Syrien | Demonstrationen und Proteste
Moderator: Moderatoren
-
schu achbar ?
Re: Syrien - Demonstrationen und Proteste
Und so sehen es die Sunnis, resp. der sunnitische Geistliche
http://www.memritv.org/clip/en/3270.htm
http://www.memritv.org/clip/en/3270.htm
-
schu achbar ?
Re: Syrien - Demonstrationen und Proteste
Al Qarahdaoui versus Russland /China
http://www.memritv.org/clip/en/3308.htm
http://www.memritv.org/clip/en/3308.htm
-
schu achbar ?
Re: Syrien - Demonstrationen und Proteste
Nochmal Abd Al-Jalil Said versus Russland im TV Duell mit direkter Drohung.
Meine Güte, da gehts richtig zur Sache. Schaut Euch das an. Ich bin beeindruckt.
Der Syrer hat ein dermaßen Selbstbewusstsein und eine freche Schnauze
Der fehlt uns hier noch im Forum, dann kriegt Alexander graue Haare
http://www.memritv.org/clip/en/3316.htm
Meine Güte, da gehts richtig zur Sache. Schaut Euch das an. Ich bin beeindruckt.
Der Syrer hat ein dermaßen Selbstbewusstsein und eine freche Schnauze
Der fehlt uns hier noch im Forum, dann kriegt Alexander graue Haare
http://www.memritv.org/clip/en/3316.htm
UNO: Gräueltaten auf Befehl syrischer Führung
mehr: http://www.orf.at/#/stories/2106545/Die Gräueltaten in Syrien werden laut einem Bericht der UNO auf Anordnung der politischen und militärischen Führung verübt. In einem heute veröffentlichten Bericht an den UNO-Menschenrechtsrat wird eine Anklage gegen die Verantwortlichen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gefordert.
Die unabhängigen Ermittler erstellten nach eigenen Angaben eine vertrauliche Liste mit den Namen von entsprechenden syrischen Politikern und Armeeangehörigen. Die von dem Brasilianer Paulo Pinheiro geleitete Kommission befand zwar, dass auch die Aufständischen Verbrechen begangen haben. Diese seien „allerdings vom Umfang nicht vergleichbar“.
Kinder auf Befehl erschossen
In dem Bericht wird beschrieben, wie die syrischen Streitkräfte auf Befehl Kinder und unbewaffnete Demonstranten erschießen, verwundete Gefangene in Krankenhäusern foltern, Soldaten töten, die entsprechende Befehle verweigern, grundlos Menschen festnehmen und wahllos Wohngebiete mit Panzern und Maschinengewehren angreifen.
Syrien-Konferenz ohne Russland und China
aus: http://www.orf.at/#/stories/2106648/Auf einer internationalen Konferenz will die Weltgemeinschaft über Wege zu einem Ende der Gewalt in Syrien beraten. An dem Treffen der Freunde des syrischen Volkes in Tunis nehmen Vertreter von rund 60 Staaten und internationalen Organisationen teil, darunter zahlreiche Außenminister der EU und der Arabischen Liga.
Eingeladen sind auch Gegner Assads wie der Syrische Nationalrat und andere Oppositionsgruppen. Russland und China sagten ihre Teilnahme dagegen ab. Zweck des Treffens ist es auch, den Druck auf die Führung von Präsident Baschar al-Assad zu erhöhen.
Kofi Annan wird Syrien-Gesandter der UNO und AU
Der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan soll die zentrale Rolle bei den Bemühungen um ein Ende der Syrien-Krise spielen. Der 73-jährige Ghanaer wurde am Donnerstag zum „gemeinsamen Sondergesandten der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga für die Krise in Syrien“ ernannt, wie die Generalsekretäre der UNO und der Arabischen Liga, Ban Ki Moon und Nabil al-Arabi am Donnerstagabend (Ortszeit) in New York erklärten.
mehr: http://www.orf.at/#/stories/2106668/
IKRK erstmals in Homs
mehr: http://www.orf.at/stories/2106859/2106857/Dauerbeschuss kurz unterbrochen
Erstmals gibt es eine kurze Pause in dem seit Wochen andauernden Dauerbombardement auf die syrische Widerstandshochburg Homs: Das Rote Kreuz durfte mit Krankenwagen in die umkämpfte Stadt hinein, um Verletzte in Sicherheit zu bringen. Darunter dürfte sich auch eine schwer verletzte französische Journalistin befinden. Doch laut IKRK sollen auch verletzte Aufständische aus der Stadt gebracht werden.
Wie wird's nach einem Abgang Assad's sein?
mehr: http://www.orf.at/stories/2106859/2106695/Religiöse Minderheiten bedroht
„Christen in den Libanon, Alawiten in den Sarg“ - Parolen wie diese, die bei Protestmärschen zu hören sind, machen den religiösen Minderheiten in Syrien Angst. Besonders die Alawiten müssen fürchten, beim Sturz des Assad-Regimes die Rache der sunnitischen Mehrheitsbevölkerung zu spüren zu bekommen.
PS: die Alawiten gelten z.B. in der Türkei als die toleranteren und friedvolleren Muslime. Macht (z.B. in Syrien) korrumpiert hier wie da.
Erste Evakuierungen aus Homs
mehr: http://www.orf.at/stories/2106893/2106897/Keine Kampfpause
Nach wochenlangen schweren Kämpfen in der syrischen Widerstandshochburg Homs haben das Rote Kreuz und der Rote Halbmond am Freitag erstmals Verletzte in der Stadt versorgen können. Eine Kampfpause gab es für die Evakuierungsaktion aber nicht. Vorerst seien rund zwei Dutzend Verletzte, darunter mehrere Kinder, in Sicherheit gebracht worden, hieß es. Allerdings verschärfe sich die humanitäre Lage zusehends. Allein am Freitag wurden laut Angaben der Opposition in Homs und anderen Teilen des Landes erneut über 100 Menschen getötet.
Warnung der USA vor B und C-Waffen
mehr: http://www.orf.at/stories/2107035/2107039/Nachbarländer alarmiert
Das syrische Regime könnte biologische und chemische Waffen gegen die eigene Bevölkerung einsetzen. Das geht aus einer geheimen diplomatischen Mitteilung der USA an die Nachbarländer Syriens hervor. Die Arsenale von Machthaber Assad sind demnach etwa mit dem verheerenden Nervengas Sarin bestückt. Die Gefahr, dass er Massenvernichtungswaffen einsetzen könnte, sei weit höher als beim getöteten libyschen Diktator Gaddafi, heißt es aus dem US-Außenministerium - und zum Unterschied vom Irak seien die Arsenale auch real.
- Achim Vogt
- Moderator
- Beiträge: 2854
- Registriert: Fr 2. Jan 2009, 19:32
- Wohnort: Kampala / Uganda
Re: Syrien - Demonstrationen und Proteste
Hier eine interessante Reportage über die Auswirkungen der Proteste auf das tägliche Leben in Damaskus mit steigender Kriminalität, verdreifachten Preisen und früh schließenden Geschäften:
Syrian capital is a city changed in a year
(Zeina Karam [aus Beirut], in Associated Press, 28. Februar 2012)
Viele Grüße
Achim
Syrian capital is a city changed in a year
(Zeina Karam [aus Beirut], in Associated Press, 28. Februar 2012)
Viele Grüße
Achim
Re: Syrien - Demonstrationen und Proteste
Die breite Straße des Todes
Die Zeit - 25.02.2012
Wie das syrische Regime aus Ärzten Folterknechte macht: Eine heimliche Reise nach Homs, in die Hochburg des Widerstands. Reportage von Jonathan Littell.
Artikel in werbefreier Druckansicht
Grüße,
Horst
Die Zeit - 25.02.2012
Wie das syrische Regime aus Ärzten Folterknechte macht: Eine heimliche Reise nach Homs, in die Hochburg des Widerstands. Reportage von Jonathan Littell.
Artikel in werbefreier Druckansicht
Grüße,
Horst
- Achim Vogt
- Moderator
- Beiträge: 2854
- Registriert: Fr 2. Jan 2009, 19:32
- Wohnort: Kampala / Uganda
Re: Syrien - Demonstrationen und Proteste
Eine der seltenen Karten, um eine Ahnung von den Geschehnissen in Syrien, in diesem Fall in der notorischen Stadt Homs zu bekommen:
Syrian unrest: Homs under attack
(The Guardian, 1. März 2012)
Viele Grüße
Achim
Syrian unrest: Homs under attack
(The Guardian, 1. März 2012)
Viele Grüße
Achim
-
Kuno
- Beiträge: 9586
- Registriert: Mi 3. Mai 2006, 10:21
- Wohnort: Dort wo andere Ferien machen.
- Kontaktdaten:
Re: Syrien - Demonstrationen und Proteste
Achim;
Du hast mir immer den Eindruck gegeben, dass du einen gutes Auge hast, zu dem was in Syrien passiert. Fuer mich wird es immer undurchsichtiger - dabei muss ich aber zugeben, dass Syrien fuer mich halt auch viel "weiter weg" liegt, als LY und TN.
Koenntest du vielleicht einmal einen Ueberblick aus deiner Sicht hier einstellen?
(Nur wenn's geht).
Du hast mir immer den Eindruck gegeben, dass du einen gutes Auge hast, zu dem was in Syrien passiert. Fuer mich wird es immer undurchsichtiger - dabei muss ich aber zugeben, dass Syrien fuer mich halt auch viel "weiter weg" liegt, als LY und TN.
Koenntest du vielleicht einmal einen Ueberblick aus deiner Sicht hier einstellen?
(Nur wenn's geht).
- Achim Vogt
- Moderator
- Beiträge: 2854
- Registriert: Fr 2. Jan 2009, 19:32
- Wohnort: Kampala / Uganda
Re: Syrien - Demonstrationen und Proteste
Lieber Kuno,
ich glaube, es wäre selbst mit gutem Auge derzeit vermessen zu behaupten, mensch hätte - im buchstäblichen Sinne des Wortspiels - den Durchblick.
Niemand kann wirklich sagen,
- was sich im inneren Machtzirkel abspielt
- wie das Zusammenspiel oder Gegeneinander der zahlreichen Geheimdienste und Spezialeinheiten ist
- was sich in der sunnitischen Mehrheit der Bevölkerung abspielt und in welchem Verhältnis die Muslimbrüder zu radikaleren Gruppen stehen
- wie sich die religiösen und ethnischen Minderheiten (vor allem Christen, Drusen, Kurden) verhalten werden
- oder sogar, was sich bei den Alawiten abspielt, bei denen der Assad-Clan ja auch nur einer unter mehreren ist
Die wichtigsten Oppositionsgruppen sind derzeit
- der Syrian National Council (SNC, gegründet im Oktober 2011 in Istanbul), der vorwiegend aus dem Ausland agiert und inzwischen von diversen Staaten als DIE "legitime Vertretung des syrischen Volkes" (z.B. vom neuen Regime in Libyen) oder "eine" legitime Vertretung (Hillary Clinton) angesehen wird. Dem SNC gehören u.a. Teile der Damascus Declaration (älteres Oppositionsbündnis, das 2000 und 2001 vergeblich den "Damaszener Frühling" nach dem hoffnungsvollen Amtsantritt Baschar Assads versuchte), der Muslimbrüder, der Local Co-Ordination Committees und der Syrian Revolution General Commission (SRGC, Koalition von ca. 40 Basisorganisationen) an.
- das National Co-Ordination Committee (NCC, gegründet im September 2011; nicht zu verwechseln mit den oben erwähnten lokalen Komitees), das von Damaskus aus agiert und dem 13 vornehmlich linke und säkulare Gruppen, drei kurdische Parteien und diverse Gruppen von Aktivisten angehören.
Der SNC und das NCC unterscheiden sich vor allem in zwei Fragen: Das NCC ist strikt gegen eine militärische Intervention von außen und ist unter bestimmten Bedingungen zu einem Dialog mit dem Regime bereit.
- die Free Syrian Army (FSA, gegründet im August 2011), bestehend zunächst vorwiegend aus Deserteuren der offiziellen syrischen Armee, inzwischen erweitert durch zahlreiche lokale Gruppen, die zu den Waffen gegriffen haben, aber vom Kommando her nur sehr rudimentär mit der FSA verbunden sind.
Seit wenigen Tagen soll der Syrian National Council ein Militärkommando gegründet und mit der FSA abgestimmt haben. Darüber hatte es monatelange Querelen gegeben.
Es soll inzwischen auch konkurrierende militärische Gruppen geben. Hinzu kommen außerdem zahlreiche Gruppen, die durch Videos, Pressemitteilungen etc. auf die Lage in Syrien aufmerksam machen wollen. Eine jetzt in die Schlagzeilen geratene Gruppe ist "Avaaz", die die Gruppe von sechs ausländischen Journalisten nach Homs geschleust hatte (von denen zwei ums Leben kamen und vier weitere, teils verletzt, wieder zurück in den Libanon flüchten mussten).
In dem Dickicht verschiedener und teils konkurrierender Gruppen ist natürlich noch schwieriger herauszufinden, welche politischen Ziele die einzelnen Vereinigungen haben. Ich bin auch nicht sicher, ob die überhaupt schon ausgefeilt vorliegen. Angesichts von inzwischen vermutlich rund 7.500 Toten geht es jetzt wohl vor allem um den Machtwechsel selbst. Hinter den Kulissen wird aber intensiv an alternativen Staatsmodellen gearbeitet.
Für Verwirrung sorgt die zunehmende Kriminalität, bedingt durch die Rechtlosigkeit im Land. Diese dürfte im Wesentlichen auf bewaffnete Banden zurückzuführen sein und weder auf die Rebellen noch auf die staatlichen Kräfte. Gerade gestern hörten wir von einer Entführung in der Nähe des berühmten christlichen Bergdorfes Maalula. Erst nach Zahlung von rund 80.000 Euro wurde der Entführte wieder freigelassen ...
Viele Grüße
Achim
ich glaube, es wäre selbst mit gutem Auge derzeit vermessen zu behaupten, mensch hätte - im buchstäblichen Sinne des Wortspiels - den Durchblick.
Niemand kann wirklich sagen,
- was sich im inneren Machtzirkel abspielt
- wie das Zusammenspiel oder Gegeneinander der zahlreichen Geheimdienste und Spezialeinheiten ist
- was sich in der sunnitischen Mehrheit der Bevölkerung abspielt und in welchem Verhältnis die Muslimbrüder zu radikaleren Gruppen stehen
- wie sich die religiösen und ethnischen Minderheiten (vor allem Christen, Drusen, Kurden) verhalten werden
- oder sogar, was sich bei den Alawiten abspielt, bei denen der Assad-Clan ja auch nur einer unter mehreren ist
Die wichtigsten Oppositionsgruppen sind derzeit
- der Syrian National Council (SNC, gegründet im Oktober 2011 in Istanbul), der vorwiegend aus dem Ausland agiert und inzwischen von diversen Staaten als DIE "legitime Vertretung des syrischen Volkes" (z.B. vom neuen Regime in Libyen) oder "eine" legitime Vertretung (Hillary Clinton) angesehen wird. Dem SNC gehören u.a. Teile der Damascus Declaration (älteres Oppositionsbündnis, das 2000 und 2001 vergeblich den "Damaszener Frühling" nach dem hoffnungsvollen Amtsantritt Baschar Assads versuchte), der Muslimbrüder, der Local Co-Ordination Committees und der Syrian Revolution General Commission (SRGC, Koalition von ca. 40 Basisorganisationen) an.
- das National Co-Ordination Committee (NCC, gegründet im September 2011; nicht zu verwechseln mit den oben erwähnten lokalen Komitees), das von Damaskus aus agiert und dem 13 vornehmlich linke und säkulare Gruppen, drei kurdische Parteien und diverse Gruppen von Aktivisten angehören.
Der SNC und das NCC unterscheiden sich vor allem in zwei Fragen: Das NCC ist strikt gegen eine militärische Intervention von außen und ist unter bestimmten Bedingungen zu einem Dialog mit dem Regime bereit.
- die Free Syrian Army (FSA, gegründet im August 2011), bestehend zunächst vorwiegend aus Deserteuren der offiziellen syrischen Armee, inzwischen erweitert durch zahlreiche lokale Gruppen, die zu den Waffen gegriffen haben, aber vom Kommando her nur sehr rudimentär mit der FSA verbunden sind.
Seit wenigen Tagen soll der Syrian National Council ein Militärkommando gegründet und mit der FSA abgestimmt haben. Darüber hatte es monatelange Querelen gegeben.
Es soll inzwischen auch konkurrierende militärische Gruppen geben. Hinzu kommen außerdem zahlreiche Gruppen, die durch Videos, Pressemitteilungen etc. auf die Lage in Syrien aufmerksam machen wollen. Eine jetzt in die Schlagzeilen geratene Gruppe ist "Avaaz", die die Gruppe von sechs ausländischen Journalisten nach Homs geschleust hatte (von denen zwei ums Leben kamen und vier weitere, teils verletzt, wieder zurück in den Libanon flüchten mussten).
In dem Dickicht verschiedener und teils konkurrierender Gruppen ist natürlich noch schwieriger herauszufinden, welche politischen Ziele die einzelnen Vereinigungen haben. Ich bin auch nicht sicher, ob die überhaupt schon ausgefeilt vorliegen. Angesichts von inzwischen vermutlich rund 7.500 Toten geht es jetzt wohl vor allem um den Machtwechsel selbst. Hinter den Kulissen wird aber intensiv an alternativen Staatsmodellen gearbeitet.
Für Verwirrung sorgt die zunehmende Kriminalität, bedingt durch die Rechtlosigkeit im Land. Diese dürfte im Wesentlichen auf bewaffnete Banden zurückzuführen sein und weder auf die Rebellen noch auf die staatlichen Kräfte. Gerade gestern hörten wir von einer Entführung in der Nähe des berühmten christlichen Bergdorfes Maalula. Erst nach Zahlung von rund 80.000 Euro wurde der Entführte wieder freigelassen ...
Viele Grüße
Achim




