Ein Dröhnen geht durch meinen Patrol. Ein grosser Dieselmotor muss das sein. Ein ganz grosser, oder mehrere.
Asynchron klingende Dieselmotoren dreier Lokomotiven mit tausenden Tonnen von Eisenerz auf ihren Wägen, fährt paralell zur Strasse an mir vorbei. Eindrücklich!
Dies ist der Moment, wo ich die Augen öffne und feststelle, dass ich verschlafen habe.
Die Sonne scheint mir wieder ins Gesicht. Denn auch diesmal ist mein Wagen nach Osten ausgerichtet.
Erleichterung über eine problemlose Nacht macht sich breit. Wie bist Du doch eigentlich ein Angsthase, Chrigu...
Nach einem umfassenden Frühstück kehre ich nach Nouadibhou zurück, um einen Ölwechsel (mit meinem mitgebrachtem Öl) zu erledigen. Zu dieser Zeit müssten die Rallyfahrzeuge der Africa eco Race nach und nach die Grenze passieren.
Noch findet sich kein Mechaniker meines Vertrauens.
Ich fahre also ganz durch die Stadt, um ans Cap Blanc zu gelangen. Oft gerate ich an Kontrollposten.
Ein Mann zeigt mir die Piste für den südlichsten Punkt dieses Caps.
Auf dem Satellitenbild habe ich da nämlich ein aufgelaufenes Meerschiff gesehen. Das will ich mir näher ansehen. Die Einwohner wissen nicht wovon ich rede und können mir meist nicht mit einer Beschreibung weiterhelfen.
Gerne verkaufen sie mir aber irgend etwas, oder würden mich freundlicherweise auch auf einen Onkel, oder Cousin weiterleiten.
Angekommen am Cap, bietet sich mir ein wunderbarer Anblick aufs Meer.
Das Schiff gehört gemäss dem Leuchtturm -und Walfischskelettwächter den Marokkanern. Der Kapitän soll nicht auf die Hafenlotzen gehört haben und fuhr sein Schiff regelrecht im Sand fest.
Freundlicherweise lässt mich der Wächter absteigen. gerne hätte er mir ein Billet verkauft, damit ich in den Hof eintreten könnte, um das Walfischskelett (Museeum) sehen zu können.
Also steige ich die Felsen herunter.
Lustige Sukkulenten zieren den Weg zum verlorenen Schiff.
Was da wohl geschrieben steht?
Das Meer arbeitet hart am Schiff. Bald wird auch dieses Wrack dem Rosttod zum Opfer fallen.
Anmutender Anblick dieses Stahltrümmers.
Vom Wächter erfahre ich, dass sich ein Franzose für das Altmetall interessiert und die Schiffe entsorgen lässt. Die Tonne Stahl wird schliesslich noch verkäuflich sein. Zudem soll es für die Umwelt nützlich sein, wenn Chemikalien nicht die ganze Küste vergiften.
Die Sicht vom Schiff aus
Wieder oben angekommen wird der wunderbare Dunst der Schwerindustrie sichtbar. "So möchte ich auch russen können", findet mein Patrol, während er die Dunstglocke mit seinen Kulleraugen bestaunt.