Westroute mit 4 WD - was tätet Ihr ?

In diesem Bereich kannst du deine persönlich Meinung zur Sicherheitslage im Sahara/Sahel Gebiet sowie für die übrigen Regionen veröffentlichen. Sie kann, neben Presse und behördlichen Auskünften, zur Meinungsbildung und Entscheidungshilfe dienen.

Moderator: Moderatoren

markus-1969
Beiträge: 609
Registriert: So 17. Apr 2011, 21:36

Westroute mit 4 WD - was tätet Ihr ?

Beitrag von markus-1969 »

ich habe nun ein 4WD in Aussicht - und ich tendiere hin und her

1) Ich kann den Land Rover Defender 4 WD mit Dachaufbau nicht reparieren wenn was ist; vor Abfahrt würd ich ihn in Landy's Scheune Reparieren lassen, aber unterwegs ....

2) ich würd die Westroute fahren und Strecken abseits der Hauptrouten meiden und Mali südlich umfahren

3) Ich bin nicht der Kochtyp, der warmes Essen mag und frag mich schon, wie ich das mache .....

4) Sollte ich krank werden, bin ich alleine und hab wenig Erfahrung in der Eigenbehandlung

5) Wenn ich nicht mit dem Auto sondern mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahre, ist es leichter, einfach irgendwo zurückzufliegen .... das Auto ist ein Klotz am Bein.

6) ich war zwar mal in Afrika, hab in einer organisierten Campingtour von Cape Town nach Vic Falls mitgemacht und bin allein die Garden Route gefahren, doch reicht die Erfahrung nicht für so einen Trip.


Und so überlege ich, was ich mache

a) Idee vom Trip Cape Town auf dem Landweg streichen
b) Auto kaufen
c) ÖPNV nehmen

was meint Ihr ?

Danke

Markus
AlfredH
Beiträge: 53
Registriert: Do 27. Dez 2007, 11:19
Kontaktdaten:

Re: Westroute mit 4 WD - was tätet Ihr ?

Beitrag von AlfredH »

markus-1969 hat geschrieben:ich habe nun ein 4WD in Aussicht - und ich tendiere hin und her

1) Ich kann den Land Rover Defender 4 WD mit Dachaufbau nicht reparieren wenn was ist; vor Abfahrt würd ich ihn in Landy's Scheune Reparieren lassen, aber unterwegs ....
findest du genug Mechaniker die das können, nicht jeder der eine solche Tour fährt ist Mechaniker
markus-1969 hat geschrieben: 2) ich würd die Westroute fahren und Strecken abseits der Hauptrouten meiden und Mali südlich umfahren
Grundsätzlich eine gute Idee, du musst dann aber über Guinea, Liberia und Cote d_Ivoire fahren, das hat mit Hauptrouten nichts zu tun und ist ohne Erfahrung schon eine Herausforderung aber machbar (an der Küste entlang)
markus-1969 hat geschrieben: 3) Ich bin nicht der Kochtyp, der warmes Essen mag und frag mich schon, wie ich das mache .....
das musst du halt bzw. wirst du mit der Zeit lernen
markus-1969 hat geschrieben: 4) Sollte ich krank werden, bin ich alleine und hab wenig Erfahrung in der Eigenbehandlung
Du solltest dir schon vorher ein gewisses medizinisches Grundwissen aneignen und einen Hausverstand haben
markus-1969 hat geschrieben: 5) Wenn ich nicht mit dem Auto sondern mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahre, ist es leichter, einfach irgendwo zurückzufliegen .... das Auto ist ein Klotz am Bein.
Diese zwei Reisearten kann man aber nicht vergleichen
markus-1969 hat geschrieben: 6) ich war zwar mal in Afrika, hab in einer organisierten Campingtour von Cape Town nach Vic Falls mitgemacht und bin allein die Garden Route gefahren, doch reicht die Erfahrung nicht für so einen Trip.
Erfahrung schadet natürlich nie, aber ich sage man wächst mit der Aufgabe :wink:
markus-1969 hat geschrieben: Und so überlege ich, was ich mache

a) Idee vom Trip Cape Town auf dem Landweg streichen
b) Auto kaufen
c) ÖPNV nehmen

was meint Ihr ?
Die Entscheidung musst du selber treffen :wink:

Ciao

Alfred
Turi
Beiträge: 2261
Registriert: Di 14. Feb 2006, 21:49
Wohnort: Ostschweiz

Re: Westroute mit 4 WD - was tätet Ihr ?

Beitrag von Turi »

Hallo Markus
Ich würde mich in Deinem Fall jemandem anschliessen, der auch die Westküste runterfährt.
Das funktioniert aber nur, wenn Du sehr flexibel ist in der Zeit und anpassungsfähig in der Gesellschaft :wink: bist.
Dann findest du vielleicht auch jemanden mit dem Du zusammen kochen und essen kannst.
Sämtliche Arbeiten sollten dann zusammen erledigt werden, besonders unbequemen.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Kuno
Beiträge: 9586
Registriert: Mi 3. Mai 2006, 10:21
Wohnort: Dort wo andere Ferien machen.
Kontaktdaten:

Re: Westroute mit 4 WD - was tätet Ihr ?

Beitrag von Kuno »

markus-1969 hat geschrieben:c) ÖPNV nehmen
Was ist denn das? Oeffentlicher Personen Nah Verkehr vielleicht?
Urgh.
Das mag vielleicht fuer ein paar Tage ganz lustig sein, auch um mal etwas Kontakt mit den Einheimischen zu bekommen. Aber grundsaetzlich schraenkt es einem beim Gepaeck auf das ein, was man selber schleppen kann, man muss Freude haben laengere Zeit auf einen Anschlussbus zu warten, es darf einem nichts ausmachen dicht gedraengt zu sitzen und man muss damit leben, dass man nicht dort anhalten kann, wo man gerne etwas rasten und ein paar Fotos machen würde. diese Option käme für mich nur dann in Frage, wenn ich das Ziel haette nachher allen zu erklaeren, dass ich "der Erste" war, der die Route "soundso" nur mit den oeffentlichen Verkehrsitteln "gemacht" hat (man sagt "gemacht" oder nicht?).
Albrecht(Vorname...)
Beiträge: 286
Registriert: Mo 8. Aug 2005, 21:14
Wohnort: ortenau

Re: Westroute mit 4 WD - was tätet Ihr ?

Beitrag von Albrecht(Vorname...) »

zur reisevorbereitung würde ich das hier lesen:

viewtopic.php?f=10&t=150

und dann losfahren. der rest findet sich.

CU
ali

NB: das ist nicht humoristisch gemeint.
PeterM
Beiträge: 435
Registriert: Di 4. Mär 2008, 11:53
Wohnort: Wien

Re: Westroute mit 4 WD - was tätet Ihr ?

Beitrag von PeterM »

Senegal-Guinea-Cote d'Ivoire im Norden geht auch; Niger-Delta ist ob der allgemeinen Kriminalität mE nichts für Afrika-Anfänger, aber ev. hast Du es bis dorthin schon gelernt ;)

Grüsse
Peter
schnorr
Beiträge: 2207
Registriert: Mi 15. Feb 2006, 21:42
Wohnort: Kölner Umland
Kontaktdaten:

Re: Westroute mit 4 WD - was tätet Ihr ?

Beitrag von schnorr »

markus-1969 hat geschrieben:ich habe nun ein 4WD in Aussicht - und ich tendiere hin und her

1) Ich kann den Land Rover Defender 4 WD mit Dachaufbau nicht reparieren wenn was ist; vor Abfahrt würd ich ihn in Landy's Scheune Reparieren lassen, aber unterwegs ....schliesse ich mich an, es gibt immer irgendeinen mechaniker, der dir zumindest erste hilfe leisten kann, auch einen mechanikerkursus bei einem bekannten ist sehr nützlich

2) ich würd die Westroute fahren und Strecken abseits der Hauptrouten meiden und Mali südlich umfahrenwenn das zu schwer, dann doch lieber die ostroute?

3) Ich bin nicht der Kochtyp, der warmes Essen mag und frag mich schon, wie ich das mache .....kaltes essen :mrgreen: , oder an einer garküche halten und sich was holen, oder wie oben beschrieben, sich einem koch anschliessen, alternative wäre ein kochkurs vorher

4) Sollte ich krank werden, bin ich alleine und hab wenig Erfahrung in der Eigenbehandlungwichtig: erste hilfe kurs! dann gibt es noch spezielle survivalkurse mit diesem thema und auch empfehlenswert das buch "wo es keinen arzt gibt" wichtig: vorher durchlesen und sich dann eine reiseapotheke zusammenstellen!

5) Wenn ich nicht mit dem Auto sondern mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahre, ist es leichter, einfach irgendwo zurückzufliegen .... das Auto ist ein Klotz am Bein.das stimmt, und mit den öffentlichen kommst du auch mit den einheimischen in sehr nahem kontakt, ein erlebnis! einfach anders wie mit dem auto mit sehr beschränkten möglichkeiten der gepäckmitnahme

6) ich war zwar mal in Afrika, hab in einer organisierten Campingtour von Cape Town nach Vic Falls mitgemacht und bin allein die Garden Route gefahren, doch reicht die Erfahrung nicht für so einen Trip.du kannst ja, wenn es die westroute sein sollte, erst einmal bis mauretanien fahren und dann weitersehen, ob du das packst, ansonsten wieder zurückfahren


Und so überlege ich, was ich mache

a) Idee vom Trip Cape Town auf dem Landweg streichen
b) Auto kaufen
c) ÖPNV nehmen

was meint Ihr ?diese entscheidung musst du selber treffen

Danke

Markus
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
ChristophG
Beiträge: 84
Registriert: Fr 15. Aug 2008, 10:55
Wohnort: Süddeutschland
Kontaktdaten:

Re: Westroute mit 4 WD - was tätet Ihr ?

Beitrag von ChristophG »

Aufgrund dieser grandiosen persönlichen Verunsicherung, basierend auf ehrlich zugegebenen Fähigkeitsmängeln, würde ich anraten, auf eine solche Tour unbedingt zu verzichten.

Andererseits konnte der olle Hemingway damals auch nicht vielmehr als schiessen und ist weit in Afrika herum gekommen. Beispielnehmend an diesem Herrn könnte Dich begleitend ein entsprechender Stab von Mechaniker, Koch und Mediziner mit Sicherheit die angedachte Route gelingen lassen.

Du hast also viele Optionen offen und selbst ein Kochkurs bei der Volkshochschule wird Deine Reisegeldbeutel positiv beeinflussen - oder Mama ist dabei.

LG und gute Fahrt
Christoph
Turi
Beiträge: 2261
Registriert: Di 14. Feb 2006, 21:49
Wohnort: Ostschweiz

Re: Westroute mit 4 WD - was tätet Ihr ?

Beitrag von Turi »

Hallo Christoph

Ich finde gut, wenn jemand seine Grenzen kennt und die auch zugibt.
Es gibt genug Leute die sich überschätzen.
Andererseits kann manchmal ein wenig Selbstvertauen nicht schaden um weiterzukommen.
Sicherheit gibts weder beim Landy noch beim Essen :wink:
Für's eine gibts Öl für's andere Kohletabletten :lol:
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
markus-1969
Beiträge: 609
Registriert: So 17. Apr 2011, 21:36

Re: Westroute mit 4 WD - was tätet Ihr ?

Beitrag von markus-1969 »

ChristophG hat geschrieben:Aufgrund dieser grandiosen persönlichen Verunsicherung, basierend auf ehrlich zugegebenen Fähigkeitsmängeln, würde ich anraten, auf eine solche Tour unbedingt zu verzichten.

Andererseits konnte der olle Hemingway damals auch nicht vielmehr als schiessen und ist weit in Afrika herum gekommen. Beispielnehmend an diesem Herrn könnte Dich begleitend ein entsprechender Stab von Mechaniker, Koch und Mediziner mit Sicherheit die angedachte Route gelingen lassen.

Du hast also viele Optionen offen und selbst ein Kochkurs bei der Volkshochschule wird Deine Reisegeldbeutel positiv beeinflussen - oder Mama ist dabei.

LG und gute Fahrt
Christoph
DANKE für die vielen konstruktiven Beiträge - diesen hier find ich aber etwas daneben.

Ich bin nun entschlossen, aber

1) es hakt am Landy, den ich avisiert hatte, doch dazu gibt es einen zweiten Thread.

2) wären Mitfahrer schön, wer plant denn aktuell westroute ?
abacus
Beiträge: 684
Registriert: Fr 5. Mai 2006, 10:03
Wohnort: B-W
Kontaktdaten:

Re: Westroute mit 4 WD - was tätet Ihr ?

Beitrag von abacus »

Die Frage ist:

bist du lernfähig und lernwillig, oder nicht?

Wenn nein: Pauschalreise buchen, da wird für dich gedacht.

Wenn ja, kannst du heute noch anfangen kochen zu lernen, das ist wirklich nicht schwer und das sollte eigentlich eh jeder können. Dabei gilt: Übung macht den Meister. Zum 3-Sterne-Koch wirst du es nicht schaffen, ist aber auch egal, aber was leckeres auf den Tisch kann jeder mit bissl Übung bringen. Das hat nebenbei den Vorteil, da Liebe ja bekanntlich durch den Magen geht, dass sich dabei ganz neue Möglichkeiten eröffnen ...

Mit dem Mechanikerzeug ist es ähnlich. Ich hätte keine Lust (insbesondere durch die Einsmkeit) mit einer Kiste zu kutschieren, mit der ich nicht umgehen kann und bei der ich ständig vor bösen Überraschungen/Ausfällen Angst hätte. Also vor der Reise richtig gut warten, und zwar selber, dabei lernt man schon sehr viel, Literatur hilft. Man sollte mit jeder Schraube auf "Du und Du" sein, das gibt ein beruhigendes und sicheres Gefühl. Dies wiederum hat den schönen Nebeneffekt, dass man fast keine teure Werkstatt mehr braucht.

Die Sache mit der Medizin ist schon etwas trickreicher. Wenn du ein Typ bist, der öfter zum Arzt geht, dann wirds schwer, wenn du aber normalerweise eh keinen Arzt brauchst, dann sollte 1. Hilfe und ein paar Grundlagen (was tun bei Übelkeit, Durchfall, Fieber etc.) ausreichen. Auch hier gilt: Übung macht den Meister, nur isses halt recht schwer Kandidaten für ein Training einer Busch-Fußamputation zu bekommen ... und wenns auch nur Kandidaten für Durchfall sein sollen ...

Die Sache mit den Mitfahrern ist halt die: diejenigen, die richtig Ahnug haben, die haben keine Lust sich auch noch um einen unvorbereiteten Novizen und dessen Karre zu kümmern, warum sollten sie sich das auch antun. Bleiben 2 Novizen, und das ist dann so wie wenn 2 Blinde sich den Weg zeigen. Wobei, wenn der eine blind der andere taub ist, dann kann das schon deutlich weiterhelfen, also wenn eine Köchin und ein Mechaniker auf Reisen gehen, dann kann das schon klappen.
Henrik
Beiträge: 147
Registriert: Mi 28. Okt 2009, 14:18

Re: Westroute mit 4 WD - was tätet Ihr ?

Beitrag von Henrik »

Markus, nicht verunsichern lassen von den alten Afrikafahrern. Die haben es schon vergessen, daß sie sich Hals über Kopf ins Abenteuer gestürzt haben, und ihr Lehrgeld auch bezahlt haben dürften oder einfach sehr viel Glück hatten. Eine intensive Vorbereitung macht ja auch Spaß, und man lernt schon ungemein viel bevor man nur einen einzigen Schritt auf den anderen Kontinent gesetzt hat. Die notwendige Erfahrung mit Deinem Reise-Vehikel kannst du beim Instandsetzen und Überprüfen aller wichtigen Teile erlernen. Buschküchenrezepte findest du in den diversen Foren. Eine Reise nach Nordafrika (Tunesien, Marokko) mit eigenem Fahrzeug und in Gegenden, die weniger besiedelt sind, und wo man eher auf sich gestellt ist, helfen, um Erfahrungen zu sammeln, bevor man die große Herausforderung einer Durchquerung annimmt.
Ich denke, Turi's Kommentar: 'Man wächst mit seinen Aufgaben' ist der richtige Ansatz.

Wir wollen 2013 fahren, aber das Abreisedatum ist derzeitig wieder etwas unsicher. Die Route wird durch sich ständig verändernde Bedingungen immer wieder in Frage gestellt. Ursprünglich wollten wir ganz die Ost-Route fahren. Seit einiger Zeit diskutieren wir, ob wir einen Teil West-Route, dann von West nach Ost fahren ...

Die Fortbewegung mit den gleichen Mitteln wie die Menschen vor Ort könnte eine große Bereicherung Deiner Reise sein. Hab das vor einigen Jahren in Mosambik gemacht, und sehr viele schöne Erinnerungen daran. Jede Geschichte der Menschen die Du triffst, bleibt bis ans Ende Deiner Tage eine ganz besondere Erinnerung.

Jedenfalls nicht abhalten lassen von den Träumen.

Grüße
Turi
Beiträge: 2261
Registriert: Di 14. Feb 2006, 21:49
Wohnort: Ostschweiz

Re: Westroute mit 4 WD - was tätet Ihr ?

Beitrag von Turi »

Hallo Markus
Die ersten Touren die ich machte, habe ich in einer Gruppe gemacht.
Man kann ohne Risiko lernen mit dem GPS umzugehen.
Bei Fahrfehlern wird einem geholfen.
In Gesellschaft macht es auch Spass, vorausgesetzt man ist nicht zu lange
zusammen, so 3-4 Wochen waren dann schon genug.
Man sollte gruppenfähig sein , hilfsbereit und muss ab und zu auch mal
eine 5 gerade sein lassen können.
Schwierig ist, wenn man zu Hause/Beruf ein "Alphatier" ist und man sich
dann etwas sagen lassen muss, weil einem die Erfahrung fehlt.
Da muss man dazu stehen und auch mal eine andere Meinung
akzeptieren.
Ich habe gute Erfahrungen in der Gruppe gemacht, bin aber auch recht
anpassungsfähig und hilfsbereit, denke ich :?: .
Die letzten Jahre bin ich praktisch immer mit meiner Partnerin allein
unterwegs, man ist einfach freier in der Routenwahl und der Zeiteinteilung,
nur sollte man sich dann auch selber helfen können, wenn man weit abseits
der Zivilisation unterwegs ist.

Wie gesagt, als Einsteiger würde ich schon mit dem Landy fahren.
Vorher einen guten Service und die ersten Touren mit einem anderen
Begleitfahrzeug.
Im Wüschi findest Du sicher jemand mit dem Du ein paar Wochen unterwegs
sein kannst.
Wir zB. fahren Ende März los, für 3 Jahre nach Afrika, bleiben die ersten
5 Monate in Marokko und dann gehts in den Süden.
Da wäre es auch kein Problem wenn jemand eine gewisse Zeit mitfährt.
Neue Kontakte erweitern den Horizont.
Man kann auch einfach so mal los, wenn man in ein Land wie Marokko oder
Tunesien fährt und das in der Saison findet man in der Regel immer
Anschluss wenn man ihn sucht.
Es wird sich für dich auf jeden Fall lohnen, speziell Nordafrika ist mehr
als eine Reise wert.
Gruss
Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
bernd s
Beiträge: 99
Registriert: So 18. Feb 2007, 14:12
Kontaktdaten:

Re: Westroute mit 4 WD - was tätet Ihr ?

Beitrag von bernd s »

Servus Markus,

Die Geschichte mit dem Fahrzeug ist ein bischen Typ und Leidensabhängig. Ich bin eher der Anhänger des gut vorbereiteten Fahrzeugs und kann alles selber machen. Wir haben aber schon genug Leute getroffen die billige, nicht vorbereitete Fahrzeuge hatten und auch angekommen sind. Mit einem vernünftig vorbereiteten Fahrzeug kommst du auch als nicht Schrauber ans Ziel. Hier gilt, auch die Afrikaner lassen schrauben (und als nicht Fachkundiger siehst du ja nicht was sie gerade wieder verbasteln ;-))

Wenn du nur auf den Hauptrouten bleibst und die Regenzeit meidest halten sich die fahrtechnischen Probleme stark in Grenzen. Wirklich spannend wird’s eh nur abseits.

Ein echtes Thema der Westküste ist Sprache, ohne Französisch wird’s zäh und vor allem wenn du alleine unterwegs bist etwas autistisch. Es sind seeehr wenig andere Reisende unterwegs.

Afrika ist ja nicht überall medizinisch und medikamentenmässig Unversorgt. Das Problem ist eher das sich die Locals das nicht leisten können, uns als Reisende betrifft das ja eher nicht.

Selbst die Westküste ist nicht der letzte große weiße Fleck auf der Landkarte. Verkehrswege, Versorgung und Kommunikation sind über weite Strecken besser als wir glauben. Und schließlich darfs ja auch ein bisschen Abenteuer sein.

Generell ist die Ostküste einfacher (Strassen, Visas), billiger (Visas) und mit mehr touristischen Highlights (vor allem Tieren) versehen. Im Moment ist die Anreise etwas leidig, aber sicher auch eine Überlegung wert.

Gruss
Bernd
www.afritracks.de
BJ75
" Sieh mal, ein Auto mit Erfahrung!"
Olaf.L
Beiträge: 182
Registriert: Di 11. Mär 2008, 10:38

Re: Westroute mit 4 WD - was tätet Ihr ?

Beitrag von Olaf.L »

Hallo Marcus,

Ich täte ohne 4WD. So wie Du momentan da stehst, ohne Fahrzeug, ohne Ausrüstung, ohne Vorstellung was Du in den jeweiligen Ländern sehen möchtest, nicht abseits der Hauptrouten fahren möchtest, nicht mehr Gelände wie nötig,
aber Ziel Trans- Afrika Westroute würde ich folgendes machen um unten auzukommen:
- guterhaltenen Mercedes oder Renault Kastenwagen kaufen, mit Motor Euro 3
- Motor, Getriebe, Antriebe, Radlager,Kühler, Lima, Auspuff, Fahrwerk und alle Flüssigkeiten prüfen lassen.
- Bobenplatte rein mit Ankerpunkten für Spanngurte, 40l Kuststoffkanister hinstellen, + 20cm ergibt die Höhe der
Liegefläche aus großer Aluplatte mit Befestigungswinkel und Matratze. Wasserkanister+ 4x 40 Liter Kraftstoffkanister,
Bergematerial und gut bestückten Werkzeugkasten ....alles drunter und festzurren-fertig, Bett ist auch immer bereit,
wetterunabhänig, feste Wände und viel Platz ( auch mal für ne "Perle- lach ) Wenns heiß ist nachts Türen auf und
Moskitonetz von der Decke herab lassen.
- Kein Zusatztank, keine Wasseranlage, keine Küche und noch mehr unnützen Kram. Mineralwasser in Flaschen gibts überall!!
- zum Duschen Armeewassersack aufhängen.
- im Baumarkt günstige Alukisten (40-60Liter) kaufen und alles darin verstauen, ab unters Bett.
- um doch mal durchs Gelände zu kommen, Schneeketten für die Antriebsräder, 2 lange Sandbleche Schaufel und
Kompresseor für die Reifen. Handluftpumpe mit großem Hub reicht auch.
- neue AT- Reifen aufziehen, in der Höhe so groß wie möglich, was reipasst. Ob TÜF konform ist würscht in Afrika.
- 2 Ersatzreifen, davon einer mit Felge.
Das sollte genügen, noch bischen lesen, 2 Reisepässe, Standartimpfungen, Selbstvertrauen und los gehts.
Geländewagen ist viel zu teuer. Gruß Olaf
Antworten