Reisebericht: Botswana, VicFalls, Caprivi 2011

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Butterblume
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Reisebericht: Botswana, VicFalls, Caprivi 2011

Beitrag von Butterblume »

Hallo,

wegen des depressiv machenden trüben Winterwetters :kotz: muss ich mich dopen und auf unsere Botswana-Zimbabwe-Tour im Mai einstimmen. Vielleicht mag jemand mit auf Reisebericht-Safari gehen und interessiert sich für preiswerte Alternativen in Botswana. Hier mein Bericht über unsere Lodgetour im Juni 2011. In vielen unserer Destinationen ist auch Camping möglich. Jochen - meine bessere Hälfte (kursiv) und ich schreiben übrigens jeder seine Sichtweise der Dinge...

Route:
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Karte: T4Africa

Die Karte vergrößert gibt´s hier:

Flug mit Air Namibia nach Windhoek
1 Nacht Buitepos, Kalahari Bushbreaks
4 Nächte Motopi/Makgadikgadi Pan, Dombo Farm
2 Nächte Nata, Elephant Sands
3 Nächte Pandamatenga, Touch of Africa Safari Lodge
2 Nächte Victoria Falls, Amadeus Garden Lodge
4 Nächte Kazungula, Leshoma Valley, Senyati Safari Camp
2 Nächte Kongola, Camp Kwando, Baumhaus
1 Nacht Divundu, Nunda River Lodge
1 Nacht Grootfontein, Roy´s Camp
1 Nacht Airport Farm, Windhoek
Rückflug mit Air Namibia von Windhoek

10.06.2011, Ottenstein - Frankfurt

Marina:
Endlich geht es wieder los! Man freut sich schon ein ganzes Jahr auf den nächsten Afrikabesuch und dann rast die Zeit irgendwie dahin. Im Büro noch Berge von Arbeit zu bewältigen, den Rasen auf ein erträgliches Maß kürzen, die Katzen-mit-Futter-Versorgung regeln, und und und… Am Vorabend des Fluges fiel mir ein, dass wir ja noch keine Sitzplatzreservierung vorgenommen haben. Noch schnell bei Air Namibia angerufen und mitgeteilt bekommen, dass wir lediglich zwei zusammenhängende Sitze in Reihe 49 bekommen können. Habe diese Sitze dann noch einmal virtuell im Netz gecheckt. Hmmmh, steht irgend so ein englisches Zeug (Stretchers Positions), dass ich wieder nicht verstehe. Einen befreundeten Piloten angemailt. O-Ton Pilot: "Bei Air Namibia ist Reihe 49 die schlechteste im ganzen Flieger!". ...weil man die Rücklehnen nicht verstellen kann und somit den Flug in aufrechter Position verbringen muss. Uff! Also haben wir kurzfristig unser Reisebudget aufgestockt und beschlossen upzugraden in die Premium Economy Class. Dort kann man die Sitze auch in Liegeposition stellen. Dies bedeutet jedoch auch, dass wir ca. 3 Stunden vor Abflug beim Check-in sein müssen, um sicher diese begehrten Tickets zu ergattern.

Dann klettern wir am 10.06.11 endlich in unser Auto und brauchen für die Strecke nach Gelnhausen, wo wir bei Gabi unser Auto parken werden nur 2,5 Stunden. So können wir noch einen schönen Kaffee mit Kuchen am Teich in Gabis Garten genießen, bevor wir in Gelnhausen in die S-Bahn Richtung Flughafen klettern. Schon kurz vor 17:00 Uhr standen wir am Check in der Air Namibia. Vor uns bewarb sich nur ein junges Mädchen um ein Upgrade und so waren wir rasch um 550,00 € ärmer, dafür aber mit Premium Class Tickets ausgestattet.

Jochen:
Upgrade 550 €!!! Marina freut sich – ist halt kein Laden in der Nähe! Irgendwas muss „Frau“ ja immer kaufen.
Wenn mir jemand 275 € geboten hätte, wär ich auch im Stehen geflogen.
Wobei upgraden in die PEC besser ist als BC, da man zuerst einsteigen darf und alle an einem vorbei müssen. Für die neidischen Blicke der Mitreisenden (zwischen Begehren und Neid) waren die 2 x 275 € dann doch angemessen. Nach einem Whisky war auch das Schlafen im Flieger kein Problem.


11.06.2011 Frankfurt/Windhoek – Buitepos, Kalahari Bushbreaks, ca. 293 km, 1 Nacht

Marina:
Der Airbus landete nur mit 5 Minuten Verspätung auf dem charmanten Flughafen Windhoek Hosea Kutako. Freudentränen sprangen mir in die Augen, als wir zu Fuß über die Rollbahn zum Abfertigungsgebäude gingen, schnief, schnief. Habe tief eingeatmet und die afrikanische Luft in mich aufgesogen. Es war wie ein nach Hause kommen!

Einen Vorteil hat das Upgrade in die Premium Economy Class: Man darf zuerst in den Flieger einsteigen und auch zuerst wieder aussteigen. Somit ist man an vorderster Front bei der Immigration! Die Koffer kamen diesmal auch recht zügig an aus dem Bauch des Fliegers. Unser Fahrer Dennis von African Tracks erwartete uns schon, um uns zur Mietwagenübergabe in das Headquarter von African Tracks zu bringen. Das ganze Prozedere dauerte dann letztendlich knapp zwei Stunden, da vor uns ein Päarchen den 4x4 PKW mit Dachzelt komplett auf-, ab- und auseinander gebaut hat. Dann erst kamen wir an die Reihe. Da wir eigentlich zum Frühstück auf der Airportfarm verabredet waren und dort auch unsere eingelagerte Überlebenskiste abholen wollten, drückte uns ein wenig der Schuh!. Zumal Uwe gerade angerufen hatte, dass die Trümpers heute Vormittag noch eine Stadtrundfahrt mit Gästen unternehmen und zur Tourismusmesse wollten.

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unser Toyota Hilux SC

Unser Toyota Hilux SC brachte uns dann – nach Tankstopp in Klein Windhoek an unserer Lieblingstanke - zügig ans Ziel. Kurzer Smaltalk mit der Trümperfamily, ein Kaffee, Kiste aufladen und zum Frühstück haben wir noch einmal den Airport aufgesucht.

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Farmpad Airport Farm

Dann ging´s endgültig auf den Trans Kalahari Highway Richtung Botswana. Gegen 15:00 Uhr kamen wir in Buitepos im Kalahari Bushbreaks an. Auf der Fahrt haben wir nur ein Tier gesichtet: Pavian! Das KBB ist eine traumhaft schöne Lodgeanlage.

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Kalahari Bushbreaks

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Kalahari Bushbreaks

Ich bin immer wieder beeindruckt, wie fantasievoll Naturmaterialien für den Hausbau eingesetzt werden und welch eine Atmosphäre sich damit erzielen lässt. Vor allem muss frau auch erst mal die Idee dazu haben. Allerdings würde die deutsche Bauaufsicht viele Konstrukte gar nicht erst abnehmen, geschweige denn als Gastbetrieb genehmigen. Deshalb fahren wir halt so gerne nach Afrika!

Ronnie Bernard, der deutschsprachige Eigentümer, begrüßte uns sehr nett und zeigte uns unsere große Doppelhaushälfte Nr. 5. Von unserer Veranda hatten wir einen direkten Blick auf das beleuchtete Wasserloch, an dem sich auch gleich zahlreiche Impalas aufgebaut hatten. Die Unterkunft verfügt über ein Moskitonetz, alle gewünschten Utensilien waren vorhanden. Wir vermissten nichts.

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Chalet No. 5, Kalahari Bushbreaks

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Chalet No. 5, Kalahari Bushbreaks

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Chalet No. 5, Kalahari Bushbreaks

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Blick von unserer Terrasse

Nach einem Kaffee empfahl uns Ronnie noch den Bushwalk Nr. 2. Den könnten wir gut bis zum Sonnenuntergang schaffen. Eine Karte vom Gelände eingepackt, stiefelten wir los. Natürlich haben wir – total übernächtigt – den falschen Weg eingeschlagen und mussten uns dann ziemlich sputen, um noch rechtzeitig vor Dunkelheit am Wasserloch und Hochstand des Trails No. 2 Tiere zu erhaschen. Zunächst begegneten uns weitere Impalas. Wurden dann aber mit einer Herde Giraffen belohnt, die sich in bestem Licht präsentierten. Aus Spaß sagte ich auf dem Rückweg zu Jochen, dass mir jetzt nur noch ein dekoratives Zebra zu meinem Glück fehlt. Ich hatte den Mund gerade wieder geschlossen, da lief es auch schon über die Pad. Fantastisch, wie das mit „Wünsch dir was“ funktioniert. Den Leoparden habe ich mir aber verkniffen. Den wollte ich nicht zu Fuß antreffen! Also zeigte sich auch keiner.

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Bushwalk auf Kalahari Bushbreaks

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Bushwalk auf Kalahari Bushbreaks

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Bushwalk auf Kalahari Bushbreaks

Total verschwitzt erreichten wir kurz vor Dunkelheit das Lodgegelände. Habe auch direkt meine zweite Dusche am heutigen Tag genommen (wie dekadent – in Afrika soll frau Wasser sparen). Musste jetzt aber einfach sein. Fön und Steckdose waren frauenfreundlich neben einem großen Spiegel angebracht. Wie ich letztes Jahr gelernt habe, soll man solche Gelegenheiten nie ungenutzt verstreichen lassen. Man weiß ja nie, was einem am nächsten Tag erwartet.

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Kalahari Bushbreaks

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Kalahari Bushbreaks

Zum gemeinsamen Abendessen am großen Tisch trafen wir auf eine kleine Gruppe deutschsprachiger Reisebürokaufleute, die im gleichen Flieger saßen, am Vormittag noch einige Unterkünfte in Windhoek getestet und die Tourismusmesse besucht haben. Wir hatten ein nettes Gespräch mit einem Geologen, der viele Jahre Keniaerfahrung (nächste Jahr möchten wir eine dreiwöchige Keniasafari antreten) hat und u. a. die Elvira von Bushtruckers aus Nairobi kennt. Afrika ist ein Dorf!
Das Dinner war ausgezeichnet und reichlich. Da die Reise-BK-Leute erst um 08.00 Uhr frühstücken wollten, baten wir um ein kleines Frühstück bereits um 07:00 Uhr. Wir werden nämlich mit Grenzübertritt nach Botswana eine Stunde Zeit verlieren und vor uns liegt ein langer Weg bis zur Dombo Farm bei Motopi (ca. 680 km, noch zwei Stunden hinter Maun). Es gilt wieder die mitteleuropäische Zeit. Gegen 20:00 Uhr sind wir todmüde, aber glücklich ins weiche Bettchen gefallen.

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Kalahari Bushbreaks

Jochen:
Morgens pünktlich um 06:00 Uhr gelandet. Danach vom Flughafen nach Windhoek gefahren worden, um den Mietwagen entgegen zu nehmen. Nach mehreren Korntrollen zur Airport Farm aufgebrochen, nicht ohne den Scheibenwischer ein paar Mal zu betätigen – sitzt halt auf der falschen Seite!
Nach einem herzlichen Empfang auf der Airport Farm (ist ein bisschen wie „nach Hause kommen“) und einem schnellen Kaffee geht’s zum Airport um Geld zu wechseln. Aber alle Wechselstuben hatten keine Pula mehr. Also nach ausführlichen Frühstück und ohne Pula zur KBB Farm gefahren.

Nach Begrüßung, Zimmer angucken und auspacken haben wir den Walking Trail in Angriff genommen. Haben uns für den kurzen entschieden, der dann aber doch länger wurde, da wir uns verlaufen haben.
Während ich versuche Marina einzuholen, (habe immer noch den Wunsch einen Diamanten zu finden und bin deshalb etwas langsamer) höre ich im Gebüsch ein Brummen mit anschließendem Schnauben und entschließe mich etwas schneller zu gehen.
Kurze Zeit später treffen wir auf eine Giraffenherde die ein ganzes Stück vor uns herlief und uns immer bis auf ca. 50 Meter heranließ. Marinas Zebra kam auch noch (siehe oben). 


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Bushwalk, Kalahari Bushbreaks
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Re: Reisebericht: Botswana, VicFalls, Caprivi 2011

Beitrag von Butterblume »

12.06.2011 Buitepos, Kalahari Bushbreaks – Motopi, Dombo Farm, ca. 632 km, 4 Nächte


Marina:
Gegen 07:30 Uhr haben wir uns wieder auf den Trans Kalahari Highway begeben. Schon ca. 30 km weiter erreichten wir die Grenze. Auf namibianischer Seite haben wir den Hilux mit Flüssignahrung in Form von Diesel versorgt. Der Grenzübertritt in Buitepos dauerte ca. 40 Minuten. Auch in Botswana sind die Straßen sehr gut, allerdings waren links, rechts und mitten auf der Straße viele Nutztiere (Rinder, Esel, Ziegen) festgenagelt. Wahrscheinlich ist das für die Tiere wie Formel 1 schauen mit Freikarte. Kurz vor dem Abzweig nach Ghanzi habe ich dann mal das Steuer übernommen. Aber nur für ca. 120 km.

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Haustiere auf der Autobahn!

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Haustiere auf der Autobahn!

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... ich darf auch mal fahren...

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die Schule ist aus

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links und rechts der Straße

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links und rechts der Straße

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Handyempfang möglich!!!

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weiter geht´s auf der A3

Den nächsten Stopp haben wir um 15:00 Uhr bei Toteng am Ngami Lake eingelegt. Das Wasser aus dem Okavango Delta strömte mit Macht in den See. Der Kunyere River verbindet hier Delta mit See. Zu beiden Seiten der Brücke (eigentlich nur ein Damm mit kleinem Wasserdurchlass), die dieses Jahr noch nicht überspült war, tummelten sich zahlreiche Angler. Ende August 2011 hielt diese Brücke dem Wasser übrigens nicht mehr stand und ist eingebrochen.

In Maun angekommen, führte uns der erste Weg zur Stanbic Bank gegenüber vom Airport. An diesem Geldautomat (ATM) konnten wir auch mit EC-Karte einmalig 5.000 Pula abheben. (Ob wir noch höhere Beträge hätten ziehen können, haben wir nicht getestet).

Dann noch schnell das Autochen mit Diesel sondiert, unsere Wasservorräte aufgefüllt und Start Richtung Dombo Farm.

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Ngami Lake

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Ngami Lake

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Ngami Lake

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Wahnsinn, mit welcher Kraft das Wasser aus dem Delta in den See drückt!

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Hererofrau, auf der A3 Richtung Maun

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auf der A3 Richtung Maun

Ich hatte mit Heike von der Dombo Farm abgemacht, dass ich sie von Maun aus telefonisch kontakte, damit sie ungefähr wissen, wann wir eintreffen. So könnte bei Verspätung ein Suchtrupp ausgesandt werden. Leider funktionierte die Telefon-Nr. nicht (Netz war mal wieder zusammengebrochen). Die alternative Tel. von Heike hatte ich nicht mitgenommen. Nun ja, wir sollten es doch eigentlich rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit schaffen mit der guten Wegbeschreibung von den Dombos…

Nach ca. einer Stunde erreichten wir auf der A3 den Veterinärzaun. Hier wird wegen der Maul- und Klauenseuchengefahr kotrolliert, dass man keine tierischen Produkte von Ngamiland ausführt. Sämtliche tierischen Lebensmittel müssen aufgegessen werden, oder werden beschlagnahmt und entsorgt. Alle Schuhsohlen müssen in einer Desinfektionsbrühe gebadet werden, anschließend fährt man mit dem Auto durch eine riesige Desinfektionswanne.

Letztendlich wurde hier auch überprüft, ob wir unseren nationalen und den internationalen Führerschein dabei haben. Hatten wir natürlich!

Lt. Beschreibung von Safari Destinations bzw. Nature Trekking, sollte die Zufahrt zur Dombo Farm 1,6 km hinter dem Abzweig/Schild nach Motopi, Rakops, Orapa sein. Leider sahen wir kein Schild, auf dem genau diese drei Städte standen.

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...wir sahen nur dieses Schild...

Auf den Papierkarten sind auch zwei verschiedene Abfahrten Richtung Motopi im Abstand von ca. 12 km eingetragen. Also sind wir erst mal weiter Richtung Nata gefahren. Irgendwann rief dann plötzlich Heike an und fragte, wo wir blieben. Ich entgegnete, dass das Nüvi noch ca. 14 km Fahrt auf Teer anzeigt und dass wir dann nur noch die Farmpad bewältigen müssten. „Oh“, entgegnete Heike. „dann braucht ihr noch mindestens 1,5 Stunden bis zur Farm!“ Uff, konnte ich gar nicht glauben. Ab Teerstraße sind es nämlich noch ca. 30 km auf tiefsandiger Farmpad, für die man ca. eine Stunde braucht. Musste ich angesichts der einbrechenden Dunkelheit erst mal verdauen.

Also sind wir weiter Richtung Osten gefahren… Irgendwann, nach ca. 30 km ohne besagtes Abzweig-Schild, es begann zu dunkeln, das Makgadikgadi-Nationalpark-Schild rauschte an uns vorbei, wurde es mir zu dumm. Alles kehrt marsch, marsch. Der Adrenalinspiegel war schon wieder im Steigen begriffen, wollte ich doch vor Dunkelheit die Farm erreichen. Da es kein leider kein Abzweigschild mit der vorhergehenden Städte-Bezeichnung gab, haben wir es mit dem Schild Gaborone, Palapye, Serowe, Rakops versucht. Ab hier 1.6 km (m.E. müsste es in Fahrtrichtung nach links abgehen) fanden wir bei ganz langsamer Fahrt schließlich eine unscheinbare Fahrspur, die man mit viel Fantasie bei Dunkelheit als Farmpad klassifizieren könnte. Ein Hinweisschild zur Dombofarm haben wir nicht gesehen.

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Abfahrt A3 zur Dombo Farm

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kurz vor der Abfahrt steht nun dieses Schild

Im Übrigen half hier auch mein Nüvi mit der T4A Karte nicht weiter, da nicht die aktuellste Version (never change a running system! Nach meinen Erfahrungen vom Vorjahr war ich froh, dass das Nüvi überhaupt funktioniert) installiert war. Zwar hatte ich die Koordinaten der Farm manuell aufgespielt, aber nicht die 30 km lange Farmzufahrt! Das Nüvi wollte uns über die Old Cattle Road zur Farm führen. Außerdem kann man im meinem Nüvi unter „Aktuelle Position“, in den Einstellungen unter drei verschiedenen Koordinaten-Darstellungsformaten auswählen. Nur leider waren es nicht die, die ich gerade benötigte, meine mathematische Formelsammlung aus der Schulzeit lag irgendwo Zuhause im Bücherschrank rum und Jochen hatte auch mal wieder das Wichtigste vergessen: Seine Schulungsunterlagen für die diversen Motorbootscheine. Danach lernte man auch die Positionen von Hand zu berechnen…

Da in der Beschreibung von Safari Destinations auch etwas andere Koordinaten wie die Meinigen standen, habe ich schon wieder die Technikfreaks dieser Welt verflucht, die sich nicht über einheitliche Standards für Koordinaten einigen können! Sch…! Der Adrenalinspiegel steigt weiter.

Zumindest folgte relativ rasch etwas, das man als „Kleines Tor“ und „Großes Tor“ identifizieren konnte. So waren wir zumindest sicher, diesmal auf dem richtigen Weg zu sein. Unbekannte, tiefsandige, tierreiche Farmpad mit möglicherweise Draht auf der Pad im Dunkeln… Naja, wir wollten ja wieder mal Abenteuer erleben. Deshalb haben wir uns Afrika als Urlaubsziel ausgesucht (selbst Schuld!).

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kleines Tor, großes Tor Farmpad Richtung Dombo

Nach 18 km Pad in nördlicher Richtung standen wir vor dem Dombo Farmtor. Natürlich musste ich raus und öffnen/schließen. Hier soll es doch gaaaaanz viele Leoparden geben?!? Noch schnell in alle Richtungen sichernd eine Duftmarke hinter dem Auto gesetzt (komisch immer wenn frau es am dringendsten braucht ist kein WC in der Nähe) und dann ging es weitere 8 km schnurgeradeaus gen Norden am Farmzaun entlang bis in die Ecke des Farmgrundstücks.

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Dombo Farmtor nach 18 km von der A3

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Dombo Farmpad

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Dombo Farmpad

Dann noch einmal 2,2 km Richtung Westen und schließlich weitere 1,2 km Richtung Süden bis wir schließlich um 19:30 Uhr auf dem Lodgegelände landeten und uns Uli schon mit gezückter Taschenlampe erwartete. Kurze Geruchsprobe in der Achselgegend: Muss unbedingt mal ein neues Deo ausprobieren mit Adventure-Faktor 3!

Ein herzliches Willkommen (unsererseits eine erleichterte, herzliche Begrüßung) und in den Arm nehmen auch mit Heike folgte. Uli wollte gerade aufbrechen, um uns zu suchen.

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unser Häuschen auf der Dombo Farm

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Ausblick auf das Wasserloch

Zu unserem Bungalow - mit Blick auf das beleuchtete Wasserloch - hat uns Uli begleitet, da man sich in der Dunkelheit zur eigenen Sicherheit wegen der Leoparden und Hyänen auf Dombo nicht alleine/ungesichert bewegen darf.

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Dombo Farm

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Dusche, Waschtisch, WC

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Uli, Heike und die Dombo-Crew

Unser Zuhause für die nächsten vier Tage und Nächte war fantastisch eingerichtet. Der ideale Auftakt für einen Urlaub. Erst einmal an- und runterkommen, um die nächsten Wochen genießen zu können. Dies ist der perfekte Ort dafür!

Wir inspizierten das Zimmer, packten aus und schwups hat uns Uli schon wieder zu einem wunderbaren Abendessen abgeholt, das die liebe Heike mit ihren Mädels gezaubert hat. Das Dinner haben wir mit Heike und Uli gemeinsam auf der Terrasse des Aufenthaltsbereiches eingenommen. Natürlich auch mit Blick auf die Wasserstelle. Damit man ja nichts versäumt.

Tja, und dann haben wir gequatscht, gequatscht und nochmals gequatscht. Gott sei Dank habe ich genug Pflaster und Tape dabei.

Im wunderbar warmen Bettchen beschließe ich noch von jedem Fixpunkt auf der Zufahrt zur Farm ein Foto zu schießen und die GPS-Koordinaten dieser Punkte für weitere Besucher der Farm zu speichern (siehe Bilder oben).

Jochen:
Nach einem super Frühstück sind wir zur Grenze aufgebrochen, wo ich ein Meeting mit der größten Zecke der Welt (die ich je gesehen habe!) hatte. Sie ist mir im Grenzgebäude auf den Arm gehüpft und ich konnte sie gerade noch abschütteln. Auf dem Weg Richtung Maun hatten wir immer wieder Begegnungen mit irgendwelchen Nutztieren auf der Fahrbahn. Stop and Go während der gesamten Fahrt. Am schlimmsten waren die männlichen Rindviecher.
Die haben doch tatsächlich am Straßenrand „gelauert“, um nur dann die Straße zu überqueren, wenn ein Auto kommt. Natürlich alle „Mädels“ hinterher, so dass man schön auf -0- runter bremsen musste.
In Maun sind wir zum Flughafen gefahren, wo wir endlich Pulas am Automaten ziehen konnten.

Eigentlich hätte ich mir Maun etwas genauer angesehen, aber Marina mahnt zum Aufbruch. Ich bin davon ausgegangen, dass Marina „streckentechnisch“ alles weiß. Aber nachdem wir dreimal an der richtigen Abfahrt zur Dombo Farm vorbeigefahren sind, Marina völlig entnervt und es mittlerweile dunkel ist, nehmen wir einen Feldweg nach links, der in den Busch führt.
Nach ca. 200 Meter kommen wir an ein großes und ein kleines Tor. Wouw, wie im Reiseführer beschrieben. Da es in Botswana wahrscheinlich nicht so viele große und kleine Tore geben wird, entschließe ich mich das kleine Tor zu nehmen.
Wir fahren mit Schwung und Allrad auf einer Sandpiste Richtung Norden. Vor uns läuft in der Fahrspur ein Stachelschwein und versucht uns aufzuhalten. Als es merkt, dass ich nicht bremsen werde, schlägt es sich seitlich in die Büsche.
Nach ca. 30 Min. im zweiten Gang auf der Sandpiste bin ich mir nicht mehr sicher auf dem richtigen Weg zu sein und wir richten uns darauf ein im Auto zu schlafen. Nach weiteren 20 Min. erreichen wir das Tor zur Dombo Farm.
Nach dem Tor nochmal 6,6 km (habe diesmal auf den Tachostand geachtet) bis der Weg eine Linkskurve macht (aha richtig) dann noch 2 km am Zaun lang und wieder links ab in die „Pampa“.
Nach weiteren ca.1,5 km sehe ich rechts von uns Lichter, die aber bald hinter uns sind??? Sage zu Marina, dass wir unbedingt zum Licht müssen. Licht = menschliche Behausungen. Mittlerweile ist es mir völlig egal, bei wem ich übernachte. Doch nach weiteren gefühlten zehn Kurven stehen wir direkt vor dem Farmhaus, wo Uli uns schon erwartet.
Wir werden zu unserem Chalet gebracht, wo wir uns häuslich einrichten und dann zum Abendessen abgeholt werden (nach Einbruch der Dunkelheit darf man wegen der wilden Tiere nicht alleine zum Maincamp gehen).

Nach einem hervorragenden Abendessen und ausführlichem Bekanntmachen wurden wir auch wieder zurück zum Chalet gebracht.

Am nächsten Tag werden wir einen faulen Farmtag einlegen.
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Re: Reisebericht: Botswana, VicFalls, Caprivi 2011

Beitrag von Butterblume »

13.06.2011 Motopi, Dombo Farm

Marina:
Man gut, dass wir diesen Tag komplett auf der Farm verharrten. Wir haben während der Farmbesichtigung mit Uli geredet, diskutiert und stundenlange, sehr interessante Gespräche über Land, Leute, Auswanderung, Verhalten gegenüber Wildtieren etc. geführt. Für Uli und Heike müssen wir Fernsehersatz gewesen sein. Für uns waren die beiden Afrikamedizin.

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Guten Morgen auf Dombo

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nach dem Frühstück

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Farmrundfahrt auf Dombo

Am späten Nachmittag sind wir mit Uli zum südlichen Wasserloch der Farm gefahren. Dort gibt es einen „Leopardenbeobachtungsunterstand". Uli hat ein großes Stück Fleisch mitgenommen, dass er sorgsam auf einem Baum vor dem Unterstand festbindet. Anschließend verkriechen wir uns für ca. 1,5 Stunden im Unterstand und hoffen auf den Leopardenbesuch. Natürlich ist absolutes Stillschweigen angesagt (wer mich kennt, das weiß wie schwer es mir fällt solange die Klappe zu halten!). Einen plötzlichen Hustenreiz konnte ich leider nicht unterdrücken. Man gut dass es in der Hütte sehr dunkel war und niemand meine aufsteigende Gesichtsröte sehen konnte. Ein rotbauchiges Vögelchen machte sich dankbar über den Fleischbrocken her, während wir zitternd im Unterstand saßen und warteten. Der Leopard stattete unterdessen Heike am nördlichen Wasserloch auf der Lodge einen Besuch ab!

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Fleisch für den Leoparden, am südlichen Wasserloch beim Leopardenausguck

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Rotbauchwürger mit Fleisch für Leoparden

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Sonnenuntergang beim Leopardenausguck

Das abendliche Dinner auf der Terrasse mit „Afrikamedizin“ war sensationell.
Nennenswerte Tiersichtungen – außer den obligatorischen Steinböckchen und einer Herde Kudus – waren heute nicht zu verzeichnen. Auch Manni, der Farmelefant hat sich zu dieser Jahreszeit bereits mit seinen Kollegen Richtung Chobe verzogen.

Da die Dombos immer mal wieder Schwierigkeiten mit dem fristgerechten Zahlungseingang durch Buchungsbüros haben, bittet Heike darum, möglichst direkt bei ihr via email etc. zu reservieren. Auch unsere Zahlung ist nicht fristgerecht eingegangen und da die beiden nur über vier Betten verfügen, kann es sein, dass diese dann weiter vergeben werden. Nur der Umstand, dass wir vorab in regelmäßigen email-Kontakt mit Heike standen, verhinderte dies.

Jochen:
Nach einem Super Frühstück machen wir einen Farmrundgang mit Uli.
Danach essen wir und unterhalten uns mit Heike und Uli bis es Zeit wird einen Leoparden vor die Linse zu kriegen. Um ca. 17:00 Uhr geht’s los. Ulli hat Fleisch mitgenommen und wir werden im Unterstand „geparkt“ von wo wir fotografieren können. Und schon geht’s los: Uli vorm Baum, Uli mit Tüte auf dem Baum, Uli macht das Fleisch fest, Uli klettert runter vom Baum… Allein vom Leoparden – keine Spur. Nach ca. 2 Stunden brechen wir unseren Ansitz ab, da Heike schon den Grill angeheizt hat.

Am nächsten Tag möchten wir den Makgadikgadi NP besuchen.
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Re: Reisebericht: Botswana, VicFalls, Caprivi 2011

Beitrag von Butterblume »

14.06.2011 Motopi, Dombo Farm – Makgadikgadi Nationalpark

Marina:
Nach dem Frühstück (dick eingemummelt) um 08.00 Uhr sind wir mit eigenem PKW Richtung und mit handgezeichneter Karte von Uli perfekt ausgestattet Richtung Makgadikgadi NP aufgebrochen.

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Brücke über den Boteti River vor Khumaga

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Silberreiher, Boteti

Wir haben die etwas abenteuerliche Khumaga Fähre über den Boteti genommen (von Dombo aus ca. 1,5 Stunden Fahrzeit). Die Zufahrt zur Fähre ging nur etwa 1 m durch Wasser. Zwei Wochen vorher musste man noch 7 bis 8 Meter durchs Wasser pflügen um auf die Fähre zu gelangen.

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Khumaga

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Khumaga Fähre über den Boteti River

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Khumaga Fähre über den Boteti River

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Khumaga Fähre über den Boteti River

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Boteti

Gegen 11.30 Uhr war das Khumga Gate erreicht. Permitten (Parkeintritt begleichen) konnten wir hier nicht. Wir sollten dies einfach bei Ausfahrt aus dem Phuduhudu Gate erledigen. Wunderbar relaxte, afrikanische Lösung und super nettes, freundliches, gesprächsfreudiges Personal.
So sind wir hinter dem Khumaga Gate erst einmal die kurze Pad am Boteti Richtung Süden gefahren. Dort durften wir ein zur Auswilderung vorbereitetes Rhino in einem Gehege bewundern. Einige Meerkatzen und Kudus standen Spalier.

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Meerkatze

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Makgadikgadi Pfanne, Quelle: http://www.eyesonafrica.net/african-saf ... ikgadi.htm

Die Makgakgadi Pfannen bestehen aus einer Vielzahl größerer und kleinerer Salzpfannen, die im nordöstlichen Bereich der Kalahari - südöstlich des Okavangodeltas liegen. Sie gelten, neben dem Salar de Uyuni und der Etosha-Pfanne, als eine der größten Salzpfannen der Erde. Die wichtigsten Zuflüsse sind der Nata River (aus dem Zusammenfluss von Maitengwe und Manzamnyama) in die Sowa-Pfanne und der aus dem Okavangodelta kommende Boteti River, der saisonal die Ntwetwe-Pfanne speist.

An der Stelle der heutigen Makgadikgadi-Salzpfannen war früher ein großer See. Er umfasste etwa 60.000 km² und erreichte eine Tiefe von bis zu 30 Metern. Da der See ohne Abfluss war, konzentrierte sich das Salz. Durch eine Klimaveränderung und Erdverschiebungen vor 10.000 Jahren trocknete der See aus und ließ an seinen tiefsten Stellen bis zu 5 Meter tiefe Salzkrusten zurück, die heutigen Salzpfannen.

Die Makgadikgadi-Salzpfannen sind die am dünnsten besiedelte Region Botsuanas. Die Pfannen sind vegetationslos, an ihren Rändern findet sich flaches Grasland. Die mit Abstand größten Pfannen sind die Ntwetwe-Pfanne und die Sowa-Pfannne. Wegen des Mopipi-Staudamms, der die Diamantmine in Orapa mit Wasser versorgt, führt der Boteti, der Zufluss zur Ntwetwe-Pfanne, heute nur noch sehr selten Wasser in die Pfanne. Daher liegt sie fast immer trocken. Die Sowa-Pfannne wird vom Nata River gespeist. Während der Regenzeit bildet sich im Nordteil meist ein großer See, der viele Vögel anzieht, darunter Pelikane, Flamingos, Reiher und Störche.

Die Salzpfannen selbst sind reine Salzwüsten, die von Grassavanne umgeben sind. Nördlich und westlich der Ntwetwe-Pfanne wachsen auch Doumpalme (Hyphaene) und insbesondere die Inseln – wie Kubu Island und Gabasedi Island – sind mit Baobab (Affenbrotbaum) bestanden, die teilweise sogar touristische Berühmtheit erlangt haben, wie Bain’s Baobabs oder Chapman’s Baobab.

Während in der Trockenzeit nur wenige Tierarten, vor allem Vögel, wie Strauß, Fahlregenpfeifer, Hirtenregenpfeifer, verschiedene Schildkröten und Echsen, wie Weißkehlwarane oder der endemische Makgadikgadi-Stachelagame (Agama hispida makgadikgadiensis) in dem tagsüber heißen und trockenen Klima überleben können, zieht in der hochsommerlichen Regenzeit von März bis Dezember das Wild von Chobe und Linyanti, sowie aus dem Okavangodelta auf die offenen Grasflächen. Zu der Zeit konzentriert sich das Wild in den nördlich gelegenen Gebieten von der Nxai-Pfanne im Westen bis zur Sowa-Pfanne im Osten.

Vor allem Grasfresser, wie Spießbock (Oryx), Springbock, Impala, Streifengnu und Steppenzebra wandern regelmäßig zu den Makgadikgadi Pfannen. Kaffernbüffel und Elefanten hingegen, ziehen nur während sehr feuchter Jahre in diese Regionen.

Der Beute folgen natürlich die Jäger: Löwen, Leoparden, Gepard, Karakal, Hyänen, Afrikanischer Wildhund und Schakale – um nur einige zu nennen.

Dort wo die Salzpfannen in feuchten Jahren überflutet sind und riesige Seen bilden, verwandelt sich die Salzwüste in ein Paradies für Wasservögel, wie Enten, Gänse und den Rosapelikan. In diesen Jahren sind die Salzpfannen auch Heimat und Brutplatz für Tausende von Flamingos.

Am Ende der Regenzeit (gegen Mai) wandert das Wild weiter südlich, zu den Makgadikgadi-Ebenen auf die Grassavannen am Rande der Ntwetwe Pfanne. Wenn nach Ende der Regenzeit die kleineren Pfannen auszutrocknen beginnen, zieht das Wild zum Boteti und wandert diesen hinauf bis ins Okavangodelta und dann teilweise weiter nach Nordosten an Linyanti und Chobe (Quelle: wikipedia.de).


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Kudu

Auf der Pad links vom Gate sind wir dann weiter gefahren Richtung Khumaga Campsite, wo ich dankend das WC aufsuchte. Der schöne Platz am Boteti war leer. Keine Camper zu sehen. Nur ein paar Meerkatzen sprangen herum. Von hier hat man einen wunderbaren Blick auf den breiten, mit viel Wasser gefüllten Fluss. Lt. Fährmann wird sogar noch mehr Wasser erwartet.

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Khumaga Campsite

Kurz hinter der Campsite zeigten sich ein paar Impalas. Auf der oberen Pad zogen große Giraffenherden ihre Kreise. Plötzlich kamen uns zu Fuß (!) zwei Power Walker mit Wanderstöcken entgegen. Ich wusste gar nicht, dass man in botswanischen Nationalparks auch per Pedes unterwegs sein darf. Muss wohl neu sein. Die beiden sahen ziemlich gar aus. Zumindest, wenn ich die krebsrote Farbe im Gesicht richtig interpretiert habe. Wir hielten natürlich sofort an, und es stellte sich heraus, dass die beiden einen Batterieschaden am Wagen hatten, der unten am Boteti in der Nähe des Hippo Pools liegen geblieben war.

In unserem Canopy war ein Plätzchen für die beiden (Annette aus Hamburg und ihr Freund Anton aus Jo´burg, ein professioneller Tourguide) reserviert.

Nach ca. 5 km Fahrt stießen wir am Boteti auf den quietschroten Landcruiser (ohne Türen). Mit Überbrückungskabel wurde der Wagen schnell wieder belebt, der bereits schon in der Central Kalahari erste Schwächeanfälle gezeigt hatte. Wir tauschten noch einige Reisetipps und email-Adressen aus, da Annette und Anton Camper sind und erst noch über Maun, Savuti, Ihaha Richtung Kasane wollten.

Vielleicht treffen wir uns Morgen auch in der Nxai Pan.

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Boteti

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Annette und Anton

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Jochen, Anton, Annette

Landschaftlich und tiermäßig am schönsten waren natürlich die verschiedenen Loops unten am Botetiufer. Hier hatte es viele Zebras und Gnus und die seltenen Klunkerkraniche. Außerdem konnten am Hippo Pool sechs Hippos in ihrem Element bewundern und auch viele, verschiedene Wasservögel. Wir sind die Uferstrecke bis zu der Stelle gefahren, wo der Nationalparkzaun im Wasser des Boteti endet. Auf diesem Teil sahen wir nochmals große Zebra- und Gnuherden. Krokodile und Elefanten haben wir leider nicht gesichtet. Bis auf zwei kleine Wasserdurchquerungen waren die Uferpads gut zu bewältigen. Die obere Uferpad war ab und zu mal sehr tiefsandig, aber problemlos meisterbar. Von den Boteti Loops bis zum Phuduhudu Gate waren noch ca. 25 km Strecke (teilweise wieder Tiefsand) zu bewältigen. Auch hier haben wir noch Giraffen, Zebras und Kudus gesehen.

Ein Kühlernetz wegen der Grassamen war in diesem Teil des Parks zu dieser Jahreszeit nicht notwendig.

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Boteti Ufer

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Klunkerkraniche am Boteti

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Zebras am Boteti

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Gnus am Boteti

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Klunkerkraniche

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Hammerkopf

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Giraffen am Boteti

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Weißrückengeier

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Hippos im Boteti

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Waffenkiebitz

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Zebras im Boteti

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Botetiufer

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Rotschnabelfrankolin, Boteti

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Pad mit Zebras im Makgadikgadi NP

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Phuduhudu Gate, Makgadikgadi NP

Um 18:30 Uhr kehrten wir heim ins Reich zu den Dombos. Am dortigen Wasserloch sagten verschiedene Eulenvögel, ein Stachelschwein, ein Duiker und ein Steinböckchen guten Abend. Das köstliche Dinner und die Quasselstunden genossen wir wieder sehr. Gegen Abend wurde es wieder sehr kühl und es war lustig anzusehen, wie sich Heike und Uli in ihre Überlebensanzüge warfen. Für uns Mitteleuropäer war es ein etwas frischerer Sommerabend.

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Uli im Überlebensanzug

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Heike im Überlebensanzug

Jochen:
Nach einem späten Frühstück brechen wir auf und ich stelle fest, dass die Farmpad gar nicht so schlimm ist. Wir erreichen die Teerstraße schon nach einer knappen Stunde und fahren Richtung Park. Wir kommen durch eine kleine „Stadt“ und erreichen das Flussufer des Boteti-Rivers. Hier angekommen fällt mir die kleine Fähre auf – kaum größer als mein Auto und ich ahne Schreckliches: Wir müssen mit der Fähre übersetzen!
Zu diesem Zweck, muss man ein wenig durch den Fluss, um an die Auffahrrampen (kaum breiter als meine Reifen) zu gelangen.
Außerdem: Was ist wenn ich´s schaffe? Säuft der Kahn dann mitsamt des Autos ab? Immerhin 1,8T Gewicht.
Prompt geht der erste Versuch schief. Ich drücke mit dem Reifen die linke Rampe in den Boden und die ganze Fähre dreht sich nach rechts.
Beim zweiten Versuch klappt´s und wir setzen über. Dumm nur, dass ich auf der anderen Seite rückwärts wieder runter und am anderen Ufer tiefer Sand ist. Aber auch das schaffe ich.


Der Park ist mit nichts zu vergleichen, was ich bis jetzt fahrtechnisch gemacht habe. Von extremem Tiefsand bis Wasserquerungen, Abhängen und Bergauffahrten im Tiefsand war alles dabei.

An der Stelle fällt mir spontan der Moment ein, an dem ich von der Arbeit nach Hause komme und mein gerade erstandenes Seil, das 3000 kg zieht, stolz meiner Gattin präsentiere. Ich ernte nur Hohn und Spott da wir in diesem Urlaub nur auf „Teer“ fahren. Wie war denn das gemeint???

Aber okay; Tiere haben wir auch gesehen. Hippos, Giraffen, Gnus, Zebras usw.

Aber das Interessanteste waren zwei Wanderer die uns entgegenkamen.
Marinas Frage „ ja geht denn das“? verneine ich. Als die beiden näher kommen erkenne ich den Erschöpfungszustand der beiden (pralle Sonne, warm und im Tiefsand laufen).Vom Hals bis unter die Haare knallrot. Anton und Annette, wie wir später erfahren, haben noch ca. drei Schluck Wasser in ihrer 0,33 er Colaflasche. Damit wollten sie die ca. 7-10 km bis zum Gate schaffen, falls sie nicht von wilden Raubtieren gefressen, oder von wilden Pflanzenfressern umgerannt werden.
Hier fällt mir wieder der Passus aus einem Reiseführer ein: “Wer sich zuerst vom Auto entfernt, stirbt zuerst“!
Die beiden hatten eine Panne (Batterie platt) und konnten den Wagen nicht mehr starten.
Also nehmen wir sie mit und fahren zu ihrem Wagen, der am Ufer des Boteti auf uns wartet (hatten schon ein beachtliches Stück zurückgelegt).
Mittels Überbrückungskabel haben wir die Kiste wieder zum Laufen gekriegt.
Abends sind wir wieder zur Farm gefahren, diesmal ohne Allrad. Nach der Tour durch den Park kann mich nicht mehr viel erschüttern.
An der Farm angekommen warten Heike u. Uli und ein wieder hervorragendes Essen auf uns.

Wir sitzen noch lange zusammen und unterhalten uns.
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Re: Reisebericht: Botswana, VicFalls, Caprivi 2011

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15.06.2011 Motopi, Dombo Farm – Nxai Pan Nationalpark

Marina:
Frühstück wieder mit Heike und Uli gemeinsam (diesmal wegen der morgendlichen Kälte im Haus!) gegen 08:00 Uhr eingenommen. Heute werden wir aber eine Kanne Kaffee und ein paar Sandwiches auf unsere Tour mitnehmen. Gegen 09:00 Uhr brechen wir von Dombo auf und sind erst ca. 3 km gefahren, als wir an der oberen Ecke des Farmgeländes auf der Farmpad ein Rudel Wildhunde, dass aus sechs Tieren bestand, direkt vor unsere Linse bekamen. Wauw!!! Und so nah! Da die Wildhunde sehr scheu sind, musste es schnell gehen mit den Fotos. Leider war mal wieder so ein komischer Kameramodus eingestellt und die Bilder sind nicht ganz scharf geworden.

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Wildhunde auf der Dombo Farmpad

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Auf der A3 Richtung Nata lag eine Maulwurfschlange in den letzten Zügen. Sie wurde wohl von einem Auto erwischt. Kurz davor hatten wir noch einen netten Talk mit einem Rastafari, der für die „Tour de France“ trainierte.

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Rastafari mit Bike auf der A3

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Maulwurfschlange auf der A3

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Nxai Pan NP Gate

Um 11.00 Uhr fuhren wir in den Nxai Pan NP ein.

Der Nationalpark liegt im North-West District Botsuanas 136 Kilometer von Maun in Richtung Nata nördlich des Makgadikgadi-Pans-Nationalpark und ist von diesen nur durch die Teerstraße Maun-Nata getrennt.

Das Gebiet des Nationalparks gehörte zum Siedlungsgebiet der San. Von 1950 bis 1963 führte der sogenannte „old trek“ durch den Park. Über diese Route wurden von den Farmern die Viehherden durch das Ngamiland nach Kazungula getrieben. Die zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche errichteten Veterinärkontrollzäune unterbrachen diese Route jedoch. 1970 wurde ein Gebiet von 1676 Quadratkilometer um die Nxai Pan als Wildreservat deklariert und 1992 um das Gebiet rund um die Kudiakam Pan auf 2578 Quadratkilometer vergrößert und zum Nationalpark erhoben.

Im Süden des Nationalparks zwischen der Teerstraße und dem Parkeingang liegt die Kudiakam Pan, im Norden des Parkes die Nxai Pan und im Nordosten die Kgama Pan. Die Salzpfannen gehört zum System der Makgadikgadi-Salzpfannen und sind die Überreste eines großen Sees. In Jahren mit starken Regenfällen können sich die Salzpfannen wieder mit Wasser füllen. Der Nationalpark liegen am nordöstlichen Rand der Kalahari auf einer Höhe von 900 Meter über dem Meeresspiegel.

Außerhalb der Salzpfannen ist der Nationalpark geprägt von Graslandschaften einer typischen Trockensavanne und Mopane Wald, einigen Ansammlungen von Schirmakazien und Baobabs.

Die wohl bekannteste Ansammlung von Baobabs bilden die Baines-Baobabs östlich der Kudiakam-Salzpfanne. Sie sind benannt nach Thomas Baines, einem englischen Maler und Forschungsreisenden, der diese Baobab-Gruppe am 22. Mai 1862 besuchte und malte.

Der Nationalpark liegt auf der Wanderroute der Tierherden zwischen dem Okavangodelta und dem Hwange-Nationalpark in Simbabwe oder den südlich gelegenen Graslandschaften in und um den Makgadikgadi-Pans-Nationalpark. Permanent kann man Löwen, Löffelhunde, Schabrackenschakal, Giraffen, Kudus, Impalas und Springböcke antreffen. Neben Straußen verfügt der Nationalpark über eine große Vogelvielfalt. In der Regenzeit füllt sich der Park zudem mit Spießböcken, Elefanten und tausenden Zebras (Quelle: wikipedia.de).


Auch hier wieder sehr herzliches, freundliches Personal.. Wir beschließen zuerst den nördlichen Teil des Parks beim Scout Camp zu erkunden. Auch diese Strecke ist z.T. kurz vor dem Scout Camp sehr tiefsandig und ausgefahren, aber mit 4x4 und hoher Bodenfreiheit absolut gut zu meistern.

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kurze Tiefsandstrecke gleich hinterm dem Gate

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Tiefsandstrecke vor dem Waldgürtel Scout Camp

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Tiefsandstrecke vor dem Waldgürtel Scout Camp

Die natürlichen Wasserlöcher sind nun fast alle ausgetrocknet und taugen nur noch zum Schlammbad. Nur die dunkle Farbe am Boden der Wasserlöcher signalisiert, dass hier noch vor kurzem ausreichend H²O gewesen sein muss. Vom Entrance Gate bis zum Scout Camp fährt man gut eine Stunde. Der Ranger war einem Schwätzchen ebenfalls nicht abgeneigt. Steinböckchen begegnen einem überall im Park. Strauße, Giraffen und vereinzelt Oryxe haben wir auch schon südlich vom Scout Camp gesichtet. Nördlich vom Camp, auf den offenen, grasbewachsenen Ebenen hatte es dann (jahreszeitbedingt) Unmengen von verschiedenen Tieren, da hier das einzige künstliche Wasserloch lag.
Springböcke, Gnus, Impalas, Giraffen, Schakale, Gnus und viele Elefanten haben das Wasserloch im Blick, bzw. grasen in geringer Entfernung.

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Wasserloch beim Scout Camp

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Wasserloch beim Scout Camp

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Schakal, Wasserloch beim Scout Camp

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Wasserloch beim Scout Camp

Da der Park schlecht ausgeschildert ist, die Detailkarte im Hupereiseführer m. E. nicht die aktuellen Routen ausweist, sind wir versehentlich auf dem langen, östlichen Loop ab Hatab Camp gelandet. Tiere konnten wir hier nicht sehen, dafür abenteuerliche Wege meistern.

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abenteuerliche Wege ab Hatab Camp

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abenteuerliche Wege auf den östlichen Loops

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auf dem östlichen Loop, Nxai Pan

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abenteuerliche Wege auf den östlichen Loops

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Gegen 15:00 Uhr machten wir dann noch unsere Stippvisite bei den Baines Baobabs und genossen hier unseren Kaffee und die Brote. Einige Früchte dieser ca. 1500 – 2000 Jahre alten Bäume habe ich als Souvenir eingepackt.

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Kudiakam Pan, Nxai Pan NP

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viel Gras und Himmel, Kudiakam Pan, Nxai Pan NP

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Kudiakam Pan, Nxai Pan NP

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Baines Baobabs, Kudiakam Pan, Nxai Pan NP

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Baines Baobabs, Kudiakam Pan, Nxai Pan NP

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Frucht des Baobab

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Baines Baobabs

Nach ausführlichem Feedback an die Parkverwaltung (das Management war gerade auf Kontrollbesuch im Headquarter) hinsichtlich fehlenden Kartenmaterials, unzureichender Beschilderung der Wege haben uns der Park und ein Streifeniltis gegen 17:30 Uhr mit einem wunderschönen Sonnenuntergang verabschiedet.

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Nxai Pan NP Gate, check out

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Sonnenuntergang am Nxai Pan NP Gate

Auf Dombo hat Uli den Grill angeschmissen. Lekker, lekker! Unser letzter Abend auf Dombo wurde gekrönt durch die totale Mondfinsternis (romantisch, romantisch) und endlich besuchte uns auch das große Leopardenmännchen am Wasserloch, der heute bereits während unserer Abwesenheit im Nxai Pan, schon mehrfach am Wasserloch der Farm war.

Unsere letzte Nacht mit der Dombo Combo bricht an.

Jochen:
Nach dem Frühstück fahren wir zur Nxai Pan, um auch hier die Tierwelt unsicher zu machen. Noch auf der Farmpad sehen wir unsere ersten wilden Hunde in Afrika.
Kurz hinter dem Nxai Pan Gate gibt’s wieder extremen Tiefsand. Kommen nur noch mit Allrad weiter.
Nach ca. 40 Min. „Gewühle“ wird der Weg „besser“. Kein Tiefsand mehr – dafür Matschlöcher die von Fahrzeugen stammen, die sich in der Regenzeit hier „durchgekämpft“ haben. Sind jetzt natürlich knochentrocken und hart wie Beton. Nach weiteren 30 min. kommen wir an ein Wasserloch, an dem sich zwei Eli-Bullen vergnügen. Wir machen ein paar Fotos, bis einer von den beiden Interesse an uns zeigt. Er kommt langsam auf uns zu. Wir lassen ihn bis auf ca. 50 mtr. herankommen und beschließen dann zu verschwinden. Wir fahren eine große Runde und stellen uns wieder an das Wasserloch, wo jetzt Strauße, Gnus, Giraffen und Impalas trinken. Dann kommt eine Eli-Großfamilie an, die sich sichtlich freut und erst mal ein Bad nimmt. Nachdem der erste Durst gestillt ist, rücken wir wieder in den Mittelpunkt des Interesses.
Eine Elefantenkuh ist wahrscheinlich der Meinung, dass Autos nicht zum natürlichen Erscheinungsbild der Savanne gehören und verscheucht uns. Haben vom Wasserloch die Nase voll und fahren quer durch die „Pampa“, an Elefantenlöchern, umgestürzten Bäumen vorbei, überqueren Salzpfannen und durchqueren meterhohes Grasland, um dann bei den Baines Baobabs eine Pause einzulegen.
Während des gesamten Tages haben wir kein einziges Auto gesehen.
Nach der Kaffeepause machen wir uns auf den Rückweg zur Farm. Hier nehmen wir unser Abschiedsessen ein zu dem auch ein besonderer Gast erscheint.
Ein Leopard leistet uns keine 100 m entfernt Gesellschaft.
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Beitrag von Butterblume »

16.06.2011 Motopi – Nata Bird Sanctuary, Elephant Sands, ca. 302 km, 2 Nächte

Marina:
Während wir auf das Frühstück warteten, besuchte das große Leopardenmännchen das Wasserloch erneut. Er wollte sich wohl gebührend von uns verabschieden. Auch die Wildhunde wollten da nicht zurückstehen und kamen noch einmal an das Wasserloch. Ich stieß einen zufriedenen Seufzer aus.

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Wildhunde, leider unscharf!

Schweren Herzens verabschiedeten wir uns schließlich von der Dombo Combo, nicht ohne einige Erinnerungsfotos des Teams gemacht zu haben. Wir kommen wieder!!!

Da ja bekanntlich auch Botswana ein Dorf ist, waren wir gar nicht so sehr verwundert auf der A3 in Höhe Phuduhudu Gate schon von weitem den roten Land Cruiser von Annette und Anton zu sehen. Kurz Lichthupe, großes Hallo und ein kleines Schwätzchen gehalten. Dann gings weiter für uns auf der A3, die in ausgezeichnetem Zustand ist.

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Annette und Anton auf der A3

In Gweta wurde der Durst unseres Toyotas gestillt. Mir gefiel das Werbebanner der botswanischen Post sehr gut: „When was the last time you wrote a love letter?“ Ja, das muss ich unbedingt auch mal wieder tun! Ich beschließe, dass unserer Reisebericht der love letter an Botswana werden wird.

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Postauto bei Gweta, mein Loveletter an Botswana ist sehr laaaang!

Nata erreichten wir so gegen 13:00 Uhr. Also entschieden wir uns noch kurzfristig für einen Besuch des Nata Bird Sanctuary, ca 20 km südlich von Nata in der Sowa Pan gelegen. Die Sowa Pan ist die zweitgrößte Salzpfanne der Makgadikgadi Pans. Nördlich der Sowa Pan mündet der Nata River in diese Pfanne, in der Soda-Asche industriell abgebaut wird. In der Regenzeit brüten hier viele verschiedene Vögel. Flamingos, Pelikane, verschiedene Reiherarten und auch Fischadler sind regelmäßige Besucher, solange der See noch nicht ausgetrocknet ist.

Wir beschlossen zunächst den Track Richtung Pelican Point und Nata River Mouth zu folgen, den unser Nüvi empfahl. Die Pad war nicht ganz einfach zu fahren (für 4x4 Anfänger). Wir mussten öfter von der eigentlichen Spur abweichen, da es bedingt durch die Regenzeit sehr tiefe Spurrillen gab. Je näher wir dem Nata River Mouth kamen, umso matschiger wurde der Untergrund. Am Nata River, der übrigens immer noch ausreichend Wasser führt, gelangen uns einige sehr schöne Aufnahmen von Fischadlern. Im See selbst steht noch reichlich Wasser. Hier sind die Spuren noch schlammiger und auch auf oberflächlich trockenem Grund sinkt der Wagen schnell ein. Die Reifenspuren, von Besuchern, die vor uns hier waren sprechen Bände. Jochen parkt den Wagen in ausreichender Entfernung vom See und ich stapfe zu Fuß Richtung Wasserkante um ein paar Bilder von den Vögelchen einzufangen. Leider drohe auch ich zu versinken und die wirklich interessanten Federviecher sind genau auf der anderen Seite des Nata River. So wirklich viele Flamingos, Marabus und Pelikane sind wohl nicht mehr hier…

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Nata River Mooth

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Fischadler, Nata River Mouth

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Von wirtschaftlicher Bedeutung sind Botswana Ash (Botash), die in der Mitte der Sowa-Pfanne Natriumcarbonat und Salz abbaut und die größten Diamantminen der Welt bei Orapa. Südlich der Ntwetwe-Salzpfanne gelegen, verbrauchen sie einen großen Teil des vom Boteti River aus dem Okavango-Delta hierher geleiteten Wassers und stellen dadurch ein Problem für das natürliche Gleichgewicht und den Wasserhaushalt der Region dar. Daneben spielt der Tourismus für die gesamte Zentral-Kalahari eine herausragende Rolle. (Quelle: wikipedia.de).

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Nata River Mouth

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Nata River Mouth

Also beschlossen wir noch zum Beobachtungsturm zu fahren, der gut mit 2x4 zu erreichen ist. Auch hier vogelmäßige Fehlanzeige. Die sind wohl gerade auf Urlaub in Walvis Bay oder am Lake Nakuru/Kenia. Außer ein paar Straußen, einer Herde Springböcke liefen uns Kühe über den Rückweg.

Übrigens, wir waren zu dieser Uhrzeit die einzigen Besucher im Sanctuary und hatten den Park ganz für uns allein!

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am Beobachtungsturm des Nata Bird Sanctuary

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am Beobachtungsturm des Nata Bird Sanctuary

Zurück in Nata und wieder mit Handyempfang habe ich kurz in Elephants Sands angeklingelt, um die Uhrzeit unserer Ankunft bekannt zu geben (kenne ich ja so aus Namibia…)! Am Telefon entgegnete der Manager Jaco, dass man uns bereits gestern erwartet hat und nun alles fully booked wäre. Mir entglitten die gebräunten Gesichtszüge. Ich habe dem Manager schließlich Buchungs-Nr. und den Namen unserer Sachbearbeiterin bei Safari Destinations gegeben. Er wollte das klären und uns dann sofort zurück rufen. Dies bedeutete für uns einen unfreiwilligen Stopp in Nata, da kurz hinter Nata natürlich mal wieder nicht mit einem funktionierenden Handy-Netz zu rechnen ist. Jochen fand´s nicht so schlimm. Sein Plan B lautete: Zurück zur Dombo Farm. Ich weigerte mich aber, den ganzen Weg retour zu fahren (schaue niemals zurück)! Mein Plan C: Weiter Richtung Pandamatenga zur Touch of Africa Safari Lodge. Und so saßen wir wartend im Auto, der Adrenalinspiegel am Anschlag, Plan D, E und F inszeniert. Als nach 30 Minuten immer noch kein Rückruf erfolgt ist, habe ich mich selbst mit Safari Destinations in Maun in Verbindung gesetzt. Die Mitarbeiterin beruhigte mich, teilte mir mit, dass alles ordnungsgemäß gebucht und von Elephant Sands (ES) rückbestätigt wurde, man aber bei ES einen Fehler gemacht habe, der korrigiert wird. Natürlich könnten wir dort unser Lager für zwei Nächte aufschlagen. Na Gott sei Dank! Daraufhin habe ich dann noch einmal bei ES durchgeklingelt: Ja, wir können kommen. So sind wir dann Richtung Norden auf die A33 aufgebrochen. Ca. 12 km vor Elephant Sands beginnt die bekannte große Straßenbaustelle (road under construction). Kurz vor der Abfahrt zum Camp stand - wie zur Begrüßung - ein Elefant in der Baustelle. Muss sich wohl um einen indischen Arbeitselefanten gehandelt haben (augenreibende Marina)! Werbetechnisch aber ein Geniestreich für ES. Die Farmpad war übersäht mit Elefantendung und – oh Graus – vor der Rezeption stand ein großer Reisebus! Irgendwie ist heute nicht unser Glückstag.

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Baustellenelefant an der A33

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Baustelleneli

Wir werden recht kurz und ohne große Einweisung von Jaco begrüßet. Er entschuldigte sich noch einmal für seinen Fehler, es wäre sehr stressig in letzter Zeit auf Elephant Sands gewesen und er fragte uns dann noch vorwurfsvoll, warum wir uns selbst mit Safari Destinations in Verbindung gesetzt hätten. Tja, warum wohl? Schließlich ging es um unser Nachtlager für die nächsten Tage!

Chalet No. 6 sollte (und wurde, leider!) das unsrige. Es liegt etwas zurück versetzt. Das Chalet ist sehr rustikal eingerichtet (was uns aber schon bei Buchung teilweise bekannt war und aufgrund des Preise nicht weiter gestört hat). Aber rustikal ist nicht gleich rustikal! Das Chalet verfügt über keinen Schlüssel. „Die Elefanten bewachen dort alles“! Tja, wenn die mal da gewesen wären – doch dazu später mehr!

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Elephant Sands

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Elephant Sands

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Chalet No.6, Elephant Sands

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Vor den beiden seitlichen Fensteröffnungen befinden sich keine Schreiben, sondern nur Fliegengitter. Also sind nachts Norwegersocken und Vliesjacke im Bett angesagt. Auf den Betten lag Fledermauskot: Nun gut, auf meinem Bett natürlich viel mehr wie auf Jochens, also nehme ich mein Mositonetz in Anspruch, auf dass mir nachts nicht die Nasenlöcher durch die Köttel verstopfen. Nasivin Nasenspray ist dafür wohl wirkungslos! Das Bad ist im oberen Teil lediglich mit Stroh verkleidet. Unangenehme Gerüche ziehen deshalb auch gut ab! Zahnputzgläser, Duschgel etc. = Fehlanzeige. Mit dem Badbeispiel auf der Homepage hatte unser Bad keine Ähnlichkeit… Da wir bereits im Vorfeld wussten, dass es in ES nur salziges Wasser gibt, haben wir uns mit großen Galonen Wasser aus dem Supermarkt versorgt.

Einem Vergleich mit der Dombo Farm hält dieses Objekt in keinster Weise stand.

Nachdem wir das Nötigste im Chalet verstaut hatten, wurde von uns erst einmal die Bar zwecks Kaffee- und Windhoek Lager-Testung aufgesucht. Was wir dort erblickten, übertrifft Hummeldumm um Längen. Eine (oder zwei) englischsprachige Reisegruppe – von wo auch immer! – nahm den kompletten Restaurant- und Poolbereich laut lärmend in Beschlag. Weißes Tüllröckchen mit türkisfarbenen Flip Flops und überdimensionaler künstlicher Lotusblume (im Röckchen steckte eine Dame in Kleidergröße 52+, Alter auch 52+) quälte meine Augen. Ein junges Mädel lief in Hotpants (breiter Gürtel) und aufreizendem Tanktop herum. Die Staffel von Germanys next Topmodel 2011 ist doch schon gelaufen?!

Nur gut, dass die Morgen wieder abreisen! Steckdosen gibt es übrigens keine im Chalet. Sämtliche Akkus können aber im Restaurantbereich geladen werden. Hoffentlich habe ich bei den Menschenmassen nicht plötzlich zwei Akkus für meine Kamera. Werde vorsichtshalber erst Morgen Vormittag bei der Ladestation andocken.

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Boma, Elephant Sands

In der Boma, ich schrieb dort gerade den Bericht vom heutigen Tag, brannte bereits ein munteres Lagerfeuer. Tiere zeigten sich aufgrund des Gekreisches, des lauten Geredes sowie der stimmungsvollen Gesänge von der benachbarten Campsite leider nicht. Nun, ich hatte auch wirklich Verständnis für die Fauna. Wäre ich hier Tier, würde ich alle vier Beine in die Hand und Reißaus nehmen.

Die Reisegruppe, zu der auch einige Schweizerinnen gehören, macht eine Afrika-Intensiv-Kur: In drei Wochen Südafrika, Namibia, Botswana und VicFalls! Ich habe mich ja schon letztes Jahr für meine dreiwöchige klassische Namibiatour mit 5100 km geschämt. Also Leute – nichts ist unmöglich!

Das Abendessen in Buffetform war o.k. Wir zogen uns aber schnell aus besagten Gründen in unsere Hütte zurück. Schön das Moskitonetz köttelsicher um mein Bettchen drapiert, Vliesjacke übergeworfen und noch ein wenig im Reiseführer geschmökert.

Kaum war nächtens der Generator für den Strom ausgeschaltet und die Crazy-Bus-Group im Bett kamen die Elis trompetend ins Camp! Das zersplitternde Holz eines Baumes (könnte ja auch ein Chalet gewesen sein…) war laut zu hören. Hatte eine unruhige halbe Stunde, bevor mir die Augen zufielen.

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Wasserloch, Elephant Sands

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Lapa, Elephant Sands

Jochen:
Morgens heißt es Abschied nehmen und der fällt aus mehreren Gründen schwer. Erstens wäre ich gerne noch länger bei Heike und Uli geblieben und zweitens ist Marina bei allem schneller fertig als ich. Sagt mir, wir hätten noch Zeit, aber drängelt ständig, dass wir losmüssen!

Wir fahren bis zur nächsten Tankstelle (165 km) und nehmen 95 ltr. Sprit auf. Danach will ich meinem „Stelli“ noch eine Geburtstagsmail zukommen lassen, aber Marina ist wieder am drängeln. Bin sauer!

In Nata angekommen geht’s in einen Vogelpark, wo wir Pelikane und Flamingos sichten wollen.
Beeindruckend ist hier ein riesiger See. Man kann das andere Ufer kaum sehen, er wird aber kaum knietief sein kann, da überall im See Flamingos stehen.

Ich stelle den Wagen ab und Marina geht zum Ufer, um die Vögel besser fotografieren zu können. Als Marina zurückkommt, will ich ihr entgegenfahren und stelle fest, dass der Wagen ca. 5 cm eingesunken ist. Obwohl der Boden trocken ist, muss die darunterliegende Erde noch feucht sein.
Nach zwei Stunden durch Dreck fahren sind wir wieder draußen und nehmen Kurs Richtung Elephant Sands.
Ca. 500 m vor der Einfahrt begrüßt uns ein Eli an einer Baustelle. Wir fahren aufs Gelände der Lodge, werden dort empfangen und beziehen unser „Chalet“.

Kein Vergleich zur Dombo Farm. Alles offen, keine Fenster – nur Draht vor den Öffnungen, die mal Fenster werden wollen und der Nassbereich ist ab 1,5 m Höhe nur mit Schilfrohrmatten gegen Durchsicht geschützt.
Ein bisschen Schadenfreude kommt auf, als ich die Betten sehe.
Nur auf Marinas Bett (gerechte Strafe) lauter Fledermauskot. Hi, hi die Tierwelt ist auf meiner Seite!

Nach Auspacken und Frischmachen gehen wir zum Maincamp und setzen uns ans Lagerfeuer. Von Tieren keine Spur dafür aber eine typische Reisegruppe, die überall Unruhe verbreitet. Die Reisgruppe besteht aus Engländern, Schweizern und einem Duisburger, der auf mich zukommt und mir seine „Lebensgeschichte“ mitteilt. Er erzählt mir, wo er schon überall gewesen ist und gibt als Wohnort Melbourne, Australien an. Ist auch schon in Angola, Namibia, SA, Kanada, Südamerika, Russland, Alaska usw. gewesen. Immer zu Fuß oder mit Jeep.

Na klar - und dann macht man eine dreiwöchige Busreise durch SA, Namibia, Botswana und Sambia, mit einem Haufen Touris, der sich aufführt, wie eine ganze Horde Hyänen. Die Truppe ist auch von der Altersstruktur mit einem Rudel zu vergleichen. Vom 20 bis 80 Jahren war alles vertreten.

Das anschließende Essen war gut, aber zu laut (Reisegruppe).
Natürlich kam bei dem Radau kein einziges Tier zum Wasserloch.
Sind dann relativ früh ins Bett gegangen.

Marina weckt mich irgendwann in der Nacht, weil sie einen Elefanten gehört hat. Ich möchte aber weiterschlafen und tue das auch. Die Eli`s sollen gefälligst dann kommen, wenn ich wach bin.
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Re: Reisebericht: Botswana, VicFalls, Caprivi 2011

Beitrag von Butterblume »

17.06.2011 Elephant Sands

Marina:
Bibber, bibber war das kalt in der Hütte. Gegen 07:00 Uhr wollten wir die Dusche testen. Warmes Wasser definiere ich anders, aber wir hatten den Hallo-Wach-Effekt. Bekommt man ja auch nicht immer umsonst dazu! In Ermangelung von Zahnputzbechern habe ich dann mit klammen Finger die noch volle 5 Liter-Galone an den Hals gehievt, natürlich dabei die Hälfte der kalten Plörre auf meinen Alabasterkörper verschüttet. Wieder nass (Verdunstungskälte)!

Zum Frühstück kamen wir in Kontakt mit besagter Busgruppe. Ein reges Fachsimpeln war im Gange. Natürlich hatte jeder Touri letzte Nacht einen Elefanten vor dem Bett stehen. Und es war schon erstaunlich, wie groß die gewesen sein müssen.

Kaum waren die Büsler gegen 09:15 Uhr verschwunden, besuchte uns der erste Elefant bei Helligkeit im Camp. Die stehen wirklich nicht auf kreischende Bus-Hyänen!

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Frühstück, Elephant Sands

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Rotschulterglanzstar, Elephant Sands

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der erste Eli am Wasserloch

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Gelbschnabeltoko, Elephant Sands

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Angola-Schmetterlingsfinken, Elephant Sands

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Meerkatze, Elephant Sands

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Skink, Elephant Sands

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Bar, Elephant Sands

Jochen und ich vereinbarten heute die Ruhe im Camp direkt am Wasserloch zu genießen und erst am Nachmittag einen Game Drive zu unternehmen.
In der Lodge trafen wir dann auf Jim, einen über 70. jährigen Briten, der seit vielen Jahren westlich vom Krüger NP in Südafrika lebt. Er ist mal wieder allein – ohne seine Frau – auf einer neun-wöchigen Rundreise in seinem Landcruiser mit Dachzelt unterwegs. Bis zum geplanten Game Drive hatten wir einen vergnüglichen Tag und konnten viele Geschichten austauschen. Tja, und dann stand der Game Drive bevor. Mittlerweile ist wieder ein Bus mit Campern eingefallen. Junge Leute aus den USA, Canada, u.a. ein deutschsprachiger Volunteer von Harnas…

Das Unheil nahm seinen Lauf! Ein Gegacker und Getratsche auf dem Safariwagen. Die gesamte Ausbeute an Tiersichtung war ein Elefant! Dafür wissen wir jetzt aber alles über ein stylisches Café in der 5th. Avenue in New York und wie toll und menschenfreundlich Harnas ist. Man darf stolz darauf sein, für Harnas seine Schulausbildung in Deutschland abzubrechen. Grrrrrrr….

Um das Unglück zu komplettieren stand bei unserer Rückkehr ein weiter Touri-Großbus vor der Lodge. Jetzt wird´s eng!

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Jim

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Game Drive, Elephant Sands

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Game Drive, Elephant Sands

Das Abendessen war m.E. eine Katastrophe: Schweinerippen im Potjie (ohne Fleisch dran, nur Knochen in Tomatensauce – Jochen liebt Rippchen eigentlich über alles!), alternative Eiweißkost waren die gruselig schmeckenden Burenwürstchen mit Schaffleischanteil, der meine Geschmacksnerven kollabieren lässt. Salat und Pap waren o.k.

Für Morgen haben wir einen Bush Walk gebucht. Nehmen uns aber fest vor, diesen kurzfristig abzusagen, wenn wir nicht allein mit dem Guide unterwegs sein können.

Abends am Wasserloch dann wieder das volle Programm – halt so wie auf unserem Zeltfest in Ottenstein gegen 23:00 Uhr. Natürlich ließ sich kein Tier blicken. Also sind wir wieder gegen 21:00 Uhr Richtung Bett marschiert, nach dem diese von den Kötteln gesäubert waren und ich sicher unter dem Moskitonetz lag, entglitt ich schnell in das Reich der Träume. Und was für Träume: Elefanten, die das Camp auseinander nehmen und die Bus-Hyänen in alle Winde zerstreuen!

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Elephant Sands

Jochen:
Ich war noch nicht richtig im Maincamp angekommen, als von allen Seiten über den nächtlichen Eli-Besuch berichtet wurde. Obwohl das Camp relativ weiträumig ist, haben alle die Eli`s gesehen. Kleine Eli`s, große Eli`s, mittlere Eli`s und den Größenangaben zur Folge wahrscheinlich das eine oder andere Mammut. Die müssen im Zickzack durch´s Camp gelaufen sein und bei meinem Duisburg-Australier haben sie dann, (sein Bericht lies darauf schließen) direkt vorm Chalet ein kleines Tänzchen aufgeführt.

Nach einem guten und geräuschvollen Frühstück macht sich die Reisgruppe vom Acker und es kehrt Ruhe ein, was auch die Tierwelt merkt.

Keine zehn Minuten später kommt ein Eli ans Wasserloch. Bleibt aber nicht lange, da die nächste Reisegruppe lautstark einfällt.

Wir haben uns dann in die noch ruhige Bar verzogen, in der wir Jim kennen lernen, der sich gerade darüber beschwert, dass ihm die neue Reisegruppe auf dem Zeltplatz zu nah auf die Pelle rückt.

Jim ist zwischen 65 und 70 Jahre alt und ein echt britisches Original. Er reist, nachdem seine Frau wegen Krankheit der Tochter abbrechen musste, ganz allein mit seinem Landcruiser mit Dachzelt für neun Wochen durch Boswana. Wir haben einen schönen Nachmittag und merken fast gar nicht, das noch weitere Busgruppen ankommen. Um 17:00 Uhr haben wir einen Game-Drive gebucht.

Als wir zum Jeep kommen, sitzt dort schon ein Teil der Bustruppe drin. Wir steigen zu und der „Drive“ beginnt. Oder – das Unheil nimmt seinen Lauf. Kurz hinterm Maincamp begegnet uns ein Eli-Bulle, der aber ganz ruhig ist. Im Gegensatz zu unserer Bustruppe, die sich pausenlos ihre Lebensgeschichten erzählt und andere Faxen macht. Zumindest das Gelächter (überwiegend Mädchen) erinnert ein bisschen an Hyänen.

Wünsche mir ein Trupp menschenfressender Löwen herbei und überlege, ob ich nicht einfach anfangen soll zu singen. Tiere lassen sich bei dem Radau soundso nicht sehen. Wieder zurück machen wir uns frisch und gehen zum Maincamp.

Hatte mir eigentlich vorgenommen, den Abend am Wasserloch zu verbringen. Aber am Wasserloch ist gerade Party angesagt. Sieht ein bisschen aus wie in einer Disco auf Ibiza mit exakt dem gleichen Geräuschpegel. Ich weiß nun, mit Tierbeobachten wird´s wieder nichts.

Wir verziehen uns wieder in die Bar, wo kurz nach uns Jim erscheint. Da für Jim nicht gedeckt wurde, entschließen wir uns einen Tisch draußen decken zu lassen und unser Dinner zusammen einzunehmen. So ist es trotzdem (auch beim Essen Geräuschpegel der „Bus-Hyänen wie ein startender Jet) noch ein lustiger und interessanter Abend geworden. Am meisten gefällt mir an Jim seine ruhige Art, sein britischer Humor und seine guten Manieren. Er verkörpert so ziemlich alles, was ich mir immer unter einem britischen Gentleman vorgestellt habe. Ich habe mich wirklich gefreut Jims Bekanntschaft gemacht zu haben und wir verabreden, uns am nächsten Tag auf jeden Fall voneinander zu verabschieden.


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gut geschützt gegen Fledermausköttel :lach:
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Re: Reisebericht: Botswana, VicFalls, Caprivi 2011

Beitrag von Butterblume »

18.06.2011 Elephant Sands – Touch of Africa Safari Lodge, Pandamatenga, ca. 154 km, 3 Nächte

Marina:
Unseren geplanten Bush Walk wollen wir eisern durchziehen. Müssen wir auch, um warm zu werden, da das Duschwasser um diese frühe Stunde wirklich nur als kühl zu bezeichnen ist. Eisbaden in der Newa muss ein ähnlich amüsanter Zeitvertreib sein.

Den Walk haben wir dann wirklich nur zu dritt angetreten und genossen die Ruhe sehr. Das Gelände ist allerdings sehr buschig auf ES. Einem Elefanten sind wir auf die Pelle gerückt, zwei, drei Böckchen stoben in alle Richtungen, als sie uns hörten. Das war´s dann auch schon mit Brehm´s Tierleben.

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Bush Walk, Elephant Sands

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Bush Walk, Elephant Sands

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Gelbschnabelwürger, Bush Walk, Elephant Sands

Nach dem Frühstück haben wir uns herzlich von Jim und dem Lodgemanagement (wir sind ja nette Leute) mit Ziel Pandamantenga verabschiedet. Die Baustelle zog sich bis kurz vor Panda und in einem ca. 70 km (da wäre ich Deutschland schon eine Revolution ausgebrochen und Angela abgewählt worden) langen Baustellenabschnitt war Tempo 50 angesagt. Da unsere Pulas zur Neige gingen, versuchen wir in Panda neben der Tankstelle (die aber im Januar 2011 geschlossen wurde) im Dorfladen Geld zu ziehen. Der ATM der Gaborone Bank, den wir mit unserer Visa Card fütterten, spuckte das Gewünschte aus.

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Baustellen-Bypass A33 zwischen Elephant Sands und Pandamatenga

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Baustellen-Bypass A33 zwischen Elephant Sands und Pandamatenga

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landwirtschaftlich stark genutztes Gebiet vor Pandamatenga

Schon um 13.00 Uhr standen wir mit Franz Höbarth, einem professionellen Jäger und dem Besitzer der Touch of Africa Lodge mit österreichischen Wurzel an der Bar. Das Lodgegelände liegt nur ca. 300 m entfernt direkt an der A33. Den Verkehrslärm empfanden wir allerdings nicht als gravierend. Vom Restaurant/Bar aus schaut man in ca. 80 m Entfernung direkt auf ein beleuchtetes Wasserloch, das regelmäßig von Rappenantilopen, Riedböcken, Impalas, Giraffen, Hyänen und Löwen besucht wird. Ein bisschen abseits vom Restaurant und noch ca. 20 m näher zum Wasserloch gibt es einen Hochstand zur Wildbeobachtung. Pool und Liegestühle runden das Bild ab. Die gesamte Lodgeanlage und der grüne Garten sind sehr gepflegt.

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Franz, Touch of Africa Safari Lodge

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Rappenantilopen, Touch of Africa Wasserloch

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Unser riedgedecktes Chalet Nr. 1, das erste über dem Restaurant verfügte über ein Doppel- und ein Einzelbett. Der Schlafraum war sehr großzügig bemessen, das Bad hatte eine riesige Dusche. Alles war sauber und ordentlich. Seife, Duschgel stand zur Verfügung. Moskitonetze waren nicht vorhanden. Die Stromgeneratorenzeiten sind von 08:00 - 11:00 Uhr und von 18:00 - 22:00 Uhr. Im Chalet selbst sind reichlich Steckdosen verbaut! Für die Nacht gibt es im Schlafzimmerzimmer und Bad ein elektrisches Notlicht, so dass man nicht immer die Taschenlampe bemühen muss.

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unser Chalet, Touch of Africa

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Touch of Africa

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Außer uns waren heute zunächst keine weiteren Reisenden anwesend. Eine Wohltat, diese Ruhe! Am frühen Nachmittag lernten wir auch Franz Frau Mandy, den gemeinsamen fünfjährigen Sohn und den Lodgemanager Gary kennen. Gary stammt ursprünglich aus Zimbabwe und ist vor vielen Jahren aufgrund der politischen Unruhen nach Südafrika ausgewandert. Dort hat er mehrere Jahre als Ranger im Krüger Nationalpark gearbeitet. Nach einigen schweren Überfällen auf Franz und Mandy, haben die beiden ihre Zelte in Johannesburg abgebrochen, sich die Lodge in Botswana aufgebaut und Gary gleich mitgenommen. Aufgrund dieser persönlichen Biografien war für reichlich Gesprächsstoff gesorgt.

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Mandy in der Mitte

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Gary

Am späten Nachmittag kommt noch ein Auto mit drei Südafrikanern angefahren, die am nächsten Morgen Richtung Zimbabwe weiter wollen. Tja, und heute ist irgendein wichtiges Rugby Event (Champion Chip Spiele, Bulls gegen Sharks oder so – gähn, gähn), dass sich außer meiner Wenigkeit keiner entgehen lassen wollte. Also wurden die Generatorzeiten auf 17:00 Uhr vorverlegt, die Glotze angeschmissen und von 17:00 bis 22:00 Uhr Rugby geschaut. Freunde von Franz aus Panda erweitern die grölende, mitfiebernde Runde. Sogar Jochen hat jetzt in etwa eine Ahnung von den komplizierten Rugby-Regeln! Ich habe mir derweil die Kamera geschnappt und Lodgegelände und die Besucher des Wasserlochs (Riedböcke) in den kleinen Kasten gebannt.

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Rugby, bäh!!!

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Touch of Africa

Dinner kann man in Touch of Africa á la Carte bestellen. Für Jochen war´s das T-Bone Steak, für mich der letzte vorrätige Chobe Pream (Fisch) gegrillt. Beides war super lecker! Der Koch versteht sein Handwerk!

Nach Rücksprache mit Franz haben wir kurzfristig beschlossen, unseren Shuttle von Kasane nach VicFalls zu stornieren und lieber mit eigenem Wagen über den kleinen, wenig frequentierten Grenzübergang in Pandamatenga zu fahren. So sind wir in ZIM flexibler und können einige von Franz empfohlene Spots besuchen.

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unser Abendessen!

Mit dem Heulen der Hyänen sind wir schließlich zufrieden in unsere wunderbaren Betten gefallen. Afrika, was bist du schön!

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Sonnenuntergang, Touch of Africa

Jochen:
Um 5:30 Uhr werde ich wach und stehe auf. Da das Wasser mal wieder nicht warm ist, muss eine Katzenwäsche reichen.
Am Maincamp angekommen reicht´s noch für einen Kaffee bevor wir mit unserem schwerbewaffneten Guide den Buschwalk angehen. Als wir den ersten Elefanten, dem ich zu Fuß im Busch begegnet bin hören, schnallt unser Guide die Flinte ab und wir schleichen auf den Elefanten zu. Ca.60-70 Meter vor dem Eli bleiben wir stehen. Unglaublich wie groß die Tiere sind, wenn man zu Fuß auf sie trifft und wie schwer sie im Busch zu sehen sind.

Nachdem wir noch Kudu, Steinbock und diverse Vögel gesehen haben, kommen wir nach knapp zwei Stunden wieder zum Camp. Dort nehmen wir unser Frühstück ein.

Hurra, die erste Bustruppe ist weg und die zweite noch im Koma.

Wieder im Chalet duschen wir. Ist auch etwas wärmer. Nicht das Wasser, aber draussen.

Danach packen wir unsere Sachen, fahren zur Rezeption, zahlen die Rechnung und schlendern zu Jims Camper. Wir verabschieden uns herzlich und versprechen in Verbindung zu bleiben. Dann geht’s weiter Richtung Pandamatenga. Da ich mir eine richtige Stadt vorstelle, bin ich ein wenig enttäuscht.

Panda besteht im Wesentlichen aus einer Tankstelle, zwei bis drei kleinen Läden und ca. 500 Blechhütten. Im Gemischtwarenhandel gibt’s einen ATM bei dem wir uns mit Pula versorgen und dann geht’s weiter zur Touch of Afrika Lodge.

Hier werden wir von Franz dem Besitzer empfangen. Auf die Frage was wir trinken wollen entscheide ich spontan, dass gleiche zu trinken, wie Franz und so lande ich bei Klip-Drift mit Cola.

Da wir von der Bar einen klasse Blick aufs Wasserloch haben, bleibe ich gleich sitzen. Hier sehe ich meine erste Rappenantilope. Meiner Meinung nach die schönste Antilope Afrikas.

Nachdem wir unser Chalet bezogen haben gehen wir wieder zur Bar, wo´s lustig mit Klip-Drift Cola weitergeht. Nach fünf bis sechs weiteren Klip-Drift fühle ich mich so gestärkt, dass ich mir zutraue ein Rugby-Spiel anzuschauen.

Franz Lieblingsverein - die Bulls - spielen gegen die Sharks. Die erste Halbzeit versuche ich das Spiel zu verstehen. Bis dahin glaube ich, dass der Sinn des Spiels darin liegt, sich gegenseitig in die gegnerische Hälfte zu prügeln, um dann den eiförmigen Ball durch ein großes H zu schießen.

In der zweiten Hälfte erkenne ich tatsächlich Spielzüge in dem Geraufe und es scheint sogar die eine oder andere Regel zu geben. Alles in allem eine neue Erfahrung für mich. Übrigens haben die Bulls verloren.

Nach einem hervorragenden Abendessen gehen wir schlafen.
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Beitrag von Butterblume »

19.06.2011 Touch of Afrika Safari Lodge, Pandamatenga

Marina:
Übrigens: Wir sind komplett temperaturlos unterwegs dieses Jahr, da unser Wagen über keine Temperaturanzeige verfügt und wir außer Fieberthermometer auch keine eigenes mitgenommen haben. Zumindest konnten wir hier oben in Panda bei offenem Fenster und ohne Vliesjacke über dem Pyjama schlafen. Ist doch auch mal etwas Positives.

Um 06.00 Uhr hat es uns heute Morgen aus dem Bett getrieben um zu schauen, was sich zu dieser frühen Stunde so am Wasserloch tummelt. Die Impalas haben uns während des Frühstücks begleitet und auch die wunderschönen Rappenantilopen sind zum Morgenappell angetreten.

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Sonnenaufgang, Touch of Africa

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Rappenantilopen am Wasserloch

Anschließend sind wir mit Gary zu einem Bush Walk Richtung Hunters Road (ca. 2 – 3 km) aufgebrochen. Die Gegend der Lodge ist sehr gut einsehbar und nicht so verbuscht wie Elephant Sands, so dass man auch in der Entfernung Tiere sichten kann. So begleiteten uns die Herden der Rappenantilopen und Impalas. Auf dem Rückweg gesellten sich noch die Giraffen hinzu.

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Bush Walk, Touch of Africa

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Gegen 11:00 Uhr sind wir diesen Weg dann noch einmal mit eigenem Pkw weiter auf der Hunters Road Richtung Norden gefahren. Direkt auf der HR sahen wir leider keine Tiere, so dass wir beschlossen, den nächsten Weg nach ca. 16 km, den das Nüvi angab wieder nach links Richtung A33 abzubiegen. Gesagt getan! Die Hunters Road war in diesem Bereich gut ohne 4x4 zu befahren, allerdings ist hohe Bodenfreiheit angeraten.

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Hunters Road nördl. Pandamatenga

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Hunters Road nördl. Pandamatenga

Hier im Kazuma Forest gab es noch einige große gut gefüllte Wasserlöcher, an denen sich Warzenscheine tummelten und schwups, mitten im Mopanewald waren wir dann plötzlich mal wieder von Elefanten umzingelt. Rückwärts fahren ging nicht, wegen der tiefen Fahrspur und dem kurvigen, uneinsichtigen Gelände. Also erst einmal abwarten und dann aufs Gas und durch. Puh! Alles ging gut. Der Adrenalinspiegel war wieder auf afrikanischem Niveau.

Wir haben ja einen Heidenrespekt vor diesen großen Gesellen. Vor allem, da es sich dabei um Elis aus Zimbabwe handeln kann, die dort gerne mal gewildert werden und deshalb recht aggressiv sein können. Aber wir mogelten uns im sandigen und hochgrasigen Gelände erfolgreich an den Elis vorbei…
Ähm, nach Fotografieren war mir an dieser Stelle gerade nicht. Deshalb gibt´s keine Eli-Fotos!

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Kazuma Forest

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Kazuma Forest

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Kazuma Forest

Plötzlich strich ein äußerst unangenehmer Geruch durchs Auto. Identifizieren konnten wir ihn zunächst nicht. Einige Meter weiter sahen wir dann einen verwesenden Elefantenkadaver direkt neben dem Auto liegen. Die Stoßzähne waren schon entfernt. Das stinkt meilenweit gegen den Wind, bäh!!!  Nicht mal die Geier waren noch in der Nähe. Kurz darauf kreuzte noch eine Herde Giraffen unseren Weg und von rechts nach links hechteten einige Zebras hinterher. Fazit: Die Tiere halten sich häufig dicht neben der A33 in dem schmalen Streifen zwischen Hunter Road und Teerstraße auf.

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Elefanten-Kadaver, das Geruchs-Internet habe ich vorsichtshalber abgestellt!

Da der Tag noch jung war, haben wir unser Auto kurzentschlossen Richtung Kasane dirigiert. Kaum 15 Minuten gefahren, kam uns Franz entgegen, der an diesem Sonntagmorgen (der übrigens Vatertag im südlichen Afrika ist) mit Freunden in Kasane golfen war.

Es ist schon fantastisch, wie sich auf dem kurzen Stück Richtung Kasane die Vegetation dauernd ändert.

Kurz vor Kazungula wurden wir vom Botswana Road Block aufgehalten. Unglaublich wie unbekümmert die Elefantenkühe mit ihren jungen Kälbern hier die Straße kreuzen bzw. auch in aller Seelenruhe auf dem seitlichen Grünstreifen neben der A33 grasten.

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Botswana Road Block vor Kazungula auf der A33

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In der Chobe Safari Lodge haben wir entspannt ohne Zeitdruck die Aktivitäten für unseren Chobeaufenthalt ausloten können, hatten ein schönes Lunch am River, haben an der Tankstelle den Diesel aufgefüllt und den Wagen gründlich durchgecheckt. Sollte man hier wirklich bei jeder sich bietenden Gelegenheit in Anspruch nehmen, wie es sich in der Folge noch zeigen sollte. Für den Stromgenerator der Touch of Africa Lodge haben wir noch den Reservekanister aufgefüllt, da in Panda auch an der Genossenschaftstanke kein Diesel zu bekommen war (ist unser uneigennütziges Vatertagsgeschenk an Franz).

Die schönsten Fotos machte ich heute von den Touristenbooten mit den dicken Teleobjektiven vor der CSL gemacht… Ach ja, und die Hornraben an der A33 waren auch wunderschön anzuschauen.

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Chobe River, Kasane

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Chobe River, Kasane

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Chobe River, Kasane

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Wauw, gaaaanz viele Photo Professionals!

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Jochen fotografiert lieber solche Motive!

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Chobe Safari Lodge, Kasane

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Chobe Safari Lodge, Kasane

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Hornrabe an der A33

Auf dem Rückweg: Ca. 20 km vor Pandamatenga ist ein Truck ebenfalls mangels Diesel liegen geblieben. Den Fahrer haben wir mitsamt Reservekanister eingeladen und nach Panda transportiert. Dort sollte durch einen Kollegen per LKW Dieselnachschub geliefert werden.

Nach einem wunderbaren Dinner haben wir an der Bar wieder spannende Gespräche geführt. Gary schaute sich im TV eine Doku über Anakondas, als Jochen plötzlich ein lautes Geräusch hörte und meinte, dass es sich um einen Löwen handeln könnte. Alles lachte. Da war wohl der Wunsch der Vater des Gedankens! Das TV wurde leiser gedreht und tatsächlich, ca. 10 Min. später konnte man das Brüllen des Löwen laut und deutlich aus Richtung des Wasserlochs hören, Abenteuer, Abenteuer! Franz meinte, dass es sich um ein etwas 4 jähriges Männchen handeln müsste. Mandy, kam aufgeregt schnell laufend vom Wohnhaus rüber gelaufen, um Bescheid zu geben, dass ein Löwe auf dem Gelände war. Franz warnte sie noch nicht zu rennen, sondern ruhig und langsam wieder zum Wohnhaus zurück zu gehen. So ca. alle 12 bis 15 Minuten wiederholte sich das Brüllen aus ca. 100 bis 150 Meter Entfernung. Vorsichtshalber hat Franz sein Gewehr zurecht gelegt, denn wir mussten ja auch noch alle im Dunkeln sicher unsere Betten erreichen.

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Giraffenbesuch war am Abend auch noch da

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Löwe am Wasserloch, Touch of Africa

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Löwe am Wasserloch, Touch of Africa

Am beleuchteten Wasserloch konnten wir den Löwen mit den Ferngläsern nicht ausmachen. Er muss hinter dem Damm gelegen haben.

Die ganze Nacht über haben wir den Löwen dann immer mal wieder gehört. Eine wunderbare Nacht! So richtiges Afrikafeeling! Laut Franz haben irgendwann auch die Hyänen in die Choreographie mit eingegriffen, aber da haben Jochen und ich schon tief und fest sicher im Chalet geschlummert.

Jochen:
Wache mal wieder um 5:30 Uhr auf und gehe duschen. Herrlich warmes Wasser – dusche gleich mal etwas länger. Die anderen Gäste reisen schon früh ab, haben wahrscheinlich auch alle länger geduscht, denn als Marina duschen will, ist das warme Wasser verbraucht. Wie war das noch, wer zu spät kommt den...

Nach Marinas Katzenwäsche und Frühstück machen wir einen Bush Walk mit Gerry, dem Manager von Franz.

Gerry kommt mit kurzer Trainingshose, T-Shirt und Turnschuhen an und erklärt uns, dass es zwar unwahrscheinlich ist, dass wir auf Raubtiere treffen, aber wenn es doch passiert sollen wir uns ruhig verhalten. Ich glaub`s nicht. Der Mann sieht aus als wolle er zu einem Turnfest gehen und nicht in den Busch. Hätte ich zu diesem Zeitpunkt gewusst, dass Gerry 18 Jahre als Ranger im Krüger gearbeitet hat, hätte ich mich sicherer gefühlt.

Nachdem wir schon morgens am Wasserloch Rappenantilopen gesehen haben, treffen wir jetzt auf eine ganze Herde von ca. 30 Tieren, angeführt von einem wunderschönen Männchen mit mehr als ein Meter langen Hörnern. Sehen noch Giraffen und Impalas und Gary zeigt uns noch verschiedene Heilpflanzen.

Als wir wieder am Camp sind, entscheiden wir uns die „Old Hunters Road“ nach Norden zu fahren. Das ist die „Straße“, auf der früher das Elfenbein aus der Umgebung nach SA zum Verschiffen gebracht wurde. Nach zwei Kilometern Farmpad und 16 km Hunters Road biegen wir links ab, um durch das „Kazuma Forest Reserve“ zur Teerstraße zu gelangen. Wir kommen an mehreren Wasserlöchern vorbei und außer einem Warzenschwein ist kein einziges Tier zu sehen. In dem Moment, in dem Marina mir mitteilt, dass es in diesem Teil Botswanas wahrscheinlich gar keine Tiere gibt, fahren wir um eine Kurve direkt auf eine Elefantenherde zu. Ich bleibe stehen und überlege laut, was wir machen sollen. Zurückfahren geht nicht. Wir würden in dem tiefen Sand und den Kurven nicht schnell genug wegkommen und Wenden ist absolut nicht möglich. Ich erkläre Marina, dass es das Beste wäre, mit Vollgas durch die Herde zu fahren und traue meinen Ohren nicht, als mein mir angetrautes Eheweib ganz cool zu mir sagt: "Mach aber den Allrad rein, damit wir nicht mittendrin steckenbleiben!" Der Adrenalinpegel steigt. War vorhin noch ein bisschen Müde - jetzt aber hellwach!

Wir brettern durch die Herde und ich sehe, die Eli´s sind von meinem „Überraschungsangriff“ so geschockt, dass sie nach beiden Seiten fliehen. Geschafft! Fahre jetzt extrem langsam, um das Adrenalin abzubauen. Nach ca. 300 Metern steigt mir ein beißender Geruch in die Nase. Ich halte an und wir sehen in einiger Entfernung einen Elefantenkadaver im Busch. Marina macht das Fenster auf, um ein Foto zu machen. Aber der Wind steht ungünstig und wir kriegen die volle Ladung ab. Habe noch nie etwas Schlimmeres gerochen. Wir fahren schnell weiter und kommen auf die Teerstraße nach Kazungula / Kasane, wo wir in der Chobe Safari Lodge einen kleinen Imbiss zu uns nehmen.

Da wir hier wieder mal Handyempfang haben, setze ich kurz ein Lebenszeichen an unseren Sohn ab. Auf der Rückfahrt tanken wir und nehmen noch 20 ltr. Diesel für Franzens Generator mit, da er am Vortag keinen Diesel in Panda bekommen hat.

Auf der Strecke werden wir noch von drei Brummifahrern angehalten, denen auch der Diesel ausgegangen ist. Wir nehmen einen der Fahrer samt Kanister mit nach Panda. Kann meinen Diesel nicht abgeben, da der schon Franz versprochen ist.

An der Lodge hatten wir zum Abendessen Rumpsteak und als Nachtisch ein paar Klip-Drift. Anmerkung Marina: Ich hatte keinen Klip-Drift-Nachtisch!

Gary sitzt im Sofa und schaut fern.

Als gerade im TV ein Mensch von einer überdimensionierten Anakonda verspeist wird (von wegen Doku), höre ich ein Brüllen aus Richtung Wasserloch. Da die Geräuschkulisse sehr laut ist, bitte ich Franz den Fernseher leiser zu stellen. Nachdem wir nun nichts mehr hören und mich schon alle komisch angucken, gebe ich Gary die Fernbedienung zurück. In diesem Moment ist laut und deutlich das Brüllen eines Löwen zu hören. Sofort sind alle hellwach. Franz erklärt, dass der Löwe direkt beim Wasserloch sein muss. Keine 100 m von uns entfernt.

Franz stellt den Generator ab und holt sein Gewehr. Vom Löwen ist nichts zu sehen. Er meldet sich in regelmäßigen Abständen so alle 15 Min. Dieses Mal werden wir mit Flinte ins Bett gebracht. Ich kann noch bis 4:00 Uhr morgens den Löwen hören.
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Re: Reisebericht: Botswana, VicFalls, Caprivi 2011

Beitrag von Butterblume »

20.06.2011 Touch of Afrika Safari Lodge, Pandamatenga

Marina:
Am folgenden Morgen sind wir noch vor dem Frühstück mit Franz im Wagen das Gelände nördlich der Lodge abgefahren, um nach Löwenspuren zu suchen. Falls die Löwen in der Nacht einen Riss gemacht haben, müsste man die kreisenden Geier sehen. Das war leider nicht der Fall. Dafür sahen wir im schönsten Morgenlicht aus nächster Nähe eine große Herde Rappenantilopen. Franz hatte schon Bedenken, dass die Löwen seine geliebten Rappenantilopen bis über die Grenze nach Zimbabwe verscheucht haben. Und dort ist überall Jagdgebiet!

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Rappenantilopen auf Touch of Africa

Direkt auf der Hunters Road positionierte sich dann auch noch eine Giraffenfamilie im besten Licht. Nach ca. 5-6 km sind wir wieder von der HR abgebogen und schließlich an einem landwirtschaftlich genutzten Gebiet vorbei gefahren, dass durch einen Elektrozaun geschützt war. Dieser Zaun wird von den Löwen ganz gezielt zur Jagd eingesetzt. Sie treiben das Wild in diesem Zaun, das Wild ist durch den Elektroschock gelähmt und somit leichte Beute. Anschließend liegen sie gerne satt und zufrieden oben an der Ecke des Farmgebietes direkt an der A33.

Manchmal liegen sie aber auch im Kräuterbeet der Touch of Africa Lodge, wie uns Gary mitteilte… Er hatte da mal eine unangenehme Begegnung, als der Petersilie ernten wollte!

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Giraffen auf der Hunter Road bei Touch of Africa

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Zurück in der Lodge genossen wir das späte Frühstück sehr. Übrigens, die einzige Mücke, die wir im gesamten Urlaub gesehen haben, hat mich in der letzten Nacht gefunden!

Gegen 14:00 Uhr sind wir dann zusammen mit Gary und Franz im offenen Safariwagen zu einem Bushbraai in der Deka Area aufgebrochen. Noch vorher kurz in Pandamantga beim örtlichen Fleischer die Vorräte aufgefüllt und dann ging´s in Panda auf die Hunters Road so ca. 15 bis 20 km in südliche Richtung. Zwischen Sidudu Forest und Kazuma Forest liegt ein Gebiet (Deka), das direkt an den Hwange Nationalpark in Zimbabwe grenzt. Einige Kudus kreuzten unseren Weg. Das Ziel war ein Hügel, mit zwei großen Baobabs, der als Platz für unser Bushbraai ausgesucht war.

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Rappenantilopen am Wasserloch der Touch of Africa SL

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Touch of Africa

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südliche Hunters Road

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Gary und Franz kutschieren uns

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Deka Area

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Bush Braai in der Deka Area

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Am Fuße des Hügels graste friedlich eine große Elefantenherde mit Jungtieren. In dieser fantastischen Landschaft wurde mit dem nach Sandelholz duftenden Holzscheiten ein munteres Lagerfeuer entfacht, Tische und Stühle aufgebaut und ein riesiges Rinderfilet brutzelte über dem Feuer. Sogar eine Tischdecke, frische Salate, gegrillte, belegte Sandwiches und ein guter Sauvignion Blanc rundeten dieses dekadente Ambiente unter dem riesigen Baobab ab.

Man, war das grandios! So weit das Auge reichte, war keine Menschenseele zu sehen. Alles nur für uns allein! Und dann natürlich der traumhafte Sonnenuntergang mit Elefantenuntermahlung. Ein Traum!

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Auf dem Rückweg konnten wir im Schweinwerferlicht noch einige Roanantilopen sichten und kurz vor Panda hatten sich an der Hunters Road zwei Löwinnen drapiert, die sich wohl in der Nacht an den Kühen der Dorfbewohner versuchen wollten. Scheint leichtere Beute zu sein, wie hinter den Wildtieren her zu jagen. Dieser Tag war das absolute Highlight unserer Reise!

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Deka Area

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Für die 3 Nächte im Chalet haben wir zu zweit 1722 P bezahlt. Frühstück, zwei Dinner, das Bushbraai für zwei Personen (von 14:00 bis 20:00 Uhr) und einige Getränke an der Bar betrugen insgesamt noch einmal 1327 P. Unschlagbar günstig. Der Bush Walk mit Gary wurde nicht berechnet. Dafür hat Gary direkt ein gutes Trinkgeld von uns erhalten. Hier konnten wir alle Nebenkosten per VISA Kreditkarte bezahlen.

Jochen:
Bin mal wieder früh auf und gehe zur Lodge um auf den ersten Kaffee zu warten.
Als Franz erscheint, erkunden wir erst mal das Wasserloch nach Löwenspuren.
Danach, jetzt ist auch der Rest wach, fahren wir das Farmgelände ab, um den Löwen zu suchen. Franz hat Angst, dass der Löwe seine Rappenantilopenherde vertreibt.

Nach einem späten Frühstück versuche ich den Zweitwagen von Franz zu reparieren. Schraube stundenlang an der Kiste rum. Leider ohne Erfolg.

Derweil macht Marina ein kleines Mittagsschläfchen. Gegen 14:00 Uhr brechen wir mit Franz und Gary zur deren Lieblingsplatz in den Busch auf, um dort ein Bushbraai zu verwirklichen. Zuerst fahren wir die alte Hunters Road ca. 20 km nach Süden, dann rechts ab und auf eine kleine Anhöhe, auf der ein uralter Baobab steht. Gary und Franz laden den Wagen aus: Tisch, Stühle, Teller, Besteck, Tischdecke, Salate, Saucen – halt alles, um die Dekadenz auf die Spitze zu treiben. Franz hatte mir angekündigt, dass es Filetsteak geben soll. Ich war nicht sonderlich beeindruckt (bin halt ein Vielfleischesser). Was ich dann erblicke, verschlägt mir fast die Sprache. Franz hat ein komplettes Rinderfilet ausgepackt! Gary entzündet das Feuer. Das ca. 2,5 kg schwere Filet landet auf dem Grill – super! In der Zwischenzeit genießen wir die Aussicht. Wir erfreuen uns an einem wunderbaren Rundumblick über die Ebene, durch die gerade eine grasende Elefantenherde Richtung Deka Wasserloch zieht. Ich denke, dass ich einen schöneren Ausblick wahrscheinlich in diesem Urlaub nicht mehr haben werde.

Nach mehreren Klip-Drift geht’s ans Essen – war natürlich klasse! Gary ist, außer dass er 18 Jahre im Krüger als Ranger tätig war und so ziemlich alle Tiere und Pflanzen kennt, auch noch ein prima Koch! Ich bemühe mich redlich die Opulenz zu vervollkommnen und gebe eine Runde Havannas aus. So sitzen wir in einer schönen Runde zusammen, vor uns die Weite der Deka Sektion, am Fuß des Hügels die nächste Elefantenherde und genießen einfach nur. Als es dunkel wird, packen wir zusammen und machen uns auf den Rückweg. Kurz vor Panda sieht Marina rote Augen aufleuchten. Und tatsächlich liegen am Wegesrand direkt neben dem Auto, keine 500 m vom Dorf entfernt zwei Löwinnen.

Zurück im Camp gibt es noch einen Schlummertrunk oder auch zwei, drei… und dann geht’s ab ins Bett.

Da wir uns entschlossen haben, mit eigenem Wagen nach Zimbabwe zu fahren und nicht wie geplant ab Kasane mit dem Shuttle, wollen wir pünktlich um 08.00 Uhr in Panda zur Grenzöffnung sein.
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Re: Reisebericht: Botswana, VicFalls, Caprivi 2011

Beitrag von Butterblume »

21.06.2011 Pandamatenga – Amadeus Garden, Vic Falls, ca. 123 km, 2 Nächte

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Touch of Africa

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Marina:
Unser Frühstück um 07:00 Uhr wurde begleitet durch die Impalas am Wasserloch. Kurz vor 08:00 Uhr haben wir uns herzlich von Franz und seiner Familie verabschiedet, da wir pünktlich zur Grenzöffnung um 08.00 Uhr in Panda sein wollten. Wir kommen ganz sicher wieder!

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Pandamatenga Richtung Zimbabwe-Grenze

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Pandamatenga Border Post

Auf Botswana-Seite dauerte die Abfertigung nur 5 Minuten. Obwohl wir die einzigen Grenzgänger auf Zimbabwe-Seite waren (oder gerade deshalb) kosteten die Grenzbeamten das Prozedere genüsslich aus. Man weiß ja nie, wann mal wieder jemand vorbei kommt! Mit Fahrzeugkontrolle dauerte die Abfertigung ca. 40 Minuten. Die Gebühren für den Grenzübertritt mit PKW kosteten insgesamt US$ 55. Die Visumsgebühren betragen pro Person noch einmal US$ 30.
Somit ist die Fahrt mit eigenem PKW ab zwei Personen auf jeden Fall günstiger wie ein Shuttle (ca. US$ 45 pP).

Dann war der Spaß vorbei. Hier endet die gut ausgebaute Teerstraße und es geht auf eine spitzsteinige Rüttelpiste bis zur A8. 12 km hinter Matetsi quert man die Eisenbahnlinie Kapstadt/Nairobi. Die Landschaft war sehr schön, es hat aber wenig Tiere. Womöglich wegen der Jagdkonzessionen. Die Tiere sind ja nicht blöd und halten sich lieber in den Nationalparks oder in Botswana auf. Auf dieser ganzen ca. 50 km langen Strecke bis zur A8 ist uns nicht ein anderes Fahrzeug begegnet.

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Grenzpersonal auf Zimbabwe-Seite beim Sesam-öffne-dich

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Matetsi Safari Area

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Mitten im Matetsi Safarigebiet hatten wir dann plötzlich einen Platten, den Jochen aber in kurzer Zeit behoben hat. Wir haben uns eine gut einsehbare Stelle für den Reifenwechsel gesucht und ich musste nach allen Seiten sichern.

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Matetsi

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Eisenbahnlinie Kapstadt - Nairobi

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Victoria Falls International Airport

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A8 Richtung VicFalls

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A8 Richtung VicFalls

Gegen 12:30 Uhr fuhren wir dann im Amadeus Garden in VicFalls vor.

Am Tor parkte ein Kleinbus, so dass wir nicht direkt auf das Grundstück fahren konnten. Ich stieg aus und wollte unsere Ankunft melden, als sich die Tür des Kleinbusses öffnete, ein ca. 5 jähriges kleines Mädchen dem Bus entsprang, ohne mich direkt anzuschauen auf mich zuraste und sich mir die die Arme warf. Das kleine, drollige Mädchen wollte meinen Arm auch gar nicht mehr verlassen. So etwas ist mir auch noch nie passiert. Mittlerweile stand auch Katherine vom Hausservice neben dem Auto, aber das Kind machte immer noch keine Anstalten die Örtlichkeiten zu wechseln. Erinnerungen an die Paviane am Kap der guten Hoffnung durchzuckten mein Hirn. Das Mädel heißt Niasha, ist vier Jahre alt und die Tochter von Miriam und Helmut, den Besitzern von Amadeus Garden. So kann man Touristen auch willkommen heißen und um den Finger wickeln…

Nachdem wir unser sehr schönes Zimmer bezogen haben, relaxten wir am Pool und haben dort ein schnelles Lunch eingenommen.

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Amadeus Garden Lodge, Niasha und Katherine

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Amadeus Garden Lodge

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Anschließend ging es in die City um beim Aktivitätenvermittler Wild Horizons zu versuchen unseren abgesagten Shuttleservice auf einen Helikopterflug über die Fälle anrechnen zu lassen. Das klappte leider nicht. Dafür wäre ausschließlich das Buchungsbüro Safari Destinations in Maun zuständig. Tja, und die haben den schwarzen Peter wieder zurück an Wild Horizons geschoben. Da wir keine Lust auf Trouble hatten, haben wir die ganze Sache dann sein gelassen und einfach nur unsere Flüge für den morgigen Nachmittag gebucht. Der 15-Minutenflug hat pP US$125 gekostet. Zahlen konnten wir per VISA-Card.

Gegen 14:00 Uhr sind wir dann zu den Fällen aufgebrochen. Am Parkplatz direkt vor dem Gate, buhlten Unmengen von Souvenirverkäufern und Regencapeverleihern um unsere Gunst. Hatte aber mindestens 4 Regencapes aus Deutschland im Reisegepäck verstaut. Und sogar in unserer „Überlebenskiste“ aus Windhoek waren noch einige Exemplare aufgetaucht. Die Dollars können wir uns also sparen. Am Gate wurden wir um weitere US$ 60 Eintritt erleichtert. Ganz schön happig. Die Capes sollten eigentlich in Jochen´s Rucksack sein…

Ziemlich schnell merkten wir, dass es reichlich feucht wird. Jetzt im Juni führen die Victoria Fälle ihre höchsten Wassermassen, entsprechend heftig schlug uns der feuchte Sprühnebel ins Gesicht. Nicht umsonst nennen die Einheimischen diesen Ort Mosi-oa-Tunya = donnernder Rauch. Der Name stammt vom Sprühnebel, der bis zu 300 m aufsteigt und noch in 30 km Entfernung zu sehen ist. Dieser entsteht, weil die Wassermassen des Sambesi sich auf einer Breite von 1708 m über eine 110 m abfallende Felswand ergießen. Damit sind die Victoriafälle der breiteste einheitlich herabstürzende Wasserfall der Erde. Bei Hochwasser fließen bis zu 10.000 m³/s Wasser den Wasserfall hinunter, im Gegensatz zu den 170 m³/s während der Trockenzeit. Der Regenwald, den es um die Victoriafälle gibt, hat seine Existenz der Feuchtigkeit aus dem ständig währenden Sprühnebel zu verdanken. Nicht nur im Februar und März, wenn der Sambesi viel Wasser führt, ist der größte „Wasservorhang“ der Erde vorhanden. Doch nicht immer zeigen sich die Fälle von ihrer rauen Seite. Bei Niedrigwasser – wie es besonders in Dürrejahren immer wieder vorkommt – bleibt im September und Oktober von der sonst tobenden Wassermenge nur ein kleines Rinnsal übrig. Nach den Ideen des Missionars und Forschungsreisenden David Livingstone sollte der Sambesi „Gottes Weg“ für die Christianisierung des inneren südlichen Afrika werden. Die Victoriafälle erwiesen sich jedoch als unüberwindbares Hindernis, da sie den dort gemächlich verlaufenden oberen Sambesi von seinem Unterlauf trennen. Gewaltige Wassermassen stürzen sich an dieser Stelle des Flusslaufs unaufhörlich in die Tiefe. Die schmale Schlucht, in die sie sich ergießen, hat nur einen Ausgang in einen engen Canyon, der über einige Kilometer einem Zickzackkurs folgt. Dies ist der Beginn des mittleren Sambesi, der sich bis zur heutigen Cabora-Bassa-Talsperre in Mosambik erstreckt und dabei zahlreiche weitere Schluchten durchquert.

Was Livingstone, als er die Wasserfälle erstmals sah, so erstaunt hat, hat sich bis heute nicht geändert: es scheint, als versinke der Sambesi in einer Wolke von feinster Gischt plötzlich in der Erde. Diese Gischtwolke ist nach anhaltenden Regenfällen bereits aus einer Entfernung von vielen Kilometern auszumachen, und je näher man herankommt, umso größer wird das Getöse der reißenden Fluten. Die Entstehung der Fälle war dem Wissenschaftler Livingstone sofort klar: „(...) die Fälle entstehen einfach dadurch, dass vom linken zum rechten Ufer des Sambesi eine Spalte im harten Basalt entsteht“.

Aufgrund welcher Ereignisse sich die Fälle ursprünglich gebildet haben, ist bis heute unter den Geologen ungeklärt. Das in Ost-West- und in Nord-Süd-Richtung verlaufende Kluftsystem, das mit weicherem Material aus Sandstein unterschiedlicher Widerstandsfähigkeit gefüllt ist, verursacht eine fortlaufende Wanderung der Fälle in nördliche Richtung. Die von Ost nach West verlaufenden Klüfte weisen etwas weicheres Material auf, so dass sie die Hauptleitlinien der Flusserosion bilden. Entlang den widerstandsfähigeren von Nord nach West verlaufenden Klüften erfolgt jeweils der Durchbruch des Flusses. Durch diese Kenntnis lässt sich auch die zukünftige Lage der Fälle voraussagen. (Quelle: Wikipedia.de)


Also Kameras in Tüten verpackt und Regencapes rausgeholt. Die aber leider nicht in Jochens Rucksack waren. Also musste der Gute noch mal raus zum Parkplatz und hat dort für weitere $6 zwei Capes ausgeliehen. So viel haben unsere eigenen nicht gekostet!

Ich plauschte derweil gemütlich mit einem Angestellten des Parks. Jochen kam mitsamt der Capes zurück und so sind wir erst einmal Richtung Livingston Denkmal gewandert. Von hier hat man auch einen wunderbaren Blick auf den Devils Cataract. Ab hier haben wir uns dann auch komplett wasserdicht verpackt! Allerdings wurden wir dafür mit wunderschönen Regenbögen belohnt.

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Victoria Fälle

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Devils Cataract, Victoria Fälle

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Devil´s Cataract, Victoria Fälle

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Devil´s Cataract, Victoria Fälle

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da wir die Sandbrille letztes Jahr in Namibia nicht gebraucht haben, versuchte Jochen hier sein Glück

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Das Fotografieren klappte auch ganz gut, da sich die Gischtwolken immer mal wieder mit dem Wind verziehen. So richtig klatschnass sind wir dann am Danger Point geworden. Dort steht das Wasser ca. 3 cm hoch auf den Wegen. Nur gut, dass in meinen Trekking-Sandalen das Wasser vorn rein und hinten raus laufen konnte. Am Aussichtspunkt, wo die Brücke von Zimbabwe nach Sambia liegt, trafen wir eine Mutter aus Atlanta, die dort ihr Kind stillte. Sie ist La Leche Liga Mitglied. Die Welt ist ein einziges Dorf!

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Danger Point, Victoria Fälle

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reichlich nass am Danger Point

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Brücke über den Zambezi, die Zimbabwe mit Sambia verbindet

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Bungee Jumping überm Zambezi

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Regenwaldgebiet, Victoria Falls NP

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Warzenschwein im Victoria Falls NP

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Zambezi - alter und derzeitiger Lauf

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die Victoria Fälle gehören zu den sieben Welt Naturerbestätten

Auf dem Rückweg zum Gate sind wir langsam wieder abgetrocknet. Einen Cappuccino haben wir uns dann in der Victoria Falls Safari Lodge gegönnt, für heute Abend einen Tisch im dortigen Restaurant Makuwa Kuwa und für Morgen im vielgelobten Boma Restaurant reserviert. Die Aussicht auf das große beleuchte Wasserloch ist fantastisch. Da die Lodge direkt an den Zambezi National Park grenzt ist für reichlich Tierbesuch gesorgt.

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Victoria Falls Safari Lodge

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Victoria Falls Safari Lodge

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Victoria Falls Safari Lodge

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Victoria Falls Safari Lodge

Nach kurzem Kleiderwechsel im Amadeus Garden wollten wir gerade an unserem reservierten Tisch Platz nehmen, als Jochen auffällt, dass sein Rucksack mit allen Papieren verschwunden ist. Der Adrenalinspiegel schoss nach oben. Wo hat er ihn zuletzt gesehen? Beim Cappuccino in der Bar, auf dem Zimmer im Guesthouse? Jochen ist völlig panisch noch einmal zum Amadeus Garden gefahren. Ich habe derweil am Wasserloch das Familienleben der Elefanten studiert, war ich mir doch relativ sicher, dass er den Rucksack im Zimmer vergessen hat, denn die Tür zum Zimmer ist relativ eng und ich konnte mich erinnern, dass er beim Reingehen mit dem Rucksack dort hängen geblieben ist. Ja, ja, Allesheimer – oder afrikanisches Fieber. So ist das, wenn man mal an alles selbst denken muss (Regencape, eigener Rucksack etc.).

Die Elis zogen gerade ab, da kam Jochen erleichtert mit seinem Gepäck um die Ecke.

Unser Dinner bestand aus Warzenschwein für Jochen und King Klip für mich. Alles kam recht zügig und war sehr übersichtlich auf dem Teller drapiert. Aber, wie schon erwähnt, die Aussicht auf das Wasserloch ist grandios und lässt über den Preis ($45 pP ohne Getränke für das Dreigang-Menü) hinwegsehen. Jochen trauerte dem großen Rinderfilet vom Bush-Braai nach…

Hier gibt es übrigens den Handyempfang, den wir in unserem Guesthouse nicht hatten. Also haben wir noch schnell ein Überlebenszeichen an unseren Sohnemann und Opa/Oma in Deutschland abgesetzt.

Jochen:
Stehe um 05:00 Uhr auf und rasiere mich mal wieder (kommt nur noch sporadisch vor). Nach dem Duschen packe ich meinen Kram zusammen und bevor ich unser Zimmer verlasse, vergewissere ich mich erst mal, dass keine Löwen in der Nähe sind. Dann verlade ich mein Gepäck in den Wagen. Marina ist nach meinem ersten Kaffee auch so weit und ich verstaue auch ihre Sachen. Franz bittet uns nicht loszufahren, bevor Mandy sich von uns verabschiedet hat. Dann ist es so weit. Wir müssen weiter. Wieder ein Abschied der besonders schwer fällt.

Auf dem Weg zur Grenze überlege ich mir, dass wir irgendwann einmal einen Urlaub machen, in dem wir nur liebgewonnene Freunde besuchen werden.

Die Grenze ist erreicht und in Botswana gibt es keine Probleme. Die Schranke geht hoch und wir fahren zur Zimbabwe-Grenzanlage. Hinter Botswana hört die Teerstraße einfach auf und wir befinden uns auf einem Feldweg. Die Zims möchten alles ganz genau wissen. Also müssen wir für jede Person, die dort arbeitet einen gesonderten Zettel ausfüllen. Fünf an der Zahl. Und auf jedem stehen die gleichen Fragen (Blaupapier scheint gerade knapp zu sein). Nach 40 Min. Ausfüllen dürfen wir zurück zum Wagen. Ein Grenzpolizist, eskortiert von seiner Assistentin und einer dicken Kladde stellt uns noch einmal die gleichen Fragen. Nur müssen wir diesmal nichts ausfüllen – das übernimmt die Assistentin. Danach wird noch ein bisschen im Auto rumgeschaut und wir dürfen den Polis schließlich zum Tor „nach Zimbabwe“ folgen. Sesam öffne dich.

Auf einer üblen Gravelroad geht es durch Zimbabwes Pampa. Nach ca. 2500 km und ca. 30 km auf der Gravelroad bemerke ich bei einer kleinen Pause ein Zischen. Wir verlieren Luft aus dem rechten hinteren Reifen! Versuche noch weiter zu kommen, um im überschaubaren Gelände einen guten Ort für den Reifenwechsel zu finden. An geeigneter Stelle halte ich und mache dort meinen ersten Reifenwechsel in Afrika. Marina sichert vorsichtshalber nach allen Seiten. Nach knapp 30 Min. (man bin ich gut) geht es wieder vorwärts.

Ohne weitere Probleme kommen wir in VicFalls an und quartieren uns in der Amadeus Garden Lodge ein. Nach einem kleinen Imbiss in der Lodge geht es zu den Fällen.

Echt beeindruckend! Habe unsere Regencapes vergessen und muss nun welche mieten. Aua! Marina hat wieder Stoff um meinen Adrenalinhaushalt hochzuhalten. Sehen mit den Regenjacken über den Rücksäcken aus wie Schildkröten auf zwei Beinen. Ist aber egal, da die Gischt so gewaltig ist, dass es teilweise richtig regnet. Am Ende sind wir doch nass bis auf die Knochen.

Anschließend halten wir für eine abendliche Tischreservierung in der Victoria Falls Safari Lodge und fahren dann zurück zur Amadeus Garden Lodge um uns frisch zu machen und in trockene Klamotten zu steigen.

19:00 Uhr – wieder in der VFS Lodge – will ich meinen Rucksack nehmen und stelle fest: Er ist weg! Da ich nicht mehr weiß, wo ich ihn gelassen habe, kriege ich Panik! Im Rucksack sind unsere Pässe, die Führerscheine und von Pula und Rand gar nicht zu reden. Wenn der so richtig weg ist…

Ich fahre zurück zur Amadeus Garden Lodge, laufe in unser Zimmer und da steht er. Glaube, die Gedächtnisschwäche hat etwas mit der Reizüberflutung zu tun.

In der VFS Lodge sind sehr viele Touristen. Das Essen war nicht mein Geschmack.
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Re: Reisebericht: Botswana, VicFalls, Caprivi 2011

Beitrag von Butterblume »

22.06.2011 Amadeus Garden Lodge – Victoria Falls

Marina:
Heute haben wir um 07.00 Uhr gefrühstückt, da wir vormittags noch einen Abstecher in den Zambezi National Park machen wollten. Eine Fahrt am Flussufer entlang wollten wir uns nicht nehmen lassen.

Gleich am Parkeingang wurden wir von Pavianen und grünen Meerkatzen erwartet, die allerlei lustige Faxen aufführten. Das Parkpersonal lies es gemütlich angehen und empfahl uns, nur den Uferweg zu nehmen, da sich dort die meisten Tiere aufhalten. Das Inland würde sich nicht lohnen. Hinter dem zweiten Tor hört die Teerstraße auf und es beginnt eine wirklich fiese, ausgewaschene, teilweise mit vielen spitzen Steinen versehene Pad. Gleich am ersten Loop zum Zambezi runter hat es uns dann den Spoiler zerrissen und Wasser lief unter dem Wagen raus. In einem Grasbüschel versteckte sich ein Baumstumpf mit spitzen Ästen. Oh, schiet! Dachten wir zuerst, es hätte den Kühler erwischt, war es Gott sei Dank nur die Wischwasseranlage.

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Entrance Gate, Zambezi National Park

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Meerkatze

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Zambezi River

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Zambezi National Park

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Hippo River, Zambezi National Park

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unser Crash im Zambezi NP

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Impalas, Zambezi National Park

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Ja, ja, wer nicht hören will muss fühlen! Mit dem Shuttle wäre das nicht passiert… Fühle mich schon wieder schuldig! Aber entschädigt wurden wir dann noch durch wunderschöne Wasserböcke, Elis, Hippos und Impalas. Und einmal im Leben am Zambezi gewesen zu sein und diese wundervolle Flusslandschaft gesehen zu haben, hätten wir auch nicht missen wollen.

Aufgrund der anstrengenden Straßenverhältnisse und weil Jochen noch den Wagen zusammenflicken wollte, haben wir gegen 12:00 Uhr den Park schon wieder Richtung VicFalls verlassen. Sind noch kurz am Big Tree (Baobab mit 18 m Umfang) vorbei und haben im Victoria Falls NP auch noch einige Aufnahmen vom Wasserlauf gemacht. Im örtlichen Spar Supermarkt, der sehr gut sortiert war und eigentlich alles hatte, was das Konsumerherz begehrt, ergatterte Jochen eine Tube Sekundenkleber. Das Auto wird in der Mittagspause getapt!

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Baobab, Victoria Falls NP

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Victoria Falls NP

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Victoria Falls NP

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Victoria Falls NP

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Vic Falls

Punkt 14:30 Uhr holt uns im Amadeus Garden Guesthouse ein Shuttle zum Helikopterflug ab. Die Flüge werden von Shearwater Adventures durchgeführt. Im Office von Shearwater müssen wir noch je $8 Nationalparkgebühr bezahlen. Die Flugzeit beträgt auf der kleinen Runde 15 Minuten. Rucksäcke etc. darf man nicht mit in den Heli nehmen (werden im Office verwahrt), in dem hinten drei und vorne eine Person neben dem Piloten Platz hat. Für Fotografen ist der mittlere, hintere Platz nicht geeignet. Der Pilot fliegt die Runde so, dass man von jedem Fensterplatz die Möglichkeit hat die gleichen Bilder zu schießen. Außerdem gibt es kleine Fenster, die geöffnet werden können.

Ich hatte ja erst etwas Manschetten vor dem Flug, aber habe während dessen überhaupt nicht realisiert in einem Fluggerät gesessen zu haben, da ich so mit dem Fotografieren beschäftigt war.

Jochen hat sich den Platz neben dem Piloten gesichert. Die Dimensionen des Flusses, der Fälle und der alten Abbruchkanten erschließen sich in einem wunderbaren Panorama. Es war ein sensationelles Erlebnis für uns, dass wir auf keinen Fall bereuen.

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Helikopterflug, Vic Falls

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die alten Fälle

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Devils Cataract, Victoria Fälle

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In der Hauptpost von VicFalls haben wir dann noch Postkarten und Briefmarken (je $1) für die lieben Daheimgebliebenen gekauft und suchten anschließend die Zambezi Garage wegen einer geeigneten Schraube für unseren Unterboden auf. Da noch etwas Zeit bis zum Sonnenuntergang war, beschlossen wir Franz Ausflugstipp in die Tat umzusetzen und fuhren in die 23 km entfernte Gorges View Lodge, den Zambezi hinunter. Die Lage ist sensationell (von der A8 rechts ab noch ca. 13 km Gravelroad), einsam am Steilufer des Zambezi mit Blick auf die sich windenden Abbruchkanten. Die Anlage verfügt über 10 Chalets teilweise direkt am Hochufer platziert. Wer dem Touristenrummel in VicFalls entfliehen und spektakuläre Aussichten genießen möchte, ist hier genau richtig. Wir waren die einzigen Gäste zum Sundowner.

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Gorges View Lodge

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Gorges View

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Gorges View Lodge

Nach Sonnenuntergang gings mal wieder nur zum Boxenstopp mit Klamottenwechsel ins Guesthouse und dann rasch weiter ins Boma Restaurant. Am Empfang wurden wir standesgemäß afrikanisch verkleidet und erhielten eine Gesichtsbemalung.

Für meinen Geschmack ist dieses riesige Restaurant viel zu touristisch. Alle paar Minuten kam jemand an den Tisch und wollte etwas verkaufen. Mal war es ein spezieller Likör, der die Manneskraft erwecken sollte (Viagra tut´s doch auch und wäre preiswerter gewesen), mal war es ein Geschichtenerzähler, der Märchen vertickte. Der Trommelkurs und die Zulutänze des Lodgepersonals waren gratis. Das Buffet ausgezeichnet, aber auch mit je $45 pP ohne Getränke recht teuer.

Wir haben das Feld ziemlich schnell nach dem Essen geräumt.

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Boma Restaurant, Vic Falls

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Jochen:
Nach dem Frühstück um 07:00 Uhr fahren wir zum Zambezi Nationalpark, in dem ich nach ca. 20 km auf einen Baumstumpf auffahre, der den Stoßfänger zerreißt. Wasser läuft aus. Im ersten Moment denke ich, dass der Kühler beschädigt ist, aber nach genauer Untersuchung war es lediglich der Tank der Wischwasseranlage. Glück gehabt. Habe trotzdem die Schnauze voll. Wir fahren noch ca. 5 km auf extrem schlechten Wegen durch den Park. Marina merkt, dass ich nicht gut drauf bin und wir brechen den Game Drive ab. Zurück in Vic Falls begutachte ich den Schaden und entschließe mich den Stoßfänger selbst zu reparieren. Dazu brauche ich Sekundenkleber. Den bekommen wir im örtlichen Sparmarkt. Haben aber nur eine Sorte. Da gegen 14:30 Uhr unser Helikopterflug über die Victoria Fälle startet, geht’s zur Amadeus Garden Lodge zurück. Platziere Marina vorm Pool und schreite zur Tat. Nach dem ich die Kühlerabdeckung abgeschraubt habe, geht´s ans Kleben. Und tatsächlich – es klappt! Mein Stelli wird zufrieden sein. Jetzt kommt der Radkasten dran. Fehlt nur noch eine Schraube. Die wollen wir nach unserem Heliflug besorgen.

Wir essen noch eine Kleinigkeit und dann werden wir auch schon vom Shuttleservice abgeholt. Der Flug über die Fälle ist schön. Vom Shuttle werden wir zurück zum Guesthouse gebracht, schnappen uns unseren Wagen und fahren zur Zambezi Garage, einer Werkstadt in Vic Falls. Dort wird der Schaden begutachtet und dann eine passende Schraube gesucht und, gefunden und angebracht. Dazu muss vorher allerdings erst die Batterie ausgebaut werden. Der Wagen ist „fast“ wie neu! Mit dem kaputten Reifen will man uns am nächsten Tag helfen.

Anschließend unternehmen wir noch einen kurzen Ausflug zur Gorges Lodge, die uns Franz empfohlen hat. Nach ca. 20 km Gravelroad kommen wir in der Lodge an und haben einen traumhaften Blick auf die Sedimentformationen des Zambezi Valleys. Auf der anderen Seite liegt Sambia. Sehen also auf unserer Tour das vierte afrikanische Land. Nach dem obligatorischen Sundowner geht´s zurück Richtung Amadeus Garden Lodge. Wir machen uns frisch um das Dinner in das Boma Restaurant einzunehmen. Am Eingang zum Restaurant werden wir angemalt und in traditionelle Tücher gehüllt. Das Restaurant ist sehr schön ausgestattet, aber rappelvoll mit Touris (viele Japaner). Das Essen ist gut und reichlich. Probiere so ziemlich alles was angeboten wird. Dann tritt eine Tanzcombo im traditionellen Röckchen auf. Tourinepp total! Mache eine paar Filmchen für die Nachwelt. Eine ältere japanische Dame und ein Afrikaner verabschieden sich voneinander. Sie mit traditionell japanischem Gruß, er mit afrikanischem Dank. Sieht interessant aus, zwei so gegensätzliche Kulturen zu sehen. Gratis gibt es noch einen Trommellehrgang oben drauf, bei dem sich einige Touris vom Zeremonienmeister anstecken lassen und ihre Fertigkeiten in afrikanischem Tanz zum Besten geben. Komme – ob der komischen Verrenkungen – aus dem Lachen nicht mehr heraus! Europäer, Amis und Japaner machen sich zum Affen. Sehr zur Freude der Afrikaner!

Bin nach diesem Tag echt kaputt und wir gehen früh schlafen.


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Zambezi Garage, Vic Falls
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picco
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Re: Reisebericht: Botswana, VicFalls, Caprivi 2011

Beitrag von picco »

Hey Butterblümchen!

Danke! :)
Butterblume
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Re: Reisebericht: Botswana, VicFalls, Caprivi 2011

Beitrag von Butterblume »

Hallo Picco,

nach drei Mal Lesen musst Du selbst dort hin fahren! :h:

23.06.2011 VicFalls – Senyati Safari Camp, Leshoma Valley, ca. 83 km, 4 Nächte

Marina:
Bevor wir Zimbabwe verließen, haben wir unseren Reifen bei Agworth Tyre Service zwecks Reparatur abgegeben und vertrieben uns die Zeit bis zur Abholung in der Victoria Falls Safari Lodge mit Blick aufs Wasserloch. Endlich mal Zeit zum Kartenschreiben, Grüße ins Namibiaforum abzusetzen und den Elefanten und Büffelherden zuschauen. Bereits eine Stunde vor der vereinbarten Zeit war der Reifen vulkanisiert und wieder einsatzbereit. Wir haben uns dann entschlossen diesen reparierten Reifen auch wieder aufzuziehen. Mal schauen, ob die $45 gut investiert waren. Gegen 13:00 Uhr sind wir dann Richtung Kazungula Border Post aufgebrochen, nachdem die Postkarten noch im Briefkasten versenkt wurden. Wenn die Zimbabwer mit der Post genau so schnell, sind wie mit dem Geld aus der Tasche ziehen, dann dürften die Karten ja diesmal ihr Ziel schneller erreichen…

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Agworth Tyre Service in Vic Falls

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Victoria Falls Safari Lodge

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Graulärmvogel, Victoria Falls Safari Lodge

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Büffel, Victoria Falls Safari Lodge

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Bahnstation Vic Falls

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Zimbabwe Roadblock - der stand dort zwei Tage!

Ungefähr 4 km vor der Grenze wurden wir von einer Polizeikorntolle gestoppt und kontrolliert. Sie kontrollieren aber lediglich unsere Pässe und möchten wissen, wie es uns in ZIM gefallen hat und ob wir wieder kommen werden. Natürlich antworten wir wahrheitsgemäß: „Great Trip. We´ll come back next year“. Und schon durften wieder weiter fahren. Die Grenzformalitäten dauerten diesmal insgesamt nur eine halbe Stunde. Der Schrankenwärter auf ZIM-Seite hat uns vor Öffnung ganz frech um einen $1 gebeten. Naja, eigentlich verdirbt man damit die Sitten, aber Jochen hat ihm unseren letzten Dollarschein gegeben. An der Botswana-Grenze hatten wir es zum ersten Mal mit einer ziemlich unfreundlichen Grenzbeamtin zu tun.

Direkt von der Straße konnten wir hier schon die badenden Elefantenherden im Chobe River beobachteten.

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Kazungula Border Post, ZIM-Seite

Gegen 14:00 Uhr erreichten wir auf der 2 km langen tiefsandigen Piste (4x4 notwendig) das Senyati Safari Camp im malerischen Leshoma Valley, gelegen in dem schmalen Streifen zwischen Hunters Road und A33. Hier ein interessanter Artikel über Senyati auf zeit online.

Der Besitzer Louw Bernard war gerade in Kasane, so zeigte uns nach kurzer telefonischer Rücksprache mit Louw ein Angestellter unser reserviertes voll gemauertes Chalet No. 2 mit Grasdach, direkt neben der Bar gelegen. Insgesamt verfügt das Camp über zwei Chalets mit je vier Betten und 14 luxuriösen Campsites mit jeweils eigenem Sanitär- und Küchenbereich. Der Barbereich ist ein eigenes Gebäude auf Stelzen und direkt am Wasserloch gelegen, so dass man von hier aus wunderbar die Tiere beobachten und fotografieren kann. Bingo, Hauptgewinn!

Das Häuschen war noch nicht wieder für Gäste vorbereitet und so machten wir eine kurze Inspektion der vorhanden Einrichtungsgegenstände (Wasserkocher, 2-Platten-Elektroherd, Toaster, großer Kühlschrank mit Gefrierfach, ausreichend Geschirr) und beschlossen erst einmal in Kasane Essensvorräte anzulegen, da wir uns hier selbst versorgen mussten. Direkt neben dem Chalet konnten wir auch schon ersten Elefantendung identifizieren. Das ca. 50 m entfernte Wasserloch war aber noch verwaist. So ging´s die Sandpiste wieder zurück und wir wählten den direkten Weg über die A33 hinaus Richtung Flughafen Kasane. Ein bischen komisch war uns schon, denn wenn wir hier plötzlich in eine Eliherde kommen… Nach links oder rechts ausweichen ist hier schlicht einfach nicht möglich im dichten Mopanebusch. Das Sandfahren machte Jochen jedoch immer mehr Spaß.

In Kasane angekommen suchten wir zuerst die Chobe Safari Lodge auf, um unsere Aktivitäten im dortigen Buchungsbüro zu reservieren. Für den 25.06. haben wir von 07:00 bis 13:00 Uhr ein kleines Boot mit Führer nur für uns allein gemietet. Die Kosten betragen 1520 P incl. Nationalparkgebühren für zwei Personen. Danke noch einmal an Rajang aus dem Namibia-Forum für diesen Tipp! Alle weiteren Unternehmungen wollten wir erst kurzfristig entscheiden. An der Rezeption erkundigen wir uns noch nach einem Frühstückspaket für die Bootstour. Können wir am Tag vorher für 55 P pP bestellen und ab 06:00 Uhr an der Rezeption abholen. Welch ein Service! Wunderbar, da ist doch schon wieder alles regelt. So liebe ich das: Keine Unklarheiten.

Im Choprite Supermarkt haben wir alles erstehen können, was für unseren viertägigen Selfcatering-Aufenthalt notwendig ist. Im benachbarten Bottlestore wurden die alkoholischen Getränke komplettiert. Vor allem ausreichend Klip Drift Vorrat für Jochen.

Als wir gegen 17:00 Uhr zurück im Camp waren, erwarteten uns dort nicht nur die Elefanten, sondern auch Ute und Werner aus dem Forum. Durch Forumskontakt vor der Reise, wussten wir, dass wir uns hier möglicherweise über den Weg laufen werden. Eine herzliche Begrüßung – wie unter Fomis üblich – war obligatorisch. Der erste Schnack am Auto dauerte mindestens eine Stunde. Vor lauter Palaver und Erlebnisaustausch sind wir erst spät zum Entladen des Autos gekommen. Unser nun gereinigtes Chalet habe ich mit Ute zusammen in Augenschein genommen. Im Untergeschoss befinden sich zwei Betten, Deckenventilator, der Kühlschrank und das große, saubere Bad mit 24-Stunden heiß Wasser und Strom lies keine Wünsche offen. Frische Handtücher, bezogene Betten, Toilettenpapier – alles war vorhanden. Sogar Seife! Ins Obergeschoss - unter das Dach - führte eine steile Stiege. Hier gab´s noch einmal zwei Betten ebenfalls mit eigenem Deckenventilator. Vor dem Chalet auf der Veranda war der Küchenbereich mit Waschbecken und in einiger Entfernung eine Feuerstelle und ein gemauerter Grill. Feuerholz wurde jeden Tag neu gestellt. Lediglich Geschirrtücher fehlten, die wir aber auf Nachfrage am nächsten Tag sofort erhalten haben. Die Ruhe wird durch keinen lauten Generator getrübt.

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Chalet No. 2, Senyati Safari Camp

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Ute und Werner sind mit Dachzelt unterwegs und hatten ihre Campsite hier nicht vorreserviert, aber dennoch einen schönen Platz erhalten. Wir beschlossen, heute Abend gemeinsam vor unserem Chalet mit direktem Blick auf das Wasserloch zu grillen.

Channel 2 Elephant TV – Liveübertragung:

Mittlerweile haben unzählig viele Elefanten das Wasserloch geentert. Es war ein ständiges Kommen und Gehen. Jeden Tag so zwischen 14:30 Uhr und 23:00 Uhr treffen hier bis zu 400 verschiedene Elefanten ein (Aussage von Louw). Und das Beste ist: Es kostet hier keinen Cent Nationalparkgebühr!

Wir vier beschlossen unsere Vorräte zusammen zu schmeißen und gegen 20:00 Uhr hatten Werner und Jochen die Braaistelle angefeuert. Ich bisschen mulmig war Jochen schon, ob der Nähe zu den Elefanten. Vor allem hat unser quietschender Geschirrschrank bestimmt 80 db gehabt. Man weiß ja nie wie die Elis auf qualmendes Feuer und Lärm reagieren. Sie benahmen sich aber ganz artig und haben sich durch uns nicht stören lassen.

Es war bereits nach 24:00 Uhr, als wir völlig erschöpft vom vielen Reden und von der nächtlichen Kälte mit dem Heulen der Hyänen ins Bett gefallen sind.

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Senyati Safari Camp

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Jochen:
Nach Frühstücken, Packen und Verabschiedung geht’s es wieder Richtung Zambezi Garage. Ein Angestellter zeigt und den Weg ins Township zu Agworth Tyre Service. Da der Reifen vulkanisiert werden muss, wird er nicht vor 13:00 Uhr fertig sein. In der Zwischenzeit quartieren wir uns wieder in der Victoria Falls Safari Lodge ein. Haben einen tollen Blick auf das Wasserloch. Sehe dort meine ersten Wasserbüffel. Marina ist auf einmal verschwunden. Überlege, ob ich bezahlen und sie suchen soll. Nach einer halben Stunde kommt sie wieder zum Vorschein. Sie hat einen internetfähigen Computer (seltenes Tier!) gefunden.

Gegen Mittag geht´s zurück zum Reifenhändler und unser Reifen ist repariert. Toll! Sieht zwar ein bisschen komisch aus mit Gummipfropfen auf der Stelle mit dem Riss. Entschließe mich trotzdem diesen Reifen wieder aufziehen zu lassen. Fahre halt etwas vorsichtiger.

Die Strecke zum Senyati Safari Camp verläuft ohne Probleme. Super, der Reifen hält. Im Camp angekommen, begutachten wir unser Chalet. Da noch nicht alles für uns gerichtet ist, fahren wir noch einmal nach Kasane um ein paar Aktivitäten zu buchen und das Notdürftigste einzukaufen. Wieder im Camp wollen wir auspacken und treffen Ute und Werner. Marina kennt sie aus dem Namibia Forum. Wir beschließen zusammen zu grillen. Am Wasserloch geben sich ca. 100 Elefanten (immer im Wechsel) ein Stelldichein. Da wir uns nur ca. 80 Schritte vom Wasserloch einquartiert haben, ist mir ein bisschen mulmig zumute. Bis auf ca. 30 Schritte traue ich mich an die Dickhäuter heran. Bin noch nie so nah an wilden Elefanten gewesen. Versuche jedes Tier genau im Auge zu behalten. Ist ja kein Streichelzoo und es gibt keine Zäune. Der einzige Schutz ist eine Gruppe von fünf Bäumchen. Da Grillen in Afrika anders geht als in Europa (man macht erst Feuer, verbrennt das Holz bis zur Glut und legt dann einen Rost über die Glut), traue ich mich nicht, das Feuerchen vorzubereiten, da ich Angst habe, mit dem Feuer/Qualm die Elefanten zu vertreiben. Sind halt noch andere Gäste da, die Elis sehen möchten! Mit Werner entfache ich schließlich gemeinsam das Feuer und siehe da, die Elis scheint es nicht zu stören.

Nach erfolgreichem Grillen, essen und klönen wir bis ca. 23:00 Uhr. Sitzen auf unserer schönen Terrasse mit Blick auf das immer noch von Elefanten besetzte Wasserloch.

Dann ist Schlafen angesagt.


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Blick von unserer Terrasse auf das Wasserloch

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unser Grill vor dem Wasserloch
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Re: Reisebericht: Botswana, VicFalls, Caprivi 2011

Beitrag von Butterblume »

24.06.2011 Senyati Safari Camp – Leshoma Valley

Marina:
Endlich mal richtig ausgeschlafen (07:30 Uhr) frühstückten wir gemütlich auf unserer Veranda. Die Paviane und ein paar Impalas leisteten uns am Wasserloch Gesellschaft. Ute und Werner haben beschlossen, sich unserer morgigen Bootstour anzuschließen und möchten heute in der Chobe Safari Lodge noch die Nationalparkgebühr entrichten und unsere Frühstückspakete bestellen. Jochen und ich brachen gegen 10:00 Uhr Richtung Chobe NP auf. Kurz vor Kasane kam uns ein roter Landcruiser entgegen. Mal wieder kurz die Lichthupe betätigt. Es waren Annette und Anton. Afrika ist ein Dorf!
Wir verabredeten uns für nachmittags im Senyati Safari Camp, wo auch die beiden eine Nacht verbringen möchten.

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spätes Frühstück in Senyati

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an der A33 vor Kazungula

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das Auto kennen wir doch...

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Annette und Anton vor Kasane

Am Sedudu Gate begleichen wir unsere Nationalparkgebühr und sind eigentlich froh, dass wir so spät dran sind, da wir auf der Strecke bis Serondela kaum auf andere Fahrzeuge stoßen. Elis, Büffel, Impalas, Rappenantilopen, Giraffen, Geier haben wir ganz für uns allein. Gegen 16:00 Uhr haben wir den Park verlassen um noch kurz im Choppies Supermarkt für unserer „Forumstreffen“ in Senyati einzukaufen. Die liebe Annette treibt sich nämlich auch anonym im Forum rum. Der Choppies und der ATM befriedigten unsere dringendsten Bedürfnisse.

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Sedudu Gate, Chobe NP

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Sedudu Gate, Chobe NP

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Impala, Chobe NP

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Silberreiher, Chobe NP

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Pavian, Chobe NP

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Marabu, Chobe NP

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Weißrückengeier, Chobe NP

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Impalas, Chobe NP

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Rappenantilope, Chobe NP

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Kudu, Chobe NP

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Chobe NP

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Ohrengeier, Chobe NP

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verletztes Hippo, Chobe NP

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Noch ein kurzer Abstecher zu den Seboba Water Rapids in Kasane dann geht´s zurück Richtung Senyati.

Links und rechts der A33 stehen bei Kazungula - wie fast immer - die angetackterten Elis und halten die Grünflachen neben der Straße schön kurz. Das ist die ökologische Alternative zum Abbrennen. Zurück im Camp wartete der Rest von ihnen auf uns. Die Mieten am Wasserloch müssen exorbitant sein bei der Nachfrage.

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Seboba Water Rapids, Kasane

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an den Seboba Water Rapids, Kasane

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Senyati Wasserloch

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Jochen hat netterweise die Einkäufe verstaut, während ich von der erhöhten Bar aus Elis fotografieren darf. Dabei habe ich doch schon für drei Leben genug Eli-Bilder…

Wie jeden Tag war die Feuerstelle vom Personal gereinigt, frisches Feuerholz lag bereit und unser Häuschen war pikobello aufgeräumt. Das dreckige Geschirr vom Frühstück haben sie auch gleich mit abgewaschen. Was für ein Service.

Ute und Werner fanden auch wieder heim ins Reich. Sie haben die Hunters Road erkundet, aber kurz vor Pandamatenga abgebrochen, da es nicht viel zu sehen gab. Aber dafür haben die Beiden unseren Grillabend mit schönen Impalasteaks vom Fleischer in Kazungula bereichert.

Annette und Anton gesellten sich kurz darauf auch zu uns und so verbrachten wir einen gemütlichen Abend.

Annette schloss sich unserer morgigen Bootstour an, Anton berichtete vom richtigen Umgangston mit unfreundlichen Beamten. Er spielt einfach immer den „Idioten“, grinst blöd und antwortet auf alle Fragen immer gebetsmühlenartig: „Thank you, thank you, thank you“. Dann lassen sie ihn in aller Regel schnell entnervt von dannen ziehen. Mir kommt ganz spontan Quasi modo in den Sinn…Was haben wir gelacht! Anton ist ca. 55 Jahre alt, von Haus aus Lehrer, aber seit vielen Jahren als Tourguide unterwegs. Er erzählte uns auch von dem Übergriffen auf Touristen im Ihaha Camp, die wohl nicht selten sein sollen.

Es war ein wunderbar lauer Abend (wo immer das Lüftchen her kam – wir waren dankbar mal nicht den Alaskaüberlebensanzug rausholen zu müssen), sondern ihn in kurzen Hosen genießen zu können. Kein Vergleich zu gestern, wo wir schon gegen 20:00 Uhr rote Nasen und klamme Finger hatten. Moskitos kamen nicht zu Besuch!

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Anton und Annette, Senyati

Jochen:
Am nächsten Morgen fahren wir nach einen wunderbaren Frühstück (Schinken mit Spiegelei, gekocht von Jochen) Richtung Kasane zum ersten Game Drive in den Chobe National Park. Unterwegs trauen wir unseren Augen nicht: Ein roter Jeep kommt uns entgegen. Lichthupe an, wir stoppen und tatsächlich, es sind Annette und Anton. Sie leben noch. Nach einer herzlichen Begrüßung, teilen wir unsere Meinung zum Senyati Safari Camp mit und verabreden uns dort für den Abend, falls die Beiden dort noch eine Campsite ergattern. Wie war das noch letztes Jahr in Namibia? Man sieht sich in Afrika immer 1, 2, 3… mal wieder. Was gemessen an der Größe dieser Länder schon unglaublich ist.

Im Chobe NP ist wieder fahrerisches Können angesagt. Extremer Tiefsand und Schieflage lassen meinen Adrenalinhaushalt auf einem stetig hohen Niveau. Wir sehen Hippos, Wasserbüffel, Antilopen usw. und fahren bis Serondela, das wegen eines alten Mannes, der sich nicht umsiedeln lies und der jahrelang ganz allein im Park lebte, bekannt geworden ist.

Auf dem Rückweg gingen wir noch einmal dem Choppies Supermarkt eine Besuch abstatten, um die wichtigen Dinge zu bevorraten. Entscheide mich aus alter Verbundenheit zu Franz zwei kleine Flaschen Klip Drift einzukaufen. Am frühen Abend ist Forums-Treffen angesagt mit Annette, Anton, Ute und Werner. Wir beschließen, die für den nächsten Tag geplante Bootstour auf dem Chobe River gemeinsam zu unternehmen. Nur Anton wird nicht mit kommen, da er diese Tour schon so oft gemacht hat. Ich biete an, am nächsten Morgen alle zu wecken.
Wer keinen Mut hat zum Träumen, hat auch keine Kraft zum Kämpfen. Afrikanische Weisheit
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