Reisebericht: Botswana, VicFalls, Caprivi 2011

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Butterblume
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Re: Reisebericht: Botswana, VicFalls, Caprivi 2011

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25.06.2011 Senyati Safari Camp, Leshoma Valley

Marina:
Jochen hat um 05:15 Uhr - noch in völliger Dunkelheit - den Weckdienst übernommen und die Bootscrew aus den Federn geworfen. Brrrr, war das eisekalt heute Morgen! Noch schnell einen heißen Kaffee getrunken, ein paar Brote geschmiert und schon gings los Richtung Kasane zum Bootsanleger der Chobe Safari Lodge. Annette ist bei Ute und Werner reingeklettert, da wir ja nur einen Single Cab hatten. An der Hotelrezeption haben wir die beiden bestellten Breakfast-Packages abgeholt, die gut für 4 Personen reichten und je 55 P kosteten. Getränke hatten wir reichlich vom Camp mitgenommen.

Unser Bootsführer war leicht unpünktlich (kam 10 Min. zu spät), aber mit der aufgehenden Sonne fuhren wir schließlich den Chobe hinauf. Annette hatte heute ihren Glückstag. Sie musste die 70 P Nationalparkgebühr nicht nachentrichten. „You´re a lucky girl today“! O-Ton Guide. Es wurde beschlossen, diesen Betrag als Trinkgeld an den Bootsführer zu spenden.

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Warten am Chobe auf unser Boot

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Boat Cruise auf dem Chobe

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Kurz hinter der CSL befindet sich ein kleines Häuschen der Nationalparkbehörde, das alle Boote zur Einschreibung ansteuern müssen.

Dann gings auch schon wieder weiter... Ich war wahnsinnig froh, dass ich meine Antarktisausrüstung mit dabei hatte (acht Schichten Klamotten übereinander, dazu Fleecehandschuhe, Schal und Stirnband – habe ich in der Windhoeker Überlebenskiste gefunden!). Zwiebellook, sturmfest verankert war angesagt. Es war durch den Fahrtwind a-kalt! Die arme Ute hatte nur T-Shirt und Fleecepullover an. Ich konnte gar nicht hinschauen, wie schnell sie tiefgefroren wurde. Annette hatte schon nach einer Viertelstunde eine rote Nase. Es wäre die perfekte Kulisse für einen Nasivin- oder Grippostad Werbespot gewesen. Äh, warum hat eigentlich keiner daran gedacht Glühwein oder wenigsten heißen Kaffee mitzunehmen? Statt dessen lauter eiskaltes Bier und so. Ich glaube, dass wir mit genau so viel Getränken von Bord gegangen sind, wie wir mitgebracht haben. Der Schwund war jedenfalls äußerst gering.

Viel Zeit hatten wir nicht, um mit unserem Schicksal zu hadern, da uns der Tierreichtum in diesem Gebiet von Kasane bis zu den Puku Flats auf Trab hielt. Die Kameras klickten heiß. Und ich finde es unglaublich, wie nah man mit mit diesenkleinen Booten an die Tiere ran kommt. Viel näher wie mit dem Auto!. Die Tiere haben den Booten gegenüber eine viel größere Toleranz.

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Anmeldung im Park ist auch mit dem Boot notwendig

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Schlangenhalsvogel, Chobe NP

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Schreiseeadler, Chobe NP

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Graueisvogel, Chobe NP

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Elypsenwasserbock, Chobe NP

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Nilgänse, Chobe NP

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Paviane, Chobe NP

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Sporengänse, Chobe NP

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Rallenreiher, Chobe NP

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junger Kudubock, Chobe NP

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Silberreiher, Chobe NP

Tja, und dann durften wir ein weiteres Highlight unserer Reise erleben. Ein Rudel von 8 Wildhunden jagte am Chobeufer hinter einer Impalaherde her. Zwei Impalaböcke sahen als letzten Ausweg nur die Flucht in den Chobe River und schwammen Richtung unseres Bootes. In einiger Entfernung beobachtete eine Herde Wasserböcke das Geschehen aufmerksam, aber wohl wissend, dass ihnen die Wildhunde im Wasser nicht gefährlich werden können. Verschiedene Rudelmitglieder jagten, für mich völlig ungeordnet, einem Impalaweibchen hinterher, das schließlich dem Rudel erschöpft zum Opfer fiel.

Klick, klick, klick – sch… SD-Karte voll! Schnell wechseln. Jochen filmt das Spektakel mit der Panasonic Lumix. Wir haben hier am Ufer nunmehr einen Logenplatz, nur ca. 5 Meter vom Geschehen entfernt. Jedes Filmteam von National Geographic hätte uns beneidet. Eine komplette Jagd mit Kill! Wauw!

Die Autos an der Uferfront hatten wegen der Bäume und Büsche leider nur eingeschränkte Sicht.

Im ganzen Getümmel achtete keiner von uns auf die beiden Impalaböcke im Wasser. Einer hat es wieder an das rettende Ufer geschafft, etwa auf Höhe der Wasserböcke. Den zweiten Bock hat sich ein Krokodil geschnappt. Unser Bootsguide hat Bericht erstattet. Was für ein Drama! Das Impalaweibchen war innerhalb einer Viertelstunde komplett verspeist. Anschließend stillten die Wildhunde ihren Durst ausgiebig direkt vor unserem Boot im Chobe. Welch ein Glück für uns.

Wildhunde gehören heute zu den seltensten Großsäugetieren Afrikas und somit als stark gefährdete Art. Der Gesamtbestand wird auf nur noch ca. 5500 Tiere geschätzt.

Nachdem die Wildhunde ihr erstes Frühstück eingenommen hatten, balgten sie noch eine Weile ausgelassen am Ufer herum und versuchten noch den aufmerksamen Zuschauern (den Elypsenwasserböcken) hinterher zusetzen.
Was sich jedoch als aussichtslos erwies. Dazu sind die Wasserböcke viel zu schlau. Sie blieben einfach im Wasser!

Das ganze Spektakel konnten wir ca. eine halbe Stunde lang live mit verfolgen (Logenplatz). Eines stand jetzt schon fest: Jeder Cent der Bootsmiete war gut investiert.

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zwei Impalaböcke flüchten vor den Wildhunden in den Chobe

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Wildhunde killen ein Impalaweibchen

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Wasserböcke als aufmerksame Zuschauer

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Wildhunde möchten sich auch noch an den Wasserböcken gütlich tun

Weiter ging die Fahrt Richtung Puku Flats. Wir hatten Begegnungen mit großen und kleinen Krokodilen, Büffeln und der reichen Vogelwelt des Chobe River. Auch sahen wir hier unsere ersten Pukus und Leschwe Antilopen, jede Menge Hippos in allen Größen und Formen, Rappenantilopen und Paviane.

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Gelbschnabelmadenhacker auf Büffel, Boat Cruise Chobe NP

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Nimmersatt, Boat Cruise Chobe NP

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Schwarzhalsreiher, Boat Cruise Chobe NP

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Mohrenklaffschnabel, Boat Cruise Chobe NP

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Braunmantelscherenschnabel, Boat Cruise Chobe NP

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Löffler, Boat Cruise Chobe NP

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Pukus, Boat Cruise Chobe NP

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Puku, Boat Cruise Chobe NP

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Ute und Jochen, Boat Cruise Chobe NP

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namibianische Fischerdörfer am Chobe

Den Frühstücksstopp wollten wir in Serondela einlegen, da es hier ja bekanntlich Toiletten gibt. Über die Bordwand pillern ging ja schlecht.

Ich glaube, dass unsere Reisegesellschaft die WC´s wirklich herbeigesehnt hat, denn alle waren ausgesprochen ruhig und konzentriert. Kann aber auch am scharfen, eiskalten Fahrtwind gelegen haben…

Vorbei ging´s in rasender Fahrt an namibischen Fischerhütten, der Chobe Game Lodge, der Chobe Savannah Lodge um die Puku Flats.

Unser Guide machte am Steilufer des Chobe vor Serondela fest und wir erklimmten das Ufer und enterten Picknick Platz und Toiletten, die auf wunderbare Weise heute gesäubert waren. Der Generator zur Frischwasserversorung der WC´s lief und trübte die Ruhe ein wenig. Aber man kann bekanntlich nicht immer alles haben…

Schnell wurde das Frühstück ausgepackt und wir haben nun ganz entspannt die wärmenden Strahlen der Vormittagssonne genossen. So tauten auch Ute und Annette langsam wieder auf. Auch unserer Guide wurde mit Marschverpflegung durch uns versorgt. Der Arme hatte doch lediglich eine kleine Flasche Mineralwasser mitgenommen.

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Frühstück in Serondela

Kurz vor zwölf Uhr sind wir wieder Richtung Kasane aufgebrochen. Unterwegs noch dies und das gesehen und fotografiert und gegen 13:00 Uhr legten wir pünktlich an der Chobe Safari Lodge an. Ein Teil unserer Gruppe testete die Sanitärkeramik der CSL, während der andere Teil an der Bar für heiße Getränke sorgte. Wir müssen ausgesehen haben, wie die legendäre Südpolexpedition um Roald Amundsen. Der Kontrast zur Strand-/Poolbekleidung der Hotelgäste war bezeichnend.

Fazit: Wenn nur wenig Zeit in Kasane zur Verfügung steht, sollte man sich unbedingt exklusiv ein kleines Boot mit Führer mieten. Vom Wasser aus sieht man viel mehr als vom Auto aus und man kommt näher an die Tiere heran. Ich würde auch die Morgentour empfehlen, da man mit der aufgehenden Sonne den Fluss hinauf schippert und so im besten Licht fotografieren kann. Und wer Lust hat, kann nachmittags immer noch einen Game Drive im Wagen unternehmen. Dafür braucht man auch nicht erneut permitten. Deshalb Quittung/Permit der Bootstour aufheben.
Aber Achtung: Bitte unbedingt viel, warme Kleidung und heiße Getränke mitnehmen. Ggfs auch Decken. Ausziehen kann man sich immer, wenn es wärmer wird.
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Re: Reisebericht: Botswana, VicFalls, Caprivi 2011

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Annette und ihr Abholservice Anton verabschiedeten sich hier von uns, da sie heute noch Richtung Nata aufbrechen wollten. Morgen dann back to Johannesburg. Annette und ich vereinbarten einen Fototausch und werden in Kontakt bleiben. Ev. treffen wir uns nächstes Jahr in Kenia wieder.

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Heiliger Ibis, Boat Cruise Chobe NP

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Nimmersatt, Boat Cruise Chobe NP

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Löffler, Boat Cruise Chobe NP

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Letschwe Antilopen, Boat Cruise Chobe NP

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freche Meerkatze in der Chobe Safari Lodge

Zurück im Camp erwartete uns schon wieder eine große Herde Elefanten am Wasserloch. Wer hat die eigentlich bestochen? Oder ist das Wasserloch vielleicht mit O-Saft kontaminiert (Elefanten lieben ja bekanntlich Zirtrusfrüchte)? Klick, klick, klick. War das wieder schön anzuschauen. Zwischendurch schnell einen Teil Wäsche gewaschen, Bilder und Filme auf den Fototank gesichert und versucht ein wenig Reisetagebuch zu schreiben. Seit wir hier sind, habe ich noch keinen Satz schreiben können. Ich glaube, wir sind im Urlaubsstress!

Ute und Werner sind kurz nach uns im Camp eingetroffen. Sie haben in Kasane im Supermarkt die Vorräte für ihre morgige Abreise Richtung Ihaha Campsite im Chobe NP augefüllt.

Unser Braaifeuer wurde heute etwas früher entzündet. Ich habe noch einmal eine heiße Dusche genommen, da ich das Gefühl hatte, überhaupt nicht mehr richtig warm zu werden. Noch dazu war es heute Abend wieder sehr kalt.

Unser Dinner gehörte wieder zu den herrlichen Momenten, die wir hier gemeinsam vor unserem Chalet genießen konnten.

Channel 1 Bush TV – die Elefantenbande, Teil 3:
Bis wir abends gegen 22:00 Uhr zu Bett gingen, riss der Zustrom von Elefanten am Wasserloch nicht ab. Es mussten heute weit über 250 Tiere gewesen sein. Zählen war unmöglich. Mir fiel jedoch auf, dass tagsüber hauptsächlich die Kühe mit ihrem Kälbern in das Leshoma Valley kamen, die vereinzelten Bullen sich vornehm zurück und abseits hielten, bis die Damen ihren Durst gestillt hatten. Je später es wurde, umso häufiger tauchten auch die Bullen auf.

Antilopen oder Katzen wurden hier und heute nicht gesichtet. Zur Late Night Show sind wir fröstelnd bei gefühlten Minusgraden ins Bett gekrochen. Eine unserer mollig warmen Decken fand einen dankbaren Abnehmer in Ute.

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Wasserloch, Senyati Safari Camp

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Gabelracke, Senyati Safari Camp

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Zug der Elefanten zum Senyati Wasserloch

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Rüssel leider noch zu kurz, Senyati Wasserloch

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Jochen und die Elis

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abendliches Einheizen

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Ute, Marina, Werner

Jochen:
Stehe um kurz vor fünf auf, dusche und begebe mich auf Wecktour. Was ich nicht bedacht habe: es ist stockfinster! Nehme mutig – was bleibt mir anderes übrig – Taschenlampe und großes Messer und mache mich auf den Weg. Utes und Werners Camper ist schnell gefunden. Den Weg kannte ich vom Vortag. Als ich auf mein Kratzen am Dachzelt Antwort erhalte, ziehe ich weiter. Wo war noch mal Annettes und Antons Zelt? Ich suche immer nach allen Seiten mit der Taschenlampe sichernd Antons Jeep. Auch den finde ich. Nur das Zelt nicht. Anton hatte das Zelt auf der von Schilfmatten umsäumten Terrasse aufgeschlagen. Es dauerte doch einen Moment, bis ich es identifiziere und die Beiden wecken kann.

Bin froh, wieder in meinen eigenen, festen vier Wänden zu sein. Wir packen Getränke und ein paar Brote ein. Dann geht’s los Richtung Kasane. Annette wird ohne Nationalpark-Permitt auf das Boot geschleust. Schon bald tauchen die ersten Hippos auf. Unglaublich, wie nah man an die Tiere ran kommt.

In der Ferne sehe ich einen einsamen Wasserbüffel am Ufer, als links von mir auf einmal Bewegung entsteht. Impalas rasen am Ufer in wilder Flucht an uns vorbei, gefolgt von einem Rudel Wilder Hunde. Ich sehe einen Impalabock, der sich in Panik und Angst in den Chobe stürzt. Auch ein zweiter Bock entkommt den Hunden nur durch einen Sprung ins Wasser. Für ein drittes Impala, ein weibliches Tier, ist es jedoch zu spät. Ein wilder Hund hat sie erwischt und schon stürzt sich der Rest der Meute gierig auf das Frühstück. Unser Guide hat schnell das Boot gewendet und ich knipse mit meiner Kamera - was das Zeug hält – wild drauflos, um die Jagdszenen festzuhalten.

Natürlich ohne durch den Sucher zu schauen. Einer der Impalaböcke, der sich in den Chobe gerettet hat, schwimmt um unser Boot und schafft es zurück ans Ufer. Der zweite Bock hat Pech gehabt. Unser Guide konnte beobachten, wie er in einem Krokodilmagen verschwand. Ich habe in der Zwischenzeit die Kamera auf den Film-Modus umgestellt und filme jetzt alles bis die Speicherkarte voll ist. Mist! Hole so schnell es geht eine neue Karte aus dem Rucksack und filme weiter bis vom Impala nur noch Rückrad und Kopf (alles schön sauber abgenagt) übrig ist. Das war mit Abstand das beeindruckendste Tiererlebenis in Afrika! Auch wegen der Nähe zum Geschehen. Teilweise waren die Wilden Hunde nur ca. 10 m von uns entfernt. Im Nachhinein konnte ich mich gar nicht mehr erinnern, was ich alles fotografiert und gefilmt hatte. Ach so, nachdem das Impala verspeist war, wollten sich die Wildhunde noch mit einer Herde Wasserböcke anlegen. Haben auch die Weibchen ins tiefere Wasser getrieben, aber der Bock hat den Hunden gezeigt, dass mit ihm nicht gut Kirschen essen ist.

Nach diesem Erlebnis, dass uns den Rest des Tages Gesprächsstoff liefern sollte, konnte ich mich kaum noch auf die weitere Tour konzentrieren. Haben aber noch viele verschiedene Vögel, Kroks, Büffel, Antilopen und Elefanten gesehen.

Nach einem kurzen Stopp mit Frühstück in Serondela ging es auf den Rückweg. Wieder an der Chobe Lodge gibt es heißen Kaffee für alle. War ein bisschen kühl auf dem Dampfer!

Anton gesellt sich zu uns. Nachdem wir uns innerlich aufgewärmt haben, verabschieden sich Annette und Anton, die heute noch bis Nata fahren möchten, um am nächsten Tag dann wieder Johannesburg zu erreichen. Wir werden uns in diesem Urlaub wohl nicht mehr begegnen! Obwohl – man kann ja hier in Afrika nie so sicher sein! Viele Wege führen nach Johannesburg.

Den Rest des Tages wollen wir im Senyati Camp verbringen. Endlich Zeit, das Tagebuch auf Vordermann zu bringen. In Senyati angekommen, faszinieren uns sofort wieder die Herden von Elefanten und ich entschließe mich noch einen Elefanten-Film zu drehen. Ich baue das Stativ auf, lege eine 4 GB-Karte und einen frischen Akku ein und fange an zu filmen. Das Geschehen am Wasserloch ist so interessant, dass das Tagebuch mal wieder zu kurz kommt. Am Abend steht ein Abschiedssessen mit Ute und Werner auf dem Programm. Sie möchten am nächsten Morgen weiter Richtung Ihaha Campsite im Chobe NP. Wir schmeißen unsere Fleischreste auf den Grill. Ute und Werner können Impalasteaks vom Fleischer in Kazungula beisteuern, wir noch ein paar Rindersteaks. Wir grillen was das Zeug hält und verbringen einen gemütlichen Abend am Lagerfeuer. Es ist heute mal wieder schweinekalt.
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Re: Reisebericht: Botswana, VicFalls, Caprivi 2011

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26.06.2011 Senyati Safari Camp, Leshoma Valley

Marina:
Brrrrrr, bibber, bibber. Ist das heute Morgen kalt. Lt. Werners Thermometer sollen es -4° sein. Lt. Louw +4°. Aber mit den ersten Sonnenstrahlen wird es rasch wärmer. Um 09:00 Uhr verabschieden wir die beiden Fomis Ute und Werner Richtung Ihaha. Vielleicht treffen wir uns ja noch einmal am Kwando River.

Da wir noch keine Lust zum Frühstücken haben, schwätzen wir mit Louw, dem Besitzer des Camps. Neben der Bar wird eine neue Rezeption mit einem weiteren Chalet errichtet. Die alte Rezeption soll umgebaut, noch mindestens zwei weitere Schlafräume erhalten und neben unserem Nachbarchalet Nr. 1 sollen auch noch zwei weitere entstehen. Louw möchte insgesamt 26 Betten anbieten und 14 Campsites. Ein Restaurant ist nicht geplant, So werden hier in absehbarer Zeit auch keine Busgruppen einfallen.

Von sich aus schnitt Louw den Elefantenabgriff auf Olga an. Seine Sicht der Dinge war eine etwas andere als die im Forum geschilderte. Olga möchte dieses Jahr im Oktober auch wieder dem Senyati Safari Camp einen Besuch abstatten.

Jochen und ich beschließen einfach faul (!) zu sein, rücken unseren Tisch vor die Veranda in die Sonne, entpellen uns Schicht um Schicht und bringen die Tagebücher (ja, Jochen schreibt auch und viel) aufs Laufende. Eine wunderbare Ruhe umgibt uns hier am späten Vormittag. Da Jochen zwei Tage zuvor die quietschenden Türen des Geschirrschranks fachmännisch geölt hat, stören auch meine Frühstücksvorbereitungen nicht.

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Jochen schreibt...

Nach dem Brunch gings ab Richtung Kasane. Wir möchten in der Chobe Safari Lodge noch spontan eine Sundownertour mit dem Boot buchen. Unser Tank muss auch wieder aufgefüllt werden. Und was soll ich sagen: Kein Diesel in Kazungula, kein Diesel in Kasane. Naja, kennen wir ja von Pandamatenga. Sonntags wird Diesel in Botswana rationiert und er scheint generell aus zu sein. Eine Woche vorher in Panda war´s das gleiche Spiel. Naja, dann tanken wir eben Morgen. Hörst sich ein bisschen an wie „Vom Winde verweht“, gell? Aber da folgte ja Jahre später auch ein zweiter Teil…

Leider kann man in der CSL für nachmittags kein kleines Boot mieten, sondern muss mit dem riesigen Touri-Kutter vorlieb nehmen. Tja, Lust hatten wir jetzt auch keine mehr, es noch wo anders zu versuchen, also gingen wir das Wagnis ein. Damit waren wir wenigstens um eine Erfahrung reicher.

Das ganze Boot war vollgestopft mit englischsprachigen Touristen, hauptsächlich Amerikanern. 490 P pP hat der Spaß gekostet. Das große Boot kommt nicht so nah an die Tiere ran, ist längst nicht so wendig. Am schlimmsten aber war die Geräuschkulisse auf dem Kahn.

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Sundowner Boat Cruise

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Weißstirnspint, Chobe River

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Chobe Wetlands

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Kudu, Chobe Boat Cruise

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Impalas, Chobe Boat Cruise

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Graureiher, Chobe Boat Cruise

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verletzter Eli, Chobe Boat Cruise

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Chobe Boat Cruise

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Waren wir froh, nach Sonnenuntergang das Boot verlassen zu können. Das Geld hätten wir uns echt sparen können nach unserer Erfahrung vom Vortag. Man soll halt aufhören, wenn es am schönsten ist. Und wer nicht hören kann, muss fühlen!

Welch Balsam für unsere Ohren: Zurück auf Senyati begrüßten uns die Elis mit lautem Trompeten, da sich wohl schon wieder die vielen, verschiedenen Rüssel in der Frischwasserquelle verknotet haben. Klick, klick, klick. Jetzt reicht es aber wirklich mit Elefanten-Fotos!

Wir haben den Eindruck, auf Senyati an einem Tag mehr Elefanten gesehen zu haben, wie auch allen unseren Reisen zusammen!

Jochen wollte die Reste unseres Kühlschrankes in die Bratpfanne hauen. Leider produzierte der elektrische Herd immer wieder einen Kurzschluss, der die gesamte Stromversorgung des Chalets lahmlegte.

Wie heißt das englische Word für Herd/Ofen? Es fiel uns partout nicht ein. Also meldeten wir Louw mit einem verschämten Grinsen: „The Ofen has a shorty“! Gerne überließ er Jochen für die drei Wüstchen und die dicken Ofenkartoffeln die Küche hinter der Rezeption. Ich machte es mir derweil mit Decke und Schreibzeug auf der Veranda unseres Häuschens gemütlich, um Reisebericht zu schreiben und Channel 2 Senyati Wildlife Bush TV zu schauen.

Gegen 20:00 Uhr, Jochen hatte sich mit Louw seit nunmehr 1,5 Stunden in der Küche vergraben – ich war mittlerweile zur Eismumie erstarrt – habe ich einen Inspektionsgang Richtung Rezeption unternommen. Und was soll ich Euch sagen: Party in Louws Küche mit Whisky am warmen Herd, drei jungen Mädels vom Ngepi Camp! Klar, dass man dann nicht mehr an frierende, hungernde in der Wildnis verlassene Ehefrauen denkt! Wenn ich koche, brauchen auch dicke Ofenkartoffeln keine 1,5 Std. und gar zu werden! Lagerfeuer gibt’s heute auch nicht. Unser Feuerholz habe ich dann auch großzügig an die frierenden Nachbarn aus Südafrika verschenkt. Man weiß ja nie, wozu es gut ist!

Nachdem wir endlich die dreimal durchgebratenen Würstchen und unsere Ofenkartoffeln vertilgt hatten, gings noch schnell unter Hyänengeheul an den Abwasch und dann rasch ins wärmende Bett. Das gemauerte Chalet hält die Wärme des Tages recht gut im Haus. Erst gegen Morgen wird es dann etwas frisch. Trotzdem habe ich heute vorsorglich mal wieder die Norwegersocken und die Fleecejacke bemüht.

In der Nacht, so gegen 02:30 Uhr werde ich von lautem Hyänengeheul ganz in unserer Nähe geweckt. Schäle mich schweren Herzens aus dem Bett und schaue durch das große Terrassenfenster Richtung beleuchtetem Wasserloch. Immer wieder in regelmäßigen Abständen ertönt der Gesang. Plötzlich nähert sich etwas dem Wasserloch… Schnell Jochen aus dem Tiefschlaf gerissen… Doch falscher Alarm, das war nur ein durstiger Schakal. Das Jaulen ging aber weiter. Nachdem sich nach einer halben Stunden immer noch keine Hyäne gezeigt hat, bin ich wieder ins Bett gekrabbelt.

Jochen:
Es heißt mal wieder Abschied nehmen. Ute und Werner ziehen weiter. Da wir nicht wissen, was wir machen wollen, schreibe ich endlich weiter Reisetagebuch und bin jetzt (11:15 Uhr) wieder auf dem aktuellen Stand. Ich könnte eigentlich am Wasserloch sitzen bleiben, aber Marina möchte noch einmal in den Chobe NP. Wir brausen los Richtung Kasane und diskutieren, ob wir mit dem Auto oder mit dem Boot in den Park fahren. Marina ist für eine Flussfahrt, ich für Auto. Gebe aber gerne nach, da Autofahren im Tiefsand auch nicht gerade entspannend ist.

An der Chobe Safari Lodge angekommen, wird uns mitgeteilt, dass alle kleinen Boote dort nur vormittags gebucht werden können. Also buchen wir eine 3-Stunden-Touridampfer-Tour. Bis zur Abfahrt telefoniere ich mit der gesamten Familie. Neben uns Amerikaner mit entsprechendem Geräuschpegel. Wir gehen an Bord und erwischen zwei gute Plätze ganz vorne im Boot. Da aber unser „Kapitän“ nicht darüber informiert ist, dass alle Passagiere auf zwei Boote verteilt werden sollen, müssen alle wieder von Bord und werden vom Lodgepersonal nochmals verteilt. Müßig zu erwähnen, dass diesmal alle guten Plätze unten im Boot besetzt waren. Also entscheiden wir uns für die dicke Styropor-Matratze auf dem Oberdeck. Hoffe spontan, dass der Kahn absäuft. Höre schon die Stimmen aus den anderen Booten, wenn die alle im Wasser landen und die Kroks kommen: „A kill, a kill“ and so on. Dann haben wir die besten Plätze auf unserer Matratze!

Auf dem Oberdeck haben wir wenigstens unsere Ruhe. Das Getöse unter uns nehmen wir nur gedämpft war. Nur, in den ersten 25 Minuten sind wir keine 100 m weiter weg von der Anlegestelle gekommen. Da wir hier auch noch keine Tiere sehen können, sind die Kinder, die ab und zu hochkommen, die einzige Abwechslung, die wir haben.

Als es endlich in den Park geht und das erste Wild-Life zu sehen ist, erklimmt ein Amerikaner das Oberdeck. Das erste, was ich von ihm sehe, ist ein Objektiv – groß wie ein Kanonenrohr – mit einer im Vergleich mickerigen Kamera daran. Die zweite Kamera um seinen Hals ist eine Canon mit 300 mm Objektiv. Bewundere den Mann heimlich wegen seiner gut ausgebauten Halsmuskultur. Nachdem sich noch mehrere Männer auf dem Oberdeck eingefunden haben, ist wieder Austausch der „Lebensgeschichte“ dran. Der Ami stammt aus Kalifornien und ist schon drei Wochen unterwegs. Hat schon alles gesehen: Löwen, Hyänen, Leoparden, Elefanten und die komplette Antilopen-Garnitur, die natürlich immer im Magen der Raubtiere gelandet ist! Selbstverständlich alles vor der Kamera des Amis.

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich unweit von Bodenwerder lebe und ich immer der Meinung war, das „Aufschneiden“ eher unser Metier ist (wegen der Nähe zu Münchhausen). Glaube aber jetzt, dass „Münchhausiaden“ auch im Ruhrgebiet und in Kalifornien sehr populär sind.

Wobei – mit dem Objektiv kann er bestimmt bis Zimbabwe fotografieren.

Alles in allem war die Tour das Geld nicht wert und ich kann jedem nur raten morgens eine individuelle Boat Cruise mit dem kleinen Boot zu buchen. Auch wegen der Nähe zu den Tieren. Wir begeben uns auf den Rückweg nach Senyati und entscheiden am nächsten Tag (Montag) zu tanken, da es in Kasane keinen Diesel gibt und es nun schon dunkel ist. Im Camp angekommen steht Essen vorbereiten auf dem Plan. Gerade als ich mit dem Braten und Köcheln anfangen will, spielt der kleine Herd nicht mehr mit. Immer wenn ich ihn einschalten will, fliegt die Sicherung raus.
Wir überlegen, wie wir das Louw auf Englisch erklären können und finden das „The ofen has a shorty“ am besten klingt.

Marina geht zu Louw und beschreibt die Situation. Louw bietet uns sofort an, unser Dinner in seiner Küche hinter der Rezeption zu brutzeln. Ich begebe mich mit Pfanne und Topf zur Küche. Dort leistet mir Louw Bernard Gesellschaft. Marina geht zum Lesen zurück auf die Veranda unseres Chalets.

Die Bratwurst ist schnell fertig und ich stelle sie warm. Da die großen Jumbo-Kartoffeln länger brauchen, lade ich Louw zu einem Whisky ein. Wir kommen ins Gespräch und klönen einen Whisky lang (ist ein großes Glas Whisky!) und schauen ab und an nach den Kartoffeln. Top: immer noch nicht gar! Also wieder zurück zur Bar und wieder ein großes Glas Whisky. Nach 1,5 Stunden können die Kartoffeln als Verzögerungsmoment nicht mehr herhalten und ich bin leicht angetrunken.

Mit dem gut gegarten Essen begebe ich mich zum Chalet und wir verputzen unser verspätetes Dinner. Danach schaue ich noch einmal kurz zur Bar, um von hier oben die Elis zu beobachten… Nach 20 Min. werde ich müde und es geht ab ins Bett.
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27.06.2011 Leshoma Valley – Kongola, Camp Kwando, 267 km, 2 Nächte

Marina:
Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns nach ausführlichem Schwätzchen mit dem Besitzer des Camps herzlich. Senyati ist für unsere Ansprüche best place in Botswana.

In Kazungula und Kasane gab es am heutigen Montag immer noch keinen Diesel. Gut, dass unser Hilux über einen Doppeltank verfügt, so beschließen wir erst in Katima Mulilo zu tanken. Auf dem Weg durch den Chobe NP sahen wir Rappenantilopen, Zebras und den bekannten Botswana Roadblock.

Die Grenzabfertigung - sowohl auf Botswana - wie auch auf Namibiaseite erfolgte zügig. Der bisher netteste Grenzbeamte unserer Reise saß in Ngoma Bridge auf Botswanaseite und wollte unbedingt seine Deutschkenntnisse verbessern. Er probierte diese gekonnt an uns aus und wir hinterließen ihm einen neuen deutschen Satz zum Lernen.

Auf namibianischer Seite wurden wir standesgemäß mit dem traditionellen Händegruß empfangen.

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Botswana Road Block, A33 Richtung Ngoma Bridge

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Chobe River bei Ngoma Bridge

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Ngoma Bridge

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Stopp bei Ngoma Bridge zur Erledigung der Grenzformalitäten

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Fischer im Mokoro bei Ngoma Bridge

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Grenzanlage Ngoma Bridge Namibia

Die B8 zwischen Ngoma Bridge und Katima ist zu beiden Seiten mit vielen traditionellen Dörfern gesäumt. Einige wenige natürliche Wasserlöcher verfügen noch über ausreichend Wasser für die Rinder und Wildtiere.
Einen Abstecher zum Lake Liambezi haben wir zugunsten einer Stippvisite der Caprivi River Lodge in Katima gestrichen.

Gegen 12:30 Uhr erreichten wir die Stadt Katima Mulilo, das Verwaltungszentrum des Caprivistreifens am Zambezi River gelegen. Die Uhren im Caprivistreifen richten sich übrigens nach denen der Nachbarländer Botswana/Sambia und sind gleich mit unserer mitteleuropäischen Zeit. Dies gilt jedoch nicht für die Behörden und Grenzübergänge. Hier ist wieder namibische/britische Zeit (-1 Stunde) angesagt.

An der Tankstelle versorgten wir den Wagen mit Diesel und konnten sogar mit unseren restlichen Pulas bezahlen. Für unsere restlichen US$ hat Jochen bei einem fliegenden Händler Taschenmesser für unsere Neffen erstanden.

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B8 Richtung Katima Mulilo

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B8 Richtung Katima Mulilo

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Zum Lunch sind wir dann ca. 5 km zurück zur Caprivi River Lodge von Keith Rooken-Smith gefahren. Die wunderschöne Lodgeanlage liegt direkt am Zambezi und hier möchten wir irgendwann einmal ein paar Tage verbringen.

Der tropische Garten der Lodge ist traumhaft schön. Viele der Chalets haben River View und ganz in der Nähe hört man die Hippos grunzen. Ein Waran schwimmt an uns vorbei, während uns Brenda, die Managerin (?) ein leckeres Thunfischsandwich auf der Terrasse mit sensationellem Flussblick serviert. Geht´s uns mal wieder gut! Von der CRL kann man geführte Touren mit Keith unternehmen und auch mehrtägige Hausbootstouren starten hier.

Für einen Resturlaub von zwei Wochen mit Flug nach Kasane oder VicFalls in Kombination mit Senyati finde ich dieses Ziel absolut ideal. Von der CRL kann von/nach Kasane/VicFalls ein Shuttle organisiert werden und Keith Frau sagte uns, das man in Katima auch 4x4 Wagen ohne Einwegmiete bekommen kann. Nähere Auskunft dazu dann direkt in der Caprivi River Lodge.

In der Stadt haben wir noch einmal einen ATM aufgesucht, um uns mit ausreichend N$ zu versorgen. Tja, und wen treffen wir dort? Den Australier aus der Touch of Africa Lodge. Total verzweifelt erzählte er, dass er hier in Katima keine Karte von Nambia bekommen könne. Er hätte es schon an allen Tankstellen und in den Supermärkten versucht. Hmmmh, ich wäre ja zur Tourist Information gegangen… Aber da der Australier auch über keinen Reiseführer verfügte, hat er die wohl auch nicht gefunden. Also haben wir ihm kurzerhand unsere T4A Nambiakarte und den Loosereiseführer geschenkt. Wir waren ja doppelt mit allem bestückt. Und die Karte vom Autoverleiher hat er noch als Zugabe erhalten. Unglaublich, wie man sich 5 Monate auf Tour in das südliche Afrika begeben kann, ohne Karten und Reiseführer dabei zu haben. Ach ja, und Afrika ist ein Dorf!

Weiter gings dann auf dem Trans Caprivi Highway B8 Richtung Kongola. Diese Teerstraße verbindet Rundu mit Katima Mulilo, ist über 505 km lang.

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Sambezi bei Katima, auf der anderen Seite liegt Sambia

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Caprivi River Lodge, Katima Mulilo

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Water Monitor, Caprivi River Lodge, Katima Mulilo

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Katima Mulilo

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Katima Mulilo

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Katima Mulilo

Wieder säumten viele Dörfer die Straße. Nennenswerte Tiere haben wir hier aber nicht gesichtet. Dafür brennt fast der ganze Caprivi. Wir haben unheimlich viele kleinere Buschfeuer links und rechts der Straße sehen können. So grün, wie ich es mir vorgestellt habe, ist es hier nicht.

Auf der ganzen Fahrt grübelte ich darüber, warum wir das Permit für den Mudumu Nationalpark am Kwando River an der Susuwe Ranger Station noch weiter nördlich erstehen müssen (Iwanwoski Namibia Reiseführer 2010!). Dazu hatten wir nun gerade mal keine Lust und so beschlossen wir direkt auf die C49 Richtung Camp Kwando abzubiegen. Alles Weitere wird sich dann finden.

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Buschfeuer, B8 Richtung Kongola

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B8 Richtung Kongola

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school is out, B8 Richtung Kongola

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Buschfeuer, B8 Richtung Kongola

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school is out, B8 Richtung Kongola

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C49 Richtung Lianshulu

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C49 Richtung Lianshulu

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Abfahrt zum Camp Kwando

An der Rezeption wurden wir wieder herzlich empfangen und bekamen das Baumhaus Nr. 1 zugewiesen. Meine Enttäuschung war groß. Der von Nature Trekking versprochene sensationelle Blick auf den Fluss wurde durch viele hochgewachsene Büsche und Bäume verstellt. Noch dazu, wo ich selbst für uns nur eines der preiswerteren Tented River Chalets reservieren wollte, die einen ungehinderten Blick auf den Fluss erlauben. Was nützt uns ein riesiges Schlaf- und Badezimmer auf Stelzen, welches wir nur zum Schlafen nutzen können? Also haben wir unsere Zeit im Camp auf der Terrasse vor dem Restaurant zugebracht. Zur Zeit sind insgesamt nur 8 Gäste im Camp.

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Camp Kwando

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Baumhaus Nr. 1, Camp Kwando

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Blick von der Veranda, Baumhaus Nr. 1, Camp Kwando

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Blaustirnblatthühnchen, Camp Kwando

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Camp Kwando

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Wassersuppe auf dem Kwando

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Jochen schreibt und schreibt...

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Kwando River

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Zwei Päarchen aus Belgien reisten noch an und gesellten sich am frühen Abend an der Feuerstelle vor dem Restaurant zu uns. Hier brannte ein schönes Holzfeuer und der Blick auf den ruhigen Kwando war grandios. Nicht zu vergessen die Sonnenuntergänge hier. Durch die vielen Buschbrände nahm das Licht der untergehenden Sonne eine rosa-lila-farbene Tönung an.

Wir schwätzten ein wenig zusammen und gegen 19:00 Uhr gab´s das Dinner. Für 200 N$ fand ich´s nicht gerade überwältigend. Mehr dazu in meinem Kurzreisebericht. Aber das farbige Personal war sehr freundlich und immerwährend am Singen. Sehr schön.

Gegen 21:00 Uhr trieb uns die Kälte in unser Baumhaus, das mit einem riesigem Bett mit luxoriöser Federdecke ausgestattet ist. Trotzdem habe ich auf die Überlebensmontour im Bett nicht verzichtet. Man weiß ja nie…

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Camp Kwando

Jochen:
In der Nacht - ca. 02:30 Uhr - werde ich von Marina geweckt. Sie hat Hyänen gehört. Sehen am Wasserloch aber nur einen Schakal. Gegen 06:30 Uhr stehe ich auf. Nach der Morgentoilette verziehe ich mich mit Schinken, Eiern usw. in die Küche und mache Frühstück. Da alles weg muss, gibt´s Schinken satt! Louw berichtet, dass tatsächlich Hyänen nah am Camp waren.

Bis Marina auch so weit fertig ist fotografiere und filme ich die Pavianhorde, die sich am Wasserloch breit gemacht hat.

Danach nehmen wir Abschied von Louw Bernard und seinem Camp und machen uns auf den Weg. In Kasane versuchen wir noch einmal Diesel – ohne Erfolg – zu tanken. Wir fahren also nun auf Reservetank (50 L) Richtung Grenze Nambia. Zu meinem Erstaunen ist hier an der Botswanagrenzabfertigung das ganze Personal extrem gut drauf und freundlich. Der erste Grenzübertritt der von vorn bis hinten klasse war!

In Katima tanken wir erst einmal. Als wir abfahren wollen, bemerke ich einen älteren Herrn, der sich mit einem Tankwart unterhält. Beim Wegfahren fällt mir ein, dass wir uns kurz mit ihm und seiner Frau in Touch of Africa unterhalten haben. Es ist das australische Ehepaar mit dem kleinen PKW auf Rundreise im südlichen Afrika.

In Katima parken wir gegenüber einer Bank, um Geld zu ziehen. Auf dem Fußweg zum ATM begegne ich wieder dem älteren Herrn uns sage „Hallo“! Worauf er mich verzweifelt fragt, wo man Landkarten für Namibia kaufen kann. Nachdem wir uns dann erneut bekannt gemacht haben, schicke ich ihn zu unserem Auto, da ich sicher bin, dass Marina mindestens drei verschiedene Karten von Namibia dabei hat.

Danach geht´s Richtung Camp Kwando durch den schmalen Caprivizipfel. Von der B8 führt eine Gravelroad ca. 12 km bis zum Camp Kwando. Namibia-Gravel ist im Vergleich zu Botswana- und Zimbabwe-Gravel eine Autobahn! Links und rechts der Straße sehen wir immer wieder Buschfeuer.

Im Camp angekommen beziehen wir unsere „Suite“. Der riesige Raum wird von einem Kingsize-Himmelbett beherrscht. Eine große Terrasse mit ohne-Blick auf den Kwando vor dem Chalet, das Ganze auf Stelzen gebaut, ca. 3 m hoch und super Badbereich mit Badewanne und allem was dazu gehört komplettiert das Baumhaus. Zu schön, um wahr zu sein! Stimmt, denn warm Duschen oder Baden, geht nur in der Zeit, in der normale Menschen tagsüber Ausflüge unternehmen.

Wir essen abends in der Lodge (3-Gänge-Menü). War o.k, aber nichts Besonderes. Anschließend unterhalten wir uns noch ein wenig mit zwei belgischen Paaren, die kurz nach uns angekommen sind.
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Re: Reisebericht: Botswana, VicFalls, Caprivi 2011

Beitrag von Butterblume »

28.06.2011 Kongola, Camp Kwando

Marina:
Um 06:00 Uhr hat uns der Handywecker unsanft aus den Federn geworfen, da wir heute Morgen eine zweistündige Bootstour auf dem Kwando unternehmen möchten. Obwohl ab 06:00 Uhr warmes Wasser fürs Bad zur Verfügung stehen soll, ist es eiskalt! Jochen stürzte sich trotzdem todesmutig unter die Dusche. Ich verzichtete dankend. Unter meinen sechs Schichten Klamotten für diesen Morgen, werden etwaige Körpergerüche vakuumverpackt und dringen sicher nicht nach außen.
Und die Aussicht auf eine heiße Dusche nach der Bootstour ist doch die perfekte Mettwurst vor der Nase. Pünktlich um 07:00 Uhr erschienen wir zum Frühstück. Hier konnten wir aus mehreren Menüs auswählen. War super lecker!

Die 7. bzw. 8. Schicht Bekleidung (ein dickes Wollplaid aus Südafrika hatte ich noch als Reserve dabei) habe ich mir in der Lobby ausliefern lassen. Eine der dekorativen Sofadecken würde mich aus der Flussfahrt begleiten. Rauhreif, sprich Frost am Kwando gibt´s auch nicht alle Tage!

Die Flusslandschaft am frühen Morgen mit den grauen Nebelschwaden zauberte eine melancholische Stimmung.

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Morgenstimmung am Kwando River nach einer kalten Nacht

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das Personal ist hier - wie immer - fröhlich drauf!

Nelson, unserer Guide hievte noch eine große Kühl(wofür?)box mit Getränken an Bord. Dabei wusste ich jetzt schon, dass die nicht geöffnet wird! Glühwein wäre angebrachter gewesen. Eindeutig haben die hier vergessen vom Sommer- auf das Winterprogramm umzustellen.

Die Belgier standen am Ofen vor den River View Chalet und wärmten sich die Hände. Auf den Bäumen lag Rauhreif. Es muss also bitter kalt gewesen sein in der Nacht.

Die Tour führt zunächst bei langsamer Fahrt gemütlich die dicht mit Schilf und Papyrus bewachsenen Ufer des Kwando hinunter. Der Nebel waberte über dem spiegelglatten Wasser, das hier sensationell klar ist. In den meisten Fällen konnte man bis auf den Grund schauen. Die Szenerie war wunderschön.

Außer einigen Hippos und Wasserböcken, diversen Vögelchen sahen wir jedoch keine Tiere. Aber diese Tour ohne jede weiteren Touris ließ uns die grandiose Natur und die Ruhe in vollen Zügen genießen.

Ein streitlustiges Hippo, wohl mit einem Jungen brach plötzlich aus dem Schilf. Es war auf Konfrontation gebürstet und verfolgte uns mit wahnsinniger Geschwindigkeit. Man gut, dass wir einen Außenborder mit 60 PS hatten und nicht im Mokoro saßen. Das war der einzige Aufreger unserer Flusstour.

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Kwando River am Morgen

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Die Belgier in den River View Chalets müssen sich auch erst einmal aufwärmen!

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ganz klares Wasser im Kwando

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Elypsenwasserböcke am Kwando

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River View Chalets, Camp Kwando

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Baumhaus Nr. 1 vom Kwando aus aufgenommen

Gegen 10:00 Uhr erreichten wir wieder das Camp Kwando und haben uns bei einem Smaltalk mit der vier Belgiern erst einmal aufgetaut. Schicht um Schicht habe ich mich dann im Viertelstundentakt entpellen können. Drei von den Belgiern sind zum ersten Mal in Afrika und möchten hier in Botswana ein Business im Tourismus aufmachen. In der Kalahari Anib Lodge hat ihnen ein Südafrikaner erzählt, dass das total easy wäre… Wir werden ausgefragt, wo und wie wir uns über unsere Reisen informieren und wie die Buchungslage in NAM ist. Na, dann träumt mal weiter! Habe Ihnen das Namibia Forum und einige private Kontakte empfohlen. So wie ich sie verstanden haben, haben sie als einzige Lektüre zu Namibia den Lonely Planet NAM/BOTs gelesen! Wie blauäugig kann man eigentlich sein?

Auf einen geführten Game Drive in den Mudumu Nationalpark werden wir verzichten und diesen Park statt dessen selbst erkunden. An der Rezeption des Camps erhalten wir eine detaillierte Karte und die Auskunft, dass das Permit an der Nakatwa Ranger Station, mitten im Park zu entrichten ist. Wir müssen also nicht noch einmal 25 km in die Gegenrichtung zur Susuwe Ranger Station bei Kongola.

An der Ranger Station haben wir zu zweit 90 N$ Gebühr bezahlt, eine weitere Karte vom Park erhalten und sind dann zunächst die Pad Richtung Nakatwa Island. Natürlich dauerte es mal wieder nicht lange und wir standen in tiefsandigen Gelände mitten in einer Elefantenherde. Hohe Bodenfreiheit ist hier neben 4x4 absolute Pflicht. Sogar mit dem Hilux sind wir einige Male aufgesetzt. Kudus und Impalas standen Spalier. Anschließend haben wir noch das Maziba Waterhole angefahren, wo sich Zebras im besten Licht präsentierten. Links in den Büschen hatte sich eine Eligruppe mit Jungen häuslich eingerichtet. Für das Santika Wasserloch war es uns zu spät, da wir die Strecke nicht kannten und überall auch Buschfeuer loderten. Auf dem Rückweg konnten wir dann auch noch direkt auf der C49 unsere ersten Pferdeantilopen bewundern. Jetzt fehlen uns nur noch die Sitatungas.

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der Hofhund vom Camp Kwando

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Zwergbienenfresser, Camp Kwando

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"Wassergemüse" im Kwando

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Lotusblume, Kwando

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Nakatwa Ranger Station, Mudumu NP

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Nakatwa Ranger Station

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Nakatwa Island, Mudumu NP

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Maziba Waterhole, Mudumu NP

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Roan Antilopen auf der C49

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Kinder bei Lizauli an der C49

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C49 bei Lizauli

Nun aber schnell zurück zum Camp, da Jochen großzügig unser Lunch abbestellt hat (ich habe irgendwie nicht mitbekommen, dass wir auf Diät sind) und ich nun einen Bärenhunger hatte. Vielleicht kann ich noch eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen erhaschen.

Dank „smoke on the water“ (die Buschfeuer kommen näher) konnten wir wieder einen traumhaft schönen Sonnenuntergang bewundern.

Zum Dinner gab es heute Hähnchenbrust und auch Gemüse war vorhanden.

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Abendstimmung am Kwando

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der fröhliche Koch vom Camp Kwando

Jochen:
Morgens um halb sieben, nach 10 Stunden Schlaf, wird erst einmal kalt geduscht. Macht auch Sinn, weil draußen ist es schweinekalt! Drinnen auch! Die Wände bestehen nämlich nur aus Zeltplane.
Nach dem Frühstück wollen wir zwei Stunden den Kwando runter fahren. Wir besteigen das Motorboot und los geht´s. Ist immer noch saukalt! Der Kwando ist wesentlich schmaler, als der Chobe und hat weite Schilf- und Papyrusfelder. Eine herrliche Umgebung. Ich genieße die wundervolle Aussicht und friere still vor mich hin. Das Wasser ist übrigens so klar, dass man ohne Probleme den Grund sehen kann, obwohl der Kwando an manchen Stellen bis zu 3 Meter tief ist.

Wir sehen ein paar Hippos, Wasserböcke und Vögel. Plötzlich treffen wir hinter einer Flussbiegung auf ein Hippo mit Jungtier. Wir sind schon vorbei, als ich links von uns das Hippo wütend aus dem Reet stampfen sehe. Es stürzt sich in den Fluss und verfolgt uns gute 30 m weit. Da es untergetaucht ist, kann man nur an der Wasserverdrängung sehen, wie es hinter uns her ist. Unser Guide wendet in sicherer Entfernung das Boot und fährt mit halber Kraft zurück. In dem Moment, nun rechts von uns, nimmt das Hippo „Fahrt auf“ und unser Bootsführer gibt ebenfalls Vollgas. Wir brettern nur ca. 1 m am Hippo vorbei (wobei ich nur die Wasserbewegung sehen kann). Auf der restlichen Rückfahrt sehen wir nur noch ein Babykrokodil.

Nach unserer Rückkehr ins Camp setzen wir uns erst mal zu den Belgiern auf die Sonnenterrasse. Sieht so aus, als hätten sie wirklich Mitleid mit uns, da sie uns die Liegen zurechtrücken, damit wir uns in der direkten Sonne aufwärmen können. Langsam taue ich wieder auf und wir unterhalten uns angeregt. Irgendwann geht Marina in der Hoffnung auf warmes Wasser duschen. Einem der Belgier gehen die Zigaretten aus und ich verschenke eine von meinem Schachteln – wie schon im Vorjahr in Nambia - an einen Österreicher. Nicht nur, dass man sich in Afrika immer mehrmals begegnet, auch manche Situationen wiederholen sich.

Um 14:00 Uhr fahren wir in den Mudumu NP. Die Straße bis zum Park ist hervorragend und ich freue mich darüber. Wir kommen auch ohne Probleme zur Ranger Station. Hier bezahlen wir unser Permit und lassen uns den Weg zu den Wasserlöchern zeigen. Wir fahren los und alles ist gut bis wir Richtung Nakatwa Island kommen. Nachdem wir uns durch ein paar Eliherden manövriert haben wird der Weg extrem tiefsandig. Die Fahrspur ist hier so tief, dass sogar der Hilux teilweise aufliegt. Mit normalem 4x4 ist hier nichts mehr zu machen. Ich quäle mich im ersten Gang (Lastgang) durch den Sand und es scheint nicht besser zu werden. Nach ca. 10-15 min. wird die Piste anständiger. Auf der Strecke bis zum Maziba Wasserloch muss ich noch zweimal den Low Range bemühen.

Am Wasserloch angekommen sehen wir einer Zebraherde zu, die Richtung Wasser marschiert. Als ein paar Elis auftauchen, brechen wir unsere Zelte ab und machen uns auf den Rückweg. Mir fehlt einfach die Lust mich wieder durch Elis hindurch zu quälen. Im Camp gibt es erst mal Kaffee und Kuchen.

Beim Abendessen kommen wir kurz mit zwei deutschen Ehepaaren ins Gespräch. Nach dem Dinner geht’s sofort ab ins Bett. Bin von 00:30 bis ca. 02:00 Uhr wach und höre dem Hippo zu, dass sich am gegenüberliegenden Ufer das Schilf schmecken lässt. Darüber schlafe ich dann wieder bis 05:30 Uhr ein.
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Re: Reisebericht: Botswana, VicFalls, Caprivi 2011

Beitrag von Butterblume »

29.06.2011 Kongola – Nunda River Lodge, Divundu

Marina:
Nach sehr spätem Frühstück haben wir uns aufgemacht, um die ca. 200 km auf dem Trans Caprivi Highway Richtung Divundu in Angriff zu nehmen. Auch auf diesem Streckenabschnitt hatten wir keine nennenswerten Tiersichtungen. Da der Weg zum größten Teil durch den Bwabwata NP führt, darf man hier maximal 80 km/h fahren. Links und rechts ist die Straße wieder gesäumt von typisch afrikanischen Dörfern und Haustiere kreuzen unkontrolliert und häufig die geteerte Straße. Die Caprivianer haben übrigens eine sehr dunkle Hautfarbe, im Vergleich zu den anderen Einwohnern.

In Divundu hatten wir wegen Brückenbauarbeiten am Okavango einen längeren Aufenthalt (Wartezeit ca. 30 Minuten). So konnten wir einen ausführlichen Blick auf den Okavango werfen, der als Cubango im angolanischen Hochland entspringt und das botswanische Okavangodelta mit seinem Wasser speist.

Direkt hinter der Okavangobrücke geht es links ab auf die C48 Richtung Bagani, Popa Falls, Mahangu NP, Mohembo und Shakawe/Botswana.

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Kwando am Morgen

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man achte auf den "Behandlungsstuhl" rechts

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der Bwabwata NP ist Elefantenland

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B8 Richtung Divundu

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B8 vor der Okavangobrücke bei Divundu

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In der Nunda River Lodge wurden wir herzlich empfangen von der Managerin Marissa, die wir ja bereits im Senyati Safari Camp getroffen haben. Afrika ist ein Dorf! Eine Frage quälte Jochen und mich schon länger. Wie haben es die Mädels geschafft mit einem kleinen 2x4 Fahrzeug das Senyati Camp zu erreichen? Die Mädels haben sich in Senyati mit ihrem roten Citi Golf nicht durch die Tiefsandpiste gewühlt, sondern haben den Umweg über die Hunters Road gewählt und Senyati von Osten angefahren!
Nunda liegt wunderschön am Ufer des Okavango. Unser Zeltchalet Nr. 2 mit Grasdach hatte einen besseren Blick auf den Fluss als das Baumhaus im Camp Kwando. Allerdings kann man auch hier die Schiebetüren nicht abschließen.

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Tented Chalet Nr. 2, Nunda River Lodge

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direkt vor unserem Chalet...

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Papaya, Nunda RL

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Nunda RL

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Okavango mit Hippos, Nunda RL

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Nach kurzem Lunchstopp auf der Terrasse des Restaurants, untermalt mit Hippogegrunze, sind wir am Nachmittag mit unserem Hilux in den Mahangu Nationalpark aufgebrochen. Den Eintritt kann man direkt bei Einfahrt am Gate bezahlen, wir erhielten eine Map und auf Nachfrage empfahl uns die Rangerin lediglich die Uferstraße zu befahren, da die Pumpe für das Wasserloch im westlichen Parkteil defekt ist und somit dort kaum Tiere zu sehen sein werden.
Dieser Uferweg ist sehr gut auch mit 2x4 zu befahren. Aktuell liefen hier gerade Straßenbauarbeiten. Die alten Wege werden neu und teilweise mit leicht anderem Streckenverlauf angelegt. Gleich am ersten Wasserloch sahen wir Zebras. Es folgten Impalas, Großriedböcke, Halbmondantilopen, Giraffen, Elefanten, Warzenschweine, Paviane, Meerkatzen und eine wunderschöne Gabelracke.

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Mahango NP

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Riedbock, Mahango NP

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Gabelracke, Mahango NP

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Mahango NP

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Meerkatzen, Mahango NP

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...wenn der Vater mit dem Sohne...

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tote Rappenantilope, Mahango NP

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einer bleibt allein zurück...

Pünktlich zum Sonnenuntergang verließen wir den Park. Am Chalet schauten wir noch ein wenig den badenden Hippos zu, bevor wir ein wunderbares Game Steak zum Abendessen verspeisten. Am Nachbartisch saß eine deutsche Hummeldummgruppe.

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Sundowner auf Nunda

Jochen:
Wir packen mal wieder und gehen anschließend zum Frühstück. Ich kontrolliere, ob gute Laune ansteckend ist und grinse breit in die Runde. Natürlich klappt´s auch diesmal – alles grinst breit zurück!

Wir zahlen, verabschieden uns von allen, die wir kennen gelernt haben und starten Richtung Divundu. Die Strecke bis zur Teerstraße ist weißsandig und ich fahre langsam wegen der Staubentwicklung. Möchte ja nicht, dass alle Fußgänger nach unserer Durchfahrt aussehen wie Michael Jackson. Die Dörfer sehen ärmlich aus, aber immerhin gibt´s einen Friseursalon, der etwas hermacht. Ansonsten ist die Fahrt relativ langweilig und unproblematisch. Gegen 12:30 Uhr erreichen wir den Okavango. Man, haben wir in diesem Urlaub viele Flüsse gesehen: Kunyere, Thamalakane, Boteti, Nata, Matetsi, Zambezi, Chobe, Kwando und nun auch noch den Okavango.
Nach Begrüßung durch Marissa, die wir schon in der Küche des Senyati Camps kennengelernt haben (dort war sie mit ihren Freundinnen am Nudeln kochen und haben für gute Laune gesorgt, als ich mit Louw das Whisky-Tasting hatte), dem Begrüßungsdrink beziehen wir unser Chalet in der Nunda River Lodge. Jetzt habe ich gerade Marinas Lunch vertilgt und beobachte eine Gruppe Hippos, die sich langsam auf uns zu bewegt.
Dies sind Jochens letzte Zeilen! Ab hier ist er für den Rest der Tour sprach(schreib)los!
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Re: Reisebericht: Botswana, VicFalls, Caprivi 2011

Beitrag von Butterblume »

30.06.2011 Divundu – Roys Camp, Grootfontein

Marina:
Eigentlich wollte ich mich hier vom Hippogrunze in den Schlaf wiegen lassen, leider hat Jochen versucht die Hippos mit seinem Schnarchen zu übertönen. Meiner Meinung nach ist ihm dies geglückt. Hatte aber kein Dezibelmessgerät dabei, um die Zahlen hier zu veröffentlichen. In den Chalets links und rechts von uns hat sicher niemand schlafen können…

Nach angenehmer Nacht (zumindest für Jochen) genossen wir das heiße Duschwasser in unserem mehr oder weniger Freiluftbad. Lt. Jochen hat heute Nacht ein Hippo vor unserem Chalet gegrast. Das plattgewalzte Schilf vor dem Haus lässt ebenfalls darauf schließen.

Von Marissa und ihrer Familie haben wir uns herzlich verabschiedet – wir kommen sicher wieder – und haben noch einen kurzen Fotostopp an den Popa Fällen eingelegt.

Auf der kleinen Brücke zu den Fällen trafen wir wieder alte Bekannte: Der Australier, dem wir in Katima mit Kartenmaterial versorgt hatten, kam uns mit seiner Frau entgegen. Mal wieder ein großes Hallo! Die beiden haben an den Popa Fällen übernachtet und werden weiter Richtung Etosha fahren. Ich hab´s ja schon letztes Jahr so oft gesagt: Afrika ist eben ein Dorf!

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an den Popa Fällen

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der Australier an den Popa Fällen

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Wir machten uns dann mal auf Richtung Grootfontein zu Roy´s Restcamp. Dank der Zeitumstellung trafen wir dort gegen 13:00 Uhr ein. Der ganze Caprivistreifen orientiert sich nämlich an der Botswanazeit, die mit unserer mitteleuropäischen Zeit identisch ist. In Namibia herrscht bis zum ersten Sonntag im September Winterzeit (eine Stunde zurück).

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B8 Richtung Rundu

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B8 Richtung Grootfontein

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B8 Richtung Grootfontein

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Nach Bezug unseres urigen Häuschens (der Besitzer hat seine künstlerische Ader voll ausgelebt) und eines schnellen Kaffees an der Bar haben wir dem Alte Fort Museum in Grootfontein, ca. 50 km entfernt, einen Besuch abgestattet. Es gibt wirklich sehenswerte und interessante Artefakte u.a. aus der deutschen Vergangenheit Nambias zu sehen. Mit Jutta Tietz, der Museumsleiterin hielt ich ein langes und ausführliches Schwätzchen. Das Museum hat entgegen vieler Reiseführer bis 16:30 Uhr geöffnet! Und die Bäckerei Jakob in Grootfontein gehört leider auch der Vergangenheit an. So blieb uns nur noch der örtliche Spar Supermarkt für einen kleinen Imbiss mit Kaffee. An der örtlichen Tankstelle haben wir auch noch einige Liter Diesel getankt und dann ging´s wieder zurück zum Camp.

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Roy´s Camp

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unser Chalet in Roy´s Camp

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sehr originelle Innendeko, Roy´s Camp

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Armlehnen aus Kuduhörnern

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der Pool

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Alte Fort Museum Grootfontein

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Alte Fort Museum Grootfontein

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Pünktlich zum Dinner sind wir wieder zur Stelle. Und wen treffen wir dort? Unsere südafrikanischen Nachbarn aus dem Senyati Safari Camp, Chalet Nr. 1. Afrika ist ein Dorf! Abends am Lagerfeuer schwätzen wir noch ausführlich mit Stephanie und René, zwei Schweizern, die in Swakopmund leben und auf dem Weg Richtung Kasane sind. Deshalb wird es heute etwas später bis wir in die Federbetten sinken.
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Re: Reisebericht: Botswana, VicFalls, Caprivi 2011

Beitrag von Butterblume »

01.07.2011 Grootfontein – Airport Farm, Windhoek, ca. 568 km, 1 Nacht

Marina:
Die Nacht war sehr kalt, das Duschwasser noch kälter! Ich habe es nur kurz getestet, alle Klamotten gepackt und dann ging es auch schon zum Frühstück, da wir heute bis Windhoek durchfahren wollen. Unsere gebuchte und bezahlte Übernachtung in der Outeniqua Gästefarm sagen wir kurzerhand zugunsten der Trümper Family ab. Ich muss Max noch einige Filme überspielen und wir freuen uns sehr auf die Gespräche dort. Uwe Trümper meint, dass wir locker zur Kaffeezeit in Windhoek sind.

In Roy´s Camp lernen wir beim sehr leckeren Frühstück noch den deutschstämmigen Bauingenieur Hermann Hesse aus Windhoek kennen, der trotz seiner Pensionierung damit beauftragt ist, die Masten für das digitale TV-Netz in Namibia aufzubauen. Wir bleiben in Kontakt.

In der Tandbude vor dem Airport, wo man auch seine Trophäen bearbeiten lassen kann, sind wir dann ca. 1,5 Stunden versackt. Auch dort hatten wir nette Gespräche. Der Vater von Richard Hoff arbeitet oder vertreibt sich dort die Zeit. Richard hat uns letztes Jahr das Nüvi repariert. Afrika ist ein Dorf! Da wir berichteten, dass wir gleich zu den Trümpers fahren, durften wir Postboten spielen und für Janet einen Brief mitnehmen.

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Taxidermy, Windhoek

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Taxidermy, Windhoek

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Tatsächlich erreichen wir die Airport Farm bereits gegen 14:30 Uhr. Wie auch letztes Jahr haben wir uns hier sehr wohl gefühlt, das Wiedersehen und die schönen Gespräche mit allen Trümpers sehr genossen. Zur Zeit war ein kalifornisches Ehepaar zu Gast. Er jagt ausschließlich mit Pfeil und Bogen. Das Abendessen war einsame Spitze. Das trümpersche Frühstück lässt keine Wünsche offen. Unsere Überlebenskiste wurde wieder auf der Farm für folgende Reisen eingelagert. In Buschbrände waren wir dieses Jahr nicht verwickelt, obwohl es in der weiteren Entfernung schon wieder Alarm gegeben hat.

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Airport Farm, Windhoek

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Airport Farm, Windhoek
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Re: Reisebericht: Botswana, VicFalls, Caprivi 2011

Beitrag von Butterblume »

02.07.2011 Windhoek – Airport Farm - Frankfurt

Marina:
Heute Morgen lassen wir uns vom Praktikanten Sven die Ecken der Farm zeigen, wo man Erdmännchen beobachten kann. Leider ist uns das Glück nicht hold. Wir sehen nur eines ganz kurz aus der Ferne. Dafür springt mir eine wunderbare Kuhantilope im besten Licht vor die Kamera.

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Graulärmvögel, Airport Farm, Windhoek

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Kuhantilope auf der Airport Farm

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letzte Momente auf der Airport Farm

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Gegen Mittag schnüren wir unser Gepäck und geben den Wagen in Windhoek bei African Tracks ab. Für den Spoilerschaden mussten wir noch 400 N$ begleichen. Das Shuttle brachte uns dann rasch zum Flughafen, wo wir mit der Schweizerin, die in Frankfurt ebenfalls auf die Premium Economy upgegraded hat und ihrem Freund (http://www.skyphoto.ch) ein ausführliches Mittagessen mit Erfahrungsaustausch eingenommen haben. Die drei Stunden bis zum Abflug vergingen wie im Sauseschritt (um nicht zu sagen: wie im Flug).

Check in und Passkontrolle waren schnell erledigt und schon ging es wieder zu Fuß über das Rollfeld zum Flieger. Wir müssen uns leider von Namibia verabschieden.

Auf dem Rückflug wurden wir mit Oryx und frischem Gemüse aus Namibia verwöhnt. War wirklich ausgezeichnet. Auch die Crew auf dem Rückflug war sehr nett. Bei Air Namibia kann man 23 kg Freigepäck pP in der Economy Class zuzüglich Handgepäck mitnehmen. Brauchte ich auch, wegen der Holzgiraffe und diverser weiterer überflüssiger Dinge, die mich an Afrika erinnern werden.

Ganz herzlich bedanken möchte ich an dieser Stelle bei Gabi, die uns völlig unerwartet am Gate morgens um 06:00 Uhr abgeholt hat. Nur für uns ist die selbstlose Seele mitten in der Nacht aus dem Bett geklettert!!!

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Fazit:
Die abwechselungsreiche, fazinierende Landschaft Namibias habe ich fotografisch wirklich vermisst.
Habe mich in noch keinem Urlaub so sehr nach Glühwein gesehnt.
Aber wir haben auch in noch keinem Urlaub so viele interessante Menschen kennen und schätzen gelernt. Ich fürchte, wir werden nun jedes kleinste bisschen freier Tage zusammenkratzen, um die Kontakte in beiden Ländern aufrecht erhalten zu können.

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P.S.: Mit diesen Stiefeln hat Uli Oehl von der Dombo Farm 2006 seine über 4000 ha große Farm abgelaufen...

So, und wieder ist eine Reise (oder ein Reisebericht) zu Ende...

Mit herzlichen Grüßen
Marina
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Re: Reisebericht: Botswana, VicFalls, Caprivi 2011

Beitrag von Kuno »

Ein Reisebericht in der gewohnt hochstehenden "Butterblume-Qualitaet". Die zweite Sicht, die du einfuegst gefaellt mir sehr gut. Wenn ihr so weiterschreibt, dann muss ich mir wahrscheinlich diese Gegend auch mal selber anschauen gehen :)
Butterblume
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Re: Reisebericht: Botswana, VicFalls, Caprivi 2011

Beitrag von Butterblume »

Hi Kuno,

freut mich sehr, dass Du mitgereist bist!
Wenn ihr so weiterschreibt, dann muss ich mir wahrscheinlich diese Gegend auch mal selber anschauen gehen
Uns hat besonders Dombo, Franz Höbarrt und Louw auf Senyati sehr gut gefallen. So werden wir im Mai dort wieder unsere Zelte aufschlagen. Dieses Mal allerdings kombiniert mit einem längeren Aufenthalt in Zimbabwe.

Die zweite Sicht wird es wohl nicht mehr geben, da Jochen die Notizen während des Urlaubs zu zeitaufwändig sind...

Mit herzlichen Grüßen
Marina
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