbst, dass wenn sie eine starke militärische reaktion hervorrufen, gefahr laufen wirklich umfassend zerrieben zu werden. daran ist keiner der am dortigen fragilen gleichgewicht beteiligten interessiert.

es bleibt aber fest zu halten:
die situation in der gegend wird aktuell unkalkulierbarer. folgende hintergründe. die sudanesische regierung hat den militärischen druck in zentraldarfur stark verschärft. wenn man sich aus verschiedenen -auch offiziellen- informationsquellen bedient, weiss man was an technik in der letzten zeit aktiviert wurde. die mobilen rebellengruppierungen -welche teilweise auch sehr gut ausgerüstet sind- weichen nach süden, westen und norden aus.
in nyala wurde letzte woche ein un-hubschrauber runtergeholt. die russische besatzung ist tot und ich muss leider davon ausgehen, dass ein paar meiner freunde dabei waren. die rebellen haben mittlerweile klar gemacht, dass alles fluggerät zum ziel geworden ist. inwieweit die un ihre flüge im süd-darfur aussetzt bleibt abzuwarten.
im westen werden über kurz oder lang die rebellengruppen aus dem tschad und dem sudan sich wechselseitig verbünden und bekriegen und es werden neue splittergruppen entstehen.
und das für "uns" besonders blöde ist, dass durch den militärischen druck einige rebellengruppierungen nach norden und nordosten ausweichen. damit treiben sich zwischen nukhuela oase und gebel uweinat noch mehr leute rum, welche dort eher nicht aktiv sein sollten. da wird es öfter mal einen abstecher zum gilf kebir geben. die militärische präsenz der regierung im bereich von dongola und nördlich wurde verstärkt und es ist alles nervös dort. es geht in die richtung: erst schiessen und dann fragen. und wer schnell fährt, der hat was zu verbergen.
leider habe ich mir das nicht ausgedacht, sondern meine diesmal traurige sonntagsration an nachrichten aus der gegend bekommen.

und für die sudanreisenden ist zu beachten, dass ende des jahres wahlen anstehen und diesbezüglich sicherlich die eine oder andere aufregung zu erwarten ist. ich werde voraussichtlich anfang januar und im februar unten sein. sobald es neuigkeiten gibt, werde ich das posten.

also informiert euch umfassend und vertraut nicht zwingend auf medien (egal aus welchem land) die reimen sich manchmal den größten stuss zusammen.

schade das das wochenende so blöd endet.
wir hatten hier in berlin ein lustiges kleines forumstreffen mit birgitt und micha. ein lichtblick im alltagsgrau.

euch einen guten wochenstart
steffen
Franz (UNI)Murr
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Re: Touristen in Ägypten entführt

Beitrag von Franz (UNI)Murr »

Hallo Forum, hallo Steffen,

man sollte nicht vergessen, dass auch die Saharaforen ein Teil der Medien sind.

Gruß

Franz
Der Mensch braucht zuweilen etwas Wüste. Das Sein in der Wüste ist wie Yoga für meine Seele.
steffen
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Re: Touristen in Ägypten entführt

Beitrag von steffen »

@franz
recht hast du.
nur müssen wir nicht wie die "herkömmlichen" medien informationen verkaufen. ausserdem sind die mitglieder hier meist mehr oder weniger tiefer informiert über den sachverhalt und emotional involviert. das trübt zwar eher die objektivität, macht die sache durch die vielfalt der meinungen und infos aber besser einschätzbar.
und nicht vergessen: "Bad news are good news."

frohes schaffen
steffen
Ibrahim AbdelRahim
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Letztes Update!

Beitrag von Ibrahim AbdelRahim »

Noch ein allerletztes Wort zum Thema - das Gebiet Gilf - Uwaynat ist jetzt wieder befahrbar. Es gibt jetzt Grenzschutzposten im Süden, die Genehmigungen werden wieder erteilt und es sind bereits wieder Gruppen unterwegs Richtung Jebel Uwaynat.
Man kann davon ausgehen, daß dort unten eine größere Aufräumaktion stattgefunden hat. Einen zweiten Vorfall dieser Art wird ja keiner wollen.
Andree
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Re: Touristen in Ägypten entführt

Beitrag von Andree »

Hallo Ibrahim,

danke für die aktuellen Infos. Das sieht ja richtig gut aus :D

Am liebsten würde ich gleich losfahren! Habe leider keinen Urlaub mehr :(

Viele Touristengruppen - wünscht Dir
Andree
Ibrahim AbdelRahim
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Genaueres zur Sicherheitslage

Beitrag von Ibrahim AbdelRahim »

Liebe Freunde,
wie Ihr schon wißt, haben wir in den letzten Wochen unsere Ersatztour Gilf und Sandmeer bis Siwa ohne Uwaynat gefahren. Es sind aber viele Gruppen - vorwiegend aus Italien und Deutschland, mit anderen Veranstaltern - in den letzten Wochen zum Uwaynat gefahren.
Ich habe jetzt ein gutes Gefühl und ich überlege mir, daß wir ab Januar unser ursprüngliches Programm mit dem Uwaynat machen.
Die neuen Sicherheitsvorkehrungen sind in Kraft und zufriedenstellend - man muß jede Nacht und am nächsten Morgen die Zentrale des Grenzschutzes mit dem Satellitenhandy anrufen, außerdem gibt es zwei feste Grenzposten sowie Patroullien, und jede Gruppe bekommt die Koordinaten dieser Posten und ihre Satellitennummer.
Ich habe diese Posten auf der Karte gesehen, einer liegt 15 km östlich von Karkur Talh, der andere liegt 60 km südlich vom Prinz Kamal Denkmal und 55 km östlich des anderen Stützpunktes.
Das bedeckt die Pisten, die aus dem Sudan kommen.
offroadkangaroo
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nach den Entführungen

Beitrag von offroadkangaroo »

Wir waren die erste Selbstfahrergruppe nach den Entführungen und sind soeben von unserer Tour durch die Sandsea und das Gilf Kebir zurückgekehrt. Die komplette Region ist wieder problemlos befahrbar. Die Ägypter haben auf die Entführung mit der Einrichtung zusätzlicher Militärposten geantwortet. Das Militär ist jederzeit unter einer Satellitennummer zu erreichen. Offensichtlich haben die Ägypter und Libyer zusätzlich ein Abkommen zur Sicherung getroffen, da auch libysche Militärstreifen auf ägyptischer Seite patrouillieren.
Wir hatten eine wunderbare Reise auf den Spuren von Almásy und werden sie auch in Zukunft wieder regelmäßig durchführen.

Bernd Landau
Off Road Kangaroo
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